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24.07.20 18:10:55
Beitrag Nr. 358 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (24.07.2020)
In dieser Woche gewann das Wiki (+2,1%) weiter hinzu und konnte ein neues Allzeithoch markieren. Der DAX (-0,6%) verlor leicht an Wert.

Im Jahr 2020 liegt das Wiki (+34,8%) nach Gebühren weiter vor dem DAX (-3,1%).

In dieser Woche gab es mit Frequentis eine Neuaufnahme im Wiki.

Frequentis gehört meiner Meinung nach zu den solidesten Unternehmen, die man an der Börse finden kann. Das Unternehmen besteht seit über 70 Jahren und ist seit letztem Jahr an der Wiener Börse notiert. Das Familienunternehmen ist immernoch überwiegend in Familienhand und der Streubesitz beträgt gut 22%.

Frequentis ist DER Anbieter für sicherheitskritische Kommunikations- und Informationssysteme. Das Unternehmen bietet Control Center Solutions und Public Safety & Transport Lösungen an. Kunden sind daher öffentliche Auftraggeber wie Flugsicherungen, Polizei, Feuerwehr, Rettung, Schifffahrt und Bahn. Das Unternehmen ist daher relativ Krisenunabhängig, da man einerseits nicht an der Wirtschaft direkt sondern an öffentlichen Auftraggebern hängt und andererseits sehr lange Verträge von häufig 15 Jahren Laufzeit mit diesen hält. Das Unternehmen ist in 150 Ländern aktiv und ist vor allem im Bereich der Flugsicherung nicht mehr wegzudenken und verfügt daher über einen tiefen Burggraben.

Das Unternehmen weiß aber, dass sich die Kommunikation stets weiterentwickelt und investiert daher auch stark in die Forschung & Entwicklung und wurde hier mit einigen Preisen für besonders innovative Lösungen ausgezeichnet.

Von der norwegischen Flugsicherung hat man z.B. den ersten Auftrag zur Flugsicherung im Drohnenbereich erhalten. Sollte die Entwicklung hier weiter so schnell vorran gehen, könnte für Frequentis hier noch ein großer Markt warten.

Eine besonders spannende Entwicklung ist Frequentis auch im Bereich der Remote Tower gelungen, zu welchem es jetzt schon mehrere Aufträge gibt bei denen man nun vor allem regionale Flughäfen von einem zentralen Standpunkt aus kontrollieren zu können.

Auch der Cloudbereich fängt bei Frequentis nun langsam an. Man stattet die größte deutsche Polizeiorganisation mit einer multimedialen Leitzentrallösung aus, welche über eine cloudbasierte Lösung gehostet wird. Gerade erst hat Frequentis auch den Zuschlag zur Lieferung des Kommunikationssystems für die Einsatzleitstellen der Feuerwehr und Polizei in Hamburg erhalten.

Bei Frequentis ist man an vielen spannenden Zukunftsentwicklungen dran und ist auf der anderen Seite ein sehr konservatives Unternehmen, was auch so bilanziert und z.B. keine der hohen Forschungs&Entwicklugnskosten aktiviert. Das Unternehmen wird geführt, wie man es sich als langfristiger Aktionär wünscht, es wird nicht auf kurzfristige Bilanzkosmetik geachtet, sondern dafür gesorgt, dass das Unternehmen langfristig erfolgreich ist und immer weiter wächst.

Obwohl das Unternehmen relativ risikoarm erscheint, die letzten 30 Jahren stets profitbal war, gut geführt wird, bilanziell sehr sauber ist und an Zukunftsthemen beteiligt ist, ist die Bewertung erstaunlich niedrig.

Obwohl Frequentis gerade in den Schlagzeilen stand, weil sie 31 Mio Euro verloren haben, da die Bank bei der sie es angelegt hatten Bilanzfälschung betrieben hat, verfügt Frequentis immer noch über ein Nettocash von rund 13 Mio Euro.

Damit kommt Frequentis auf einen Enterprise Value von rund 200 Mio Euro, bei Umsätzen von rund 320 Mio (EV/U= 0,6). Der Umsatz wuchs zuletzt im Bereich von 6% pro Jahr, auch durch kleinere Übernahmen. Beim KGV liegt man im nächsten Jahr bei rund 14.

Frequentis ist als Software und Kommunikationsplattformanbieter eigentlich in der Lage deutlich höhere Margen zu erzielen und ich gehe davon aus, dass dies mit der Zeit und auch kommen wird. Frequentis ist für mich kein Unternehmen, bei dem ich einen kurzfristigen Hype erwarte, obwohl dies bei Themen wie der Flugsicherung für Drohen nicht auszuschließen ist, aber es ist für mich ein sehr solides Langfristinvestment, was eher in die Kategorie wie Sto fällt. Ich halte Frequentis daher zum aktuellen Zeitpunkt für eine gute Ergänzung des Wikis um bei möglichen größeren Börsenschwankungen einen weiteren stabilen Wert zu haben.


Ansonsten hat in dieser Woche noch Hypoport vorläufige Zahlen vermeldet. Diese erschienen auf den ersten Blick schwach, da man aufgrund der Transaktionszahlen mehr erwarten konnte. Die Aktie verlor zwar etwas, der Markt scheint aber inzwischen realisiert zu haben, dass man ein Unternehmen wie Hypoport nicht aufgrund eines Quartals bewerten sollte, denn die Unternehmensentwicklung ist weiterhin im vollen Gang, daher bleibe ich natürlich dabei.


Nächste Woche kommen dann noch die mit Spannung erwarteten Halbjahreszahlen von Cegedim. Während der Umsatz wohl nicht so entscheidend sein wird, steht die Gewinnentwicklung im Fokus, hier bleibt zu hoffen, dass sie nun seit langem mal ein erstes Halbjahr deutlich profitabel abschließen können und dem Markt damit ihre wahre Ertragsstärke offen legen.


Die größten Gewinner waren diese Woche:
Westwing +12,9%
MyHammer +5,0%


Die größten Verlierer waren diese Woche:
Hypoport -4,7%
GFG -3,1%
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29.11.15 15:59:20
Wochenupdate Szew Grundinvest (28.11.2015)
Eine gute Woche endet für den Dax, welcher 1,6% zulegen konnte. Aufgrund eines einzelnen Ausfalls viel die Performance des Wikis mit -0,5% deutlich schlechter aus. Im Jahr 2015 bleibt das Wiki deutlich vorn (Wiki +68,6%, Dax +15,2%).

In der vergangenen Woche verließ mit Cytotools einer der spekulativen Werte das Wiki. Bei Cytotools hat man die Bezeichnun Black Friday wohl etwas zu wörtlich genommen als man am Freitag seine Ergebnisse aus der P3 Studie veröffentlichte. Während die sonstigen Ergebnisse von Dermapro stets hervorragend waren, kamen die jüngsten Ergebnisse, welche eine Unwirksamkeit des Medikaments nahe legen, doch sehr überraschend. Der Kurs verlor entsprechend über 80% und zog das Wiki dadurch knapp 2% runter.

Durch den Verkauf von Cytotools wäre wieder ein Platz frei im Wiki, es gibt in der Watchlist einige Kandidaten z.B. M4E, MBB und Bluecap, doch eine Entscheidung welcher Wert und wann ist noch nicht gefallen.


Die größten Gewinner waren diese Woche:

SNP: +10,2% - Der Vortrag beim Eigenkapitalforum scheint wieder weitere Käuferschichten überzeugt zu haben. Aufgrund der Perspektiven scheint SNP weiterhin attraktiv.

Norcom: +4,5% - Norcom bleibt sehr volatil, konnte unterm Strich aber wieder etwas zulegen. Sollte es nochmal unter 6€ gehen würde ich nachkaufen.

Hypoport: +4,2% - Eine Gewinnerliste ohne Hypoport darf es natürlich nicht geben, auch wenn es in der vergangenen Woche ungewöhnlich ruhig um Hypoport war. Im aktuellen Aktionär wird der Wert wieder zum Kauf empfohlen, das könnte nächste Woche nochmal etwas Schwung reinbringen.

S&T: +3,0%

Die größten Verlierer waren diese Woche:

Helma: -2,1%

Splendid Medien: -1,7%
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29.11.19 22:08:17
Beitrag Nr. 305 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (29.11.2019)
In der vergangenen Woche gewann das Wiki (+2,5%) wieder stärker hinzu, während der DAX (+0,5%) nur leicht zulegen konnte.

Im Jahr 2019 bleibt das Wiki (+64,9%) nach Gebühren weiterhin deutlich vor dem DAX (+25,3%).

Nachdem ich in der letzten Woche bereits MongoDB und Alteryx verkauft hatte, kam in dieser Woche nun auch ZScaler hinzu, nachdem auch dieser Wert seinen Rebound vollzogen hat (rund 30% vom Tief in gut einem Monat). Auch hier wollte ich nun das Risiko eines kurzfristigen Rückschlags lieber aus dem Weg gehen. Generell gehe ich nun wieder dazu über das Wiki defensiver aufzustellen, nachdem die Börse und vor allem das Wiki in den vergangenen Wochen sehr gut gelaufen sind, die Werte nun ein geringeres Potential bis zu ihren Kurszielen aufweisen und eine erhöhte Korrekturwahrscheinlichkeit besteht.


In dieser Woche hat SBM Monaco seine Zahlen vorgelegt, die durchaus gut waren. Dies ist meine mit Abstand defensivste Position im Wiki, die ich auch aufgrund der Zahlen nun auf knapp 20% verdoppelt habe, da ich ihr zwar viel Kurspotential zugestehe, den Wert in einer Korrektur aber deutlich stabiler sehe als viele andere Werte.


Die größten Gewinner waren diese Woche:
Hypoport +10,2%
Alibaba +7,1%
Etsy +3,7%
Angi +2,5%
Softbank +2,4%



Die größten Verlierer waren diese Woche:
Ivu -7,1%
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20.03.20 18:33:04
Beitrag Nr. 324 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (20.03.2020)
In der vergangenen Woche war es schon etwas stabiler an den Märkten, der DAX (-1,9%) verlor nur noch moderat, während sich das Wiki (-7,6%) deutlicher abgeben musste.

Im Jahr 2020 liegt das Wiki (-35,7%) nach Gebühren nun wieder leicht hinter dem DAX (-32,6%).


Während man in guten Börsenzeiten oft den Spruch "Die Hausse nährt die Hausse" hört, ist es nun genau andersherum, denn wir befinden uns in einer schwierigen Abwärtsspirale.


Die Kurse fallen wegen der Erwartung niedriger Gewinne und dem Einpreisen einer höheren Marktrisikoprämie. Durch den wirtschaftlichen Stillstand kommen einige Unternehmer in finanzielle Schwierigkeiten und müssen schnell zu Liquidität kommen. Wenn sie Aktien halten, werden sie diese wohl trotz gesunkener Kurse auf den Markt werfen und den Kursverfall befeuern. Die Kursverluste erreichen eine neue Stufe, viele Fonds haben sich Regeln aufgelegt, nach denen Positionen verkauft werden müssen, wenn ein prozentualer Kursverlust eingetreten ist. Hinzu kommt, dass ängstliche Investoren nun ihre ETFs und Fonds verkaufen, welche zu zwangsverkäufen der dort enthaltenen Aktien führen. Ob sie wollen oder nicht, dann müssen auch diese ihre Anteile auf den Markt werfen und die Kursverluste erreichen die nächste Stufe. Zusätzlich kommt es nun zu Margin Calls: viele Investoren erhöhen ihren Einsatz über Kredite, welche eine gewisse Sicherheit in Form von Eigenkapital benötigen. Dieses Eigenkapital ist in der Regel ebenfalls in Aktien angelegt. Sinken die Aktienwerte, reicht dieses Eigenkapital nicht mehr aus um als Sicherheit für die erhaltenen Kredite zu fungieren. Wenn man kein Eigenkapital mehr nachlegen kann, ist man gezwungen seine Positionen zu verkaufen egal wie günstig die Aktie momentan auch erscheint und damit kommt es zum endgültigen Absturz an den Börsen. Wann diese Abwärtsspirale gestoppt wird und es wieder aufwärts geht kann niemand mit bestimmtheit sagen, die Effekte die zu diesen Kursverlusten führen, haben ab einem gewissen Punkt aber nichts mehr mit der fundamentalen Bewertung dieser Unternehmen zu tun und genau dann kann man als Investor die größten Schnäppchen finden.


Bei meiner Investmentstrategie versuche ich nie den Markt zu timen und so lange ich Werte finde, denen ich ein gutes Chance Risiko Verhältnis gebe, bleibe ich voll investiert, daher werde ich auch vorallem jetzt kein Cash aufbauen, sondern versuchen den Nutzen aus dieser Abwärtsspirale zu ziehen, denn irgendwann wird diese durchbrochen sein.


In meiner Handelsidee des Wikifolios hatte ich bei Eröffnung geschrieben: "Das Wikifolio, soll aus einer Mischung aus sicheren Dividendentiteln, fundamental unterbewerteten Aktien mit Chancen auf einen Turnaround und zu einem kleinen Teil auch aus Small Caps mit starkem Wachstumspotential bestehen."


Seit bestehen des Wikifolios kam dieser eigentliche Hauptpunkt von fundamental unterbewerteten Dividendenwerten mit Chance auf einen Turnaround sehr kurz, denn in der zuletzt wirtschaftlichen stabilen Lage, gab es nicht viele interessante Turnaroundwerte, denen ich ein besseres Chance-Risiko-Verhältnis zugestanden hätte, als kleineren wachstumsstarken Unternehmen.

In den Jahren vor der Eröffnung des Wikis, war das allerdings immer mein Investmentschwerpunkt, daher auch so klar in der Beschreibung genannt. Durch die nun wirtschaftlich schwierige Zeit, hat sich vieles am Markt geändert und auch meiner Ansicht nach das Chance Risiko Verhältnis vieler Werte. In der jetzigen Zeit suche ich lieber die Sicherheit als das Risiko, ohne, dass ich mir große Chancen entgehen lassen will. Wähle also Unternehmen, die in dieser Zeit zu hart abgestraft wurden, Unternehmen, bei denen ich davon ausgehe, dass sie stark genug sind auch eine längere Flaute zu überstehen um am Ende durch die Insolvenz kleinerer Wettbewerber gestärkt aus der Situtation hervorzugehen. Daher habe ich mich auch dazu entschieden nun die kleineren, wachstumsstarken Unternehmen zunächst zu verkaufen, da diese häufig noch Verluste machen und erstmal beweisen müssen, dass sie diese Phase überleben können. Sollte der Sturm vorbei sein und die Wirtschaft wieder anziehen, so sind diese Werte sicher wieder Kandidaten für eine Aufnahme, das erhöhte Risiko möchte ich allerdings nicht länger tragen.

In dieser Woche habe ich eine zweite Maßnahme getroffen um das Risiko weiter zu verringern, denn niemand kann vorhersagen wie lange die aktuelle Situation noch andauern wird. Während ich zuletzt Werte im Wiki hatte, die von dem aktuellen Abschwung deutlich getroffen sein werden, aber meiner Einschätzung nach nicht so hart getroffen werden, wie der Kursverlust suggeriert, habe ich diese Woche sechs Werte aufgenommen, bei denen ich davon ausgehe, dass diese von der aktuellen Situation wenig betroffen sind, bzw noch profitieren könnten und dennoch deutliche Kursverluste hinnehmen mussten.


Zu den Unternehmen, welche die Flaute zwar treffen wird, ich aber denke, dass der Kursabschlag schon viel zu hoch ist gehören VW, Hochtief, Allianz und ING. VW und Hochtief gehören zu den besten Unternehmen ihrer Branche und sind mit einer ordentlichen Nettocashposition ausgestattet, die sie auch eine längere Durststrecke überstehen lassen sollten. Auch die ING und Allianz könnten als Finanzwerte deutlich unter der aktuellen Situation leiden. Aber auch diese beiden Werte gehören zu den Stärksten ihrer Branche und verfügen über eine gute Kapitalausstattung. Daher gehören diese Werte für mich zu den vier größten Turnaroundkandidaten sobald Licht am Ende des Tunnels ist.

Da kaum jemand abschätzen kann, wann denn nun dieses Licht wirklich zu sehen sein wird, habe ich mit Wirecard, Deutsche Börse, Facebook, Alphabet, RTL und Wallstreet Online sechs weitere Werte aufgenommen, die von dieser Zeit, in der man verstärkt zu Hause bleibt eher profitieren sollten. Wirecard als digitaler Bezahldienstleister dürfte von der erhöhten Nutzung digitaler Produkte und Bestellungen über das Internet profitieren. Die Deutsche Börse sollte durch die aktuellen Marktturbulenzen mehr verdienen, da mehr gehandelt wird. Facebook und Alphabet sollten durch das verstärkte Zuhause bleiben auch eine erhöhte Nutzung ihrer Produkte erfahren. Auch klassisches Fernsehen sollte mehr geschaut werden wovon RTL profitieren könnte. Wallstreet Online könnte gleich doppelt profitieren, denn durch das verstärkte zuhause sein, haben viele mehr Zeit sich über die Seiten des Unternehmens über die Börse zu informieren und durch die Marktturbulenzen besteht auch ein erhöhter Bedarf danach. Wichtig war mir auch hier eine starke Marktstellung vor allem eine solide Bilanz der Unternehmen, daher habe ich z.B. auch eine RTL gewählt und hätte nie eine Prosieben gekauft. Natürlich sind diese Werte keine reinen Profiteure, denn egal wie hoch die Nutzung ihrer Produkte ist, am Ende verdienen sie ihr Geld über Werbeeinnahmen und in einer Rezession sparen Unternehmen häufig gerade daran. Dennoch glaube ich nicht, dass der Einbruch so heftig sein wird wie z.B. 2008/2009, da dies eine ganz andere Situation ist und sich deutlich schneller entspannen könnte. Gerade, da sich der Aufenthalt der Menschen in nächster Zeit immer stärker auf die eigenen vier Wände beschränken dürfte, haben werbewillige Unternehmen nicht mehr so viele Möglichkeit die potentiellen Kunden zu erreichen und da bieten diese Unternehmen genau die Möglichkeit jetzt eine erhöhte Nutzerzahl anzusprechen. Wichtig war mir bei diesen Werten, dass sie zwar zu den Profiteuren gehören könnten, aber alle trotzdem mindestens 30% Kursverlust hingelegt haben, damit diese Werte ebenfalls Aufholpotential besitzen. Andere Werte, die gerade kursmäßig von der Situation sogar profitieren, sind für mich eher uninteressant, da diese eher fallen sollten, sobald die Lage besser wird und damit die Kursgewinne der anderen Werte aufheben.
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21.04.20 00:26:22
Beitrag Nr. 339 ()
Hi Szew, ich bin in deinem Wikifolio investiert und wollte mich mal herzlich bedanken für die ausführlichen Updates und Erläuterungen zu deinem Wikifolio-Management jede Woche. Finde es echt super, dass du dir so viel Mühe machst, deine Überlegungen und Entscheidungen nachvollziehbar zu beschreiben. Ist immer spannend zu lesen und schafft zudem Vertrauen 👍🏻
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24.04.20 18:28:31
Beitrag Nr. 340 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (24.04.2020)
In der vergangenen Woche ging es für das Wiki (+0,5%) leicht nach oben, während der DAX (-2,7%) verlor.

Im Jahr 2020 liegt das Wiki (-14,5%) nach Gebühren weiter vor dem DAX (-22,0%).

In dieser Woche gab es keine Veränderungen im Wiki. Ich bin aktuell mit der Aufstellung sehr zufrieden und sah keinen Grund zur Änderung.

Auf der anderen Seite ist meine Watchlist aber ziemlich voll und sollte es dazu kommen, dass ich hiervon einen Wert für attraktiver halte, könnte es zu einem Wechsel kommen.

Die vergangene Woche war für die Werte im Wiki ziemlich nachrichtenarm. Alibaba hat bekanntgegeben, dass man weiter stark in die Cloud investieren will und geht davon aus, dass dies mal ihr Hauptgeschäft werden könnte. Wie man bei Amazon sieht, scheint das ein vielversprechender Weg zu sein.

Auch Facebook investiert weiter, mit der zweitgrößten Investition seiner Unternehmensgeschichte verstärkt man sein Indiengeschäft auf der einen Seite und auf der anderen Seite geht es bei der Entwicklung seiner Libraplattform voran.

Die nächste Woche sollte wieder deutlich spannender werden, denn dann beginnt die Berichtssaison auch für für mehrere Werte im Wiki.

Die größten Gewinner waren diese Woche:
GFG +14,8%
Trade Desk +11,7%
Cegedim +4,9%
Facebook +2,8%


Die größten Verlierer waren diese Woche:
StoneCo -10,8%
VW -5,8%
Hochtief -5,1%
ING -4,8%
Alibaba -3,0%
Alphabet -2,0%
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08.05.20 18:28:38
Beitrag Nr. 342 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (08.05.2020)
In der vergangenen Woche ging es für das Wiki (+4,0%) weiter nach oben, während der DAX (+0,4%) leicht im Plus schloss.

Im Jahr 2020 liegt das Wiki (-4,8%) nach Gebühren weiter vor dem DAX (-17,7%).


In dieser Woche habe ich mich von Amazon getrennt und die Gewinne mitgenommen. Die Aktie ist als möglicher Corona Profiteur gut gelaufen und konnte ein neues Allzeithoch erreichen. Die Quartalszahlen konnten das nur teilweise bestätigen, während der Umsatz zwar deutlich zulegen konnte, wurde aber auch deutlich, dass Corona erhöhte Kosten mit sich bringt. Da ich bei den anderen Werten mehr Potential sehe, habe ich mich von Amazon getrennt.

Dafür zurückgekauft habe ich Square nachdem diese Zahlen gemeldet hatten. Die erste Reaktion auf die Zahlen fiel vom Markt sehr negativ aus (-8%), dies habe ich für einen Einstieg genutzt, denn die Telefonkonferenz war sehr aufschlussreich und klang durchaus optimistisch. Diese Einschätzung schien der Markt dann am nächsten Tag auch zu teilen und die Aktie konnte sich von -8% auf +9% hocharbeiten. Mehr zu Square weiter unten.

Gute Vorabzahlen gab es diese Woche von Hypoport, im ersten Quartal wuchs sowohl der Umsatz als auch das EBIT um 30%. Auch wenn Hypoport auf den ersten Blick für viele teuer scheint, ist die Bewertung mit vielen US Wachstumswerten immer noch deutlich zu niedrig, vor allem wenn man den guten Burggraben mit einbezieht. Daher habe ich die Position nach den Zahlen ausgebaut.

Auch die ING Groep hat seine Q1 Zahlen veröffentlicht, hierauf war ich besonders gespannt, da man die Banken ja mehr oder weniger totgeredet hat. Und die Zahlen sind vergleichsweise sehr gut ausgefallen. Man hat zwar coronabedingt sicherheitshalber deutlich mehr Kredite abgeschrieben/Rückstellugnen für Abschreibungen gebildet, aber nicht so viele wie befürchtet. Der Gewinn ging um 40% zurück, aber man machte immer noch einen deutlichen Gewinn und nicht wie viele erwarteten, einen existenzbedrohenden Verlust, die Kernkapitalquote liegt weiter bei guten 14%. Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,17€ je Aktie, selbst wenn die kommenden Quartale ähnlich laufen, bleibt die Aktie günstig bewertet.


Ansonsten möchte ich diesen Wochenbericht nutzen um meinen Investmentcase bei StoneCo vorzustellen, da das Unternehmen sicher nicht so viele kennen werden.

StoneCo ist ein brasilanischer Paymentanbieter der sehr starke Ähnlichkeiten mit dem US Unternehmen Square hat.

StoneCo verfügt über sechs Bereiche/Marken:
1. Stone: Kartenlesegeräte am point-of-sale – hier verdient Stone bei jeder Transaktion, die über die Geräte abgewickelt wird. Vorteile für die Nutzer: Das Geld wird besonders schnell transferiert und man kann die Abrechnungen in einer übersichtlichen Software per PC oder Handy verwalten.
Über die Marke Stone bietet man auch Geschäftskundenkonten an, und vermittelt z.B. Kredite, die idR aber weiterverkauft werden und man hier nicht selbst ins Risiko geht. Für Stone bietet man noch weitere diverse Softwarelösungen an, z.B. „collact“ für Werbeaktionen und Kundenbindungen und „raio-x“ zur Inventar- und Preisverwaltung.

2. Pagar.me: Ist die Lösung im digitalen Vertrieb. Hier geht es nicht nur um die Zahlung, sondern auch um den Aufbau von Webshops. Hauptgeschäft ist aber die Zahlungsabwicklung wofür man mehrere Lösungen bereitstellt. Sei es Zahlung per Link (z.B. bei Verkäufen über social media) oder direkte Einbindung in die Website. Auch hier gibt es natürlich eine passende Software mit Auswertungsmöglichkeiten dazu. Richtet sicher aber eher an kleine Anbieter

3. Mundipagg: Dient als vollständiges e commerce Gateway und verbindet somit zu Visa etc. Über Mundipagg kann man viele Funktionen seines Shops steuern – z.B. Rabatte, Abos aber vor allem um die Finanzsteuerung durch das Verfolgen von Verkäufen/Zahlungen, Ratenkäufen etc.

4. Equals: Ist eine online Finanzmanagementplattform. Sie verbindet sich mit dem ERP System und nimmt z.B. automatisch Abschreibungen auf Forderungen vor, Steuerberichte etc. – Kunde ist hier z.B. Paymentwettbewerber Mercado Pago.

5. Cappta: Ist eine weitere Point of Sale Lösung.

6. Ton: Ton ist zwar noch nicht als eigenständige Marke auf der Stone Website geführt, das sollte sich aber noch ändern. Ton befindet sich gerade im Aufbau und ist eine Kooperation zwischen Stone und dem brasilanischen Mediengiganten Globo. Mit Ton scheint man vor allem Masse machen zu wollen, während sich die anderen Angebote eher auf etablierte Unternehmen fokussieren, zielt Ton auf Kleinstanbieter ab. Die Werbung soll dafür von den Globo Kanälen kommen und Stone macht die weitere Produktabwicklung. Die Funktionen sind auch noch stark eingeschränkt, es sind auch PoS Lösungen mit Cash-in und Cash-out Funktionen. Zukünftig will man diesen Kunden aber weitere Finanzprodukte wie Kredite und Versicherungen anbieten.

In Brasilien gibt es neben den klassischen Legacy Banken in diesem Bereich vor allem einen starken Konkurrenten, den ich auch schon mal im Wikifolio hatte aber leider nicht mehr über L&S handelbar ist: Pagseguro.

Während Stone mit seinen Angeboten besonders auf den SMB Bereich abzielte, hat sich Pagseguro die low hanging fruits der Micro Merchands geschnappt, die vorher meist noch gar keine bargeldlose Zahlungsabwicklung hatten und diese mit ihren POS Geräten ausgestattet. Der Vorteil dieser Kunden war, dass man von ihnen besonders hohe Gebühren verlangen konnte, da man keinen großen Wettbewerb hatte. Mit Stones Angebot Ton ändert sich das jetzt, denn hier greift man nun sehr aggressiv und werbewirksam genau dieses Klientel an. Das könnte zum Problem für Pagseguro werden und ich sehe Stone hier langfristig als Gewinner, da sie einfach das bessere Produkt zu haben scheinen. Pagseguro wird sich wohl weiter in den Privatkundenbereich ziehen, hier hat man mit der Gründung der digitalen Bank „Pagbank“ einen Raketenstart hingelegt – die Story ist ebenfalls sehr spannend, aber steht auf einem anderen Blatt :)

Stone ist vor allem bemüht, seine Softwareangebote noch stärker zu vermarkten und kommt hier gut voran, während im Q1 2019 nur 32.000 Kunden zusätzliche Software von Stone gebucht hatten, waren es in Q4 schon 135.000.

Mit der Entwicklung seiner ABC Finanzplattform versucht man sein Produktangebot besser unter einen Hut zu bekommen und die Bankenbeziehung der Kunden überflüssig zu machen.

Das Banking Angebot von Stone wird bislang sehr gut aufgenommen, waren es im März 2019 nur 3.000 Kunden sind es nichtmal ein Jahr später schon 79.000 Kunden gewesen. Das vermittelte Kreditvolumen konnte entsprechend mitgesteigert werden von 2 Millionen R$ in Q1 2019 zur 364 Millionen R$ im Januar 2020.

Zahlen zum vergangenen Jahr:
Kundenanzwahl wächst um 84% auf 495.000
Payment Volume wächst um 55% auf 129 Mrd R$
Umsatz wächst um 63% auf 2.576 Mrd R$
Nettogewinn wächst um 164% auf 804 Millionen R$ (31,2% Nettomarge)

Bewertung:
Aktuell wird das Unternehmen mit rund 43 Mrd R$ bewertet (~7,5 Mrd US Dollar), also dem 16 fachen Umsatz des vergangenen Jahres. Und wohl etwa dem 11 Fachen Umsatz des aktuellen Jahres, wobei der Corona Effekt noch schwer abzuschätzen ist.
Bei einem Unternehmen was so stark wächst und schon eine 40%ige EBIT Marge hat, halte ich das dennoch für günstig, denn das kgv wird damit wohl im Bereich von 33 für das aktuelle Jahr liegen.

Das Unternehmen hat noch sehr viel Wachstumspotential und fängt gerade erst an in viele seiner möglichen Bereiche vorzustoßen. Das größte Risiko sehe ich auf der Währungsseite, denn die brasilianische Währung Real ist nicht die Stabilste und da das Unternehmen seine Umsätze und Gewinne in Real macht und wir die Aktie in Dollar/Euro kaufen, hat der Währungsverlauf starke Auswirkungen auf die Unternehmensbewertung. Im vergangenen Jahr ist der Real im Vergleich zum Dollar um rund 28% gefallen, dies wirkt sich entsprechend negativ auf Stones Kurs in Dollar aus. Dies kann man auch gut an der vergangenen Woche sehen, während StoneCos Kurs in Dollar um 4% stieg, wäre er eigentlich um ~9% gestiegen, doch der 5%ige Verfall des Reals hat den größten Teil des Kursgewinns aufgezehrt. Sollte sich die Währung allerdings wieder erholen, könnten hier Zusatzgewinne entstehen. Für mich ist das Währungsrisiko aber ein Grund Stone trotz der guten Aussichten nicht zu hoch zu gewichten.

Noch kurz ein Bewertungsvergleich zu der wiederaufgenommenen Square:
Die Geschäftsmodelle ähneln sich sehr stark, auch Square setzt inzwischen neben dem klassischen PoS Geschäft auf E-Commerce Lösungen ähnlich wie Stone.

Mit der Cash App hat Square aber zusätzlich noch eine Lösung für Privatnutzer, die StoneCo nicht hat. Mit der Cash App geht man eher in die Richtung, die nun Pagseguro mit seiner Pagbank gegangen ist und damit bekommt man bei Square die Vorteile von StoneCo und Pagseguro in einem.

Bewertung:
Aktuell wird das Unternehmen mit rund 33 Mrd $ bewertet, also dem 7 fachen Umsatz des vergangenen Jahres. Und wohl etwa dem 5 fachen Umsatz des aktuellen Jahres. Das klingt erstmal deutlich günstiger als bei StoneCo, denn die Multiples sind nur etwa halb so hoch. Doch gibt es einige Besonderheiten bei Square, die man beachten sollte, z.B. waren in Q1 22% des Umsatz aus Bitcoin. Dies ist eher ein durchlaufender Posten und sollte man nicht als echten Umsatz betrachten, denn von den 306 Millionen, die man hier eingenommen hat, musste man direkt 299 Millionen wieder weiterreichen. Ähnlich ist es bei den Hardwareumsätzen, bei denen man sogar eine deutlich negative Rohmarge hat, da man an den Services und nicht an den Geräten Geld verdienen will. Es bietet sich also an anstatt des Umsatzes, die Rohmarge zur Bewertung heranzuziehen. Hier liegen wir bei einem Multiple von 17 für das vergangene Jahr und sollte im aktuellen Jahr bei 13 liegen. Dies relativiert, die erstmal sehr günstig erscheinende Bewertung schon etwas, aber vergleicht man es mit anderen Wachstumsunternehmen an der Nasdaq ist ein 13er Multiple auf die Rohmarge bei einem 40%igen Wachstum weiterhin günstiger als bei anderen Werten.

Bei den Margen gibt es zwischen den Unternehmen aber große Unterschiede. Während StoneCo mit einer 40%igen EBIT Margen zeigt, wie profitabel dieses Geschäftsmodell sein kann, kämpft Square weiterhin mit dem Break Even. Der Margen Unterschied liegt vor allem darin, dass Square relativ gesehen, deutlich größere Anteile der Rohmarge direkt wieder in die Produktentwicklung und in das Marketing steckt.

Vorteile Square:

- Square hat durch seine zwei Plattformen einen deutlich größeren Markt, vor allem unter dem Aspekt, dass diese Plattformen zeitnah kombiniert werden sollen, könnte man hier ein noch stärkeres Ökosystem schaffen.

- Internationalisierung: Während man sich bei StoneCo bisher nur auf Brasilien beschränkt und noch keine Ambitionen hat ins Ausland zu gehen, fängt Square immer stärker die Internationalisierung an und hat dadurch noch einen deutlich größeren Markt vor sich.

- Stabilere Währung im Vergleich zu StoneCo

Nachteile Square:

- Während der Markt in beiden Ländern zwar umkämpft ist, hat StoneCo den Vorteil, dass in Brasilien ein großer Teil des Kuchens noch nicht verteilt ist und daher ein genereller Bedarf nach deren Lösungen vorherrscht. In den USA ist der Wettbewerb vor allem mit Paypal aber auch älteren PoS Lösungen ebenfalls sehr groß und der Markt schon deutlich etablierter. Square muss also häufiger Geschäfte mit bereits bestehenden Lösungen davon überzeugen, dass Squares Lösung besser ist, was einen höheren Vertriebsaufwand mit sich bringt und die höhere Marketingquote erklärt.

- Verwässerung/Share based compensation: Bei Tech Werten an der Nasdaq gehört eine ordentliche Verwässerung zwar schon fast zum guten Ton, mir gefällt dieses Vorgehen aber überhaupt nicht, da ein größerer Teil des Wachstums bereits den Verwässerungen zum Opfer fällt. Bei Stoneco hat man in 2019 1,2% des Umsatzes für share based compensations ausgegeben, bei Square waren es über 7%.

- Noch keine nachhaltige Profitabilität erreicht



Die größten Gewinner waren diese Woche:
GFG +9,6%
Hypoport +7,6%
Alphabet +4,7%
Facebook +4,4%
StoneCo +3,9%
Wallstreet online +3,5%
Xero +3,5%



Die größten Verlierer waren diese Woche:
-
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15.05.20 18:23:15
Beitrag Nr. 343 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (15.05.2020)
Nach fünf postiven Wochen in Folge, gab es für das Wiki (-1,1%) in dieser Woche den ersten Rücksetzer. Der DAX (-4,0%) verlor allerdings deutlich stärker.


Im Jahr 2020 liegt das Wiki (-5,9%) nach Gebühren weiter vor dem DAX (-21,0%).


In dieser Woche gab es mit Wallstreet Online einen Verkauf und mit Paycom einen Neukauf.


Wallstreet Online habe ich nach der starken Performance verkauft, da sie nun nahe an meinem Kursziel angekommen ist.


Paycom ist ein US SaaS Wert, den ich seit Jahren auf der Watchlist habe, mir immer zu teuer war und immer wenn er kurz vor meinem Kaufkurs war, wieder nach oben gedreht und mir weggelaufen ist. In dieser Woche hat die Korrektur auch Paycom erwischt und ich habe nun die Chance genutzt eine erste Position aufzubauen. Paycom werde ich gern nochmal genauer vorstellen.


In dieser Woche war sonst noch einiges los:

Hypoport: Hat nun die endgültigen Zahlen gemeldet und es gab keine Überraschung, das Geschäft läuft weiter rund und auf dem aktuellen Niveau bleibt sie meine größte Position.


Xero: Hat auch seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2020 (bis 31.03.20) gemeldet und auch die lagen genau im Rahmen der Erwartungen mit einem Umsatzwachstum von 30%. Die Aktie reagierte auf die Zahlen auch überhaupt nicht und bewegte sich nur mit dem Markt. Corona hatte wie erwartet keinen großen Effekt auf das Geschäft, lediglich eine anstehende Preiserhöhung hat man aufgrunddessen erstmal verschoben.


GFG: Auch hier gab es Q1 Zahlen, die gut ausgefallen sind. Während man im Q1 so abgeschnitten hatte, wie ich es erwartet hatte, ist der Ausblick auf Q2 mit aktuellen Wachstumszahlen von rund 40% sogar nochmal deutlich besser ausgefallen. Hier scheint man nicht nur Aufholeffekte aus dem Q1 zu haben, sondern eine Trendbeschleunigung zum E-Commerce zu sehen und hier ist in den GFG Regionen ja ohnehin deutliches Aufholpotential. In meiner damaligen Vorstellung von GFG hatte ich die Entwicklung des Marktplatzes als einen entscheidenden Trigger für eine deutlich höhere Bewertung der Aktie gesehen, denn damit sind höhere Margen als im Direktgeschäft möglich. Der Anteil des Marktplatzes ist auf 25% in Q1 gestiegen und erhöhte sich im April sogar auf über 30%. Das hat nicht nur einen positiven Effekt auf die Rohmarge, sondern zieht auch mehr Kunden auf die Plattform, denn wenn viele stationäre Läden schließen müssen, suchen die Händler andere Vertriebskanäle und hier bieten die GFG Plattformen eine schnelle Umsetzungsmöglichkeit. Diese Anbieter werden dann ihre Kunden auf darauf Aufmerksam machen, dass sie ihre Waren nun über diese Plattformen vertreiben und locken damit weitere Kunden auf die Plattform ohne dass man zusätzliche Marketingkosten hat und mit jedem Händler und jedem Kunden wird der Netzwerkeffekt größer. Leider hat das Thema Währungen in Q1 mal wieder gebremst und die Hälfte des Umsatzwachstums aufgezehrt.


StoneCo: Veröffentlicht seine Zahlen zwar erst übernächste Woche, hat mit der Nachricht 20% der Belegschaft (1.300 Mitarbeiter) zu entlassen in dieser Woche aber für Aufsehen gesorgt und die Börse quittierte dies mit einem 20% Kursverfall der Aktie. Die Entlassungen werden vor allem Servicemitarbeiter der „Stonehubs“ betreffen, die Stone landesweit verteilt hat um Service und Vertrieb landesweit verteilt bereit zu halten. Der „Door to Door“ Vertrieb und Service ist in diesen Zeiten schwieriger und es scheint auch ohne zu funktionieren, so dass man sich hier stärker zurückzieht. Eine nachvollziehbare Kosteneinsparung, denn die Personalkosten waren im Vergleich zum Wettbewerb aufgrund dieses besonderes Services höher. Ich folge dem Unternehmen seit einer weile bei LinkedIn und hier konnte man in der Vergangenheit immer wieder potentielle Mitarbeiter sehen, die davon träumten irgendwann mal für Stone arbeiten zu dürfen – das Ansehen von StoneCo ist in Brasilien sehr hoch. Die Anzahl der Bewerber schoss von 29.000 in 2018 auf 109.000 in 2019 und man wurde von LinkedIn scheinbar zu recht zum Arbeitgeber Brasiliens auserwählt von dem die Brasiliener „träumen mal dort zu arbeiten“.

Daher war ich besonders gespannt, wie sich diese Entlassungswelle auf die (ehemaligen) Mitarbeiter und die Stimmung hinsichtlich Stone auswirkt und ich war sehr überrascht. Es äußerten sich sehr viele vor allem der entlassenen Mitarbeiter mit teils längeren Briefen auf LinkedIn und ich habe bestimmt 100 davon gelesen.

Bei keinem einzigen habe ich Beschwerden, Vorwürfe oder Undankbarkeit gelesen, ganz im Gegenteil – alle sprachen davon, wie dankbar sie für die Zeit bei Stone sind und dass sie überhaupt die Chance hatten für so ein Unternehmen zu arbeiten. Sie schrieben darüber wie viel sie für ihre weitere Zukunft gelernt haben und den unternehmerischen Schritt der Entlassungen verstehen können. In Deutschland wäre so eine Reaktion kaum vorstellbar. Sie posteten Bilder von sich und ihren Kollegen, bedankten sich für die schöne Zeit und schauen nun nach vorne – Stone unterstützt alle Entlassenen noch mehrere Monate mit diversen Leistungen um ihnen bei der neuen Jobsuche zu helfen.

Die aktuelle Zeit spielt dem Geschäft von StoneCo sicher nicht in die Karten, aber das Unternehmen bleibt sehr gut aufgestellt, geführt und scheint eine ausgezeichnete Chemie zu haben, so dass ich weiter dabei bleibe.



Die größten Gewinner waren diese Woche:

GFG +26,6%

Square +8,2%




Die größten Verlierer waren diese Woche:

StoneCo -21,3%

Xero -8,5%

Hochtief -7,1%

Cegedim -6,3%

VW -6,0%

Hypoport -3,6%

Facebook -3,5%

ING -3,3%

Alphabet -3,0%
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13.06.20 14:23:26
Beitrag Nr. 349 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.006.335 von sirmike am 13.06.20 12:55:53
Benchmark
Moin!

Klar darfst du.
Dies ist für dieses Wiki wirklich nicht so einfach gewesen.
Während ich z.B. in meinem Smallcap Wiki nur (deutsche) Nebenwerte handele, habe ich hier für den Wochenvergleich mit dem SDAX einen sehr guten Benchmark.
Bei dem Grundinvest Wiki habe ich keinen dauerhaften Anlageschwerpunkt und wechsele die Bereiche häufiger, je nachdem wo ich gerade das beste Chance-Risiko Profil sehe. Daher müsste der Benchmark mehrfach im Jahr wechseln, was ich aber noch verwirrender fände. Ich wollte von Anfang an für den Wochenvergleich einen einfachen dauerhaften Indikator um zu sehen wie der Markt in der Woche in etwa lief. Da der DAX bei uns am meisten im Fokus steht, habe ich mich der Einfachheit hierfür entschieden. Dass der DAX seit Erstellung des Wikis zu den schwächerein Indizes gehören würde, konnte damals niemand wissen, genauso wie jetzt niemand wissen kann, welcher Index zukünftig der Stärkste sein wird, sonst würde ich zu diesem wechseln.

Als echten Benchmark verstehe ich das ganze aber nicht, denn für einen Benchmark möchte ich mich mit deutlich mehr Indizes vergleichen und am Ende besser abschneiden als alle Vergleichsindizes. Dieser größere Vergleich dient auch für mich selbst, um zu kontrollieren, ob sich die viele Arbeit noch lohnt, denn wenn ich es nicht mehr schaffe diese zu schlagen, könnte ich auch entspannt in einen ETF anlegen. Diesen "großen" Vergleich mache ich aber nur einmal im Jahr in meinem Jahresupdate. Hier Vergleiche ich die Jahresperformance und die Performance seit Bestehen aller meiner Wikis mit dem DAX, MDAX, SDAX, Tecdax, Dow Jones, Nasdaq und Hang Seng. Das letzte Jahresupdate findest du hier in Post 310 vom 01.01.2020
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31.07.20 18:03:57
Beitrag Nr. 359 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (31.07.2020)
In der vergangenen Woche kam der Gesamtmarkt mal wieder stärker unter Druck. Der DAX verlor -4,1%, das Wiki -1,9% konnte sich stabiler halten.


Im Jahr 2020 liegt das Wiki (+32,2%) nach Gebühren weiter vor dem DAX (-7,1%).



Eine schwieirige Woche liegt hinter dem Wiki. Der Gesamtmarkt hat bei der Entwicklung nicht gerade geholfen, aber es waren auch unternehmensspezifische Probleme die für den Wochenverlust gesorgt haben.


Zunächst hat MyHammer bekannt gegeben, dass ihr CEO Frau Freese das Unternehmen zeitnah verlassen wird. Für mich ist das eine sehr schlechte Nachricht, denn Frau Freese hat die starke Entwicklung und den Turnaround bei MyHammer erst eingeleitet und ihre Führung hat mir als Anleger Sicherheit bei der zukünftigen Unternehmensausrichtung gegeben. Der Neue CEO ist zwar kein Unerfahrener, aber es bringt mir unnötige Unsicherheit, die ich auf dem schon höheren Kursniveau nicht haben möchte und habe daher meine Anteile verkauft. Interessant könnte das Unternehmen werden bei dem Frau Freese nun arbeiten wird, hier gibt es einige Kandidaten, die ihre Hilfe gut gebrauchen könnten. Gern würde ich sie bei Holidaycheck sehen, wo es so einiges aufzuräumen gibt.


Gekauft habe ich für das freigewordene Kapital mit IVU eine altbekannte Aktie.


Eine größere Belastung enstand für das Wiki in dieser Woche durch einen mieserablen Q2 Umsatzbericht von Cegedim. Von den Zahlen lag der Bericht insgesamt im Rahmen der Erwartungen und auch der Umsatzausblick zeigt auf, dass man im zweiten Quartal wieder wachsen will. Doch der Bericht erinnert insgesamt eher an Krisenkommunikation als an Optimismus. Während Telekonsultation in aller Munde ist und bei Investoren für Phantasie sorgt, hält man es bei Cegedim scheinbar nicht für nötig hier nähere Einblicke zu geben. Stattdessen betont man, dass man ausreichend Liquide ist und noch ungenutzte Kreditlinien bei den Banken hat – sowas kommuniziert man wenn man davon ausgeht, dass es in der nächsten Zeit eng werden könnte und nicht, wenn man plant profitabel zu arbeiten. Insgesamt hat der Bericht den Markt mal wieder mehr verunsichert als dass er geholfen hat und die entsprechenden Kursverluste folgten daraufhin.


Cegedim ist für mich fundamental deutlich unterbewertet, deshalb halte ich auch schon so viele Jahre an den Aktien fest, doch wie das Unternehmen mit seinen Aktionären umgeht grenzt schon an Absicht, so dass es weiterhin keinen Spaß macht hier Aktionär zu sein. Eine reine fundamentale Unterbewertung reicht halt nicht um den Markt zu überzeugen, da gibt es z.B. mit SBM ähnliche Werte, die ihre Bewertung einfach nicht heben können, weil diese Unternehmen zu wenig für die Aktionäre und die Kurspflege tun. Sollte das so weitergehen werde ich sicher irgendwann auch die Geduld verlieren, aber noch ist es nicht so weit. Den richtigen Halbjahresbericht und den Capital Markets Day Ende des Jahres werde ich jedenfalls noch abwarten. Sollten sie auch diese beiden hervorragenden Chancen ungenutzt lassen mal etwas Werbung für ihr Unternehmen zu machen werde ich vielleicht auch meinen letzten Optimismus verlieren.


Eine positive Entwicklung gab es diese Woche bei GFG. Dadurch dass Zalando sich 1 Mrd Euro per Wandelanleihe besorgt hat und die Zeichen auf eine geplante Übernahme hindeuten, wäre die GFG ein möglicher Kandidat um das Geschäft in neue Märkte zu bringen. Der Kurs reagierte auf diese Möglichkeit jedenfalls positiv.


Meine mit Abstand größte Position bleibt aber weiterhin Westwing, hier habe ich sogar noch etwas zugekauft. Ich habe in dieser Woche eine neue Auswertung zu Westwing hinsichtlich der letzten zwei Wochen gemacht. In den ersten beiden Juli Wochen ist man ja mit 65% gewachsen, wie Westwing verkündet hat, die letzten beiden Wochen zeigen auf ein ähnliches Wachstum hin. Gerade in Polen liefen die letzten Wochen sehr stark. Nach knapp 50% Wachstum im ersten Halbjahr lag die Prognose für das Gesamtjahr bei +25-35%. Ich gehe aufgrund des bisherigen Verlaufs und keinem Anzeichen von Abschwächung weiterhin auch von +50% für das Gesamtjahr aus, so dass wir hier mit weiteren Prognoseanhebungen einen anhaltend positiven Newsflow sehen sollten, der den Kurs in Richtung seines fairen Wertes treibt.


Die größten Gewinner waren diese Woche:

GFG +14,6%
Frequentis +3,1%



Die größten Verlierer waren diese Woche:

Cegedim -16,3%
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15.08.15 12:02:29
Wochenupdate Szew Grundinvest (15.08.2015)
Eine Woche der politischen Börse geht zu Ende. Alles schaute diese Woche auf die Chinesen und ihre Währungspolitik. Der Dax war geschockt und riss auch die Nebenwerte, die von der Währungsabwertung kaum betroffen waren mit in den Abgrund. Die Werte im Wiki konnten sich allerdings deutlich schneller erholen als der DAX selbst. Das Wiki kam in dieser Woche mit einem minus von 1,55% davon, während der DAX mit -4,40% richtig gelitten hat. Auf Jahresbasis ist das Wiki weiterhin vorn (Wiki +39,3%, Dax +12%).

Zu- oder Abgänge gab es diese Woche nicht. Da ich momentan unter der spanischen Sonne weile, werde ich die Gewinner und Verlierer auch etwas knapper halten.

Die größten Gewinner waren diese Woche:

Vectron: +6,2% – Die Story lebt weiter, ich habe unter der Woche einen kleinen Teil verkauft und meinen Stoppkurs nachgezogen.



Verlierer der Woche:

Splendid Medien -8,3%

Fintech Group: -5,8% Hat sich im Wochenverlauf schon wieder etwas stabilisiert und könnte aufgrund des Artikels in der aktuellen Eurams nächste Woche wieder zulegen.

2G Energy: -3,2%
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29.08.15 15:43:48
Wochenupdate Szew Grundinvest (29.08.2015)
Kaum bin ich aus dem Urlaub zurück beruhigen sich die Börsenturbulenzen wieder, nach dem schwarzen Montag, an dem ich unter anderen selbst mein Wiki nochmals nachgekauft habe, konnte bisher eine deutliche Gegenreaktion verzeichnet werden. Auf Wochensicht konnte das Wiki, trotz des schwarzen Montags insgesamt um +7,3% zulegen während der Dax nur auf +1,7% kam. Damit konnte das Wiki neben dem Montag auch schon fast die schlechte letzte Woche ausgleichen. Fast alle Anleger im Wiki blieben auch in dieser Phase des höchsten Drawdowns ruhig und hielten an ihren Anteilen fest, die Geduld hat sich bisher ausgezahlt. Auf Jahresbasis ist das Wiki nun wieder deutlicher vorn (Wiki +36,5%, Dax +5,0%).

Wie ich schon letzte Woche angekündigt habe, wollte ich in dieser Phase an meinen favorisierten Titeln festhalten, daran habe ich mich auch gehalten, so dass es keine Zu- und Abgänge gab.

Die größten Gewinner waren diese Woche:

Fintech Group: +16,1% - Nachdem am Donnerstag die erwartet guten Zahlen vermeldet wurden und der Ausblick bestätigt wurde, waren die Reaktionen zunächst verhalten positiv. Der komplette Wochengewinn resultiert vom Freitag – dem Tag der Hauptversammlung, hier scheint der Vorstand seine Story und das Potential nochmals deutlich gemacht und damit weitere Anleger gefunden zu haben.

S&T: +8,2% - In der letzten Woche tat sich bei S&T eigentlich nicht viel. Die Nachricht aus der Vorwoche über den tollen Auftrag aus Polen, verpuffte etwas bei der negativen Börsenstimmung und S&T wurde für China zu hart nach unten bestraft obwohl das Unternehmen mit seiner Osteuropastrategie davon deutlich weniger betroffen ist.

Hypoport: +6,7% - Auch Hypoport wurde in den letzten Wochen für China zu hart bestraft, denn Hypoport profitiert von niedrigen Zinsen, wenn es in China nicht rund läuft erhöht das wieder die Chancen, dass die Zinsen niedrig bleiben, mehr Häuser gekauft werden und damit Hypoports Geschäft ankurbeln.

WCM: +6,4% - Am Freitag verkündete WCM Halbjahreszahlen, diese sind aber noch wenig aussagekräftig und lösten auch keine große Reaktion aus, den das Unternehmen ist weiter im Aufbau. Da sich der Substanzwert von WCM aber weiter deutlich über dem aktuellen Kurs befindet, sollte der Kurs weiter in diese Richtung wandern.

Helma Eigenheim: +4,6% - Bei Helma gab es die letzten Wochen keine Neuigkeiten, am 31.08. kommt der Halbjahersbericht. Dieser sollte aber keine großen Kursschwankungen auslösen, da die Vertriebszahlen bereits veröffentlich wurden. Bei Helma gilt das selbe wie bei Hypoport, eine Abstrafung aufgrund von China ist irrational, da durch niedrige Zinsen Helmas Geschäft zusätzlich angetrieben wird.

AT&S: +2,1% - Den Anteil an AT&S habe ich in den letzten Wochen nicht so stark angehoben wie die restlichen Werte, da AT&S von meinen Werten aufgrund des Produktionsaufbaus in China noch am ehesten von diese Turbulenzen geplagt würde. Da ich AT&S aber weiterhin für dramatisch unterbewertet halte werde ich diese Position halten, denn bei der aktuellen Fundamentalsituation sollte es auch bei weiteren Problemen in China nicht mehr stärker runtergehen.

Splendid Medien: +1,3% - Splendid Medien hat in der letzten Woche Halbjahreszahlen vorgelegt und die waren mit einem EPS von 0,17€ fantastisch, denn allein dieses Halbjahresergebnis würde die aktuelle Bewertung rechtfertigen. Die Bilanzkennzahlen haben sich nochmal verbessert und der Ausblick in das 2. HJ ist weiterhin positiv, so dass wir am Ende des Jahres bei einem KGV von 7 mit einer Dividendenrendite von über 5% landen könnten. Aufgrund des schwankungsanfälligen Mediengeschäfts scheinen einige dem Braten noch nicht zu trauen. Ich bleibe optimistisch, sollten sich die Prognosen bestätigen, könnte sich der Kurs auf Jahressicht noch verdoppeln.

Verlierer gab es diese Woche keine.
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31.08.15 18:02:40
Monatsupdate – August 2015 Szew Grundinvest
Mal wieder ist ein Monat zu ende, daher gibts hier die wichtigsten Zahlen:

Performance August 2015:
Wiki Szew Grundinvest -1,8%
Dax -9,3%

Gesamtperformance:
Wiki Szew Grundinvest +38,9% – (Maximaler Verlust 18,5%)
Dax +4,6% – (Maximaler Verlust 23,0%)

Performance aller Werte, die den kompletten Monat im Wiki waren:

1. Splendid Medien +9,7%
2. Helma Eigenheim +1,6%
3. Fintech Group -0,3%
4. S&T -1,1%
5. Hypoport -3,5%
6. AT&S -4,7%
7. WCM -6,8%
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13.11.15 18:33:07
Wochenupdate Szew Grundinvest (14.11.2015)
Die Zinswende in den USA rückt näher – eigentlich wieder die optimale Zeit für den DAX, denn die großen Konzerne können von dem schwachen Euro am meisten profitieren. Doch auch in dieser Woche gelang es dem Dax nicht das Wiki zu schlagen, zu viele Problemkinder hat der Leitindex aktuell mitzutragen. In der vergangenen Woche verlor der Dax sogar 2,6% während das Wiki auf ein Plus von 1,3% kommt. Im Jahr 2015 bleibt das Wiki deutlich vorn (Wiki +63,8%, Dax +9,2%).

In der vergangenen Woche kamen zwei neue Werte in das Wiki:

Wuestenrot & Würtembergische (6%): Kam schon letztes Wochenende in das Wiki, Hauptgründe für das chronisch unterbewertete Papier waren:

- Erhöhung des Streubesitzes – damit SDAX Fantasien
- Diskussion um Erhöhung der Dividende
- Erhöhung der Jahresprognose – aktuell etwa ein kgv von 6
- Zunehmende Werbung für die Aktie

Auch wenn das Papier eher als träge gilt, bin ich hier nun bereit mal eine Weile abzuwarten, ob nicht doch eine Kursreaktion bei diesen Aussichten zu erwarten ist, viel weiter runter sollte es schließlich nicht mehr gehen.

Datatgroup IT (6%): Datagroup ist ein spannendes Unternehmen, welchem ich eine positive Zukunft einräume. Aufgrund der vielen Übernahmen in den letzten Jahren sind die Abschreibungen noch relativ hoch, was die aktuellen Gewinne drückt, aber das, was dadurch aufgebaut wird und an Synergieeffekten mit sich bringt ist eine spannende Story, bei der ich erwarte, dass sie sich bald auch in den Ergebnissen niederschlägt und das Papier von der Börse erkannt wird. Da nächste Woche die Zahlen anstehen, habe ich mich diese Woche schon für einen Einstieg entschieden, da ich eine mögliche positive Überraschung noch kurstechnisch mitnehmen möchte.

Dafür Verlassen musste kein Wert das Wiki, ich habe vielmehr die größeren Positionen, allen voran Hypoport reduziert von 18% auf nunmehr 14%, nach dem starken Anstieg am Dienstag. Damit hat das Wiki nun 14 Werte und ist nahe an der selbst auferlegten Maximalzahl von 15 Werten und damit nun deutlich breiter diversifiziert.

Neben Datagroup wird auch IVU und WCM nächste Woche Zahlen verkünden, von beiden erwarte ich aber keine Überraschung nach oben oder unten.



Die größten Gewinner waren diese Woche:

Hypoport: +7,9% - Betrachtet man nur Mittwoch bis Freitag ist es kaum zu glauben, dass Hypoport es wieder zum Wochengewinner geschafft hat, denn von Mittwoch bis Freitag verlor das Papier in der Spitze knapp 12%. Doch der Anstieg zu Wochenbeginn war so stark, dass die Performance das locker kompensieren konnte. Man merkt, dass hier mehr unruhige Zocker eingestiegen sind, ich bleibe bei Hypoport aber positiv, denn fundamental sieht es auch auf diesem Kursniveau aussichtsreich aus.

SNP: +4,1%

Fintech Group: +3,8%

S+T: +3,4%

Splendid Medien: +2,2%
- Die Zahlen aber vor allem die Prognosebestätigung hat mir gut gefallen, das CRV sehe ich hier weiterhin sehr positiv, so dass ich auch weiterhin Geduld aufbringe um zu warten bis der Wertaufholungsprozess beginnt.



Die größten Verlierer waren diese Woche:

Lending Club: -10,6% - Auf solche Kursschwankungen hatte ich mich schon vorbereitet, daher auch nur die kleine Position im Wiki. Der Kurs bei LC reagiert sehr stark in beide Richtungen. Eine Zinswende in den USA ist erstmal keine tolle Nachricht für LC, denn es macht die Bankanlage attraktiver und reduziert die Notwendigkeit an P2P Krediten. Da die Zinsen wohl aber nur minimal angehoben werden, sind die Differenzen weiterhin so stark, dass sich die Auswirkungen wohl in Grenzen halten werden, ich bleibe jedenfalls weiterhin mit der kleinen Position dabei.

AT&S: -3,5%

Helma: -3,1%
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20.11.15 18:40:20
Wochenupdate Szew Grundinvest (21.11.2015)
Nachdem der Anschlag in Paris von den Märkten schnell verdaut war, stand in der vergangenen Woche mal wieder die Zinswende im Vordergrund. Diese Woche konnte der Dax gut davon profitieren und mit +3,8% auch eine leicht bessere Performance hinlegen als das Wiki mit +3,5%. Im Jahr 2015 bleibt das Wiki deutlich vorn (Wiki +69,5%, Dax +13,4%).

In der vergangenen Woche kam mit Norcom ein neuer Wert ins Wiki, damit hat das Wiki nun seine Maximalzahl von 15 Werten erreicht.

Norcom (2,5%): Damit ich in eine Aktie investiere, die innerhalb eines Monats bereits 100% gestiegen ist, muss es gute Gründe geben, die hat Norcom. Das Unternehmen, was bereits einen langen Leidensweg hinter sich hat, wurde bilanziell komplett umgekrempelt und hat sich im Zukunftsmarkt Big Data gut positioniert. Das ganze trägt auch gewinnseitig erste Früchte, denn im dritten Quartal konnte ein ordentlicher Gewinnsprung vermeldet werden, welcher dem Unternehmen auch zu heutigen Kursen bereits für dieses Jahr eine attraktive Bewertung verleiht. Da das Unternehmen sehr klein ist, könnte weiteres Wachstum schnell folgen und sich in einem überproportionalen Gewinnwachstum äußern, welches eine entsprechende Unternehmenswertsteigerung nach sich ziehen würde. Da der Wert aber schon so gut gelaufen ist, besteht weiterhin die Gefahr eines stärkeren Rücksetzers, so dass ich nur mit einer kleinen Position eingestiegen bin, die inzwischen aber auch schon 20% im Plus ist. Sollte noch ein Rücksetzer kommen, könnte diese Position noch etwas erhöht werden.



Die größten Gewinner waren diese Woche:

Hypoport: +17,1% - Hypoport braucht keine wirklichen Nachrichten um Woche für Woche ganz oben auf der Gewinnerliste zu stehen. Die Volatilität nimmt aber weiterhin zu, da die Aufmerksamkeit und damit die Anzahl der Glücksritter steigen. Fundamental sehe ich weiterhin alles im grünen Bereich, habe diese Woche aber von 14 auf 12% reduziert.

Datagroup: +13,4% - Der Kauf letzte Woche mit der Spekulation auf gute Zahlen hat sich voll ausgezahlt, denn die Hinweise auf entsprechend gute Zahlen hatten sich schon verdichtet und so kam es dann auch. Datagroup hat aber weiterhin noch ordentliches Potential, daher halte ich sie weiter.

SNP: +6,4%

W&W: +5,7% - Die Werbetour geht weiter. Es soll nun möglichst schnell der Wechsel in den Prime Standard vollzogen werden und gleichzeitig wurde ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Ich habe die Position daraufhin noch etwas aufgestockt. Auch wenn W&W keine schnellen Kurssprünge macht, dürfte die aktuelle Entwicklung das Papier nachhaltig nach oben führen.

Fintech Group: +3,6%


Die größten Verlierer waren diese Woche:

IVU: -4,8% - Von den Zahlen hatten sich wohl einige mehr erhofft. Abgerechnet wird allerdings erst im Q4, da wird sich zeigen was wirklich verdient wurde. Charttechnisch tut der Rücksetzer sicher erstmal gut, ich mache mir um IVU keine Sorgen.

WCM: -3,5% - nach den Zahlen kam es zu einer hohen Volatilität, die sicher andere Gründe als die Zahlen hatte, denn die waren wie erwartet.
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04.12.15 18:24:13
Wochenupdate Szew Grundinvest (05.12.2015)
In der vergangenen Woche zeigt sich mal wieder welche Probleme bei Investitionen in Dax Konzerne auftreten können – ihr Kurs ist einfach sehr stark abhängig von der Politik, vor allem der Geldpolitik. Und da Draghi nicht das geliefert hat, was sich viele gewünscht haben, verlor der Dax in dieser Woche 4,8%. Das Wiki konnte sich diesem negativen Sog entziehen und konnte sogar +1,2% zulegen. Im Jahr 2015 bleibt das Wiki deutlich vorn (Wiki +70,6%, Dax +9,7%).

In der vergangenen Woche gab es keine Komplettverkäufe oder –käufe, lediglich ein paar Verschiebungen, so wurde gestern z.B. AT&S aufgestockt nach dem der Kurs deuticher gefallen war.



Die größten Gewinner waren diese Woche:


Norcom: +19,4% - Der Rücksetzer ende letzter Woche konnte gut verkraftet werden und diese Woche ging es bereits wieder deutlicher bergauf.

WCM: +9,3% - Nach der schnellen Kapitalerhöhung konnte diese Woche bereits frühzeitig der SDAX Einzug gefeiert werden.

SHS Viveon: +6,6%
- Nach dem längeren Abfall, kam es letzte Woche nun mal wieder zu einer Erholung, allerdings ohne Nachrichten.

Fintech Group: +5,3%

S&T: +4,0%


Die größten Verlierer waren diese Woche:

Datagroup: -5,3% - Nach dem steilen Anstieg haben hier wohl einige erstmal ihre Gewinne mitgenommen, ich bleibe aber dabei.

AT&S: -4,1%
- Ein negativer Analystenkommentar brachte AT&S unter Druck, da ich andere Ansichten habe, habe ich aufgestockt, heute kam AT&S bereits wieder ein gutes Stück zurück.

Lending Club -3,2% - liegt an dem Anstieg des Euros ggü. dem Dollar
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11.12.15 22:52:24
Wochenupdate Szew Grundinvest (12.12.2015)
Der DAX ist weiter in Korrekturlaune, einerseits ein Fluch, weil jeder Anleger gerne steigende Kurse sieht, wenn er investiert ist, allerdings kann er auch Segen sein, wenn einige interessante Werte besonders stark abverkauft werden und man dadurch eine Einstiegschance bekommt. Ich beobachte weiterhin einige Werte, ob es nächste Woche zu einem Einstieg kommt steht aber noch nicht fest. Die Korrektur im Dax (-3,8%) war aber mal wieder stärker als die im Wiki (-2,7%). Im Jahr 2015 bleibt das Wiki deutlich vorn (Wiki +66,0%, Dax +5,4%).

Die größten Gewinner waren diese Woche:

Lending Club: +10,6% - Lending Club konnte in dieser eigentlich schwachen Woche einiges wieder gut machen, ich hatte die Position leicht aufgestockt.

WCM: +2,7% - Der SDAX Einzug wurde wohl noch etwas nachgefeiert, bei WCM fange ich langsam an die Position zu reduzieren

Fintech Group: +2,4% - Eine neue Analyse hat für deutlichen Aufschwung gesorgt, bei über 18€ habe ich die Position etwa um 25% reduziert, was bislang eine gute Entscheidung war, denn der Kurs ist ein gutes Stück zurückgekommen.

Datagroup: +2,4%

Die größten Verlierer waren diese Woche:

Norcom: -17,5% - Norcom bleibt sehr volatil, der Abfall kommt mir aber nicht ungelegen, da ich die Position weiter gern auf ~5% ausbauen würde, am liebsten zu Kursen unter 7€

Hypoport: -12,1% - Es ist doch möglich, Hypoport kann auch mal verlieren! Ich glaube weiterhin an Hypo und habe meine Position wieder leicht erhöht.

SNP -7,4%
- Ähnlich wie bei Hypoport, was lange steigt, fällt in der Korrektur auch gern mal stärker, da viele Ihre Gewinne sichern wollen

AT&S -5,2%/Helma -4,6% - Haben sich auch beide im Sog des Gesamtmarkts runterziehen lassen, da auch hier keine neuen fundamentalen Gründe für die Korrektur bekannt wurden, mache ich mir da auch keine Sorgen.


Diese Woche wurden sowohl das Wiki Szew Grundinvest als auch der kleine Bruder Szew Smallcap im Wikifolio Adventskalender vorgestellt https://www.wikifolio.com/de/Blogs/der-wikifolio-adventskale…
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30.12.15 15:44:29
Wochenupdate Szew Grundinvest (31.12.2015)
Das Börsenjahr ist zu Ende und die letzten 2,5 Handelstage brachten nochmal richtig Schwung ins Wiki.
Während der Dax die letzte Woche mit einem Miniplus von +0,2% beendete, konnte das Wiki mit +3,8% nochmal deutlich zulegen.

Am Jahresende gewinnt das Wiki mit +76,9% damit klar gegen den Dax mit +9,6%.


In der vergangenen Woche gab es nur noch kleine Umstrukturierungen, so habe ich bereits angefangen meinen Favoriten für 2016 – Splendid Medien - aufzustocken (mehr dazu im bald folgenden Jahresbericht).

Die größten Gewinner waren diese Woche:

Hypoport: +14,8% - Langsam fühlt sich Hypoport auch im SDAX richtig wohl und grüßte mehrfach die Woche von der Topgewinnerliste des Index. Ob es Windowdressing war oder sich einige den Highflyer schonmal für das nächste Jahr sichern wollten, man weiß es nicht, aber der Weg ist nun frei für neue Höchstkurse.

SNP: +11,8% - SNP hat weiter einen starken Zug nach oben, ich reduziere die Position stets um die Gewinne, da die Bewertung langsam ambitioniert erscheint, aber so lange es hier noch so deutlich nach oben geht bleibe ich dabei.

Fintech Group: +6,3% - Mit der Fintech Group kann meiner Favoriten für das vergangene Jahr nochmal zulegen und knackt erstmals die 20€ Marke

Helma: +5% - Ein weiterer Favorit für das vergangene Jahr legt einen starken Schlussspurt hin und klettert zu neuen Höhen.

Splendid Medien: +4,2%
S&T: +3,9%
Datagroup: +3,4%
W&W: +3,2%


Die größten Verlierer waren diese Woche:

Lending Club: -5% - Lending Club fällt weiter, ich habe die Position schon leicht reduziert. Langsam kommt LC in die Region des Allzeittiefs, der Wert steht daher unter genauer Beobachtung.

Das etwas umfangreichere Jahresupdate kommt wohl pünktlich zum 01.01.16.

Bis dahin wünsche ich allen einen guten Rutsch ins neue Jahr.
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01.01.16 15:03:36
Jahresupdate Wiki Szew Grundinvestment (2015)
Das Jahr 2015 ist zu Ende und das Wiki hat nun sein erstes volles Jahr hinter sich gebracht. Ein aufregendes Jahr bei dem viel passiert ist – sei es die Griechenlandkrise, die Chinakrise, die Flüchtlingskrise oder die Zinserhöhung der Fed.

Ohne solche Herausforderungen, die das tägliche Handeln überdenken lassen, wäre es ja schließlich auch langweilig ;)

Insgesamt konnte das Wiki das Jahr mit für mich zufriedenstellenden +76,9% beenden. Damit konnte auch das Hauptziel, die Performance des DAX zu schlagen, deutlich erfüllt werden, dieser schaffte nur eine Performance von +9,6%.

Ein Wehrmutstropfen war der für meinen Geschmack etwas zu hohe Drawdown von 18,5% im Sommer durch die „Chinakrise“. Da aber selbst der Dax in diesem Jahr mit 23,7% einen noch deutlich höheren Drawdown erlitten hat, kann ich auch damit leben.

Bei der Jahresperformance kann sich das Wiki im Vergleich zu anderen Wikis sehen lassen:

Platz 4 von 314 bei den ungehebelten real-money Wikis
Platz 13 von 2947 bei allen investierbaren ungehebelten Wikis



Froh darüber bin ich auch, dass auch alle anderen meiner Wikis das Jahr positiv abschließen konnten:
Small Cap +52,7%
Langfristfavoriten +13,3% (Seit September)
Turnaround +1,9%

Während das Grundinvest Wiki ja eine gezielte Auswahl der Titel aus den anderen Wikis ist und dort mit einer höheren Gewichtung aufgenommen werden soll, lässt sich am Ende des Jahres sagen, dass das Stockpicking in diesem Jahr gut funktioniert hat, denn das Grundinvest Wiki hat mit Abstand die höchste Performance erzielt.

Das Smallcap Wiki hatte durch die breitere Streuung den Vorteil, dass der maximale Verlust mit 15,4% um 3,1% geringer ausfiel als bei dem Grundinvest Wiki.

Bei den Turnaroundpositionen hatte ich dieses Jahr leider kein gutes Händchen, so dass es zu stärkeren Schwankungen kam. Deshalb habe ich im Laufe des Jahres die Strategie leicht geändert und konzentriere mich nun eher auf solidere Turnaroundkandidaten, seitdem läuft es stabiler.

Mit dem neusten Wiki den Langfristfavoriten bin ich grundsätzlich auch zufrieden, hier gilt es aber mal ein ganzes Jahr abzuwarten und dann zu vergleichen, wie es sich im Vergleich zu den anderen Wikis geschlagen hat.

Top Picks des Jahres:

Allen voran muss hier natürlich Hypoport genannt werden, denn seit der Erstaufnahme konnte das Papier über 400% zulegen und hat damit auch einen wichtigen Anteil an der Performance in diesem Jahr gehabt. Meist war Hypoport mit einem Anteil von 10-20% im Wiki vertreten. Der Anteil ist mittlerweile auf gut 10% gesunken, damit gehört Hypoport auch für 2016 zu einem festen Bestandteil im Wiki.

Von vielen sehr kritisch beäugt wurden die Papiere der Fintech Group, doch das Festhalten an dem Wert hat sich für das Wiki gelohnt, denn auch die Fintech Group konnte sich in diesem Jahr mehr als verdoppeln. Der Anteil der Fintech Group hat sich mittlerweile allerdings von 12 auf 6% reduziert, bleibt aber weiterhin im Wiki.

Auch zu nennen ist Helma Eigenheimbau, die das ganze Jahr über mit einem Anteil von rund 10% im Wiki waren und auch knapp 50% zulegen konnten. Für Helma bleibe ich auch in 2016 sehr optimistisch, so dass der Anteil weiterhin konstant hoch ist.

Toll entwickelten sich auch S&T und SNP, beide konnten seit dem Erstkauf über 40% zulegen und bleiben auch weiterhin im Wiki.

Neben den eher langfristigen Positionen gab es auch ein paar Tradingerfolge z.B. bei Zapf, Dialog, WCM, Softing, Vectron, Cliq, Paragon, SKW Stahl, Sanochemia, Euromicron, YOC, Salzgitter, OMV, Transocean und Stada mit Gewinnen zwischen 10 und 40%.

Doch wo Licht da auch Schatten – die worst Picks des Jahres:

Allen voran Cytotools, die Biotechhoffnung hatte bekanntgegeben, dass ihr so sicher geglaubtes Medikament wohl doch nicht so wirkungsvoll ist. Hier musste ich einen Verlust von über 80% hinnehmen.

Mit Aeterna Zentaris traf mich eine weitere Biotechhoffung hart und sorgte für einen Verlust von über 40%. Hier habe ich zum Glück noch die Notbremse gezogen, denn anschließend ging es noch deutlich tiefer.

Bei einigen Turnaroundkandidaten hatte ich dieses Jahr leider kein Glück, bei Porsche, Leoni, Micron und MUT musste ich Verluste zwischen 10 und 35% realisieren.

Insgesamt lief das Jahr also sicher nicht optimal, auch wenn das Ergebnis am Ende in Ordnung ist, war jeder Fehltrade für sich eine Erfahrung aus der ich meine Lehren gezogen habe, so dass ich bei Biotechs inzwischen sehr vorsichtig geworden bin und auch bei Turnaroundkandidaten im Zweifel lieber etwas länger warte bevor ich einsteige.

Wie geht es in 2016 weiter?


Die Ziele lauten auch in 2016 wie im Jahr davor – Der DAX soll erneut möglichst deutlich geschlagen werden bei einem geringeren Drawdown.

Dafür ist das Wiki aktuell mit folgenden Werten bestückt:

Basisinvests: Hypoport, AT&S, S&T, Splendid Medien, Helma Eigenheim, W&W, IVU Traffic
-> Zielgröße liegt hier etwa bei je 8-10% des Wikis
Potentialwerte: Datagroup, Fintech Group, SNP
-> Zielgröße 6-7%
Spekulativere Werte: Norcom, SHS Viveon, Lending Club, MIC AG
-> Zielgröße 2-4%

Morgen werde ich noch meine Gedanken zu meinem Topfavoriten für 2016, Splendid Medien, veröffentlichen.

Abschließend möchte ich allen Investoren für Ihr Vertrauen danken und wünsche uns allen ein erfolgreiches Jahr 2016.
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19.02.16 18:45:45
Wochenupdate Szew Grundinvest (19.02.2016)
In der vergangenen Woche ging es auf einmal wieder deutlich auswärts mit den Kursen. Was war passiert? Nicht wirklich etwas, doch das Wichtigste, die Psyche vieler Marktteilnehmer scheint sich nun wieder vom starken Pessimismus abzuwenden. Das ist die Phase in der sich die ganzen Umschichtungen der letzten Woche und das Investiert-bleiben auszahlen. Ich hatte die aktuelle Phase öfters mit der Phase um die Chinaproblematik im Sommer 2015 verglichen, der Chartverlauf des Wikis ist inzwischen auch sehr ähnlich.
In der vergangenen Woche gewann der DAX 4,7% während das Wiki sogar 8,1% zulegen konnte.

Im Jahr 2016 bleibt das Wiki weiterhin vor dem DAX. (Performance in 2016: Wiki Szew Grundinvest -7,5%, Dax -12,6%).


In der vergangenen Woche hatte ich bereits angekündet einen Teil der Hypoport Position zu verkaufen und dafür einen neuen deutschen Nebenwert zu kaufen. So kam es am Montag auch und seitdem gehört die Init Innovation in Traffic Systems zum Wiki. Init ist in der gleichen Branche tätig wie IVU und war stets in meinem Blickfeld, doch da Init stets deutlich teurer war als IVU, war ich dort nie investiert, doch die schlechten Q3 Zahlen leiteten einen regelrechten Ausverkauf bei der Aktie ein. Das Unternehmen tut zwar vieles um aufzuzeigen, dass die Aktie aktuell günstig bewertet ist (mehrere Aktienrückkaufprogramme, Insiderkäufe), doch der Kurs kann davon nicht profitieren. Vor allem ein möglicher Ausstieg eines größeren Investors setzt den marktengen Wert deutlich unter Druck, so dass er vom Hoch schon über 50% verloren hat. Leider scheint dieser Verkäufer noch nicht durch zu sein, denn jeder Kursaufschwung wird sofort wieder abverkauft. Ich gehe vom aktuellen Kursniveau aber von einem guten CRV aus und bleibe zur Not auch geduldig, die Position hat aktuell eine Größe, die ich bei einem weiteren Kursverfall auch noch aufstocken könnte.

Nachdem ich von dem 10%igen Kursanstieg von Lendingclub nach den Zahlen letzte Woche noch etwas enttäuscht war, scheinen einige sich die Zahlen über das lange Wochenende in den USA nochmal genauer angeschaut zu haben, so dass Lendingclub mit einem Plus von knapp 30% größter Gewinner in dieser Woche war. Sollte eine mentale Wende bei Lendingclub vollzogen werden, ist hier noch sehr viel Luft nach oben weshalb ich hier auch vorerst keine Stücke abgebe, den Kurs- und Newsverlauf aber genau beobachte.

Die größten Gewinner waren diese Woche:

Lendingclub: +30%
Vectron: +14,8%
S+T: +12,6%
IVU: +10,8%
BB Biotech: +10,4%
Helma: +10,1%
Norcom: +8,3%
Medigene: +7,6%
AT&S: +6,6%


Die größten Verlierer waren diese Woche:

Splendid Medien: -3,2%
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19.02.16 20:00:55
Respekt
Hut ab und Danke für Deine Arbeit.
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06.05.16 19:12:14
Wochenupdate Szew Grundinvest (06.05.2016)
Eine Woche mit sehr gemischter Entwicklung der Werte im Wiki endet! Der DAX verlor dabei -1,7% während das Wiki trotz der Kurskapriolen der amerikanischen Titel nur -1,4% verlor und damit wieder leicht besser abschneiden konnte.
Im Jahr 2016 bleibt das Wiki deutlich Vorsprung vor dem DAX
(Performance in 2016: Wiki Szew Grundinvest +5,8%, Dax -8,1%).


Lendingclub wird seine Zahlen nun erst am Montag veröffentlichen. Aufgrund des Kursverfalls könnte man aber meinen, dass die Zahlen schon diese Woche kamen. Dies lag daran, dass mit On Deck ein „Wettbewerber“ im allerweitesten Sinn mal wieder sehr schlechte Zahlen meldete und etwa 40% an Wert verlor. Diese Verkaufswelle schwappte mal wieder auf die stets gute Zahlen liefernde Lendingclub über. Ob dies gerechtfertigt war wird dann aber erst der Montag zeigen, eingepreist ist damit jedenfalls schon mal einiges.

Fitbit hat am Mittwoch Top Zahlen geliefert!
Die Umsatzschätzung wurde deutlich übertroffen (505 Mio anstatt 430 Mio)
Die Gewinnschätzung wurde deutlich übertroffen (0,10$ je Aktie anstatt 0,01$)
Der Umsatzausblick für 2016 wurde angehoben (2,55 Mrd anstatt 2,45 Mrd)
Der Gewinnausblick für 2016 wurde angehoben (1,18$ je Aktie anstatt 1,14$)

Die neuen Produkte Alta und Blaze kommen gut an und Fitbit zeigt, dass Sie einmal gewonnene Kunden auch in höherwertige Produkte konvertieren können, denn 40% der Käufer eines dieser neuen Produkte, waren bereits Kunde von Fitbit mit einem älteren Tracker. Die Marke scheint hier eine Art Bindung zu schaffen und genau das ist der Punkt in den Fitbit aktuell weiter investiert. Diese Marke soll noch bekannter und für eine stärkere Identifikation sorgen – nun auch in Europa und Asien. Dafür braucht es Investitionen in die Marke, diese haben im ersten Quartal den Gewinn planmäßig gedrückt und werden es auch im zweiten noch teilweise tun. Auf diesen Punkt wird sich nun eingeschossen und brachte die Aktie in dieser Woche mit über 23% ins Minus. Doch ist es für mich die einzig wahre Strategie um langfristigen Erfolg für Fitbit aufzubauen, in dem die Kunden durch eine starke Marke, mit der sie sich identifizieren in das Ökosystem gelockt und dann darin gebunden werden. Ich stehe also weiterhin vollkommen hinter der Strategie von Fitbit und erwarte eine erfolgsversprechende Zukunft, daher habe ich die Position nach dem Abverkauf auch Stück für Stück weiter aufgestockt.

Die S&T Zahlen lagen genau im Rahmen der Erwartungen, daher waren sie kurstechnisch auch ein non Event.
Die nächste Woche wird Zahlentechnisch mal wieder sehr spannend, denn neben den schon erwähnten Lendingclub Zahlen kommt auch der AT&S Geschäftsbericht, der M4E Geschäftsbericht, die Splendid Medien Q1 Zahlen und die Q1 Zahlen von Surteco.

Die größten Gewinner waren diese Woche:
Hypoport +13,8%
UMT: +3,5%
S&T: +2,5%


Die größten Verlierer waren diese Woche:
Fitbit: -23,6%
Lendingclub -11,5%
AT&S: -3,6%
Vectron: -3,0%
M4E: -2,6%
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13.05.16 18:12:43
Wochenupdate Szew Grundinvest (13.05.2016)
Eine katastrophale Woche geht endlich zu Ende! Während der DAX mit +0,8% sogar zulegen konnte, erwischte das Wiki mit -6,9% die zweitschlechteste Woche seiner Geschichte.
Im Jahr 2016 muss das Wiki einen Teil seines Vorsprungs vor dem DAX einbüßen, bleibt aber weiterhin vorn.
(Performance in 2016: Wiki Szew Grundinvest -1,5%, Dax -7,4%).

Am Montag hat Lendingclub seine Zahlen überraschend schon vor Börsenbeginn veröffentlicht.
Die Zahlen waren gewohnt gut:

Umsatz mit 151,3 Mio $ über den Erwartungen (147-149 Mio$) 87% Steigerung
Beim EBITDA erreichte man mit 25,2 Mio$ die Spanne im unteren Bereich (25-27 Mio $) 137% Steigerung.

Soweit so gut, Zahlen, die wohl mindestens für einen stabilen Kurs gesorgt hätten. Doch im Zuge der Quartalszahlen ließ man die Bombe rund um CEO Renaud Laplanche platzen, denn dieser „wurde gegangen“. Er soll unsaubere Geschäfte gemacht haben in denen er minderwertige Kredite an einen einzelnen Investoren verkauft und dabei eigene finanzielle Interessen vertreten haben soll. Mit ihm mussten noch eine Reihe weiterer Manager das Feld räumen.Insgesamt eine ziemlich unschöne Angelegenheit. Am Ende kaufte LC die Kredite zurück und die Sache zu bereinigen und hatte dadurch nur geringe Kosten.
Die Reaktion den CEO für diese Ungereimtheiten zu entlassen scheint zunächst ein starker Schritt, doch finde ich ihn genau richtig, wenn man bedenkt, dass die Branche ohnehin schon unter starker Beobachtung ist und aktuell über eine mögliche Regulierung debattiert wird. Sollten solche Fälle von externen aufgedeckt werden, wäre der Schaden deutlich größer. Mit diesem Schritt konnte man aufzeigen, dass man bemüht ist die internen Kontrollen so stark und konsequent umzusetzen, dass eine starke externe Regulierung nicht nötig ist, ob es hilft wird sich zeigen.
Die Aktie hat aufgrund dieser Unsicherheit in der einen Woche knapp 50% verloren obwohl es operativ bestens läuft. Die Unsicherheit bezüglich einer möglichen Regulierung, weiteren „Skandalen“ und dem verschobenen Ausblick sind momentan aber der perfekte Nährboden für Leerverkäufer. Durch den Kursverfall lassen sich viele Anleger rausschütteln, doch ich bin nicht aus charttechnischen Gründen bei LC investiert oder weil ich auf Gerüchte Wert lege, sondern aufgrund der Zahlen und der operativen Entwicklung des Unternehmens und deshalb halte ich es hier auch wie Warren Buffet, der stets versucht dieses „Geschrei“ der anderen Anleger auszublenden.
Aktuell sehen die Zahlen besser aus denn je. Die Marktkapitalisierung ist auf rund 1,4 Mrd $ geschrumpft, während der Cashbestand bei über 800 Mio $ liegt.
Das angepasste EPS wird in diesem Jahr wohl bei mindestens 0,20$ und nächstes Jahr über 0,35$ liegen, also trotz des starken Wachstums cashbereinigt ein kgv von etwa 4.
Am Montag will LC nun seine neue Prognose nachreichen, sollte diese nicht allzuweit von der ursprünglichen Prognose entfernt sein, erwarte ich eine positive Kursreaktion.
Natürlich besteht die Chance dass P2P Lending totreguliert wird und damit das Geschäftsmodell von LC keine Entwicklungschance mehr bekommt. Doch das steht noch in den Sternen. Aktuell ist das Unternehmen profitabel, sehr wachstumsstark und ich sehe hier durchaus die Chance, wenn die Regulierung nicht so stark ausfällt wie befürchtet, dass Lendingclub vom aktuellen Niveau das Zeug hat mindestens ein Tenbagger zu werden.
Daher halte ich die Papiere trotz der bestehenden Risiken weiter im Wiki.
Da ich das Risiko aber nicht zu groß werden lassen möchte, werde ich keine weiteren Stücke mehr im Wiki dazukaufen um das Risiko auf die aktuelle Position zu begrenzen.

Der zweite Abstürzer war diese Woche M4E.
Mit den Zahlen hatte man sich bis zum Nachmittag zeitgelassen und diese fielen unerwartet schlecht aus, denn im zweiten Halbjahr erreichte der Konzern nur ein EpS von -0,08€. Nach dem ich dies gesehen hatte, habe ich im Wiki sofort knapp die Hälfte meiner Position zu 2,79€ verkauft und hatte hier Glück, dass ich als einer der ersten darauf reagieren konnte. Mehr gab das Orderbuch leider nicht her, danach brach der Kurs deutlich ein. Nach genauerer durchsicht des Berichts sehe ich hier leider auch keinen Grund wieder einzusteigen, ob und wann die Wende kommt ist einfach zu unklar und das Geschäft zu schwankend. Das Unternehmen macht einfach nicht den Eindruck als stehen die Aktionäre im Vordergrund. Die Vorstandsgehälter von über 800k sind da nur ein Beispiel. Hätten die sich nur die Hälfte ausgezahlt, wäre das EpS mit ~0,10€ deutlich positiver ausgefallen und der Kurs wäre wohl nicht derart abgeschmiert und so hätten sowohl sie selbst am ende finanziell mehr davon gehabt als auch die anderen Aktionäre. Weiterhin bleibt hier das Risiko mit dem ausgeschiedenen CFO, der noch einen erheblichen Anteil an M4E hält und der abgebende Fonds, welche den Kurs ohnehin deckeln. Das man den Kurs nun am Abend so fallen lässt um dann am nächsten morgen zu verkünden, dass man die Minderheiten bei Mia&Me reduziert hat, ist schon ein sehr merkwürdiges Verhalten, dass ich absolut nicht nachvollziehen kann. Auch der Kaufpreis und die Höhe des dafür aufgenommenen Kredits bleiben mal wieder genauso unklar wie eine konkrete Prognose für das aktuelle Jahr. Ich habe inzwischen die komplette Position verkauft, werde das Unternehmen weiterhin sehr genau beobachten, doch ob ich jemals wieder einsteige bezweifele ich zum aktuellen Zeitpunkt.

Zahlen hat auch AT&S geliefert. Die Zahlen für das abgelaufene Jahr waren in Ordnung, doch der Ausblick bzgl. des Werks in China ist weiterhin sehr unkonkret, die Abschreibungen aber ziemlich real. Ob man die gewünschte Auslastung erreichen kann und ob die entsprechenden Margen erwirtschaftet werden können, bleibt ungewiss und das Management trifft hierzu unklare Aussagen. Da die Branche aktuell sowieso ziemlich zu leiden hat, habe ich mich entschlossen hier zunächst auszusteigen und von der Seitenlinie zu beobachten wie sich die Zahlen entwickeln werden. Ein späterer Einstieg ist durchaus möglich.

Zahlen hat auch Surteco vorgelegt. Nachdem die Jahresprognose schon leicht unter meinen Erwartungen war, war das erste Quartal in Ordnung aber keine positive Überraschung. Da der Kurs zwischenzeitlich trotzdem ordentlich zulegen konnte, habe ich mich zum Verkauf der kompletten Position entschieden.

Bei Splendid Medien kann man die Quartalszahlen gewohnt vernachlässigen, da diese in jedem Quartal aufgrund der unterschiedlichen Filmveröffentlichungen sehr stark Schwanken. Da im ersten Quartal nicht so viel los war, war das Ergebnis erwartet schwach, den Kursabfall nach den Zahlen sehe ich als Kaufchance, denn das Wichtigste in dem Bericht war für mich die Aussage, dass die Prognose für das Gesamtjahr aufrechterhalten bleibt.

Zurück im Wiki ist IVU Traffic nachdem die Aktie aufgrund der HGB/IFRS Thematik abgestraft wurde hat sich der Kurs nun beruhigt. Ich erwarte im aktuellen Jahr nun wieder ein deutlich besseres Ergebnis, was der Aktie im Laufe des Jahres wieder Auftrieb geben sollte.

In der nächsten Woche gibt es mal keine Quartalszahlen der Werte im Wiki, daher werde ich in dem Bericht näher darauf eingehen warum Publity aktuell die größte Position im Wiki ist.

Die größten Gewinner waren diese Woche:
Fitbit +4,1%

Die größten Verlierer waren diese Woche:
Lendingclub -45,2%
Splendid Medien: -9,5%
Publity: -7,8%
S&T: -5,3%
UMT: -4,7%
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24.06.16 18:35:12
Wochenupdate Szew Grundinvest (24.06.2016)
Wieder endet eine turbulente Woche an den Märkten. Vier Tage lang hat die Börse gefeiert, dass der Brexit ausfällt, bis sie am Freitag von der Realität eingeholt wurde. Am Ende der Woche kann der DAX mit -0,8% vom starken Wochenauftakt zehren, während das Wiki am Ende mit -2,8% das Nachsehen hatte.

Im Jahr 2016 bleibt das Wiki weiterhin vor dem DAX
(Performance in 2016: Wiki Szew Grundinvest -4,5%, Dax -11,0%).


Beim Brexit Abverkauf habe ich wie gewohnt versucht einige Werte mit relativer Stärke gegen zu unrecht ausverkaufte Werte zu tauschen. Leider konnte ich diesmal systembedingt nicht so viel handeln wie ich gern hätte. Doch ein paar Schnäppchen wurden vom System angenommen, so z.B. die Aufstockung von Eyemaxx zu 4,04€, das war ein zeitweiser Tagesverlust von fast 40% bei Eyemaxx, der allerdings in wenigen Stunden fast komplett aufgeholt wurde.
Nun wo die Brexit Luft raus ist, können sich die Märkte endlich wieder auf andere Dinge konzentrieren und die ein oder anderen Unternehmen sicher auch ihre Unterbewertung abbauen.

Im Laufe der Woche habe ich bereits ein paar Umschichtungen vorgenommen, um das Wiki für die Zukunft solider aufzustellen. In dem Zuge musste UMT das Wiki verlassen, hier gibt es einfach einen dauerhaften Verkaufsdruck, der die Aktie deckelt. Die ursprüngliche Investidee basierte auf dem kommenden Newsflow zu der Payback App, dies ging auch kurzfristig auf, denn die Aktie konnte stark profitieren, doch wurde wenige Tage später wieder in die alte Range zurückgedrückt und kommt seitdem nicht mehr vom Fleck. Da in nächster Zeit keine besonderen Dinge anstehen, bin ich erstmal raus und setze UMT auf die Watch.

Weiterhin überzeugt bin ich von Publity, doch mein schwarzes Schwan Erlebnis mit Lendingclub in diesem Jahr lässt mich vorsichtiger werden, vor allem bei einem Unternehmen aus dem Entry Standard, dem man nicht so richtig in die Karten gucken kann. Daher habe ich die starke Übergewichtung auf eine normale Positionsgröße reduziert. Sollte Publity das halten, was sie andeuten, ist die Position immer noch groß genug um von einer Vervielfachung deutlich zu profitieren. Wenn es doch noch einen schwarzen Schwan gibt, hält sich der Verlust nun in einem deutlich kleineren Rahmen.

Dafür neu im Wiki ist mit Freenet ein soliderer Wert, der mit niedrigem KGV, hoher Dividende und einem stabilen Geschäftsmodell punktet, dafür wird sich das Wachstum wohl in Grenzen halten. Dennoch, denke ich, dass der Wert nach dem Abverkauf mindestens für 20% Aufholpotential gut ist.


Die größten Verlierer waren diese Woche:
Publity -10,3%
EDAG -6,3%
S&T -4,3%
Splendid Medien -3,2%
Fitbit -3,2%
Eyemaxx -2,7%
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31.12.16 14:02:27
Beitrag Nr. 123 ()
Jahresupdate Wiki Szew Grundinvestment (2016)
Das Jahr 2016 ist zu Ende und das Wiki hat damit sein zweites Jahr hinter sich gebracht. In dem Jahr ist wieder viel passiert, angefangen mit der Chinaproblematik, über den Brexit hin zur US Wahl.
Doch dieses Jahr konnte leider nicht so positiv beendet werden wie das Vergangene, im Gegenteil, das war ein absolut schwarzes Jahr für das Wiki Szew Grundinvest, denn ich habe meine eigenen Ziele, den DAX möglichst deutlich zu schlagen, deutlich verfehlt.

Die wichtigsten Statistiken im Vergleich zu den großen Indizes und meinen anderen Wikis:

Performance 2016:
Szew Smallcap +8,2%
DAX: +6,9%
MDAX +6,8%
SDAX +4,6%
TecDAX -1,0%
Langfristfavoriten -7,8%
Szew Grundinvest: -8,1%
Szew Turnaround -18,8%

Durchschnittliche Jahresperformance seit 2015:
Szew Smallcap +28,5%
Szew Grundinvest +27,5%
TecDAX: +15,1%
SDAX: +14,9%
MDAX: +14,4%
DAX: +8,2%
Langfristfavoriten +3,0%
Szew Turnaround -9,0%

Größter Drawdown seit 2015:
SDAX: -17,3%
Szew Smallcap: -17,6%
MDAX: -18,6%
TecDAX: -20,8%
Szew Grundinvest: -23,2%
Langfristfavoriten: -24,2%
DAX: -27,5%
Szew Turnaround: -37,7%

Während im vergangenen Jahr das aktivere Management des Grundinvest Wikis geführt hatte, war diesmal das passivere Smallcap Wiki vorn. Grund daran war vor allem ein sehr schwaches Timing bei vielen Werten. Die meisten Werte an sich waren nicht schlecht und haben sich auch über einen längeren Zeitraum gut entwickelt. Doch wollte ich hier bei zu vielen Hochzeiten gleichzeitig dabei sein und noch mehr Rendite zu erreichen, was nach hinten losging, denn ich war häufig genau auf der Hochzeit wo gerade keine Stimmung war, bzw. dort wo gerade eine Gewinnwarnung veröffentlicht wurde.

Ein weiterer Grund für die bessere Performance des Smallcap Wikis waren die US Werte, die im Grundinvest Wiki enthalten waren. Hier musste ich leider erneut schmerzhaft feststellen, dass der US Markt anders tickt als der Deutsche. Hier gibt es oft viel stärkere Übertreibungen, sowohl nach oben, als auch durch das aktivere Leerverkaufen auch nach unten. Häufig relativiert sich dieses innerhalb weniger Monate wieder, doch kann man hier zwischendurch schon ganz schön bluten, wenn man an seiner Position festhält. Mit Fitbit, Cytosorbents, Lendingclub und Solaredge gab es gleich mehrere Werte die ihren Teil dazu beitrugen.

Um diese Fehler im nächsten Jahr nicht zu wiederholen, werde ich im Grundinvest Wiki nicht mehr so häufig die Werte tauschen und auch nicht mehr so viele unterschiedliche Werte mit geringer Gewichtung aufnehmen. Für meinen Geschmack ist auch mit ~10 Werten eine ausreichende Diversifizierung vorhanden und jeder weitere Wert führt nur dazu, dass sich mein Research für alle vorhandenen Werte verschlechtert, da ich für jeden einzelnen Wert weniger Zeit hätte. Ein weiterer Punkt ist, dass ich die Anzahl der US Werte auf maximal zwei zur gleichen Zeit beschränken werde und den US Titeln nur noch eine gemeinsame maximale Depotgewichtung von 15% einräume um diese starken Schwankungen nicht zu sehr auf das Wiki übergehen zu lassen.

Am Ende tut es mir vor allem für die vielen Anleger leid, die im April zu Höchstständen eingestiegen sind, vor allem auch, da dort das Wiki Szew Grundinvest als Wikifolio der Woche vorgestellt wurde und viele dann mit Verlust die Reißleine gezogen haben und ich somit keine Chance mehr habe, diesen Verlust für sie wieder aufzuholen. Ein Drawdown und eine vorübergehende Underperformance kann immer mal wieder vorkommen, deshalb empfiehlt es sich aus meiner Sicht nur in die Wikifolios zu investieren, deren Tradern man auch vertraut und überzeugt ist, dass dieser das Ruder wieder rumreißen kann. Ich freue mich daher, dass ich auch noch eine Reihe von Investoren an Board habe, die mir dieses Vertrauen schenken und ich werde mir größte Mühe geben dieses Vertrauen im kommenden Jahr wieder mit einer überdurchschnittlichen Performance zu rechtfertigen.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!
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17.02.17 19:15:45
Beitrag Nr. 131 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (17.02.2017)
In der vergangenen Woche konnte das Wiki (+2,0%) den DAX (+0,8%) erneut schlagen.

Im Jahr 2017 erhöht das Wiki den Vorsprung vor dem DAX.
(Performance in 2017: Wiki Szew Grundinvest +5,7%, Dax +2,4%).

In dieser Woche gab es einige Veränderungen im Wiki:

Die Deutsche Rohstoff AG musste das Wiki komplett verlassen nachdem man am späten Mittwochabend eine Gewinnwarnung verkündete. Anstatt 10 Mio Gewinn in 2016 sollen es nun weniger als 0,5 Mio sein aufgrund verspäteten Bohrbeginns und fehlender Steuererstattungen. Die Nachricht kommt reichlich spät und hat auch ein faden Beigeschmack, wenn man bedenkt, dass die Nachricht zu einem Zeitpunkt veröffentlicht wird, als der Großverkäufer nun scheinbar fertig ist. Auch wenn dieser Effekt wohl keine großen Auswirkungen auf die Zukunft hat, so ist dieses Vorgehen nicht gerade vertrauenserweckend. Zusätzlich hat man die Investoren auf mögliche zukünftige außerplanmäßige Abschreibungen hingewiesen.

Neu bzw. wieder im Wiki ist AT&S und Helma Eigenheimbau.

Bei Helma ist der Kurs seit meinem letzten Verkauf wieder ein gutes Stück zurückgekommen, obwohl das Unternehmen weiterhin stets liefert. Die Analysten sehen bei Helma Kurszieel von etwa 70€. Aufgrund der Zyklizität bin ich hier vorsichtiger und sehe eher einen Kurs von 60€ als fair an.

Auch bei AT&S war das Wiki lange investiert, doch das Unternehmen hatte mit dem Aufbau des Werkes in China zu kämpfen und so bewegte sich auch der Kurs in Richtung Süden. Ein Ende der Anlaufkosten und eine Rückkehr zur Normalität rücken nun langsam in Sichtweite. Dies zeigt nun auch der Kurs und so konnte nach ~1,5 Jahren das erste Mal wieder die 200 Tageslinie überwunden werden und bietet damit möglicherweise einen guten Zeitpunkt zum Einstieg. Sollte sich die charttechnische Lage verschlechtern wäre ich auch bereit die Position wieder glattzustellen.

Generell werde ich nun etwas vorsichtiger am Markt, da die Bewertungen weiter steigen und sich immer weniger Werte mit sehr guten CRVs finden, so dass es in der nächsten Zeit auch mal zu höheren Cashbeständen kommen kann.

Die größten Gewinner waren diese Woche:
PWO +4,5%
Cegedim +2,3%
Fitbit +2,2%


Die größten Verlierer waren diese Woche:
-
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11.08.17 22:14:04
Beitrag Nr. 161 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (11.08.2017)
In der vergangenen Woche standen die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA im Fokus der Märkte. Wie so meist in solchen Situationen kamen vor allem die Technologiewerte unter Druck. Aufgrund der Nähe zu China, erwischte es dabei vor allem einige chinesische Techwerte und war damit kein gutes Sentiment für die meisten Werte im Wiki, so dass das Wiki nach dem neuen Jahreshoch zur Wochenmitte wieder etwas zurückkam. Am Ende der Woche konnte das Wiki (-0,7%) den DAX (-2,3%) aber auch in der fünften Woche in Folge hinter sich lassen. Erneut belastete dabei wieder die Währung, welche das Wiki um 0,4% belastete.

Im Jahr 2017 erhöht das Wiki seinen Vorsprung vor dem DAX.
(Performance in 2017: Wiki Szew Grundinvest +9,7%, Dax +4,6%).

Im Fokus standen diese Woche die Zahlen von NetEase und YY.

Bei NetEase wuchs der Umsatz um knapp 50% auf $2,0 Mrd (erwartet 1,9) und das EpS stieg um 9% auf $3,86 (erwartet $3,82). Die Erwartungen beim EpS wurden letztendlich geschlagen, aber der Gewinn hätte für meinen Geschmack etwas höher ausfallen können, schließlich lag er in Q1 bereits bei $4,82. Als Gründe wurden die höheren Investitionen in die Spielepipeline wie AR/VR Spiele so wie Mitarbeiter genannt. Die Marge ist auch gesunken, da man im E-Commerce Bereich eine geringere Marge ausweisen musste, aufgrund eines anderen Produktmixes. Ein Grund dürfte hier die ECommerce Plattform Kaola sein, wo man auf aggressives Wachstum setzt und im CC nochmal betont hat, dass Profitabilität hier nicht das aktuelle Ziel ist sondern es momentan nur um schnelles Wachstum geht. Nun ist auch endlich die open Beta für Minecraft gestartet, was den Fokus wieder mehr auf NetEase richten sollte und den Gewinn schon bald positiv beeinflussen könnte. KGV liegt damit für dieses Jahr bei überschlagsweise 16-17, was im Vergleich zur Peergroup deutlich geringer ist. Der Markt mochte die Zahlen nicht und hat NetEase gut 10% nach unten gedrückt.

Bei den YY Zahlen gab es nichts zu meckern: Umsatzwachstum von 31% und Gewinnwachstum von 67%. Damit konnte sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnprognosen geschlagen werden. Das EpS lag bei $1,53. Damit liegt das kgv für das aktuelle Jahr nur bei etwa 13 obwohl sich der Kurs in den letzten 4 Monaten bereits knapp verdoppelt hat. Der Ausblick für Q3 ist auch wieder über den Analystenerwartungen und besagt ein Umsatzwachstum von 34%, das dürfte, aber wie immer etwas tief gestapelt sein. Die ersten Kursziele der Analysten wurden auf $100 erhöht. Ich halte YY auch erst bei über $100 eher bei $120-$150 für fair bewertet, so dass es aktuell noch Luft nach oben gibt.

Damit fehlen nur noch die Zahlen von Opera, die am 24.08. kommen und die Zahlen von Bitauto, die am 15.08. veröffentlicht werden.
Die Umsatzprognose für Bitauto liegt bei ~$270 Mio, die möglichst nicht unterschritten werden sollte. Eine offizielle Gewinnprognose gibt es nicht, der Konsens liegt bei ~$0,3 je Aktie.

Die größten Gewinner waren diese Woche:
Bitauto +14,4%
YY +7,4%


Die größten Verlierer waren diese Woche:
Invitae -11,1%
NetEase -7,7%
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25.08.17 22:13:51
Beitrag Nr. 163 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (25.08.2017)
In der vergangenen Woche musste das Wiki (-3,1%) einen Rücksetzer verkraften während der DAX (+/-0,0%) unverändert blieb. Dazu kräftig beigetragen hat leider mal wieder die Währungsseite, die das Wiki mit -1,0% belastete.

Im Jahr 2017 bleibt das Wiki aber vor dem DAX.
(Performance in 2017: Wiki Szew Grundinvest +7,3%, Dax +6,0%).

Diese Woche hat Opera seine Quartalszahlen bekanntgegeben, die leider auf den ersten Blick ziemlich enttäuschend waren.

Dass das Q2 schwach werden würde war klar, daher ging es für mich erstmal darum, dass die Jahresprognose aufrechterhalten bleibt. Da direkt zu sehen war, dass die Guidance zurückgenommen wurde, habe ich sofort die gesamte Position verkauft, da ein Kursrutsch zu erwarten war. Dadurch konnte ich die Position noch unverändert zu 3,30€ verkaufen. Da ich aber grundsätzlich von der Unterbewertung überzeugt bin, habe ich die Position nach dem ersten Rutsch rund 10% tiefer bei 3€ wieder aufgebaut. Dieser Aufbau war zu früh, denn es ging mit Opera im Wochenverlauf noch knapp 15% tiefer.
Durch das schnelle handeln konnten zwar 10% Kursverlust erspart bleiben, doch am Ende gab es doch einen Nackenschlag für die Performance des Wikis.

Wie ist nun die aktuelle Lage bei Opera?
Bei einem Kurs von ~2,55€ beträgt die Marktkapitalisierung von Opera etwa €370 Mio bzw ~$435 Mio bei rund $75 Mio Nettocash, was auf ein KUV von unter 1 hinausläuft, was bei einem grundsätzlich skalierbaren System erstmal sehr günstig aussieht und viel Spielraum nach oben lässt.


Was war an den Zahlen negativ?
- Die Prognose besagte, dass die Umsätze über Q1 2017 aber unter Q2 2016 liegen werden, es gab also eine Spanne von 107 - 128 Mio, am Ende traf man diese Spanne aber ziemlich am unteren Ende mit $110 Mio.
- Man erwartet nun am Ende des Jahres unter der ursprünglichen Guidance von $550-650 Mio herauszukommen
- Die Transformation geht langsamer voran als geplant, was vor allem den Umsatz aus dem Programmatic Bereich belastet.
-Leichter Umsatzrückgang bei Bemobi bei starkem Anstiegs der operativen Kosten = sinkendes EBITDA sowohl q/q als auch y/y.



Wo sind die Lichtblicke?
- Trotz des geringen Umsatzwachstums konnte das EBITDA wieder deutlich positiver gestaltet werden im Vergleich zu Q1 2017 (3,1 vs 0,5 Mio)
- Durch Kosteneinsparungen wird man künftig jährlich $30 Mio einsparen, die keine negativen Auswirkungen auf den Umsatz haben sollen. In Q3 sollen diese Einsparungen bereits mit etwa $6 Mio sichtbar werden.
- Zum Ende von Q2 und zu Beginn von Q3 zeigt der Trend bei Adcolonys Performance basierter Aussteuerung wieder klar nach oben, dass das Q/Q Wachstum still liegen soll, liegt vor allem an der Saisonalität der Brand Umsätze, die in Q3 immer schwach sind. In Q4 soll es dann schon wieder deutlich aufwärts gehen bei den Umsätzen
- Starkes Wachstum im Vertical Video Bereich, dies soll vor allem mit der nächsten SDK Generation zu weiter deutlich steigenden Umsätzen führen.
- Bei Adcolony sieht man einige positive Trigger für das zweite Halbjahr: Einstieg von mehreren internationalen AAA Werbetreibenden, das Hochfahren des Vertical Video Bereichs und weiterer Ausbau des App Netzwerkes
- Bemobi ist bei den operativen Kosten nun für einen "globalen" Rollout gerüstet und diese Kosten sollen nicht mehr weiter steigen. Alle weiteren Vertriebserfolge werden damit deutlich positiv auf das EBITDA einwirken und hier erwartet man in den kommenden Quartalen auch eine sehr gute Entwicklung.
- Vor allem die Bemobi Zahlen haben unter den Wechselkursen in diesem Quartal gelitten, was wahrscheinlich so nicht wieder vorkommt
- Starkes Internationales Nutzerwachstum bei Bemobi von 73% y/y, dies spiegelt sich aber erst in den kommenden Monaten im Umsatz wieder, da man den Neukunden erstmal besondere Angebote macht wie der ersten Monat kostenlos.
- Das wahre Wachstum und Skalierungspotential von Bemobi soll in Q3 wieder deutlich besser sichtbar werden
- Der Umsatz für Bemobi soll entsprechend auch in 2017 höher sein als in 2016. Dabei berücksichtigt sind Umsatzrückgänge aus einem älteren Modell, was aber unerheblich scheint, da dies längst nicht so profitabel war.
- Bei Skyfire konnte man die Opex deutlich senken (von 7 auf 1,5 Mio) so dass man ab Q3 garantiert profitabel arbeiten kann, da man bereits langfristige Verträge hat, die Umsätze von über $5 Mio über die nächsten drei Jahre zusichern
- Durch die Auslagerung des Vertiebs von Skyfire über Huawei geht man kein Risiko mehr ein und kann jeden zukünftigen Auftrag profitabel abarbeiten
- Surfeasy wird deutlich profitabel sein und wächst stärker als angenommen
- Alle 4 Bereiche sollen im zweiten Halbjahr profitabel arbeiten

Fazit:
Es deutet weiterhin einiges daraufhin, dass Q2 der operative Tiefpunkt war und es nun (wenn auch nicht so rasant wie vorher erwartet) stetig voran geht. Man wird mit allen Bereichen im positiven EBITDA Bereich arbeiten, zusätzlichen kommen mindestens die $25 Mio Kosteneinsparungen hinzu, was auch ohne große Wachstumsprognosen ein EBITDA im kommenden Jahr von mindestens ~$50 Mio als realistisch erscheinen lässt und ich das aktuelle Kursniveau damit als günstig bezeichnen würde. Dennoch will ich mich nicht auf einzelne Quartalszahlen einschießen und investiere vor allem dann, wenn ich davon ausgehe, dass das Unternehmen in 3-5 Jahren deutlich mehr Wert sein wird als heute und daran hat sich nichts geändert, so dass ich an der Position festhalten werde.


Die größten Gewinner waren diese Woche:
Invitae +2,5%
Cytosorbents +2,1%


Die größten Verlierer waren diese Woche:
Opera Software -25,6%
Criteo -2,9%
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01.12.17 22:07:35
Beitrag Nr. 177 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (01.12.2017)
In der vergangenen Woche verlor das Wiki deutlich (-4,5%) während der DAX (-1,5%) ebenfalls abgeben musste.

Trotz des harten Rückschlags bleibt das Wiki im Jahr 2017 vor dem Dax.
(Performance in 2017: Wiki Szew Grundinvest +14,5%, Dax +12,0%).

Durch den Rakentest in Nordkorea kamen erneut die chinesischen Werte und inbesondere die Wachstums Tech Werte unter Druck. Gleichzeitig gab es aufgrund der FED Rede ein Umschichten von Wachstumswerte in Value und Bankwerte. Darüber hinaus kam Unsicherheit über die Umsetzbarkeit der US Steuerreform auf.

Alle Faktoren zusammen sorgten insbesondere für chinesische Tech Wachstumswerte für deutliche Abschläge und belasteten damit das Wiki.

Da diese Abschläge inzwischen sehr deutlich sind und nichts mit den Unternehmen selbst zu tun haben, sondern den äußeren Umständen geschuldet sind, verfahre ich wie zuletzt immer in diesen Situationen: Die Positionen der stark gefallenen Werte werden aufgestockt und dafür werden die Werte reduziert, die sich zuletzt stabil gezeigt haben. Dadurch soll das Wiki von der anstehenden Gegenbewegung überproportional profitieren. Wie auch bei den letzten Malen habe ich die Volatilität genutzt und habe mir weitere Anteile des Wikis ins Depot gelegt um von diesem Rücksetzer profitieren zu können.

Aus diesem Grund mussten in der vergangenen Woche sowohl AT&S als Highflyer, Hypoport, Cegedim und auch Magna das Wiki verlassen, da sich diese Werte stabil gehalten haben.

Dafür habe ich teilweise bestehende Werte aufgestockt, aber mit Momo und Tencent auch zwei weitere Werte aufgenommen, die in diesen Abverkaufsstrudel geraten sind.

Momo war bereits einmal Teil des Wikis und habe ich vom Geschäftsmodell bereits vorgestellt. Damals konnten mit dem Wert gute Gewinne erzielt werden und ich verkaufte den Wert, weil er sich der fairen Bewertung angenähert hat. Nun ist Momo nach Veröffentlichung der Q3 Zahlen und Q4 Prognose deutlich unter Druck geraten und hat meine Zielkaufzone von unter $24 erreicht, so dass ich zugeschlagen haben.
Im Q3 wuchsen der Umsatz um 126% und der Gewinn um 89%. Das EpS lag bei $0,45. Damit konnte man die Prognosen schlagen. Spannender war für mich den Ausblick auf Q4 zu sehen, denn im letzten Jahr begann die Momo Story durch die Einführung des Live Video Systems und den damit verbundenen Umsatzsprung vor allem in Q4. Die Umsatzwachstumsprognose fällt mit +53% zwar nicht mehr so exorbitant hoch aus, wie das Wachstum in den vergangenen Quartalen, aber für einen Wert, der mit einem kgv von ~12 notiert und ein netcash von ~20% der aktuellen Marktkapitalisierung besitzt, für mich immer noch absolut ausreichend um als Schnäppchen zu gelten.

Neu auch dabei Tencent, das neben Alibaba größte chinesische Unternehmen, was in dieser Woche auch ordentlich federn ließ und mit -18% vom hoch, einen Absturz erlebte wie ewig nicht. Tencent werde ich dann nächste Woche auch vorstellen, diese Woche gibt es aber erstmal die versprochene Vorstellung von Baidu.

Baidu wird auch als das Google von China bezeichnet und hat von seinen Geschäften her auch einige Parallelen zu Google bzw. Alphabet.
Mit einer Marktkapitalisierung von knapp $70 Mrd gehört Baidu auch definitiv zu den Schwergewichten im chinesischen E-Business Markt.

Das Kerngeschäft von Baidu ist wie bei Google die Suchmaschine, hier ist man in China klarer Marktführer mit einem Marktanteil von über 75%. Während es hier jahrelang nur steil bergauf ging gab es 2015/2016 eine stärkere Regulierung der chinesischen Behörden was die Vermarktung angeht, so dass die Umsätze von Baidu stagnierten. Diese Delle ist nun allerdings ausgestanden und die Umsätze wachsen wieder deutlich: in Q3 zuletzt 29%, während der Gewinn deutlich überproportional zulegte, obwohl die Videoplattform iQiyi dabei ein deutlicher Belastungsfaktor war. Das kgv liegt bei knapp 30, was ich in anbetracht der Zukunftsperspektiven für Baidu mit möglichem Margenpotential für günstig halte.

Baidu ist auch im Bereich autonomes fahren aktiv und mit seiner Apollo Plattform schon weit fortgeschritten. An diesem Projekt sind 50 Partnerunternehmen beteiligt, z.B. auch Microsoft und TomTom. Der COO von Baidu zu Apollo: „Im Prinzip ist Apollo das Android der Industrie rund um das autonome Fahren – nur offener und stärker.“

Was für Google Youtube ist, ist für Baidu ihre Videoplattform iQiyi, die stark wächst aber noch nicht profitabel ist. Ein Börsengang für iQiyi scheint schon im nächsten Jahr möglich.

Ähnlich wie Google ist man der Hardware aber nicht komplett abgeneigt und hat z.B. gerade erst einen Smart Home Lautsprecher sowie zwei Heimroboter präsentiert.

Erst diese Woche gab Baidu bekannt eine Partnerschaft mit Xiaomi eingegangen zu sein. Xiaomi wird auch als das Apple Chinas bezeichnet und gemeinsam wollen die Unternehmen sowohl an Sprach-/Bilderkennung arbeiten als auch die künstliche Intelligenz voranbringen.
Künstliche Intelligenz ist eines der großen Themen von Baidu, zu dem man u.A. auch mit NVIDIA eine Partnerschaft eingegangen ist.

Generell hat Baidu in vielen aufstrebenden chinesischen Unternehmen seine Finger im Spiel und ist ähnlich wie Alibaba und Tencent sehr umtriebig. Baidu hält. z.B. auch einen Anteil an der Bitauto Tochter Yixin und hat jüngst erst eine Beteiligung an der Fahrdienst App Shouqi bekanntgegeben. Eine besonders wichtige Beteiligung ist aber die an Ctrip, dem größten chinesischen Reiseportal an dem Baidu 25% hält, die aktuell mehr als $6Mrd wert sind.
Ähnlich wie bei Alibaba und nächste Woche auch Tencent werde ich hier in der Kürze ein so breit aufgestelltes Unternehmen wie Baidu nicht umfassend vorstellen können. Es soll hier bei einem Vorgeschmack bleiben aber ich kann nur dazu animieren sich tiefer in das Unternehmen einzulesen, denn die Entwicklung von Baidu wird sehr spannend.

Die größten Verlierer waren diese Woche:

Bitauto -13,7%
Baozun -10,4%
Alibaba -8,6%
Baidu -5,8%
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27.03.18 22:43:43
Beitrag Nr. 197 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.403.814 von ts07 am 27.03.18 21:55:55
Fragen zu Bitauto
Moin!
Ich gehe mal auf deine Punkte einzeln ein:

Aktienanzahl 71,7 Mio x 20 $ = Marktkap. 1434 Mio
Eigenkapital von Bitauto liegt bei 1414 Mio also ca. gleichauf.


Deine Aktienanzahl ist zu niedrig angesetzt, du solltest mindestens mit den 72,739,966 Aktien rechnen, die zum 31.12.17 schon ausgegeben wurden, ich bevorzuge hier sicherheitshalber sogar die vollverwässerte Anzahl von 78,281,462 Aktien zu nehmen.
Das Eigenkapital von Bitauto liegt bei knapp 20 Mrd Renminbi, was knapp $3,2 Mrd entspricht, hier ist allerdings Yixin konsolidiert.

Aktienanzahl 6276 Mio x 0,6 $ = Marktkap. 3765 Mio $
Ich hatte gelesen, dass nur 13 %, der Aktien also 878 Mio Aktien an der Börse Honkong ausgegeben wurden, also im Wert von 526 Mio. Stimmt denn das? Wieviel Anteile hält denn Bitauto? Und andere Anteilseigner?
Kann man denn irgendwo den Eigenkapitalwert von Yixin ablesen?


Ja, der Freefloat von Yixin ist ebenfalls sehr gering, man hat beim IPO nur eine Kapitalerhöhung durchgeführt und keiner der Großaktionäre hat dabei Kasse gemacht.
Den Eigenkapitalwert von Yixin kannst du in deren Bilanz ablesen, er beträgt 15,3 Mrd Renminbi, also gut $2,4 Mrd.
Wenn man nun die genaue Beteiligung von Bitauto an Yixin kennt, kann man auch den eigentlichen Eigenkapitalwert von Bitauto berechnen. Die echte Beteiligung von Bitauto nach dem Börsengang wurde meines wissens noch nirgends veröffentlicht, lag vor dem IPO aber bei 51,2%.
Rechnen wir also überschlagsmäßig mit 47% so ist der Eigenkapitalwert von Bitauto bei knapp $1,9 Mrd.
Vor dem IPO hielten Tencent 24,3%, JD.com 12,7%, Baidu 3,5%, die nun auch alle leicht verwässert wurden sein sollten.


Du hattest geschrieben der freefloat liegt bei 340 Mio $. Wer hält denn hier die großen Anteile an Bitauto? Unter Finanzen.net findet man nur kleinere Anteilseigner? Financial Times hatte noch eine Angabe von 13,85 Mio Aktien Freefloat = 277 Mio $, aber keine Aufteilung.

Die Angabe habe ich ebenfalls von diversen Finanzseiten wie Financial Times, diese wird wohl aber eher eine Schätzung sein, denn die genaue Aufschlüsselung bekommen wir erst mit dem neuen Geschäftsbericht. Aber man kann sich natürlich erstmal mit dem Geschäftsbericht von 2016 (Seite 102) aushelfen, denn an den Anteilseigner wird sich nicht so viel verschoben haben. Hier kommt man grob auf eine Anzahl von 67 Millionen die in festen Händen sind. Ausgehend von den 78 Mio, kommt das fast hin mit der Angabe von der Financial Times. Mir gefällt dabei auch, dass der Gründer immer noch über 11% der Anteile hält.

Kann man eigentlich die Gewinnschätzung von 2$ für 2018 irgendwie unterlegen?

Ich kopiere hier mal meinen Beitrag aus dem Bitauto Thread dazu hier rein:

Bei Bitauto gibt es zwar nie eine Prognose was den Gewinn angeht, diesmal haben wir aufgrund aller verfügbaren Aussagen aber eine Möglichkeit die Erwartungen von Bitauto zu berechnen:

Altgeschäft: 275 Mio aus 2017*1,5 = 412,5 Mio Renminbi
Yixin: Umsatz soll sich verdoppeln und Marge um knapp 2% steigen: 8.000 Mio *0,14 = 1120 Mio Renminbi. Davon gehen aber nur 47% an Bitauto also 526,4 Mio Renminbi Macht zusammen 412,5+526,4= 938,9 Mio Renminbi die Bitauto zuzurechnen sind.

Macht zum aktuellen Wechselkurs ~$148,5 Mio. Dadurch ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von $2,11 (unverwässert) bzw. $1,90 (verwässert)
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24.08.18 22:25:56
Beitrag Nr. 231 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (24.08.2018)
In dieser Woche legte das Wiki (+2,3%) wieder den Vorwärtsgang ein, während der DAX (+1,5%) nicht ganz so schnell vorankam. Nach dem es Währungsseitig eine Weile ruhig geworden war, hat die Dollarschwäche das Wiki diese Woche mit -1,0% belastet.

Auf Jahressicht baut das Wiki seinen Vorsprung vor dem DAX wieder etwas aus.
(Performance in 2018: Wiki Szew Grundinvest +14,0%, Dax -4,0%).

In dieser Woche gab es die Zahlen von Momo, Alibaba und Einhell.

Die Momo Zahlen lagen insgesamt über den Prognosen, was bei chinesischen Aktien aber erstmal nicht viel zu bedeuten hat, da diese normalerweise immer sehr konservativ guiden und ein höhere Ergebnis schon eingerechnet wird, so dass es trotzdem zu Kursabschlägen kommen kann. Im Fall von Momo ist das aber nicht passiert, der Wert konnte in dieser Woche über 10% zulegen und hat damit den Rebound vollzogen, den ich erwartet hatte. Nach diesem Kurssprung habe ich die Position dann vollständig verkauft.

Die Alibaba Zahlen waren ebenfalls gut. Das Umsatzplus mit 61% lag über den Erwartungen, der Nettogewinn ging aufgrund von Aktienoptionen für den Börsengang der Tochter Ant Financial zurück, was aber ein Einmaleffekt sein sollte. Der bereinigte Gewinn stieg hingegen um über 30%, was allerdings auch aufzeigt, dass durch die vielen Investitionen, auch in margenschwächere Geschäfte, die Marge insgesamt nicht mehr so hoch gehalten werden kann wie mit dem Kerngeschäft. Die Aktie reagierte zunächst positiv (+4%) um dann aufgrund von erneuten Zollstreitigkeiten zwischen China und den USA mit -3% zu schließen. Daraufhin habe ich meine Position ausgebaut.

Bei Einhell gab es keine großen Überraschungen, da die 5 Monatszahlen im groben ja schon gemeldet wurden. Auch an der Prognose wurde nichts geändert. Bei Einhell wird der Kurs nun schon eine Weile knapp unter 100 gehalten. Durch die Zahlen konnte diese Marke zwar kurzzeitig geknackt werden, wurde aber dann direkt wieder darunter gedrückt. Ich bleibe hier weiter optimistisch.

Die größten Gewinner waren diese Woche:
Tencent +5,0%
YY +4,6%


Die größten Verlierer waren diese Woche:
Holidaycheck -3,3%
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16.11.18 22:35:24
Beitrag Nr. 243 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (16.11.2018)
In der vergangenen Woche ging es an den Märkten insgesamt weiter bergab, der DAX (-1,4%) verlor ebenfalls, dabei konnte das Wiki (+1,2%) gegen den Markt zulegen.

Im Jahr 2018 erhöht das Wiki seinen Vorsprung vor dem DAX
(Performance in 2018: Wiki Szew Grundinvest -2,9%, Dax -11,0%).

In der vergangenen Woche habe ich die erst letzte Woche gekaufte Docusign verkauft, Grund dafür war, dass die Techwerte weiter korrigierten und sich Docusign zunächst gut hielt, als klar war, dass man eine charttechnische Unterstützung nicht halten wird, befürchtete ich, dass es hier stärker bergab geht und habe verkauft. Genau das passierte dann auch, durch den Verkauf konnte ein Verlust von rund 11% vermieden werden.

Der Verkauf von Netflix letzte Woche aus ähnlichen Gründen hat sich ebenfalls weiter bestätigt, auch hier ging es seit dem Verkauf gut 10% runter.

Dafür neu dabei ist Wirecard, die erwartet gute Zahlen gemeldet haben und die Prognose erhöhten. Der Kurs ist auf ein interessantes Niveau zurückgekommen auf dem ich nun ein gutes Chance Riskio Verhältnis sehe.

Auch wieder aufgenommen habe ich The Trade Desk. Letzte Woche hatte ich den Wert nach dem Abverkauf nach den Zahlen nur wenige Stunden gehalten und konnte 17% Tradinggewinn erzielen, ich hatte dabei allerdings auch das Glück nah am Tiefstkurs zu kaufen und nah am Höchstkurs zu verkaufen, denn es dauerte nicht lange, bis der Wert diese 17% nahezu wieder abgegeben hat. Ich habe mir daraufhin den CC nochmal genau durchgelesen und finde das Trade Desk nicht nur für einen Trade interessant ist, sondern auf dem Niveau durchaus auch längerfristiger gehalten werden kann. Daher bin ich wieder eingestiegen und diese Woche konnte der Wert wieder gute 10% im Wiki zulegen.

Überraschend gute Zahlen hat Tencent gemeldet und konnte kursmäßig auch davon profitieren. Ich habe die Position nach dem Kursanstieg momentan trotzdem verkauft, da mit S&T ein bekannter Wert im Wiki gute Zahlen gemeldet hatte aber stark abverkauft wurde, so dass ich diese Position diese Woche schon dreimal erfolgreich getradet habe und auch gerade noch im Wiki habe. Ich plane diese aber nächste Woche wieder gegen meine langfristige Position in Tencent auszutauschen. Denn ich halte lieber langfristig Werte als zu viel hin und her zu traden, doch momentan gibt der Markt hier teilweise sehr lukrative Chancen, die ich dann auch nicht ungenutzt lassen möchte.



Die größten Gewinner waren diese Woche:
Alibaba +6,4%

Die größten Verlierer waren diese Woche:
Fintech Group -8,1%
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09.03.19 09:28:17
Beitrag Nr. 260 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (09.03.2019)
In der vergangenen Woche verlor das Wiki (-3,7%) genau das was es letzte Woche hinzugewann, während der DAX (-1,3%) ebenfalls genau seinen Vorwochengewinn wieder abgeben musste.


Im Jahr 2019 bleibt das Wiki (+21,4%) deutlich vor dem DAX (+8,5%)


In dieser Woche gab es einige Veränderungen im Wiki:


Verlassen musste die Commerzbank, ING Group, BNP Paribas und Renault das Wiki.


Zunächst hatte ich am Montag die Commerzbank mit einem Plus von 15,7% verkauft, nachdem der Kurs vor allem aufgrund von Gerüchten über einen Zusammenschluss mit der Deutschen Bank in kurzer Zeit stark gestiegen war. Ich bin damals aufgrund von fundamentalen Faktoren bei der Commerzbank eingestiegen und bin nicht gerne aufgrund solcher Spekulationen investiert, da sich das Blatt hier schnell wenden kann. Das hat sich bisher als richtige Entscheidung gezeigt, denn seit dem Verkauf hat die Aktie im Wochenverlauf 9% verloren.


Bei der ING musste ich ebenfalls kurzfristig aussteigen, da hier Gerüchte über eine neue Verwicklung in einen Geldwäscheskandal aufkamen. Da der Kurs auf die ersten Nachrichten noch nicht so stark reagierte und ich befürchtete, dass der Abverkauf stärker werden könnte habe ich die +10,4% Gewinn mitgenommen. Nach dem Verkauf verlor die Aktie bis Wochenschluss weitere 7,5%.


Die Verkäufe von Renault und BNP Paribas hatten keine unternehmensspezifischen Gründe, sondern mussten erfolgen, da ich Platz für die hochgewichtete Wiederaufnahme von Hypoport brauchte.


Hypoport war seit Bestehen des Wikis die meiste Zeit mit im Wiki vertreten und hatte wohl mit Abstand den größten Anteil an der bisherigen Performance. Die Aktie war dann jedoch stark gelaufen und der Ausblick mit „leicht zweistelligem Umsatzwachstum“ war nun nicht so spannend als dass ich noch viel Kurspotential gesehen habe.


Aber CEO Slabke hat mal wieder geliefert, in dieser Woche wurden die Eckdaten der Zahlen für das vierte Quartal bekanntgegeben und ich bin begeistert. Das Umsatzwachstum lag im Q4 mit +53% um Welten höher als das anvisierte leicht zweistellige Wachstum. Im dritten Quartal lag das Wachstum noch bei +44%. Auf Jahressicht steigt der Umsatz um 36%, von 2016 auf 2017 waren es „nur“ +24%. Das zeigt, dass bei Hypoport das Wachstum nicht ab, sondern zunimmt und das Unternehmen nun erst richtig Fahrt aufnimmt. Hypoport hat seine Fühler zuletzt in mehrere interessante Bereiche wie dem Insuretech ausgestreckt und dies fängt nun an Früchte zu tragen.


Das EBIT kam mit +29 Mio Euro am unteren Ende der zuletzt genannten Spanne heraus, hier zeigt sich einfach, dass das Unternehmen mehr in Wachstum investiert hat und sich dies erst in Zukunft mit weiter steigenden Gewinnen auszahlen wird. Das EBIT stand aber keineswegs still, sondern ist im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls stark um 26% gestiegen.

Aber was ist Hypoport nun wert und wo könnte der Kurs hingehen. Hypoport wird aktuell zu einem KUV von ~4 für das vergangene Jahr und ~3 für das aktuelle Jahr bewertet. Für ein skalierbares Plattformgeschäft, was so stark wächst und bereits profitabel ist halte ich dies für extrem niedrig.


Vergleicht man mal ähnliche Plattform- oder auch SAAS Geschäftsmodelle von Tech Unternehmen in den USA, so liegen die Bewertungen hier meilenweit höher.

Z.B.

Shopify – Umsatzwachstum Q4 = +54%; KUV = 19, dazu ist Shopify nicht profitabel und rechnet im kommenden Jahr nur noch mit einem Umsatzplus von +37%

Okta – Umsatzwachstum Q4 = +50%; KUV = 22, dazu ist Okta nicht profitabel und rechnet im kommenden Jahr nur noch mit einem Umsatzplus von +33% und einer deutlichen Ausweitung des Verlusts

Alteryx - Umsatzwachstum Q4 = +57% KUV = 19, dazu ist Alteryx nur leicht proftiabel (kgv 167) und rechnet im kommenden Jahr nur noch mit einem Umsatzplus von +37% und keiner Gewinnsteigerung


Dies sind nur einige Beispiele, die keineswegs aus dem Rahmen fallen, sondern bei der Nasdaq normale Preise für solche Unternehmen sind und es zeigt auf, dass Hypoport nicht nur ein paar Prozent niedriger bewertet ist sondern um ein Vielfaches, wenn sich das Wachstum so fortsetzt. Zudem hat man mit Ronald Slabke einen herausragenden CEO, der eine langfristige Vision für das Unternehmen hat. Daher ist Hypoport ab sofort wieder dabei.


Aktuell noch auf der Watchlist: Zillow – die Ausweitung des Geschäftsmodells ist sehr spannend und bringt riesige (Kurs-)Chancen mit sich. Allerdings muss ich hier noch viel stärker ins Research einsteigen um das Chance Risiko Verhältnis und die Finanzierbarkeit bewerten zu können.


Die größten Gewinner waren diese Woche:

Wirecard +2,8%



Die größten Verlierer waren diese Woche:

Societe Generale -6,5%

Unicredit -6,4%

Holidaycheck -4,8%

VW -4,6%

Tui -4,4%
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12.07.19 18:39:57
Beitrag Nr. 281 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (12.07.2019)
Nachdem es mit dem Wiki (-1,1%) zuletzt fünf Wochen in Folge bergauf ging, musste es diese Woche etwas von den Gewinnen abgeben. Der DAX (-2,0%) verlor dabei fast doppelt so stark.

Im Jahr 2019 bleibt das Wiki (+45,7%) nach Gebühren weiterhin deutlich vor dem DAX (+16,7%).

In dieser Woche gab es keine Änderungen im Wiki.

Vor einer Weile hatte ich schon mal darüber nachgedacht einen der stark gefallenen Zykliker ins Wiki aufzunehmen, sah die Gefahr vor weiteren Kursverlusten aber als zu hoch an und habe darauf verzichtet. In der vergangenen Woche hagelte es weitere Gewinnwarnungen von konjunktursensiblen Unternehmen (BASF, Krones, Aumann, Daimler) was die Sorge um die Konjunktur nur noch größer werden lassen dürfte. Die damals stark gefallenen Werte sind nun weiter gefallen, die meisten sehen aber dennoch noch nicht wirklich günstig aus.

Die eher defensive Ausrichtung des Wikis bringt in solchen Zeiten den Vorteil, dass die Kursverluste zumindest deutlich geringer ausfallen als die des Gesamtmarktes. Wobei sich mit VW auch ein stark konjunktursensibles Unternehmen im Wiki befindet, dessen Kurs sich aber auch in dieser Zeit sehr gut hält.


Die größten Gewinner waren diese Woche:
Hypoport +4,1%


Die größten Verlierer waren diese Woche:
Ivu -4,2%
SBM -3,5%
Cegedim -3,2%
Holidaycheck -2,9%
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24.07.19 23:26:19
Beitrag Nr. 284 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.099.351 von Mersault am 24.07.19 22:11:02
Bitauto
Moin!

Bitauto und vor allem die Tochter Yixin haben stark unter dem schwächelnden Automarkt gelitten. Die Aktie bleibt für mich weiter interessant allerdings aktuell noch nicht kaufenswert.

Gründe:
Der Gewinn aus Q1 konnte nur aufgrund einer einmaligen Zuschreibung erreicht werden.

Das Wachstum soll in q2 auf nur noch etwa 7% einbrechen.

Bei der Berechnung der Cash Position sollte man beachten, dass Bitautos Bilanz durch die Konsolidierung von Yixin inzwischen stark „verwässert“ wurde.

Ich bin gespannt wie q2 gelaufen ist und bewerte dann neu ob ich hier nochmal einsteige.
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22.11.19 22:20:52
Beitrag Nr. 304 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (22.11.2019)
In der vergangenen Woche gewann das Wiki (+0,6%) weiter hinzu, während der DAX (-0,6%) an Wert einbüßte.

Im Jahr 2019 bleibt das Wiki (+61,0%) nach Gebühren weiterhin deutlich vor dem DAX (+24,7%).


In dieser Woche gab es mehrere Veränderungen im Wiki.


Auf der einen Seite gab es die bereits angekündigte Wiederaufnahme von VW sowie die Wiederaufnahme von Angi Homeservices und Alibaba und auf der anderen Seite drei Abgänge mit MongoDB, Alteryx und Serviceware.


Bei MongoDB und Alteryx war ich eingestiegen, nachdem beide Werte im Zuge der Techkorrektur deutlich zurückkamen und ich von einer Übertreibung mit baldigem Rebound ausgegangen war. Beide Werte konnten sich von ihrem Tief vor einem Monat nun stark erholen (33% bzw. 22%). Daher habe ich hier die Gewinne mitgenommen.

Bei Serviceware bin ich am Donnerstag nach der vermeldeten Gewinnwarnung ausgestiegen. An sich fand ich die Gewinnwarnung gar nicht so dramatisch und wenn die Begründung mit den höheren SaaS Umsätzen wirklich stimmt, könnte dies langfristig sogar eher positive Auswirkungen haben. Ausgestiegen bin ich vor allem aus dem Grund, dass ich hier kurzfristig nun ein eher negatives Sentiment durch die Gewinnwarnung sehe und dass der Kurs die Tage vor der Gewinnwarnung schon deutlich negativ reagiert hat. Dies sieht man immer wieder bei kleineren Unternehmen - möglicherweise ist die Nachricht hier vorher schon durchgesickert und anderen Marktteilnehmern bekannt gewesen, bei Unternehmen bei denen das regelmäßig passiert hat man als Außenstehender häufig besonders Mühe gute Geschäfte zu erzielen. Daher trete ich nun erstmal an die Seitenlinie und werde mir die weitere Entwicklung genau anschauen.

Bei Angi sehe ich die Möglichkeit eine ähnliche Entwicklung zu nehmen welche die Tochter MyHammer schon in Deutschland schon erreicht hat, da man sich aber noch im Umbruch befindet, könnte es noch etwas dauern bis die Margen dorthin kommen wo sie langfristig sein sollen – hier richte ich mich darauf ein Geduld haben zu müssen.

Aufgenommen habe ich auch wieder Alibaba, da es für mich der günstigste der großen tech Werte ist, welche nach KUV/KGV nicht zu teuer ist, weiterhin sehr stark wächst und vom Geschäftsmodell einen Burggraben mitbringt und sehr breit aufgestellt ist. Hier bin ich zwar auch parallel indirekt über Softbank investiert, doch hat man bei Softbank aufgrund der weiteren Beteiligungen zwar sowohl eine höhere Chance als auch ein höheres Risiko, welches ich nicht mit einer zu starken Gewichtung eingehen möchte.


Die größten Gewinner waren diese Woche:
Cegedim +3,6%


Die größten Verlierer waren diese Woche:
Hypoport -3,3%
Softbank -2,5%
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13.12.19 22:21:16
Beitrag Nr. 307 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (13.12.2019)
In der vergangenen Woche gewann das Wiki (+3,2%) deutlicher hinzu, während der DAX (+0,9%) deutlich weniger stark anstieg.

Im Jahr 2019 bleibt das Wiki (+70,6%) nach Gebühren weiterhin deutlich vor dem DAX (+25,8%).


Seit dieser Woche neu dabei ist Abivax. Ich versuche das Wiki ja immer möglichst parallel zu meinem privaten Depot zu halten, doch leider ist das nicht immer möglich, da ich nur Werte in das Wikifolio aufnehmen kann, welche auch über Lang&Schwarz gehandelt werden können, daher gibt es immer ein paar Abweichungen. Eine solche Abweichung war Abivax, da ich diese vor fast zwei Monaten gekauft hatte, aber nicht ins Wikifolio aufnehmen konnte. Bei allen Aktien, die ich im Depot habe und bisher nichts ins Wiki aufnehmen konnte, schaue ich dann fast täglich, ob sie nun evtl doch über L&S gehandelt werden können. Bei Abivax war es dann diesen Dienstag soweit und ich habe daraufhin die Aktie sofort gekauft. Schade dass es so spät ist, denn in den letzten zwei Monaten konnte sich die Aktie nun schon fast verdoppeln. Da ich dem Wert aber eine weitere Verdopplung zutraue, habe ich nicht gezögert diese trotzdem zu kaufen. Abivax ist ein französisches Biotech Unternehmen, welches vor allem an einem Wirkstoff gegen die chronisch entzündliche Darmkrankheit Colitis Ulcerosa arbeitet. Vor rund zwei Monaten kamen dann sehr gute Studienergebnisse zu dem Wirkstoff, welche den bisherigen Behandlungen deutlich überlegen waren. Der Markt für diese Krankheit ist relativ groß, vor allem da es bisher kein wirklich wirksames Medikament gibt. Das kleine französische Unternehmen Abivax (Marketcap unter 200 Mio Euro) gibt hier vielen Betroffenen Hoffnung, dass sich dies bald ändern könnte. Inzwischen haben sich auch zwei Analysten zu Wort gemeldet, welche ein Kursziel von 39€ bzw. 37,50€ ausrufen und damit weiterhin mehr als 100% Potential sehen. Es wird nun spekuliert, dass Abivax den Wirkstoff verpartnert und dafür bereits eine Upfront Zahlung erhält, die größer als der aktuelle Unternehmenswert ist oder Abivax direkt gekauft wird. Auf jeden fall eine spannende Entwicklung, mit der ich nun auch durch das Wikifolio dabei bin. Da es sich aber immer noch um ein kleines Biotech Unternehmen handelt, welches Verluste schreibt, habe ich die Gewichtung nicht zu hoch angesetzt. Bisher hat sich die Aufnahme schon gelohnt, denn in den ersten vier Tagen konnte der Wert im Wiki schon knapp 10% zulegen.


Wieder dabei ist nun auch Alteryx. Erst vor wenigen Wochen verkauft, weil ich einen Rücksetzer erwartet hatte, kam dieser nun sehr schnell und der Wert verlor in kurzer Zeit rund 18%, so dass ich nun wieder eingestiegen bin.


Bei IVU wurde in dieser Woche der nächste Großauftrag vermeldet, welcher einen Kurssprung auslöste. Ich habe hier ein paar Gewinne mitgenommen.




Die größten Gewinner waren diese Woche:
Ivu +14,2%
Angi +5,4%
VW +3,8%
Softbank +3,1%
SBM +2,8%
Etsy +2,6%



Die größten Verlierer waren diese Woche:
-
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01.01.20 19:46:13
Beitrag Nr. 310 ()
Jahresupdate 2019
Nach einem schwierigen Börsenjahr 2018 war das Jahr 2019 um so positiver, erneut konnten beide Wikis ihre Vergleichsindizes schlagen (Szew Grundinvest +79,2% vs DAX +25,5%; Szew Small Cap +52,2% vs SDAX +31,6%).
Wichtig war mir nach der höheren Volatilität in 2018 auch hier wieder mehr Ruhe in die Kursentwicklung zu bekommen, was auch gelang, denn beim höchsten Drawdown des Jahres, hielten sich die Wikis ebenfalls stabiler (Szew Grundinvest -9,6% vs DAX -11,0%; Szew Small Cap -10,4% vs SDAX -14,4%). Durch die starke Entwicklung in diesem Jahr konnten beide Wikis auch wieder an die Spitze der durchschnittlichen Entwicklung aller Vergleichsindizes klettern.


Unter dem Strich hat sich die Strategie ausgezahlt noch weniger Risiko einzugehen, auch wenn ich dadurch hier und da mal ein paar Chancen liegen lasse, war der Kursverlauf der Wikis insgesamt deutlich stabiler.


Und genau dies soll für das kommende Jahr umso mehr gelten. Nach einer guten Kursentwicklung in diesem Jahr, gibt es noch weniger günstige Werte, daher werde ich noch genauer hinschauen und eher vorsichtig agieren. Ich erwarte ein 2020, welches nicht so leicht wird wie in 2019, doch mit dem richtigen Stockpicking sollte es weiterhin möglich sein eine gute Rendite zu erzielen.


Die Ziele für das kommende Jahr sind wie immer die Ziele der letzten Jahre: Die jeweiligen Vergleichsindizes schlagen und möglichst eine geringere Volatilität aufweisen.



Performance 2019:

Szew Grundinvest +79,2%

Szew Smallcap +52,2%

Szew Turnaround +40,1%

NASDAQ +38,5%

Langfristfavoriten +36,3%

SDAX +31,6%

MDAX +31,2%

DAX +25,5%

Empfehlungen – Newsflow +24,9%

Dow Jones +23,3%

TECDAX +23,1%

Hang Seng +11,0%




Durchschnittliche Jahresperformance seit 2015:

Szew Grundinvest 25,5%

Szew Smallcap 21,7%

TecDAX 17,1%

Nasdaq 15,2%

SDAX 11,7%

MDAX 10,7%

Dow Jones 9,6%

Langfristfavoriten 8,4%

DAX 5,9%

Hang Seng 4,0%

Empfehlungen – Newsflow 1,2%

Szew Turnaround 1,1%


Größter Drawdown 2019:

Dow Jones -7,9%

MDAX -8,6%

Szew Grundinvest -9,6%

Szew Smallcap -10,4%

Nasdaq -10,7%

Dax -11,0%

TecDAX -12,3%

Langfristfavoriten -14,3%

SDAX -14,4%

Szew Turnaround -17,7%

Empfehlungen - Newsflow -22,8%



Größter Drawdown seit 2015:

Dow Jones -19,8%

TecDAX: -22,1%

MDAX: -23,1%

Nasdaq -24,0%

SDAX: -27,3%

DAX: -27,5%

Hang Seng -34,6%

Szew Grundinvest -36,3%

Langfristfavoriten -36,9%

Szew Smallcap -40,3%

Szew Turnaround: -45,4%

Empfehlungen - Newsflow -62,0%
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10.01.20 22:15:24
Beitrag Nr. 314 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (10.01.2020)
In der vergangenen Woche gewann das Wiki (+1,4%) hinzu, während der DAX (+2,0%) sogar etwas stärker stieg.

Im Jahr 2020 liegt das Wiki (+0,3%) nach Gebühren weiter hinter dem DAX (+1,8%).

Das Wiki hatte in der vergangenen Woche wie zuletzt häufiger über 20% Cash. Eine Situation die ich eigentlich nicht gerne habe, denn ich bin gern nahezu komplett investiert, da jede Investition für mich einen positiven Erwartungswert hinsichtlich der Rendite hat. Ich investiere allerdings nur dann, wenn ich für mich ein deutlich positives Chance Risiko Verhältnis der jeweiligen Investition sehe und diese Fälle zu finden ist bei den aktuellen Markterwartungen nicht so leicht, da vieles schon gut gelaufen ist oder mir zu viele Risiken hat.

Dennoch bin ich bei einem alten Bekannten fündig geworden: S&T.

S&T war vor Jahren ein fester Bestandteil des Wikis und konnte einen deutlichen Beitrag zur positiven Entwicklung des Wikis leisten. Damals hielt ich den Kurs für ausgereizt und bin deshalb erstmal ausgestiegen. Nun hat S&T in der Zwischenzeit geliefert was versprochen wurde und man ist weiter auf Kurs um seine langfristigen Ziele zu erreichen. Weiterhin mit dabei ist mit Hannes Niederhauser für mich ein sehr starker CEO, der den Fortschritt bei S&T massiv mit beeinflusst hat. Kursmäßig steht S&T allerdings in etwa da wo es auch vor zwei Jahren schon stand und ich denke in diesem Jahr könnte der Kurs wieder etwas an Boden gut machen und Richtung 30€ steuern.

Ein weiterer Wert ist ebenfalls gefunden, bei dem ich meinen Restcash investieren werde, diesen werde ich in der kommenden Woche kaufen und danach vorstellen.

Die größten Gewinner waren diese Woche:
IVU +8,7%
VW +5,0%
Heidelberg Pharma +3,5%
Angi +2,3%


Die größten Verlierer waren diese Woche:
GFG -6,0%
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18.01.20 10:20:43
Beitrag Nr. 315 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (17.01.2020)
In der vergangenen Woche gewann das Wiki (+1,2%) hinzu, während der DAX (+0,3%) nur leicht stieg.

Im Jahr 2020 liegt das Wiki (+1,4%) nach Gebühren weiter hinter dem DAX (+2,1%).


In dieser Woche gab es im Wiki nochmal einige Umstrukturierungen um das Risikoprofil zu verbessern. Generell ist für mich immer entscheidend wie gut das Chance Risiko Profil eines Invests ist bevor ich kaufe. Wenn dieses deutlich positiv ist, kommt ein Kauf in Frage. Dieses CRV kann aber sehr unterschiedlich gestaltet sein, z.B. wenn ich eine 10%ige Chance sehe und ein 5%iges Risiko ist das genauso ein positives CRV wie wenn ich einem Wert 100% Chance aber auch 50% Risiko gebe. Hier hatte ich zuletzt sehr chancenreiche aber auch riskantere Titel im Wiki, was ich mit der aktuellen Umstrukturierung wieder begradigt habe um nicht zu viel Risiko auf das Gesamtwiki zu haben.

Einer der Gründe für dieses ausschlagende CRV war die Aufnahme der Global Fashion Group, welche ich höher gewichtet habe und auch weiterhin höhergewichten will, denn ich sehe hier weiterhin gute Chancen auf eine Vervielfachung. Dennoch ist der Wert nicht ohne Risiko, da sie einerseits noch nicht profitabel sind und man anderseits nicht weiß, wie sich nun die Großaktionäre verhalten werden. Dass es bei dem Wert unter normalen Umständen wenig Handel gibt, hilft auch nicht gerade für einen ruhigen Kursverlauf, denn der aktuelle Großverkäufer hat scheinbar noch nicht fertig verkauft und drückt den Kurs weiter ohne Nachrichten. Wie stark sich dieser Verkaufsdruck auswirkt, konnte man am Donnerstag gut sehen, hier wurden mehr Aktien gehandelt als z.B. den kompletten Monat Oktober 2019. Dass so viele Aktien vom Markt aufgenommen werden obwohl der Wert ziemlich unter dem Radar fliegt, ist aber auch ein Zeichen, dass wir nun langsam ein Kursniveau erreicht haben unter das wir nicht mehr deutlich drunter fallen sollten. Als sich der Verkäufer am Freitag nicht mehr zeigte, konnte sich der Kurs auch erstmal wieder etwas erholen.

Aufgrund dieser Umstrukturierung und weil ich meinen GFG Anteil nicht reduzieren wollte, habe ich dann Heidelberg Pharma verkauft, da dieses CRV ähnlich ausgestaltet war, der Biotech Bereich aber ein nochmal höheres Risiko für mich ausweist.

Auch Angi habe ich nach gutem Kursverlauf verkauft. Der Kurs konnte seit der Aufnahme im November gut 50% zulegen und einen Teil der Unterbewertung abbauen. Aber auch hier ist man extrem abhängig von den kommenden Zahlen, sollten diese nicht positiv aufallen, können wir auch schnell die alten Tiefstkurse sehen, also auch hier war zwar viel Chance, wenn die Zahlen erreicht werden, aber auch ein erhöhtes Risiko, was ich nun rausnehme.


Dafür aufgenommen habe ich nun Werte, denen ich auf zwei Jahres Sicht zwar keine Vervielfachungschance gebe, aber dennoch solide 50% mit dafür deutlich geringerem Risiko.

Das sind auf der einen Seite die beiden Bauwerte Hochtief und Sto. Beide weisen ein ziemlich ähnliches Profil auf. Hochtief ist einer der größten internationalen Baukonzerne. Man kommt in diesem Jahr auf Umsätze von rund 25 Milliarden Euro und wächst pro Jahr um die 3-5%. Die Auftragspipeline hat gerade ein neues Hoch mit über 50 Milliarden erreicht. Die Bilanz ist gut, Hochtief hat eine Nettocashposition und könnte daher eher noch Zukaufen. Im aktuellen Jahr kommt Hochtief auf ein kgv von nur 11-12 und weißt eine Dividendenrendite von über 5% aus, bei einer Marktkapitalisierung von rund 8 Milliarden Euro.

Bei Sto ist es von den Werten her ähnlich. Sto ist ein Hersteller von verschiedenen Produkten, die vor allem für die Modernisierung von Gebäuden gebraucht werden, z.B. Wärmedämmung. Auch Sto wächst kontinuierlich bei den Umsätzen im Bereich um die 3% und kommt auf Umsätze von rund 1,4 Milliarden Euro. Auch die Bilanz von Sto ist sauber und man hat eine Nettocashposition um mögliche Zukäufe zu tätigen. Das kgv von Sto ist mit rund 11 für dieses Jahr noch minimal geringer, allerdings zahlt Sto mit rund 4% auch etwas weniger Dividende. Sto kommt aktuell auf eine Marktkapitalisierung von rund 700 Millionen Euro.


Der dritte Wert ist mit der ING Groep ein alter Bekannter. Ich hatte letztes Jahr nachdem die Bankaktien stark eingebrochen wurden, ja kurzfristig das halbe Wiki umgeschichtet und einige Bankwerte aufgenommen und dann alle wieder verkauft nachdem sich die Kurse erholt hatten. Die ING war auch da schon mein Favorit und seit dem damaligen Verkauf ist der Kurs eher seitwärts gelaufen und hat den Anstieg anderer Werte nicht mitgemacht.
Die ING ist mein Favorit, da sie nicht die ganzen Altlasten vieler traditioneller Banken mit sich rumschleppt, sie ist deutlich digitaler und vor allem schlanker aufgestellt, was ihnen einen deutlichen Kostenvorteil ggü anderen Banken einbringt. Das Niedrigzinsumfeld spielt ihnen natürlich auch nicht in die Karten, aber selbst unter diesen Bedingungen erwirtschaften sie seit Jahren sehr stabile Gewinne und kommen damit auf ein kgv von rund 8 une einer Dividendenrendite von 6,5%.


Mit Maisons du Monde gab es noch eine vierte Neuaufnahme. Die Gewichtung ist hier aber etwas geringer als bei den anderen, da die Risikokomponente aufgrund der Verschuldung höher ist als bei den anderen Werten. Maisons du Monde ist ein Händler für Deko und Inneneinrichtung. Das Unternehmen kommt ursprünglich aus Frankreich, expandiert aber seit ein paar Jahren, so dass es auch in Deutschland einige MdM geschäfte gibt, zusätzlich kann man bei MdM auch online bestellen.
Die Umsätze wachsen seit Jahren leicht zweistellig, auch für 2019 peilt man ein Umsatzwachstum von 10,5% an. Mit dem Q3 Bericht musste man seinen Ausblick auf die EBITDA Marge von 13% auf 12,5% zurücknehmen, da man erhöhte Kosten aufgrund der Expansion in die USA hatte. Dies gefiel der Börse gar nicht, der Kurs ist mit rund 11,50€ inzwischen sehr stark unter die Räder gekommen, denn vor 2 Jahren stand er noch bei gut 38€ obwohl die Entwicklung von MdM weiter gut lief. Man erwirtschaftet mit seinen Produkten eine Starke Rohmarge von 67% und wird nur noch mit einem kgv von rund 8 für das aktuelle Jahr bewertet. Eine Dividene zahlt MdM auch und die ist durch den Kursrückgang mit inzwischen 4% Rendite auch ordentlich.


Mit SBM habe ich in dieser Woche noch einen Wert verkauft der sehr lange im Wiki war. SBM hatte sich seit der Aufnahme ins Wiki gut entwickelt und ist nun wieder bei den 60€ angekommen, welche sie schon das letzte Mal nicht überwinden konnte. Hier habe ich lieber die Gewinne gesichert bevor der Kurs erneut von hier abprallt.
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25.01.20 15:21:49
Beitrag Nr. 316 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (24.01.2020)
In der vergangenen Woche gewann das Wiki (+0,7%) hinzu, während der DAX (+0,4%) etwas weniger stieg.

Im Jahr 2020 liegt das Wiki (+2,1%) nach Gebühren weiter hinter dem DAX (+2,5%).


In der vergangenen Woche gab es mit Hochtief und S&T zwei Verkäufe und mit IAG und Blue Prism zwei Neukäufe.


Hochtief und S&T haben beide in der vergangenen Woche Zahlen gemeldet und wurden daraufhin beide verkauft.


Bei S&T lag es eher an den positiven Zahlen, die für das vergangene Jahr im Rahmen der Erwartungen lagen. Positiv war aber der angehobene Ausblick, insbesondere der langfristige Ausblick. Die Kursreaktion von etwa +15% seitdem fande ich aber doch etwas zu viel und habe die Gewinne mitgenommen.

Bei Hochtief musste ein Tochterunternehmen eine Abschreibung auf eine Minderheitsbeteiligung vollziehen, welche das positive Jahresergebnis 2019 auffressen wird. Hochtief halte ich weiterhin für attraktiv bewertet, brauchte aber einen weiteren Wert zum Austausch um die Neukäufe zu finanzieren.


Neu dabei ist mit der IAG die Mutter von British Airways der größten Fluggesellschaft Großbrittaniens. British Airways gehört zu den profitabelsten Fluggesellschaften, da diese von ihrer Sonderstellung am Londoner Flughafen profitieren und damit einen deutlichen Wettbewerbsvorteil haben. Daher wird auch der absolute Großteil der Gewinne von IAG durch British Airways eingeflogen und das fast ausschließlich am Flughafen Heathrow. Die Bewertung ist dennoch ähnlich günstig wie andere Fluggesellschaften obwohl man deutlich stetiger wächst. Wer sich näher für diese Thematik interessiert: Swen Lorenz hat diese Situation in einem 108 Seitigen Bericht genaustens analysiert.


Neu dabei ist mit Blue Prism ein spannender Wachstumswert aus Großbritannien, der hierzulande noch ziemlich unbekannt ist, da er vor meinem Kauf in lediglich einem investierbaren Wiki vorhanden war.

Blue Prism gehört zu den Marktführern im Bereich RPA (Robotic Process Automation). Kurz gesagt Blue Prism programmiert „Software Roboter“, welche vor allem monotene Bürotätigkeiten, welche bisher von Menschen durchgeführt wurden, ersetzen. Wie bei maschinellen Robotern liegen die Vorteile auf der Hand: Der Softwareroboter arbeitet deutlich kostengünstiger, präziser und kann 24/7 arbeiten. Das Unternehmen wurde 2001 gegründet und gilt mit seiner RPA Plattform als einer der Pioniere für künstliche Intelligenz. Blue Prisms Vision sieht vor, dass in Zukunft ein drittel aller Sachbearbeiter Posten durch Softwareroboter ersetzt werden kann. Und der Erfolg gibt ihnen bislang Recht, denn nicht nur der RPA Markt ist einer der am stärksten wachsenden Softwaremärkte aktuell, sondern auch Blue Prism konnte seinen Jahresumsatz zuletzt um über 83% auf 101 Millionen Pfund steigern. Das Geschäft ist sehr gut planbar, da man über 96% wiederkehrende Umsätze verfügt, da man deren Plattform vor allem über die Cloud als SaaS anbietet. Man hatte zum Jahresende (Oktober 19) 1677 Kunden wobei Blue Prism einen klaren Fokus auf Großkunden hat. Ein Jahr zuvor waren es noch 971 – während des Jahres haben 1139 Kunden die ursprünglich geplanten Ausgaben für Blue Prism erhöht, was zeigt, dass die Kunden sehr zufrieden mit der Software sind. Zu den Kunden gehören die größten Unternehmen der Welt, in diesem Jahr ist z.B. Amazon, Audi, Bank of China oder L’oreal dazugekommen. Zu den bestehenden Kunden gehören beispielsweise Siemens, Deutsche Telekom, Paypal, Ebay, Snapchat, Coca Cola, Allianz, Procter & Gamble – Blue Prism ist also schon bei vielen sehr großen Konzernen über viele Branchen hinweg aktiv. Eine besondere Kennzahl ist die Expansion Rate von 143%, denn d.h. bestehende Kunden haben in diesem Jahr allein zu einem Umsatzanstieg von 43% geführt. Das ist ein extrem starker Wert, an den kaum ein Softwareanbieter aus den USA herankommt. Das Unternehmen hat im letzten Jahr noch deutliche Verluste gemacht, was so aber geplant war, man hatte extra zu Beginn des letzten Jahres eine Kapitalerhöhung gemacht, weil man in 2019 massiv investieren wollte um Kunden zu gewinnen, denn wie man sieht, ist es sehr wichtig erstmal schnell bei einem Unternehmen reinzukommen, denn wenn die Software erstmal getestet wurde, erhöhen sich die Umsätze dort schnell. Mit den Jahreszahlen, die letzte Woche verkündet wurden, hat man auch gesagt, dass der Cashburn im ersten Halbjahr deutlich zurückgehen wird und man im zweiten Halbjahr schon kein Geld mehr verbrennen will. Eine offizielle Guidance gibt es zwar nicht, Analysten rechnen in diesem Jahr aber mit einem erneuten Umsatzanstieg um etwa 70%.

Insgesamt ein Unternehmen absolut nach meinem Geschmack, stark wachsend in einem absoluten Zukunftsmarkt mit einer starken Marktstellung und hoher Skalierbarkeit. Solche Unternehmen sind nur aktuell nicht im WIkifolio zu finden, da diese Unternehmen normalerweise einfach schon sehr sehr teuer sind, daher freue ich mich nun mal wieder einen Wert gefunden zu haben, der noch nicht von der breiten Masse und den Nasdaq ETFs hochgekauft wurde, denn der Wert ist in London notiert.

Mal ein kleiner Vergleich zu den häufig als besten gehandelten SaaS Aktien und deren Bewertung:

Blue Prism
Umsatz 2020e: 170 Mio Pfund
Marketcap: 1,35 Mrd Pfund
KUV: 8
Umsatzwachstum 2020e: 70%
Expansion Rate: 143%


Alteryx
Umsatz 2020e: 520 Mio Dollar
Marketcap: 8,8 Mrd Dollar
KUV: 17
Umsatzwachstum 2020e: 33%
Expansion Rate: 132%


Mongo DB
Umsatz 2020e: 409 Mio Dollar
Marketcap: 8,6 Mrd Dollar
KUV: 21
Umsatzwachstum 2020e: 53%


The Trade Desk
Umsatz 2020e: 860 Mio Dollar
Marketcap: 12,6 Mrd Dollar
KUV: 15
Umsatzwachstum 2020e: 30%


Zoom Video
Umsatz 2020e: 867 Mio Dollar
Marketcap: 20,2 Mrd Dollar
KUV: 23
Umsatzwachstum 2020e: 42%
Expansion Rate: 130%


ZScaler
Umsatz 2020e: 411 Mio Dollar
Marketcap: 7,4 Mrd Dollar
KUV: 18
Umsatzwachstum 2020e: 36%


Unterm Strich… Blue Prism ist in einem der spannendsten und schnell wachsendsten Märkten unterwegs, wächst schneller als viele bekannte SaaS Unternehmen, hat eine höhere Expansion Rate und wäre selbst nach einer Verdreifachung im Gesamtpaket immer noch der günstigste der Vergleichswerte.



Die größten Gewinner waren diese Woche:
GFG +11,8%
IVU +4,1%
Cegedim +3,1%



Die größten Verlierer waren diese Woche:
VW -2,1%
ING -4,0%
Maisons du Monde -5,1%
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07.02.20 19:38:36
Beitrag Nr. 318 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (07.02.2020)
In der vergangenen Woche gewann das Wiki (+1,5%) wieder hinzu, während der DAX (+4,1%) sogar noch deutlicher zulegen konnte.

Im Jahr 2020 liegt das Wiki (+1,6%) nach Gebühren nun wieder knapp hinter dem DAX (+2,0%).

In dieser Woche gab es keine Änderungen im Wiki.

Quartalszahlen kamen von der ING Groep. Während der Umsatz im Rahmen der Erwartungen lag, hat das Unternehmen etwas mehr für die Risikovorsorge ausgegeben als erwartet, so dass der Gewinn niedriger war als von Analysten prognostiziert. Scheinbar waren die Zahlen aber besser als von vielen befürchtet, denn der Kurs konnte nach den Zahlen etwas zulegen.


Die größten Gewinner waren diese Woche:

IVU +7,2%
ING +7,1%
IAG +6,4%
Sto +4,0%
VW +2,5%



Die größten Verlierer waren diese Woche:

GFG -8,3%
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14.02.20 18:02:10
Beitrag Nr. 319 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (14.02.2020)
In der vergangenen Woche gewann das Wiki (+1,9%) wieder hinzu und konnte ein neues Allzeithoch markieren, der DAX (+1,7%) legte etwas weniger stark zu.

Im Jahr 2020 liegt das Wiki (+3,5%) nach Gebühren weiterhin knapp hinter dem DAX (+3,7%).

In dieser Woche gab es eine Änderung im Wiki: IVU wurde verkauft und Appen wurde neu aufgenommen.


IVU hat in dieser Woche wirklich starke Zahlen geliefert und der Kurs hat entsprechend positiv reagiert. Damit wurde mein ursprüngliches Kursziel überschritten und ich habe die Aktie erstmal verkauft. Es könnte dennoch gut sein, dass ich bei einem Rücksetzer wieder einsteige, denn operativ läuft es bei IVU hervorragend.

Neu dafür dabei ist mit Appen ein australisches Unternehmen für künstliche Intelligenz, was sehr stark wächst und bereits profitabel ist. Dafür ist das Unternehmen noch vergleichsweise günstig bewertet. Da Appen am 25.02. Zahlen vermelden wird, warte ich mit der genaueren Vorstellung bis zu dem darauf folgenden Wochenbericht um die aktuellen Zahlen dort mit aufzunehmen.


Die größten Gewinner waren diese Woche:
IAG +6,8%
GFG +2,9%
Maisons du Monde +2,6%
VW +2,4%


Die größten Verlierer waren diese Woche:
Blue Prism -5,1%
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21.02.20 19:25:22
Beitrag Nr. 320 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (21.02.2020)
In der vergangenen Woche konzentrierten sich die Märkte wieder mehr auf den Coronavirus (DAX -1,2%). Das Wiki (-0,6%) konnte sich dabei stabiler halten.

Im Jahr 2020 liegt das Wiki (+2,8%) nach Gebühren nun wieder leicht vor dem DAX (+2,5%).

In dieser Woche gab es ein paar Änderungen im Wiki: Neu dabei ist Cargurus. Hier hat sich eine kurzfristige Kaufgelegenheit ergeben, dafür brauchte ich Cash und habe mich von ING und Sto getrennt. Zusätzlich habe ich am Freitag die Gewinne bei Maisons du Monde mitgenommen.

Cargurus kann grob als das amerikanische Autoscout24 bezeichnet werden und ist mit seiner Plattform der Platzhirsch im US Markt. Das Unternehmen hat in dieser Woche seine Quartalszahlen bekanntgegeben und verlor danach knapp 30% an Wert.

Grund für den Abverkauf war nicht das vergagenene Quartal, was mit einem Umsatzanstieg von 25% besser ausfiel als erwartet, sondern in der Prognose mit einem Umsatzwachstum von nur noch 14% für 2020
.
Im Conference Call ging man darauf ein und begründet dies damit, dass man das Werbegeschäft nicht weiter ausbauen und sogar zurückführen will um das Nutzererlebnis sowohl für Käufer als auch für Verkäufer zu verbessern und so zu höheren Conversionraten zu gelangen.

Diese Änderung ist für Cargurus nicht so dramatisch wie sie für andere Autoplattformen wäre, denn Cargurus erzielt bereits knapp 90% seiner Umsätze per Subscription durch die Händler.
Da man im US Markt schon sehr stark vertreten ist und die meisten Händler bereits Kunden von Cargurus sind, bleiben für das weitere Wachstum nur noch zwei Möglichkeiten: 1. Das Geschäft mit den bestehenden Händlern vergrößern um einen höheren Umsatz pro Händler zu erreichen und 2. Das Geschäft international ausrollen um weitere Händlerpotentiale freizusetzen.

Das Geschäft mit den bestehenden Händlern vergrößert man laufend in dem man ihnen zusätzliche Services anbietet wie die Finanzierung.

Man hat bereits in einigen weiteren Ländern den Markteintritt vollzogen: Kanada, Großbrittanien, Deutschland, Spanien und Italien. Häufig gibt es hier bereits etablierte Plattformen gegen die es schwer ist anzukommen. Eine vorherrschende Plattform abzulösen ist häufig sehr schwierig und dauert lange, wenn man es aber geschafft hat, ist es ein sehr lukratives Geschäft. Das internationale Wachstum ist aktuell sehr stark, in den letzten drei Jahren konnte man die Anzahl der Händler durchschnittlich um 96% pro Jahr steigern und hat nun 7.125 Händler als Kunden. In den USA sind es allerdings fast 30.000.

Die Expansion ins Ausland kostet das Unternehmen momentan noch richtig Geld, was den Gesamtgewinn deutlich schmälert. Während man in den USA in 2019 $74 Millionen verdient hat, hat man international einen Verlust von $40 Millionen erwirtschaftet, so dass unterm Strich nur $34 Millionen übrig bleiben.

Cargurus hat eine hochprofitable Plattform welche es ihnen ermöglicht Rohmargen von 94% zu erzielen und hat aufgrund seines Geschäftsmodells gut planbare, wiederkehrende Umsätze durch die angebundenen Händler. Die Rückkehr vom Werbegeschäft wird für dieses Jahr eine Wachstumsdelle schlagen, könnte sich langfristig aber positiv auf das Geschäft auswirken. Die Internationalisierung bietet dem Unternehmen noch deutliche Wachstumschancen, ist aber auch ein Risiko, welches erstmal Geld kostet.

Bei geplanten Umsätzen von $670 Millionen in diesem Jahr ist Cargurus mit rund $3 Milliarden zu einem KUV von nur 4,5 bewertet, welches ich für eine hochprofitable, marktführende Plattform, die weiterhin wächst für deutlich zu wenig halte.

Autoscout24 wurde z.B. für 2,9 Milliarden Euro verkauft, bei einem Umsatz von 181,5 Millionen und einem Wachstum von ebenfalls „nur“ 14%. Hier hat der Käufer also das 16 fache des Umsatzes bezahlt während man Cargurus für das 4,5 Fache bekommt. Autoscout hatte als reifere Plattform zwar bereits höhere Margen, aber ich erwarte, dass Cargurus in ähnliche Bereiche kommen kann, wenn man zukünftig nicht mehr so stark in seine Marke investieren muss.


Die größten Gewinner waren diese Woche:
-


Die größten Verlierer waren diese Woche:

VW -2,6%
IAG -2,9%
Appen -5,0%
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21.03.20 16:33:30
Beitrag Nr. 329 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.086.899 von sirmike am 21.03.20 15:21:01Moin,

ich gehe hier von unterschiedlichen Entwicklungen aus. Wie erwähnt, gehe ich nicht davon aus, dass RTL zu den reinen Gewinnern gehören wird, aber eben auch nicht zu den reinen Verlierern, denn es gibt auch positive Entwicklungen. Für die einen Branchen ist es aktuell nicht sinnvoll zu werben, die werden ihre Plätze stornieren. Für andere ist es jetzt gerade sinnvoll zu werben sei es für Onlinehandel, Computerspiele, Heimfitnessprogramme und ähnliches… Für andere ist es wiederum halbwegs egal z.B. Produkte wie Nivea. Auf der anderen Seite hat RTL aber inzwischen auch ein größere digitales Angebot und ich erwarte z.B. einen deutlichen Anstieg der TVNOW Kunden in Deutschland und Videoland in den Niederlanden, welche per Abo bezahlen und man hier erstmal unabhängig von der Werbung verdient. Einige werden nach dieser Zeit sicher wieder abspringen, aber viele werden auch bleiben, so dass RTL hier dauerhaft profitieren könnte. Beide Streamingangebote sind im letzten Jahr deutlich gewachsen (Nutzerzahlen: TVNOW +45%, Videoland +29%; Umsatz +47%).
Neben diesen Bereichen hat RTL noch seine Produktionstochter, die für fast 30% der Umsätze steht. Hier erwarte ich keinen deutlichen Rückgang, da diese eben auch für andere Streamingplattformen wie Netflix oder Amazon Video produzieren und hier der Bedarf eher weiter steigen sollte (Organisches Wachstum in 2019 +10%).
Klar, das klassische Fernsehen wird immer mehr Tod geredet und ich denke auch, dass es immer weiter zurückgehen wird, aber dieser Rückgang geht nicht von heute auf morgen, sondern vollzieht sich sehr langsam (Werbeumsatz von RTL im TV Bereich im letzten Jahr: Deutschland +0,1%, Frankreich -0,2%, Niederlande -1,1%). Unterm Strich konnte RTL den Umsatz aber um 2,2% steigern aufgrund des Zuwachses der Produktionstochter und dem Wachstum im Streamingbereich. Für 2020 hat man ebenfalls ein Umsatzplus von 2-3% angesagt.

Unterm Strich wird mir RTL einfach zu pessimistisch bewertet. Wir haben hier ein nahezu schuldenfreies Unternehmen (384 Millionen = 0,27x EBITDA), was mit einem kgv von rund 6,5 bewertet wird, wovon 80% ausgeschüttet werden sollen (Rendite aktuell rund 13,5%). RTL schafft es das abflauende Geschäft der TV Werbung durch neue Geschäftsfelder zu überkompensieren und hat mit Bertelsmann einen strategischen Großaktionär (hält 75%), welcher die günstigen Kurse zuletzte schon für Zukäufe genutzt hat.
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27.03.20 18:28:51
Beitrag Nr. 332 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (27.03.2020)
In der vergangenen Woche konnte das Wiki (+8,8%) einen ersten Rebound hinlegen, während der DAX (+7,9%) etwas weniger stark stieg.

Im Jahr 2020 liegt das Wiki (-30,1%) nach Gebühren weiter leicht hinter dem DAX (-27,3%).

In der vergangenen Woche gab es drei Wechsel im Wiki, nachdem es in dieser Woche den ersten Rebound gab und sich die Märkte etwas beruhigt haben, fand der erste Wechsel zurück statt. Während die Deutsche Börse, Allianz und Wirecard das Wiki verlassen haben, kamen Cegedim, Hypoport und die Global Fashion Group zurück.


Sowohl Cegedim und Global Fashion Group gehörten zu Beginn des Jahres zu meinen Favoriten für dieses Jahr und das hat sich durch Corona nicht geändert, diese Werte laufen allerdings nicht so stark mit dem Markt und ich hatte befürchtet, dass sie den ersten nahenden Rebound nicht mitmachen würden und so war es auch. Während die Indexwerte alle nahezu gleichermaßen deutlich zurückkamen, blieb es bei Cegedim und GFG eher ruhig, daher konnte ich den Rebound mit den anderen Werten mitnehmen und kehre nun zurück.


Besonders auffällig lief es bei GFG, der Wert war vor Corona der klare Jahresverlierer, ein großer Verkäufer drückte den Kurs von etwa 2€ zu Jahrebeginn schnell in die Region von 1,50€. Bemerkenswert ist, dass sich der GFG Kurs dann von den ganzen Coronaabstürzen überhaupt nicht beeindrucken ließ und sich konstant in der Region von 1,50€ gehalten hat. Als es dann das erste Mal darunter ging, habe ich verkauft, da ich nun einen weiteren Abverkauf befürchtete. Dieser kam ausgerechnet jetzt in der Phase, in der sich andere Werte deutlich erholen konnten, so dass ein jetziges Zurücktauschen für mich sinnvoll erschien. Wichtig ist für mich, wie in den letzten Updates erwähnt, dass ich in dieser Phase keine kleinen verlustreichen, verschuldeten Unternehmen im Wiki habe, die in der Coronazeit deutlich leiden werden. Bei GFG haben wir zwar ein noch verlustreiches Unternehmen, was allerdings deutliches Nettocash hat und vom Geschäftsmodell in dieser Phase meiner Einschätzung nach eher neutral dastehen könnte, da es sowohl positive als auch negative Faktoren gibt. Während in vielen Ländern das öffentliche Leben zum Stillstand kommt und die Leute zu Hause bleiben sollen, fällt das Shoppen von Klamotten meist weg. Ich gehe von dem negativen Faktor aus, dass die Leute in dieser Phase zwar insgesamt deutlich weniger Lust haben Klamotten zu kaufen, aber wenn sie noch Klamotten kaufen wollen, dann müssen sie es online tun und davon könnte GFG profitieren, denn sie sind in Ländern aktiv, in denen Onlineshopping deutlich weniger verbreitet ist als bei uns (7% im Vergleich zu 19% bei uns). Gerade in dieser Zeit könnten sich neue Kundengruppen mit dem Thema beschäftigen und wenn sie zufrieden sind, langfristig als Kunden gehalten werden.
Die aktuelle Marktkapitalisierung liegt nur noch bei rund 200 Mio Euro, bei über 270 Mio an Cash.


Bei Cegdim bin ich direkt nach den Zahlen ausgestiegen, nicht weil diese schlecht waren, sondern weil viele diesen Termin im Hinblick auf den Ausblick für dieses Jahr abgewartet haben. Nachdem man dann verständlicherweise aufgrund von Corona keinen konkreten Ausblick für dieses Jahr nennen wollte, rechnete ich mit einer ersten negativen Reaktion für die Aktie und verkaufte direkt. Diese negative Reaktion folgte dann am nächsten Tag und scheint nun ausgestanden zu sein, denn der Kurs konnte sich etwas erholen. Mein Nachkauf lag nun aber trotz des bei L&S hohen Spreads immer noch unter dem damaligen Verkaufskurs und ich konnte in der Zwischenzeit mit anderen Werten eine positive Performance erzielen.

Bei Cegedim sehe ich die Coronasituation ähnlich wie bei der GFG, hier haben wir zwar ein verschuldetes, aber profitables Unternehmen, welches in einem Bereich zwar negative Auswirkungen spüren, in dem Telemedizinbereich aber gerade sehr starkes Wachstum erhalten sollte, was sich insgesamt in etwa ausgleichen sollte. Daher, wenn Cegedim vor Corona bei 30€ für mich ein klarer Kauf war, bleibt es das bei nun 22€ umso mehr.


Kurz vor Ende der Börsenwoche habe ich dann noch die inzwischen 29% Gewinn bei der Allianz mitgenommen und in meinen Altfavoriten Hypoport gewechselt. Im Zuge des Coronacrashs ist auch der Kurs von Hypoport deutlich unter die Räder gekommen und von 380 auf jetzt gut 250 gefallen. Mut machte vor allem ein Interview vom CEO Slabke in dieser Woche in dem er keine Abschwächung nach der Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen sieht. Die Gruppe insgesamt und auch Dr. Klein sind bereits digital aufgestellt, so dass die Arbeit und Beratung in dieser Zeit keine große Hürde darstellt. Der Digitalisierungsdruck könnte bei Banken durch die Krise weiter steigen und den Wechsel auf Hypoports Plattform Europace beschleunigen. Die Aktie ist auf dem aktuellen Niveau zwar kein wirkliches Schnäppchen, aber ein guter Preis für ein sehr gutes Unternehmen.


Bei Wallstreet Online gab es diese Woche die gute Nachricht, dass man seine Option ausgeübt hat und nun die Mehrheit an der Wallstreet Online capital AG hält. Hier hatte man sich diese Option zunächst offen gelassen um abzuwarten, wie der Smartbroker am Markt ankommt. Da man die Option nun zügig ausgeübt hat, scheint man mit der Entwicklung des Smartbroker zufrieden zu sein.


Die größten Gewinner waren diese Woche:
Hochtief +19,0%
ING Groep +16,5%
Wallstreet Online +15,1%
VW +12,0%
RTL +2,3%
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03.04.20 18:27:59
Beitrag Nr. 333 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (03.04.2020)
In der vergangenen Woche waren die Ausschläge an den Märkten wieder geringer, der DAX (-0,9%) verlor leicht, während das Wiki (-2,7%) etwas stärker verlor.

Im Jahr 2020 liegt das Wiki (-32,0%) nach Gebühren weiter hinter dem DAX (-28,1%).

In dieser Woche gab es mit Alteryx, The Trade Desk, StoneCo, Square und Mercadolibre fünf Neukäufe, wovon alle bis auf MercadoLibre schon mal Teil des Wikis waren. Verkauft wurde hingegen RTL, deren Kurs sich zuletzt stabil um die 30€ Marke hielt und die ING Groep um nach der Neuaufnahme nicht zu viele Finanzwerte im Wiki zu haben.

In der vergangenen Woche gab es größere Kursverluste bei vielen Techwerten, welche mir nun günstige Wiedereinstiegskurse ermöglicht haben.

Während Alteryx und Trade Desk immer mal wieder bei größeren Kursrückgängen aufgenommen wurden, ist der letzte Kauf von StoneCo fast 1,5 Jahre her.

Der brasilianische Zahlungsanbieter mit Investoren wie Warren Buffet (via Berkshire Hathaway) und Jack Ma (via Ant Financial) ist mein Favorit in der Branche und durch den jüngsten Kursverfall von über 50%, für mich wieder sehr attraktiv bewertet. StoneCo ist nicht nur ein Zahlungsanbieter, sondern benutzte diesen Service nur, wie man es selbst bezeichnet, als trojanische Pferd um den Unternehmen noch viele weitere Leistungen anbieten zu können wie Versicherungen, Kredite, Software, Gehaltsabwicklung etc.

Mit MercadoLibre habe ich im weitesten Sinne einen Wettbewerber von StoneCo gekauft, der mit seiner Paymentlösung MercadoPago ebenfalls sehr erfolgreich ist und den Wettbewerbsvorteil seiner eigenen E-Commerce Plattform besitzt wo dessen Zahlungsvariante von über 90% der Käufer genutzt wird.

Bei Square hat mich die Entwicklung der Cash App und der darüber entstehende Plattform überzeugt, gleichzeitig hat sich der Kurs halbiert. Auch wenn das klassische Geschäft von Square sicher stärker unter dem Shutdown leiden wird, sollte das die Cash App nicht groß beeinflussen – deren Wert könnte heute schon höher sein als der komplette Börsenwert von Square.

Bei The Trade Desk hat man vor gut zwei Wochen die Partnerschaft mit TikTok vermeldet, welche ich für einen sehr wichtigen Schritt halte, der viele Neukunden mit sich bringen wird. TikTok ist aktuell die Plattform mit der man die jüngere Zielgruppe besonders gut erreichen kann und viele Unternehmen versuchen hier ihre Werbung zu platzieren. Besonders auf den asiatischen Markt zu werben ist für viele Unternehmen eine Herausforderung, hier hat The Trade Desk nun schon mehrere interessante Kooperationen. Wenn diese The Trade Desk nutzen ist das Platzieren von Werbung auf TikTok zukünftig problemlos möglich. Für The Trade Desk kann sich dies zu einem Umsatztreiber entwickeln, denn während man zu den Wallet Gardens wie Facebook und Instagram keinen Zutritt hat, könnte man nun größere Volumina an TikTok vermitteln.

Wochengewinner war Cegedim. Das Unternehmen konnte beeindruckende Zahlen zu der Entwicklung seiner Telemedizinsparte veröffentlichen. Im März kam man auf rund 100.000 durchgeführte Videokonsultationen, das ist eine Vervielfachung der bisherigen Werte.


Die größten Gewinner waren diese Woche:
Cegedim +3,6%
Hochtief +2,0%


Die größten Verlierer waren diese Woche:
VW -6,2%
GFG -4,8%
Wallstreet online -2,6%
Avatar
03.04.20 19:35:53
Beitrag Nr. 336 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.232.440 von sirmike am 03.04.20 19:23:58Danke!
Der RTL Verkauf hatte mehrere Gründe.
Durch den stärkeren Kursverfall der Techwerte sind diese relativ attraktiver geworden, da sich RTL kaum bewegt hat. Das Wiki ist inzwischen ungewöhnlich breit aufgestellt, so dass ich einen Wert verkaufen wollte um es nicht noch breiter aufzustellen. Und den letzten Ausschlag hat dann die gestrige Gewinnwarnung gegeben, die zwar erwartet wurde, ich aber dennoch erstmal etwas zusätzlichen Druck erwartet habe, gerade da die Dividende erstmal ausgesetzt werden soll.
Ich halte die RTL Aktie auf dem aktuellen Niveau aber weiterhin für unterbewertet und gebe ihr einen fairen Wert von rund 40€, alle anderen Werte im Wiki haben für mich aber ein höheres upside Potential.
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30.04.20 18:20:58
Beitrag Nr. 341 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (30.04.2020)
In der vergangenen verkürzten Handelswoche ging es für das Wiki (+7,1%) deutlicher nach oben, während der DAX (+5,1%) nicht ganz so stark stieg.

Im Jahr 2020 liegt das Wiki (-8,4%) nach Gebühren weiter vor dem DAX (-18,0%).

In dieser Woche gab es eine Veränderung im Wiki, The Trade Desk musste das Wiki verlasen, dafür ist Xero neu dabei. Der Grund für den Verkauf von The Trade Desk ist der zuletzt starke Kursanstieg. Der Kurs hat sich in den letzten vier Wochen verdoppelt und die Bewertung ist nun schon relativ ambitioniert, so dass man wieder nahe des Allzeithochs steht.

Gekauft habe ich mit Xero einen Wert, der in Deutschland relativ unbekannt ist. Xero befindet sich in kaum einen Wiki, wird in den Foren nicht besprochen und spielt auch bei deutschen Börsenmedien keine Rolle. Dabei handelt es sich aber nicht um ein kleines unbekanntes Unternehmen, denn Xero hat umgerechnet eine Marktkapitalisierung von rund 6,5 Mrd Euro und gehört zu den Anlegerlieblingen an der australischen Börse ASX, denn es ist eins der wenigen schnell wachsenden Softwareunternehmen.

Xero ist eigentlich ein neuseeländisches Unternehmen und bietet eine cloudbasierte Buchhaltungssoftware als Software as a Service an. Über die Jahre ist Xero allerdings zu einer Softwareplattform gewachsen, die gleichzeitig eine zentrale Schnittstelle für viele weitere Dienste ist, sei es von Xero selbst oder von weiteren Appanbietern – inzwischen bietet die Plattform über 800 Apps an. Von der reinen Buchhaltung hinaus kann man Xero also z.B. zur Zahlungsabwicklung, Gehaltszahlung, Steuer, Inventar, Projektmanagement, Vertragsverwaltung uvm nutzen. Xero kooperiert dabei mit einer Vielzahl von bekannten Unternehmen wie Square und Stripe und ermöglicht z.B. auch den Bankpartnern sich direkt mit der Xero Plattform zu verbinden. Die Software richtet sich dabei eher an kleine bis mittelständische Unternehmen und bietet verschiedene Pakete für die jeweiligen Unternehmen als Abo an. Während der überwiegende Teil der Umsätze aus der ursprünglichen Software stammt (89%), bekommen die Umsätze aus der Plattform immer mehr Bedeutung, diese machten zum Halbjahr zwar nur 6% der Gesamtumsätze aus, wuchsen aber mit 116%.

Xero hat inzwischen über 2 Millionen Abonnenten.
Ursprünglich fokussierte man sich stark auf seinen Heimatmarkt Australein und Neuseeland wo man eine sehr starke Marktstellung hat. Man geht nun allerdings immer mehr auch international auf Kundensuche. So hat man auch eine stärkere Marktstellung in Großbritannien erreicht und etabliert sich langsam in den USA. Aber auch im Rest der Welt kann man auf noch niedrigem Niveau ein gutes Wachstum erzielen. In dem Heimatmarkt Australien und Neuseeland nutzen, auch durch Xero bedingt, bereits über 50% der Unternehmen eine cloudbasierte Buchhaltungssoftware – weltweit sind es allerdings noch unter 20%. Der noch zu vergebene Teil des Kuchens ist also sehr groß.

Wie ist Xero für Corona aufgestellt?
Bei der cloudbasierte Software können die Kunden weiterhin bequem auf die Plattform zugreifen. Eine erhöhte Kündigungsquote erwarte ich nicht, denn gerade jetzt kann man die Plattform gut nutzen um z.B. die Regierungserleichterungen zu beantragen und wenn man die Software kündigt, bräuchte man auch wieder eine neue und könnte die Kosten nicht einfach ersatzlos streichen. Eine Möglichkeit ist, dass Kunden auf ein kleineres Paket wechseln, dies sehe ich aber auch nicht als großes Risiko, da die Größe des Pakets auch an die Unternehmensgröße gekoppelt ist. Ich sehe eher zwei Herausforderungen: 1. Insolvenzen von kleinen Unternehmen, die im Anschluss die Software nicht mehr benötigen. 2. Neukundengewinnung könnte etwas schwieriger werden, da man den Vertrieb nur noch mit Abstand durchführen kann. Auf der anderen Seite erwarte ich einen höheren Bedarf an solchen Lösungen, da Corona die Digitalisierung weiter beschleunigt.

Xero ist ein tolles Unternhemn, gut positioniert für weiteres Wachstum, aber wie so häufig bei diesen Unternehmen, sie sind nicht günstig.
Xero kommt auf eine Marktkapitalisierung von rund 12 Mrd Australische Dollar, bei einem für das vergangene Jahr (bis 31.03.20) erwarteten Umsatz von rund 730 Mio AUD. Also ein KUV von gut 16 für das vergangene Jahr, bei einem Umsatzwachstum von 32%. Für das aktuelle Jahr erwarten die Analysten, auch coronabedingt, ein Umsatzwachstum von 20% auf 880 AUD und damit auf ein KUV von ~13,5. Bei der Profitabilität punktet man zunächst hauptsächlich noch mit der Rohmarge von 85%, die Stück für Stück gesteigert werden konnte. Unterm Strich konnte man zuletzt den Sprung in die Profitabilität schaffen, sowohl beim Nettoergebnis als auch beim Cashflow. Die EBITDA Marge konnte zum Halbjahr auch deutlich anziehen von 6,5% auf jetzt 19,1%, hier sehe ich aber noch viel Luft nach oben, da das Unternhemen immer noch in der Wachstums-/Investitionsphase befindet.

Sonst standen in dieser Woche Unternehmenszahlen im Fokus von Cegedim, Alphabet und Facebook.
Zusammenfassend kann man zu den Zahlen sagen, sie sind alle schlechter als man vor Corona erwartet hatte, aber besser als man durch Corona befürchtet hatte. Daher waren die Kursreaktionen insgesamt auch positiv.


Die größten Gewinner waren diese Woche:
StoneCo +25,7%
Hochtief +16,1
GFG +12,5%
Facebook +10,3%
Wallstreet Online +9,7%
ING +9,6%
VW +9,3%
Alphabet +5,6%



Die größten Verlierer waren diese Woche:
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22.05.20 18:16:53
Beitrag Nr. 344 ()
Wochenupdate Szew Grundinvest (22.05.2020)
In dieser Woche ging es an den Märkten stärker bergauf und es waren vor allem Werte gefragt, die von Corona stärker getroffen waren. Das hat den DAX (+5,7%) deutlich steigen lassen. Das Wiki (+6,5%) konnte mit seiner gemischten Aufstellung sogar noch etwas stärker zulegen.

Im Jahr 2020 liegt das Wiki (+0,3%) nach Gebühren nun endlich wieder minimal im plus und damit weiter vor dem DAX (-16,5%).


Nachdem das Wiki in dieser Woche zwischenzeitlich nur noch zwei Prozent vom Allzeithoch entfernt war, habe ich beschlossen wieder stärker in die Defensive zu gehen um bei einem möglichen Rücksetzer nicht so stark zu verlieren.

Dafür habe ich die zwei eher offensiven Werte Paycom und Square verkauft nachdem beide innerhalb kürzester Zeit 15-20% zugelegt hatten.

Dafür habe ich zwei bekannte Werte wieder aufgenommen: Sto und Rocket Internet.

Beide halte ich aufgrund ihrer Bewertung für deutlich defensiver. Bei Rocket Internet ist fast die gesamte Marktkapitalisierung durch Cash abgedeckt, was das Kursverlustrisiko deutlich begrenzen sollte. Allerdings wird es aufgrunddessen hier auch keinen Kursverdoppler in kurzer Zeit geben, denn der Cash mildert mögliche Investitionsgewinne durch Rocket deutlich ab. Trotzdem sehe ich hier ein sehr gutes Chance Risiko Verhältnis, was sich allerdings im kleinen Rahmen abspielt ~(-10%/+30%), zumindest solange wie das Unternehmen sein Cash ungenutzt vorhält.

Sto verfügt ebenfalls über eine sehr gesunde Bilanz mit einer kleinen Nettocashposition. Wächst stetig im kleinen Rahmen und ist fundamental einfach zu günstig bewertet. Corona konnte Sto bislang nicht viel anhaben und die Auswirkungen scheinen sich insgesamt auch in Grenzen zu halten. Sollte die Prognose des Vorstands am Ende einigermaßen hinkommen, halte ich Kurse von 140-150€ für gerechtfertigt. Einen schnellen Anstieg dorthin erwarte ich allerdings nicht.

In dieser Woche hat mit Alibaba dann auch der vorletzte Wert im Wiki seine Zahlen gemeldet. Die Zahlen waren ganz gut und man erwartet auch im nächsten Jahr knapp 30% Wachstum. Der wiederaufkeimende Handelskonflikt belastete den Wert aber in dieser Woche, so dass er von den guten Zahlen nicht profitieren konnte.



Die größten Gewinner waren diese Woche:

Hypoport +13,9%

Facebook +12,4%

Hochtief +11,5%

StoneCo +10,1%

VW +9,5%

ING +6,4%

Xero +6,4%

Cegedim +5,1%

Alphabet +3,7%






Die größten Verlierer waren diese Woche:

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