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Deutsche Rohstoff AG: Meldungen, Analysen, Meinungen - Beliebteste Beiträge


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Liebe DRAG-Community,

nach langer Zeit möchte auch ich mal wieder ein paar Worte der Diskussion zur DRAG hinzufügen. Für mich ist es beruhigend, dass die zeitweise recht emotionale und faktenfreie Diskussion des Threads einer breiten Ernüchterung gewichen ist. Zu Beginn des Jahres war viel zu viel Euphorie vorhanden. Bezeichnend fand ich die Ergebnisse der Umfrage von Dagobert Bull.
Jetzt wo der Kurs so schön im Keller angelangt ist, lohnt es sich wieder über die DRAG nachzudenken. Ich werde im Folgenden ein paar Punkte, die mich bewegen, ausführen.

Bilanzierungsregeln und deren Interpretation:

Das die Bilanzierungsregeln nicht allen geläufig sind, konnte heute mal wieder festgestellt werden. In der Tat sind die Steuererstattungen keine Gewinne sondern so eine Art kostenloser Kredit solange das erstattete Geld reinvestiert wird. Der letzte Woche geflossene Betrag war, wenn er schon im JA 2016 bilanziert wurde, lediglich eine Verschiebung auf der Aktivseite, die nicht gewinnwirksam ist. Die Ausgabe der Schuldverschreibungen in Höhe von 7,5 Mio Euro hat die Bilanzsumme vergrößert. Der DRAG sind insgesamt etwa 19 Mio. Euro an Barmitteln zugeflossen, die sie wie es scheint bei Elster Oil & Gas im Boden versenken wollen. Dieser produktionsunabhängige Cash-Flow ist nicht zu verachten.

Gewinnwarnung:

Einige, die hier posten, waren von der Gewinnwarnung und wie sie zustande kam sehr enttäuscht. Ich war es nicht. Das sind einfach Dinge, die bei einem kleinen Unternehmen passieren können und das Risiko erhöhen. Ein höheres Risiko wird in der Regel langfristig mit einer höheren Rendite abgegolten. Dass dem Vorstand so ein Malheur passiert, ist ärgerlich, weil so scheint es, er sein Geschäft nicht versteht. Wenn dies bei Siemens passiert wäre, könnte ich den Ärger nachvollziehen. Dort arbeiten in der Rechnungsabteilung mehr Personen als die DRAG je im Zeitraum ihrer Existenz beschäftigen wird.

Was könnte den Kurs beflügeln:

Natürlich wird der wachsende Ölpreis auch den Kurs der DRAG-Aktie heben. Ich suche aber nach Einflüssen, die nicht jeder auf dem Schirm hat. In meinen Augen sind hier zwei Faktoren zu nennen. Die augenscheinlichste ist die Erweiterung der Fläche in den USA. Im Vergleich zu den US-Frackern hat die DRAG eigentlich nichts an Fläche zur Verfügung (bspw. besitzt Sanchez Energy 300.000 Acres an Fläche). Eine Akquise von 5.000-10.000 Acres hätte hier schon erhebliche Auswirkungen.

Das Haldenprojekt halte ich auch für eine schlummernde Chance, die nicht unerheblich ist. Laut der Präsentation auf der Hauptversammlung Folie 29 beinhalten die Gipshalden 0,38-1,5 Prozent an Seltene Erden Oxid. In Abhängigkeit von der Zusammensetzung werden mehrere 1000 Dollar pro Tonne erzielt. Allein in Europa wurden 100 Mio. Tonnen an Gipsabfällen identifiziert. Hierbei handelt es sich um ein mögliches Milliardengeschäft.

Potentielle Abschreibungen bei ALMONTY INDUSTRIES:

In meinen Augen ist dies ein überbewertetes Problem. Wahrscheinlich werden hier irgendwann Abschreibungen fällig. Dies sind max. 15 Mio. Euro bei vollständiger Abschreibung, die gewinnwirksam sind und den Steueraufwand mindern werden. Davon geht für die DRAG keine Existenzgefährdung aus.

Ölpreisentwicklung:

Den Ölpreis möchte ich hier nicht prognostizieren, aber ein paar Mechanismen aufführen, die nicht unerheblich für den zukünftigen Ölpreis sind. Grundsätzlich gehe ich mittelfristig von einem steigenden Ölpreis aus.

Das Argument, dass der Ölpreis steigen muss, weil die Saudis oder die Russen sonst ihren Haushalt nicht finanziert bekommen, lasse ich nicht gelten. Dem Ölpreis ist das Ausgabeverhalten der einzelnen Staaten reichlich egal.

Die OPEC hatte versucht durch eine Förderkürzung den Ölpreis zu stützen, was scheinbar nicht gelungen ist. Dies hat man als Argument für die Macht der Fracker missverstanden. Der Ölpreis wird durch Angebot und Nachfrage gefunden. Das Angebot besteht neben der aktuellen Förderung auch aus den Lagerbeständen. Dies bedeutet, dass trotz Förderkürzung das Angebot der OPEC weiterhin hoch ist, wenn Öl aus den Lagern ebenfalls angeboten wird. Eine Förderkürzung reduziert nicht das Angebot, wenn die Kürzung durch Öl aus den Lagern ausgeglichen wird. Aus diesem Grund wurde bei dem aktuellen Treffen der OPEC nicht nur die Förderung besprochen sondern auch der Export. Soweit ich die indirekten Quellen verstehe, gehen weltweit die Lagerbestände zurück. Leider gibt es nur für die USA regelmäßig verlässliche Zahlen, was die Fixierung auf die Bestände in den USA erklärt. Dort ist der Lagerbestand nach wie vor sehr hoch.

Mittelfristig werden die fehlenden Investitionen in neue Quellen Wirkung zeigen. Auch wenn die Anzahl an Bohrtürmen in den USA seit dem Tief stark gestiegen ist, verharrt die weltweite Bohrtätigkeit nach wie vor auf einem niedrigen Niveau (siehe die Zahlen von Baker Hughes). Ich denke, dass dies sogar zu einem Angebotsengpass führen wird, vielleicht schon 2019.

Der Zuwachs der Ölförderung durch Fracking wird durch den Cash-Flow-Mechanismus gebremst. An der DRAG kann man schön erkennen, dass Unternehmen mit einer dünnen Kapitaldecke nur langsam in Abhängigkeit vom Zufluss an liquiden Mitteln bohren können. Wer sich ein wenig durch die Bilanzen der US-Fracker klickt, kann sehen, dass sie hoch verschuldet sind und Cash-Flow-Probleme haben. Wenn ein Fracker all seine liquiden Mittel investiert, kann er im folgenden Jahr lediglich sein Cash-Flow investieren. Zur Zeit, denke ich, dauert es länger als ein Jahr bis die Investition in ein Bohrloch als Cash-Flow wieder eingespielt sind. Hinzukommt, dass die Fracker sehr viel Geld als Zinszahlungen abgeben müssen. Neues Kapital durch Anleihen aufzunehmen, um das Bohren zu beschleunigen, ist im Moment ebenfalls nur schwer möglich. Auch wenn die Fracker gerne investieren würden, fehlen ihnen schlicht die flüssigen Mittel.

Allgemeine Bemerkungen zur DRAG:

Es gibt noch ein paar Dinge, die bei der DRAG positiv herausstechen. 2017 wird höchstwahrscheinlich das erste Jahr der DRAG sein, in dem sie einen operativen Gewinn erzielen wird, was sehr erfreulich ist. Im Vergleich zu den US-Frackern hat die DRAG in den Jahren der Krise (2014-2016) kein Geld verloren. Selbst Schwergewichte wie Devon Energy weisen in diesem Zeitraum kumuliert etwas mehr als ihre derzeitige Marktkapitalisierung an Verlust aus. Bemerkenswert sind noch zwei weitere Dinge. Zum einen ist das Investitionsvolumen der DRAG relativ zu ihrer Marktkapitalisierung hoch. Zum anderen hat die kleine DRAG 2 der derzeit 803 aktiven Türme für Horizontalbohrungen anteilig in Beschlag.
Ich gehe davon aus, dass die DRAG 2017 2,00 Euro + X pro Aktie nach Steuern verdienen wird. 5,00 Euro pro Aktie finde ich auch recht viel. Das wäre eine Nachsteuergewinn von 25 Mio. Euro. Wo soll der herkommen?
Die Aussichten des Jahres 2018 und die Arbeit des Management werden meiner Meinung nach nicht so recht in der Marktkapitalisierung widergespiegelt. Selbst wenn der Ölpreis konstant bliebe, ist 2018 ein Gewinnsprung zu erwarten.

Disclaimer:

Meine Ausführungen stellen keine Kaufempfehlung dar und sind die subjektive Einschätzung eines Einzelnen.
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Dieser Beitrag wurde von CloudMOD moderiert. Grund: bitte das Threadthema beachten
Schade, aber langsam verkommt dieser Thread zu einem "Basherfield", oder zu einem "Müllabladeplatz" einiger wohl sozial verarmten Zeitgenossen, die die Muse haben, alle paar Minuten uns an Ihren geistigen Ergüsse teilhaben zu lassen.

Da ich schon sehr, sehr lange investiert bin, habe ich immer sehr gerne die äusserst informativen Threads mitgelesen, die teilweise mit Detailwissen überrascht haben, so dass ich immer neu hinzulernen konnte. Der Umgangston war freundschaftlich und nicht verletzend.

Dann kamen sonderbarerweise, wenn ein Knock Out-Produkt anstand, immer mehr "sonderbare" Schreiber in diesem Thread aus irgendwelchen Lö.... gekrochen und haben uns an ihrem "Sermon" teilhaben lassen. Was dafür spricht, dass sie irgend wie zusammen hängen ist, dass sie immer erst mal etwas negatives am Anfang groß und fett schreiben. Es bleibt ja dann beim überfliegen der Texte besser in Erinnerung. Es sind zwar immer wieder andere Namen, der Stil ist aber sehr ähnlich.

Geballt treten sie auf, wenn der Kurs mal abwärts geht, dann wird den ganzen Tag immer wieder etwas erfundenes, negatives wiederholt. Es mag durchaus ein paar unbedarfte Anleger geben, die sich dadurch verleiten lassen, wieder aus dem Wert auszusteigen. Aber ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass ihr dadurch den Kurs bewegen könnt? Hier sind meiner Einschätzung nach sehr viele Langfristanleger investiert, die könnt ihr nicht beeinflussen. Auch nicht von unserem Freund, der quartalsmäßig hier auftritt, jetzt aber nicht mehr mit seinem Standartsatz : "Hätt ich doch nur bei 15,50 € verkauft." Echt, keine anderen Hobbys?

Noch einmal ein paar Worte zur DRAG:
Ich persönlich habe vollstes Vertrauen in die Geschäftsleitung. Bisher haben Gutschlag und co. nie Grund gegeben, an ihrer Integrität zu zweifeln! Ich finde es mehr als schändlich, wenn hier von Betrug und Insidergeschäften schwadroniert wird. Ich denke, dass es eher auf Euch selbst zutrifft.

Es mag bei der Gewinnwarnung, der nur eine Gewinnverschiebung ist, der Ablauf etwas unglücklich gewesen sein, aber ich denke dass Dr. Gutschlag dies ausreichend erklärt hat. Dass die DRAG ständig irgend etwas der Allgemeinheit mitteilen soll, ist naiv gedacht. ich denke der äußerst schlanke Personalapparat hat genügend anderes zu tun.

Der Kurs der DRAG ist sehr abhängig vom Ölpreisverlauf. Dadurch, dass die DRAG ca. 50 % absichert, ist dieses Risiko minimiert. Dass Kurse auch mal nach unten gehen, ist wohl in der Natur derselben begründet. Dass einige Kurzfristtrader nach guter Nachrichtenlage schnell mal einen Gewinn verbuchen wollten und nach der Gewinnverschiebung wieder panisch ausgestiegen sind, interessiert mich leider null, ich bin langfristig eingestellt und weit, weit im Plus.

Da immer wieder die Frage aufgeworfen wird, warum nicht mehr Fonds einsteigen? Ganz einfach, die meisten Fonds investieren bei Small Caps erst ab einer MK von über 200 Mio.

Ein Thread wie dieser lebt Informationen, Diskussionen, Euphorie, aber auch von Skepsis und fundierter Kritik. Es wäre also schön wenn diejenigen (sie wissen alle selbst, wer gemeint ist), sich einen anderen "Spielplatz" suchen, damit wir wieder dahin zurück kommen.

Und ich appeliere an diejenigen, die diesen Thread zu dem gemacht haben, was er eigentlich ist und sich leider immer mehr zurück ziehen:

Lasst Euch nicht von diesen Claqueuren vertreiben!
Gestern Abend erreichte mich die Antwort von Hr. Gutschlag. Leider habe ich da schon geschlafen:

Guten Tag Herr ...,

gerne antworte ich im Folgenden wie angekündigt auf Ihre Fragen:

1. Wir haben die Meldung am 15.02.2017 veröffentlicht, weil wir erst nach Aufstellung eines vorläufigen Konzernabschlusses die Korrekturbedürftigkeit der Prognose und den Umfang des Korrekturbedarfs abschätzen konnten. In den vergangenen Tagen sind die vorläufigen Jahresabschlüsse der Deutsche Rohstoff AG und der US-Gesellschaften für das Geschäftsjahr fertiggestellt worden. In ihnen sind die wesentlichen Effekte, die für die Korrektur verantwortlich sind, enthalten. Sie waren uns vorher nicht oder nicht in vollem Umfang bekannt. Vor der Vorlage dieser Abschlüsse waren wir davon ausgegangen, die Prognose zumindest annähernd erreichen zu können, so dass keine Korrektur notwendig gewesen wäre. Am 07.02.2017 lagen die vorläufigen Jahresabschlüsse der Deutsche Rohstoff AG und der US-Gesellschaften für das Geschäftsjahr 2016 noch nicht vor, insofern erübrigt sich die Frage, ob wir die Meldung mit der Meldung vom 07.02.2017 hätten verbinden können.
Seit Anfang Juli 2016 werden übrigens alle ad-hoc Meldungen mit der Überschrift „Veröffentlichung einer Insiderinformation gemäß Artikel 17 MAR“ überschrieben. Das hat mit Insiderhandel nichts zu tun, sondern dient gerade der Vermeidung von Insiderhandel, weil die Insiderinformation durch ihre Veröffentlichung jedermann bekannt wird.
2. Ich verstehe nicht ganz, wieso die Uhrzeit der Veröffentlichung für Irritation sorgt. Wir veröffentlichen eine Meldung zu dem Zeitpunkt, in dem wir zur Veröffentlichung gesetzlich verpflichtet sind. Wir haben seit Montag, den 13.02.2017, einen vorläufigen Konzernabschluss erstellt, was normalerweise erst im März der Fall gewesen wäre. Diese Arbeiten haben bis ca. 22 Uhr am Mittwochabend gedauert. Parallel haben wir die Meldung ausformuliert, überarbeitet, finalisiert und dann um 22.47 Uhr versandt. Bei ad-hoc Meldungen (Insiderinformationen) gibt es immer eine halbstündige Wartefrist, bevor die Meldung zur öffentlichen Verteilung rausgeht, in diesem Fall eben um 23.17 Uhr.
3. Wie schon ausgeführt, waren die Sachverhalte, die zu der Reduzierung der Prognose geführt haben, größtenteils nicht oder nicht in vollem Umfang bekannt. Zum Thema Steuererstattung: Wir haben in der Tat seit Jahren darauf hingewiesen, dass wir Steuererstattungen in den USA erhalten. In den beiden vergangenen Jahren waren das ja auch schon rund 5 Mio. USD. Diesmal wird es noch deutlich mehr sein. Ein Teil dieser Erstattung geht auf die sofortige steuerliche Abschreibung von Investitionen zurück. Für diesen Teil müssen wir in gleichem Umfang sogenannte passive latente Steuern bilden, die dazu führen, dass der Ertrag neutralisiert wird. Trotzdem fließt uns die Erstattung zu. Insofern entsteht in vollen Umfang ein positiver Effekt in der Cash-Flow-Rechnung, aber eben nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung. Es gibt aber noch weitere steuerliche Effekte, die nichts mit den Abschreibungen auf die Investitionen zu tun haben. In diesem Bereich erwarten wir nach den ersten Berechnungen einen niedrigeren Steuerertrag als gedacht. Ein Steuerertrag aufgrund der passivierten latenten Steuern könnte sich nach meinem Verständnis 2017 oder danach ergeben, falls es in den USA zu der angekündigten Steuerreform mit niedrigeren Sätzen kommen sollte.
4. Die Deutsche Rohstoff AG ist die rechtliche Einheit, deren Aktionäre wir alle sind und die Dividenden ausschüttet. Sie ist die Muttergesellschaft, alle anderen Gesellschaften sind konsolidierte Tochtergesellschaften (wenn wir über 50% halten) oder nicht konsolidierte Beteiligungen (wenn wir weniger als 50% halten). Der Konzern existiert als rechtliche Einheit überhaupt nicht. Wir sind nicht Aktionäre des Konzerns. Er zahlt auch keine Dividende. Der Konzernabschluss wird von der Deutsche Rohstoff AG erstellt, um zu berechnen, wie Bilanz, GuV und Kapitalfluss aussähen, wenn alle konsolidierten Gesellschaften eine rechtliche Einheit darstellen würden. Um dahin zu kommen, müssen unter anderem Zahlungen zwischen den einzelnen Konzernunternehmen eliminiert werden. So erhält zum Beispiel die Deutsche Rohstoff AG Zinsen und Dividenden von den Tochtergesellschaften, die im Einzelabschluss der Deutsche Rohstoff AG verbucht werden und zu einem Ertrag führen, im Konzernabschluss aber herausgerechnet werden. Deshalb und auch wegen anderer Effekte kann das Ergebnis der Muttergesellschaft Deutsche Rohstoff AG deutlich vom Konzernergebnis abweichen. Wie wir vermeldet haben, erwarten wir ein positives Ergebnis bei der Deutsche Rohstoff AG und entsprechend auch die Möglichkeit, eine Dividende mindestens in Höhe des Vorjahres vorschlagen zu können.
5. Wir haben bislang überhaupt keine Ergebniserwartung für 2017 formuliert. Insofern verstehe ich auch Ihre Schlussfolgerung nicht. Der Lagebericht, den wir im Mai 2017 im Rahmen des Geschäftsberichts für das Jahr 2016 veröffentlichen werden, wird natürlich, wie gesetzlich gefordert, einen Prognose-, Chancen- und Risikobericht enthalten.
6. Bei der Minderbewertung im Umlauf- und Anlagevermögen des Konzerns handelt es sich um rund 3 Mio. EUR, die aus verschiedenen Effekten entstehen. Die Aussage zu der Neubewertung im Rahmen der Prüfung haben wir aufgenommen, um ganz deutlich zu machen, dass es sich um ungeprüfte Zahlen handelt. Für den Ölbereich haben wir überhaupt keinen Grund, außerplanmäßige Abschreibungen zu erwarten.
7. Ihre Kritik an Herrn Weitz ist in keiner Weise gerechtfertigt. Davon abgesehen, dass er erst seit 1. Januar CFO ist, ist es eine seiner wesentlichen Aufgaben, unsere Fähigkeit, das durchaus sehr komplexe Zahlenwerk der Einzelgesellschaften und des Konzerns zeitnah und mit hoher Qualität zu erstellen und Abweichungen rechtzeitig zu erkennen und gegenzusteuern, zu verbessern.
Ich hoffe, dass diese Antworten dazu beitragen, dass entstandene Misstrauen wieder abzubauen. Im Gegenteil, ich hoffe, dass Sie uns weiterhin Ihr Vertrauen schenken. Immerhin haben wir in den vergangenen knapp drei Jahren mit unseren drei US-Töchtern praktisch aus dem Nichts Öl- und Gasreserven mit eine Wert in Höhe von ca. 300 Mio. USD (250 Mio. USD Cub Creek/Elster, 50 Mio USD Salt Creek ) aufgebaut. Das war eine rasante Entwicklung, die fast durchgehend sehr gut gelaufen ist. Dass das Konzernergebnis 2016 schlechter ausfällt als gedacht, empfinde ich als größter Aktionär der Gesellschaft als einen (zweifellos sehr ärgerlichen) Schönheitsfehler. An unserer guten Entwicklung wird das nichts ändern.
Mit den besten Grüßen,

Thomas Gutschlag
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Antwort auf Beitrag Nr.: 54.337.603 von balou_the_bear am 16.02.17 16:12:10
Zitat von balou_the_bear: Ich sehe das ähnlich. Ich bin nun auch schon ein Weilchen in diesen Wert investiert und habe die aktuelle Situation weder zum Verkaufen noch zum Kaufen genutzt. Mich stimmen hier aktuell ein paar Dinge bedenklich:

1. Der verspätete Produktionsbeginn der Ölquellen kommt ja nun nicht aus heiterem Himmel, sondern war seit Monaten bekannt. Der Effekt, den das haben würde, war auch bekannt bzw. wurde vermutet - die Meldung/Aktion vom 30.12. wurde doch mit hoher Wahrscheinlichkeit genau deswegen durchgeführt. Wieso wurde diese aktuelle Meldung nicht z.B. in die vom 7.2. integriert? Dann wäre sie zwar immer noch nicht gut gewesen, hätte aber evtl. nicht diese Auswirkungen gehabt.

2. In den letzten Wochen gab es hier ein deutlich erhöhtes Transaktionsvolumen (das waren etliche Prozent der Aktien, die hier ihren Besitzer gewechselt haben), dennoch hat sich der Kurs nicht bewegt. Hier hat scheinbar jemand deutlich früher Bescheid gewusst und alles abgeladen was nur irgendwie ging. Ich bin sehr gespannt darauf, wie sich die Aktionärsstruktur seit dem letzten Mal verändert hat.

3. Wieso kommt diese Nachricht erst jetzt - also genau nachdem 2. vermeintlich abgeschlossen war - obwohl nahezu alle aufgeführten Sachverhalte bekannt waren bzw. bekannt hätten sein sollen. Dass man Steuerrückerstattungen bekommt, wurde über Jahre kommuniziert. Wenn man nun, da diese Steuerrückerstattungen tatsächlich anfallen, nicht wusste, dass diese beim Konzernabschluss nur zu einem geringen Teil zu einem Steuerertrag beitragen, so ist das entweder unprofessionell oder sehr unglücklich kommuniziert. Was mir hier auch fehlt, ist eine Begründung warum dies so ist. Liegt hier einfach eine zeitliche Verzögerung vor - sprich, tragen diese Steuerrückerstattungen dann wenigstens nächstes Jahr zu einem Steuerertrag im Konzernabschluss bei oder geht das eben aus irgendwelchen Gründen gar nicht (mehr)?

4. Diese Meldung an einem Mittwochabend nach 23 Uhr zu veröffentlichen erweckt - vermutlich nicht nur bei mir - den Eindruck, als hätte man hier was vertuschen wollen. Das ging gründlich schief. Außerdem hätte ich erwartet, dass - wie das sonst häufig der Fall ist - irgendwelche Interviews auftauchen, in denen der Sachverhalt relativiert/kommentiert wird - immerhin hat man gerade mehr als 10% des Börsenwerts vernichtet. Bisher kam da leider nichts. Alleine schon diese so viel Verwirrung stiftende Formulierung zu den erwarteten Jahresüberschüssen der verschiedenen Entitäten....kann mir eigentlich jemand erklären, wo der Unterschied zwischen den in der Erklärung verwendeten Begriffen Konzern (deutlich niedrigerer Jahresüberschuss) und Muttergesellschaft (nach wie vor deutlich positiver Jahresüberschuss) liegt? Wenn ich mir die unten angehängte Grafik (aus dem letzten Geschäftsbericht) so ansehe, erschließt sich das für mich nicht auf den ersten Blick.

Fazit: Alles in allem hat sich dieses Unternehmen bisher eigentlich ziemlich geschickt angestellt was die Außendarstellung und Kommunikation betrifft. Damit hat man ein verhältnismäßig großes Vertrauen in die Geschäftsführung aufgebaut. In meinen Augen ist diese Meldung hier - so wie sie da steht, zu dem Zeitpunkt zu dem sie veröffentlicht wurde, so wie sie nicht kommentiert wird - ein ziemliches PR-Desaster. Bis vor ein paar Tagen gab es doch hier die Initiative, die Anzahl der Stimmrechte zu erfragen und evtl. jemanden damit zur Hauptversammlung zu entsenden. Für mich wäre das jetzt der perfekte Case, das auch zu nutzen. Unabhängig davon, wie das hier weitergeht bzw. welche weiteren Meldungen folgen, fände ich es überlegenswert, diesen "Einfluss" zu nutzen und sich um Aufklärung bzw. Schritte, damit sich sowas nicht wiederholt, zu bemühen. Wie auch immer sowas aussehen möge.



Hallo Balu,

für mich heute der beste Beitrag! Genau die Fragen die du stellst, stellen sich mir im wesentlichen auch. Ich habe mir auch noch mal die Pressemeldung genauer angeschaut und mich verwirrt schon die Überschrift und gibt mir zu denken:

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2017-02/39942511…

Daraus mal den Teil zitiert den ich meine:

15.02.2017 / 23:18 CET/CEST Veröffentlichung einer Insiderinformation gemäß Artikel 17 MAR, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

Ist damit gemeint, dass jemand eng verbundenes auf Basis dieser Information Aktien gehandelt hat und man deshalb sehr kurzfristig die Meldung veröffentlichen musste?

Aus meiner Sicht trifft die Schuld für dieses Disaster den jungen und neuen CFO. Die Verantwortung trägt der CEO und die Konsequenzen wir. Ich gehe noch davon aus, dass dies der Unerfahrenheit des CFO's zuzuschreiben ist.

Wenn ihr damit einverstanden seid, würde ich die Fragen von Balu und meine direkt im Namen der hier investierten Aktionäre auf W:O direkt an die DRAG stellen. Bitte kurzes Feedback über die Bewertungen. Bei über 10 würde ich das tun, darunter würde ich nur in meinem Namen die Fragen stellen. Auch mit der Aufforderung bis morgen nicht nur auf die Fragen Stellung zu nehmen, sondern auch eine erklärende weiterführende Pressemitteilung zu veröffentlichen.

Schöne Grüße
Fatalis
So, wie angedroht, habe ich jetzt mal ein paar Dinge zusammengefasst.

Zitat von valueplantation: es wurde nur der auszug gepostet, der positiv ist. wer den ganzen artikel liest, stösst auf fragen.

Der Windsor Now-Artikel wurde hier schon mehrfach verlinkt, bevor soleil noch einmal einen Auszug aus diesem Artikel zur Verdeutlichung seiner Meinung postete. Wenn der Artikel bei dir Fragen aufwirft, dann benenne sie doch einfach. Auf ungestellte Fragen kann nicht geantwortet werden. Hier noch mal der Link: http://www.mywindsornow.com/news/6900681-113/oil-gas-industr…

Zitat von valueplantation: und nun haltet euch fest. man plant allen erstes eine 5 meilen lange pipeline zu bauen um das problem zu lösen.

Dass Tekton eine Pipeline plant ist mindestens so alt, wie der oben erwähnte Artikel. Die Überraschung dürfte sich demnach in Grenzen halten. Die Leitung soll dazu beitragen die Stadt Windsor von Verkehr zu entlasten, was - auch wenn dir das nicht gefallen wird - wohl insgesamt zu einer größeren Akkzeptanz für Ölbohrungen in Windsor führen wird. Zudem würde dir ein einfacher Blick auf eine Karte zeigen, dass es eine bestehende, vom Golfplatz weg führende Zufahrt zum Tekton- und Anadarko-Pad gibt.

Zitat von valueplantation: halte ich [...] weitere einschränkungen als kompromiss dagegen für wahrscheinlich. diese würden die wirtschaftlichkeit der aktivitäten von tekton in frage stellen weil die standorte vermutlich betroffen wären (siehe brief des tekton ceo http://cogcc.state.co.us/library/setbackstakeholdergroup/Rec…)

und

Zitat von valueplantation: die rahmenbedingungen durch neue fracking regulations ändern sich wegen neuer erkenntnisse und größer werdender proteste, bereits eine erhöhung des mindestabstands der wells zu wohngebieten wäre für tekton problematisch

So ist es! Nur einige Punkte seien hier der Kürze halber erwähnt:
Ab 1.8.2013 gelten für neue Bohrungen größere Abstände von der Bebauung. Innerhalb von 500 ft wird u.a. die Zustimmung der Gebäudebesitzer benötigt (Artikel 604a). Für bestehende bzw. genehmigte Bohrungen gilt dies nicht, wenn ich das Juristen-Englisch richtig verstehe:
... unless [...]the Oil and Gas Location is approved as part of a Comprehensive Drilling Plan pursuant to Rule 216. (604.a(1)A.iv)

Es sind Ausnahmeregelungen möglich, falls z.B. eine Verlegung des Bohrplatzes nicht möglich ist (604b).

Die Zusammenlegung von Bohrungen (auch von Bohrungen verschiedener Betreiber) an gemeinsamen Bohrplätzen ist anzustreben (siehe Raindance Pad von GWOG und Tekton) (604c)

Innerhalb von 24 Monaten nach der Genehmigung muss übrigens mit einer Bohrung begonnen werden, sonst verfällt die Erlaubnis (Artikel 303.g.1).

Wer tatsächlich alles nachlesen will sei auf folgendes PDF verwiesen (Viel Spaß!):
http://cogcc.state.co.us/RR_HF2012/setbacks/FinalRules/Final…

Ich schließe daraus, dass die 80 genehmigten Tekton-Bohrungen zunächst (man weiß ja nie, was kommt) nicht von den Änderungen betroffen sind. Allerdings sollte dann bald mit 2 Geräten gebohrt werden oder zunächst die am ehesten betroffenen Bohrungen gestartet werden.
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Nun zum Wasser:
Zitat von valueplantation: die kosten für wasser haben sich bereits in den ersten monaten 2013 verdoppelt.
http://www.denverpost.com/news/ci_23616554/cost-water-share-…

Du beziehst dich auf die Wasserrechte des Colorado-Big Thompson-Projekts (C-BT). Diese werden quasi wie Aktien verkauft, haben mit den Wasserpreisen für den Verbraucher aber nur indirekt zu tun (über die Kostenkalkulation), so lange der Versorger genügend Rechte besitzt. Muss er welche zu hohen Preise nachkaufen, weil z.B. der Verbrauch steigt, steigt natürlich auch der Wasserpreis (Stichwort Mischkalkulation). Er wird sich deswegen aber nicht gleich vervielfachen. Zudem werden auch die C-BT-Preise Schwankungen unterliegen, abhängig von Jahreszeit, Verbrauch und Niederschlag.

In diesem 4 Wochen alten Artikel (http://www.timescall.com/news/longmont-local-news/ci_2347521…), der hier im Thread schon erwähnt wurde, heißt es:

In a normal year, Peppler said he would pay anywhere from $9 to $100 for an acre-foot of water in auctions held by cities with excess supplies. But these days, energy companies are paying some cities $1,200 to $2,900 per acre-foot. The Denver suburb of Aurora made a $9.5 million, five-year deal last summer to provide the oil company Anadarko 2.4 billion gallons of excess treated sewer water.

Ein acre-foot (af) sind ca. 1.233,5 m3 bzw. 326.000 Gallonen.
Laut DRAG werden so 8.000/1.233,5 * 2.900 $ = <19.000 $ pro Bohrung verbraucht. Dummerweise sind die Angaben der DRAG ja immer falsch :laugh:, daher nehme ich jetzt noch einmal Werte von Noble Energy (2011) aus folgender Studie (http://www.ogj.com/articles/print/vol-110/issue-5/exploratio…). Dort ist die Rede von 2,8 Mio Gallonen/Bohrung. Rechnen wir mit 3 Mio Gallonen: 3 Mio/326.000 * 2.900 $ = <27.000 $. Selbst mit 2 Re-Fracs lägen die Kosten für Wasser momentan nicht über 100.000 $ pro Bohrung, wofür ähnlich große Mengen Wasser im laufenden Betrieb benötigt werden sollten, weiß ich gerade beim besten Willen nicht.
So und jetzt noch die Wasserpreise der für Windsor zuständigen Versorger:
- Greeley Water and Sewer Department: max. ~2700 $/af für Industrie (Abwassergebühr unklar)
- Fort Collins-Loveland Water District: max. ~1760 $/af (inkl. Abwassergebühr)
- North Weld County Water District: max. ~995 $/af (Abwassergebühr unklar); NWCWD ist aber wohl nicht für die momentan aktuellen Tekton-Flächen zuständig.

Im Geschäftsbericht steht zwar, dass Tekton Wasserrechte lokaler Farmer aufkauft. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass die signifikant höhere Preise als der Grundversorger verlangen, da Tekton ja sonst beim GV kaufen würde...

So, und zum Schluss noch folgendes:
Zitat von valueplantation: fracking ist umwelttechnisch eine absolute katastrophe. erdbeben, wasser, luft, land, tier und der mensch leiden. schaut mal auf die krebserkrankungen in gebieten wo fracking betieben wird.

Mit den grün markierten Punkten kann ich mich zu kleinen Teilen einverstanden erklären. Mit den rot markierten (und besonders dem fett markierten) solange nicht, bis du Quellen lieferst. Und komm' mir nicht mit der einen Familie, die über Kopfschmerzen etc. klagt, während alle Nachbarn rundherum offensichtlich nichts haben...

Und nun endlich allen eine gute Nacht!

Alkanivorax
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Antwort auf Beitrag Nr.: 50.898.054 von Dagobert Bull am 21.10.15 14:40:10Man, man, man, Wiener. Leidest Du an selektiver Wahrnehmung?

Dagobert, der in regelmässigem Kontakt zur PR der DRAG steht (die häufig von Gutschlag selbst "geschmissen" wird), hat dies HEUTE gepostet. Da steht sogar die Range der aktuellen Absicherung drin:


Zitat von Dagobert Bull: Hallo,

gemäß Information aus Heidelberg wird -wie in der Vergangenheit bei Tekton - auch ein Teil der aktuellen Öl-Förderung auf dem Niveau $40-$45 am Terminmarkt abgesichert.:eek::eek:

Es grüßt Dagobert Bull


Was ist daran "nicht sicher"?

Danach habe ich Dago nach den costless collars gefragt und weil ich dachte, dass vielleicht nicht jeder weiss was das ist diese etwas später auch erklärt. Mit dem Zusatz, dass man diese IN DER VERGANGENHEIT einsetzte. Mit dem weiteren Hinweis: "einfach mal googlen". (Wobei es Latte ist, ob man sich costless collars bedient oder anderer Derivate. Absicherung ist Absicherung.)

Eure Hoheit wiener googelt aber nicht höchst selbst, sondern fragt nach einer Quelle und Vasall sircoin sucht diese also auch noch raus. Hab ja sonst nix zu tun.

Und das einzige was Dir einfällt ist Dein letzter Kommentar.

--------------

Abgesehen davon empfinde ich die letzten Wochen was dieses Forum angeht als recht frustrierend. Da ich selbst eine sehr hohe Summe in DRAG investiert habe, recherchiere ich aus Eigennutz (und weil es mir Spass macht). Da kann ich meine Gedanken ja auch teilen und schreibe sie hier nieder. Und auch wenn es vielleicht bescheuert ist, ich freue mich sehr über positive Bewertungen. Das zeigt mir, dass der eine oder andere etwas anfangen kann mit dem was ich poste. Das motiviert mich.

Tatsache ist, dass diese Bewertungen nur noch höchst selten vorkommen. Entweder weil keiner Bock hat, sich die "Arbeit" eines Mausclicks zu machen. Oder weil es schlicht uninteressant ist. Beides respektiere ich.

Wenn dann noch so ein "Erlebnis" wie das oben geschilderte dazu kommt...

Dann lassen wir es besser.

Machts gut!

:kiss:
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Antwort auf Beitrag Nr.: 50.904.642 von abgemeldet-316724 am 22.10.15 09:36:12Guten Morgen und erstmal vielen Dank für das Feedback. Hatte ich in der Form nicht erwartet und freut mich sehr. :)

@Wiener: Auch ein Dank an Dich für Deinen letzten Post. Das ist natürlich so wie Du schreibst, aber wie überall im Leben macht der Ton die Musik. Es ist auch normal, dass es aktive, passive, schreibende und fragende user in einem Forum gibt. Aber egal wieviel oder wie wenig Zeit da ist: Für "bitte", "danke" oder einen "Daumen" wenn ein Artikel gefällt ist immer Zeit da, wenn man es wirklich will.

Ich bin dann also jetzt nicht weg, sondern mache nur Pause... :D
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Warum man beim Lesen von Börsenforen immer skeptisch bleiben sollte - am Beispiel der DRAG


Vorab: Wer sich diesen, sehr langen, Beitrag später in Ruhe durchlesen möchte, sollte ihn sich vielleicht rauskopieren - eine baldige Löschung würde mich nicht überraschen.

Da ja nun bis zu den finalen Q2-Zahlen noch einige Zeit vergehen wird, kann mal den Blick mal nach innen richten - in die Diskussionskultur des DRAG-Forums. Ich greif mir da mal exemplarisch einen Poster heraus, der mit seinen Meinungsäußerungen eine dreistellige Anzahl von Followern und viele Poster und stille Mitleser dieses Threads erreicht - also neudeutsch als Influencer, wahrscheinlich sogar als der wichtigste in diesem Thread (wahrscheinlich sogar einer der wichtigsten bei w:o und im Partnerforum), gesehen werden kann.

Am Beispiel seines Postens kann man sehr gut nachvollziehen, wieso man Börsenforen und den dortigen Schreibern (und somit natürlich auch mir!) mit einer gehörigen Portion Mißtrauen begegnen sollte, und wieso eigenes Denken und Urteilen durch nichts zu ersetzen ist.

Dieser Poster hat in diesem noch nicht einmal 8 Monate alten Jahr im w:o-DRAG-Forum bereits 370 (!) Beiträge verfaßt - die meisten davon der Gestalt, wie toll die DRAG ist. Und hat im gleichen Zeitraum sein Engagement von zeitweise über 14% Depotanteil, aber nach eigener Aussage dauerhaft mindestens 10%, auf mittlerweile 1,7% (!) reduziert. Das ist an sich nicht verwerflich, jeder kann mit seinem Geld (bzw. dem anderer Leute, die es ihm per Wikifolio anvertraut haben) machen, was er will. Und mitunter ergeben sich neue Gegebenheiten, die das erfordern. Diese hat der Poster offensichtlich gesehen.

Was dabei bedenklich ist, ist seine Forums-Kommunikation dazu:


1. das Gepushe - inklusive des Ignorierens anderslautender Alarmzeichen

„Ich halte eh grundsätzlich nichts davon, irgendwas für die Zukunft auszuschließen, nur weil ein Unternehmen bzw. Vorstand zwei Mal enttäuschte. Es gibt diverse Aktien, wo ich lieber hätte wieder einsteigen sollen, nachdem dort das Manageent mehrfach enttäuschte. Da hab ich mir mehrfach mehrere 100% entgegen lassen, weil ich so stur war, olle Kamellen auf die Goldwaage zu legen." (03.01.18)
"So unwahrscheinlich ist eine Ver10fachung des Überschusses nicht. Ich geh von 0,6 € EPS in 2017 aus. Bei dieser extrem niedrigen Basis ist es nur eine Frage der Mathematik, wenn sich der Überschuss ver10facht.“ (11.01.18)
"wenn die DRAG in 2018 und 2019 jeweils etwa 75 Mio Ebitda und 25 Mio € Überschuss erzielt (würde wohl etwa 60-65 MIo OCF p.a. bedeuten), dann ist diese "german angst" bei 105 Mio Börsenwert schon etwas übertrieben.“ (12.01.18)
"Ich gehe weiterhin von mindestens 20 Mio Überschuss in 2018 aus, auf Grundlage eines WTI-Preises von 56-58 Dollar.“ (14.03.18)
"Allein schon aus psychologischer Sicht muss man die Aktie haben, da nur sehr wenige Werte (nach der konjunkturellen und Aktienhausse der letzten Jahre) solche Wachstumsschübe Quartal für Quartal in diesem Jahr ausweisen werden. Wenn das der Markt nicht würdigt, versteh ich echt die Börse nicht mehr. (15.03.18)
Ich versuche jedenfalls ausgewogen die DRAG-Aktie zu besprechen und da gar nichts zu pushen.(22.03.18)
„Heute wiederum deutlich mehr wikifolioTrader mit (Teil)Verkäufen als welche mit Käufen. Muss man zwar nicht verstehen, aber find ich stimmungsmäßig eher positiv. Hoffen wir, die sind dann alle draußen, kurz bevor die guten Q1-Ergebnisse und Ausblick kommen, damit sie dann wieder prozyklisch bei höheren Kursen kaufen müssen.“ (12.04.18)
"Okay, Q1 kann man eh nicht allzu viel erwarten (tippe auf 2 Mio Überschuss nach Minderheiten), aber es ist ja absehbar, dass wir in Q2 und Q3 jeweils 7-8 Mio Überschuss erreichen können." (18.04.18)
"über die Gründe solcher Verkäufe kann man sich immer trefflich streiten. Die werden schon ihre guten Gründe haben, auch wenn sie nichts mit der fundamentalen Lage und Perspektive des Unternehmens zu tun haben.“ (24.04.18)
"Der Markt war ja offenbar eh nicht bereit die Reserven auf 10 Jahre gesehen einzupreisen, die ohnehin 40 € pro Aktie wert gewesen wären, bei Ölpreisen von 52 Dollar wohlgemerkt.“ (02.05.18)
„Verteilung beim Quartalsüberschuss nach Minderheiten erwarte ich etwa so 2 Mio / 7 Mio / 7 Mio / 4 Mio“.
(02.05.18)
„Es gibt überall in den Foren sehr viel Skepsis was die kommenden Quartalszahlen anbetrifft. Ständig liest man hier und da, dass man wohl kaum bei nur 1 Mio Überschuss in Q1 und entsprechender Fördermenge den Überschuss in Q2 so stark erhöhen kann, um unterbewertet zu sein.“ (11.05.18)
„5-6 Mio Überschuss plus Sondereffekt halte ich für realistisch in Q2. Im Gesamtjahr 4,2 € pro Aktie plus Sondereffekt.“ (15.05.18)
"Ich glaub, es gibt vom Sentiment her kaum bessere Voraussetzungen für in den nächsten Wochen steigende Kurse als derzeit, einfach weil viele Anleger schon ausgestiegen und skeptischer sind." (22.06.18)
„Ich seh es positiv, dass immer weniger Leute optimistisch sind und ausgestiegen sind.“ (26.06.18)
"geglättet/durchschnittlich über die Jahre wird man durchaus 18-20 Mio Überschuss pro Jahr erzielen können" (28.06.18)
"Irgendwie typisch deutsch, dass wir uns immer unsere Unternehmen möglichst skeptisch reden. Ich weiß, das hört sich bei dem aktuellen Kurs wie pushen an, aber man könnte hier auch ohne weiteres 40 € pro Aktie faires Kursniveau rechtfertigen. Und dafür ist diese Bewertung einfach viel zu gering." (28.06.18)


2. wie die eigene Reduzierung permanent verharmlost und kleingeredet wird

„Gibt ja nur noch drei größere Wkifolios, die in DRAG investiert sind, davon das von boerse-online mit nur 2,2% DRAG Gewichtung. Da geh ich davon aus, dass die auf dem Niveau nicht verkaufen. Und ich werde in meinem wikifolio auch nicht deutlich abbauen.“ (11.04.18)
„Und ich habe klar begründet, wieso ich so handel, also 10% meines Depots in die DRAG investiere und langfristig halte. Und 2% des Depots immer mal kurzfristig trade, so dass ich immer zwischen 10% und 12% halte.“ (11.05.18)
"Ich habe auch deshalb die DRAG etwas stärker verkauft, weil ich fast alle meine Aktienwerte im wikifolio etwas stärker verkauft habe." (05.06.18) (falsch)
"Ab sofort verkauf und kauf ich wie es mir passt und da muss mir auch niemand reinreden. Das heißt beispielsweise auch, dass ich den Fehler nicht nochmal mache, öffentlich eine Range festzulegen, nur um zu erklären, wie ich trade. Das wird mir dann eh vorgeworfen, sobald ich minimal davon abweiche“ (06.06.18)
"6,7% ist vorläufig ein angemessener Depotanteil bis ich/wir mehr Infos bekommen." (07.08.18)
"genau wie alle anderen Depotwerte im wikifolio gewaltig schrumpfen," (falsch) "und das obwohl es dort im Gegensatz zur DRAG keinen fundamentalen Grund für Beanstandungen gab." (15.08.18)


3. wie eigene Erwartungen als quasifaktisch hingestellt wurden, obwohl man sich selbst dafür lobt, angeblich immer im Konjunktiv zu schreiben

"Das "sollte/hätte" mache ich ja mit vollem Bewusstsein, weil ich es eben immer fragwürdig finde, wenn in Foren viele User im Perfekt reden. Ich nutze da lieber den Konjunktiv, weil eben manche Dinge schlichtweg nicht voraussehbar sind. Und genau das ist ja das Problem im Sentiment dieser Aktie. Viele User stellen sich eigene (oft sehr hohe) Erwartungen zu den Zahlen des Unternehmens zusammen, und wenn sie dann nicht erreicht werden, wird verkauft. Das find ich halt immer etwas fragwürdig.“ (03.01.18)
"Wir leiden hier im Forum halt an selektiver Wahrnehmung, weil wir in der DRAG-Blase schon Gewinne der Zukunft relativ sicher vorausberechnen können bzw.die Reserven der DRAG kennen und bewerten können." (21.03.18)
„Dürfte nicht viele Unternehmen geben, die bei Quartalszahlen so starke Wachstumsraten insbesondere beim Gewinn ausweisen wie es bei DRAG dieses Jahr passieren wird, und zwar mehrfach.“ (27.03.18)
„Zumal doch eh längst bekannt ist, dass Q1 eher das schwächste Quartal des Jahres sein wird, im Gegensatz zum letzten Jahr, wo es genau umgekehrt war. Wir werden in den Quartalen danach ständig riesige Gewinnsprünge sehen.“ (17.04.18)
Es wird über 15 Mio Gewinn [im gesamten Jahr 2018] geben, ex Sonderfaktoren wohlgemerkt. Da leg ich mich fest. (08.06.18)
"Q2 wird extrem stark." (13.06.18)
„Man kann es drehen und wenden wie man will. Q2+Q3 werden überragend bei der DRAG.“ (28.06.18)
„Fazit: Es führt gar kein Weg dran vorbei. Die Gewinne werden explodieren, gerade was den Überschuss angeht.“ (28.06.18)
In diesem Jahr dürften die 3 € EPS aber nun wirklich die untere Grenze sein. Lässt sich doch gar nicht vermeiden. (29.06.18)


4. wie Informationen je nachdem, wie es gerade paßt, bewertet werden

"Dafür hat FirstBerlin oft genug bei vielen Aktien ziemlichen Blödsinn geschrieben, oft im Zusammenhang mit Auftragsstudien." (20.03.18)
"und den FirstBerlin-Studien (wenn sie sie überhaupt kennen) kann man eh nicht wirklich vertrauen." (21.03.18)
Schau dir mal die Schätzungen von First Berlin für 2018-2020 an, und lass dabei den Absatz zu Salt Creek einfach weg, wobei der Sondergewinn daraus eigentlich nicht zu vernachlässigen ist. Jedenfalls gehts mir da um die Ebitda und Überschussschätzungen. Ich glaub man unterschätzt eher hier im Forum sogar die Hebeleffekte.“ (10.05.18)


5. die Propaganda dafür, bereits vor Kenntnis von Zahlen (also in Form einer Wette) zu kaufen, sowie das herziehen über User, die erst Zahlen sehen wollen, bevor sie kaufen

„Ich finde das Wort "Vertrauen" hier aber vielleicht ein wenig unangebracht, denn Herr Gutschlag hat ja nicht wirklich Vertrauen zerstört, sondern nur Erwartungen enttäuscht. […]Insofern bin ich eigentlich ganz froh, dass wohl einige Anleger (wie du) noch an der Seitenlinie warten, um den Gewinnanstieg abzuwarten.“ (14.03.18)
"Seh ich zwar eigentlich genauso, dass der Markt so denkt und lieber abwartet, was die Zahlen bringen werden, aber eigentlich ist das doch kompletter Unsinn.“ (20.04.18)
"Es warten sehr viele Leute (wie du) darauf, ob die Ergebnisse wirklich so stark steigen. Sie können es offenbar einfach noch nicht glauben und wollen es erst schwarz und weiß sehen. Genau das macht mich eben so optimistisch zur Aktie" (30.06.18)
"Eigentlich müssten wir bei Ölpreisen über 70 Dollar längst bei/über 30 € notieren, aber okay, nochmal die Chance bei 24 € zu kaufen, wäre vor den HJ-Zahlen auch nett." (06.07.18)


6. wie User, die anderer Meinung sind, mit sprachlichen Mitteln herabgesetzt und lächerlich gemacht werden sollen, um ihre Meinung zu diskreditieren - aufschlußreich insbesondere angesichts der Tatsache, daß der Poster in andern Foren auch ganz eifrig den von ihm indentifizierten Antidemokraten Saures gibt, sich selbst aber genau dieser antidemokratischen Mittel schlechthin (welche er aus seiner DDR-Sozialisierung eigentlich zur Genüge kennen und ablehnen sollte) bedient

Da ist die Rede von "Rumgeheule" der "Pessimisten", man ist "witzig" und auf dem Niveau von "Kindergartenpsychologie", da wird nur "gefaselt", und die Meinungen der anderen "skeptisch wie wir Deutschen so sind" sind "sowas von durchschaubar und albern, aber irgendwie typisch german angst. Aber der Poster weiß natürlich, woran das liegt: "Das ist irgendwie wieder typisch deutsch. Überall sehen wir erstmal das Negative was kommen könnte." Aber "na ja, man braucht wohl Geduld. Bis dahin schüttelt man noch unsichere Anleger ab." Zu ärgerlich, daß das eigene Wikifolio offen einsehbar ist, "deshalb muss ich mir ja auch ständig von irgendwelchen Witzfiguren blöd kommen lassen, wenn ich mal minimale Verkäufe vornehme.“ "Normalerweise dachte ich die Anleger sind klüger geworden und haben das Geschäftsmodell im übergeordneten Zeitraum (Reserveschätzungen, Abschreibepraxis etc.) jetzt verstanden, aber nein, alle außer ihm schnallen es halt einfach nicht: "Aktuell kapiert doch kaum jemand die enormen Hebeleffekte auf den Konzerngewinn.“ Da "wäre man Mitte Q2 ja echt bekloppt, wenn man nun noch verkauft, da egal wie schlecht oder gut Q1-Zahlen ausfallen, man ja mittlerweile gut vorhersehen kann, dass Q2/Q3 sehr starke Quartale werden, die der Markt gewiss noch lange nicht eingepreist hat." Okay, wahrscheinlich war nur bekloppt, wer damals (04.05.18) verkauft hat. Oder gilt das auch für Verkäufer nach dem "sehr starken Q2"?

Der Weg zur Selbsterkennnis ist offensichtlich noch ein weiter: "und wenn du extra erwähnst, dass es sich hier um ein Diskussionsforum handelt, frag ich mich, wieso du Diskussionen verhindern willst, sprich andere Meinungen diskreditierst.“ (22.03.18)

Einen ersten Schritt könnte er tun, wenn er seine eigene Maxime verinnerlichen würde: „Manchmal liegt es ja zudem nicht am Vorstand allein, sondern an den Aktionären, die sich zu hohe Erwartungen selbst ausmalen und dann enttäuscht über ihre eigenen Fehleinschätzungen ihre eigene Schuld abwälzen.“ (08.01.18)


Dieser User führt ein Wikifolio, in welchem die DRAG meist mit 10% und mehr gewichtet war. Bei einem Invest seiner Anleger von gesamt rund 4 Mio. € entsprach das zeitweise über 400.000 €. Dennoch hielt es der Wikifolio-Manager nicht für nötig, zur HV einer seiner größten Depot-Positionen zu fahren. Ist ja zu teuer: Das „war auch der Grund wieso ich nicht zur HV gefahren bin. Das hätte mich per Zug inklusive 1-2 Hotelübernachtungen und Verpflegung knapp 400 € gekostet. Per Auto wären es etwa 350 € gewesen. Etwas davon könnt ich zwar von der Steuer absetzen, aber wenn man sich mal ausrechnet, was der HV Besuch an Performance der Aktie benötigt, um die Fahrtkosten wieder rauszuholen, frisst das zumindest bei meinem privaten Depot fast ein Drittel meines bisherigen Gewinns auf." Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Bei einem Depotwert von 4 Mio. €, einer angenommenen Steigerung von 20%/Jahr (Durchschnitt der letzten Jahre) und einer Performancegebühr von 15%, werden ca. 120.000 €/Jahr vereinnahmt. Aber 400 €, um im Interesse seiner Anleger die HV eines der größten Posten in seinem Wikifolio zu besuchen, sind zuviel investiert. Da weiß man, was man als Anleger wert ist.

Zumindest können sich alle, die mit ihrem eigenen Depots innerhalb der letzten 12 Monate (also seit großem Einstieg des Posters in die DRAG) zumindest +/- Null geblieben sind (DAX +1%, TECDAX +30%, MDAX + 7%, SDAX + 8 %), damit trösten, das ihre Performance besser war.

Immerhin war der Verkauf konsequent: "Aber dass der Kurs nochmal unter 22,7 € fällt, halte ich für schwer vorstellbar. Da müssten die Zahlen schon extrem enttäuschend ausfallen und das ganze Geschäftsmodell in Frage stellen." (17.07.18) Das scheint ja nun für ihn der Fall zu sein.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 53.926.517 von Schubu am 20.12.16 18:16:58ich denke so manchem fehlt hier noch der komplette Überblick; ;)

die DRAG ist im Öl Sektor aktuell mit 3 Tochterunternehmen unterwegs;

Cub Creek Energy - da ist die DRAG der Operator und man wird bis Ende 2016 die ersten 21 Ölquellen in Produktion gebracht haben;
in den nächsten 3 Jahren sollen dann bis zu 100 Ölquellen gebohrt und in Produktion gebracht werden;


Elster Oil and Gas - hier ist man nicht der Operator und besitzt "nur" einen Anteil an den Quellen von rund 50%;
bisher wurden 11 Quellen gebohrt und sind in Produktion gegangen;
(die ersten 5 im Sommer 2015 / weitere 6 im Sommer 2016)
weitere rund 70 Bohrungen sind genehmigt und könnten zeitnah in Angriff genommen werden;


Salt Creek Energy - mit dieser "neuen" Tochter hat man sich vor kurzem an einem größeren Ölfeld mit 8% beteiligt;
60 Ölquellen produzieren dort bereits und weitere 90 sind geplant;


ich rechne mal grob vor;
bis zum Sommer 2016 produzierte die DRAG aus 5 Quellen woran man zu 40% beteiligt war;
ich rechne die Zahlen nun einfach Prozentual auf ganze Quellen hoch;

bis zum August 2016 produzierte die DRAG aus 2 vollen Quellen,
im August 2016 kamen dann 3 weitere durch Elster hinzu;
im November 2016 beteiligte sich Salt Creek hochgerechnet an 5 Ölquellen;
im November 2016 starteten dann die ersten 9 Bohrungen von Cub Creek die Produktion;
im Dezember 2016 werden nun 12 weitere Bohrungen von Cub Creek die Produktion starten

Anzahl der produzierenden DRAG Quellen: ( die Anteile grob auf ganze Quellen gerechnet)

September 2015 / 2
August 2016 / 5
November 2016 / 19
Dezember 2016 / 31

die DRAG hat bzw. ist gerade noch dabei die Produktion im zweiten Halbjahr 2016 massiv von 2 auf 31 Ölquellen hoch zufahren;

mit 31.12.2016 werden im Schnitt 31 Quellen für die DRAG produzieren;

im 1. Quartal 2017 werden bereits alle 31 "ganzen" Quellen für Umsätze sorgen, und genau dieses Szenarion hat noch kaum jemand auf der Rechnung denn die Umsatz und Gewinn Entwicklung wird schon ab Q4/2016 und dann weiters vor allem auch ab Q1/2017 atemberaubend sein; ;)


weitere 230 Bohrungen sind bei den 3 Tochtergesellschaften für die nächsten 2-3 Jahre in Planung,
wobei auf die DRAG daraus rund 140 "ganze" Bohrungen entfallen würden...........:cool:


was man ebenfalls nicht vergessen sollte: die letzten Wochen und auch die kommenden Wochen wurden und werden immer wieder Öl Produktionszahlen bekannt gegeben;
diese Zahlen machen dann aus wahrscheinlichen Ressourcen sichere und lassen die wahrscheinlichen ebenfalls ansteigen so dass auch der Unternehmenswert dadurch deutlich nach oben geht;

ich bleibe bei meiner Einschätzung: im Vergleich zu anderen ob kleineren oder größeren Öl Produzenten ist die DRAG um den Faktor 3-4 unterbewertet; die Umsätze und Gewinne werden in 2017 explodieren und das garantiert, da der Ölpreis in einer für die DRAG sehr guten höhe liegt und die Quellen bereits fördern..............
für mich jedenfalls ist die Aktie der Kandidat schlechthin für einen Verdoppler (mindestens)
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Wer hier länger dabei ist, hat sicher bemerkt, dass ich mich im Vergleich zu früher sehr zurückhalte. Die neuen Ausblickzahlen für 2018/2019 von FB veranlassen mich, meine Ursprungsargumentation nochmal zu verdeutlichen. Wenn diese Ergebnisse kommen (EPS 5,xx€ 2018, EPS 7,xx€ 2019), dann hat die DRAG ein KGV im Bereich dessen, was der Markt insolventen Chinabuden zugesteht.

Ich kenne und respektiere die Argumentation einiger, die ein KGV für einen Wert wie die DRAG nicht als Kursrelevant ansehen. Hauptargument dieser Fraktion: WENN DRAG für 2020ff nicht neue Bohrflächen aquiriert, dann läuft das GEschäftsmodell ja langsam aus und deshalb kann man KGVs nicht als relevanten Wert ansetzen.

Meiner Meinung nach ist dies eine ignorante Einstellung. Ich sehe es anders; WENN es ein Geschäft bleibt (davon gehe ich aus), dann werden für 2020ff SELBSTVERSTÄNDLICH neue Flächen aquieriert werden können und dann wird es SELBSTVERSTÄNDLICH auch regelmässig neue Bohrungen geben. Auch SELBSTVERSTÄNDLICH wird es dann weiterhin hohe EPS-Werte geben.

Was macht denn zB ein Automobilzulieferer mit Spezialprodukten? Der hat vielleicht 5 Grosskunden für 2 Produkte. UNd vielleicht Lieferverträge bin zB 2020. Ist bei so einem auch kein KGV anzusetzen? Könnte ja schliesslich sein, das bei diesem Beispiel ab 2020 der Umsatz gleich null ist.

KANN sein, wird aber NICHT passieren.

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Die FB-Analyse betrachtet NUR Flächen, die heute bereits im BESITZ der DRAG sind. Ok. Aber mit jeder neuen Fläche steigt das Potential weiter. Ich tippe, dass ab etwa Mitte 2018 die Aquiseaktivitäten intensiviert werden, nämlich dann wenn ein Großteil der Bestandsflächen sicher verplant sind.

Aber nur weil FB keine zusätzlichen Flächen einkalkuliert (was für eine Analyse erstmal ok ist), heisst dies NICHT, dass es keine zusätzlichen geben wird.

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Meine Meinung zum Thema pusher/basher hier im Forum:

Es gibt einige wenige grundsätzlich sehr positiv eingestellte hier, die OFT posten und somit manchem den Eindruck vermitteln, hier sei die Stimmung "blauäugig".

Andere (von der Anzahl her mehr als die positiven) tauchen immer mal wieder für einen eher kürzeren Zeitraum auf, blasen negative Halbwahrheiten in den Markt und sind dann irgendwann wieder weg.

In diesem Gesamtkonstrukt bleibt bei mir als Forumsteilnehmer seit 2012 ein komischer Eindruck zurück, den ich Anhand eines einfachen Beispiels zur Person des CEO T. Gutschlag klarmachen möchte:

Wenn etwas POSITIVES passiert, zB dass zum wiederholten Male die Absicherungsgeschäfte mit einem tollen Timing abgeschlossen wurden, dass Timing beim Exit Tekton und Neugründung des aktuellen Geschäfts sich als goldrichtig herausgestellt haben oder der Ölpreis meistens zur rechten Zeit da ist, wo DRAG ihn gerade braucht, der $ sich richtig entwickelt, etc. dann hat "Gutschlag als blindes Huhn jedesmal auch mal ein Korn gefunden". - So what.

Aber wehe es kommt mal etwas eher negatives: Ölpreise/$ gehen in die falsche Richtung, stichtagsbezogene Gewinn-/ oder Steuerverschiebungen oder 6 Wochen verspäteter Bohrbeginn, DANN ist alles ganz dramatisch und der Vorstand macht einen Mist-Job.

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Meine Einschätzung: Gutschlag ist ein Top-Unternehmer mit kaufmännischem Geschick, Mut zum kalkulierten Risiko und einem UNTERM STRICH Top-Timing. Temporäres oder punktuelles scheitern gehört dazu.

Das Gesamtbild passt. Wir werden es ab diesem Jahr erleben und ernten was gesät wurde. Das warten wird belohnt.
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Ich versuche einen ausführlichen Bericht der Hauptversammlung zu geben. Falls Fehler dabei sind bitte ich um Korrektur.
Bericht vom Vorstand Dr. Titus Gebel
Im Jahr 2006 ist die Deutsche Rohstoff AG mit 250 000 Euro Startkapital gegründet worden. Jetzt ist die Börsenkapitalisierung bei knapp 90 000 000 Euro.

Tekton Energy
Schnelle Entwicklung
Beide Vorstände von Tekton sind Mitte 50 Jahre alt haben jeweils 30 Jahre Erfahrung in der Ölindustrie.
In USA wird im Vergleich zu Europa eine Bohrung in einem Drittel der Zeit zu einem Drittel der Kosten fertiggestellt.
Bei Tekton wird es kein "dry hole" geben. Auch bei den Konkurrenten sind fast alle Bohrungen fündig.
Vorstand Noris: "Ich glaube ich habe den Code für die "sweet spots" geknackt."
79 Bohrungen 350 Mio?
In USA beleihen Banken die zukünftige Ölförderung mit 50%.
Zweites Bohrgerät bei diesen Ölpreisen so schnell als möglich. Verhandlungen laufen.
Pipeline wird von Tekton gebaut.
Zukünftige neue Flächen weniger gut. Dennoch viel Geld zu verdienen.
Boom wird einige Jahre weitergehen.
DRAG weit vorne dabei.
Fracking
- seit 1947 wird gefrackt
- in USA werden 90% aller Gas- und Ölbohrungen gefrackt
- bislang in 66 Jahren weder Tote, Verletzte/Vergiftete zu beklagen
- zwischen Frackingstelle und Grundwasserschicht liegen 1000 - 3000 m dichtes Gestein
- weniger Kohlendioxid-Emission, das Gas Kohle ersetzt

Tekton Management macht auch hervorragende Arbeit was die Kommunikation mit der Anwohnern betrifft.
Die Prognosen des Management von Tekton zur Ölförderung gelten bei der Deutschen Rohstoff als "underpromiss and overdeliever".

Wolfram
ab Juli 2013 volle Auslastung und Funktion
wirtschaftlich

Rhein Petroleum
Bohrungen 2013

Seltene Erden
- Börsengang November 2013
- Neues Projekt: Seltene Erden aus Abraumhalden
- Entwicklung umweltfreundlicher und energieeffizienter Aufbereitungs- und Trennungstechnologien

Zinn
- Sadisdorf sehr vielversprechend
- insgesamt Toplagerstätten, was die Menge betrifft
- in schlechter Börsenphase für Minenaktien in Australien war Börsengang nicht möglich.

Zusammenfassung DRAG
- Tekton 300-400 Mio? Wert, davon 70% DRAG
- Tekton schnell
- Akquisition neue Flächen
- Wolfram Produktion läuft
Aufstieg in höhere Liga

Bericht Vorstand Dr. Gutschlag
Erläuterung Bilanz (siehe Geschäftsbericht 2012)
- Goldminenverkauf Geogetown bisher alle 3 Raten pünklich inkl. 7% Zinsen gezahlt. Letzte Rate im September 2013 fällig.
- Union Investment nicht mehr Aktionär
- Anleihe kann weiter aufgestockt werden.
- starker Ergebnisanstieg ist zu erwarten
Landesbank Baden-Württemberg schätzt:
Jahr Gewinn Gewinn/Aktie KGV
2013 3,3 Mio € 0,62 €
2014 17,4 Mio € 3,27 € 5
2015 30,9 Mio € 5,80 € ? 2,8

Dr. Gutschlag: "wir können uns vorstellen: besser, vor allem wenn zweits Bohrgerät früh zum Einsatz kommt.

Nach dem Schliessen der Hauptversammlung stand Dr. Gutschlag noch Rede und Antwort. In diesem Kreis war ein sehr aktiver Nachfrager, den ich mit 90 % Wahrscheinlichkeit als Stefan Quandt (BMW-Erbe) identifiziert habe.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 54.294.437 von Ralph100 am 10.02.17 20:33:50
DRAG
Zitat von Ralph100: Kepler schreibt, dass sie von 57 USD ausgehen!

Im Finanzkalender ist von Quartslsbericht keine Rede!

Gutschlag hat lediglich gesagt, dass er nach dem ersten Quartal wohl zu den Bohrungen Zahlen liefern will. Wenn eine Bohrung gut fördert wird das ausführlich beschrieben. Wenn es nicht gut läuft, schreibt man wie jetzt zwei Sätze am Ender der Information.

In 2016 wurde das Gewinnziel auch wieder verfehlt. Man hat noch schnell Fächen verkauft, um noch am Jahresende einen Ertrag zu realisieren, damit das Jahresergebnis 2016 nicht komplett abschmiert. Dass hätte sonst wohl auch mit den Anleihe-Covenants Probleme gegeben, die schnell "um die Ohren fliegen". Die Anleihegläubiger haben Gutschlag mit den Covenants der neuen Anleihe geknebelt wie noch nie. Sobald die Bilanzkennziffer nicht erreicht werden muss die DRAG jetzt höhere Anleihezinsen zahlen, zu Lasten der Aktionäre!

Das ist jetzt für die Aktionäre ein viel heißerer Ritt als früher mit der DRAG.


Ich habe mich wirklich lange zurück gehalten Ralph, wir kennen uns ja schon aus alten Quanmax Zeiten, was ist denn eigentlich das Problem? Wenn dir der Ritt zu heiß wird, gibt es nur eine richtige Entscheidung : verkaufen!
Gutschlag übertrifft seine eigenen Schätzungen regelmäßig, ob es nun Prognosen zur Produktion, Zeitraum für Amortisation, Ölpreis, Bohrkosten o.ä ist. Hervorragende Geschäftsentwicklung trifft bestes Timing und exzellente wirtschaftliche Grundstimmung im Ölsektor! Die meisten hier sind bereits lange dabei und hatten nicht nur eine unendliche Geduld, sondern auch Ahnung und Wissen zu den verschiedensten Themenbereichen, was die DRAG betrifft. Jetzt kommst Du und stänkerst hier rum und verdrehst die Tatsachen. Wir brauchen hier echt niemanden, der schlechte Stimmung verbreitet und Haare in die Suppe streut. Kritische Anmerkungen sind hier immer willkommen gewesen, aber Resistenz gegen Fakten ist echt nervig und ermüdend. Denk nicht, hier laufen nur Tiefflieger rum, die völlig blauäugig in ihr Verderben laufen. In ein paar Wochen wissen wir mehr. . Ich bin mir sicher, daß wir alle positiv überrascht werden. Wenn Du anderer Meinung bist, ok.. Deine Entscheidung, aber ich kann es nicht mehr hören (lesen).
Schönes Wochenende
Gruß
Up
Puh, Erwartungen sind erfüllt - Befürchtungen nicht wahr geworden.

Ich würde gerne nochmal einen Schritt zurück gehen und das Jahr 2016 mit meinen eigenen Gedanken zusammenfassen. Ich selber bin im Finanzsektor tätig und habe vielleicht andere Wahrnehmungen als ihr. Wir tauschen uns über ein Unternehmen aus, das im Wesentlichen Beteiligungen im Ölproduktionssektor unterhält. 2016 war rückblickend ein echtes Brett (auch wenn man das heute nicht mehr unbedingt so empfindet). Erst die China-Sorgen, der Ölpreisverfall, Brexit, Trump und Renzi und nicht zuletzt die ungelöste Eurokrise über allem haben uns Investoren herrliche Gelegenheiten eröffnet. Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass ich das als Unternehmenslenker genauso genossen hätte wie als Investor.
Die DRAG hat trotz aller Kalamitäten um die Prognose und das tatsächliche Jahresergebnis (und die Verkäufe eines oder mehrerer Großaktionäre) folgendes auf der Habenseite und wie ich finde Tolles erreicht:
- positives Ergebnis 2017
- Steigerung der Dividende
- auch unter konservativen Annahmen eine attraktive Gewinnschätzung
- eine super Positionierung für alles, was noch kommen mag

Vor dem Hintergrund der Transparenz im Geschäftsmodell (siehe Excelsheet - so undurchsichtig ist das kommende Geschäft ja nicht) bin ich auf jeden Fall optimistisch für die Zukunft gestimmt. In den Diskussionen würde ich mir zukünftig mehr Konstruktives wünschen - positiv wie negativ. Ich apelliere deswegen daran, dass wir uns alle hinterfragen, ob ein Beitrag der Sache oder einem emotionalen Mülleimer dient. Vielleicht kann man im letzteren Fall dann einfach mal auf das "X" oben Rechts statt auf den grünen Button drücken ;)
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Antwort auf Beitrag Nr.: 55.418.678 von Ralph100 am 29.07.17 14:21:33
Zitat von Ralph100: Ich bin jedenfalls kein "Wiener9", "Sirmike", "Kleiner Chef" usw.


Stimmt, Ralph, Du bist keiner von uns. Du bist unfehlbar, Du weißt immer genau, wann die Kurse am höchsten stehen und wann am niedrigsten. Und Du kaufst und verkaufst immer zu exakt perfekten Zeitpunkt. Stets liegst Du mit Deiner Einschätzung richtig und wenn Du sie auch stündlich um 180 Grad drehst, hast Du immer Recht. Nein, Du bist wirklich anders als wir anderen. Und als ich kürzlich las, Bill Gates sei von jemand anderem als reichster Mensch der Welt abgelöst worden, da kam mir zuerst Dein Name in den Sinn, nicht Amazons Jeff Bezos. Auch so jemand, der immer richtig liegt. Nur ist er nicht so bescheiden wie Du, Ralph, daher sind die Gazetten voll von ihm. Hut ab und danke für Deine Beiträge, sie erfreuen mich und die anderen Unperfekten stets mit Demut und Freude. Danke, dass Du uns an Deinem profunden Wissen teilhaben lässt. Danke.
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Ja, ja, "der Markt"...

Wie immer bei der DRAG benötigt "der Markt" seeeeeeeehhr lange, bis er mal "merkt", dass die DRAG erfolgreiche Dinge tut, die sich MASSIV auf zukünftige Gewinne und den Firmen- und somit Börsenwert auswirken.

Siehe die gestrige News. Der Hammer! DRAG hat NETTO 1500 acres Fläche unter Vetrag genommen OHNE direkte Kosten! Das ist das Schnäppchen, auf das alle gewartet haben.

Ich begleite DRAG und die Wattenberg-Feld Aktivitäten (auch anderer dort tätiger Unternehmen) jetzt seit Jahren. Und daher weiss ich, dass man nun GANZ GROB folgende Milchmädchenrechnungen anstellen kann, die einigermassen valide sind:

Was wissen wir?

1. BISHERIGE Fläche DRAGs im Wattenbergfeld (Elster Oil+Cub Creek): ca. 2500 acres
2. Gestern neu hinzugekommen: 1500 acres -> Bisherige Fläche um 60% erweitert
3.BISHERIGE Reserven laut Gutachten, Stand 30.04.2016 (http://rohstoff.de/blog/2016/06/08/deutsche-rohstoff-oel-gas…)

Umsätze sicher+wahrscheinlich: 324 Mio $ + 410 Mio $ = 734 Mio $
Netto-Erträge ("Gewinn") sicher+wahrscheinlich: 127 Mio $ + 154 Mio $ = 281 Mio $
Netto-Erträge abgezinst 10% ("aktueller Verkaufswert") s+w: 54 Mio $ + 62 Mio $ = 116 Mio $

Von diesen Werten steht der DRAG jeweils 80% bzw. 93% zu, je nachdem ob Cub Creek oder Elster.

GANZ GROB kann man nun stumpf alle diese Werte um 60% (den Flächenzuwachs) erhöhen, um eine erste Abschätzung machen zu können:

Umsätze sicher+wahrsch.: 734 Mio$ * 1,6 = 1174,4 Mio $
Netto-Erträge s+w: 281 Mio $ * 1,6 = 449,6 Mio $
Netto-Erträge abgezinst s+w: 116 Mio $ * 1,6 = 185,6 Mio $

Davon wiederum 80%/93% für die DRAG.

GANZ GROB kann man also sagen, der aktuelle Firmenwert wurde durch diesen Flächendeal OHNE die Liquidität zu belasten um knapp 80% von 70 Mio $, also ca. 56 Mio $ bzw. ca. 50 Mio € erhöht.

Nochmal: Durch diesen Deal ist DRAG nun ca. 50 Mio€ mehr wert.

Der Kurs ist seit dem um 0,65€ auf 16,15€ "angesprungen", also bei ca. 5 Mio Aktien ist der Börsenwert um ca. 3,25 Mio€ gestiegen.

Da ist noch Luft...
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Antwort auf Beitrag Nr.: 53.762.046 von howdeep am 24.11.16 09:48:16Gute Frage.

Scheinbar kann man ("der Markt") die DRAG nicht bewerten. Wie auch?

- KGV von 3,x für 2017 und noch niedrieger für 2018 zählt nicht. Die DRAG ist ja ein Rohstoffwert. Und die kann und darf man ja nicht nach KGV bewerten. Auch nicht, wenn sie sich bei niedrigen Rohstoffpreisen ein neues Geschäft aufbauen, mit kontinuierlichen Erlösen.

- "gängige Bewertungsformeln" funktionieren ebenfalls nicht, wie wir in den letzten Tagen gelernt haben, da die DRAG ja zwischendurch ein Sabbatjahr ohne Umsatz hatte, weil sie Tekton verkauft hatten und nun wiederholen, was sie bereits einmal erfolgreich durchgezogen haben

- Ein Peer Group Vergleich zB mit Börsennewcomer und Gebietsnachbar Extraction Oil and Gas im exakt gleichen Business zählt ebenfalls nicht, da Extraction ja für viel Geld auch bereits produzierende Bohrungen eingekauft hat. Obwohl es den Laden Extraction erst seit ein paar Jahren gibt, ist deren Produktion und Ausblick stabil und verlässlich. Bei einer etwa dreimal höheren Produktion und grösseren Reserven wird Extraction mit etwa 3.200 Mio € bewertet. DRAG mit ca. 100 Mio €. Ein Argument dass bei der DRAG aber nicht zieht. Wo kommen wir denn hin, wenn wir anfangen gleiches zu vergleichen. Eine unerschlossene Reservefläche im Wattenbergfeld ist bei Extraction ein Wert. Bei DRAG ein Risiko, weil man ja den Ölpreis nicht kennt, wenn da mal heraus produziert wird. Bei Extraction weiss man, dass sie die zukünftig erforderliche Finanzierung irgendwie hinbekommen. Bei DRAG ist das ein unkalkulierbares Risiko. Bei fast 50% Eigenkapitakquote und erfolgreicher Finanzierungs- und Produktions- sowie Verkaufshistorie sicherlich umso mehr...

Ach ja: DRAG hat gestern bekannt gegeben, dass sie sich nun ebenfalls wie Extraction über Salt creek, wie geplant und angekündigt, in bereits produzierende Bohrungen eingekauft haben. Ordentliche Rendite bei geringstem Risiko. Also: Runter mit dem Kurs! Die Ochsen haben ja viel zu teuer eingekauft!

- Ölpreisrisiko: Was heisst denn hier die aktuellen Bohrungen waren fast 50% billiger als 2013/2014???? Der Ölpreis ist ja auch mehr als 50% niedriger! Und was heisst hier pro Bohrung wird dafür aber mehr produziert? Na und? Bei 100$ Ölpreis gab es kein Risiko, denn da waren die Preise ja hoch. JETZT gibt es ein extrem hohes Risiko, dass die Preise vom niedrigen Niveau aus immer weiter sinken. Und was heisst hier eigentlich Hebelchance bei nur gering steigenden Preisen? Die gibt es bei Extraction zB, nicht aber bei DRAG.

- Verbleibt die beliebte "Sum of the parts" Bewertung. Fist Berlin kam dabei auf 27,-€ bei ca. 45$ WTI. Mit hohem Kurshebel bei steigendem WTI. Allerdings: Sicherheitshalber wurden die damals neu aquirierten Flächen, die immerhin 40% Flächenwachstum ausmachten einfach mal gar nicht bewertet. Salt Creek war 0,-€ wert. Jetzt kann man für Salt Creek immerhin einen ordentlichen Abschlag einkalkulieren (es wurde ja Geld eingenommen), ob die Umsatz und Erghebnisbeiträge die ab sofort laufen sollen wirklich kommen, müssen erstmal die Bilanzen zeigen. Vorher rechnet man da mal besser sicherheitshalber mit Abschlag.

- Dividendenrendite: Bei Einhaltung der (immer wieder angekündigten und bereits gelebten), kontinuierlichen und Aktionärsfreundlichen Dividendenpolitik sind Ausschüttungen selbst mit einer 2 auf der Eurostelle für 2017 oder 2018 möglich. Hiesse bei heutigen Kursen eine hohe Dividendenrendite von ca. 10%. Wie soll ein profitabler Konzern mit fast 50% Eigenkapitalquote denn jemals 30-40% des Gewinnes an die Aktionäre ausschütten können? Andere machen und können das, DRAG kann das nicht. Es darf nicht sein, was nicht sein kann. Also: Glaub ich alles nicht, Finger weg von der Aktie!

Sind das genug gute Gründe?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 54.695.066 von howdeep am 07.04.17 09:48:47:laugh::laugh::laugh:

Wie recht Du hast... Daran erkennt man mMn aber, wie sehr ein Forum wie dieses bei marktengen Werten wie DRAG DOCH einen grossen Einfluss auf den Kurs haben kann.

Wer gut informiert ist, hat sich positioniert. Für den ist in den letzten Monaten (abgesehen vom Kurs) die Entwicklung der DRAG extrem positiv verlaufen.

Dann gibt es aber diejenigen, die irgendwo von der DRAG gehört haben, sich vorstellen können zu investieren und mehr Ínformationen suchen. Die gehen dann in Foren wie dieses. Lesen vielleicht ein paar Seiten und kaufen dann oder nicht.

Sind die drin und dann bricht ein Shitstorm hier los ("Skandal" bzgl. der Gewinnverschiebung in 2017 durch angekündigte Bohrverspätungen) wegen völlig normaler Vorgänge im Alltag eines Ölunternehmens, dann steigen diese panisch wieder aus oder erst gar nicht ein.

Die gut informierte Masse wartet wie Buddha bewegungslos und die paar tausend Stücke die jeden tag auch nach Stimmungen ge- oder verkauft werden machen den Kurs. Neue werden von solchen Stimmungen und dem Kurs abgeschreckt, nach dem Tenor "Irgendetwas an diesen Aussagen wird wohl stimmen." Das Ergebnis sehen wir.

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Mal im ernst: DRAG macht in 2017 ein ordentlich 8-stelliges EBIT. Das ist kein Kaffesatzlesen, sondern GANZ EINFACHER Dreisatz.

Anzahl Quellen * Monatsproduktion (dem Quellenalter entsprechend unterschiedlich) * erzielbarer Durchschnittspreis (Untergrenze steht wg. Absicherung fest) - Transportkosten - Royalties - Opex - Steuern.

GANZ EINFACH

Auch die Produktionsmengen noch zu bohrender Quellen sind GANZ EINFACH prognostizierbar, da es im Wattenbergfeld MEHR ALS 20.000 abgeteufte Bohrungen mit Erfahrungs- und Durchschnittswerten gibt.

NICHTS ANDERES macht auch das Management. Es macht solche Annahmen. Und DARUM kann dann auch zB vermeldet werden, dass die Produktion bislang 30-50% HÖHER liegt als ANGENOMMEN. Ein Zeichen dafür, dass das Management sehr vorsichtige ANNAHMEN trifft, um im Vorfeld die Rentabilität
einer Investition abzuklopfen. Das einzige, was NICHT auf den Monat genau vorhersagbar ist, ist der TATSÄCHLICHE Produktionsbeginn einer Quelle.

Seit Jahren führe ich eine Excel-Tabelle dazu (mit exakt solchen Annahmen), wer hier schon seit Jahren mitliest weiss das.

Ich kann Euch nur sagen: Alles ok, entspannt Euch! ;)

Auch kann man (wegen der US-Gesetze) ALLE Bohrungen ALLER Unternehmen Online einsehen und deren Produktionswerte raussuchen. Ist nur etwas Arbeit, die sonst auch hier im Forum geleistet wurde. Mittlerweile sind aber alle diese Leute still.

Ich denke nicht, dass sie raus sind. Ich denke sie sind still und haben keine Lust auf das unsachliche geunke, dass hier mittlerweile von unqualifizierten Lautsprechern breitgetreten wird.

Also bleibt nur eines: Entweder weiter still sein und warten, dass der Kurs anspringt.

Oder Hintern hoch und dieses Forum wieder zu dem machen, was es mal war. Informationen sachlich teilen und diskutieren, damit sie mehr Leuten zur Verfügung stehen.

Ich persönlich habe (ich weiss, das ist absurd) eigentlich immer noch keine Lust dazu. Aber trotzdem: Lasst uns loslegen. Dann mache ich auch wieder mit.
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Heutiger Termin mit Dr. Gutschlag ist ordentlich gelaufen. Habe mich auch mit Teilnehmern des Folgetermins ausgetauscht.
Punkt 1: Dividende entweder 65 oder 70 cent, steht aber noch nicht fest.
Punkt 2: Investitionen werden aus dem Cash-Flow bezahlt. Rückführung eines Teils der USD-Bankkredite geplant.
Punkt 3: Dadurch weniger obligatorische Absicherung wegen der Kreditbedingungen. Freiheit nach eigener Einschätzung darüber hinaus abzusichern, je nach Marktlage.
Punkt 4: Haben aus den Fehlern von CubCreek und dem Erfolg von Elster gelernt. Abstand zwischen den neuen Bohrungen wird verdoppelt, daher nur die Hälfte der genehmigten Bohrungen geplant.
Punkt 5: Bisherige CubCreek wird irgendwann schwarze Null schreiben, aber nie ans BaseScenario der neuen Bohrungen herankommen.
Punkt 6: Ölgeschäft wird auch in den nächsten Jahren den Hauptteil ausmachen (90%?)
Punkt 7: Almontyfinanzierung verzögert sich weiter, im schlimmsten Fall wird aber wohl der Abnehmer die Finanzierung übernehmen ( mit einem Zinsaufschlag meiner Meinung nach)
Punkt 8: Ceritech bleibt Hoffnungswert, mehr aber nicht.
Punkt 9: NOG bleibt im Umlaufvermögen, Verkauf bei attraktiven Kursen nicht unwahrscheinlich.
Punkt 10: Fokus liegt auf Wachstum, Gearing soll aber nicht gesteigert werden, Rückkauf der Anleihe meiner Meinung nach unwahrscheinlich. Neue Anleihe aktuell nicht geplant. Also wohl erst Ende 2020, Anfang 2021.
Und Dr.Gutschlag ist noch nicht müde oder möchte Bücher schreiben....
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Zitat von Bombastix: ...DRAG zahlt die Bohrungen und falls Öl sprudelt halten die Nachbarn die Hand auf? Hä? Wie? Was?...

Genau so ist es. Ich hab da mal nachgeforscht: In Colorado gilt, dass demjenigen das Öl gehört, unter dessen Grund es sich befindet. Fließt nun mein Öl also zum Nachbarn, gehört es nicht mehr mir sondern meinem Nachbarn. Fördert dieser nun Öl, galt früher die Auffassung, dass ihm das Öl gehört, das er legal auf seinem Grund fördert, egal ob das Öl auf Grund der Förderung früher oder später von meinem Grundstück herüberfloss ("law of capture" oder quasi der berühmte frühe Vogel). Das hat natürlich dazu geführt, dass ich auch soviel wie möglich gebohrt habe, damit der Nachbar möglichst wenig abbekommt, was wiederum natürlich Überproduktion, Preisverfall und Verschwendung zur Folge hatte. Dies wird nun durch die "correlative rights doctrine" verhindert. Diese besagt, dass jeder die Möglichkeit haben muss, seinen von der Grundstücksgröße abhängenden Anteil an einer gemeinsamen Resource (Öl hält sich nunmal nicht an Grundstücksgrenzen) ausbeuten kann, ohne oben genannte Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen zu müssen. Zusätzlich gibt es "well spacing rules", die die Mindestabstände zwischen Bohrungen regeln. Möglicherweise sind die 39%, die Tekton den Nachbarn überlassen muss, eine Kompensation für das den Nachbarn "entgangene" Öl bzw. dafür, dass Tekton zu nahe an der Lizenzgrenze gebohrt hat/ bohren musste. Ob solche Kompensationen irgendwo geregelt sind, konnte ich allerdings nicht herausfinden.

Eine andere, wenn auch unwahrscheinlichere Möglichkeit ist die Inanspruchnahme von "Exception tract statutes", die es auch Besitzern kleiner bzw. ungeeigneter Grundstücke ermöglichen sollen an "ihr" Öl zu kommen. Eine der hierin erwähnten Möglichkeiten sieht vor, die eigenen Rechte gegen die Zahlung einer Lizenzgebühr abzutreten. Daran glaube ich hier aber nicht so recht, da die Nachbarn ja angeblich auch bohren wollen.

Zum Glück werden sich die Nachbarn wohl bald "revanchieren" müssen und sich alles dann hoffentlich irgendwie ausgleichen...

U.a. folgende Links sind hier vielleicht interessant:
http://cogcc.state.co.us/ (unter "Rules" nachschauen)
http://www.delmarlearning.com/companions/content/1401820123/…


Naja, rauskommen werden wohl höchstens geschätzt 1,2 Mio €, die aber IMO noch davon abhängen wann, wie und von wem die Bohrkosten etc. bezahlt wurden.

MfG
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Antwort auf Beitrag Nr.: 45.095.511 von Privatier50 am 23.07.13 10:36:01Hallo,

es war eine harmonische Hauptversammlung mit einer Präsenz von 46,31% und ohne wesentliche Neuigkeiten aber mit detaillierten Informationen zu den einzelnen Projekten. Bei nur 4 Wortmeldungen war um 12Uhr30 Schluss.

Tekton Energy: Die aktuelle Situation versetzt die Gesellschaft in die Lage alle Bohrungen bis März 2015 zu vollenden. Tekton hat sich bei der geologischen Erkundung des Gebietes Zeit gelassen und somit steht fest es wird KEINE Fehlbohrung geben. Der Einsatz eines 2.Bohrgerätes wird noch diskutiert und soll z. Bsp. durch eine Aufstockung der Anleihe finanziert werden. Ausgeschlossen wird für die Finanzierung eine Kapitalerhöhung.

Mit diesem Bohrprogramm spielt die Deutsche Rohstoff AG in einer höheren Liga und wird auch von den grossen Unternehmen ernst genommen.

SeltenErden: Börsengang im November 2013.

Ach ja, der Privataktionär mit einem Anteil von über 6% war im Teilnehmerverzeichnis aufgeführt.:eek::eek:

Es grüßt Dagobert Bull
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Deutsche Rohkost AG: Horizontalbohrungen in die Buffet - Schicht erfolgreich

DEHOGA -News: Deutsche Rohkost AG

16.11.2013 / 08:30

Heidelberg/Denver. Die beiden ersten Horizontalbohrungen, die Tekton
Catering, Tochter der Deutsche Rohkost AG, vom Bohrplatz "The Munchies" durchgeführt hatte, sind nach Angaben des Unternehmens fündig. Laut ersten Untersuchungen handelt es sich um eine qualitativ hochwertige Vinaigrette aus 75 % Salatöl bei einem Balsamicokondensatanteil von erfreulichen 25 %.

Zuvor hatte der Verpflegungs-Explorer Tekton Catering ein Testbüffet aufgebaut und Reiner Calmund darauf losgelassen. Die dabei entstandenen Bodenerschütterungen wurden aufgezeichnet und in den vergangenen Monaten ausgewertet.

"Vor allem beim Kartoffelsalat erwarten wir uns attraktive Ergebnisse für die Besucher der nächsten Hauptversammlung." sagte der CEO von Tekton Catering, Jerry Sommersalat.

"Gleichzeitig konnten wir den Durchsatz unserer Kartoffelschälmaschine in der Knollenmine in Queensland deutlich erhöhen. Die deutsche Rohkost AG beweist damit ein weiteres Mal, dass sie das berechtigte Interesse ihrer Aktionäre an schmackhaftem Kartoffelsalat sehr ernst nimmt!" freute sich Dr. Titus Gabel.

"Den Erfolg wollen wir an unsere Aktionäre weitergeben." kündigte indessen Finanzvorstand Dr. Thomas Nachschlag an.

Die deutsche Rohkost AG plant deshalb eine Naturalrendite von einem Kilo Kartoffelsalat für jeden Besucher der kommenden Hauptversammlung.

Weitere
Informationen zur Deutsche Rohkost unter www.rohkost.de.
Kontakt
Deutsche Rohkost AG
Dr. Thomas Nachschlag
Tel. +49 6221
info@rohkost.de
Ende der Corporate News
---------------------------------------------------------------------

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber
verantwortlich.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 49.088.462 von Dagobert Bull am 17.02.15 07:55:54Zusammenfassung Artikel "Neustart auf tiefem Niveau" Handelsblatt 16.02.2015

Der niedrige Ölpreis bereinigt den Markt, Dienstleistungen und Gebiete sind günstiger; Markt wird zum Käufermarkt.
Während sich die Großen zurückziehen, wagen sich Kleine wie die DRAG vor und investieren. Das sei gar nicht so mutig, da viele Vorkommen aufgrund vorhandener Infrastruktur leicht zu erschließen seien. Auch die Geologie spiele eine Rolle, es gebe große Kostenunterschiede.
Quellen mit niedrigem Break-even-Preis seien günstig zu haben. Gutschlag wird mit der Aussage zitiert, daß die Investitionen in Schieferölvorkommen in Colorado um 30 % bis 50 % zurückgegangen seien.
Die Vorhaben der DRAG sollen sich auch auf dem jetzigen Preisniveau rechnen. Genehmigungen für zwölf Horizontalbohrungen laufen; Ausbeutung lohne sich bei Ölpreis von 40 $.
Zum Verkauf Tekton sagt Gutschlag, das sei eine rationale Entscheidung in einem heißgelaufenen Markt gewesen.
Außerdem gibt es einen Kommentar, der noch einmal wiederholt, dass kleine Firmen wie die DRAG in rauen Situationen beste Chancen vorfinden.
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Ralph ist wohl sein eigener schlimmster Alptraum. Wer seinen Ansichten nicht folgt, wird entweder als Stalker bezeichnet (ich) oder Ralph unterstellt dem anderen persönliche Angriffe oder gar Beleidigungen. Ist mir zu armselig, darauf noch einzugehen. Ich habe ihn aber nicht auf meine Ignorliste gesetzt, weil ich mir seine "Argumente" durchaus ansehe und auf Plausibilität prüfe. Bisher war es so, dass ich mich im Anschluss mit meinem Investment besser gefühlt habe, weil Ralphs Darstellungen nie zu einem Umdenken bei mir geführt haben, sondern lediglich zu einer nochmaligen Bestätigung meiner eigenen Einschätzung. Damit schließe ich aber nicht aus, dass ich nicht irgendwann einmal durch Ralph zu einer andersartigen Einschätzung kommen könnte.

P.S.: Lustige Sache... Ralph hat im Nebenwertestrang von "Kleiner Chef" übrigens gerade die DRAG als einen seiner beiden Titel für den Top-Favoriten 2017 benannt mit der Begründung, die DRAG sei eine Wette auf den Ölpreis. Vermutlich bin ich der einzige hier, der Ralphs Ausführungen zum Ölpreis - und damit zu den Aussichten der DRAG - komplett anders verstanden hat... :D
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Antwort auf Beitrag Nr.: 55.857.111 von Beimbach am 30.09.17 15:46:12Spekulatius hat mit seiner Prinzipdarstellung Recht, dies erklärt aber noch nicht die DRAG-Verhältnisse, weil es dort bei den vollkonsolidierten Gesellschaften ja keine großen Anteilsunterschiede gibt und diese auch ein ähnliches Geschäft ausüben, also ähnliche Gewinne oder Verluste schreiben.
Ich versuche mal eine genäherte Darstellung ohne Anspruch auf Korrektheit der Zahlen. Vorab: Tochtergesellschaften wie Almonty werden in der Darstellung nicht berücksichtigt, da die DRAG hier keine Mehrheit besitzt. Die Umsätze / Gewinne oder Verluste werden nicht konsolidiert / buchhalterisch auch nicht in der DRAG-Rechnung berücksichtigt. Gesellschaften wie Ceritech vernachlässige ich wegen untergeordneter Bedeutung und betrachte nur das Ölgeschäft.

Dann haben wir 3 Ebenen:
a) Dt. Rohstoff AG: Holding und (börsennotierte) "Muttergesellschaft", an der die Aktionäre beteiligt sind
b) Dt. Rohstoff USA - 100%ige Tochtergesellschaft, in welcher die USA-Ölaktivitäten gebündelt sind
c) CCE, EOG und Salt Creek - "Enkelgesellschaften" mit 80, 93 und 90% Anteil (gehalten durch die Dt. Rohstoff USA)

Die operativen Gewinne entstehen auf der Ebene c). Der Einfachheit halber nehmen wir an, dass die Dt. Rohstoff USA 80% an allen Gesellschaften hält (CCE macht sowieso den größten Anteil des Gewinns aus), die Minderheitengesellschafter demzufolge 20%, und alle Gesellschaften zu c) zusammen im 1. Hj. 14 Mio USD Gewinn erwirtschaftet haben. Auf die Fremgesellschafter, die 20% halten, entfallen also 20% von 14 Mio $ = 2,8 Mio $, auf die Dt. Rohstoff USA 80% von 14 Mio $ = 11,2 Mio $. Diese $ müssen in EUR umgerechnet werden. Wenn man dies mit dem Stichtagskurs vom 30.06. tut (1 EUR = 1,14 $), wären es 9,6 Mio EUR.
Allerdings werden von der Dt. Rohstoff USA auch noch hohe Bestände in Dollar gehalten. Diese Bestände haben im Vergleich zum 31.12.2016 einen Wertverlust erlitten. Da die Dt. Rohstoff USA zu 100% der DRAG gehört, werden diese Wertverluste auch zu 100% der DRAG bzw. deren Aktionären zugerechnet. Wie wir gelesen haben, waren es netto ca. 3 Mio EUR. Demzufolge bleiben vom Gewinn der Dt. Rohstoff USA für die DRAG 9,6 Mio - 3 Mio = 6,6 Mio EUR übrig.
Das war aber noch nicht alles. Auf der Ebene der Muttergesellschaft, der DRAG, entstehen Kosten. Da die DRAG als Holding fungiert, stehen dem keine Umsätze gegenüber (die Darstellung ist hier etwas vereinfacht, da die DRAG in praxi Zinseinnahmen aus Darlehensgewährung an die Tochter Dt. Rohstoff USA generiert). Die Holdingkosten betragen gemäß Jahresabschluss der DRAG 2016 ca. 1,5 Mio Personalaufwand + 3,5 Mio sonstige Aufwendungen; auf's Halbjahr gerechnet ca. 2,8 Mio EUR. Damit reduziert sich der verbleibende rechnerische Überschuss auf nur noch 3,8 Mio EUR.
Wie gesagt ist dies nur eine Prinzipdarstellung (sonstige Kosten und steuerliche Aspekte wurden auch vernachlässigt), aber so zeigt sich, wie aus einem Anteilsverhältnis von 20 : 80 ein Gewinnverhältnis von rd. 40 zu 60 (2,8 Mio $ = rd. 2,4 Mio EUR zu 3,8 Mio EUR - real 2,6 Mio EUR) werden kann.

Diese Verhältnis wird sich umsomehr zu Gunsten der DRAG-Aktionäre entwickeln,
a) je weniger Währungsverluste anfallen
b) je höher der Gesamtgewinn insgesamt wird, weil dann die Holdingkosten prozentual nicht mehr so stark ins Gewicht fallen.

Hoffe, ich konnte etwas zur Klärung beitragen.
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Summary aus meiner Sicht:

1) Beurteilung tatsächliche Tekton-Förderzahlen Mai-September 2013 je Horizontalbohrung vs. Businessplan:

Laut Businessplan sollten im 1. Jahr Ø 219 BOE gefördert werden.
Die bisherige Förderung der beiden Horizontalbohrungen lag bei 68,6% BOE Öl und 31,4% BOE Gas (99.439 Barrel Öl = 99.439 BOE Öl / 254.427 MCF Gas : 5,6 = 45.433 BOE Gas), daher rechne ich im Folgenden mit 65% BOE Öl und 35% BOE Gas weiter.

Businessplan für die ersten 12 Monate (Jahr 1): 219 BOE

a) Ölanteil (65%, s.o.) => 219 BOE * 65% * 2 Bohrungen = 285 BOE Öl/Tag = 285 Barrel Öl/Tag
285 Barrel pro Tag * 365 Tage = 104.000 Barrel Öl im ersten Jahr (erwartet)

Tatsächliche Förderung nach 5 Monaten u. 2 Tagen: 99.439 Barrel Öl (= 96% des Jahresziels)

b) Gasanteil (35%, s.o.) => 219 BOE * 35% * 2 Bohrungen = 153 BOE Gas = 857 MCF Gas/Tag (1 BOE Gas = 5,6 MCF)
857 MCF Gas pro Tag * 365 Tage = 313.000 MCF Gas im ersten Jahr (erwartet)

Tatsächliche Förderung nach 5 Monaten u. 2 Tagen: 254.427 MCF Gas (= 81% des Jahresziels)

Bei einem WTI-Ölpreis von Ø 101,50 USD für den Verkauf des Öls lt. DRAG dürften die Bohrungen somit ca. 10,1 Mio. USD Öl-Einnahmen erwirtschaftet haben. Hinzu kommen ca. 0,9 Mio aus dem Gas-Verkauf (ca. 3,50 USD je MCF unterstellt). Das Verhältnis Öl-Erlöse zu Gas-Erlöse liegt damit bei ca. 92% zu 8%.

Kosten:
a) -8 Mio. USD Capex (laut Businessplan 4,5 Mio. USD Capex pro Bohrung; tatsächlich laut DRAG "unter 4 Mio." je Bohrung)
b) -1,8 Mio. USD Land Royalties (18,25% vom Umsatz)
c) -0,065 Mio. USD Opex (6.500 USD/Monat je Bohrung)
d) 10% lokale Steuern lt. Businessplan (Bezugsgröße? => Wenn man auf Umsatz ./. Land Royalties abstellt (so scheinen die Zahlen im Businessplan gerechnet worden zu sein), wären -0,6 Mio. lokale Steuern zu berücksichtigen)

Insgesamt ergeben sich nach 5 Monaten ca. 11 Mio. USD Einnahmen und ca. -10,5 Mio. USD Kosten.
Die Rechnung bestätigt die Aussage der DRAG, dass sich die beiden Bohrungen bereits nach 5 Monaten amortisiert haben (ursprünglich waren ca. 15 Monate geplant).

2) Wieviele der "Sicheren Öl-Reserven" sind bisher gefördert und wieviel der "Wahrscheinlichen Öl-Reserven"?

Da die Öl-Einnahmen über 90% der Gesamteinnahmen ausmachen, beschränke ich mich in dieser Rechnung auf die Öl-Reserven.
Laut Reservegutachten gibt es 1,5 Mio. Barrel "Sichere Öl-Reserven", 10,3 Mio. Barrel "Wahrscheinliche Öl-Reserven" und 13,3 Mio. "Mögliche Öl-Reserven" z.G. Tekton geben.

Rechnet man diese Beträge durch 60 Horizontalbohrungen (= Tekton-Anteil) ergeben sich folgende Werte je Bohrung: 25.000 Barrel "Sicher", 171.000 Barrel "Wahrscheinlich" und 222.000 Barrel "Möglich".

Da Tekton bisher Ø 49.700 Barrel Öl je Bohrung gefördert hat, sind somit 100% der "Sicheren Reserven" gefördert und 14% der "Möglichen Reserven". Dies zeigt, dass (wie geplant) mehr als die nur als "sicher" eingestuften Reserven gefördert werden kann.

3) Decline-Rate (Produktion im 1. Monat vs. derzeit geförderte Menge)

Die bisherige Decline-Rate beim Öl beträgt 54% (13.387 BOE Öl für beide Bohrungen zusammen im September vs. 28.908 BOE Öl im Mai) und liegt über den ursprünglichen Planungen (Planung: Produktionsabfall von Ø 8.520 BOE mtl. für beide Bohrungen zusammen im 1. Jahr auf Ø 4.500 = ca. 47% Decline).

Nur auf die Decline-Rate zu schauen, ohne das absolute Niveau der Förderung zu betrachten, greift hier aber zu kurz.
Es ist festzuhalten, dass die aktuelle Produktion (also nach 54% Produktionsreduzierung vs. Mai) mit 13.387 BOE Öl immer noch 57% oberhalb der ursprünglich geplanten Ø Monatsproduktion im ersten Jahr liegt.


Ein Produktionsstart deutlich über den Erwartungen ergibt später rein mathematisch fast zwangsweise auch eine höhere Decline-Rate, das zeigt das o.a. reale Beispiel Tekton ganz gut.

4) Wertansatz Tekton vs. andere fünf Beteiligungen

Tekton Energy dürfte ca. 85% des Unternehmenswertes der Dt. Rohstoff AG ausmachen.
Daher sind Meldungen zu den anderen Beteiligungen (Tin International, Seltenerden Storckwitz, Rhein Petroleum, Devonian Metals und Wolfram Camp Mining) wohl nur gering kursrelevant.
Festzuhalten bleibt aber auch, dass Wolfram Camp Mining (unter 5% des DRAG-Wertes) schlechter läuft als ursprünglich geplant.

Fazit:
Die bisherigen Tekton-Produktionsdaten liegen deutlich über den Erwartungen (Amortisation der Horizontal-Bohrungen bereits nach 5 Monaten statt erwarteter 15 Monate).

Die Gasförderung (7% der Einnahmen vs. 93% Öl) ist nur gering relevant.
Gleiches gilt für die "alten" 9 Vertikalbohrungen, deren Einnahmen in 2013 zusammen nur etwa 50% einer einzigen Hoirizontalbohrung ausmachen.
Und gleiches gilt auch für die Entwicklung der 5 weiteren DRAG-Beteiligungen, da Tekton ca. 85% des DRAG-Wertes ausmachen dürfte.

Die "Musik" für die DRAG spielt eindeutig bei den Tekton-Horizontalbohrungen, deren Erfolg oder Misserfolg Haupt-Kurstreiber sein sollte. Die ersten zwei von insgesamt 80 geplanten Horizontalbohrungen (60 davon entfallen auf Tekton) sind äußerst erfolgreich gestartet (s.o.).
Auszüge aus der ausführlichen Kepler Studie zur Deutschen Rohstoff AG!

Die Zahlen und Prognosen der Hauptstudie wurden durch ein Update vor kurzem nach oben angepasst.
Kepler geht von folgendem Szenario aus: Bis 2021 wird auf den aktuell vorhandenen Flächen massiv investiert. Ab 2022 wird mit keinen Investitionen mehr gerechnet.

Das ist so natürlich nur eine theoretische Annahme. Denn entweder könnten entwickelte Flächen in den nächsten Jahren mal verkauft werden oder es wird auch nach 2022 weiter gebohrt.

sämtliche Zahlen basieren auf folgenden Annahmen:
durchschnittlicher Ölpreis in 2017 von 52 Dollar,
2018 bis 2022 wird mit einem Ölpreis von 57 Dollar gerechnet;
Euro zum Dollar bei 1,10 (schwächerer Euro, so wie aktuell erhöht die DRAG Gewinne)


Die kleine Grafik zeigt die bereits nach oben angepassten Zahlen.
Die große welche bis 2022 reicht noch die etwas niedrigeren Schätzungen.

Von 2016 - 2019 erwartet Kepler insgesamt einen Netto Gewinn von 160 Mio. für die DRAG.

(aktueller Börsenwert der DRAG liegt bei lediglich 125 Mio.)


Dieses Bild ist nicht SSL-verschlüsselt: http://www.fotos-hochladen.net/uploads/zahlenbmapkzwfgl.png



Die nächste Grafik zeigt die Jährlichen Investitionen in die Bohrprogramme und die Cash Flow Entwicklung; (die Cash Flow Grafik stammt noch aus der ersten Präsentation, diese müsste eigentlich etwas nach oben angepasst werden)
eine beeindruckende Grafik wie ich finde,
zeigt sie doch wie schnell die Rückflüsse aus den Ölquellen die weiteren Investitionen kompensieren;

2018 z.b soll der Cash Flow mit nur 13 Mio. im Minus sein obwohl 120 Mio. investiert werden sollen;
2022 dem ersten Jahr ohne Investitionen soll es einen positiven Cash Flow von 66 Mio. geben;
2025 soll der Cash Flow noch immer bei über 30 Mio. liegen obwohl bei dieser Annahme schon seit 2022 nichts mehr in neue Bohrungen Investiert wurde;

Kepler rechnet übrigens dass solch eine Ölquelle im Wattenberg Feld bis zu 30 Jahre lang cash Flow positiv betrieben werden kann;

an dieser Grafik sieht man dieses "geniale" und einzigartige Geschäftsmodell in der Rohstoff Branche;
selbst kleine Firmen wie die DRAG können über Jahre hohe Investitionen fahren da die Rückflüsse sofort nach den Investitionen und noch dazu am Höchststand beginnen;

Dieses Bild ist nicht SSL-verschlüsselt: http://www.fotos-hochladen.net/uploads/zahlenbmapkzwfgl.png



es wurde ja immer wieder diskutiert wo nun der break even Ölpreis für die DRAG liege;
manch einer meinte ja fälschlicher weise man könnte bei Ölpreisen von 45 Dollar schon in Schwierigkeiten geraten;

Kepler sieht den break even Ölpreis bei 29 Dollar je Barrel; (aktueller Preis bei 53 Dollar bzw. 80% darüber ;) )


Dieses Bild ist nicht SSL-verschlüsselt: http://www.fotos-hochladen.net/uploads/zahlenbmapkzwfgl.png



abschließend halte ich die DRAG für ein hoch Interessantes Investment mit hervorragenden Gewinnaussichten bereits ab 2016,2017
unter der Annahme eines Ölpreises von zumindest um die 50 Dollar werden diese dann fertig entwickelten Flächen einen Wert von mehreren hundert Mio. Euro haben;

da die DRAG aktuell nur mit 125 Mio. bewertet wird sehe ich die Aktie als klaren "verdopplungs" Kandidaten auf Sicht der nächsten 12-24 Monate;


auch die Kepler Annahmen selbst halte ich für konservativ;

1. wurden für die ersten 9 Bohrungen um 50% höhere Forderdaten als erwartet bekannt gegeben,
bei den weiteren 12 Bohrungen liegt die Förderung mehr als 30% über den Annahmen,

weiters ist ein Ölpreis 2018 - 2022 von durchschnittlich 57 Dollar ist für mich eher die Untergrenze,
da gerade auch die OPEC samt Russland usw. die klare Bekundung abgegeben haben den Ölpreis mittelfristig wieder auf oder über 60 Dollar heben zu wollen;
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Vielen Dank für das schnelle Feedback. Hier die Mail die ich gerade raus geschickt habe. Natürlich mit einer leichten Anpassung in der Formulierung. Ich hoffe es ist soweit i.O. und in eurem Sinne:

Guten Tag Frau Pohl und Herr Gutschlag,

stellvertretend für die versammelten Aktionäre aus dem Wallstreet-Online-Forum möchte ich Ihnen Fragen zur Adhoc Meldung von gestern stellen. Wir versammeln ca. 5% des gesamten Aktienbestandes der DRAG.

1. Frage zum Datum der Veröffentlichung:
Der verspätete Produktionsbeginn der Ölquellen kommt nicht aus heiterem Himmel, sondern war seit Monaten bekannt. Der Effekt, den das haben würde, war auch bekannt bzw. wurde vermutet - die Meldung/Aktion vom 30.12. wurde doch mit hoher Wahrscheinlichkeit genau deswegen durchgeführt. Wieso wurde diese aktuelle Meldung nicht z.B. in die vom 7.2. integriert? Dann wäre sie zwar immer noch nicht gut gewesen, hätte aber evtl. nicht diese Auswirkungen gehabt.
Hängt der Zeitpunkt der Veröffentlichung mit einem zeitnahen Insiderhandel in Verbindung. Hinweis dafür ist auf der ersten Meldung auf Finanzen.net zu finden. Hier ein Zitat aus der Überschrift der Meldung:

15.02.2017 / 23:18 CET/CEST Veröffentlichung einer Insiderinformation gemäß Artikel 17 MAR, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

Wenn ja, bitten wir um Aufklärung des Sachverhalts und detaillierte Stellungnahme.

2. Frage zur Uhrzeit der Veröffentlichung
Warum wurde die Uhrzeit weit außerhalb der Handelszeit zur Veröffentlichung der Adhoc Meldung gewählt. Gerade dieser Punkt ist für viel Irritation verantwortlich und lässt das Vertrauen sinken.

3. Wieso kommt diese Nachricht erst jetzt obwohl nahezu alle aufgeführten Sachverhalte bekannt waren bzw. bekannt hätten sein sollen. Dass man Steuerrückerstattungen bekommt, wurde über Jahre kommuniziert. Wenn man nun, da diese Steuerrückerstattungen tatsächlich anfallen, nicht wusste, dass diese beim Konzernabschluss nur zu einem geringen Teil zu einem Steuerertrag beitragen, so ist das entweder unprofessionell oder sehr unglücklich kommuniziert. Was mir hier auch fehlt, ist eine Begründung warum dies so ist. Liegt hier einfach eine zeitliche Verzögerung vor - sprich, tragen diese Steuerrückerstattungen dann wenigstens nächstes Jahr zu einem Steuerertrag im Konzernabschluss bei oder geht das eben aus irgendwelchen Gründen gar nicht (mehr)?

4. Wo ist der Unterschied zwischen den in der Erklärung verwendeten Begriffen Konzern (deutlich niedrigerer Jahresüberschuss) und Muttergesellschaft (nach wie vor deutlich positiver Jahresüberschuss)?

5. Warum ist die Formulierung zur Ergebniserwartung 2017 so dermaßen vorsichtig formuliert? In dem Zusammenhang mit dem 2016er Ergebnis das in der Meldung kommuniziert wurde weckt dies den Eindruck, dass wir in diesem Jahr mit einem leicht besseren Ergebnis rechnen können. Diese vorsichtige Einschätzung ist nicht nachvollziehbar mit den bisher gemeldeten Daten und Annahmen.

Wie Sie sicherlich festgestellt haben ist mit der Meldung vom 15.02.2017 ein massiver Vertrauensverlust entstanden. Wir bitten deshalb nicht nur um Antwort auf die o.g. Fragen, sondern auch um eine öffentlichen Stellungnahme mit einer Einschätzung zum groben Verlauf für 2017 auf Basis der aktuell bekannten Fakten.

Mit freundlichem Gruß
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Warum diskutiert ihr hier mit Ralph über irgendwelche Interpretationen irgendwelcher Aussagen, die die Vergangenheit betreffen?

Genausogut hättet ihr im Mittelalter mit einem Inquisitor diskutieren können, dass die Erde rund ist. Er hätte weiter auf die Scheibe beharrt und euch als Hexer hingerichtet.

Ralph will einfach nur Recht haben. Lasst ihm doch diesen persönlichen Kick. Er wird keine andere Meinung neben seiner akzeptieren. Egal wie viel ihr diskutiert.

Viel interessanter wäre für mich zu wissen, warum jemand so viel Zeit aufwendet für einen Wert, den er nicht mehr im Depot hat. Darüber möchte ich lieber nicht spekulieren. Da landen wir sicher in der psychologischen Ecke.

Was die DRAG angeht warte ich in Ruhe den Bericht 2013 ab. Der ist für mich eh nicht relevant. Viel wichtiger ist für mich, worin in Zukunft das Geld investiert wird, bzw welche Projekte damit konkret angeschoben werden. die Konzernsituation hat sich ja eklatant verändert und ist mit 2013 in keinster Weise zu vergleichen. Hier kommen spannende Projekte auf uns zu. Und die Börse handelt die Zukunft. Sobald hier konkrete Projekte bekannt gegeben werden, wird die Börse entsprechend reagieren. Alles davor ist reine Spekulation und gehört ins Reich der Märchen und Fabeln oder als Spielfeld irgendwelcher Rechthaber.
Zitat von Ralph100: Sonderdividende? Meinst Du das ernst? Die müssen erst einmal ihre Tekton Assets loswerden. Es ist schon April und es kommt keine Meldung mehr!


Lieber Ralph!

So sieht man das eben, wenn man keine Ahnung von DDP´s (Due Diligence Prüfungen) hat - ich wäre mehr als überrascht, wenn du eine DD schon durchgeführt hättest! So gesehen ist es nur gut und folgerichtig, dass du nicht investiert bist! Es wäre schon leichtsinnig in ein Geschäftsmodell zu investieren, das man nicht versteht.

Ach ja - ich warte immer noch auf eine Antwort von dir! Nur gut, dass wir uns um dich keine Zukunftssorgen machen müssen. Einen Job wirst du immer finden - zur Not als Heißluftgebläse!
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Antwort auf Beitrag Nr.: 53.484.735 von bayerber am 15.10.16 12:13:55Stimmt. Trotz leicht steigender Rig-Zahlen sinkt die US-Produktion aber weiterhin. Der zwischenzeitliche Anstieg war mMn lediglich statistisch bedingt. Vor Monaten (Jahren?) hatten wir hier intensive Diskussionen über die globale Bedeutung der US-Produktion und ob und wann und wie stark diese absinken wird. Ich denke es ist fast ein point of no return erreicht. Auf lange Sicht wird die US-Produktion weiter sinken, weil die Rig-Zahl mittlerweile schon sehr lange auf niedrigem Niveau verweilt. Auch die DUCs sinken mittlerweile wieder ab. Trotzdem diese DUCs nun also mit angeschlossen werden, sinkt die US-Produktion immer weiter.

Mittlerweile gibt es bereits eine erste Generation Hz-Bohrungen, die bei einem Rig-Count unter 1000 die Produktion gestartet hatten und sich im zweiten, also stark abfallenden Produktionsjahr befinden.

Zwar ist die durchschnittliche Produktionsmenge pro Rig in den letzten paar Jahren im Schnitt dramatisch angestiegen. Ein Gutteil davon ist auch der steigenden Effizienz und dem technischen Fortschritt zu verdanken.

Aber bitte nicht vergessen: Wenn Du Ölfirma bist und jede Bohrung nahezu das gleiche kostet, welche Bohrungen präferierst Du, wenn Dir finanziell der Kittel brennt? Die "Sweetspots", also die mit den besten zu erwartenden Bohrergebnissen. Und genau das ist in den USA in den letzten zwei Jahren gemacht worden. Irgendwann sind die Sweetspots aber alle gebohrt. Deren Anzahl ist nicht beliebig steigerbar. Wenn jetzt also irgendwann die Anzahl der Rigs wieder steigt, dann gehe ich davon aus, das die Durchschnittsproduktion pro Bohrung nicht weiter steigt, sondern wieder absinkt. Einfach weil dann auch wieder weniger gute aber trotzdem rentable Bohrungen abgeteuft werden.

Sehr schön kann man einen dieser Effekte an der Produktionskurve des Gebietes "Eagle Ford" erkennen. Dort ist es mit Einführung des Horizontalfracking erst richtig "rund" gegangen. Die Produktion stieg enorm an. Als die Anzahl der Rigs einknickte, knickte wenig später auch die Produktion ein und tut dies weiterhin. Eagle Ford ist ein recht junges Gebiet mit wenig Altbestand an produzierenden Bohrungen, die für einen recht stabilen "Sockel" sorgen könnten.

Der peak von Eagle Ford lag 2015 bei ca. 1.700.000 Barrel pro Tag, im Oktober produziert Eagle Ford erstmals wieder unter 1.000.000 Barrel pro Tag. Und das obwohl seitdem die Durchschnittsproduktion einer neuen Bohrung im ersten Monat von ca. 650 Bpd auf fast 1200 Bpd angestiegen ist.

Quelle: http://www.eia.gov/petroleum/drilling/pdf/eagleford.pdf

"Permian" hingegen ist da ganz anders. Hier gibt es einen sehr grossen Altbestand an produzierenden Bohrungen, die für einen recht stabilen Sockel sorgen. Der Anteil neuer Hz-Bohrungen fällt nicht zu sehr ins Gewicht, so dass dort die Produktion auf hohem Niveau recht stabil ist. Lediglich die Steigerungsraten sind bislang raus.

Quelle: http://www.eia.gov/petroleum/drilling/pdf/permian.pdf

Eagle Ford wird weiterhin relativ volatil sein, während Premian recht stabil produziert.

Dann gibt es noch die "Bakken" Region, die ebenfalls bereits länger eine sinkende Gesamtproduktion aufweist.

Quelle: http://www.eia.gov/petroleum/drilling/pdf/bakken.pdf

Diese drei Gebiete stellen mit momentan ca. 3.900.000 Bpd etwa die Hälfte der US-Tagesproduktion der "Lower 48 states". Alaska hat zwischen ca. 400 und 500.000 Bpd.

In diesen Gebieten wird im wesentlichen entschieden, wo die Reise der US-Produktion hingeht. Eines stagniert, zwei fallen deutlich ab. Ich sage: Das bleibt auch bei moderat steigenden Rigzahlen so.

Frühestens mit kontinuierlich hohen (>5%) prozentualen Zuwachsraten wird sich das ändern. Und das sehe ich persönlich erst ab ca. 65$ WTI-Preis.

Also: Perfektes Gesamtszenario für die DRAG mit Aussicht auf weiter steigende Preise.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 53.861.311 von sircoin am 09.12.16 10:57:43Nun ist in der vergangenen Woche ja recht viel (im Kurs) passiert, herzlich willkommen allen neu investierten!

Logischerweise wird imer wieder die Frage aufkommen, was bei einem BOE überhaupt verdient wird. GANZ GENAU kann man es tatsächlich erst im Nachhinein sagen. Aber man kann sich sehr gut annähern, was DRAG im Vergleich zu anderen Aktieninvestents mMn sehr gut prognostizierbar macht.

1 BOE (Barrel Oil Eqivalent) macht Bohrlöcher vergleichbar, besteht aber je nach Region aus unterschiedlichen Öl-, Gas. und Kondensatanteilen.

Für das Wattenbergfeld passte bislang folgende Formel recht gut:

Erlös pro BOE = 0,68 x WTI-Preis x 0,95 (um den Kondensatanteil herauszunehmen)+ 0,32 x Gaspreis x 5,6 (1 Barrel Öl = 5,6 Mcf Gas)

Macht bei Preisen von gestern: 0,68 x 51,4$ x 0,95 + 0,32 x 3,74$ x 5,6 = 39,91$ Roherlös/BOE

Davon noch abziehen:

1-8$ Transportkosten pro BOE (bei den 9 aktuellen von CCE eher 1-2$, bei den anderen eher 2-8$, abhängig davon ob per Pipeline oder LKW transportiert wird). Aktuell rechne ich im Mittel mal mit 5$, das ist vermutlich eher deutlich zu hoch.

10% lokale Produktionssteuer

ca. 18% Royalties für die Landeigentümer

5.000$ fixe Betriebskosten pro 100% Bohrung pro Monat (ziehen wir am Ende pauschal ab)


Dann noch den Anteil der DRAG am jeweiligen Unternehmen reinnehmen.Im Mittel nehme ich mal 82% an.

Ganz grob erwartet DRAG aus der aktuellen Produktion also folgender EBITDA-Beitrag pro Tag:

11.000 BOE x (39,91$-5$) x 0,9 x 0,82 = 283.399$ pro Tag = 8.501.970,-$ pro Monat

abzüglich ca. 20x5000$ mtl. Betriebskosten = 100.000$ macht ca. 8,4 Mio $ pro Monat

Davon stehen der DRAG im Mittel 82% zu: 8,4 Mio x 0,82 = 6,888 Mio$ pro Monat.

Das dürfte in etwa der auf die DRAG entfallende Anteil im Januar 2017 sein, vor Steuern, Abschreibungen, usw. Dieser Wert nimmt monatlich ab, wenn nichts neues gebohrt wird, halbiert er sich etwa alle 12 Monate, bevor es ab ca. dem 4. Jahr recht stabil wird. "Refracking" nicht berücksichtigt.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 54.548.683 von Ralph100 am 16.03.17 15:38:58Für mich die beste Nachricht hier seit gefühlt 100 Seiten. Es scheint also doch einen Gott zu geben ;)

Hatte schon befürchtet, unser Orakel für steigene Kurse hätte seine magischen Fähigkeiten verloren (zusammen mit dem anderen Helden - die "Älteren" werden sich erinnern - war das Auftauchen immer ein exzellenter und zuverlässiger Indikator, dass es jetzt steil nach oben geht). Das mit den steigenden Kursen kann dann jetzt also (zeitverzögert) losgehen....;-)
Nach der gestrigen Prognose für 2017 war ich - wie hier geschrieben - schockiert und habe deshalb auch einige Aktien abgegeben.
Nun führe ich (für mich) eine Neubewertung durch.
Der von mir erwartete Jahresüberschuss für 2017 liegt nun - wie bereits hier in einem gestrigen Beitrag anhand der EBITDA-Zahlen von mir abgeleitet - bei ca. 10 Mio € bzw. 2 € pro Aktie. Dabei gehe ich auch von einer konservativen Prognose aus und hoffe auf einen etwas höheren Jahresüberschuss. Sollte sich der Ölpreis im vernünftigen Rahmen bewegen (ca. 50 USD), so dürfte der Jahresüberschuss 2018 weiter steigen.
Betrachtet man die Dividendenpolitik, so sollte dies den Kurs zusätzlich stützen.
Für 2017 dürfte eine Erhöhung der Dividende sehr wahrscheinlich sein.
Da der Kurs heute unter die 20 € -Marke gefallen ist und damit auch das von mir erwartete KGV für 2017 wieder unter 10 liegt, habe ich heute wieder einige Aktien zu Kursen von 19,70/19,80 zurückgekauft.
Dennoch ist mein Erwartungshorizont gesunken. An Kursen von 30 € oder mehr innerhalb dieses Jahres glaube ich nicht mehr.
Was mich aber gestern noch mehr geschockt hat als die Prognose der DRAG, ist das Verhalten einiger weniger Forumsteilnehmer hier.
Nachdem ich in vielen früheren Beiträgen positive Kommentare zu DRAG abgegeben habe und nach dieser Prognose erstmals einen kritischen Beitrag hier eingestellt habe, wurde ich massiv angegriffen (Vorwurf der Unfähigkeit). Fatalis neu schrieb zudem: "Den richtigen Umgang mit Usern wie Ralph, Codiman, Nikitta etc. müssen wir hier finden und erarbeiten."
Er stellt meine Beiträge auf eine Stufe mit den Beiträgen von Ralph und spricht dabei hier für alle(wir).
Allerdings muss ich zumindest einen Unterschied klarstellen: Wenn hier meine Beiträge von allen nicht mehr erwünscht sind, dann werde ich selbstverständlich dem nachkommen.
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Jetzt machen sich hier aber einige mehr als lächerlich. Seit Wochen sind die CCE Daten bis Ende Mai für jeden einseh- und ziemlich exakt kalkulierbar. Das niemals mehr als die Hälfte der Umsätze von Q1 erreicht werden konnte, musste doch jedem klar gewesen sein, der sich die Produktionszahlen wenigstens einmal flüchtig angeschaut hat. Die Decline-Raten sind für die in Produktion befindlichen Wells im Rahmen dessen was erwartbar war. Es gab einen etwas heftigen Drop vom März auf April, dafür waren aber die Poduktionsdaten Februar/März außerordentlich stabil. Dass die 15 komplettierten Wells in Q2 noch nicht in Produktion gegangen sind, sollte auch jedem klar gewesen sein. Dann hätte es mit Sicherheit eine Pressemitteilung gegeben. Insofern ist der halbe Umsatz im Vgl. zu Q2 bei Leibe keine Überraschung, im Gegenteil - es hätte mich nicht überrascht, wenn er noch stärker ausgefallen wäre. Übrigens bedanke ich mich heute bei allen, die geschmissen haben, für den mir gewährten, günstigen Zukaufskurs.



quelle https://cogcc.state.co.us/cogis/ProdOperatorMonthly.asp?Oper…
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Antwort auf Beitrag Nr.: 55.709.829 von abgemeldet-316724 am 11.09.17 02:28:52
Meine bescheidene Meinung
Guten Morgen,

wer als Forist und Aktionär schon sehr lange dabei ist, der weiss vielleicht auch, dass ich auch schon sehr lange dabei bin.

In der Vergangenheit habe ich hier viel und intensiv gepostet. Nun schon lange Zeit kaum noch. Grund ist für mich, dass es hier sowohl nach oben als auch nach unten deutlich emotional übertrieben wird.

Meine persönliche Einschätzung zur DRAG, zum Öl, zum Rig-Count, zu den Lagerbeständen, etc.:

Es entwickelt sich alles innerhalb der normalen Schwankungsbreite, wie wir es hier seit 2014 als wahrscheinlichstes Szenario angenommen haben.

Die "Ängste" in Sachen $-Kurs, DRAG Rentabilität etc. teile ich nicht, ich finde sie teilweise haarsträubend formuliert. Auch was Öl-/Gasanteile and er Produktion, etc angeht, Decline Ratre, etc. Da haben sich doch hier tatsächlich "Experten" echauffiert, dass die Produktion der Bohrungen in den ersten Wochen bereits um einen deutlichen zweistelligen Prozentsatz "einbricht". Kopfschüttel...

Warten wir es ab, nach wie vor bin ich der Meinung, die DRAG ist auf dem Besten Wege zur Dividendenmaschine.

Einzig der DRAG-Kurs bewegt sich nicht dort, wo wir ihn verortet hatten.

So ist leider Börse.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 55.723.356 von Be_eR am 12.09.17 14:57:54Das was du verlangst ist sehr schwer zu beantworten, da ja sehr detailliert und Facettenreich. Aber ich kann das ganz grob skizzieren, was bisher los war bei der DRAG:

1. Goldförderung in Australien
- die eigene Zielsetzung hat man nie erreich
- das Projekt konnte man am Ende allerdings sehr gewinnbringend verkaufen

2. Gold in der Mongolei
- war ein Traum, der sich nicht erfüllt hat
- hat aber auch wenig bis garnichts gekostet

3. Tekton
- man hatte einige wenige Quellen in Produktion und eine große Pipline an Bohrungen
- alle produzierenden Quellen warfen tolle Gewinne ab und der Break Even lag bei 10 - 11 Monaten
- alle Aussichten und Ziele wurden voll erfüllt
- der Verkauf erfolgte als Ganzes, ebenfalls sehr Gewinnbringend

4. Wolfram Camp
- lief glaub ich parallel mit der Entwicklung von Tekton
- konnte nie die Gewinnzone erreichen, trotz ständiger Nachbesserung an der Anlage
- dann der Deal mit Almonty
- bisher wurde hier schwarz gemalt. Ich habe ehrlich gesagt auch keine besondere Perspektive bei diesem Projekt gesehen
- nun sieht die Welt schon ganz anders aus. Der Rohstoffpreis hat sich binnen weniger Monate fast verdoppelt

5. Seltene Erden
- zu Beginn auf die alten Lizenzen in Sachsen bezogenes Projekt
- hat sich im Laufe der Zeit weiter entwickelt, so dass man aus Gipshalden SE per Biologischem Verfahren gewinnen kann/soll
- leider verzögerte sich das Projekt komplett, da einer der Partner mit den Gipshalten zwischenzeitlich Pleite gegangen ist und mit einem neuen Partner verhandelt werden musste
- hier bin ich wirklich gespannt, was das Projekt in der Zukunft bringen kann

6. aktuelle Ölprojekte
- bisher einmal Ziel verfehlt in 2016 und daraus resultierte eine Gewinnwarnung
- war aber m.E. einfach ein Anfängerfehler in der Buchhaltung der AG und sollte nicht mehr vorkommen
- ansonsten gabs noch keine Zielverfehlungen
- der CEO hält trotz der Währungsschwankung und des kurzfristig eingebrochenen Ölpreises an der Jahresplanung fest

7. da würde ich den Rest zusammenfassen:
- RP - langweilig - kostet nichts, bringt aber auch wenig
- Hammer - langweilig - kostet etwas und bringt auch etwas über das Jointventure ein - die Bohrergebnisse hauen einen aber nicht vom Hocker
- Devonian - sterbenslangweilig - hängt fest
- die Erzvorkommen in Deutschland - keine Ahnung, hier gab es jetzt in zusammenhang mit Lithium ein Jointventure - mal schauen was da kommt

In der Summe hat der CEO und die DRAG immer geliefert. Was hier in diesem Forum aber von Zeit zu Zeit passiert: übertriebene Fantasie und Erwartung. Die Erwartungshaltung deckte sich aber oftmals nicht mit den Zielen die vom CEO der DRAG verkündet wurden. Führte in der Vergangenheit immer mal wieder zu der einen oder anderen Frustration einzelner...
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Antwort auf Beitrag Nr.: 55.848.585 von question-mark am 29.09.17 09:46:54Liebe DRAG-Mit-Aktionäre,

in Anbetracht der letzten und vor allem auch der heutigen schlimmen Nachrichten habe ich beschlossen, mein langjähriges Engagement bei der DRAG-Aktie (bin auch schon seit 2012 bzw. 2013 dabei - so genau weiß ich das gar nicht mehr, so lang ist das schon her) zu beenden, komplett aus dem Wert auszusteigen und mich hier aus dem Forum zurückzuziehen (der Vielschreiber war ich ja nie - hin und wieder habe ich aber doch mal ein paar Zeilen geschrieben).

Nachdem jetzt endlich der Ölpreis tatsächlich anzuziehen scheint (was ich in den letzten Quartalen hier ein paar mal vermutet und erklärt hatte, warum das irgendwann schlicht und einfach sein muss; Stichworte: Schweinezyklus, fehlende Investitionen) und sich jetzt alles doch tatsächlich hier wieder etwas freundlicher darzustellen scheint, sehe ich mich gezwungen, auf einen anderen Wert, der aktuell einfach mehr Krisenpotential bietet, umzusteigen.

Aktuell sieht es leider danach aus, als bestünde die Möglichkeit, dass die Planungen und Überlegungen hinter den DRAG-Aktivitäten doch aufgehen könnten. Man fasst es kaum, aber selbst das tote Pferd Almonty scheint wieder laufen zu können bzw. zu wollen. Der Kurs der DRAG-Aktie reagiert leider auch schon und geht aktuell sogar - man möchte sich das als langjähriger DRAG-Aktionär der letzten Jahre kaum vorstellen - ein Stückchen nach oben. Ich befürchte sogar das Schlimmste, dass der Kurs noch weiter steigen könnte.

Bei diesen Voraussetzungen ist das nun jetzt einfach nicht mehr meine Aktie und dieses Forum hier nicht mehr meine Heimat. Ich sehe einfach keine Zukunft - worüber soll man sich denn hier unterhalten bzw. austauschen, wenn auf einmal Pläne und Planungen funktionieren könnten und der Aktienkurs steigen sollte. Ok - es bliebe die etwas verbesserungswürdige PR-Arbeit - aber wer hat denn noch ernsthaft Lust, sich leidenschaftlich darüber auszutauschen und zu beschweren, wenn der Kurs anzieht? Vor allem ist mir hier im Forum auch die in den letzten Wochen wieder besser werdende Qualität der Beiträge ein Dorn im Auge - wo sind denn auf einmal die ganzen Trolle hin?

Da ich meine Position durchgehend seit ein paar Jahren gehalten habe, könnte ihr euch vorstellen, dass ich mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht habe. Ich muss zugeben, der Gedanke zum Komplettausstieg reifte aber schon eine ganze Weile in mir - ich muss mich hier durchaus auch an die eigene Nase packen - ich habe das durchaus kommen sehen. Nachdem die heutige Nachricht (ich habe sie nur überflogen) nun aber leider gar keine negativen Überraschungen bereit hielt (Leute posten im Forum sogar ihre Absicht nachzukaufen - ist das zu fassen!!!), ist dies der Tropfen der das Fass zum Überlaufen brachte. Ich sehe einfach keinen anderen Ausweg und verabschiede mich hiermit aus dem Wert und suche mir jetzt einen anderen Krisen-Wert. Euch weiterhin Alles Gute.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 45.097.563 von Dagobert Bull am 23.07.13 14:33:44Dem Bericht von Dagobert Bull ist wenig hinzuzufügen.

Aktuell rechnet man nur mit einem Bohrgerät bei Tekton, man versucht aber noch etwas von der Anleihe zu platzieren, (oder anderweitig eine Finanzierung zu sichern) um ein zweites Bohrgerät mieten zu können. Erfreulich, dass eine Kapitalerhöhung bei der Rohstoff AG ausgeschlossen wurde.

Die Wolframmine in Australien scheint wohl so um break-even zu laufen, alle bisherigen Kosten hat man aktiviert (das geht bis zum Beginn der commercial production)

Die Chancen bei SES wurden deutlich positiver eingeschätzt als ich gedacht hätte.
Zitat von valueplantation: ein kgv setzt voraus, dass ein unternehen gewinne aus dem operativen geschäft erzielt. dies ist bei der drag bislang in keinem jahr gelungen.
[/b]

Du LÜGST schon wieder, ohne rot zu werden.

Zum operativen Geschäft der DRAG gehört, mit Beteiligungen zu handeln. zB. Gold, Rheinpetroleum: die von Dir bewußt unterschlagenen Gewinne der Veräußerungen entstammen damit eben sehr wohl dem operativen Geschäft. Deine Lüge ist mal wieder eine nachweislich falsche Tatsachenbehauptung. Du wirst etwas nachlässig beim Lügen. Man sollte Dich wieder öfter bei der Moderation melden.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 45.921.222 von valueplantation am 26.11.13 13:56:09VP - so langsam solltest du über einen Kurs bei der VHS nachdenken!

Eine G+V besteht aus Aufwendungen und Erträgen! Wenn du schon eine "Aufstellung der Aufwendungen der Gesellschaft machst musst auch die Einnahmen dokumentieren - sonst wer es von V-Rechnung und nicht G+V Rechnung.
Du bezifferst die Verwaltungs-Kosten der DRAG mit 450 US§? - also keine Produktionskosten (z.B. Löhne in Australien) - den Beleg für diese Zahlen möchte ich von dir sehen. Oder hast du hier mal wieder geraten?

Was die Declinrate betrifft - nur Könige sprechen von sich in der Mehrzahl. Wenn "wir" das also geklärt haben, dann hast du das mit dir alleine ausgemacht - mehrere User hier im Forum haben es dir eine andere Decline-Rate vorgerechnet. Von einer Klärung oder gar Übereinkunft mit dir kann also nicht die Rede sein.


Rückstellungen

Richtig ist, dass Passivseiten und Aktivseite eine Waage bilden - also immer ausgeglichen sind. Aktuell stehen die Verbindlichkeiten aus der Anleihe auf der Passivseite und auf der Aktivseiten das Gegenstück unter liquide Mittel im Umlaufvermögen (der Zufluss aus der Anleihe ist ja zum größten Teil nicht investiert). Bei der Investiton findet dann ein Aktiv-Tausch statt indem die liquiden Mittel abnehmen und das Anlage um die Investitionssumme erhöht wird. Was bedeutet das z.B. für die beiden ersten Horizonalbohrungen:

Gesamtkosten beide Bohrungen: 8.0 US$
Abschreibung 1 Jahr (Anteilige Förderung an der zu erwartenden Gesamtförderung): ca. 25% von 2x300 TBOE = 2,0 Mio US%
Erlöse: 2x 75 TBOE x 45 US$ = 6,75 Mio US$
D.h. dass durch die 2 Horizontalbohrungen ein Deckungsbeitrag von 4,75 Mio US$ verbucht wird.

Im Anlagevermögen stehen also nach einem Jahr noch 6 Mio US$ aus dem beiden Horizontalbohrungen - und gleichzeitig in der G+V 6,75 Mio US$ an Erlösen verbucht und 2 Mio US$ an Abschreibungen. Es findet also durch das Investment wieder ein Wechsel von Vermögenswerten auf der Aktivseite statt - und zwar vom Anlagevermögen hin zum Umlaufvermögen (liquide Mittel 4,75 Mio US$).

Da ich nicht so einseitig veranlagt bin wie du, werde ich dir auch die Risiken aufzeigen, die ich bei der DRAG sehe:

1. Fördermenge und Declinerate je Bohrung (man ist nicht mitten im Wattenberg-Feld)
2. Oelpreisentwicklung (auch davon abhängig, wie hoch die Auslastung der Pipelines in den USA sind)
3. Dry Hole bedeutet Verlust in der G+V (also Abschreibung) - je mehr Dry Holes desto stärker schlägt das in der G+V durch. Eine Erfolgsrate von 50 % bei den Bohrungen würde die Wirtschaftlichkeit in Frage stellen.
4. Das Unternehmen wird Steuern auf die Buchgewinne zahlen müssen - was zu Liquditätsabflüssen führen wird (vor allem wichtig gegen Ende der Laufzeit der Anleihe).
5. Ob und inwieweit die Wolframproduktion nachhaltig Gewinne erwirtschaften wird steht noch in den Sternen. Zum einen scheint die Produktion mit 3-4 Tonnen/Tag noch zu niedrig zu sein um die Investitionen und einen Gewinnn erwirtschaften zu können. Zum anderen wird zumindestens in Süd-Korea in den nächsten 1-2 Jahren eine weiter Mine in Betrieb gehen - und die ist deutlich größer. Ob also der aktuelle Marktpreis für Wolfram stabil bleibt ist ungewiss. Ich bin hier im Forum sicher nicht der einzige, der einen Verkauf befürwortet.
6. Die bergmännische Produktion von Seltenen Erden in Deutschland halte ich für möglich - aber problematisch (viele Auflagen, viele bergbauspezifischen Kostenfaktoren z.B eigene Feuerwehr etc.). Viel wahrscheinlicher ist die Aufbereitung von Halden zur Gewinnung von Seltenen Erden - das düfte auch finanziell deutlich interessanter und einfach zu sein (wenn die richtige Technologie zur Verfügung steht).
7. Bei der Produktion von Zinn sehe ich die DRAG primär als Entwickler - die Förderung werden sicher andere übernehmen. Da ist die DRAG schlicht und einfach zu klein dazu!
8. Und da wäre noch Devonian Metals - ebenfalls ein Entwicklungsprojekt, dass sicher abgegeben wird. Die Produktion von Blei ist vor allem aus Umweltgründen mehr als problematisch - andererseits ist absehbar, dass die Nachfrage größer sein wird als das Angebot (und damit die Preise steigen).

Zinn, Seltene Erden und Devonian "fressen kein Brot" (also Liquidität) - könnten also bei Verkauf kurzfristig nette Gewinne bescheren!

Solange du nicht beide Seiten der Medaille diskutieren willst, bist du für mich ein Basher (aus welchen Gründen auch immer) - deshalb kann ich deine Postings nicht ernst nehmen! :cool:

P.S. - ich habe ganz langsam geschrieben, dass du auch alles verstehst! :laugh:
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Servus. War ja richtig was los hier in den letzten Tagen. Hier mal ein paar Meinungen und Gedanken von mir, die ich hier noch nicht gelesen oder übersehen habe.

Versteuerung: Die Rückzahlung des Kredites ist absolut steuerfrei (39 Mio). Da die Ausschüttung (129 Mio) von Tekton an die Deutsche Rohstoff USA erfolgte, ist auch die Ausschüttung quasi steuerfrei, da die DRAG USA ihren Sitz in Delaware hat. Delaware ist global die Nr. 1 unter den Steuerparadiesen. Von daher wird sich die Besteuerung in sehr engen Grenzen bewegen (10%?).

Neue Projekte: Ich habe gelernt, die Mitteilungen der DRAG mehrfach zu lesen und dies auch zwischen den Zeilen. Und da kann man durchaus auch folgendes lesen.

1. Tekton ("das Team in den USA") kann sich nun einem neuen Projekt widmen und wird dies wohl auch tun.
2. Die DRAG investiert ZUSÄTZLICH in ein Projekt ohne Tekton-Beteiligung:
"Die Deutsche Rohstoff beabsichtigt, ihre Aktivitäten im US Öl- & Gasgeschäft auszubauen. In den kommenden Wochen sollen hierzu nähere Details veröffentlicht werden."
Wohlgemerkt: Da steht bewusst DRAG und NICHT Tekton. Ansonsten stünde dort "Tekton beabsichtigt..."

Und wenn die DRAG ihre US-Aktivitäten ausbauen will, heisst dies, es gibt ein neues, zusätzliches Projekt NEBEN Tekton. Ausserdem macht dann die Ausschüttung der Erträge aus Tekton erst recht Sinn.

Dividende/Sonderdividende: Da das Geld offenbar bewusst in Delaware gebunkert wird, ist auch keine Sonderdivi geplant. Es wird vermutlich direkt aus Delaware reinvestiert. Also bleibt es 2013 wohl bei einer normalen Dividende.
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Der Kurs ist nicht nach oben durch die Decke gegangen, als es das Hz-Bohrprogramm eigentlich gerechtfertigt hätte.

Er wird auch jetzt nicht durch den Boden gehen, nur weil sich der Laden in der Neuausrichtung befindet. Geht mal davon aus, dass wir in der nächsten Zeit News bekommen, die es wieder ermöglichen sehr optimistisch nach vorne zu schauen.

Gebel hat kommuniziert, dass sich "erste" Projekte bereits "in der Prüfungsphase" befinden.

Was sollen sie Eurer Meinung nach in der Zwischenzeit kommunmizieren? "Erste Projekte befinden sich immer noch in der Prüfungsphase"? Oder "die Anzahl der sich in Prüfung befindlichen Projekte hat sich geändert"?

Wenn ein Projekt für positiv befunden und abgeschlossen wurde, dann werden wir es hier auch erfahren. Bis dahin: Warten!

Der Kursverfall nervt mich persönlich auch. Alle, die jetzt aussteigen hatten (verständlicherweise) auf regelmässige, steil ansteigende Einnahmen durch Tekton gesetzt. Hätte es keinen Verkauf gegeben, würde die dann momentan anstehende tägliche Tekton-Förderung (im peer-group Vergleich) Kurse von 40-60,-€ pro DRAG Aktie rechtfertigen. Bei steil nach oben steigender Tendenz. Da ist es verständlich, dass eine Enttäuschung vorherrscht und geschmissen wird.

Andererseits: Das sind jetzt Kurse, wie wir sie vor Beginn des Tekton-Bohrprogrammes hatten. Bei hoher Verschuldung und ebenfalls ungewissem Ausgang der Bohrungen damals. Ohne ARP. Ohne 60 Mio$-Verkaufsoption für die "Restfläche". Ohne ein vor Cash platzendes Konto. Allerdings mit noch vorhandener Wolfram- und RP-Fantasie.

Bei Wolfram finde ich es richtig und konsequent, jetzt einen evtl. Verkauf in Betracht zu ziehen. Um sich auf die rentablen Öl-und Gas-Projekte zu konzentrieren. Und was den erzielbaren VK-Preis angeht: Abwarten! Bislang hat die DRAG immer sehr kluge VK-Deals gemacht. Zb mit verlorener "Prüfungsgebühr", die in jedem Fall bei DRAG bleibt, auch wenn es nach der Prüfung nicht zum Vertrag kommt (beim Goldprojekt und auch jetzt bei Tekton). Und wenn es klappt mit dem Verkauf wird das Geld in Hz-Bohrungen investiert. Da ist es in jedem Fall rentabler angelegt.

RP ist momentan wohl wegen der ersten zwei Bohrungen nichts wert. Somit ist nichts eingepreist und wenn, dann kann RP nur noch positiv überraschen.

Dafür hat SES etwas mehr an Fantasie gewonnen. Allerdings marginal.

Es lebt und stirbt der Kurs mit den/dem neuen Projekt(en): Wo sind diese angesiedelt? Wieviele acres sind unter Vertrag? Wieviele acres sind angestrebt? Wieviel BOE werden pro durchschnittlicher Hz-Bohrung dort bei welchen Kosten und welcher BOE-Zusammensetzung erwartet? Welche gesamtreserven werden vermutet? Wann kann das Bohrprogramm mit wievielen Rigs bei welcher durchschnittlichen Bohrdauer starten? Etc.

Das sind viele Fragen, die es zu beantworten gilt. Aber ERST DANN, wenn das erste neue Projekt auch eingetütet ist. Vorher nicht.

Und daher ist das, was hier momentan passiert schon ein klein wenig Panikmache.
Hallo zusammen,

Nachdem ich ebenfalls in die Aktie investiert habe und endlich etwas Zeit finde, möchte ich im Folgenden erläutern, was meine Beweggründe zu diesem Investment sind. Vorab wäre es aus meiner Sicht aber angebracht, wenn wir den Wert eines Unternehmens nicht anhand einzelner Artikel, Analystenmeinungen oder dergleichen mehr beurteilen, sondern anhand fundamentaler Grundwerte und rationalen Überlegungen.

Zu den "weichen" Kriterien wurde eigentlich genug in diesem Thread gesagt: Es wurden wichtige Akquirierungen getätigt, zu einem günstigen Zeitpunkt und vernünftigen Preis. Zu den "harten" Kriterien: Das Unternehmen hat im letzten Jahr eine Eigenkapitalrendite (EKR) von 1.86%, was schon eine ziemliche Katastrophe ist. Normalerweise schaue ich bei derartigen Aktien sofort weg (die Eigenkapitalrendite ist mit die wichtigste Kennzahl), aber die anderen Zahlen haben meine Aufmerksamkeit bekommen. Wie sich bei einer späteren Analyse herausstellte, lag der Grund für einen derart niedrigen Wert an temporären Gegebenheiten. Die Zahl enttäuscht trotzdem, zumal die vorigen Werte auch stark schwankten (2015: 1.86%, 2014: 38.88%, 2013: -17.07% (!!!), 2012: 5.95%). Für viele Value-Anleger würde diese Aktie also direkt rausfliegen. Aber schauen wir auf andere Kennzahlen.

Die Eigenkapitalquote (EKQ) betrug 50%, was ein sehr guter Wert war. Der Wert schwankte auch über die Jahre (50.27%, 48.10%, 36.95%, 84.56%), lag aber in jedem Jahr in einem sehr guten und exzellenten Bereich. Toll! Wenige Schulden zu haben, ist ein Privileg, was in heutigen Zeiten niedriger Zinsen und damit lockerer Kredite nur wenige Unternehmen schätzen. Die DRAG gehört dazu, 50% EKQ ist da ein guter Wert.

Die EBIT-Marge betrug 126.31%, was einfach traumhaft ist. Generell gilt bei EBIT-Margen "je höher, desto besser". EBIT-Margen sind wie eine Versicherung für schlechte Zeiten. Ein Unternehmen sollte aus meiner Sicht mindestens 10% haben, besser sind ab 15%. Wir haben hier 126.31%! Das bedeutet, dass die DRAG bestens gewappnet ist für schlechte Zeiten! Wenn man dann noch den Verlauf über die letzten Jahre anschaut, sollte das noch deutlicher werden: 126.31%, 387.77%, -30.33% (!!!), 23.25%. Die DRAG hat seine EBIT-Marge also deutlich gesteigert in den letzten beiden Jahren.

Der aktuelle KGV liegt bei 15.97, was gut ist. Wenn man den gleitenden KGV über 5 Jahre nimmt (letzten drei Jahre, Schätzung aktuelles Jahr, Schätzung nächstes Jahr), so kommt man auf unter 7, was dann hervorragend ist. Das kommt natürlich durch die tollen EPS-Schätzungen zustande. Man hat einen geschätzten Gewinnwachstum von diesem auf das nächste Jahr von über 300%. Das sind Werte, die man ganz, ganz selten findet.

Die Aktie hat positiv auf die Quartalszahlen reagiert, was meist ein guter Indikator für eine positive Entwicklung und Überrenditen ist. Die Schätzung der Gewinne hat sich über die letzten Monate positiv entwickelt, das heißt, dass Analysten ihre Schätzung mehrmals nach oben korrigiert haben.

Bei den Kursentwicklungen haben wir im Vergleich "Aktueller Kurs", "Kurs vor 6 Monaten" und "Kurs vor 12 Monaten" stets eine Weiterentwicklung, was ebenfalls einen langfristigen Trend aufzeigt. Ich gebe eigentlich nichts auf derartige Kursüberlegungen, allerdings ist das für eine Charttechniker hier ja auch interessant.

Wer in dieser Analyse Levermann erkannt hat: Ganz recht. ;) Ich könnte nun aber auch den intrinsischen Wert berechnen, dafür habe ich aber gerade keine Zeit. Wenn ich mich recht erinnere, hat die Aktie eine hinreichend große Margin of Safety. Dividende ist mir persönlich egal. Ich hab es eigentlich gerne, wenn meine Aktien keine Dividende ausschütten, erst recht bei solchen Small Caps, aber ich kann mit einer Dividende leben. :laugh:

Das Management besitzt 18.20% der Aktien. Das ist ein hervorragender Wert. Ich liebe Unternehmen, wo das Management sich so in ihrem Unternehmen engagiert. Hier ist das Management nicht wegen des Gehalts tätig, sondern, weil ihnen auch ein großer Teil am Unternehmen gehört!

Weil hier schon die Frage gefallen ist: Warum dann überhaupt andere Leute verkaufen? Was interessieren euch andere Leute? Während Buffett seine Aktien für die Ewigkeit immer und immer gehalten hat und auch hin und wieder nachgekauft hat, haben tausende andere verkauft. Wer ständig auf andere schaut, der wird niemals besser performen als eben solche.

Und ganz nebenbei: Ich habe die Aktie gekauft, bevor die OPEC entschieden hat, was sie mit der Förderdeckelung macht. Nach der OPEC-Entscheidung haben wir natürlich noch einen guten Grund, um optimistisch zu sein.
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ich möchte nicht "Tippen" ich will bewerten um zu einem möglichen Kursziel zu kommen;

seit ein paar Wochen nun hat die DRAG bei Cub Creek 21 Ölquellen in Produktion,
dank geschickter Finanzierung und Rückflüssen aus den Quellen wird man nun in 2017 noch mehr Quellen in Produktion bringen,

Anfang 2017: 21 Quellen in Produktion
Mitte 2017: 30 Quellen in Produktion
Ende 2017: 51 Quellen in Produktion

(laut langfrist Planungen sollen Ende 2018 dann rund 100 Quellen produzieren)

Die Tochter Cub Creek wird Ende 2017 also aus 51 Ölquellen fördern!
Auf den Cub Creek Flächen sind dann aber weitere gut 100 Bohrungen möglich!

Ich sehe dann im laufenden Jahr 2017 den fairen Wert von Cub Creek bei rund 200 Mio. Dollar.
Alleine diese Tochter ist dann in meinen Augen schon mehr Wert als die gesamte DRAG aktuell an der Börse.

Dann haben wird da noch die zwei weiteren Öl Töchter die ebenfalls bereits positive Cash Flows erwirtschaften. Wert dieser Beteiligungen sicherlich ebenfalls bei 60-70 Mio.

Zu Salt Creek ist z.b folgendes zu lesen.
Für 2017 rechnet das Management von Salt Creek unter der Annahme eines durchschnittlichen Ölpreises (WTI) von USD 50/Barrel mit einem Umsatz für Salt Creek von USD 6,5 Millionen und einem EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von USD 4,8 Millionen. In den Folgejahren werden Umsatz und EBITDA nach der Planung stark steigen.

Die anderen Bergbau Beteiligungen lasse ich einfach mal außen vor da diese der DRAG aktuell nichts kosten aber auch noch keine wirklichen Umsätze bringen.

Ich denke dass früher oder später auch im Kurs deutlich sichtbar wird dass die 3. Öl Töchter eigentlich aktuell schon das doppelte der aktuellen DRAG Bewertung wert sind.

Interessant ist dazu auch noch folgende Aussage des CEO in einer PR aus dem Jahr 2015.

Thomas Gutschlag, CEO der Deutsche Rohstoff, sagte: „Mit dieser Akquisition sowie den Flächen unserer zweiten US-Beteiligung Elster Oil and Gas verfügen wir bereits wieder über ein genauso attraktives Portfolio wie die frühere Tekton Energy. Dank der niedrigeren Ölpreise konnten wir alle Flächen zu guten Konditionen sichern. “

Aufgrund der eigenen technischen Analysen erwartet das CCE-Management, dass die erworbenen Flächen wirtschaftlich ab einem WTI-Ölpreis von ungefähr 40 US-Dollar attraktiv sind. Das Management geht darüber hinaus davon aus, dass durch den starken Rückgang der Ölpreise in den vergangenen Monaten eine deutliche Reduzierung der Kosten pro Bohrung erreicht werden kann.
http://rohstoff.de/blog/2015/03/23/deutsche-rohstoff-cub-cre…

bereits 2015 hatte man also in etwa die selben Flächen gesichert wie das Tekton Projekt welches man für 200 Mio. damals verkauft hatte,
nun kommt es aber, seit dieser Aussage in 2015 hat man die Flächen bzw. Bohr Möglichkeiten nochmals in etwa verdoppelt;

Ganz ähnlich sehen das scheinbar Kepler und First Berlin welche Ihre Kursziele mit neuen Flächen und dem gestiegenen Ölpreis immer weiter anheben. Mit den zu erwarteten guten Förderergebnissen im Februar mit dem neuen wohl deutlich gestiegenen Reserve Gutachten erwarte ich dass die Kursziele der beiden weiter in Richtung 35-40 Euro nach oben wandern.
Spätestens im zweiten Halbjahr 2017 wenn über 50 Quellen produzieren sehe ich erste Kursziele von rund 40 Euro.

40 Euro würde ja nur einer DRAG Bewertung von 200 Mio. entsprechen.

Deshalb sehe ich für das zweite Halbjahr 2017 einen Kurs zwischen 33-40 Euro.
(Wird natürlich auch etwas vom Ölpreis abhängen)

Für 7. Juli und somit kurz vor der Dividenden Ausschüttung schätze ich also einen Kurs von 33 Euro.


Wobei es für mich da noch gleich gültig ist ob der Kurs nun vielleicht erst bei 28 oder schon bei 35 steht.

Aber auch 2018 sollte es dann ja beim Wachstum noch dynamischer weiter gehen. Die langfristigen Planungen sehen dazu ja rund 50 neue Bohrungen in 2018 vor.
In 2018 dann also in etwa eine Verdopplung der Quellen von 51 auf rund 100 alleine bei der Tochter Cub Creek.

Für mich plausibel da die 2016er und 2017er Quellen alleine schon sehr viel Rückflüsse generieren werden so dass dieses noch größere Programm in 2018 locker gestemmt werden dürfte.

2018er Kursziele von 50 Euro oder darüber erscheinen für mich dann jedenfalls absolut denkbar.

Das alles unter der Annahme dass der Ölpreis die nächsten 1-2 Jahre zwischen 45-55 Dollar bleibt;
(aktuell liegen wir ja sogar am oberen Rand dieses Korridors)



nochmals zum Thema Ölpreis;
In diesem neuen Artikel kommt der DRAG Partner Extraction Oil zu Wort.
Wir wissen ja, die Flächen der beiden Unternehmen liegen direkt nebeneinander es ist von den völlig gleichen Rahmenbedingungen auszugehen.

Der Extraction CEO tätigt eine wie ich finde sehr bemerkenswerte Aussage die zeigt wie wertvoll und richtig die DRAG Investitionen sind.

U.S. shale, unlike many other oil industries in the world has managed to adapt to the new $50 oil reality. Denver based Extract Oil & Gas, CEO, Mark Erickson says, “$45 oil has proven to be a sweet spot for the company, any improvement in price just means stronger returns and more activity are on the way.” This year’s shaping up to be a very good year for U.S. shale.

http://oilprice.com/Energy/Crude-Oil/Expect-A-New-Shale-Boom…

bei einem Ölpreis von 45 Dollar sieht er sein Geschäft also als sweet spot an;
nun liegt der Ölpreis aktuell jedoch sogar 20% über diesem von ihm genannten sweet spot; ;):cool:
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Antwort auf Beitrag Nr.: 54.286.847 von wolfsta am 10.02.17 06:30:59Warum geht Ihr eigentlich immer auf solche User ein?

Es ist doch immer dasselbe, in jedem Thread die selben User die anscheinend nur auf Krawall gebürset sind. Der sitzt schon seit über einem Jahr auf Ignore aus einem anderen Thread.

PS: Auch Ariva mit ihm ganz dasselbe Theater.
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Ich werde mich

genau einmal zu zwei Usern äußern, bewußt keine Namen nennen aber eindeutige Hinweise geben. Der eine kontert jede faktenbasierte Aussage der andere ist so vor ca. drei Tagen aufgetaucht mit ähnlicher Marschrichtung.

Beide sind mir aus vielen Threads bekannt. Das Auftauchen erfolgt meist wenn eine Aktie ins Interesse der User kommt oder zusätzlich vordergründig schlechte Nachrichten kamen. Diese haben es dann geschafft ganze Threads zuzumüllen und gute User zu verjagen.

Dies kann mehrere Tage bis zu einigen Wochen dauern. Meist ziehen sie dann weiter. Ich kann nur empfehlen gar nicht auf die Diskussion einzugehen. Das wurmt sie am meisten und ist die einzige Möglichkeit bis hier wieder Ruhe einkehrt.

Also bitte ignorieren. Denkt euch euren Teil aber lasst das Antworten. Bei Beiden besteht null Interesse sich hier ordentlich auszutauschen. Die wenigen lesenwerten Zwischentöne gehen leider beim geposteten Restmülle der Beiden unter.

Einfach Mal die Threads und Kommentare der Beiden verfolgen. Das ist eindeutig!

Gruß Comedy:)
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.656.888 von Gustl24 am 01.04.17 11:00:49
Zitat von Gustl24:
Zitat von Dagobert Bull: Hallo,

in der aktuellen Unternehmenspräsentation finde ich sehr interessant zu erfahren, das die Absicherung der Ölproduktion im Laufe des Jahres ansteigt.....im April werden 60% der Produktion abgesichert und diese Absicherung steigt bis zum November 2017 auf ca.95%.:eek:

Es grüßt Dagobert Bull


Unter diesem Hintergrund ist es mir unerklärlich warum seit gefühlten Wochen hier diskutiert wird, wann ein Break Even erreicht würde und was wenn der Ölpreis fällt...
Man kassiert min.47$ und je nach Ölpreisentwicklung einen ordentlichen Zuschlag on Top.
Punkt.


"Der Gewinn anderer wird fast wie ein eigener Verlust empfunden."
(Wilhelm Busch)

Die Erklärung ist ganz einfach, sie liegt in der Psychologie begründet: entgangene Gewinne schmerzen uns sogar mehr als Verluste. Und deshalb wird hier ellenlang (und völlig überflüssig) darüber gejammert, dass die DRAG bei Kursen von über $58 (WTI) dann die Differenz nicht verdienen würde. Dabei steht der WTI-Kurs bei knapp $50. Ist also völlig egal! Das Konstrukt dient alleine dem Risikoschutz nach unten und die DRAG hat sich 75% der Fördermenge zu $47 abgesichert für 2017. Hut ab, toller Deal! Sie macht also an jedem Barrel rund $15 Gewinn!!! Sollte nun WTI auf $60 steigen, würde die DRAG rund $23 je Barrel Gewinn machen - und nur $2 nicht realisieren. Damit sich das spürbar negativ auswirkt, müsste der WTI-Preis schon eine lange Zeit und erheblich über $58 liegen.

Ich finde eher belustigend, dass hier genau diejenigen, die immer fallende Ölpreise an die Wand malen und quasi die Pleite der DRAG nun bei der Absicherung einen schlechten Deal hineininterpretieren, weil der Ölpreis ja Richtung $75 laufen würde. Kann jeder so ernst nehmen, wie er will. :laugh:
6 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Anbei

die Antwort aus Mannheim ohne Kommentierung.
Es wurde der Text aus der PM genommen und meine
Fragen habe ich direkt hinter den Text gestellt.
Die Antworten aus Mannheim sind fett markiert.

Gruß Comedy:)





Guten Tag Herr .........,

anbei meine Antworten auf Ihre Fragen von vorgestern und gestern.

Es handelt sich um vorläufige Zahlen, mit denen wir unsere Aktionäre früher als bisher über das Halbjahr informieren wollen. Ein ausführlicher Bericht kommt Ende September. Ich kann im übrigen nicht erkennen, dass wesentliche Zahlen oder Erläuterungen fehlen. In einer Pressemeldung kann man naturgemäß aber auch nur die Highlights berichten.

Beste Grüße

Thomas Gutschlag




Der Deutsche Rohstoff Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2017 einen Umsatz von 32,1 Mio. EUR (2. Quartal: 11,2 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) lag bei 23,5 Mio. EUR (2. Quartal: 6,3 Mio. EUR). Das Konzernergebnis für das erste Halbjahr liegt bei 5,0 Mio. EUR. Bezieht sich dieses nur auf den Anteil der DRAG? Dies würde keinen Gewinn im zweiten Halbjahr bedeuten? Das würde aber den Aussagen entgegensprechen das bereits bei Ölpreisen unter 40 USD profitabel gearbeitet wird.

Die 5 Mio. sind das Ergebnis vor Minderheiten, sie haben recht, dass wir im zweiten Quartal keinen Gewinn gemacht haben. Die Ursache hierfür ist aber nicht die operative Arbeit oder die Kosten im Konzern, sondern die Ursache ist der Währungsverlust im EUR/USD. Das steht auch nicht im Widerspruch zu der Aussage, dass wir ab 40 USD profitabel arbeiten. Diese Aussage bezieht sich auf die Profitabilität der einzelnen Bohrungen. Währungsveränderungen, wie wir sie im EUR/USD in den letzten Monaten erlebt haben, haben damit nichts zu tun.

Alle Zahlen sind vorläufig und ungeprüft. Die Deutsche Rohstoff AG veröffentlicht den vollständigen Halbjahresbericht am 29. September 2017.
Die Umsätze und Erträge resultieren fast ausschließlich aus der weiterhin sehr stabilen Öl- und Gasproduktion der US-Tochterfirmen. In Summe konnten im ersten Halbjahr 1.000.764 Barrel Öläquivalent (BOE) gefördert werden, davon entfielen 654.408 Barrel auf Öl, der Rest auf Erdgas und Kondensate. Die Öl / Gas und Kondensatquote war hier im ersten Quartal noch deutlich anders, wie ist dies zu erklären?

Grds. ist es bei Bohrungen in Wattenberg so, dass die GOR (Gas Oil Ratio) im Verlauf der ersten Monate ansteigt. Während die Ölproduktion gem. der „Type Curve“ bereits stark zu sinken beginnt, bleibt der Gasanteil relativ stabil und steigt teilweise auch. Dies war bei Cub Creek der Fall.

Die durchschnittliche Tagesproduktion im Konzern belief sich im ersten Halbjahr 2017 auf 5.529 BOE. Alle Mengenangaben entsprechen dem Nettoanteil der US-Tochterfirmen nach Anteilen Dritter. Wenn bereits in den ersten drei Monaten im Schnitt rund 7500 BOE gefördert wurden müsste im zweiten Quartal die Förderung auf 3500 BOE gefallen sein, dies käme einer Katastrophe gleich, ist dem so?

Bitte beachten Sie, dass wir hier lediglich von Nettozahlen sprechen, das heißt dem Anteil der Produktion, der nach Anteilen Dritter und nach Royalties auf die Töchter entfällt. Die Nettoproduktion im ersten Quartal lag bei 6470 BOE, im zweiten Quartal bei 4640, der Abfall ist also nicht katastrophal, sondern typisch für Horizontalbohrungen im Wattenbergfeld. Die 7700 BOE Produktion die Cub Creek im Januar vermeldet hat waren die Bruttozahlen nur für den Januar. Um über die Qualität einzelner Bohraktivitäten zu berichten macht es Sinn auf Bruttozahlen einzugehen. Im Zusammenhang mit den Finanzzahlen sind aber natürlich die Nettozahlen wichtig. Generell macht diese Differenzierung zwischen Netto und Brutto etc. das lesen der Zahlen nicht einfacher, ist aber typisch bei Öl und Gas Gesellschaften.

Die planmäßigen Abschreibungen im ersten Halbjahr beliefen sich auf 15,2 Mio. EUR. Negativ wirkte sich die Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro aus. Sie führte zu im Wesentlichen unrealisierten Währungsverlusten in Höhe von rund 3,0 Mio. EUR. Gab es hier Absicherungsgeschäfte für den USD? Es gab einige kurzfristige erfolgreiche Absicherungsgeschäfte. Grundsätzlich haben wir das Problem, dass wir keine festen Zeitpunkte haben, zu denen Dollar zurückfließen und in Euro getauscht werden können. Wir sichern uns deshalb hauptsächlich gegen starke Bewegungen ab.






Dr. Thomas Gutschlag
Vorstand - CEO

Deutsche Rohstoff AG
Q7, 24
68161 Mannheim, Germany

Vorstand: Dr. Thomas Gutschlag, Jan-Philipp Weitz
Vorsitzender des Aufsichtsrats: Martin Billhardt

Sitz Mannheim - HRB 702881 Amtsgericht Mannheim
www.rohstoff.de

Tel. +49 621 490 817 0
Fax +49 621 490 817 22
gutschlag@rohstoff.de
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