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Bundeswertpapiere - Beliebteste Beiträge



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Land unter ...

Mann, so wie es schüttet könnte man denken, der Himmel trägt in Vorahnung des Kommenden Trauer. Mal sehen, wie viele Sommerfeste heute ins Wasser zu fallen drohen. Aber wenn wir uns schon das Feiern nicht von den Elitenieten verbieten lassen, ( die feiern ja schließlich auch unseren Ausverkauf ) kann uns so eine kleine Wetterkapriole das Feiern nicht vermiesen. Trotzdem- in Angesicht des grauen Wetters- keine Lust, die Bude zu verlassen und sich viel lieber noch mal umdrehen? Weg mit der schlechten Laune und eine bisschen Zweckoptimismus an den Tag legen. Man sollte die Suggestivwirkung auf die eigene Stimmung nicht unterschätzen. Außerdem weiß keiner, wann wir noch mal so jung und frei zusammenkommen. Wir werden heute auch feiern gehen. Es wird garantiert lustig. Was ich allerdings nicht mehr tun werde: über Politik oder Wirtschaft diskutieren, geschweige denn, über das (vermeintlich) Kommende. Nicht weil es Zeit wird die Klappe zu halten, sondern einfach um den Augenblick zu genießen. Wenn ich durch die Blogs im Netz streife stelle ich fest, dass ein Großteil der Blogger auf ihren Seiten in den Beiträgen eine depressive Stimmung an den Tag legt. Ist aber auch verständlich. Auf das, worauf über Jahre hingewiesen wurde wird jetzt Gewissheit. Bei dem einen oder anderen macht sich jetzt vielleicht die Ansicht breit, nichts erreicht zu haben. Ich sehe das nicht so. Mit jedem Beitrag den man verfasst hat wird der eine oder andere Leser animiert worden sein, für sich zu handeln. Und wie heißt es so schön: Wer auch nur einen Menschen rettet, der rettet die ganze Welt. Dafür bedarf es keines Schulterklopfens. Die Gewissheit, seinen Beitrag geleistet zu haben reicht aus. Jetzt kann man sich entspannt dem Anstehenden stellen. Gut, ich selbst habe letztens zu hören bekommen, ob ich mich auf die Krise freue. Mitnichten. Nur Angst frisst Seele auf und da niemand weiß, was und wie es kommt bringt es nichts, sich über ungelegte Eier Sorgen zu machen. Man hat nach seiner Ansicht das Möglichste getan, um sich und die Seinen vorzubereiten und wird es im Fortgang der Dinge weiter tun. Auf die Frage an Frau noch Bundeskanzlerin Merkel und ihre Politikerkaste: „Wissen sie eigentlich, was sie da tun?“, würde die Antwort wahrscheinlich lauten: „Wir wissen genau was wir tun. Wir wissen nur nicht, welche Konsequenzen das hat.“ Wir würden auf die Frage antworten: „Wir haben die Konsequenzen erkannt und handeln nach diesem Wissen.“ Die mentale Vorbereitung verleiht uns Gleichmut. Mit dieser Stärke meistern wir die Dinge jetzt und in der Zukunft. Wer heute zu einer (Pflicht)Veranstaltung muss, auf die er überhaupt keinen Bock hat, der muss sich nur sagen, auch die geht vorbei. Wenn man sich bemüht wird es vielleicht kein zähes Absitzen mit dem ständigen Blick auf die Uhr, sondern ein besonderes Erlebnis. Man weiß ja nie, was wirklich kommt. Trotz Land unter, laut Wetterbericht

... scheint ab Montag wieder die Sonne ...
Naive Fragen ...

Von wegen ab Montag scheint wieder die Sonne. Jedenfalls nicht in Berlin. Schwül und stechend war es kurzzeitig und jetzt sieht man kurz in irgendwelchen Wolkenlöchern die Sonne kurz durchschimmern. Vom Sonnabend wollen wir erst gar nicht anfangen, da hat es bis in die Nacht wie aus Eimern gegossen. Da konzentriert sich selbst bei einem großen Garten die Runde der Feiernden auf einen begrenzten Raum, nämlich den der trocken ist. Der Vorteil daran ist es, man kommt schneller mit Leuten mal ins Gespräch mit denen man aufgrund von Grüppchenbildung sonst kaum ein Wort wechselt. Der gravierende Nachteil- man kann sich der Dummschwätzerei nicht entziehen. Und in jeder Ansammlung von Menschen muss es nach den bestehenden naturgegebenen Gesetzlichkeiten mindestens einen davon geben. Oder einen Finanzexperten. Finanz- oder Börsenexperten liebe ich am meisten. Unsere Mitmenschen haben durch die bestehende Lage Informationsbedarf. Der Mensch ist für Wissen oder Information nach meinem Dafürhalten am empfänglichsten, wenn sich die Weitergabe von Informationen in einer Person manifestiert, gemischt mit persönlichen Erfahrungen des Weitergebenden. Ist ja auch ganz logisch, weil es sich um konkrete Erfahrungen handelt und nicht um abstraktes und teilweises unverständliches Zeug zu dem man keinen Bezug herstellen kann- jedenfalls nicht solange bis es in der Praxis umgesetzt wird. Na jedenfalls war er wieder da, der Finanzexperte- oder auch Klugscheißerboy. Das Frage- Antwortspiel würde den Rahmen des Beitrags sprengen. Meine Fragen waren jedenfalls naiv, die Antworten dürftig. Nur mal so exemplarisch: Wenn ich xy- Aktien kaufe- habe ich dann die Aktie oder das Anrecht am Gesamtbestand an einer entsprechenden Sammelurkunde? Kann ich mir die Aktie oder das Anrecht ausliefern lassen und unters Kopfkissen legen? Quasi um meine Effekten vor einer Enteignung durch entsprechende Staaten in der Girosammelverwahrung zu schützen? Ja ich weiß, ich stelle zu viele Fragen und will zuviel wissen. Anderseits sollte man schon wissen, was man tut- oder? In einer Welt, in der Alles auf den Kopf gestellt zu sein scheint, in der man alles hinterfragen muss, um nicht nachher nackig dazustehen, da kann man nicht der Herde folgen und sagen: „Das haben wir schon immer so gemacht.“ Schlimmer geht immer. Wenn einem die Dinge über den Kopf zu wachsen drohen, sollte man vielleicht einen Schnitt machen. Das ganze Pseudowissen über Bord werfen und sich Fragen wie ein Kind stellen. Die gefährlichste Konstellation von Fragen ist: Wieso, Weshalb, Warum. Haben wir schon in der Sesamstraße gelernt. Wer nicht fragt bleibt dumm. Tun wir nicht so, als wüssten wir alles, bloß weil uns so ein Schwafelhannes gegenüber weismachen will, er hat die Weisheit mit dem Löffel gefressen. Es gibt mehr dumme Antworten als dumme Fragen. Je einfacher eine Frage gestellt wird, desto mehr dringt sie in den Kern vor. Ich liebe es einfach in einer komplizierten Welt. Einfache Frage- einfache Antwort. Deshalb:

... Wieso, Weshalb, Warum ...
Des einen Freud, des anderen Leid ...

Schön, Schön. Der Goldpreis steigt und der Dax geht den dritten Tag in Folge in die Knie. Wenn meine Drei- Tagesregel stimmt, geht es morgen wieder bergauf. Vielleicht aber nur bis Freitag, wenn die US Arbeitsmarktdaten veröffentlicht werden. Ich möchte nicht wissen, wie viel Kohle sich in den letzten drei Tagen in Rauch aufgelöst hat. Zum Glück schwirrt noch genug in Bits und Bits im System herum, sonst müsste man sich tatsächlich Sorgen machen, dass das System von heute auf morgen zusammenbricht. Bei dem ganzen Hoch und Runter an den Börsen kann einem schon schwindelig werden. Nur- solange in solchen Bereinigungsphasen nicht der Goldpreis rasant steigt, sondern sich maßvollen Schrittes fortbewegt, ist das System wie wir es kennen noch in Takt. Dann wurde das Zockergeld nur geparkt und nicht umgeschichtet. Wartet auf einen neuen Einstieg, um weiterzuzocken. Der zweite Indikator für einen Systemcrash, die Staatsanleihen der PIIGS, schlagen auch nicht dramatisch aus. Alles in Ordnung. Und der dritte und alternative Indikator hat sich in den Urlaub verabschiedet. Solange Frau noch Bundeskanzlerin Merkel noch in den Urlaub fahren kann, ist die Welt in Ordnung. Erst wenn Frau noch Bundeskanzlerin ihren Urlaub vorzeitig abbricht, um die Welt zu retten, dann mache ich mir Sorgen. Sorgen, dass das alternativlose Geschwafel und das unselige Handeln das Land zerstört. Ich bin wirklich darauf gespannt was passiert, wenn Italien, Spanien und schlussendlich Frankreich ins Straucheln geraten. Welche Begründung, welche Wortwahl wird sie uns liefern. Wahrscheinlich werden ihre Redenschreiber einfach nur das Wort Griechenland gegen Italien, Spanien oder Frankreich austauschen, je nachdem wer als erster die Hufe hochreißt. Deshalb gönne ich der noch Bundeskanzlerin ihren Urlaub. Da kann sie momentan am wenigsten anrichten. Vielleicht gefällt es ihr dort so gut, dass sie überhaupt nicht wiederkommt. Wäre das nicht schön? Hey, man wird doch noch mal träumen dürfen. Lange Rede kurzer Sinn. Unsere Regierung bestimmt über unser Wohl und Wehe. Wenn sie nicht alsbald in unserem Sinne handelt sind wir im Arsch. Auch wenn wir Teil des globalen Systems sind müssen wir uns versuchen auszukoppeln. Ähnlich wie zum Beispiel Brasilien versucht, eine weitere Aufwertung des Real zu verhindern. Der Witz ist doch der, dass die vermeintlichen Profiteure der Krise gleichzeitig auch die Verlierer sind, wie wir gerade schön am Franken sehen. Die Schuldenlast der PIIGS erdrückt sie und gleichzeitig werden die Länder mit Fluchtwährungen auch in Mitleidenschaft gezogen, bis alles gemeinsam den Bach heruntergeht. Kein Ausweg in Sicht. Es erwischt jeden und so gibt es ...

... keine Gewinner ...
Vertrauen ...

Eines der wesentlichen Fundamente im menschlichen Umgang miteinander ist das Vertrauen. Das fängt in der kleinsten Zelle der Gesellschaft- der Familie- an und erfasst auch die alle übergeordneten Aspekte des Daseins- Politik, Märkte, ja das Miteinander von Staaten. Egal was man momentan liest, das Vertrauen in die Politik ist dahin. Den Vertrauensverlust den wir kleinen Hansels in die Politik haben ist nur peripher, solange wir uns nicht wehren. Gut, andere haben anfangen auf die Straße zu gehen- woanders. Wir werden folgen. Nur wenn der Markt das Vertrauen verliert, bewirkt er etwas: Chaos. Der Dax- Absturz wird ja gerade in allen Facetten analysiert. Eigentlich gibt es keine fundamentalen Veränderungen, die diesen Absturz rechtfertigen würden- sagt man. Uns fallen einige ein- oder? Barrosos Brandbrief, der erneute Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB sind die letzten gravierenden Argumente, dass sich der Markt aus Europa verabschiedet. Obwohl jetzt die gefakten Arbeitsmarktdaten in den USA raus sind dreht zwar der Dow ins Plus, für den Dax hat es nicht gereicht, der schmiert weiter ab. Im letzten Jahr konnten wir lesen, dass ausländisches Kapital unsere Börse beflügelt. Nun werden unsere Flügel gestutzt. Ich denke wir haben momentan Mittelabflüsse ungeahnten Ausmaßes aus der deutschen Börsenlandschaft und Europa. Der Markt nimmt die Zukunft vorweg. Der sichere Hort Europa ist nachhaltig zerstört. Europa zeigt sich nicht so stabil wie es einst erschien. Das kleine Griechenland, dessen Finanzproblem erst für überschaubar gehalten wurde, entpuppte sich als Desaster für die Elitennieten. Dann kamen weitere Leichtgewichte hinzu- Irland, Portugal. Nunmehr sind Italien, Spanien und bald Frankreich an der Reihe. Wenn die Politik nicht in der Lage ist die Leichtgewichte zu stemmen, wie soll das bei den Schwergeschichten werden, gar nicht. Die Party in Europa ist für die Märkte aus. Jetzt werden einfach nur die Koffer gepackt. Die Outlaws verabschieden sich aus Europa. Wohin? Dahin wo nicht zu viele Köche den sprichwörtlichen Brei verderben. Europa? Tot. Japan? Tot. China? Hinkt schon. Ab in die Schwellenländer und zurück ins Imperium. Schauen wir mal. Zerstörtes Vertrauen hinterlässt immer Chaos. Das Chaos werden wir in den nächsten Wochen zu spüren bekommen. Es wird zunehmen. Nochmehr unsinnige Entscheidungen der Elitennieten und weiter wegbrechende Kurse. Das hat nichts mit dem Sommerloch zu tun. Das Kapital hat nur einfach angefangen sich zu verabschieden . Die Unsicherheiten überwiegen einfach. Diese Unsicherheit bricht dem System das Genick. Wir werden die weinenden Dritten sein. Die Politik ist ratlos, die Outlaws sind weg und wir stehen mit blutroten Portfolios da. Ist zu verschmerzen wenn es Zockerdepots sind. Aber wie viele Anleger haben vermeintlich ihre Altersabsicherung in Aktien aufgebaut? Klar- nach der Devise, Aktien sind langfristige Anlagen. Wurde immer empfohlen. In einer Papiergeldzeit hat dies durchaus seine Berechtigung. Nur jetzt verabschieden wir uns gerade von der guten alten Zeit. Und nun im aufziehenden Mittelalter regiert wieder das Gold und Silber. Einfach nur ein Paradigmenwechsel den es zu erkennen verlangt. In den Medien steht, die Investoren gehen aus Angst in das Gold und wenn alles wieder gut wird bricht die Goldblase zusammen. Sollte es nicht eher heißen, die Investoren haben ihr Vertrauen in das Papier verloren? Momentan ist nichts ersichtlich, was dieses verlorengegangene Vertrauen wieder nachhaltig herstellen könnte. Um das Vertrauen wieder herzustellen müsste die immense Verschuldung verschwinden. Kein noch so großes Sparpaket ist in der Lage, die weltweite Verschuldungsproblematik zu negieren. Was eingespart wird kann nicht ausgegeben werden und führt zu weiterer Rezession. Die Investoren haben keine Angst, nur das Vertrauen ...

... verloren ...
Weiß nicht ...

Eigentlich weiß ich nicht, worüber ich schreiben soll. Die Nachrichten pladdern nur so auf uns ein. Vom Börsengeschehen brauch ich wohl gar nicht anzufangen. Die Volatilität heute am Dax war der pure Wahnsinn. Und morgen geht’s Up. Nicht weil sich irgendwas geändert hat, sondern weil ein alter Mann mit Halbglatze nichts gesagt hat. Ob QE 3 aufgelegt wird weiß er noch nicht, aber die Zinsen bleiben bis 2013 unten, weil alles in Amiland so scheiße ist. Die Börsen bekommen kurzfristig ihren Status Quo zurück, vielleicht bis nächste Woche oder ich weiß nicht bis wann. Nachdem die EZB den ganzen Ramsch von Spanien und Italien aufkauft, liegen deren zehnjährigen Anleihen um die fünf Prozent. Klar, der Goldpreis steigt weiter und die Angebotsseiten der Goldhändler leeren sich, aber unser alternativloser Indikator hat es geschafft die Klappe zu halten. Heißt: von drei Indikatoren für das bestehende System sind zwei im grünen Bereich. Entwarnung. Jedenfalls bis irgendwer eine weitere Karte aus dem Kartenhaus zieht. Die Börsenanalysten nehmen Positionen ein, aus denen man nicht mehr schlau werden kann, sie widersprechen sich nur noch. Und am besten sind die unbekannten Kommentatoren, welche auf die Allgemeinheit in irgendwelchen Radiosendungen losgelassen werden. Bla, Bla, Bla- Herumgeschwafel ohne Ergebnis, wie bei unseren Elitennieten, bei denen man nach einem Statement am Ende auch nicht verstanden hat, was sie eigentlich sagen wollten. Nun gut, wer lässt sich gern auf seinen Äußerungen von gestern festnageln, die morgen schon Geschichte sind. Der aufrechte Mann/Frau ist heute mehr den je gezwungen, seinen eigenen Weg zu beschreiten. Und bei diesem Weg zu bleiben- egal wie der auszusehen hat. In einer heutigen kleinen Gesprächsrunde kam wieder die Thematik auf das Thema Vorsorge. Da meinte eine Dame dann, na wenn es so schlimm kommt wie du sagst, dann stehen wir bei dir vor der Tür. War wohl witzig von ihr gemeint. Das Lächeln verschwand sehr schnell aus ihrem Gesicht als ich ihr mitteilte, dass von mir nichts zu erwarten wäre, wenn es Bum macht. Wer sich über drei Jahre mein Gelaber anhört und zusehen kann, wie die meisten Dinge über kurz oder lang eintreten, immer unter dem Hinweis, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, der bekommt kein Schnipselchen von mir. Wer mir immer mitteilt, es könne nichts zurückgelegt werden; es sei kein Platz da - aber die Kohle mit vollen Händen rausgehauen hat, der braucht nachher nicht ankommen ihm gehe es jetzt so schlecht. In der wirklichen Krise habe ich mich um meine Nächsten zu kümmern und nicht um irgendwelche Nassauer, denen der Teppich dann unter den Füssen weggezogen wird. Aus Spaß wird nun mal sehr schnell ernst. Die Titanic hat die ersten Wassereinbrüche und läuft jetzt voll. Oder besser, der erste Festungsring ist gesprengt worden. Der zweite Ring, kurz vor der Zitadelle ist wesentlich schwächer und kracht schneller unter Beschuss zusammen. Nun ist doch mehr zusammengekommen als ich dachte. Aber es ist immer gut, Druck abzulassen und beim Schreiben merke ich es ist wichtig, die kurzen Intervalle außer acht zu lassen und das große Ganze nicht aus den Augen zu verlieren. Waren die letzten Tage auch aufregend, die Panik kommt noch. Mal Luft holen ...

... und Kopf einschalten ...
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.993.163 von spielkind0815 am 23.08.11 22:31:57Welcher 3zeilige Anlagetipp?

Ich bin vor einem halben Jahr umgezogen, dort habe ich keinen Fernseher, selten Radio, wenn überhaupt.
Ich bin aber auch kaum da.
Auf der Arbeit habe ich es mir schon so eingerichtet, dass ich mit Laptop gut auskomme, und nur noch Abendessen und Bett fehlen.
Ja, die Arbeit, das Zusammensein mit den Kollegen fehlt mir schon, wenn ich mal ungeplanten Urlaub vom Stress mache, weil man mal krank feiern muss, um seine Knochen zu erholen.
Den Stress mache ich mir aber nicht von der körperlichen Arbeit im Beruf, sondern von der Sitztätigkeit und dem Rumzappen nach News und Aktienkursen.
Meine Bandscheibenprobleme, die inzwischen sporadisch auftreten, habe ich nicht etwa von meiner schwer körperlichen Arbeit, sondern sie fingen erst an, als ich zum Sitzmenschen wurde.
Dazu wurde ich genötigt, weil der finanzielle Druck einen Ausweg sucht, wo man noch etwas gewinnen kann als einen müden Nettolohn, der keine Familie ernähren würde.
Und für Alternativen ist man zu alt und zu bequem, man will sich auch nicht mehr anders orientieren.
Nur leider klappt das mit dem Traden meist weniger gut, und in den heutigen Zeiten ist Herumtraden profitabler als Langfristanlegen, aber in der manipulativen neuen Finanzwelt wird es immer schwieriger, einen Stich zu landen, und letztendlich lässt man sich zu Trades rumreissen, die man besser sein lassen sollte..
Bleibt nichts anderes übrig, als sich richtige Gedanken zu machen, und wieder stressfrei langfristig anzulegen.
Für Gedanken ist heuer meist keine Zeit mehr, wer ist schon gerne allein und fühlt sich auch noch wohl dabei.
Die Zeit bekommt man nur, wenn man komplett zwei Wochen oder mehr abschalten kann, im Urlaub oder wenn man krank ist.
Der arbeitswütige Deutsche braucht seinen Erholungsurlaub irgendwo, nur nicht zu Hause, sonst wird er verrückt. Und bitte keinen Laptop mitnehmen, der hat mir schon so manchen Urlaub vermasselt.

Inzwischen ist man ja soweit, und ist nach insgesamt zwei Börsenpleiten und 4 Stresszeiten in 10 Jahren - - meist die Krisenwochen im Sommer - vorsichtiger geworden, geduldiger geworden, will nicht mehr alles oder am Tief kaufen und am Hoch verkaufen. Man hat seine Emotionen an der Börse "ausgelebt".
Die Zeiten sind glücklicherweise vorbei.

War es das wert?
10 Jahre des Lebens verlieren, um vielleicht in Zukunft mal besser dastehen zu können?
Ich wäge immer noch ab, ob sich das alles gelohnt hat.

Nun frage ich mich immer öfters: Alle konsumieren und fühlen sich gut dabei.
Soll ich jetzt auch damit anfangen, im Hier und Jetzt leben, nicht an Morgen denken, die Zeit geniessen, die man noch geniessen kann?
Den Stress beiseite lassen, und sein Leben umkrempeln? Egal , ob es dem Umfeld dann schlechter gehen könnte?

Die Zeit ist reif. Ja, was sonst.
Man kann nur eines im Leben verschenken, und es ist kostenlos, es kommt doppelt wieder zurück.
Lächeln, lachen, lieben.
Ja, man(n) besteht aus zwei Seiten, einer sichtbaren und einer unsichtbaren.
Ich muss ja nicht zum Konsumenten werden, man kann sich aus spirituell weiterentwickeln und gut leben.
Zumindest die Sichtbare kann sich mal wieder zeigen, der Unsichtbare behält sein Geheimnis und tut gut daran.
Schildkrötensuppe ...

Am Anfang war das Licht. Nee, noch mal. Am Anfang des Threads standen die Bundeswertpapiere. Und auch die wohl berühmteste Schildkröte Günther Schild warb am Anfang der Krise für Bundeswertpapiere. Nun stellt die Bundesfinanzagentur das Privatkundengeschäft für Bundeswertpapiere ein. Das Geschäft des Staates mit dem Bürger ist unrentabel geworben. Nunmehr richten sich die Offerten des Leviathans an institutionelle Anleger und Banken. Darin sieht der Leviathan scheinbar die Zukunft, einen Teil seiner Finanzierung zu regeln. Deutsche Elitennieten in Aktion. Schauen wir uns die Geschichte mal aus verschiedenen Blickwinkeln an. Im Zuge der Krise haben Bundeswertpapiere eine ungemeine Aufwertung gefunden. Die institutionellen Anleger versuchen mit Hilfe der staatlich garantierten Papiere ihr Schäflein ins Trockene zu bekommen. Dafür nehmen sie auch negative Zinsen in Kauf. Allerdings besagt auch eine Aussage, dass sich unter den Anlegern viele ausländische Investoren befinden, sogar zum größten Teil. Nach meinem Verständnis bedeutet dies, dass die sich bei dem Zusammenbruch Europas schneller aus den Papieren verabschieden werden, als der Leviathan schauen kann. Der wird dann mit tränenden Augen dastehen. Oder beim Abkacken der Papiere eine allumfassende Rettung auf Kosten der Steuerzahler garantieren. Ich nehme es dem Volk um es euch in den Hintern zu schieben. Wir werden die Verarschten sein. Die Entscheidung des Leviathans ist auch unpatriotisch. Warum kacken die Anleihen von Japan zum Beispiel nicht ab? Einfach weil der Großteil der japanischen Anleihen von der japanischen Bevölkerung oder japanischen Investoren gehalten wird. Vertrauen, ob berechtigt oder nicht in den Staat. Diese Entscheidung wird uns nunmehr durch staatliches Diktat abgenommen. Das ist unpatriotisch. Unabhängig von der Frage, was du oder ich über das Vertrauen in diesen Staat denke, entzieht uns der Staat sein Vertrauen und entzieht sich damit seiner Lebengrundlage. Statt Vertrauen in die eigene Bevölkerung aufzubauen, wird diese negiert. Das Leben beinhaltet eine Menge Bruchstellen. Stellen, an denen es um Alles geht. Entweder es hört auf oder geht weiter. Als Spekulant ist die getroffene Entscheidung des Leviathans, den Bürger auszuschließen eine solche Bruchstelle. Der Staat entzieht uns weiter sein Vertrauen, anstatt Vertrauen aufzubauen. Heißt für mich, weiter in Gold und Silber zu investieren, um mein eigens Weiterbestehen abzusichern. Denn- was wird passieren? Wenn der große Umsturz kommt und plötzlich die Bundeswertpapiere abkacken, weil der Markt das Vertrauen entzieht und keine Anleihen mehr abgenommen werden, dann ist endgültig der Bürger dran. Gold gab ich für Eisen wird nicht mehr ziehen. Dann kommen die Repressionen. Alles was nicht Niet- und Nagelfest ist wird durch staatlichen Zwang vereinnahmt werden (müssen), um das Getriebe am Leben zu erhalten. Alles was offensichtlich ist, wird uns weggenommen. Steuererhöhungen zuerst, dann Zwangsanleihen. Bringt eure Lebenszeit bloß in Sicherheit. Ein weiteres Zeichen an der Wand. Berücksichtigt man noch, dass w:o sich selbst Verschlimmbessert hat, stellt sich schon die Frage, hier mit den Beiträgen Schluss zu machen. Nichts ist mehr so, wie es war. Man kann sich auflehnen, anpassen, aber ist das noch das Selbe? Mal sehen. Jedenfalls Günther Schild ist tot. Getötet ...

... von seinem eigenen Schöpfer ...
Feigheit vorm Freund ...

Es gibt den Spruch, Schuldig aus Feigheit vorm Feind. Das einem im Angesicht seiner Feinde die Knie schlottern und man das Weite sucht ist nicht schlimm. Angst beherrscht unser Leben. Jeden Tag. Anstatt zu kämpfen, ziehen wir den Schwanz ein. Viel schlimmer ist die Feigheit vorm Freund. Auf deinen Freund wird losgegangen und du- du ziehst den Schwanz ein und suchst das Weite. Oh, in der heutigen Zeit, in der es weniger Handfeste zugeht, eher mit Anfeindungen und Worten, da willst du nicht plötzlich abseits stehen, dazugehören, deine Reputation nicht verlieren, da muss auch mal ein Freund über die Klinge springen. Nichts sagen, nicht einstehen, ist genauso schlimm, wie den Abzug selbst drücken. Auf diesem Wissen ist unser System aufgebaut. Auf Feigheit. Eine kleine Schar, die sich dieser menschlichen Verhaltensmuster sehr wohl gewahr ist, verleibt sich alles ein. Und je nach den eigenen Erfahrungen findet sich Mitläufer. Typen die ja und Amen sagen ohne zu hinterfragen. Die kleine Schar von Hasardeuren ist mir da noch lieber als die Mitläufer. Der Hasardeur hat ein Ziel. Der Mitläufer quakt nur nach, ohne zu hinterfragen, auf seinen Vorteil bedacht. Er umschmeichelt die Mächtigen, hoffend auf einen Brotkrummen der Gunst, verkauft er alles. Seine Seele? Solche Typen haben keine Seele. Wer keine Seele hat, der hat keine eigene Kraft. Kraft zieht der nur aus den Speichelleckereien der Mächtigen und anderer Mitläufer. Der kleine Mann/die kleine Frau. Widerstand ist mit Anfeindungen verbunden. Ist mit Stress behaftet. Wer Widerstand leistet ist nicht mehr anonym. Wer will schon den Status der grauen Maus verlassen, in dem er geruhsam dahinvegetiert. Erfolge sollen doch von anderen für einen hereingebracht werden. Wenn es fehlschlägt, war man nicht beteiligt, wird nicht zum Richtbeil geführt. Das ist der andere. Zwar ein Freund, doch jetzt nicht mehr. Schließlich hat er verloren. Das Blöde an der Geschichte ist nur, wir sind im Umbruch. Es wird etwas anderes kommen, ob gut oder schlecht, können wir nicht sagen. Nur eins steht fest,

... am Ende bezahlt jeder seine Rechnung selbst ...
Verfall ...

Autodiebe haben vier Transporter von einem Firmengelände am Rande Berlins geklaut und dabei eine recht skurrile Beute gemacht- 12 Leichen. Die wurden wahrscheinlich im Auto zwischengelagert um dann demnächst irgendwo billig eingeäschert zu werden. Die gestohlenen Fahrzeuge sind schon in Polen- und die Leichen? Die Entsorgung haben die Autodiebe notgedrungen gleich mitbesorgt. Noch billiger geht es dann wohl nicht. Sauer kann man wohl nicht unbedingt auf die Autodiebe sein, sondern darauf wie in der Geiz ist Geil- Gesellschaft mit unseren Toten umgegangen wird. Wie sagte das Mitglied des Bundesverbandes der Bestatter: „Die menschliche Kultur begann, als der Mensch begann, seine Angehörigen zu bestatten.“ Na ja, heute gibt`s Kaffeefahrten ins benachbarte Ausland, wo man sich nachher billig entsorgen lassen kann und so manche Versicherungen und Bestatter bieten schon Sterbegeldversicherungen an, damit es nachher nicht so teuer wird. Ich glaube, der ganze Scheiß fing an, als das Sterbegeld wegfiel. Wenigstens legen wir die Toten noch nicht auf der Straße ab. Kommt aber noch. Die Thematik wurde schon ab und zu in den Beiträgen angesprochen und ist- wie man liest- immer noch aktuell. Wenn man nicht selbst betroffen ist, gehen so manche Dinge an einem vorbei. Deshalb ist es wichtig, bestimmte Dinge wieder und wieder anzusprechen. Dies gilt insbesondere dann, wenn für jeden nichtdeutschen Scheiß Geld da ist. Nur der Bestatter hat es auf den Punkt gebracht- wer die Kultur einer Gesellschaft zerstört, der zerstört deren Fundamente und am Ende die Gesellschaft selbst. Man hat mich hier bei w:o mal als Kulturkämpfer bezeichnet. Bringe ich auch immer gern. Ich sehe mich eher mit meinen beschränkten Mitteln als Kulturverteidiger. Mancher Atheist wird sich sagen, na und? Wenn ich tot bin, bin ich tot. Also soweit geht mein Atheismus nun auch wieder nicht. Anderseits hat der Totenkult nicht unbedingt was mit Glauben zu tun, sondern mit Respekt und Verehrung dem Verstorbenen gegenüber. Aber stimmt schon, so was wie Ehre, Verehren und Respekt sind in dieser Welt ohne Werte überbewertet. Ehrgefühl- das Gefühl und die Handlung daraus, dass richtige zu tun, haben dem schnellem Geld und dem Geiz zu weichen. Wird uns jeden Tag vorgelebt. Als Leser von Michael Winkler kann ich nur auf den derzeitigen „Pranger“ hinweisen. Der Teufel führt uns in Versuchung- und wir haben der Versuchung zu widerstehen. Nein, ich bin nicht auf dem Glaubenstrip. Ab und zu zitiere ich Faust bei seiner ersten Begegnung mit Mephisto „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“ Und da bin ich in guter Gesellschaft, siehe unseren obersten Bundesbanker. Manchmal möchte ich meinen Mitmenschen unsere althergebrachten Werte einprügeln. Geht aber nicht, sonst würde man sich auf die gleiche Stufe wie die Gutmenschen stellen. Und so bleibt einem nichts anderes übrig als die eigenen Werte den anderen vorzuleben. Ist im Alltag nicht immer leicht, aber machbar. Dem Gegenüber nicht gleich vollsabbeln; Danke sagen, der Verkäuferin, dem Postboten und allen anderen Wertschätzung entgegenbringen. Ungerechtigkeiten nicht hinnehmen, bloß weil alle anderen schweigen. Wer niemand anderen wertschätzt, der wird auch nicht wertgeschätzt. Dann kann man sich auch billig beerdigen lassen, weil kein Schwein kommt. Nur das letzte Hemd hat bekanntlich keine Taschen. In der um uns herum zerfallenden Welt muss es eine Konstante geben- Uns. Ich muss fest in der Mitte meines kleinen Universums stehen. Wie sonst kann ich sonst jemand anderen stützen, wenn ich selbst umhereiere? Drum heißt es mehr den je ...

... Standhaft sein ...
Moin ...

In den letzten Wochen habe ich des Öfteren probiert, einen Beitrag zu schreiben. Zuletzt gestern Abend. Das Geschreibsel von gestern war so von Frust durchdrungen, dass man dies niemandem anbieten konnte. Woher kommt dieser Frust? Man merkt, dass alles zu Ende geht. Man antizipiert die Zukunft und die sieht nicht rosig, sondern dunkel aus.
Oh- mir und den Meinen geht es nicht schlecht. Der Frust resultiert nicht aus materiellem Mangel. Noch- geht es uns gut. Nein, es ist die Erkenntnis, dass dieses gute Leben bald einen Abschluss findet. Dass der täglich Überlebenskampf, den andere bereits führen bald real wird. Dass dieses Land, mein Land, jeden Tag verraten wird. Von den Elitennieten, von uns selbst. Könnt ihr euch daran erinnern, dass ich meinte, die Hunnen kommen? Nun, sie sind da. Schengen lässt grüssen. Die Völkerwanderungen sind im vollen Gange. Alle wollen auf die Arche. Unsere Kultur und Lebensart ist massiv bedroht. Und was wird unternommen vom Allvater Staat? Nichts. Es wird stattdessen begünstigt. Nochmehr Asylantenheime, noch mehr Auffanglager. Nicht irgendwo isoliert, sondern mitten unter uns. Asylanten gehen in den Hungerstreik um Forderungen durchzusetzen, die viele Rentner sich nur wünschen würden. Nur die Rentner haben Deutschland mit aufgebaut. Wer sich beschwert wird von linken Schlägern zum Schweigen gebracht. Die sogenannte ANTIFA, die ihr Einkommen wahrscheinlich aus Sozialleistungen bezieht. Die deutsche Kirche, die dafür wirbt, die Kriminalität der Zigeuner als deren Erbe zu sehen. Wir werden überrannt. Die Wacht am Rhein ist aktueller den je. Die Börsen steigen. Reichtum für alle. Ein Pyramidenspiel. Hah, hah. Wenn man eine Gewinnsträhne hat, sollte man die Chips vom Tisch nehmen und gehen. Ich gehe davon aus, dass die Börsen demnächst mindestens vier Prozent verlieren werden. Sie sind aufgepumt und das Jahr ist bald vorbei. Aber geht weiter in Aktien. Den IWF freut es. Schließlich müssen die Schulden bezahlt werden. Mindestens zehn Prozent auf alles. Wenn das umgesetzt wird kegelt es viele aus dem überschuldeten Mittelstand aus. Eine Zwangsabgabe von zehn Prozent wird deren Tod. Kann man billig einsammeln. Da wird eine Kaskade losgetreten. Viele werden alles verlieren. Schadensfreude meinerseits? Eher nicht. Weitere Schicksale. Was können wir tun? Nichts. Man muss durch das Dunkel gehen, um den Himmel zu sehen. Viele werden auf der Strecke bleiben. Viele sind schon auf der Strecke geblieben. Es muss zu keinem absoluten Zusammenbruch kommen. Lediglich ein „kleiner“ Einbruch wird viele aus dem System werfen. Die vorgeschlagene einmalige zehnprotzige Schuldensteuer, die im übrigen nichts bewirken würde bringt das System, so wie wir es kennen, zum Einsturz. Jeder übrige Euro fließt bei mir in Gold und Silber. Am Anfang des Threads habe ich mal auf den Film „Vom Winde verweht“ hingewiesen. Abgesehen davon, dass man einen romantischen Abend mit seiner Angetrauten verbringt, sagt dieser Film alles aus. Wir befinden uns im Krieg. Ein Krieg, der an fremden Gefilden geführt wird. Nur ....

... Krieg bleibt immer gleich ...
Schöne Welt ...

Langsam wird es ist Frühling und es geht strong auf Weihnachten zu. Ja, okay, jetzt stehen erst einmal der Mai und der Juni an, die für mich persönlich schönsten Monate. Kaum scheint die Sonne bilden sich lange Schlangen an den Autowaschanlagen, weil jeder seinen Liebling sauber wissen will. Ich stehe also an der Autowaschanlage und warte, dass ich dran bin.
Die ersten knappen Bekleidungsteile bei den Damen tauchen auf und Mann hat viel zu gucken. Nur gucken nicht anfassen, gegessen wird zu Hause. Und auch wenn die Arbeit in den meisten Fällen langweilig ist oder man über die Gebühr in Anspruch genommen wird- man lebt gut. Meckern gehört zum Alltag. Unterlässt man es dann noch Nachrichten zu schauen, hierbei seien Mainstream- Medien als auch Verschwörerseiten gemeint, kann man wunderbar leben. Ab und zu findet sich ein Troll der einem den Tag vermiest indem er darauf hinweißt, dass morgen schon alles vorbei sein könnte. Wie sollte das geschehen? Alles ist bei uns sicher und trotzdem schweifen die Gedanken ab und ein Szenario kommt mir in den Sinn:
Die Tage schleichen in oben genannter Geruhsamkeit so dahin. Man fühlt sich sicher. Plötzlich und unerwartet wie von Geisterhand herrscht Unruhe im Land. Es beginnt klein an einer unbedeutenden Stelle des Landes. Die Medien bagatellisieren das Ganze. Warum auch nicht? Da die Randale anderen Ort`s ist, ist die Welt noch in Ordnung. Aber plötzlich raufen sich auch direkt vor meiner Tür die Leute zusammen. Plötzlich bricht die Öffentliche Ordnung und Sicherheit zusammen. Plötzlich haben mein Nachbar, der seit Jahren Hartz IV bezieht, und andere von der Gesellschaft Ausgestoßene Maschinenpistolen in ihren Händen und sind Mitglieder einer Selbstverteidigungseinheit. Jetzt wird der einst arbeitslose Nachbar gebraucht und ernst genommen. Jetzt hat er eine Maschinenpistole und was zu sagen. Vielleicht bittet er dich mit vorgehaltener Maschinenpistole aus deinem Fahrzeug oder Haus herauszukommen. Vielleicht bittet er dich gar nicht sondern nimmt sich einfach was er will- weil er hat jetzt was zu sagen und eine Maschinenpistole.
Der Tagtraum ist so schnell vergangen wie er gekommen ist. Das was im Bruchteil einer Sekunde vor dem inneren Auge abgelaufen ist kann in einem zivilisierten Land und schon gar nicht in Europa passieren. Das kann man sich nicht vorstellen. Jeder der sich so etwas vorstellt ist ein Schwarzmaler.

... und jetzt stelle ich mir vor, ich bin Ostukrainer ...
Wat denn nu Spielkind - immer noch im warmen Süden?

Also ich habe meine Ankündigung vom 22.12.10 wahr gemacht und dein gesamtes Werk nach und nach komplett abgearbeitet. Kompliment und Respekt, es wurde an keiner Stelle langweilig!

Irgendwann habe ich mir vorgenommen, nun mal aufmerksamer lesen zu müssen, um da endlich mal einen ausgemachten Blödsinn entdecken zu können: Fehlanzeige, irgendwie fand ich an deinen Gedankengängen immer „was dran.“ Zwar meistens im Frust geschrieben, aber niemals Blödsinn gelabert. Das hat wahrhaftig Seltenheitscharakter!

Irgendwann hab ich mich gefragt, ob der ständig zunehmende Glanz des Goldes es wohl schaffen wird, dich notorischen Schwarzseher umzupolen. Na, jetzt weiß ich ´s.

Ach ja, wie sehe ich das nun – bin ja ein alter Knochen, der im Kriege geboren wurde und sich noch gut an einen fortwährend knurrenden Magen erinnern kann. Wenn ich erlebe, wie meine Töchter wirtschaften, ich die Nahrungsmittel in den Müll fliegen sehe, dann kommt mir immer wieder die Wut hoch. Und ich ertappe mich bei dem Gedanken, dem Volke mal eine richtige Notzeit an den Hals zu wünschen. Keine fetten Menschen mehr, keine Depressionen, keine Gicht ………

Aber wohl doch nicht wirklich, denn es beträfe ja auch mich selbst. Und meine schöne Kohle, die hauptsächlich auf einem versilberten Häuschen basiert und sich Jahr für Jahr um mindestens 10 % nominal vermehrt, wäre weitgehend futsch. Bei einem Kapitalschnitt auf z. B. 10% stünde ich als Gläubiger aber noch besser da als das Heer der Schuldner. Lass also rutschen, Gold ist mir zu schwer – s. Grimms „Hans im Glück.“

Aber denken wir an unsere lieben Mitmenschen und klammern Leidenssehnsüchte mal aus. Da habe ich ne ganze Menge Hoffnung, dass das Gewurschtele noch eine Zeitlang so weiter geht. Die Chancen stehen doch gut dafür, denn wir haben Demokratie! Dass die wohl doch noch einigermaßen funktioniert, sehen wir ich doch daran, dass die Pfeifen da oben niemals was Vernünftiges, eben immer nur lauwarme Kompromisse zustande bringen. Aber Extremes wird eben auch verhindert. Mit dieser Erkenntnis gebe ich mich weiterhin zufrieden und schlappe meinen Roten.

Egal wie man ´s sieht, Hautsache, es gibt Menschen, die noch denken können und wollen. Da sieht es wirklich düster aus in unserem gelobten Land. Denke weiter, Spielkind!
Nichts hören, Nichts sehen und auf gar keinen Fall Denken ...

Das habe ich im letzen Monat getan ( oder gerade nicht getan). Im Urlaub war nur Sommer Strand und Sonne angesagt. Fern des „ Internetz „ und einer aktuellen Tageszeitung konzentrierte ich mich auf mich selbst und die Meinen. Die Anregungen anderer, man könnte ja das und das besuchen und das und das besichtigen wurden geflissentlich ignoriert. Aktivurlaub? Nee, danke. Zurück im Alltag hätte das Schema F wieder aufgenommen werden sollen. N-TV, Internetz und die Ungerechtigkeiten der Welt betrachten. Ich entschied mich bewusst dafür, dies nicht zu tun. Das beinhaltete auch im Wesentlichen die absolute Ignorierung von w:o. Denn sind wir ehrlich- diese kleine Welt hier bei w:o kann zur Sucht werden. Von Tag zu Tag nahm der Suchtfaktor ab. Aus den Augen aus dem Sinn. Nachrichten wurden konsequent nicht gehört, alle Medien ausgeblendet. Und plötzlich- trat eine Leichtigkeit des Seins ein. Allein durch die Verdrängung wurde auf einmal eine nachhaltige Steigerung der Lebensqualität erreicht. Was interessiert es einen, ob in Tunesien und Ägypten Menschen sterben oder ob in Davos der Hühnerhaufen versucht den Weg zur Schlachtbank hinauszuzögern. Das Leben eines Schafes ist angenehm, jedenfalls solange bis man selbst dran ist. Nun gut. Wir werden in Deutschland von einer politischen Kaste beherrscht, die autokratisch regiert. Demokratie würde Mitbestimmung voraussetzen. Wenn nicht im Einzelnen dann doch im Wesentlichen. Dies bedeutet doch nichts anderes, als dass das Volk am Anfang einer Wahl bestimmt, welche Richtung für die nächsten Jahre eingeschlagen wird bzw. durch sein Veto den Weg korrigiert. Mit unserer Wählerstimme können wir doch schon lange nicht mehr bestimmen wohin die Reise geht. Selbst wenn wir jemanden die Stimme geben, der klare Versprechen abgibt, wie zum Beispiel die FDP werden diese Versprechen gebrochen. Im Fall der Liberalen sogar nachhaltig. Warum sonst brachen deren Quoten so nachhaltig in der Folge weg. Können wir dem entgegenwirken? Nein. Wir können nur daneben stehen und zusehen wie die Autokraten munter weiter manchen. Das hat nichts mit Demokratie zu tun. Das Ende vom Lied- der Bürger verliert das Vertrauen in die so propagierten demokratischen Werte und geht in die geistige Immigration. Nur – die Demokratie lebt nicht von der Mehrheit, sondern von der Mehrheit der Teilnehmer. Wir haben dieses Jahr neun Landtagswahlen. Schauen wir mal wie die Wahlbeteiligungen sein werden. Wenn von zehn Wahlberechtigten nur drei wählen gehen, werden die herrschen Autokraten bestätigt. Die wählende Mehrheit hat die demokratischen Verhältnisse bestätigt. Die Sieger feiern, die andern gehen in die Opposition und warten bis sie dann wieder mal dürfen. Das ist keine Demokratie, dass ist Stuhltanz. Warum wird von allen politischen Seiten gegen eine fiktive Horst- Schlemmer- Partei gewettert, die mit dem Slogan antritt: Wir machen es nicht besser _ aber schlechter auch nicht ! Weil die von Null auf 18 Prozent kommen und das gesamte politische Gefüge erschüttern würde. Warum ? Allein, weil sie das Bedürfnis nach Veränderung (nicht nach Inhalt) bedienen könnte. Um die Demokratie nachhaltig zu retten, müssten sich alle verirrten Demokraten zusammenfügen und eine Außenseiterpartei wählen. Ein Zeichen setzen. Denn nur dann wäre die herrschende Autokratie zu einem Umdenken gezwungen. Ob ich allein die Grauen Panther wähle ist vollkommen sinnlos. Wählen alle die Grauen Panther ist ganz plötzlich Schluss mit lustig. Nun gut. In der momentanen Phase des Aufschwungs werde ich wahrscheinlich doch weiter daran arbeiten meine Lebensqualität zu steigern. Ich will nicht denken,

... kann sowieso nichts lenken ...
Die Fehlgeleiteten ...

Wenn man seinen Rundgang durch die virtuelle Medienlandschaft macht, sind die abgegebenen Kommentare zu den Artikeln viel interessanter als die Werke selbst. Sie veranschaulichen in erschreckender Weise das Fortschreiten des demokratischen Prozesses in den Köpfen der Menschen. Das Klima wird von Tag zu Tag rauer. Die Anonymität des Internet ermöglicht es in nie dagewesener Weise, seinem Frust eine Stimme zu verleihen. Und momentan gibt es genug Anlass hierzu. Die Inflation steigt weiter im Euroraum ohne dass geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Oder viel schlimmer: ergriffen werden können. Auch wenn in Deutschland eine Zinserhöhung dringend angezeigt wäre würde im restlichen Europa der Aufschwung (!?) abgewürgt werden und die Wackelkandidaten umfallen. Der Patient hängt am Tropf- bis zu seinem Ableben. Eigentlich geht alles seinen Gang. Wurde im Fall von Griechenland noch diskutiert dass es für die Griechen besser wäre aus der Währungsunion auszusteigen und die Schulden durch Abwertung der Landeswährung zu reduzieren so herrscht jetzt über diese Möglichkeit einvernehmliches Schweigen. Stattdessen hat man sich scheinbar für eine gesamteuropäische Lösung entschieden: man wertet den Euro ab. So kann man sich die Einführung neuer alter Währungen sparen. Das Geldeinsammeln hat auch schon begonnen und wird in diesen Jahr weiter gehen. Dreimal war die erste Rettungsanleihe überzeichnet. Hurra, das Vertrauen in den Euro ist wieder da. Eigentlich sind die Herren und Damen im Nadelstreifenanzug doch blöd. Bei soviel Andrang wäre es doch ein Leichtes gewesen, auf die Schnelle das Emissionsvolumen mal zu erhöhen. Was ich habe, das habe ich und was morgen ist, interessiert mich nicht. Da ein umsichtiges Handeln nicht angezeigt ist, muss man doch wenigstens schnell sein- bevor irgendwer bemerkt, dass etwas faul ist im Staate Europa. Aber keine Angst -solange die Analysten mit ihren Rechenschiebern unter Berücksichtigung der offiziellen Inflationsrate noch auf einen zweistelligen Renditebetrag kommen dreht sich die Kugel im Roulettekessel weiter. Und mal ehrlich, da und dort ein paar Cent mehr in der Lebenshaltung sind doch zu verkraften. Gestiegene Löhne, fast Vollbeschäftigung und eine zügellose Konjunktur machen das alles wett. Wer in unserer deutschen Leistungsgesellschaft nicht am Aufschwung partizipiert der ist selber schuld. Da haben die Herren Volksvertreter doch recht- wir jammern auf hohem Niveau. Es vergeht kein Tag, an dem uns anschaulich verdeutlicht wird- es geht voran. Bei dieser Überflutung mit guten Nachrichten muss es einfach besser werden. Schauen wir uns den Joe Ackermann an. Der will es dieses Jahr wissen und den größten Gewinn in der 141jährigen Geschichte der Deutschen Bank einfahren. Der Gewinn ist zwar gerade wegen der Übernahmen geschmälert. Stehen einem Kaufpreis für die Postbank in Höhe von sechs Milliarden Euro Einlagen von 100 Milliarden gegenüber, so müssen diese nicht für teureren Zins geliehen werden. Gewusst wie. Also bei soviel Aufschwung- was wollen die Schwarzmaler? Eigentlich sollte das Internet abgeschaltet werden. Ist ja auch nicht gut für die Umwelt. Zuviel Energieverbrauch und zu viele Immissionen. Demokratie kann verordnet werden. Dazu ist es erforderlich, den Meinungsaustausch zu lenken und die Selbstbestimmung durch Abhängigkeit zu erhöhen und Dissidenten möglichst durch das Abschalten ihrer Seiten in den demokratischen Prozess mit einzubeziehen. Nur so werden wir es schaffen und die Fehlgeleiteten

...auf den rechten Weg bringen ...
Ich sehe dich...

Vor einer Weile habe ich einen interessanten Artikel gelesen, in welchem der Autor feststellt, dass wir uns immer mehr in der realen Welt des Internet(z) aufhalten. Die Befürchtung geht dahin, dass es zu einer weiteren sozialen Entfremdung und damit zu einer Vereinsamung des Einzelnen kommt. Die Gefahr mag durchaus bestehen. Andererseits bietet sie aber auch unendliche Chancen gerade dieser Entfremdung entgegenzuwirken- wiederum hängt es vom Einzelnen ab. Die virtuelle Welt des Netzes und die reale Welt stehen in einer engen Wechselbeziehung zueinander. Die Anonymität der virtuellen Welt ermöglicht es uns, ehrlich - unbedingt ehrlich - zu sein. Mit dieser Ehrlichkeit sind wir in der Lage, den anderen am Ende der Leitung zu überzeugen. Wie sieht die reale Welt unseres Miteinanders aus? Ich muss der Beste, der Tollste sein. Kommt jemand Fremdes auf mich zu, wird er erst einmal als Feind betrachtet, der mir Böses will. In der realen Welt, in der alles vom ersten Eindruck abhängt können wir uns keine Fehler leisten. Jede Uneindeutigkeit wird als Negativ ausgelegt. Du wirst gemessen, gewogen und für nicht gut befunden. Zeigst du Schwäche, wirst du zerrissen. Wir sehen uns an aber wir nehmen uns nicht wahr. Nicht umsonst heißt es, man kann sich riechen oder nicht. Also was tun wir? Wir bauen eine Scheinwelt auf, machen uns durch die eine oder andere aufgesetzte Show interessant. Am besten in dem weichgespülten Gleichklang, der uns von schöner Wohnen vorgegaukelt wird. Mann, was sind wir alle toll. Nur- wenn wir alle eine andere Identität annehmen- wer sind wir dann noch? Was macht uns dann noch aus? Und vor allem- wann bricht das Ganze zusammen und du bist dann- nichts. Die virtuelle Welt ermöglicht es uns ehrlich zu sein- zu sich selbst und zu anderen. Nur leider- viele tragen diese Scheinwelt in die virtuelle Welt -um gesehen zu werden. Nur das Grausame- hier fliegt man erst recht auf. Ein guter Beobachter erkennt schnell, ob man ihm etwas vormacht. Das Netz vergisst nicht, das geschriebene Wort steht. Statt die Chance wahrzunehmen für das gesehen zu werden was einen ausmacht, seine Schwächen, seine Stärken, fabriziert man denselben Quark, wie in der Realität und hat am Ende nichts. Wir sollten im Netz unsere Persönlichkeit leben- ausleben. Dann klappt`s auch mit dem anderen. Nehmen wir w:o. Jeder von uns hat user, die er hasst oder liebt. Was haben beide Parteien gemeinsam? Wir stellen uns den gegenüber bildlich vor. In Ermanglung weiterer Informationen formt unser Gehirn eine Silhouette. Schemenhaft erscheint dieses Bild bei jedem Beitrag. Was ist mit denen, die plötzlich von der Bildfläche verschwinden? Macht man sich da keine Gedanken oder aus den Augen aus dem Sinn? Ich bin feige und in der realen Welt verfangen. Warum dem oder der keine Email über w:o schreiben, der plötzlich weg ist? Ja, die Angst vor Ablehnung und Zurückweisung. Die Angst, die uns unser ganzen Leben begleitet. Fuck. Belassen wir es beim Alten- jeder hat einen Hund aber keinen zum reden (Peter Fox). Wer jetzt meint ich habe das Wort zum Sonntag übernommen der irrt. Am Vorabend des Untergangs den keiner allein überleben kann, sollten wir uns darüber klar werden, dass wir eine Gemeinschaft sind. Eine Gemeinschaft gleicht die Schwäche des Einzelnen aus und bündelte die Stärke aller zu einer unbezwingbaren Kraft. Eine Fabel erzählt: Ein Vater nahm seine vier Söhne kurz vor dem Ableben zusammen. Er gab jedem einen Pfeil in die Hand. Dann trat er an jeden heran nahm den einzelnen Pfeil in die Hand und zerbrach jeden Pfeil. Die Jungs schauten blöd aus der Wäsche. Die Frage des Vaters- was war der Fehler? Die Jungs zuckten die Schultern. Der Vater gab jedem einen weiteren Pfeil. Die Frage: Wann kann ich die Pfeile nicht mehr zerbrechen? Die Söhne gaben dem Vater das Pfeilbündel in die Hand.

... ich sehe dich ...
Aus dem Lexikon ...

einen Brüderle bauen: Lügen, Betrügen und sich dabei erwischen lassen. Das Atommemorandum der Bundesregierung wurde durch Herrn Brüderle als Wahlkampffinte enttarnt. Eigentlich nicht wirklich etwas Schockierendes. Die meisten Deutschen sind schon vor dem Bekanntwerden seiner Äußerungen davon ausgegangen, dass die Äußerungen der noch amtierenden Regierung nur Schall und Rauch sind. Lediglich dafür geeignet, die Nachrichten mit sinnlosem Geschwafel zu füllen. Das man dies nun Schwarz auf Weiß bestätigt bekommt- trotz aller Beteuerungen- lässt einen höchstens ruhiger schlafen. Schließlich hat man sein Misstrauen in die Regierungspolitik nur noch mal amtlich bestätigt bekommen- und nichts ist wichtiger für einen Untertan als die Bestätigung mit Brief und Siegel. Interessanter ist da schon die Meldung, dass die Mormonen in Utah neben dem Dollar Gold und Silber als Zahlungsmittel zulassen wollen. Wie das Ganze in der Praxis umzusetzen ist, kann dahin gestellt bleibt bleiben. Für mich persönlich ist dies ein Zeichen in Richtung Sezession. Im Fall der Abspaltung hat man bis zur Einführung einer eigenen Währung ein gesetzliches Zahlungsmittel. Über die Nebensächlichkeiten kann man sich dann einen Kopf machen. Auch hier ein massiver Vertrauensverlust in die Fähigkeiten der Zentralregierung. Wer errichtet eigentlich im Fall über ( den dann nicht mehr ganz so ) Vereinigten Staaten eine Flugverbotszone, wenn die Zentralregierung gegen abtrünnige Teilstaaten vorgeht? Kehren wir am besten erst einmal vor der eigenen Tür. Das Superwahljahr in Deutschland ist ja noch nicht vorbei. In Portugal gibt es bald Neuwahlen, mal sehen ob in Deutschland auch. Dann bekommen wir eine Rot/Grüne Regierung, Wohlstand für alle die nicht arbeiten und einen ungeminderten Zuzug von integrationswilligen Flüchtlingen mit adäquater Ausbildung und Leistungsvermögen, die uns helfen, dass Steueraufkommen zu schultern, um den Rotweingürtel zu finanzieren. Standard & Poors hat mal ganz unverbindlich das Szenario durchgespielt, was Europa bei kollabierenden Anleihemärkten und zusammenbrechender Wirtschaft blühen würde. Deutsche Staatsanleihen würden auf sieben Prozent hochschnellen. Die Banken müssten mit zu 220 Milliarden gestützt werden, aber was ist eine Milliarde mehr oder weniger. S&P geht nicht davon aus, dass es so kommt. Alles rein spekulativ. Aber wenn es so kommt, dann helfen die Starken den Schwachen und der Euro überlebt sowieso. Also keine Angst- die Spareinlagen sind sicher. Wie Deutschland bei diesen mutmaßlichen Zinsen für ihre Anleihen wirtschaftlich noch auf Dauer handlungsfähig sein soll erschließt sich nicht ganz. Dazu passt der Geldratgeber der Blöd mit der Frage, weshalb Silber so teuer wird. Unter anderem wird als Grund die Unsicherheit von Staatsanleihen genannt. Ein bis dato langweiliges und sicheres Papier wird als unsicher eingestuft. Nichts hasst der Investor so wie Unsicherheit. Wenn der Garant für die Stabilität im Euroraum in Bedrängnis gerät dann ist die Party vorbei. Auch dafür wird es irgendwie eine Lösung geben. Zur Not führen wir in Deutschland wieder die Schuldensklaverei oder Sippenhaft ein. Wobei wir letzteres in Deutschland sowieso schon haben. Alles noch ausbaufähig. Momentan kann es nur noch heißen- Raffen, Raffen und nochmals Raffen. Soviel an Werten in Sicherheit bringen wie möglich. Der Zug ist abgefahren.
Denn das Lexikon hat noch mehr parat ...

... Merkel, Westerwelle, Schäuble, Koch, Roth, Trettin usw..
9,99 € ...

Irgendeine Tankstelle, irgendwo am Rande der Zivilisation hat den Preis für Superbenzin mit 9,99 € pro Liter ausgewiesen. Die zwei Kunden, die trotzdem getankt haben, haben letztendlich die 100,00 € und 200,00 € für die paar getankten Liter bezahlt, nachdem die Polizei vor Ort war. Grund für den Preisanstieg war die Ambition, die Kunden vom Tanken des Treibstoffs abzuhalten. Das Personal der Tankstelle verwies auf den Umstand, dass die Preise von der Zentrale vorgegeben werden und die beiden Kunden hofften auf eine einvernehmliche Lösung mit der Geschäftsführung am Dienstag. Da können sie lange warten. Pacta sunt servanda. Ich bin heute an mehreren Tankstellen vorbeigekommen, an denen der richtige Sprit bereits ausverkauft war. Aber keine Angst, spätestens am Donnerstag haben alle Tankstellen wieder genug Treibstoff auf Lager. Außerdem habe ich festgestellt, dass stark frequentierte Tankstellen zwischenzeitlich auch schon mal an normalen Tagen der Sprit ausgegangen ist und nur noch E10 zu bekommen war. Läge wirklich eine Notsituation vor, was würde es kosten eine Ausnahmegenehmigung vom Feiertagsfahrverbot für Tanklastzüge zu erteilen. Nichts. Sehen wir die Ostertage und die künstliche Benzinverknappung als gewollte Aktion in Sinne der Mineralölkonzerne endlich ihre Lager an E10 leeren zu können. In der Not frisst der Teufel... Vielleicht kommt auch der eine oder andere auf den Geschmack, dauerhaft E10 zu tanken. Wie man in letzter Zeit feststellen konnte, ist so manche Werbeveranstaltung nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Nächste Woche gibt es wieder Sprit für alle und die Preise werden langsam auf die 2 Euro zusteuern- sollten sie ja bereits schon im Sommer letzten Jahres erreicht haben. Was lange währt, wird richtig teuer. Natürlich hat die bestehende Situation auch etwas Gutes. Krisenvorsorge bedeutet, wenigstens permanent einen vollen Tank zu haben. Meiner ist halbleer, weil ich am Freitag nach längerer Fahrt zu faul war noch mal an die Tanke zu fahren. Morgen steht die nächste lange Fahrt an, bei welcher ein Nachtanken unumgänglich wird- angeschissen. Die strategischen Reserven werden nicht angerührt, die bleiben für echte Notsituationen. Die 9,99 € sind auf Dummheit begründet, die Zentrale hätte nur die Order geben müssen- Ausverkauft. So aber können wir uns schon mal an die demnächst herrschenden Benzinpreise gewöhnen. Das Wasser wird langsam erwärmt, damit der Frosch nicht aus dem Topf springt. Läuft doch alles nach Plan. Ein hoher Benzinpreis bedeutet weniger Autos auf der Straße. Welcher neu gewählte Ministerpräsident möchte weniger Fahrzeuge produzieren lassen, aber dafür ein Konzept aus Laufen, Fahrradfahren, Bahn und nur ein bisschen Auto entwickeln? Für die Umwelt und die Konzerne kann nichts zu teuer sein, da ist der verspätete Aprilscherz...

... noch fast geschenkt...
Morgen Kinder wird`s ...

nichts geben. Morgen ist wieder einmal die Zinsentscheidung der FED angesagt. Alle warten mit Spannung auf den Bernanke und die historisch erstmalige Begründung der Zinsentscheidung. Der Ben will den Reportern nach der Entscheidung Rede und Antwort stehen. Bin ich als Laie mal frech und nehme die Antworten vorweg- auch auf die Gefahr hin, dass genau das Gegenteil eintritt. Nichts ist so schön, wie falsch zu liegen. Der Zinssatz bleibt bestehen. Die Börse katapultiert weiter nach oben. Es besteht die Gefahr einer weiteren Abschwächung der Konjunktur. Außerdem besteht die Gefahr, dass China sich von einem Teil seines drei Billionen schweren Paketes an Dollar Reserven trennt und umschichtet. Japan kann seiner Verpflichtung gegenüber der Schutzmacht auch nicht so recht nachkommen und fällt als Käufer aus, wird vielleicht gezwungen sein, eher zu verkaufen. Wer soll dann noch den Schrott kaufen, wenn nicht wir selbst. Nee, da haben wir uns lieber dafür entschieden, die Geldmenge weiter auszuweiten. Wenn die Süchtigen nicht mehr spielen können, dann kriegen wir gleich ein Problem. Das wollen wir überhaupt nicht. Wir haben es bis 2011 geschafft und 2012 wollen wir auch noch hinbekommen. Wenn unsere Börsen steigen, steigen die weltweiten Börsen auch und alle sind glücklich. Okay, alle nicht, aber die, auf die es ankommt. Außerdem: 0,25 ist eine so schöne Zahl, belassen wir es erst einmal dabei. Was interessiert die Verschuldung? Steigende Inflation? Nee, nee, unser Tripel A steht bombenfest. In God we trust. Steht doch auf jedem Schein drauf. Wie- das organisierte Verbrechen beginnt Lebensmittel in großem Stil zu klauen? Wo haben sie das denn her? Was haben Tomaten und Fleisch, das Eierdiebe vom Laster stehlen mit unserer Entscheidung zu tun? Ich bitte Sie, wenn das Volk kein Brot hat, soll es Kuchen fressen. Der Gold- und Silberpreis steigt? Na und? Mal ehrlich, dieser Popelmarkt? Ein Vermögen können Sie nur bei uns machen. Wir gewährleisten den Wohlfühlfaktor. Wir sind die Nr.1. Noch Fragen? Nein? Dann auf gutes Gelingen. Ist das Alles nicht schön? In der heutigen Zeit ist es wahrscheinlich wichtig, den gesunden Menschenverstand auszuschalten. Wer nachdenkt ist echt am Arsch. Der Trend is your Friend. Scheiß Denglish. Ich kann`s einfach nicht lassen zu stänkern. Aber ein bisschen Anstinken ist wie das Salz in der Suppe des Lebens, auch wenn man ab und zu eins auf die Nase bekommt. War ja gerade Ostern und wir haben Oma zu uns geholt. Irgendwann erzählte sie die alten Geschichten von früher. Eins blieb hängen- Salz. Ohne Salz ist es schlimm. Da bekommst du keinen Geschmack in Nichts. Salz gehört morgen wieder auf meinen Einkaufzettel. Schon mal vergessen Kartoffeln zu salzen? In acht Monaten ist Weihnachten und Kartoffeln ohne Salz als Weihnachtsessen wären fade. Bis dahin muss ich alle Gerichte aus meinem Kochbuch von Ostern durchprobieren, bevor es dann

...nichts anderes geben ...- wird
Ausgeschlafen ...

Ich habe meine Ankündigung von gestern wahr gemacht und habe ausgeschlafen. Verpasst habe ich auch nichts. Etwas anderes war auch nicht zu erwarten. Die Gewerkschaftsbosse haben kämpferisch posiert, vor einer Verrohung des Arbeitsmarktes und weiteren Dumpinglöhnen gewarnt. Ja, die Regierung müsse aufpassen, dass die Einwanderung von Arbeitskräften nicht von den bösen Unternehmern ausgenutzt werde und die Lohnspirale weiter nach unten gehe. Ich habe nicht in einem Artikel ein „Aber sonst ...“ entdecken können. Wir kennen die Redewendung „Aber sonst ...“ in der einen oder anderen Form alle. Meistens lautet der Spruch: „Aber sonst ist Schluss mit Lustig.“ Irgendjemand schießt uns immer wieder quer und es reicht uns langsam. Da wir uns noch keine konkreten Vorstellungen über Sanktionen gegen den anderen gemacht haben, wird wenigstens gedroht. Die leichteste Form der Intervention. Der Andere weiß jetzt wenigstens, er hat die Grenze überschritten und wenn er weitermacht knallt es über kurz oder lang. Also nicht mal zu so einer undefinierten Drohung haben sich die Herren hinreißen lassen. Sollte dem nicht so sein und ich habe was überlesen, bitte ich ausdrücklich um einen Hinweis. Einfach, weil es mich dann hoffen lassen würde. Aber echt- da gehen Zehntausende auf die Straße und demonstrieren für Gerechtigkeit und faire Löhne. Wenn ich mich von der Couch erhebe und demonstrieren gehe, dann hat man doch eine Erwartungshaltung. Da will ich eine Vision sehen. Wir beschweren uns immer- und das zu Recht – allein ist man machtlos und kann nichts ändern. Und dann sehe ich mir die Appartschiks an, die eigentlich Mobil machen müssten, weil nur sie allein dazu in der Lage wären. Da kommt nichts. Was soll auch kommen, wenn sie es in den letzten zwanzig Jahren nicht einmal geschafft haben die Lohndifferenz zwischen West und Ost zu beseitigen. Jetzt kommen die Wanderarbeiter und werden die Löhne weiter drücken. Wir prangern immer die Regierung, die autokratischen Parteien an, die uns in die Wüste schicken. Nur warum können sie das? Es fehlt ein Korrektiv, dass dem entgegenwirkt. Gerade in einer demokratischen Gesellschaft ist ein Gegenpol notwendig, um Ungleichgewichte auszugleichen und die Waage wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Aber nichts. Aber wahrscheinlich irre ich mich. Wenn die Gewerkschaftsbosse wirklich so schlecht wären, würden sie nicht wieder gewählt werden. Da man aber immer dieselben Namen in den Führungen der Gewerkschaften hört, müssen die eine sehr gute Arbeit machen. Na gut, dann ist es so und ...

... ich lege mich wieder hin ...
Der Griechenland- Soli ...

Bald müssen die PIIGS mit echtem Geld unterstützt werden. Die dafür notwendige Steuer wurde heute schon mal spaßeshalber als Griechenland- Soli bezeichnet. Wenn es nur Griechenland wäre. Portugal hat noch keine Zusage für die Rettungsgelder erhalten und meldet gleich noch mal zwanzig Milliarden Euro mehr an. Die wollen also hundert Milliarden haben. Was das genutzt hat haben wir bei Griechenland gesehen- nichts. Nun gibt es aber heute auch eine Nachricht die besagt, dass Portugal 382 Tonnen Gold hortet. Ungefährer Gegenwert 20 Milliarden Euro. Was sagt man dazu. Würde mal sagen die verkloppen erstmal das Gold bevor sie weiter herumbetteln. Ich denke nicht, dass der Goldpreis da nur einen Mucks machen würde und wenn ja- höchstens einen kurzen Rülpser. Zwanzig Milliarden zaubert China locker aus der Portokasse und wenn die nicht wollen, es findet sich dankend ein anderer. China verteilt ja gerade sein Monopolygeld freizügig um den Globus. Einfach, um wenigstens einen Bruchteil dessen zu retten, was in den Büchern steht. Okay, Irland, Portugal und Griechenland sind pleite. Heißt aber nicht, dass überhaupt keine Werte mehr da sind. Und da Europa in eine Transfergemeinschaft umfunktioniert wird, können wir auch die deutschen Regeln für eine Transfergemeinschaft anwenden. Erstmal nackig machen. Bestimmen, was der Staatssozialhilfeempfänger noch an Vermögen hat, dann den Bedarf ausrechnen, der benötigt wird, um damit die Existenz am untersten Rand gesichert ist und im letzten Rechenschritt, das vorhandene Vermögen noch mal gegenrechnen. Dann gibt es einen schönen Bescheid und die monatlichen Transferleistungen können fließen. Und bitte- warum soll Griechenland nicht ein paar Inseln verkaufen, so wie es letztes Jahr sarkastisch von der deutschen Presse aufgefordert wurde. Wer unverschuldet in eine Krise gerät, dem sollte geholfen werden. Wer sich über Jahre einen fetten gemacht hat, der muss damit leben, dass plötzlich noch weniger da ist als vorher. Wer im Mittelalter Schulden hatte, hat die Gläubiger einfach abgemurckts oder seine Ländereien verloren, weil der Gläubiger mit dem Schwert kam. Natürlich geht das nicht in einer zivilisierten Welt, wobei- so zivilisiert sind wir auch nicht mehr. Aber eine ordentliche Bilanz darf man doch wohl erwarten dürfen. An der scheint es aber zu hapern, wenn der Bedarf immer weiter nach oben korrigiert werden muss. Eine kleine Bilanzfälschung? Oder vielleicht eine große? Es ist klar, dass ein Staat keine Firma ist, aber einige Regeln lassen sich nicht umstoßen. Im Fall von Portugal und seinem Goldschatz kann durchaus gesagt werden, erst verkaufen und dann weitere Forderungen stellen. Der PIIG- Soli ...

... greift MIR nämlich in MEINE Tasche ...
Realität und Wahrnehmung ...

Irgendwann habe ich die Vermutung angestellt, dass die Schafherde unruhig wird und wenigstens instinktiv die Gefahr spürt, in welcher sie sich befindet. Ich glaube das irgendwie nicht mehr so ganz. Für die Mehrheit der deutschen Bevölkerung mag nicht mehr alles so ruhig und beschaulich sein. Die wahren Ausmaße dessen was kommt wurden noch nicht einmal im Ansatz wahrgenommen. Seit den merkelhaften Versprechungen, euer Geld ist sicher, hat es keine irgendwie gearteten Gefahrensituationen gegeben. Es ist nicht wirklich etwas passiert. Die Mietarbeit nimmt zu, die unteren Einkommen müssen wegen steigender Preise mehr haushalten, aber das ist Gott gegeben. Alles kommt von Gott zu Merkle und dann zu uns. Und wer stellt schon Gott in Frage. Die wahrgenommene Realität ist, dass jeder auf die eine oder andere Weise sein Auskommen hat. Brot und Spiele gibt es genug und ein wirkliches Darben gibt es nicht. Nicht einmal diejenigen, die wirklich knietief in der Scheiße stecken, machen sich wirklich Gedanken darum, warum dies so ist. Für ein Umdenken wäre es von Nöten, die eigene Realität bewusst wahrzunehmen. Nur die Wahrnehmung ist auf das begrenzt, was der kleine Horizont erlaubt. Wer überhaupt seine morgendliche Zeitung liest, der muss einerseits verstehen, was dort in schwarzen Lettern geschrieben steht und anderseits, ob dies überhaupt der objektiven Wirklichkeit entspricht. Dafür wäre es dann wiederum notwendig, wenigstens eine zweite Zeitung zu lesen und sich mit den entsprechenden Hintergründen auseinanderzusetzen. Für letzteres fehlt nicht nur die Zeit, sondern meistens auch der Verstand. Verstehen, was um einen herum passiert. Verstehen setzt Bildung voraus, verbunden mit dem Willen und Wollen überhaupt zu verstehen. Man könnte meinen, es würde sich um Realitätsverweigerung handeln. Aber eine Verweigerung setzt logischerweise eine bewusste Wahrnehmung voraus, die man wiederum bewusst nicht wahrhaben will und deshalb verdrängt. Das bestehende Problem wurde also wahrgenommen, nur negiert man aus seinen eigenen persönlichen Gründen die Realität und macht sich die Welt, so wie sie einem selbst gefällt. Dies beinhaltet einen aktiven Gedankenprozess. Ich glaube nicht, dass in der Mehrheit der Bevölkerung überhaupt ein solcher Denkprozess bisher stattgefunden hat oder stattfindet. Nehmen wir die griechische Tragödie. Es wird Geld an das Pleiteland und alle anderen Pleitekandidaten ausgetütet. Das wird wahrgenommen. Aber warum dies geschieht und wie sich die Zusammenhänge darstellen- da müssten die meisten Gefragten schon passen. Und nachgefragt wird schon gar nicht. Das führt dazu, dass die Realität, die realen Geschehensabläufe, nicht zur Kenntnis genommen werden. Nimmt man die weltweiten Geschehnisse nicht zur Kenntnis kann man keine Zusammenhänge zur eigenen Lage herstellen. Die Erkenntnis über Ursache und Wirkung bleiben einem verschlossen. Was ich nicht weiß, dass macht mich nicht heiß oder besser- bereitet mir keine schlaflosen Nächte. Die Realität begründet sich auf meine beschränkte Sichtweite. Sie mag nicht schön sein, aber ängstigt mich auch nicht. Realität ist nur das, was man mit seinem eigenen Geist erfassen kann und das eine direkte Wirkung auf das eigene Leben hat. Solange die Finanz- und Wirtschaftskrise keine Auswirkungen auf das eigene Leben haben, wird sie auch nicht wahrgenommen. Da kann ein Dritter noch soviel erzählen. Ein Denkanstoss bleibt lediglich ein Denkanstoss, der ohne ein gravierendes Ereignis nur etwas taugt, wenn die eigenen Sinne dafür sensibilisiert sind. Insofern wird die Herde bis zum Einschlag ruhig weitergrasen. Wenn der Tag X gekommen ist ...

... ändert sich Alles ...
Europa extrem ...

Auweia, der Rechtspopulismus ist in Europa auf dem Vormarsch und bedroht die erzwungenen multikulturellen europäischen Gesellschaften. Eine Forsa-Umfrage des „Freitag“ kommt zu dem Schluss, dass sich nicht nur in Finnland, Dänemark und Frankreich extremes Gedankengut, sondern auch in der deutschen Gesellschaft, breit gemacht hat. Siebzig Prozent der Deutschen finden, wir zahlen zuviel an die EU und gar jeder Zweite will die Zuwanderung drastisch reduzieren. Die hätten dafür keine Forsa-Umfrage gebraucht, die Schreiberlinge hätten bloß vor die Tür zu gehen brauchen und die Leute auf der Straße fragen müssen. Aber das wäre wieder zu persönlich geworden. Anschließend stellen sie fest, welche Parteianhänger wie zu welchen Themen stehen. Einzig die Grünen haben als einzige Partei nicht den Glauben an ein multikulturelles Deutschland aufgegeben und sind deswegen wegen ihrer aufgeklärten Ziele auch mittlerweile zur Volkspartei avanciert. Die bösen Extrem-Parteien hingegen geben sich bürgerlich und bodenständig und werfen den alteingesessenen Volksparteien Handlungsunfähigkeit vor. Sind denn die alten Volksparteien nicht handlungsunfähig? Als ein ( für mich nicht rechtsextremer ) Herr Sarrazin mit seinem Buch aufschlug und schon im Ergebnis dessen der Unmut der Bevölkerung offenbar wurde- wer hat denn versucht auf den Zug aufzuspringen? Und was ist- wie mehrfach festgestellt- passiert? Nichts. Die alten Volksparteien wollen den Missmut der Bevölkerung temporär zu ihren Gunsten durch alle möglichen Ankündigungen ausnutzen. Nur handeln sie auch? Nein. Vielmehr gehen sie davon aus, es handele sich um eine zeitlich begrenzte Eskapade der Wahlschafe, die spätestens nach einer Woche wieder verflogen ist. Das es sich bei Themen wie Eu-Hilfen, Zuwanderung und Islam um tiefe und nachhaltige Ressentiments der Bevölkerung handelt wird geflissentlich ignoriert. Und wer dies dauerhaft ignoriert, dem fällt diese Abneigung irgendwann auf die Füße. Und wie steht es denn mit der Beständigkeit der Wahlaussage ? Zumindest die „Wahren Finnen“ wollen nun wohl doch nicht an der Regierung teilnehmen, nachdem die Portugalhilfe durchgeboxt wird. Denen fällt das nachher nicht auf`n Fuß, wenn die ganze Euro- Hilfe in die Hose gegangen ist. Wer kann sich dann sorglos bürgernah und bürgerlich präsentieren? Nach allem, was ich in letzter Zeit so lese, ist es bald mit der EU vorbei. Auch eine Grünen-Partei, die von den Protestwählern profitiert hat, wird sich ihrem inneren Wert wieder annähern. Europa wird extremer, einfach nur, weil die alten Parteien verkommen und weiterhin dem Pathos eines vereinten Europas verpflichtet sind. Nur sie haben nicht begriffen, dass die Übertreibung jetzt ein jähes Ende findet. Wie war das mit der Evolution? Wer sich nicht anpasst und weiterentwickelt wird ausgesondert. Dann kommt etwas Neues. Etwas Neues etabliert sich immer dann, wenn der Wind sich dreht. Keiner kann mir sagen, dass der gesellschaftliche Wandel aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklungen mit seinen Folgeerscheinungen nicht schon läuft. Jetzt kann den alten Volksparteien nur noch ein schnelles Umdenken und ein noch schnelleres Handeln helfen. Aber verhaftet in alten Denkstrukturen werden sie einfach vom Wind der Geschichte eingeholt und weggeblasen werden. Da hilft auch die Gutmenschenkeule irgendwann nicht mehr. Wer zuviel einsteckt, der spürt irgendwann die Schläge nicht mehr, weil die ganze Seele taub geworden ist. Extreme Unterdrückung führt zu ...

... extremen Ansichten ...
Reise in die Mark ...

Am letzten Mittwoch, am Vorabend des allseits beliebten und geduldeten Besäufnistages, machten sich meine Freunde und ich, sowie viele andere Herrengesellschaften auf den Weg ins Grüne. Diesmal ging es hoch in die Uckermark. Die Fahrt aus der Stadt gestaltete sich schon, wie üblich an Feiertagen, etwas langwierig. Jeder hat den gleichen Gedanken - nach Feierabend zur Ausnutzung größtmöglicher Zeitnutzung die Stadt zu verlassen. Die bekannten Ausfallstraßen waren hoffnungslos dicht. Kein Problem- damit musste gerechnet werden und schließlich wurde man auch nicht getrieben. Ohne Zeitnot und in entspannter Gesellschaft lässt sich das ertragen. Gegen die Hitze gibt es die Klimaanlage und ein Bier aus der Kühlbox (selbstverständlich nur für die Beifahrer). Sollte man eine Großstadt vielleicht fluchtartig verlassen müssen, müsste man sich hingegen vielleicht im Vorfeld schon Gedanken über mögliche Fluchtrouten machen. Denn das läuft dann nicht so entspannt ab. Auch der Wohnwagen, den man hinter sich herzieht, wäre einer schnellen Flucht abträglich. Mit den anderthalb Tonnen hintendran kommt man nicht sehr schnell vorwärts geschweige denn, es muss ein Lastkraftwagen überholt werden. Für so eine Herrenfahrt ist der allerdings schon praktisch. Man wird schließlich älter und die Zeiten, in denen man mit Spaten und Klopapier bewaffnet im Wald verschwand verlieren irgendwann auch denn romantischen „ Tatsch“. Anderseits hatte der Herrentag auch nicht nur das Anliegen, sich während des Herrentages sinn- und gehaltvoll zu besaufen. Ziel war ein kleiner Ort weit vom Schuss, in dem ein Mitglied unserer Gruppe ein kleines Anwesen erworben hat, was begutachtet und natürlich eingeweiht werden sollte. Irgendwann nach unzähligen Stunden waren wir endlich in der Pampa angekommen. Der weitere Abend verlief dann planmäßig. Wenn man sich ein Grundstück weit vom Schuss zulegt ist es das Wichtigste, möglichst gleich von Anfang an Kontakt zu den nächsten Nachbarn aufzunehmen. Die sind immer vor Ort und in so einer kleinen Gemeinde achtet jeder auf jeden. Im vorliegenden Fall gestaltete sich die Kontaktaufnahme nicht so schwer, da es sich beim direkten Nachbarn um einen Berliner handelte, der mehr oder weniger aus dem zivilisierten Leben der Großstadt ausgestiegen ist. Am frühen Abend besuchten unsere Gesellschaft in Begleitung und auf Anraten des Nachbarn das Dorffest. Was mir beim Gang durchs Dorf auffiel waren die vielen Berliner Kennzeichen. Okay, von anderen Reisen wusste ich, dass viele Berliner in Brandenburg „verlassene“ Häuser aufkaufen und zu Wochenendhäusern umbauen. Dagegen ist nichts zu sagen. Die jungen Einheimischen ziehen weg und bevor der Ort irgendwann ausstirbt- warum nicht so am Leben erhalten. Aber so weit oben hätte ich meine Landsleute dann doch nicht erwartet. An der ausgebombten Kirche fand das Dorffest statt. Auf einen Einheimischen kamen zwei Bouletten. Vor der Kirche spielte eine alternative Band Flöte und Klampfe. Und vor ihr tanzten die Berliner barfuss im Reigen um den nicht vorhandenen Maibaum. War bestimmt esoterisch. Wen die da beglücken wollten weiß ich nicht. Wird wahrscheinlich daran gelegen haben, dass ich schon ziemlich besoffen war. Spannend wurde es erst wieder, als ich mich mit dem Pfarrer in die Wolle bekam. Wir gerieten in Streit darüber, weshalb die ausgebombte Kirche nicht mehr geweiht ist. Er wollte mir erklären, die Insignien sind weg (Altar, Kreuz usw.) und deshalb sei es keine Kirche sondern eine Kirchenruine. Ich war hingegen der Auffassung, Kirche bleibt Kirche und solange sie in den Grundmauern steht und nicht von der Kirche selbst entweiht ist, bleibt es eine geweihte Kirche. War ein interessantes Streitgespräch. Nachdem wir beide die Übereinstimmung gefunden haben, dass bald alles zusammenkracht, war die Welt wieder in Ordnung. Amen. Was ich wieder feststellen konnte- Reisen bildet. Die gesammelten Eindrücke auf diesem Kurztrip sind nicht mit Geld aufzuwiegen. Wenn selbst die sonst so salbungsvollen Geistlichen begriffen haben, es stimmt was nicht im Staate Dänemark dann kann man so blöde nicht sein. Die haben schließlich Insiderinformationen, wenn Gott mit ihnen spricht. Und wenn nicht- gesunden Menschenverstand. Wer nicht alles in Gold und Silber umschichten will, der sollte mal auf zvg.com gehen und schauen, ob er eine Fluchtburg findet. Vielleicht trifft man den einen oder anderen Nachbarn von zu Hause wieder. Entweder man fühlt sich gleich heimisch oder nimmt gleich Reißaus. So oder so ...

... Reisen in heimatlichen Gefilden bildet ...
Gegacker ...

Das Gegacker unserer Elitennieten nimmt kein Ende. In den Nachrichten werden fast nur noch Durchhalteparolen verbreitet, sodass das man sich wirklich vorkommt, es handele um die Wochenschau kurz vor dem Endsieg. Eigentlich sollte man mit solchen Metaphern sparsam umgehen aber es drängt sich einem gerade zu auf. Gleichzeitig tauchen wieder vermehrt Artikel auf, welche über den Zwang des Leviathans resümieren, wenn dieser kurz vor der Pleite steht. Die Art von Artikel, die man schon 2009 lesen konnte als der Krug zu zerbrechen drohte. Was soll da noch kommentiert werden? Wir sind im letzten Akt angekommen- die bevorstehenden Staatspleiten. Für jeden, der sehen will, ist dies offenkundig zu erkennen. Darüber noch ein Wort zu verlieren erscheint vergebliche Liebensmühe. Der wesentliche Teil der Befürchtungen der Verschwörungstheoretiker hat sich mittlerweile bewahrheitet. Und was objektiv für jeden erkennbar ist: dass ist keine Verschwörungstheorie mehr sondern Tatsache. Belegbar und nachzuvollziehen. Das es sich nur noch um Gegacker der Elitennieten handelt ist in diesem Umfeld offensichtlich und erkennbar. Der Russe steht vor Berlin, aber alle warten auf die Wunderwaffe, die das Ruder herumreißt. Oder alle warten darauf, dass ein Wunder geschieht und die Schuldenkrise gelöst wird, ohne dass irgendjemand dabei draufzahlen muss. Wir wissen, einer zahlt die Rechnung immer als letzter. Es ist Sommer, die Nächte sind lang, was gibt es besseres als in den abkühlenden Abendstunden ein Feuer zu entfachen. Für diejenigen, die an einen Lagerfeuer sitzen wird die Zeit zeitlos. Wenn genug Alkohol geflossen ist werden selbst die steifsten Typen in dieser zeitlosen Atmosphäre redselig und offenbaren sich. Da ist der Praktikant, der trotz unzähliger Bewerbungen immer noch auf der Suche nach einem unbezahltem Praktikumsplatz ist. Da ist ein Außendienstmitarbeiter, der Tacheles redet und zum Betriebsrat zitiert wird mit der Empfehlung, vielleicht doch zu kündigen. Der Bankangestellte, der zu irgendwelchen Motivationssitzungen muss, die Arbeitszeit rauben aber nichts bringen. Der Selbstständige, der einen Onlinehandel betreibt und permanent Gefahr läuft abgemahnt zu werden, weil er möglicherweise ein Komma zuviel gesetzt hat. Die Liste ist beliebig lang. Was schlimm ist- wir verbrauchen mehr Zeit für irgendwelchen unnützen unproduktiven Scheiß, der uns auszehrt. Das zerstört unsere Produktivität, unseren Enthusiasmus und schließlich uns selbst. Der ganze Scheiß von wegen Burnout, ausgebrannt sein- woher resultiert der? Doch im Wesentlichen nur von der Überfrachtung unserer Arbeitswelt, damit sich irgendwelche Komisskoppe einen Rödeln können. Jeden Tag spielen wir das Spiel mit, das wir nicht gewinnen können. Unsere Elitennieten gackern vom Endsieg aber wir sehen, dass wir längst verloren haben.

...Wann hört das Gegacker endlich auf ? ...
2011 ...

Die Jahreszahl ist willkürlich gewählt. Wichtig ist nur, dass es sich um ein Jahr des 21. Jahrhunderts handelt. Mann, wie haben wir uns in unserer Schulzeit im letzten Jahrhundert das 21.Jahrhundert schön gemalt. Welche Errungenschaften das neue Jahrtausend ausmachen würde. Der Mond wird besiedelt, Flüge ins Weltall für jedermann, futuristische Gebäude überall, alle Probleme der Menschheit behoben. Und wie sieht die heutige Realität aus? Hungersnöte, kollabierende Staaten, Gewalt in einem nie dagewesenen Ausmaß- im kleinem, wie auch im Großen. Totalüberwachung wohin man schaut. Und dann gab es die Buchautoren, Filmemacher, die schon zur damaligen Zeit die Zukunft in düsteren Farben malten. Alles rein zur Unterhaltung denn der wohlgenährte Mensch, der in der guten alten und vor allem abgesicherten Zeit lebte, der wollte zwecks Unterhaltung nicht das Abbild der guten alten Zeit sehen, sondern die Dunkelheit. Den Nervenkitzel begrenzt auf die zeitliche Spanne eines Buches oder Films in der Gewissheit, morgen wird alles noch viel besser. Mit dem Wandel der Wahrnehmung ändert sich das Bedürfnis. Bis auf ein paar hartgesottene Untergangs- Junkies wollen alle nur noch die heile Welt in der Unterhaltung präsentiert bekommen. Rosamunde Pilcher am Sonntag, wo das Schlimmste eine Fleischwunde ist. Oder Romane, in denen nachher alles gut wird und die man für einen Euro auf dem Flohmarkt verkauft, nachdem man sie ausgelesen hat. Das Bedürfnis nach dem Guten und Schönen steigt. Klar auch die Dauershows jeglicher Art im Fernsehen gehören hierzu. Seichte Unterhaltung, um dem Alltag zu entgehen. Die gab s schon immer- nur in solchen Massen? Niemand schwärmt mehr von 21.Jahrhundert und seinen unbegrenzten Möglichkeiten. Willkommen in der Realität, die den damaligen Schwarzmalern immer mehr Recht gibt und die Visionäre in die Ecke drängen. Die Zukunft scheint nicht mehr in den Sternen, sondern im Mittelalter al la „Mad Max“ zu liegen. Was wäre denn die umfassende Voraussetzung für eine neue schöne Welt? Nach meiner Meinung Intelligenz, aus der Wissbegierde entspringt. Und wer wissbegierig ist, der will irgendwann seine Ideen umsetzen. In der Mehrheit hat die absolute Sicherheit in der wir uns befinden nur Idioten hervorgebracht. Ich, Du, wir wollen den Status Quo aufrechterhalten ohne wirklich nach vorne zu blicken. Und dieser fehlende Blick nach vorn kostet uns die Zukunft. Wenn nur noch Idioten den Planeten besiedeln- lohnt es sich dann, die Menschheit zu retten? Selbstverständlich. Die Tragik des menschlichen Seins ist : ein Schritt nach vorn und zwei Schritte zurück. Not macht erfinderisch. Nicht aus dem Licht entspringt der Fortschritt, sondern aus der Dunkelheit. Ein satter Bauch denkt nicht gern. Wir werden vielleicht das Rad neu erfinden müssen, aber wir haben Zeit. Unsere Sonne scheint noch ungefähr fünf Milliarden Jahre auf uns, bevor sie zur Supernova oder rotem Riesenstern wird. Die Menschheit hat eine Menge Zeit, sich weiterzuentwickeln. Wir werden vielleicht nicht alle oder gar keiner das goldene Zeitalter sehen, aber es wird kommen. Nach einem Ende gibt es immer einen Anfang. Jetzt zählt für uns nur eins- auf den Einschlag vorbereitet sein. Sich vorbereiten, nicht morgen oder übermorgen, sondern heute. Wir leben im hier und jetzt. Unsere nahe Zukunft haben wir selbst verspielt und unseren Untergang damit selbst verursacht. Warum? Ich sehe keine Montagsdemos im Fernsehen. Ich sehe überhaupt keinen Widerstand, nur Lethargie. Wir werden jetzt geschlachtet. Irgendwann sind wir die Altvorderen

... hoffentlich nehmen wir dann unsere Verantwortung besser wahr ...
Von Schafen und zahnlosen Wölfen ...

Jeder dritte Deutsche denkt darüber nach Gold zu kaufen. Nachdenken ist wichtig, nur handelt sollte man dann auch. In Anbetracht der Situation möglichst schnell. Nur leider habe ich in den letzten Jahren gelernt, dass das Denken Manchen schwerfällt oder dass in den weit meisten Fällen überhaupt nicht nachgedacht wird. Gestern hatte ich wieder mal ein Gespräch zur anstehenden Götterdämmerung. Eine Bekannte wurde von ihrem Chef auf Teilzeit gesetzt. Weil ich den Chef kenne weiß ich, dass die Geschäfte schlecht laufen und gespart werden muss. Verständnis für die Teilzeit herrscht bei der Frau in fortgeschrittenem Alter nicht. Sie müsse sich jetzt nach einem neuen Job umsehen. Schließlich müsse an die Rente gedacht werden, die sonst weitaus kläglicher ausfallen würde als erwartet. Okay sehe ich ein- nur einen anderen Arbeitgeber wird sie bei dem jetzigen wirtschaftlichen Hintergrund zu besseren Konditionen nicht finden. Unter dem Verweis auf die momentane Weltlage in der man sich eher Gedanken darüber machen sollte, wie das Finanzsystem funktioniert, bekam ich die Antwort: „ ...davon habe ich keine Ahnung.“ Klar hat sie keine Ahnung davon. Wenn man sich mit einer Sache nicht beschäftigt, dann steht man auf dem Schlauch. Nur glaube ich nicht, dass sie nunmehr, wo genügend ungewollte Freizeit besteht, dieses Defizit ausgeglichen wird. Erörterungen in dieser Art werden auch bei ihr ins eine Ohr hineingehen und gleich aus dem anderen Ohr hinaus. Das sie nun Teilzeitarbeiten muss wird dem Chef und nicht den Umständen angelastet. Gleichwohl wurde aber von den Ersparnissen ein neues Auto gekauft. Autos- des Deutschen liebstes Kind. Auch in meiner direkten Nachbarschaft werden die Gelder lieber in glänzende Statussymbole angelegt. Das es sich um einen Neuwagen handelt oder neuen Gebrauchten erkennt man daran, dass - nachdem das Fahrzeug abgestellt wird- der glückliche Besitzer wie wild um das Fahrzeug herumrennt um zu schauen, ob das teure Gefährt keine Schramme oder Beule aufweist. Schlaft weiter meine Schafe, schlaft. Denken tut weh. Ein Schaf ist ein liebes Tier, das auf der grünen Aue weidet und irgendwann geschlachtet wird. Viel schlimmer sind für mich die zahnlosen Wölfe. Wir können in den Beiträgen und anderen Foren über die Eingeweihten lesen. Mitmenschen die wissen, was auf uns zukommt. Da wird geprotzt. Ich habe die Mengen xy in EM`s ungeschaufelt, Sekt her. Politiker, Banker die Schuld an dem Niedergang der Welt haben. Die von Aufhängen sprechen, wenn es dann soweit ist, die ihrem Hass auf die Lage ungebremsten Lauf lassen. Nur handeln die? Nein. Wenn sie begriffen haben was passiert, wieso wirken sie dem nicht entgegen? Was ist leichter als Gleichgesinnte zu bewegen, einen öffentlichen Protest zu starten, Widerstand zu organisieren? Nein, dass kostet Zeit und ist mit Aufwand verbunden. Hass zu propagieren ist einfacher, schön von der Couch aus. Kein eigentliches Interesse daran, die Dinge wieder ins Lot zu bringen. Also herumkläffen und eigentlich nichts tun. Und ich? Wie verhalte ich mich? Denn es kommt auf nicht anderes an. Ich auf der einen Seite und auf der anderen die Schafe, zahnlosen Wölfe und die Elitennieten. Ich warte. Mein Popo ist mir am nächsten. Ich kann Dummheit nicht tolerieren, genauso wenig wie Hass. Ich gehe in die innere Immigration. Ohne Anstoß werde ich nicht mehr reagieren, agiere nur noch. Wenn ich meine es lohnt sich aufzuopfern werde ich da sein. Ansonsten sammle ich eure Lebenszeit ein – nachher. Eurer Haus, Boot- eure Seele. Die Zeiten werden hart, jeder muss sehen, wo er bleibt

... die Spinne kann warten ...
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.904.032 von spielkind0815 am 05.08.11 22:00:08hallo spielkind 0815,
nun muss ich mich auch als stiller Leser einmal melden & Ihnen ein Dank
für ihre niedergeschriebenen Gedanken übermitteln.

Dieser Dank soll Sie weiter motivieren hier aktiv zu bleiben.

Gruss
Th.
Undank ist der Welten Lohn ...

Ja, mit der Hilfsbereitschaft und Dankbarkeit ist es in diesem Land nicht weit her. Die meisten unserer Mitmenschen sind eher vom Stamme nimm und auf ihren persönlichen Vorteil bedacht. Wenn man mal aus Unachtsamkeit undankbar ist, ist es nicht schön, aber wenn es beim nächsten Mal besser läuft- sei es drum. Muss jeder mit sich selbst abmachen. Nur nach meiner Ansicht ist Undankbarkeit vorsätzlich. Fehlende Erziehung, fehlende Werte und damit fehlende Moralvorstellungen prägen unser Gesellschaftsbild. Ob in Beruf, Familie oder „Freundeskreis“- überall finden sich diese Stammesangehörigen vom Stamme nimm. Und? Wenn man mal wieder über den Tisch gezogen wurde, sagt ihr dann auch etwas dazu? Nein? Selber schuld. Wenn ich von jemandem abgelinkt werde, dann sage ich beim nächsten Mal „ Nein“ . Keine Ausreden, keine Ausflüchte- einfach Nein, weil du ein Arschloch bist. Oh- da geht manchmal die Post ab. Zutiefst beleidigt sind diese Stammesangehörigen dann. Am besten noch ein schlechtes Gewissen machen wollen und wenn das nicht klappt, schlecht hinter meinem Rücken über mich reden. Sollen sie doch. Was bringt mir eine gesellschaftliche Beziehung, die ich nicht als freundschaftlich empfinden kann, weil der andere lieber nimmt und überhaupt nicht zurückgibt? Oder wie oft denken wir, engste Familienangehörige sind undankbar- nicht mal ein einfaches Danke, dass uns in den meisten Fällen genügt. Wird das auch runtergeschluckt und unter den Teppich gekehrt- morgen habe ich es vergessen. Nö- wenn man sie nicht darauf hinweist, dass sie sich daneben aufgeführt haben, wie bitte sollen sie es sonst lernen? Erzieherische Maßnahme. Jedes Mal, wenn wir die Klappe halten, fördern wir die Undankbarkeit. Ich weiß, dass sind harte Worte und man möchte es sich eigentlich nicht mit seiner Umwelt verderben- nur wie heißt es so schön? „ Beim ersten Mal tuts noch weh“ . Man selbst hat doch die schlechten Gefühle – nicht der Stammesangehörige. Immer nur schlucken bringt Falten oder Magengeschwüre. Warum ich keine Beispiele von undankbaren Familienangehörigen, Freunden, Arbeitskollegen oder Kunden, Mandanten oder Klienten bringe? Die gehen euch gerade aus eigener Erfahrung durch den Kopf. Und da wir in einem Börsenforum sind, auch noch etwas Wirtschaftliches hinterher. Alle schimpfen in der EU auf Deutschland. Nur hinter unserem Rücken bereiten sie scheinbar schon ihren Ausstieg auf unsere Kosten vor. Nicht anders kann ich den Artikel in der Welt deuten in dem daraufhin gewiesen wird, dass Griechenland klammheimlich von den Rettungsgeldern Gold ankauft. Wenn dem so ist- da habt ihr die europäische Gemeinschaft. Nichts von wegen einem vereinten Europa. In diesem nichtvereinten Europa kocht jeder seine Suppe- auf Kosten der Zahler. Mal sehen was abgeht, wenn sich die Gerüchte über eine Herunterstufung Frankreichs bewahrheiten sollten. Steht Sarkozy dann auf unserer Matte und will aus der Frau noch Bundeskanzlerin die Zusage für die Eurobonds herausprügeln? Bestimmt. Wir sind alle keine Heiligen. Nur wir sollten jeden Tag an uns arbeiten und die Dinge anderer nicht als selbstverständlich nehmen. Manchmal ...

... öffnet ein einfaches Danke viele Türen ...

PS: Hallo Maraho, niemand stört mit seiner Meinung. Der Thread ist keine Einbahnstraße. Je mehr Meinungen desto besser. Woher sollen wir sonst unsere Inspiration nehmen, als aus dem freien Gedankenaustausch?
Kein Weg ...

Oh, wie prangere ich es an, dass sich kein Widerstand in diesem Land regt. Dass niemand auf die Straße geht. Mit Faulheit und Übersättigung habe ich das abgetan. Heute habe ich eine recht nachvollziehbare Erklärung dazu bekommen. Von einem Menschen den ich nicht als Schaf bezeichnen würde. Der aber trotzdem nicht auf die Straße gehen würde. Die Erklärung ist in sich stimmig. Eine Massenbewegung kann nur dadurch ins Leben gerufen werden, dass sich Menschen des öffentlichen Lebens dafür einsetzen und die Leute motivieren. Der einzelne kleine Hansel, den man über seine Straße hinaus nicht kennt, wird keinen anderen zum Widerstand bewegen können. Häh? Was wollen sie? Sind wir ehrlich, da hat er Recht. Wenn morgen jemand Unbekannter bei mir vor der Haustür steht und mich zum Widerstand und Demonstration aufruft, da mach ich die Tür wieder zu. Zeugen Jehovas oder was. Eine Streik- oder Widerstandsbewegung kann nur von den Gewerkschaften ausgehen. Nur die Gewerkschaftsbosse sind selbst Teil des Problems, sonst hätten sie schon längst aufbegehrt und von irgendwelchen parteilichen Elitennieten ist auch nichts zu erwarten. Aber selbst unter der Voraussetzung, dass irgendeine Gewerkschaft zu Demos aufruft- was würde passieren? Linke oder rechte Krawallmacher- wobei ich glaube, dass es eher linke Krawallmacher wären- würden eine friedliche Demonstration für Straßenschlachten mit der Polizei nutzen. Den Hass auf das System ausleben, um morgen in der Zeitung zu stehen ohne den eigentlichen Sinn zu verstehen. Und dann willst du deine Meinung kundtun und wirst von diesen Krawallmachern noch selbst vor Ort bedroht, eben weil du nicht linksradikal bist. Oder du wirst im Zuge der eskalierenden Gewalt von der Polizei mit denen in einen Topf geworfen und man schießt dir mit Wasserwerfern die Augen aus. Nein danke, da bleib ich lieber zu Hause, da ist es sicherer. Das war die Aussage. Und richtig. Der Normalo ist kein Arnacho. Der Normalo bekämpft das System nicht mit Hilfe von Sozialhilfe und ist aus Frust auf seine eigene Dummheit gewaltbereit. Der Normalo braucht keine Action für sein sinnentleertes Leben, indem das System Schuld hat und nicht er selbst. Ich denke diese Meinung ist unter uns Normalos weit verbreitet. Wir wollen nicht anders sein, sondern nur friedlich unserem Tageswerk nachgehen. Mit dieser Einsicht ist es klar, dass sich die Arnachos selbst das Wasser und damit die Akzeptanz abgraben. Die wollen keine Veränderung- nur Krawall. Wenn plötzlich die heile Welt herrschen würde, wären sie um den einzigen Sinn ihres Lebens beraubt. Mit Gewalt die Massen einschüchtern- das ist Demokratie oder die vielgepriesene Freiheit des Individuums? Sind das Freiheitskämpfer oder Soziopathen? Eher letzteres. Unterdrückung durch den Staat, Unterdrückung durch die vermeintlichen Weltverbesserer. Die Welt von heute kennt ...

... keinen Ausweg ...
Weine nicht du kleine Niete ...

Neulich habe ich über eine neue, nicht ganz freiwillige Art des Urlaubmachens gelesen- Maulwurfsurlaub. Beim Maulwurfsurlaub dunkelt man die Fenster ab, sagt den Nachbarn, dass es morgen in aller Frühe losgeht - und bleibt zu Hause. Sitzt zwei oder drei Wochen im Dunklen in seiner Wohnung und hofft, dass der Kelch an einem vorbeigehen möge. Diesen Urlaub scheinen derzeit viele italienische Mittelstandsfamilien zu genießen, denen das Geld für einen richtigen Urlaub fehlt. Dunkel kann ich mich an eine deutsche Billigproduktion erinnern- als Komödie getarnt- in welcher eine Familie dies auch getan hat. Was im Fernsehen vielleicht den einen oder anderen Lacher hervorbringt- in der Realität ist es bestimmt nicht ganz so spaßig. Aber jetzt mal ehrlich? Wie bekloppt ist das denn? Drei Wochen im Dunklem hocken damit andere nicht mitbekommen, dass man in einem finanziellen Engpass steckt oder pleite ist. Das nenne ich mal, sich gesellschaftlichen Zwängen zu fügen. Wieso muss man sich eigentlich gesellschaftlichen Zwängen unterwerfen? Damit andere nicht schlecht über einen reden? Hört man meistens doch sowieso nicht, weil keiner offen auf einen zukommt, sondern das Getratsche hinterrücks erfolgt. Schämt man sich für seine missliche Lage so sehr, dass man weitere Leiden für sich und die Seinen in Kauf nimmt? Im Zuge des gesellschaftlichen Niedergangs kann es jeden von uns jederzeit erwischen. Sind wir realistisch: wer im momentanen Umfeld seine Arbeit verlieren sollte, der kann zwar meistens nichts dafür, findet aber mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne Vitamin B keine adäquate Anstellung mehr, außer man heißt vielleicht Mehdorn. Scheiß Postengeschacher. Bei Selbstständigen ist es doch nicht anders- Akquise, Akquise, Akquise bis zum Abwinken. Wieso also die letzten Ressourcen zum Aufrechterhalten des bloßen Scheins opfern? Ist es nicht besser, mit der bestehenden Situation offen und ehrlich umzugehen? Verschleierung kann man eine gewisse Zeit aufrechterhalten, aber nicht auf längere Dauer. Was macht kleingeistigen Naturen am meisten Spaß? Die Jagd auf vermeintlich Schwächeren mit Getuschel und Mutmaßungen an denen man sich aufgeilen kann. Geht man hingegen offenkundig mit seiner Situation um kann es kein Getratsche geben, weil es nicht zu tratschen gibt. Vielfach denke ich, wer sein Leben bisher immer im Gleichklang bestritten hat ohne von echten persönlichen Krisen herausgefordert wurde, für den ist jeder Einschnitt gleich eine Katastrophe. Wir erleben derzeit Kursverluste (wieder einmal) bei denen sind die Anleger früher aus dem Fenster gesprungen. Bisher habe ich von Fenstersprüngen und Amokläufen deswegen noch nichts gelesen, obwohl ich, wenn es weiter abwärts geht, schon damit rechne. Nur Leute- seit 2008 gehen wir scheibchenweise den Weg des Niedergangs. Irgendwann gibt es nichts mehr von der Salami abzuschneiden. 660.000 Rentner müssen nebenher arbeiten, von den Flaschen sammelnden Altvorderen spreche ich gar nicht erst, was wartet da auf uns? Unsere Stärke ist doch nicht das, was wir in der Tasche haben, sondern was wir auf Tasche haben. Unsere persönliche Stärke kann uns niemand nehmen, alles andere schon und da sind sie feste dabei. Wie sagen wir so schön- Fähigkeiten und Fertigkeiten ausnutzen. Wir sind keine Nieten, manchmal ziehen wir eine.
Nur ...

... heulen bringt nichts ...
Das einfache komplizierte Leben …

Manchem mögen meine Beiträge befremdlich erscheinen, wenn sie sich zwischendurch nicht mit Wirtschaft, Politik und Verschwörung befassen, sondern mit dem alltäglichen Leben, in dem wir täglich schwimmen. Sieht man aber diese Dinge als Peripherie unseres Seins an, dann wird das Bild klarer. Die ganzen Dinge interagieren doch letztlich mit unserem Sein und wie wir die Welt sehen. Meistens ist es doch so, dass wir uns über hochtrabende Dinge auslassen, aber den Wald vor Bäumen nicht sehen. Heute Morgen zum Beispiel fiel es mir nach einem Beitrag hier auf w:o wieder einmal wie Schuppen von den Augen. Der Beitrag war kurz, gerade mal drei Zeilen und ich habe mich den ganzen Tag geärgert. Der „Anlagetipp“ war simpel, schlüssig und entsprach meinem Naturell. Aber ich habe ihn nicht gesehen. Stattdessen habe ich in der letzten Zeit vor mich hingewurschtelt und manches Spiel verloren. Wenn ich ihn jetzt nennen würde- einige würden sich an den Kopf fassen und mir mitteilen, ob ich ein Brett vor dem Kopf hätte. Natürlich habe ich das gehabt, dass Offensichtliche nicht gesehen. Mich ärgert nicht, dass ich keine großen Gewinne eingefahren habe, mich ärgert das Brett vor dem Kopf. Das Denken in den uns selbst aufgelegten Parametern, das uns hindert über den Tellerrand zu schauen. Statt einfach bei der Wurzel des eigenen Handelns anzufangen und darauf aufzubauen, wurde hochtrabend agiert. Letztendlich machen unsere Elitennieten nichts anderes. Ausschließlich äußeren Impulsen folgend, die mittlerweile die eigenen Handlungsmechanismen darstellen, ohne auf ihre innere Stimme zu hören. Vielleicht haben sie auch keine eigene von der Vernunft bestimmte Stimme mehr. Dann sind sie wirklich nur noch Zombies, geleitete von ihrem Meister. Sind wir fair zu uns. Das einfache Leben hat doch überhaupt keinen Platz mehr- in unserem Leben. Die alltäglichsten Dinge sind so überfrachtet mit Dingen die uns das Leben einfach machen sollen und uns dennoch zur Weißglut trieben. Jetzt am Abend- Feierabend, Freizeit, hat eine Verkettung von „technischen Erleichterungen“ kurzzeitig zu einer Disharmonie in der Partnerschaft geführt. Kabelfernsehen abgemeldet, dafür digitales Antennenfernsehen. Angeschlossen nicht an einem simplen Videorecorder, sondern einen Festplattenrecorder, mit integriertem Guide. Da braucht man nur auf OK drücken, um die Aufnahme zu speichern. Da das Scheißding ständig ausfällt und sowieso nicht aufnimmt, wurde versehentlich die Funksteckdose betätigt und es wurde nichts aufgenommen. Tja, so wurde auch nichts mit der aufgenommenen Vorabendserie für meine Freundin. Aber kein Problem. Die Sendung kann man noch im Internet anschauen. Aber leider nicht mit dem alten Laptop, weil irgendwelche Plugs installiert werden müssen. Also bekommt sie meinen mein High-End- Gerät und ich schreibe diesen Beitrag auf dem alten Laptop. Morgen kaufe ich ein weiteres High-End- Gerät zur Sicherheit, falls es wieder zu einem Ausfall des ersten High-End-Geräts kommt. Mann ist das Leben einfach. Was wäre in dem Fall die einfachste Lösung? Vermutlich den ganzen Scheiß abschalten und uns auf die zwischenmenschliche Beziehung konzentrieren. Können wir aber nicht, weil wir dem anderem zwar erzählen wollen aber einfach nicht können. Nicht können, weil der Tag so anstrengend war, dass einfach keine Kraft mehr da ist. Wenn die Batterien dann halbwegs aufgeladen sind- ja dann muss man in Bett. Der Tag wird wieder anstrengend und auszerrend. Und so denke ich, es ist in der momentanen Zeit und in Hinblick auf die anstehende Zukunft viel wichtiger ist, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Das Leben gerade jetzt versuchen …

… wirklich einfach zu halten …
Zwiespalt ...

Es ist schlimm, mit sich im Zwiespalt zu stehen. Nein, ich halte an meinem Weg fest. Es ist nicht der einzige Richtige, sondern einfach nur ein Weg, den man beschreitet und hofft ans vermeintlich richtige Ziel zu gelangen. Momentan wäge ich das Für und Wider der Einführung von Eurobonds ab und die Wirkung, die sie auf unser Leben haben würden. Nichts wird momentan so kontrovers diskutiert wie die Eurobonds. Ich nehme hier einfach mal Bezug auf die gegenläufigen Meinungen ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Durch die Einführung der Eurobonds würde sich ein liquider Markt von etwa 5.800 Milliarden erschließen. Der Staatsanleihemarkt von Amiland soll 6.600 Milliarden und der Japans 7.800 Milliarden haben. Trotz der Herabstufung sowohl der USA wie auch jetzt Japans hat dies auf deren Anleihenmärkte keine großen Auswirkungen gehabt. Die Schlussfolgerung des Autors (wirtschaftliche Freiheit) ist es, obwohl beide Staaten über die Maßen verschuldet sind, zahlen sie trotzdem nur geringe Zinsen. Dies sei aufgrund der Größe des entstehenden Anleihemarktes durch Eurobonds doch auch zu erwarten. Auf die finanziellen Folgen eines Zusammenbrechens der EU braucht- denke ich- nicht weiter eingegangen zu werden. Die andere Meinung zu den Eurobonds ist, dass vielleicht auf einem niedrigen Zinsniveau angefangen wird, jedoch in der Folgezeit mit ständig wachsenden Zinssätzen gerechnet werden muss. Einfach weil die EU kein homogener Staat ist sondern aus vielen kleinen Staaten besteht, die alle ihre eigene Suppe kochen wollen und zum Wohle ihrer Völker keine Finanzdisziplin an den Tag legen werden, wenn sie erstmal durch die Eurobonds gerettet werden. Ich stimme letzterer Meinung zu. Die Einführung von Eurobonds wird lediglich das Ende nur auf eine gewisse Zeit und unter vermehrten Opfern hinauszögern. Nur wenn andere das sofortige Systemende favorisieren- lieber ein Ende mit Schrecken als ein Ende ohne Schrecken- schiele ich auf die Zeit. Für mich ist der Zeitfaktor gleich mein persönlicher Wohlfühlfaktor. Habe ich jetzt schon die finanziellen Mittel um eine Krise zu überstehen, die nicht ein paar Monate, sondern wahrscheinlich Jahre andauern wird und uns vermutlich direkt zurück ins Mittelalter katapultiert? Die Zeit ist hier die einzig wirkliche Komponente. Wie viel Zeit habe ich, den „Ausstieg“ sauber voranzutreiben- soweit man davon sprechen kann. Sollte am 23.09.2011 nicht der Rettung zugestimmt werden, bricht am nächsten Tag die Finanzwelt zusammen. Unabhängig, was andere Staaten tun. Wenn doch zugestimmt wird, haben nicht die Elitennieten Zeit gewonnen- sondern wir. Aus einem reinen Impuls heraus würde ich sagen: sofort und jetzt. Können wir uns persönlich sofort und jetzt leisten? Ist es vielleicht nicht besser, noch ein oder zwei Jahre ständig wachsende Entbehrungen auf uns zu nehmen? Sogar doppelte Entbehrungen? Einerseits der Knechtschaft eines willkürlich agierenden Staates ausgeliefert sein, anderseits uns das vom Munde abzusparen, was wir uns in der Götterdämmerung genüsslich in den Mund schieben können- und seien es nur Kartoffeln? Dies erhöht weiter die Anforderungen an uns. Nur wenn die Kugel im Kessel endgültig auf Zero fällt, beginnt das wirkliche Spiel. Der Spekulant prognostiziert die Zukunft und handelt emotionslos. Obwohl ich nicht glaube, dass unsere Elitennieten das Spiel längerfristig weitertreiben können- den Status Quo zu halten- hoffe ich nunmehr aus der persönlichen Perspektive- dass sie es schaffen. Das Systemende ist unausweichlich.

Nur ...

... das Wann ist wichtig ...
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.993.917 von Maraho am 24.08.11 08:38:48Maraho, der Beitrag heute impliziert meine Antwort. Alles eine Frage der (noch vorhandenen) Zeit.

Grüsse.
Unser Schatz ...

Die wiwo greift wieder einmal die Diskussion über unseren Volks-Goldschatz von 3.400 Tonnen auf. Dieses Volksgold- Vermögen lagert in den USA, England und in Frankreich. Alles Siegermächte. Wobei ich mich immer wieder frage, wie Frankreich eine Siegermacht werden konnte. Welche Mengen nun in Deutschland lagern geht aus dem Artikel nicht hervor. Kein direkter Zugriff auf das eigene Vermögen. Kennen wir irgendwoher. Die Papiergeldtiger um mich herum haben auch keinen direkten Zugriff auf ihr Vermögen- nur das Versprechen, dass die sie betreuende Bank das Anlagevermögen noch hat. Zum Glück hat Frau noch Bundeskanzlerin Merkel ihr Versprechen im Sommerinterview erneuert- die Ersparnisse sind sicher. Es wird ja behauptet, dass überhaupt kein Gold mehr da ist. Goldforderungen und Bestand werden ja bilanztechnisch gleichgestellt. Wie viel reales Volks- Gold überhaupt noch da ist wird eines der größten Staatsgeheimnisse sein. Unsere Bundesbanker scheinen den Siegermächten- pardon Verbündeten- dermaßen zu vertrauen, dass sie in den letzten vier Jahren nur zweimal durch die Goldbunker durch Manhattan gingen. Was mit den anderen Standorten? Haben sie dort auch inspiziert? Wahrscheinlich verzichtet man auf Inspektionen. Der Verzicht als vertrauensbildende Maßnahme. Eigentlich sollte es heißen, Vertrauen gut, Kontrolle ist besser. Anderseits ist unser Goldschatz ja nur Volksvermögen. Und mit der Sicherung des Volksvermögens haben es unsere Volksvertreter ja nicht so, geschweige denn mit der Intelligenz. Wie viel Volksvermögen wurde schon veräußert, um kurzfristig irgendwelche Haushaltslöcher zu stopfen? Eins meiner liebsten Vergleiche zu der Intelligenz ist der Verkauf eines Sees in der Nähe von Berlin. Die Gemeinde verkaufte den See an eine Privatperson. Zu dem See gehören auch der Uferstreifen. Das Land wurde dann von dem Investor gewinnbringend verkauft oder verpachtet. Der Kaufpreis wurde so wieder reingeholt. Die Gemeinde ist den See dauerhaft los und der Investor hat den Reihbach gemacht. Das nenne ich Verschleuderung von Volksvermögen. Gut- unser Goldschatz weckt bei unseren Volksvertretern von jeher Begehrlichkeiten. Als totes Kapital, der Goldschatz sollte verkauft werden, damit die Umverteilungsmaschinerie weiterlaufen kann. Die Bundesbank verwehrt sich dem. Entweder ist kein Gold mehr da oder die Bundesbank will wirklich nicht verkaufen. Dann fehlt wieder Schritt zwei. Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit in Krisenzeiten setzt voraus, dass –wirklich- die Tresore der Bundesbank gefüllt sind. Solange die Bundesbank nicht mitteilt, unser Volksgold befindet sich im eigenen Heimatland können die erzählen, was sie wollen. Ich habe kein Vertrauen. Vertrauen wird im Wesentlichen durch schlüssiges und beständiges Handeln erzeugt. In diesem Land ( und überhaupt ) ist davon nichts mehr zu sehen. In Umsetzung der „Beschlüsse“ unseres inneren Kreises habe ich das erste Gespräch mit einem „nicht sehen Wollenenden“ geführt. Erst wurde gelacht- zwei Stunden später nicht mehr. Erst wurde mir wie üblich präsentiert, dass „Das“ nicht passieren kann. Ich hakte nach - weshalb nicht. „Na weil, dies und jenes nicht möglich sein kann“. Die Annahme, dass „Dies“ und „Jenes“ sehr wohl möglich sein kann wurde mit alltäglichen Fakten dargelegt. Warum wurden die Unruhen in England beendet? Warum gab es nach `45 keine Revolten in Deutschland? Weil massive Polizei- oder Militärpräsenz vor Ort befohlen wurde und dort war. Und wenn es keine massive Ordnungsmacht mehr gibt bzw. diese sich nur noch bedingt konzentrieren kann? „Nein, ich bin überfordert, dass will ich nicht hören“. Die Mauer wankte. Und dann wurden von mir die Ängste einmal unverwunden ausgesprochen, die jeden uns bei den Szenarien von Unruhen und Anarchie ängstigen – Vergewaltigung, Brandschatzung und Mord. Die tiefsten Abgründe des menschlichen Lebens wurden einmal beim Namen benannt, die wir jetzt schon jetzt jeden Tag wahrnehmen und bewusst verdrängen. Verdrängen, weil es – mir und den Meinen – nicht passieren kann. Ah, wer wirft mir jetzt das Spiel mit den Ängsten vor? Der Ist-Zustand ist, dass all dies schon jetzt passiert, aber es vielleicht niemanden selbst passiert ist- nur anderen vereinzelt. Nur den anderen- nie mir. Deshalb werfen uns die Gutmenschen, die wohlbehütet leben, immer das Spiel mit den Ängsten vor. So, du erkennst das eine, das Andere willst du nicht erkennen. Hinter jeder Erkenntnis wartet eine Schlussfolgerung. Man kann sich der Dunkelheit des menschlichen Seins verweigern. Nur trifft sie deshalb nicht ein, nur weil ich sie nicht sehen will? Nachdem ich heute, zwei Tage später mit dem Nichtsehenden gesprochen habe, sind die Reaktionen verblüffend. Mal sehen, wie nachhaltig die Handlungen sein werden. Meine Beiträge werden immer dunkler? Du kannst mich gerne davon überzeugen, dass die Sonne über Deutschland weiter scheint. Nichts wünsche ich mir mehr, als das jemand kommt und mich eines Besseren belehrt. Mir den Weg weist. Bis dahin ist mein Schatz ...

... nur wir selbst ...

PS: Ich steigere mich nicht in irgendwelche Untergangsszenarien hinein. Ich sehe mich nur als ein „Spekulant“, wobei die Anlage diesmal meine zukünftige Lebensgestaltung ist. Ich wäge Kosten-Nutzen-Risiko sehr wohl ab.
Verbindungen ...

Hunger; Armut, Not? Kenne ich nicht. Der Hunger in Ostafrika? Interessiert mich nicht. Nein, wirklich nicht. Wenn ich darüber mal lese, dann im Beobachtungen – Thread, weil die Meldung mundgerecht aufgearbeitet wird. Und selbst dort muss ich mich zwingen, den Artikel wirklich zu lesen. Spenden? Was weiß ich, wo die Spende hingeht- also spende ich nicht. Zum Glück appelliert momentan keine aufdringliche Fernsehwerbung an mein Gewissen. Dann kann es so schlimm nicht sein. Was geht mich das Leid irgendwelcher Schwarzen an? Ups. Darf man Schwarze noch sagen? Vielleicht nicht ganz politisch korrekt. Gleich springt ein fett gefressener Gutmensch aus der Ecke und belehrt mich eines Besseren. Aber wie gesagt, keine Verbindung zu dem Thema. Die ewigen EURO- Rettungspakete gehen mir auch auf die Nerven. Wieso soll ich die Rettungen ganzer niedergehender EURO- Staaten gutheißen? Habe ich für deren Niedergang gesorgt? Nö. Retten tue ich die doch sowieso. Irgendwie, weil die Elitennieten beschlossen haben, alle müssen gerettet werden. Das Gesamtsystem bricht gerade zusammen. Der Niedergang des Euro- Raumes steht bevor. Jeder rette sich selbst. Kenne ich einen Portugiesen, Irländer, Italiener, Griechen oder Spanier persönlich? Nö. Der Wert des Goldes steigt. Meine Franken habe ich eingetauscht und neu investiert. Etwas über dreizehn Prozent Gewinn. Was geht mich fremdes Elend an? Ich hab keine Verbindung zu den Vereinigten Staaten von Europa. Die Solidarität kommt nicht aus meinem Innersten, sie wird verordnet und mir aufgezwungen. Solidarität mit meinen Schwestern und Brüdern, den Hartz IV- Empfängern? Ach nee, nun wirklich nicht. Die sitzen alle im goldenen Käfig. Wenn sie schwarzarbeiten gehen oder haushalten würden, hätten sie prozentual mehr als ich. Ihr Pech, dass sie zu den achtzig Prozent gehören, die nicht denken können. Ich lasse mich nicht treiben, sondern bin zielstrebig. Wie soll ich jemanden Mitleid entgegen bringen, dessen Lebensplanung so von meiner abweicht? Außerdem- ich zahle Steuern. Ich alimentiere deren Lebensführung. Gesetzlich verordnet. Wo soll da das Verständnis, die Bindung herkommen? Wir alle sind eine Welt. Alle irgendwie auf Gedeih und Verderben mit einander verwoben. Nur die Verbindungen sind gekappt. Die einen kämpfen ums bloße Überleben, die anderen gegeneinander. Dazwischen sitzen die Betrüger, welche die Verbindungen zwischen uns gekappt haben, damit sie uns regieren können. Was zählt ein Menschenleben, wenn es um Macht geht. Und der Haifisch der hat Tränen und die laufen vom Gesicht. Doch der Haifisch lebt im Wasser, so die Tränen sieht man nicht. In der Tiefe ist es einsam ... (Rammstein). Die Sehenden ziehen sich zurück, jeder kämpft für sich allein. Und irgendwie beschleicht mich das Gefühl, erst frisst der Haifisch die Schwachen und dann uns. Happs . Unsere Volks-Elitennieten haben die Verbindung zu uns gekappt, um ein paar Brocken vom Futter des Haifischs abzubekommen. Leider sehen sie nicht, dass sie vom Schwarm getrennt sind und bald selbst von diesem gefressen werden. Wir sind die Welt, also sollten wir sie gestalten und nicht der Haifisch. Dem Haifisch entgegentreten und ...

... die menschlichen Bündnisse erneuern ...
Hippi hi ho ...

Danke liebe Notenbanken, danke. Ich hatte so manche schlaflose Nacht in den letzten Tagen. Sollte ich nun Gold mitnehmen in den Urlaub- weil es so aussah, dass es knallt. Aber dank euch sind die nächsten Wochen sicher. Unbegrenzte Dollarkredite. Jeder bekommt alles. Wenn man sich die Nachricht durchdenkt, stand alles auf der Kippe. Nun wird der Untergang wieder nach hinten verschoben. Das Ende wird weiter nach hinten verschoben. Den Spruch „ dann kommt es nachher umso schlimmer“ erspare ich mir, denn schlimmer kann es nicht werden. Die Banken werden nunmehr durch ein massives Rettungsschild gehalten. Wenigstens die nächsten Monate. Hat die Rettung irgendwelche Auswirkungen auf das reale Leben? Nein, nicht wirklich. Die Bankenrettung bringt für uns nichts. Denn jetzt stellt sich die Frage- wird dadurch die Realwirtschaft belebt? Bringt dies neue Arbeitsplätze oder erhält Arbeitsplätze? Sehe ich nicht. Eher, dass sich die Konjunktur weiter abkühlt. Die Banken bekommen das Geld, um ihren Saustall aufzuräumen, der nichts mit der realen Wirtschaft zu hat. Gleichzeitig werden sie geradezu aufgefordert, in alter Manie weiterzumachen. Die einzelnen Staaten, die dafür haften, werden zu erweitertem Sparen verdonnert. Sparen heißt weniger Auftragsvergabe, heißt weniger Aufträge für Firmen, heißt Stellenabbau, heißt weniger Konsum. Weniger Konsum bedeutet weniger Aufträge für andere Firmen, heißt Umsatzeinbruch, weniger benötigte Arbeitskraft. Usw. und so fort. Deflation. Gleichzeitig Unmengen an Geld, das nicht in den Wirtschaftskreislauf fließt, sondern in Assets. Banken produzieren nicht, sie investieren. Aufgeblähte Rohstoffpreise führen zu erhöhten Produktionskosten und erhöhten Endprodukten. Inflation im Geldbeutel. Ja, ja, kennen wir auch alles schon und reißt uns nicht vom Hocker. Heißt doch nur, dass sich nichts geändert hat. Außer vielleicht, dass unserer Arbeitsplatz nicht sicherer geworden ist, ehr unsicherer. Konsequenz? Lebensmittel weiter einlagern. Wir steuern immer weiter auf die Erhöhung der Inflationsrate zu. Wenn ich morgen nur noch von Almosen des Staates abhänge, gleichzeitig die Preise aber ansteigen, kann ich mir mal ne Dose aufmachen, wenn ich Hunger habe. Und eventuell das erübrigte Sozialgeld für etwas anderes ausgeben. Oder für andere Vorsorge. Sollte man nämlich der Ansicht sein, dass es nicht sofort Bums macht, sondern der Untergang schleichend kommt, wird der Gürtel immer enger, selbst bei höheren Einkommen. Dann muss ich mich auch nicht sofort von meinem Gold trennen, um den Geldbeutel zu entlasten. Der Goldpreis ist zurückgegangen? Oh, mein Gott. Jeder will wieder Aktien haben- Gold ist tot? Hah, hah. Nichts, absolut nichts hat sich geändert. Viel Papier im System bedeckt das lodernde Feuer der Finanzkrise nur kurzfristig- bis die Flammen durchgebrannt sind. Ist mein Beitrag heute schlüssig, nachvollziehbar? Keine Ahnung. Fest steht für mich, morgen kommt es wieder anders, ohne dass die Probleme wirklich gelöst sind. Wo ist die Beständigkeit bei der derzeitigen Rettung? Hatten wird doch schon einmal. Fundamental hat sich nichts, absolut nichts geändert. Keine Besserung in Sicht. Deshalb ...

... erst denken, dann glauben ...
Gummikotze ...

Na wer sagt es denn- die Slowaken stimmen zu. Das ganze Hin und Her war wie immer politisches Schmierentheater, damit ein Roter wieder schnellstmöglich an die Macht kommt. Der wird nach seiner Wiederwahl Geschenke an das Wahlvolk verteilen und wenn er sein Land in die endgültige Pleite geführt hat, das Rote Meer teilen und sein Land unter den europäischen Rettungsschirm führen. Macht es mich wütend, dass meine Erwartungen wieder nicht erfüllt wurden? Nein- denn dazu müsste man noch Erwartungen haben. Das politische Machtspiel in der Slowakei zeigt wieder einmal wie weit wir Europäer von einem vereinten Europa entfernt sind. Die europäische Karte wird immer dann gezogen, wenn ein einzelnes Land oder auch nur eine politische Partei sich einen persönlichen Vorteil davon verspricht. Durch den EFSF oder den ESM wird es den Elitennieten in den Pleitestaaten oder angehenden Pleitestaaten ermöglicht, sich weiter in die Hängematte zu legen. Jetzt muss der Einwand kommen, dass ein Pleitestaat Anstrengungen zum Sparen aufbringen muss, damit die dauerhafte Alimentierung gewährleistet wird und das Land wieder auf die Beine kommt. Was für ein Schwachsinn. Was das Sparen gerade in Griechenland bringt sehen wir jeden Tag in der Presse. Nichts, außer das die Griechen immer hasserfüllter werden. Was heißt denn eigentlich Sparen? Nichts anderes, als nicht gebrauchte oder ineffektive Überkapazitäten abzubauen. Und was passiert mit den abgebauten - meist menschlichen - Kapazitäten? Für die gibt es keine Verwendung mehr und sie müssen wiederum staatlich alimentiert werden. Also nix mit sparen. Also was braucht ein Land um wieder auf die Füße zu kommen? Einnahmen und Vertrauen der Märkte. Wie erzielt man die? Durch Produktivität. Blöd nur, wenn man nichts zu produzieren hat was weltweit nachgefragt wird. So wird das nichts mit dem Vertrauen. Stellt sich die Frage wie man dem abhelfen kann. Innovation. Sprich- man muss mit innovativen Produkten auf dem Weltmarkt überzeugen. Dies setzt voraus, den jungen innovativen Köpfen im Land die Möglichkeit zur Entfaltung zu geben. Ob nun durch finanzielle Mittel, freies Unternehmertum fördern oder durch mittelständigen Unternehmen, die aus den Berufspraktikanten Festangestellte machen und deren innovative Kraft fördern. Ja- auch die Unternehmen müssten kreativer werden- kreativer in ihren Auswahlkriterien von Mitarbeitern. Wir leben in einer „Schein“- Gesellschaft (doppelter Sinn). Erstes Auswahlkriterium bleiben immer die Zeugnisse, die den Schein erzeugen, man habe es mit einem klugen Kopf zu tun. Zeugnisse sagen nur aus, dass man in Schönschrift den alten inhalierten Stoff mit hoher Genauigkeit wiedergegeben hat. Darüber, ob ein angehender Mitarbeiter klug oder gar innovativ ist sagt ein Zeugnis überhaupt nichts aus. Komisch ist nur, dass der größte Teil der innovativen Köpfe nur beschissene Zeugnisse vorweisen kann. Es ist schwer, ein Non- „ Konformanist „ in einer konformen Welt zu sein. Aber ich beginne mich zu verzetteln. Wie wird man innovativ? Wie wird ein ganzer Staat innovativ? Entweder es liegt einem wie uns Deutschen im Blut ( wobei seit Jahren durch Politik und Großkonzerne daran gearbeitet wird, diese Eigenschaft zu verlieren) oder man steckt bis zum Hals in der sprichwörtlichen Scheiße. Nicht umsonst heißt es- Not macht erfinderisch. Stellt sich die Frage, ob es im eigentlichen Sinne der europäischen Völker ist, durch irgendeinen Rettungsschirm alimentiert zu werden oder das Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Ich denke wir sind uns einig, dass Europa mit seiner Banken- und Staatsschuldenkrise nur ein Teil des Problems ist. Wir haben eine weltweite Schuldenkrise, die auch nur durch die Weltgemeinschaft gelöst werden kann. Die Ökonomen kommen immer mit irgendwelchen obskuren Theorien. Auf die momentane Weltwirtschaftslage kann nur die Chaostheorie Anwendung finden. Ohne dass das komplexe weltweite Wirtschaftsgefüge als eine Einheit gesehen wird kann keine Besserung einsetzen. Gerade aufgrund dieser Tatsache kann das System nicht genesen. Es spielt keine Rolle, was uns Frau noch Bundeskanzlerin Merkel und Sarkozy am Ende des Monats als ultimative Lösung zur Rettung der Banken und zur Staatsschuldenkrise präsentieren werden. Wenn es sich tatsächlich um eine Lösung handeln würde wäre diese nur territorial und innovativ bestimmt nicht, da Merkel nichts anderes kann als unser Vermögen auszugeben. Ich übertreibe? Beantworten wir uns einfach mal exemplarisch nur zwei Fragen: Wenn ich in Bundeswertpapiere investiere, wer bezahlt mir die Zinsen? Ich selbst- mit meinem Steuergeld. Die Banken sind sicher. Ich ( Frau Merkel) garantiere für die Einlagen. Frau noch Bundeskanzlerin Merkel und ihre Nieten werden wohl kaum die Milliarden unter ihrem Kopfkissen versteckt haben. Wer garantiert für meine Vermögensanlagen? – Ich selber als Steuerzahler garantiere für meine eigenes Vermögen. Also egal, ob es eine europäische Endlösung gibt- der Rest der Welt steht bereits in den Staatslöchern mit ihrer Krise. Aber das Gute an einer Dauerkrise- der Mensch gewöhnt sich an alles. Durch das Permanente wird Sicherheit geschaffen. Vier Jahre Dauerkrise- mal mehr- mal weniger haben Beständigkeit erzeugt und die Überzeugung, beim Schaf nicht geschoren zu werden. Die meisten kommen mit den Einschnitten halbwegs zurecht, da kann man der noch Bundeskanzlerin auch mal danken. Und ich merke an mir selbst, die Krise ist im Leben eingepreist. Die Vorkommnisse, wie oben mit der Slowakei werden im Ergebnis schon vorweggenommen. Warum sich aufregen? Welche Denkleistung soll die Krise noch bei uns entfalten, wenn alles vorherbestimmt ist? Langweilig. Mich persönlich wühlt fast nichts mehr auf. Okay, vielleicht das wir für Roma und Sinti zum Einwanderungsland Nr.1 werden, weil es hier Sozialhilfe gibt. Aber nur manchmal, wenn man mir wieder an der Ampel versucht die Scheiben zu putzen. Es macht sich eine Schlaffheit breit, die schwer zu beschreiben ist. Ein User bei hartgeld hat einen persönlichen Herummaulen – Indikator. Je mehr er mault, desto näher ist das gesellschaftliche Ende. Der Glückliche. Worin liegen momentan meine Möglichkeiten Widerstand zu leisten? Schreiben und möglichst viele wertlose EURO- Scheine in wirkliche Beständigkeit umzutauschen. Ja, ich bin ein Anti- Europäer. Ich ...

... Scheiße auf Europa ...
Identität ...

Momentan ist es schwer, in den Medien an den „ Dönermorden“ und dem rechten Terror in Deutschland vorbeizukommen; es sei denn man blendet die Berichtserstattung und die Kommentare und Analysen dazu einfach aus. Klar werden wir wieder einmal verarscht und nach unserem Verständnis dient das ganze Theater auf absehbare Zeit dazu, unsere Menschen- und Bürgerrechte weiter einzuschränken. Gerade deshalb ist es aber wichtig zu verstehen, was gerade abläuft und wie wieder mit der Schuldfrage um sich geworfen wird. Hierzu habe ich mich einfach mal mit den Kommentaren aus der Zeit auseinandergesetzt. Zunächst stimme ich einem der Autoren zu, der meint und sich darüber aufregt, dass keine fleischgefüllten Teigtaschen zu Tode gekommen sind, sondern Menschen. Soviel zu der Begrifflichkeit der Thematik. Der Artikel ist damit überschrieben, dass das Problem der Alltagsrassismus in Deutschland sei. Das ist nicht nur die Meinung dieses Autors, sondern auch einiger anderer, die darauf abstellen, dass ein großer Teil der Deutschen ausländerfeindlich seien. Hier muss ich dem Autor, der solchen Wert auf Begrifflichkeiten setzt, widersprechen. Die wenigsten von uns sind Rassisten. Wir sind gegenüber Ausländern kulturfeindlich. Und da der Begriff Kultur weitgefasst ist- ich meine den anthropologischen Kulturbegriff. Unsere Kultur des Okzidents gegen die des Orients. Es geht einfach nur um den Wertekanon. Unsere Werte gegen die der Einwanderer. Hmh. Irgendwie stimmt das auch nicht ganz. Mein immer wieder genanntes Beispiel von Einwanderern, die aus den angestammten Ausländerbezirken in Berlin wegziehen, weil sie es dort unter ihren „eigenen“ Leuten nicht mehr ausgehalten haben. Wenn dem so ist bedeutet dass nichts anderes, als das diese Menschen mit den ethnischen Werten ihrer Leute nicht klarkommen- oder diese keine Werte in der herkömmlichen Art mehr haben. Für mich gilt Letzteres. Weit weg von zu Hause ist, begünstigt durch die westliche Freiheit, die Identität verlorengegangen, es hat sich eine eigene Wertvorstellung gebildet. Ein Mischmasch aus Orient und Okzident. Und mit diesem Mischmasch kommen- wir- nicht zurecht. Ich erspare mir hier Beispiele. Jeder, der mit Einwanderern im alltäglichen Leben zu tun hat weiß was ich meine. Nachher wird mir noch Rechtspopulismus vorgeworfen. Man muss ja bei der derzeitigen Hexenjagd vorsichtig sein. Ja, unsere Politiker überbieten sich mit den Reformvorschlägen gegen den Rechtsterror. Hier setzt der zweite Artikel aus der Zeit an, der falsche Frieden in der Politik. Weil unsere großen Parteien nur Einheitsquark liefern wächst der Extremismus, am rechten und auch am linken Rand. Ist doch logisch: wenn ich in einer Demokratie keine Stimme mehr habe dann gehe ich in den Widerstand. Je nach meiner eigenen Wertevorstellung. Eine Partei zu wählen, bedeutet doch auch Identität. Die Identität der politischen Willensbildung und – Vertretung. Wer sich nicht mehr vertreten fühlt, der wird extrem. Bringen wir den ganzen Scheiß der gerade läuft auf einen Punkt: Nicht rechter oder linker Terror zerstört unsere Gesellschaft, sondern der Identitätsverlust. Jetzt stellt sich das Politikerpack hin und versucht uns die Schuld in die Schuhe zu schieben. Erb- oder Kollektivschuld. Ursachenforschung? Asche auf mein Haupt? Egal wer Schuld ist- ich bin es nicht. Wer keine Identität mehr hat, der verweigert sich dem demokratischen System, weil es keine Demokratie ist. Aus einer gemeinsamen Identität erwächst eine Macht, die sich schwer steuern lässt. Wer will schon eine völkische Identität, wenn man konträr zu ihr herrschen will.

... Wer braucht dann Demokratie ? ...
Alles ist gesagt ...

Auch wenn der Untergang des Systems mittlerweile dramatische Züge annimmt- es ist alles gesagt. Gut- man könnte jeden Furz an Nachrichten kommentieren, beurteilen und bewerten. Lohnt es sich noch? Eigentlich nicht. Es geht alles seinen Gang und es läuft immer auf das Gleiche hinaus. Ich denke es ist klar, dass das System nicht langsam sondern schnell sterben wird. Es liegt nicht an uns. Die Zeit ist abgelaufen. Vor einiger Zeit habe ich einen Kommentar eines Franzosen zu einem Beitrag in einem Blog gelesen der schrieb: Bevor ich sterbe esse ich noch ein gutes Steak und trinke einen guten Bordeaux. Nun habe ich nicht die Absicht sofort abzutreten, aber in der Aussage liegt schon ein bisschen Weisheit. Genieße das Leben, so wie wir es noch kennen. Du weißt nicht was morgen kommt. Gestern habe ich mein Trader - Konto aufgelöst. Der Erlös wird umgetauscht. Nur auf das, auf das du direkten Zugriff hast gehört auch dir. Alles andere ist Scheineigentum. Die paar Werte, die ich noch im Depot belasse werden bald einer vergangenen Epoche angehören. Geht die Direktbank pleite kann ich das Depot abschreiben. Sondereigentum hin oder her. Wenn der Delete - Knopf gedrückt wird- an wen kann ich mich wenden? Wenn die bankrotten Staaten einzelne Werte enteignen oder der Staat das ganze Depot vereinnahmt und mir dafür Staatsanleihen einbucht, was bringt es? Selbst mein Heim oder die Fluchtburg die in meinem Eigentum stehen, gehören mir nicht wirklich. Ausgesetzt einem alles fressenden Leviathan. Gegen dieses übermächtige Wesen haben wir keine Chance. Wir halten nicht zusammen. Erst die gemeinsame Not wird uns wieder vereinen. Nein, nein. Das ist keine Melodramatik. Man muss nur das Ganze zu Ende denken. Schlimmer geht immer. Und meistens kommen wir mit unseren Ängsten und Befürchtungen der dann eintretenden Wirklichkeit sehr nahe. Entweder es realisiert sich die real existierende Diktatur in nächster Zeit, dann sind wir im Arsch. Oder der Leviathan büßt seinen Machtanspruch ein, dann sind wir ebenfalls im Arsch weil Anarchie reagiert. Ein Mittelweg? Wir leben im Zeitalter der Extreme. Entweder Weiß oder Schwarz. Ein Mittelweg kann nur gefunden werden wenn Werte existieren. Existieren die noch? Ich stelle fest- es ist alles gesagt. Irgendwann stellt man fest, man wiederholt sich. Wir alle wiederholen uns. Irgendwann ist man bei der Wiederholung der Wiederholung angelangt. Das ist nicht mehr inspirierend sondern langweilig. Es liegt in unserem Wesen neue Wege zu suchen und das Leben ist vielfältig. Nur dafür muss man inspiriert werden. Ich persönlich merke immer stärker von den weltweiten stattfindenden Geschehnissen, die direkte Auswirkung auf mich und die Meinen haben, in der Entwicklung eingeengt zu werden. Ich sehe nichts Neues mehr. Das ist armselig, sind wir doch zu Großem fähig. Vielleicht im Moment nicht aber vielleicht demnächst. Insofern kann ich nur sagen ...

... alles ist gesagt ...
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.420.291 von M_R_H am 25.07.12 07:25:34Der Bericht über die Altvorderen erinnert mich an einen Beitrag der ARD über Detroit, in welchem berichtet wurde, dass die Toten auf der Straße abgelegt werden, weil kein Geld für die Beerdigung in den Familien da ist. Die wurden auch im Kühlraum gelagert und dann verscharrt.
Hatte letztens eine ältere Dame, die zusammen mit einer zweiten eine Rentner WG aufgemacht hat. War am Anfang schwer, aber jetzt funktioniert es und sie ist glücklich. Bei den Partnerschaften meiner Generation stelle ich immer wieder fest, dass kein Durchhalten angesagt ist. Bei den kleinsten Einschnitten wird sich getrennt. Die haben nicht begriffen, dass nicht die heile Welt einen zusammenschweißt sondern die Rückschläge. Meine lass ich nicht los. Geliebte- Kumpel- Seelenverwandter.
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.425.557 von M_R_H am 26.07.12 10:26:34Nicht nur die neueste Mode? ;)
Mit Essen spielt man nicht ...

Meine Oma hat immer gesagt, dass mit Essen nicht gespielt wird . Mit Essen spielen Kinder wohl dann, wenn es ihnen nicht schmeckt. Mir schmeckt fast alles- außer Milchnudeln. Ich hasse Milchnudeln. Momentan liest man nur noch von Ernteeinbußen. USA, Russland, Südamerika, Brandenburg und sogar im heiligsten aller deutschen Bundesländer- Bayern. Warum eigentlich da auch? Ist das Land nicht gesegnet? Die Ernteerträge sinken und was steigt zwangsläufig? Na klar, die soft commodities. Ein Gut wird knapp und gleich sind die Zocker dran und treiben den Preis noch weiter in die Höhe. Ich kann mich immer wieder darüber aufregen. Warum baut man für den ganzen Finanzsektor nicht ein Riesen-Casino und koppelt es von der realen Wirtschaft ab? Weil man dann nicht mehr bescheißen könnte und die Exklusivität der Finanzelitennieten dazu führen würde, dass der einfache Pöbel für die Verluste nicht mehr haften müsste. Das geht nun gar nicht. Nur beim Essen hört es bei mir endgültig auf. Mit Essen spielt man eben nicht. Mir ist noch eine Nachricht aus 2008 gegenwärtig: Kambodscha- Rattenfleisch im Preis drastisch gestiegen. Na ein Glück, dass wir kein Rattenfleisch - bis jetzt - essen müssen. Und wenn wir bald für das Brot halt noch mehr bezahlen müssen- ist doch auch egal. Wird sowieso zuviel weggeschmissen. Auf der anderen Seite- selbst wenn man versucht, bewusst mit Nahrungsmitteln umzugehen- schmeißt man notgedrungen das Zeug weg, einfach, weil es nach wenigen Tagen im Kühlschrank vergammelt ist. Extrem ist mir dies aufgefallen als ich einen selbstgeernteten Blattsalat neben einem gekauften im Kühlschrank lagerte. Der selbstgeerntete Salat war noch nach einer Woche gut, den gekauften konnte ich nach drei Tagen entsorgen. Lecker so ein selbstgeernteter Kopfsalat. Den Rest haben die Schnecken gefressen. Zusammen mit dem Kürbis, dem Kohlrabi, den Möhren. Nur Knoblauch habe ich noch in Mengen. Die Kartoffeln kümmern so vor sich hin, da habe ich die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Wie gesagt, dies Jahr noch ein Spiel- nächstes Jahr wird ernst draus. Als kleiner Hobby- Popanz kann ich jetzt die Sorgen und Nöte der Bauern verstehen. Nichts ist so sensibel wie die Nahrungsmittelproduktion. Sensibel, hängt sie von äußeren, nicht zu beeinflussenden Faktoren ab. Sensibel handelt es sich um einen systemrelevanten, den systemrelevanten Wirtschaftszweig überhaupt. Ach nee, Verzeihung. Systemrelevant ist nur der Finanzsektor. Klar, wenn unsere Spareinlagen versenkt werden, können wir keine Lebensmittel mehr kaufen. Und schon gar keine überteuerten Lebensmittel, deren Preise mit Zockerei künstlich in die Höhe getrieben wurden. Mit Essen spielt man nicht. Klar spielt man mit Essen, schließlich muss jeder essen. Bringen wir es doch auf den Punkt: Sie verdienen an dem Währungs- hin und her Geschiebe, dass uns höhere Endpreise beschert, an den Zockereien auf systemrelevanten Agrarrohstoffe. Dann kommen noch die staatlichen Elitennieten, die weitere Steuern erheben und schon wird ein einfaches Produkt exklusiv, weil es sich nur ein kleiner Kreis von Personen leisten kann. Aber keine Angst. Wir leben im hier und jetzt. Die Regale mit Dosengemüse und Feinfrost sind voll. Da brauch ich mir überhaupt keine Sorgen zu machen. Gibt`s alles billig bei Lidl und Aldi und Reichelt und Kaufland. Ist voll krass. Es gab mal einen user, der sich wegen der Gemüsekrise, war es letztes Jahr (?), gefragt hat, wie man die Unmengen an Tomaten und Gurken, die spottbillig angeboten wurden, sinnvoll einlagern könne. Ich war damals, scheen war`s, der Überzeugung, gibt es alles billiger im Supermarkt oder ostdeutsch- in der Kaufhalle. Wie ändern sich die Zeiten. So, die Seite ist voll. Aber trotzdem ...

... mit Essen spielt man nicht ...
Die goldene Türklinke ...

bekommt von uns Pöbel niemand in die Hand. Die goldene Türklinke bleibt unseren politischen und wirtschaftlichen Elitennieten vorbehalten. Manche Schweine sind halt gleicher. Aber mal im Ernst. Die deutschen Unternehmen fürchten die Krise. Jetzt auf einmal. Okay, die Krise beginnt sich jetzt- wie erwartet - auf die deutsche Realwirtschaft auszubreiten. Die ersten Fälle von Kurzarbeit haben wir schon in Großunternehmen und die Pleiten vieler kleiner und mittelständischer Unternehmen werfen ihre Schatten voraus. Das vielleicht Schlimmste an der Angelegenheit ist die Tatsache, dass der Angestellte die Nachricht von der bestehenden Kurzarbeit oder anstehenden Pleite als letzter erfährt. Ist schon fies. Man arbeitet vor sich hin und plötzlich erfährt man, dass morgen alles anders ist. Am besten noch morgens beim Frühstück vorab aus der Presse. Insofern sollte sich jeder einzelne Angestellte mit der Frage auseinandersetzen, wie sicher sein Arbeitsplatz ist. Insofern wäre es für mich eine legitime Frage an den Arbeitgeber nachzufragen, wie es um das Unternehmen steht. Bei größeren Unternehmen wird eine direkte Nachfrage beim Arbeitgeber wahrscheinlich in den Mühlen des Wasserkopfes untergehen. Bei Unternehmen, in denen der Chef persönlich bekannt ist durchaus eine Möglichkeit, den Status abzurufen. Selbst scheinbar nichtsagende Aussagen können Aufschluss geben wenn man es versteht, zwischen den Zeilen zu lesen. Den Vorwurf der Blauäugigkeit weise ich jetzt schon mal vorsorglich von mir. In der heutigen Zeit muss man einfach unkonventionell sein. Gerade in kleinen oder mittleren Betrieben bleibt einem das eine oder andere nicht verborgen. Man tuschelt hinter vorgehaltener Hand aber das Maul macht keiner auf. Könnte ja zu Repressionen führen. Da wartet man lieber, bis die vollendeten Tatsachen vorliegen. Nehmen wir mal ein fiktives Gespräch eines verantwortungsvollen Arbeitgebers mit seinem rechtlichen Beistand, der weiß, dass die Kacke am Dampfen ist aber nicht weiß, wie er seinen Angestellten das verklickern soll. Reduzierte Arbeitszeiten, betriebsbedingte Kündigungen, vor allem- wem kündigen? Sind wir ehrlich, wenn die arme Sau vor seine Angestellten tritt und das Kündigungsschutzgesetz greift, geht das Gezeter los. Ich nicht, ich bin „unkündbar“ oder ich stimme der Änderung meines Arbeitsvertrages nicht freiwillig zu. Selbstverständlich alles fiktiv. Dann wird geklagt, auf krank gemacht oder Dienst nach Vorschrift geschoben- und morgen wird Insolvenz angemeldet. Da spielt es dann keine Rolle mehr, dass man sich über die Sozialauswahl zurück ins Arbeitsverhältnis geboxt hat. Vom Kündigungsschutzgesetz halte ich persönlich überhaupt nichts. Ein älterer Arbeitnehmer, der vielleicht dreißig oder vierzig Jahre im Unternehmen beschäftig war hatte die Möglichkeit Rücklagen zu schaffen. Hat er dies nicht getan, selber Schuld. Die Jungen, die rausfliegen sollen, einfach nur, weil sie angeblich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, hatte die Möglichkeit nicht. Abgesehen von der Frage, Werte zu schaffen oder des Alters, gibt es eigentlich nur ein Auswahlkriterium- Leistung und Leistungsbereitschaft. Da kackt dann durchaus der Jüngere ab. Es sollte dem Unternehmer anheim gestellt werden, den zu beschäftigen, den er auch beschäftigen will. Die Zeiten werden rauer. Insofern sollte man sich auch mit diesem leidigen Thema auseinandersetzen. Gerade weil es bei realistischer Einschätzung der eigenen Situation dann gilt, die Bewältigung der anstehenden Folgeprobleme anzugehen. Letzten Endes kriege ich sonst nur ...

... die Klinke in die Hand gedrückt ...
Es gibt nichts Gutes ...

außer man tut es. Eine der Hauptfragen die mich bewegt und auf die ich immer und immer wieder eingehe ist die Frage nach meinen Fähigkeiten und Fertigkeiten, die mich in der Dunkelzeit am Leben erhalten werden oder sollen. Aber diese Frage ist jedem in abgewandelter Form auch schon im alltäglichen Leben durch den Kopf gegangen und zwar immer dann, wenn man auf die gerade ausgeübte berufliche Tätigkeit keinen Bock mehr hat und was anderes machen möchte. Momentan habe ich gerade überhaupt keinen Lust mehr auf das, was ich tue. Früher war zwar nicht alles besser aber doch einfacher. Früher war es einfacher, mal den Job zu wechseln und mal was anderes zu machen. Gerade in jungen Jahren, in denen man noch nicht so festgefahren ist und vor allem keine Verantwortung und Ängste über das Morgen in sich trug, wurde der Scheiß mal hingeschmissen. Als man jung war, konnte man sich noch ausprobieren ohne gleich über die Konsequenzen nachzudenken. Aber heute ist es selbst für einen jungen Menschen schwer, einfach so aus den Gegebenheiten auszusteigen. Gut man kann sich ein weißes Blatt nehmen und überlegen, was kann ich und was will ich. Die Spalte, was will ich war sehr schnell voll. Die Spalte was kann ich hingegen bleibt auch nach längerem Nachdenken leer, sodass das Blatt zerknüllt in den Papierkorb fliegt. Verschenkte Zeit. Seine Zukunft kann man nicht am Reißbrett planen. Man muss sich notgedrungen bewegen. Nicht umsonst werden die meisten Ideen aus einem Hobby heraus geboren. Eine Beschäftigung die man liebt und der man sich mit ganzer Seele hingibt. Da wird man plötzlich kreativ. Auch werden neue Aufgabenfelder aus Gelegenheiten geboren, wenn man sie erkennt und den Mut hat, sie zu nutzen. Eine wichtige Komponente gibt es auch noch zu beachten- die richtige Zeit. Was nutzt es, wenn man eine tolle Idee hat aber diese nicht umsetzen kann, einfach, weil sie kein Schwein interessiert oder der Bedarf nicht da ist. Ein Bekannter von mir war Reno, hatte keinen Bock und wurde Immobilienmakler. Die letzten Jahre hat er sich mehr als schlecht über Wasser gehalten. Jetzt brummt der Laden, weil Gott und die Welt im Zuge der Krise sein sauer verdientes Geld in jede Scheiß- Immobile steckt. Der Witz an der Sache ist, wenn der stolze Immobilienbesitzer irgendwann merkt, dass er eine sogenannte Schrottimmobilie am Hacken hat, wird es diesmal vorbei sein. War es bis jetzt schon langwierig und mit Schwierigkeiten behaftetet, sein Recht im Fall von Schrottimmobilien durchzusetzen, wird es im Zusammenbruch fast ausgeschlossen sein. Nur so ein Beispiel am Rande. Mit Bescheißen reich werden. Oder vielleicht einen eigenen Krisenvorsorgeshop aufmachen. Irgendein überteuerten Krisenmüll verkaufen, durch tägliche Kolumnen Ängste bei den Mitmenschen schüren und der Laden läuft. Die Zeit ist zwar vorangeschritten, aber es ist immer noch die Zeit. Bescheißen und Ängste schüren, so wird Geld gemacht. Nicht mein Ding. Und so überlege ich noch immer. Pö a pö. Die Arbeit auf meiner Fluchtburg oder auf unserer Fluchtburg, allein sein ist immer doof, schreitet voran. Nicht falsch verstehen- alles im Kleinem und spielerisch. Nur man lernt mit jedem Mal dazu, vertieft Verbindungen oder knüpft neue. Nächsten Monat oder nächstes Jahr werden gesammelte Erfahrungen umgesetzt, neue Eindrücke gewonnen und irgendwann kommt der Knall und man hat seine eigene tragende Idee. Man muss sich nur bewegen. Von der Couch aus ändert man sein Leben nicht. Jetzt beim Lesen stelle ich fest, der Beitrag ist nicht wirklich gut. Einfach, weil ich nicht glaube, mein Ansinnen rübergebracht zu haben. Aber was soll es ? Manchmal zieht man gerade aus schlechten Beiträgen seine Inspirationen, weil man merkt, man kann es besser.

... man kann mehr ...
Tag der Einheit ...

Ja ist denn heute der 18. Januar? Ach nee, nur der 3.Oktober. Bloß irgendwelche Daten. Fehlen die Jahreszahlen dazu. Gab es heute Ansprachen und Festreden, dass im Jahre 1990 zwei vollkommen unterschiedliche Staaten zwangsvereinigt wurden und dadurch den Ossis die Demokratie, die wirkliche Demokratie ermöglicht wurde? Ein neuer deutscher Staat, der blühende Landschaften ermöglichen würde. Oh, am Anfang hat Aufbruchsstimmung geherrscht. Auf in ein goldenes Zeitalter, in ein deutsches Zeitalter. Nur irgendwann begann der Glanz abzubröckeln. Die ostdeutsche Wirtschaft wurde abgewickelt, dafür war die Treuhandanstalt verantwortlich. Treuhandanstalt? Was hat diese Anstalt denn treuhänderisch verwaltet und abgewickelt? Das Volksvermögen der Mitteldeutschen, deren Sinne vom Konsumrausch vernebelt waren. Und als sie aufwachten hatten sie ihre Kündigungen in der Hand. Keine Angst- im zwangsvereinigten Deutschland gibt es Sozialhilfe. Und natürlich musste diese Zwangsvereinigung bezahlt werden. Aufbau Ost und der Soli waren erfunden. Bezahlen wir nach 22 Jahren immer noch Soli? Wo geht die Kohle eigentlich hin? Wenn die ganze Kohle nach Mitteldeutschland fließen würde, müssten wir alle von goldenen Bürgersteigen fressen können. Was mach der westliche Teil Deutschlands? Verfällt. Auch keine Kohle mehr. Wenn der „Wessi“ auf seine Gehaltsabrechnung schaut, bläst sich der Kamm? Oder? Sehen -wir- es wie die Schaumweinsteuer. Die kaiserliche Marine ist untergegangen, nur die Steuer ist geblieben. Mein Vorschlag- nennen wir die Steuer „Aufbau Deutschland“. Ein deutsches Land für Deutsche. Keine Landesparlamente mehr mit ihren Elitennieten, die wir durchfüttern müssen. Keine 16 kleine Königreiche mehr, deren Feudalherren uns aussaugen. Es wird knallen. Es wird böse. Ich bin Ossi, ich bin Preuße- ich bin Deutscher. Der einzige Grund, warum es in der DDR nicht zu blutigen Aufständen gekommen ist, war die Hoffung auf ein besseres Morgen. Diese Hoffung auf ein besseres Morgen stirbt im Osten, stirbt im Westen. Meine Generation und die folgenden erbringen die Rentenbeiträge für die Altvorderen in dem Wissen, dass es nachher keine Rente mehr geben wird. Habe ich Wut auf unsere Altvorderen, weil ich bei diesem Pyramidensystem der Letzte bin und die Arschkarte bekomme? Nein. Nein, dieses Spiel wurde uns von den Elitenparasiten aufgezwungen, wie jedes andere Spiel. Egal wer ein Spiel gewinnt- der Spielmacher gewinnt immer. Diese Parasiten ziehen wie Zecken Blut aus dem Wirtskörper. Nur werden es zu viele, dann stirbt der Wirt oder er befreit sich vom Befall. Meist auf sehr unkonventionelle Art und Weise. Die Seite nähert sich dem Ende. Ich könnte meinen Frust noch seitenweise herunter schreiben. Bringt aber nichts. Wenn ich eine Rede halten müsste, würde ich ausrufen: „ Ich kenne nur noch Deutsche. Ihr werdet unterjocht, gegeneinander ausgespielt. Vom Norden zum Süden, vom Rhein bis in die Mark, seid Deutsche. Nicht der Nachbar ist euer Feind, sondern die Schmarotzer, denen ihr in treuem Glauben die Macht in die Hand gegeben habt und die diese missbrauchen. Also nehmt ihnen diese Macht. Klagt nicht- kämpft.

... 1871 ...
Beutelschneider ...

Wie letztens schon geschrieben. Genau wie nach der Rechtschreibreform in Deutschland niemand mehr weiß, wie er was nun richtig zu schreiben hat, sind in diesem verlogenen System jegliche Begrifflichkeiten auf den Kopf gestellt. Wie schön ist es da, dass trotz der gesellschaftlichen und technischen Entwicklung uralte Begriffe ihre Bedeutung behalten haben. Dazu gehört auch der Beutelschneider. Als es im Mittelalter noch ein Münzbeutel am Gürtel getragen wurde, hat so mancher Dieb mit einem Schnitt seinen Eigentümer um denselben erleichtert. Wenn wir heute den Begriff Beutelschneider verwenden, meinen wir auch Diebe und Abzocker und die Bande, die uns auf die eine oder andere Art und Weise um unser Vermögen und Eigentum erleichtern. Früher als es noch keine Banken gab, die das ihnen anvertraute Geld sorgsam verwalteten, hatte man dieses zu Hause oder am Beutel. EC- oder Kreditkarten gab es nicht. Höchstens mal einen Wechsel und auch damals musste man darauf vertrauen, dass dieser auch angenommen und bedient werden konnte. Momentan liest man ja viel vom Bargeldverbot und der Zahlung mit der Plastikkarte. „Böse Zungen“ meinen, dies diene der Überwachung der Zahlungsströme und damit des Bürgers. So nebenbei, für Deutschland kann ich mir das nicht so ganz vorstellen. Nicht, weil unsere Elitennieten auf solche Gedanken kommen würden. Nur wo kann man in Deutschland schon mit seiner Kreditkarte bezahlen? Der Handel in Deutschland, abgesehen von Tankstellen und einigen großen Ketten, lehnt die Zahlung mit der Kreditkarte ab, einfach weil es zu teuer ist und die Deutschland sowieso eine Servicewüste ist. Die Bundesbank hat neulich ein Bargeldsymposium abgehalten. Leider ist dem kleinen Bericht auf der Bundesbankseite nicht viel darüber zu entnehmen- außer der Überschrift, dass Bargeld weiter ein wichtiges Zahlungsmittel bleibt. Volle Zustimmung. Nur anders als die vielleicht denken würden. Manchmal kommen alle Dinge wieder. Ab und zu bekommen wir zu lesen, dass irgendwo ein Gold oder Silberschatz ausgebuddelt wird. Wie kam der damalige Eigentümer dazu , diesen zu vergraben und ihn nicht mehr auszubuddeln? Hmh. Unsichere Zeiten, keine vertrauensvolle Bankfiliale in der Nähe? Also einbuddeln. Die Zeiten waren unsicher und der eine oder andere wurde dahingerafft. Glaubt man so manchen EM- Besitzern ist sein Schatz vor den Elitennieten und den Banken im Erdreich sicher aufbewahrt. Kommt der wirtschaftliche und gesellschaftliche Supergau, werden zukünftige Generationen so manchen Schatz aus unserer Epoche bergen werden. Alles kommt wieder. Auch der Beutelschneider. Digitale Datenströme. Immer mehr kommt es zu „schicksalhaften“ Aussetzern im System, dazu noch der Verlust des Vertrauens der Bevölkerung in den Euro. Ich bleib mal beim Euro, da ich nicht weiß, welches Vertrauen andere Völker in ihre Papiergeldwährungen haben. Irgendwann macht es Bums. Das pfeifen schon die Spatzen von den Dächern. Das fehlende Vertrauen in das Papier wird die Notwendigkeit des Hartgeldes etablieren. Schon mal ein Portemonnaie mit viel Kleingeld in der Hosen- oder Jackentasche gehabt? Unhandlich. Portemonnaie. Schmale Täschchen für das Papiergeld. Übersetzt eigentlich, für kleine Geldbörse oder Geldbeutel. Nimmt man besser einen Geldbeutel, in dem dann viele unterschiedliche Währungen mit sich geführt werden, entsprechend ihrem Gold- oder Silberwert. Da klimpern zwei und fünf Reichsmark Münzen neben Silber- DM- Münzen und Silber-Euro-Zehnern. Vielleicht mal eine Goldmark. Dann kommt dem Begriff Beutelschneider seine ursprüngliche Bedeutung wieder zu. Gruselig nicht? So mittelalterlich. Neulich hat mich jemand gefragt, wie zum Teufel ich auf die Einschätzung kommen würde, dass wir wieder im Mittelalter landen werden? Ganz einfach: Das Versagen komplexer Systeme. In einfachen Systemen reguliert sich das System schneller und weniger intensiv. Ein komplexes System ist leistungsstark, weil jede Komponente eine eigene Aufgabe wahrnimmt. Das Problem ist nur- fällt eine Systemkomponente aus, sind die restlichen Komponenten nicht in der Lage den Ausfall der – einen – Komponente auszugleichen und das System kollabiert insgesamt. Unser Glück- ich glaube nicht, dass das System insgesamt kollabiert. Wir rutschen auf ein tieferes Niveau zurück. Selbstreinigung.
Ich bin mit meinem Beitrag Beutelschneider fertig. Die zweite Seite wird angezeigt. Heh, ich bin noch nicht fertig. Konzentriere dich. W:o ist ein Buddelkasten. Ein in sich abgeschlossenes System. Kindergartenniveau unter erwachsenen Menschen. Da gibt es die ständigen Insassen, alleingelassen, Wutentbrannt, die nicht aus dem Kinderparadies abgeholt werden. Die schmeißen Sand in alle Richtungen. Dann gibt es die notorischen Stänkerer, die sich gegenseitig Sand in die Augen werfen. Aber nur oberflächlich. Kein Miteinander ohne ein Gegeneinander. Ja und dann gibt es diejenigen, die nur für sich selbst spielen wollen. Burgen bauen oder sonst was. Wir schauen zu. Stille Mitleser. Befürworter und Gegner. Im Buddelkasten gibt es keine Fairness. Wer keinen Mitspieler haben will, der will keinen Mitspieler haben. Normal. Oder? Es entsteht Streit darüber. Und ja- dann kommen die ganzen kleinen Scheißer hervorgekrochen. Die schmeißen nicht mit Sand, sondern mit Dreck. Dreckschmeißer- feige und doof. Was soll man dem Kind sagen, dass den Buddelkasten angewidert verlassen hat? Widerstand leisten! Kein Kommentar. Nix. Weitermachen. Ignorieren. Kleine Lebenserfahrung? Ich geriet in jungen Jahren in Streit. Der andere ignorierte mich. Was brachte mich in Wut? Ignoriert zu werden. Ich habe ihn fürchterlich verprügelt. Wer war wohl der Loser? W:O ist ein komplexes lebendes System. Es lebt von unseren Beiträgen für uns (abgesehen vom Kommerzielen) und ihr Pfeiffen nehmt nur ohne zu geben. Was passiert, wenn ein komplexes System zusammenbricht?

... Aus ...
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.726.019 von MOAB am 18.10.12 12:13:19Moin MOAB,
schön von dir zu lesen. Ich denke wir werden die Fackel der Freiheit hochhalten solange es geht.
Hat deine Frau Regie geführt?;)

Kommt mir bald so vor.:D
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.739.571 von ElfenbeinelaufenschnellermitKo am 22.10.12 22:18:47Alles auf meinem Mist gewachsen. Meine Freundin darf nur lektorieren, um mich vor der Sperrung zu bewahren. In dem Sinne sind manche Beiträge geschnitten. Darüber hinaus inspiriert das Zusammenleben mit ihr ungemein. Das meinst du. Ja, da hast du Recht. Für die niveautechnische Grenzwertunterschreitung in meinen Beiträgen bin ich voll und ganz verantwortlich. :laugh:
Zeitfragen ...

Es ist für mich immer wieder faszinierend wie Menschen, die vollkommenen unabhängig von einander agieren, in ihren Gedanken vollkommen synchrone laufen. Man wandert so durch das Internet und trifft auf so manchen Blogger und denkt- der hat dir deine Gedanken geklaut. Hat er nicht, weil keine Beziehung besteht. Du liest seine Gedanken und findest dich selbst in ihnen wieder. Fantastisch. Der Ärger an der Sache ist es nur, es findet kein Gleichklang statt, der etwas bewegen könnte. Viele unabhängige Uhren können keine neue Zeit einleiten. Und so läuft die Uhr unaufhaltsam ab. Welche bebündelte Macht würde es ergeben, wenn man all die gleichgeschalteten Gedanken zusammenfassen könnte. Dies ist das Pech der Internetgeneration. Verbunden doch nicht gemeinsam marschieren. Ich empfinde Trauer und Freude zugleich. Trauer, die Energie verpufft zu sehen. Freude, nicht allein zu sein. Gut es wird uns nicht vor der Apokalypse retten, aber zu wissen, irgendwer wird überleben und den Gedanken an Freiheit weiter tragen, empfinde ich als gut. Leider werden wir in Blut waten. Es wird behauptet, (Behauptung ist eine unbewiesene Tatsache), dass viele Gutmenschen im Zuge des Untergangs ihre alten Verhaltensweisen ablegen werden und diese ins Gegenteil kehren werden. Es mag wohl sein, die Lichterketten für die jetzt so Benachteiligten werden verschwinden. Diese unmoralischen Gutmenschen werden dass jetzt hofierte auf dem Altar ihrer Doktrin opfern. Nur werden sie auch ihre diktatorische Lebensweise ablegen ? Ich glaube nicht. Angeborene oder angelernte Verhaltensmuster werden immer bestehen. Lediglich in anderem Gewand werden sie uns weiter geißeln. Deshalb ist es so wichtig, die Vergangenheit und die Gegenwart zu kennen, sonst versauen sie uns die Zukunft. Keiner von denen wird geläutert in die Zukunft gehen. Wenn dem so wäre, würden wir auf der öffentlichen Bühne von denen nichts mehr hören, weil sie entweder den Freitod wählen würden oder sich zutiefst verschämt verkriechen würden. Jeder von den Elitennieten, Gutmenschen, der beim Neuanfang wieder eine funktionelle Aufgabe übernehmen will, ist weiter ein Verräter. Ein Wendehals. Manchmal muss Unkraut zurückgeschnitten werden. Solange das Unkraut am Wachsen ist, ist der Rückschnitt leicht möglich. Später wird es sehr viel schwerer, wenn sich Unkraut verwurzelt hat. Man kann nichts Neues schaffen, wenn man sich der Instrumente aus alter Zeit bedient. Der Neuanfang liegt noch in weiter Ferne. Allerdings ist es jetzt schon wichtig, manche Dinge vorwegzunehmen. Wir vergessen so schnell, doch vergessen tötet. Ein guter Spruch aus der AIDS- Aufklärung. HIV. Auch so ein heimtückischer Virus, der versteckt unter uns wandelt. So sehe ich unsere Elitennieten und Gutmenschen. Als Virus, der uns tötet, obwohl wir nach außen noch gut aussehen, bis er ausbricht. Der HIV- Virus macht sich auch unsere natürlichen Bedürfnisse zu eigen, um sich weiterzutragen. Gegen beides HIV und Elitennieten gibt es einen Schutz- Aufklärung. Wir werden überleben. Nur dazu ist es notwendig, sich zu schützen. Das Wissen- wie wir dagegen wirken können. Also hört auf die Warner. Soviel können sich nicht irren. Auch wenn der Virus euch glauben machen will, alles ist gut. Nichts ist gut und ...

... die Zeit läuft ab ...
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