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Opera Software - wird der Browser mobil? - Beliebteste Beiträge


ISIN: NO0010040611 | WKN: A0BMED
1,489
20.10.19
Lang & Schwarz
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Ich habe mich entschieden meinen Anteil an Opera-Aktien auch weiter zu erhöhen.
Ich beobachte aber ob der Kursrückgang bereits heute ein Ende findet und bin sofort bereit aufzustocken.
Opera ist keine schnelle Spekulation sondern die Hoffnung auf den Turnaround in 2018.
Wenn das Ergebnis in Q4 nicht deutlich besser wird muss ich meine Investmententscheidung nochmal überdenken. :rolleyes:
Opera Software ASA | Rußlandkrise im Handyformat
Vierundvierzig Prozent stürzte die Aktien der Opera Software ASA (Opera), der norwegischen Browser-Schmiede, am 11.02.2015 in die Tiefe. Fast die Hälfte des Firmenwertes wurde nach Vorlage der Zahlen für 2014 ausradiert. Opera hätte schon Pleite gehen müssen, um eine solche Überreaktion zu rechtfertigen. Dementsprechend ging es am Tag darauf auch um bis zu 15% wieder steil bergauf.



Was war passiert? Opera hatte zum einen die Erwartungen der Analysten für 2014 und 2015 verfehlt und zum anderen die eigenen Erwartungen für 2015 auch noch reduziert. Eine Gemengelage, die bei einen Nebenwert wie Opera, den nur wenige Analysten beobachten, schon drastische Folgen haben kann.

Zum einen haben die Analysten im Konsens einen höheren Gewinn für 2014 erwartet, zum anderen lag die Konsensschätzung für den Umsatz in 2015 bei 765 Mio. U$, wohingegen Opera die eigenen Prognosen noch mal von 670 auf 630-650 Mio. U$ revidierte. Eine Schätzung, die der Finanzvorstand als “pretty careful” bezeichnete. Sehr vorsichtig geschätzt sind auch die Erwartungen, die Opera hinsichtlich des Gewinns hat. Hier wurden die eigenen Prognosen von zuvor 180 Mio. U$ auf nun 130-150 Mio. U$ reduziert.

Als Grund für das verfehlte Ergebnis in 2014, sowie für den bescheidenen Ausblick auf 2015 wurden maßgeblich die Ereignisse in der Ukraine und die damit einhergehenden Wirtschaftssanktionen in Russland genannt. Russland und die Ukraine sind die zwei größten Märkte für die Opera Browser, und somit für die daraus resultierenden Umsätze bei mobiler Werbung und App-Verkäufen. Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen belasten auch die Wechselkurse, namentlich der schwache Rubel und der schwache Euro, die Bilanz. Denn Opera sitzt in Norwegen, bilanziert aber in US-Dollar. Für das schwache 2014er Ergebnis wurde noch ein einmaliger Sondereffekt verantwortlich gemacht, nämlich die Abschreibung des 2013 übernommenen Mobile-Video-Spezialisten Skyfire.

Aufgrund der kriegsbedingten Wirtschaftsschwäche in den Hauptabsatzmärkte, sowie der ungünstigen Währungssituation, geht man also von rückläufigen Umsätzen aus. Auch wenn sich diese Szenarien schnell ändern können – zum Guten, wie zum Schlechten – sollen jetzt die Fakten, sprich: die Zahlen betrachtet werden.

Obgleich die Dynamik etwas nachließ, ist das Eigenkapital(EK) in den letzten Jahren stetig gewachsen. Selbst 2014 legte das EK noch um gute 17% p.a. zu. Das die EK-Quote dabei von 59% in 2013 auf nur noch 45% in 2014 absackte ist misslich, aber immer noch ein stolzer Wert. Allein das Eigenkapital macht 2,56 U$ pro Aktien aus, welche derzeit bei umgerechnet 8,05 U$ notiert.


Chart: Market Maker

Der 2014er Gewinn bzw. Verlust je Aktie wird von Opera mit -0,424 U$ angegeben. Eine herbe Enttäuschung, die mit Blick auf den Ukraine-Konflikt und die derzeitigen Währungsverzerrungen so aber weder vom Management noch von den Analysten vorhersehbar war. Ausgehend von den gestern gegeben Ausblick aufs laufende Geschäftsjahr darf der Anleger 0,94 U$/Aktie erwarten – und das wurde von Erik C. Harrell, CFO bei Opera, sehr konservativ geschätzt. Allerdings nur auf EBITDA Basis, ohne Berücksichtigung der Options-Programme oder etwaiger Akquisitionskosten (man beachte das wirklich Kleingedruckte). Zieht man daher noch mal grob geschätzt 33% ab, um auf einen Gewinn pro Aktie zu kommen, erhält man 0,63 U$/Aktie. Sollte Opera die alte Dynamik wiederfinden, darf für 2016 ein Gewinnzuwachs von wenigstens 20% erwartet werden, was ein Gewinn pro Aktie von 0,76 U$ entsprechen würde. Damit wäre die Aktien der Opera Software ASA aktuell mit dem 12,7 bzw. 10,6 fachen Ihres Gewinns bewertet, was bei entsprechenden Geschäftsverlauf ein Erreichen der alten Höchststände erlauben würde. Sollten die diversen Krisen aber anhalten oder sich gar verschärfen, sind alle Analysen vergebens und wiederholte Verluste nicht ausgeschlossen.

Auf dem derzeitigen Niveau ist Opera wieder einen Blick wert, auch wenn einzelne Rückschläge zur Auslotung der Tiefstständen nicht ausgeschlossen werden können und als Kaufgelegenheit genutzt werden dürfen. Mehr über die einzelnen Geschäftsfelder von Opera zeige ich in meinen Artikel “Opera Software ASA | An Almost All-in-one Investment” auf, welcher 2013 für Seeking Alpha in Englisch geschrieben wurde.

Quelle: http://is.gd/1ZEAin
Antwort auf Beitrag Nr.: 49.082.414 von five-alive am 16.02.15 12:34:21Vielen dank für deinen Beitrag, der sich sehr interessant liest ...jedoch vermisse ich dabei den sehr wichtigen Punkt der Firmenkäufe und daraus resultierenden Abschreibungen.

Na, wie auch immer ...es hat sich für mich auch so schon gelohnt, da ich Opera bislang nicht kannte und nun mal den Browser angetestet habe und beibehalten werde. Läuft bei mir erstaunlicherweise wesentlich schneller und stabiler als Chrome ....also nicht nur ein klein wenig sondern auffällig!
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.597.396 von 64Matt am 25.08.17 12:31:35
Gute Zusammenfassung zum Investment "Opera"
https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1213336-161-170/…

Wer sich für das Unternehmen "Opera" interessiert, findet hier eine wunderschöne Zusammenfassung zum Unternehmen bzw. zu den aktuellen Ereignissen, die den Kurs fielen ließen!
Antwort auf Beitrag Nr.: 49.039.130 von SmartCap am 11.02.15 14:04:38
Zitat von SmartCap: sieht eher nach minus 0,42 dollar gewinn je aktie für 2014 aus. quelle opera


sc


Die Übernahmen haben heftigen Abschreibungsbedarf erzeugt. Operativ waren das allerdings hervorragende Zahlen - ein Kurseinbruch um knapp 50% scheint mir extrem übertrieben zu sein, ich denke darüber nach, auf diesem Niveau einige Stücke einzusammeln...
Antwort auf Beitrag Nr.: 49.046.915 von sirmike am 12.02.15 09:25:41Du nimmst mir meine Gedanken aus dem Munde ;)
Bin heute morgen einfach mal zugestiegen (allein aufgrund des heftigen Einbruchs) ...und wie ich jetzt erst aus dem Geschäftsbericht entnehmen konnte, war das letzte Quartal alles andere als schlecht ...ganz im Gegenteil!
Antwort auf Beitrag Nr.: 49.047.224 von vitello am 12.02.15 09:49:21
Zitat von vitello: Du nimmst mir meine Gedanken aus dem Munde ;)
Bin heute morgen einfach mal zugestiegen (allein aufgrund des heftigen Einbruchs) ...und wie ich jetzt erst aus dem Geschäftsbericht entnehmen konnte, war das letzte Quartal alles andere als schlecht ...ganz im Gegenteil!


Ich bin nur mit einer kleinen Position eingestiegen, die liegt bei 7,10 EUR aktuell aber schon 12 Prozent im Plus. Denke, ist erstmal "nur" eine technische Reaktion auf den herben Kurseinbruch. Wie nachhaltig die Erholung ist bzw. wie schnell der Kurs sich wieder in deutlich höhere Spähren aufschwingt, muss man mal abwarten. Sollte die kürzlich aufgekommene Übernahmephantasie seitens Samsung "handfest" sein, wäre das ja jetzt der perfekte Zeitpunkt für die Koreaner, ein Übernahmeangebot zu machen. Selbst wenn die 30 Prozent mehr bieten als den aktuellen Kurs, bekämen sie Opera inkl. Übernahmeaufschlag immer noch günstiger als vor drei Tagen.;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 49.048.430 von vitello am 12.02.15 11:20:50
Zitat von vitello: Bei noch genauerer Betrachtung, hätte der Kurs ja eigentlich gar nicht einbrechen dürfen, denn jede Investition in die Zukunft und somit Gewinnerhöhungspotential sollte ja eigentlich für Kuirssteigerung gut sein (und dass Investitionen Geld kosten, dürfte doch jeder wissen)

Zum jetzigen Stand kann ich nur sagen ...sehr kurios das ganze! Oder hab ich da einen ganz wichtigen Punkt übersehen?


Naja, Opera hat letztes Jahr andere Firmen gekauft und dafür (zu) hohe preise bezahlt - das sind die Abschreibungen/Abwertungen, die jetzt das Jahresergebnis so deutlich belastet haben. Sie haben also etwas für 10 Mio. gekauft und bereinigen es jetzt auf 5 Mio. in der Bilanz. Das tut schon weh. Aber es ist auch ein einmaliger Effekt! Auf das operative Ergebnis hat dies keinen Einfluss - hier machen sich mittel- und langfristig die zugekauften Umsätze und gewinne der neuen Tochtergesellschaften bemerkbar und ggf. zu erzielende Synergien. DAS ist der Grund, weshalb ich nach dem heftigen Einbruch eingestiegen bin, weil Opera auf Basis 2015 und 2016 an seinen operativen Erfolgen gemessen und bewertet werden sollte. Und das erwartete KGV für 2015 und 2016 liegt dank des Kurseinbruchs jetzt natürlich deutlich unterhalb der Wachstumsraten... :yawn: Immerhin hatte die Berenberg Bank Opera gerade zum "wachstunsstärksten Nebenwert in Europa" gekürt (siehe Beitrag 32).
Antwort auf Beitrag Nr.: 49.048.952 von vitello am 12.02.15 11:54:30
Zitat von vitello: Ja, so sehe ich das eben auch ...bzw. wollte ich darauf hinaus mit meinem vorigen Beitrag.
Ich tu mich lediglich schwer damit, zu begreifen, weshalb der heftige Kurseinbruch zustande kam. Hat denn den Geschäftbericht keiner genau gelesen? Oder gelesen und nicht verstanden?


Die Erwartungen des Marktes und der nalysten waren eben andere. Die Berenberg Bank hat neulich noch gesagt, sie sähe den Gewinn je Aktie bei 0,41 EUR. Und nun steht dort sogar ein großer Verlust! Das dürfte viele Leute entsetzt haben - ohne dass sie sich das Zahlenwerk genauer angesehen haben oder auch nur die Meldung. Ein neuer Beweis dafür, dass die Theorie der Effizienten Märkte, bei denen alle Informationen immer objetiv im Kurs enthalten sind, völliger Blödsinn ist. Denn den Kurs bestimmen nicht objektive Fakten, sondern alleine die subjektive Bewertung dieser Fakten durch die Marktteilnehmer. Und die kann sich jederzeit ändern und trifft auch nicht immer zur gleichen Zeit aufeinander. Daher können antizyklische Investoren ja überhaupt Unterbewertungen zu ihrem Vorteil ausnutzen (wenn es denn klappt...).
Insiderdeals:
http://www.newsweb.no/newsweb/search.do?messageId=371337

On 16 February 2015, Sverre Munck, Chairman, Board of Directors, purchased 5 000
shares in Opera Software ASA at an average price of NOK 60.60 per share through
his fully controlled company Libras AS. Munck now holds 25 000 shares in Opera
Software.
On 16 February 2015, Audun Iversen, Board member, Board of Directors, purchased
15 000 shares in Opera Software ASA at an average price of NOK 60.60 per share
through his fully controlled company Naben AS. Iversen now holds 40 000 shares
and 17 500 options in Opera Software.
On 16 February 2015, Andreas Thorsheim, SVP, Products, purchased 5 000 shares in
Opera Software ASA at an average price of NOK 60.40 per share. Thorsheim now
holds 5 000 shares in Opera Software.
Petter Lade, Investor Relations
Opera Software ASA | Antworten zu Kommentaren und Fragen von w:o, twitter, eMail etc. http://wp.me/p4jlXg-Co
Die letzten Zahlen waren nicht gerade der Hammer.
Aber die Jahreszahlen wurden bestätigt.

http://www.operasoftware.com/content/download/8723/273867/ve…

Das Marktsegement ist durchaus spannend - die Aktie ist zudem stark zurückgekommen (Sonderausschüttung muss aber beachtet werden!).
Nehme die Aktie auf meine Watchlist.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.071.397 von Rogier am 02.06.17 22:21:03
Zitat von Rogier: Hat sonst wer diese Aktie noch auf der Watchliste?


Ja....will nur mal noch die nächsten Quartalszahlen ansehen, bevor ich mich hier positioniere.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.596.952 von Be_eR am 25.08.17 11:40:11Ja, das stimmt mit dem Umsatz. Wenn man sich allerdings die Folien bezüglich AdColony (Folie 39) anschaut, hat man scheinbar Fortschritte beim SDK 3.x gemacht!

Ich finde vor allem Punkt mit iOS sehr interessant!

Die bisherigen Zahlen des Geschäftsmodells sind im Moment alles andere als schlecht. Man sollte allerdings bedenken, dass diese Unternehmen sehr gut kapitalmäßig ausgestattet ist. Auf der Bank liegt noch genug bares.....

Die OPEX Kosten werden auch geringer, wenn nicht mehr so viel Entwicklung gesteckt wird.

Der Umsatz von erstem H1 passt insgesamt! Wenn jetzt noch ein 1/5 Gewinn hängen bleibt, wird die Aktie sehr interessant.
Hallo zusammen,

wir sind uns ja (größtenteils) einig, dass der kurz- bis mittelfristige Erfolg von Opera von AdColony abhängt.
Hier würde es mich interessieren über welche Wege ihr den Erfolg von AdColony zwischen den Geschäftsberichten verfolgt.
Ein Weg ist sicherlich der Anteil von AdColony an neuen Apps, zu sehen z.B. über https://www.appbrain.com/stats/libraries/details/adcolony/ad…

Wie interpretiert ihr diese Zahlen bzw. auf welchem Wege verfolgt ihr den Erfolg von AdColony?

MfG
Proficamper
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.678.434 von VarOS am 06.09.17 12:08:32Das Unternehmen Opera Softare ASA (http://www.operasoftware.com/company/investors) hat aber nichts mehr mit dem Opera-Browser (opera.com) zu tun; der wurde verkauft.
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.434.343 von Hannes195 am 12.12.17 19:52:49
Opera Software ungleich Opera Browser
Opera hat das Geschäft mit den Browsern an ein Chinesisches Konsortioum verkauft.
Wenn dieses Konsortium jetzt erfolgreich Geschäfte in Indonesien abschließt,
hat das Einfluß auf den Kurs von der verbleibenden Opera Software,
wie der sprichwörtliche Sack Reis.

https://www.golem.de/news/uebernahme-opera-wird-nicht-komple…

Der Anstieg von OS3 erinnert mich an den zeitweiligen Anstieg von insolventen AG-Aktien,
bei denen eine Meldung zum (ehemaligen) operativen Geschäft veröffentlicht wird, das
aber längst nicht mehr zur AG gehört, sondern verkauft worden ist.
Einige wissen es nicht und hypen die Insolvenzaktie.
Grundlos.

Information ist alles.


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