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Steinhoff International - Beliebteste Beiträge


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Danke DEOL
DEOL : Zusammenfassung





Hi Leute,

ich habe mir mal die Mühe gemacht und die letzten 3 Monate versucht zusammenzufassen.

1) Kursentwicklung:

Am 29.06.2018 kamen die Halbjahreszahlen.
Schlusskurs Xetra: 0,082 ?
Allzeittief 0,0678 ? in Berlin
TG minimal höher.

Danach ging es bis zur LuA Zustimmung am 20.07. bis auf 0,2417 ? rauf.
Schlusskurs Xetra: 0,204 ?

Dann startete der Abverkauf bis Di 24.07. auf 0,1403 ? Xetra Schlusskurs.

Dann eine kleine Erholung auf 0,1710 ? am 30.07.

Danach ging es bis zum 16.08. nur noch nach unten und hat uns fast wieder in die Einstelligkeit getrieben. Schlusskurs Xetra: 0,1188 ?

Dann dümpelte der Kurs vor sich hin bis zur Parlamentsanhörung am 29.08., wo er extrem nach oben gesprungen ist und von 0,1346 ? auf 0,1700 ? einen der besten Tage der Aktie verzeichnen konnte.

Aber wie immer kam es zu einem Abverkauf der uns am Mo den 3.9. wieder auf 0,1475 ? führte.

Die Hoffnung auf gute Nachrichten beim Lenders Meeting in London am 20.09. beflügelte die Aktie wieder und führte sie bis auf 0,174 ? und dann wie immer der krasse Abverkauf.
Schlusskurs Xetra war nur 0,1549 ? am selben Tag.

Seit dem 21.9. bewegen wir uns in einer Range zwischen 0,1300 ? - 0,148 ? und haben sowas wie einen Boden gebildet.

Während der DAX fast 550 Punkte in den letzten 5 Tagen verloren hatte, schlägt sich die SH erstaunlich gut und konnte im gleichen Zeitraum sogar 1,1 % zulegen.

a) Charttechnik:

Marken: Aktueller Kurs: 0,1375 ? Stand 09.10.2018

Unterstützungen:

Bollinger Band Exit: 0,128 ?
90-Tage-Linie: 0,135 ?

Widerstände:

38-Tage-Linie: 0,145 ?
Bollinger Band Moving Average: 0,146 ?
Bollinger Band Entry: 0,164 ?
200-Tage-Linie: 0,218 ? (Schon richtig in der Nähe ? also sogar erreichbar im Vergleich zu den letzten Monaten.)

Psychologische Marken:

0,224 ? (HV und Halbjahresbericht war diese Grenze unüberwindbar)
0,248 ? (Jahrestief 2017 und nach LuA sind wir bei 0,247 ? wieder nach unten gedreht)

b) Fazit:

Wenn man den Kurs verfolgt, wie wahrscheinlich 99 % aller hier im Forum wird eines offensichtlich. An jedem Event wird der Kurs direkt wenn eine Nachricht raus kommt nach unten geprügelt, obwohl man definitiv die Nachricht noch nicht analysiert oder sogar gelesen haben kann. Zufall? An so etwas glaube ich nicht. Wie man an den Kursverläufen auch sehen kann, ist die Hoffnung ein ständiger Begleiter, denn vor größeren Events zieht der Kurs immer stark an.
Hier wird oft von LV gibt es nicht gesprochen, was natürlich vollkommener Unsinn ist.
Wieso?
Nehmen wir die Kursverläufe am Lenders Meeting zum Bsp.
Direkt nach der Veröffentlichung der Präsentation fällt der Kurs um über 10 % in wenigen Minuten.
Eindeutig LV.
Gewinnmitnahmen und enttäuschte Anleger sehen anders aus, nämlich wie zum Bsp. Die Kursentwicklung nach dem 25.9. wo der Kurs langsam in Zeitlupe runter geht.
26.9. - 1,55 %
27.9. - 0,89 %
28.9. - 2,69 %
01.10 ? 1,77%
02.10 ? 0,87 %
04.10 ? 0,87 %

So sieht es nämlich aus wenn Kleinanleger und Zocker aussteigen!
Aber Kursstürze von 10-20 % in Minuten sind LV und lasst euch da von manchen hier im Forum ja nichts anderes einreden.

Was aktuell ziemlich beruhigt ist die Bodenbildung von 0,13 ? - 0,15 ?.
Obwohl der Gesamtmark aktuell im Tiefflug ist, hält sich SH erstaunlich wacker.
Ein Zeichen, dass die Aktie nicht weiter runter will.
Die Reaktion auf die Meldung zu Mattress wo die Aktie 10 % nach oben gesprungen ist zeigt auch, wie schnell es hier gehen könnte. Also auch wenn der Kursverlauf aktuell eher langweilig ist, ist SH NICHT TOT !!!

2) Geschichte:

Hier mal eine Zusammenfassung was die letzten 3 Monate passiert ist.

29.06. Halbjahreszahlen

11.07. Restrukturierungsupdate:
- Early Bird Fee wird verlängert

20.07. LuA Zustimmung
- Stillhalteverpflichtung bis 31.12.2021
- Stablílisierung
- Early Bird Fee 22,5 Mio. ?
- 15 Mio. ? für die, welche zum 30.07.2018 beigetreten sind
- 7,5 Mio. ? für die, welche zum 03.08.2018 beigetreten sind.
- 91 % der Kreditgeber haben zugestimmt.

26.07.

- Hemisphere LuA wurde vereinbart und eingetragen (750 Mio. ?)
- Umstrukturierung soll innerhalb von 3 Monaten durchgeführt werden.
- Es wird eine Dividende an Vorzugsaktionäre gezahlt.
Nettodividende: 3,392456 ? / VZ

03.08.

- Verlagerung der Geschäftsaktivitäten der SEAG und Finanzholding von Österreich nach GB
- Lock-Up Regelung in Kraft getreten

06.08.

- 100% sind bei LuA dabei

15.08.

- Paul Copley als unabhängiger Aufsichtsrat bis 2022
- Beratende Tätigkeit
- Ehemaliger PwC Partner
- Wirtschaftsprüfer
- Zugelassener Insolvenzverwalter
- Beeindruckende Erfolgsbilanz

17.08. Update

- Umsetzung der Umstrukturierung schreitet voran
- Restrukturierung von Hemisphere schreitet gut voran
- Liquidität wurde durch die jüngsten Vertriebsprozesse weiter gestärkt
- Flexibilität um operative Geschäfte zu unterstützen
- SA-Geschäft kann sich selber finanzieren
- Geschäft von Pepkor Europe und Poundland läuft weiter
- Steinhoff Asia Pacific (APAC) verhandelt über neuen Kreditgeber
- Ankündigung des Lenders Meeting am 20.09. in London.

Managementprioritäten:

Nein NICHT DEN AKTIENKURS ZU STEIGERN !!!
Und wenn man gleich die Punkte sieht, sollte man erkennen, dass es aktuell sehr viel wichtigere Dinge gibt, die aber am Ende zu dem Ergebnis kommen werden, dass es SH besser geht und damit auch dem Aktienkurs.

- Fortführung der Restrukturierung gemäß LuA Bedingungen
- Festlegung der Methode der Umsetzung
- Erstellung der Finanzierungsdokumentation
- Abschluss über die Steuerposition
- Steuerung der laufenden Geschäftstätigkeit des Konzerns
- Aktive Überwachung des Cash-Flows
- Unterstützung von PwC bei der laufenden Untersuchung von Unregelmäßigkeiten in der Rechnungslegung und Vorantreiben der RL, um zum Abschluss zu kommen.
- Überwachung und Verteidigung ALLER gegen den Konzern erhobenen Rechtsstreitigkeiten
- Prüfung der Möglichkeiten zur Rationalisierung der Konzernstruktur und Vorbereitung der Umsetzung von Änderungen der Corporate Governance gemäß der LuA Bedingungen

Da sollte man sehen wie viele Baustellen es aktuell gibt.
Bevor man da nicht volle Kontrolle zurückerlangt hat, wird den SH Bossen der Aktienkurs egal sein. Aber man sollte auch sehen, dass an allen Ecken gearbeitet wird. Und das sieht hier weder nach Insolvenz, noch nach Zerschlagung aus.

21.08. Pepkor Trading Update 30.09. - 30.06.

- Nachzulesen auf www.pepkor.co.za

29.08. Briefing an das südafrikanische Parlament über die Fortschritte seit Januar 2018.

Was der Kurs gemacht hat, hat jeder gesehen und das zurecht, da die Aussagen, die dort getroffen wurden durchgehend positiv waren. Sonn erklärte, dass SH das schlimmste überstanden hat und dass man Shareholder Value wieder generieren möchte. Es wurde davon gesprochen, dass der Turnaround begonnen hat und so schnell wie möglich erreicht werden sollte.
Also nochmal für alle Zweifler. Es geht NICHT um das ob, sondern um das WANN!
Wer mehr dazu wissen will, sollte sich einfach die Anhörung auf You Tube ansehen.
War wirklich sehr interessant und gab extrem viel Hoffnung.

https://www.youtube.com/watch?v=J4Mcypckr74

31.08. Trading Update 30.09-30.06

Nachzulesen auf http://www.steinhoffinternational.com/

03.09.

- Ewoud van Gellicum wird SH Vorstandsmitglied (Unternehmenssekretär) ab 01.09.18

04.09. POCO Deal abgeschlossen

- Am 26.04. wurde beschlossen die restlichen 50 % der Anteile an Seifert zu übergeben.
- Immobilienanteile: 270,685 Mio. ?
- Schulden von POCO: 140 Mio. ?
- Streitfall damit geschlossen
- Rückstellungen werden aufgelöst

06.09. Restrukturierung der Hemisphäre abgeschlossen

- Dokumente in Bezug auf die finanzielle Verschuldung der Hemisphäre sind in vollen Umfang in Kraft und Wirkung
- Neue gesicherte Hemisphäre Kreditfazilität: 774,84 Mio. ?
- Laufzeit: 31.12.2021
- Zinssatz: 10 %
- Zahlbar in bar auf der Grundlage von ?Pay If You Can?

20.09. Lenders Meeting

Näheres wieder auf http://www.steinhoffinternational.com/

26.09. Entscheidung des Landgerichtes Amsterdam über Steinhoffs Vorabentschädigungen im Verfahren des VEB gegen SH

- Niederländische Sammelklage vom VEB gegen SH
- Gericht hat stattgegeben
- Ladung von Herrn Jooste innerhalb von 3 Monaten (26.9.-26.12.)
- Klageerwiderung der Gesellschaft am 07.11.2018

27.09. Refinanzierung von Greenlit Brands Pty Ltd (SH Asia Pacific Group)

- Vorrangig revolvierende Kreditfazilität und bilaterale Fazilitäten über 256 Mio. Australische Dollar zur Refinanzierung.
- Finanzierung bis 06.10.2020
- Zinsen: 4,4 Mio. Aus $ / Jahrestief
- Rückzahlung: Tranche A März 2021 96,9 Aus $
Tranche B Juni 2021 227,6 Mio. Aus $

05.10. Restrukturierung Mattress Firm

- Chapter 11 wurde eingeleitet
- Zugang zu neuen Finanzierungsmöglichkeiten zur Unterstützung ihres Geschäfts und zur Etablierung eines effizienten Unternehmens
- Geordneter Prozess zur Schließung bestimmter unrentabler Filialstandorte in den USA
- Maßnahmen zur Stärkung ihres Gleichgewichts
- Optimierung seiner Filialpräsenz

ZIEL: TURNAROUND BESCHLEUNIGEN !!!

- Geschäft läuft normal weiterhin
- 700 Mietverträge sollen beendet werden
- 200 Filialschließungen in den nächsten Tagen
- Mehr Filialschließungen in den kommenden Wochen
- DIP-Finazierung in Höhe von rund 250 Mio. $
- Laufzeit 3 Monate
- Prozeß soll in den nächsten 45-60 Tagen abgeschlossen werden
- Zusage eines Darlehens in Höhe von 400 Mio. $ (Laufzeit 4 Jahre) (EXIT)
- Eine Reihe von Gläubigern der Steinhoff Europe AG übernehmen den EXIT-Term-Loan und eine ABL-Fazilität in Höhe von 125 Mio. $
- Mit der EXIT Finanzierung wird die DIP Finanzierung (250 Mio. $) und die ABL- Fazilität (125 Mio. $) zurückgezahlt.
- 84 Mio. $ konzerninterne Darlehen sind vorhanden

- EXIT-Kreditgeber erhalten 49,9 % der Anteile an Stripes US Holding Inc (?SUSHI?) oder Mattress Firm Holdco Inc. (Issuing MF Company) kostenlos.
- Es gibt 150 Mio. $ in Form von Sachdarlehen von SUSHI: Laufzeit 5 Jahre
- Rekapitalisierung von MF ist der beste Weg, um den Turnaround zu unterstützen und zu beschleunigen.

ZIEL:

- Zukunft von MF sichern
- Zukunft der Mitarbeiter sichern
- Wertsteigerung
- Chapter 11 hat KEINEN direkten Einfluss auf die anderen operativen Geschäfte der SH Gruppe
- Beteiligung des Unternehmens an SUSHI wird um 1,5 Mio ? erhöht.
- SEAG wird 50,1 % der Anteile an der Gesellschaft halten

3) Fazit:

Also wenn ich hier im Forum von unseren Spezialisten wie Suissere, Spekulator und Talisman lese, dass es zur Zerschlagung, Insolvenz oder sonst was kommen wird, kann ich nur laut lachen.
So viel Aufwand, der aktuell betrieben wird um dann SH platt zu machen? Eher unwahrscheinlich.

Wir standen am Tag der LuA bei 0,2417 ? im Hoch und nun schaut mal was alles seit dem passiert ist. Was davon war negativ? Gab es eher Fortschritte oder Rückschritte? Macht euch einfach selber ein Bild. Aber ich denke, dass es voran geht und wenn man selber sagt, dass man den Turnaround beschleunigen will, dann wird er kommen. Und das bedeutet, dass man den Weg zurück in die Profitabilität gehen wird und davon haben wir als Aktionäre definitiv etwas.

SH hat einen Plan.
SH geht systematisch jeden Punkt in der richtigen Reihenfolge an.
Hemisphäre war die wichtigste Baustelle...wurde gelöst.
Unprofitable Zweige wurden abgestoßen...POCO, KiKA?
Das letzte Sorgenkind MF ist nun dran und da wird radikaler vorgegangen, aber mit dem Ziel der Wertsteigerung. Ich sehe das alles positiv und bald wird SH wieder in die Gewinnzone rutschen und dann wird der Buchwert auch wieder steigen.

Also seit den Halbjahreszahlen als der BW bei 0,58 ? lag, ist einiges passiert und zwar im positiven Sinne. Selbst wenn man aus totaler Angst diesen BW vierteln würde nochmal, wären wir mit 0,145 ? immer noch höher als der Kurs heute? Warum also sollte der Kurs dann weiter fallen? Man merkt auch, dass er das nicht mehr will?
Obwohl:

- Der Gesamtmarkt deutlich fällt
- Bei SH es eher ruhig ist was Meldungen angeht
- Die Zahlen noch sehr weit weg sind

Eigentlich alles Gründe warum SH fallen könnte, was es aber nicht tut.

Ich bleibe investiert, weil inzwischen das Chance Risiko Verhältnis erdrückend ist und SH wirklich hält was sie angekündigt haben. Das sieht nicht nur nach Rettung aus, sondern nach Zukunft.
Insolvenz wird nicht mehr kommen, dafür läuft es schon wieder viel zu gut und die Liquidität ist auch bis 2021 gesichert.

Aber trotzdem müssen wir Geduld haben.
Im Dezember kommen die testierten Zahlen von 2017.
Werden kaum abweichen von dem was wir schon wissen, also wird es von daher kaum einen Schub geben.
Im Januar dann die testierten Zahlen von 2018 und PwC ist hoffentlich endlich fertig mit seinen Untersuchungen. Da aber extrem viele Einmalkosten für Prüfer, Restrukturierung und CO anfallen, werden auch diese wahrscheinlich nicht zu Raketen führen. Aber man wird zumindest den Weg sehen und der wird denke ich der richtige sein. Aber alles was dann kommt, wird dann interessant werden und wir werden sehen ob MF den Turnaround schafft und SH in die Gewinnzone zurückkehren wird, denn dann wird der Aktienkurs auch keine Chance mehr haben da zu bleiben wo er gerade rumdümpelt.

Ich wünsche uns allen noch Geduld dass durchzustehen.
Ich habe jetzt den kompletten Niedergang über 10 Monate mitgemacht und warum sollte ich dann keine 3-4 Monate mehr warten können?

Wartet doch einfach mal ab und zerfleischt euch nicht immer gegenseitig.
Geduld ist eine Tugend und wenn man an der Börse erfolgreich sein will, sind schnelle unüberlegte Handlungen nicht gerade hilfreich.
Die meisten haben gedacht sie gehen nach den 70,80,90 % Verlusten rein und werden sofort reich.
Das wäre leider zu einfach, aber hey wenn man am Ende nach sagen wir 2 Jahren 20,30,40,50 % Rendite hat war es doch trotzdem cool und besser als die meisten anderen Invests.

Noch zu den Klagen.
Klar sind diese ein Damoklesschwert, aber die meisten werden nicht erfolgreich sein und einige werden in Vergleichen enden. Vor allem sobald der Aktienkurs wieder in anderen Gefilden unterwegs ist, werden die meisten Klagen sowieso hinfällig werden. Also Angst habe ich definitiv nicht davor. Außer mahlen die juristischen Mühlen sehr langsam...das wird alles Jahre dauern?

Ich wünsche euch allen weiterhin gute Nerven und eine schöne Restwoche
Euer DEOL
3 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.712.687 von rollo_tomasi am 25.01.19 16:55:14
Zitat von rollo_tomasi: deine aussage ist pauschal richtig, aber ich sehe den fall hier anders.

aus der adhoc vom 5. oktober 2018:

As part of the Mattress Firm restructuring, the Company’s equity ownership in SUSHI has been contributed to SEAG prior to the Mattress Firm Filing. Steps to transfer or novate the SUSHI RCF debt with SEAG debt will be taken in the near future to replicate the proposals under the lock up agreement entered into in respect of the restructuring and to reflect the economic interests within the SEAG debt cluster.

und weiter:

To implement the Mattress Firm restructuring prior to exit, the intercompany loans will be contributed as capital by the relevant entities into SEAG and the guarantees from Mattress Firm Inc

ich verstehe es so:

stripes us holdings wird eine holding an der sich steinhoff beteiligt. der wert und die intercompany-schulden wandern zu stripes und steinhoff behält nur noch die beteiligung von 50,1%. damit wird der deal für mich auch nachvollziehbar.

[...]


Hallo rollo_tomasi,

aus meiner Sicht ist deine Interpretation der von dir markierten Stellen in der Adhoc (und damit auch deine darauf fußenden Folgerungen) nicht korrekt, was zum Teil daran liegt, dass die Adhoc nicht ausführlich genug ist. Dazu benötigt man noch zwei weitere Dokumente, und zwar

a) das Lock-Up-Aggreement (Abkürzung und Link: LUA)
b) das Explanatory Statement zum SUSHI-Scheme-of-Aggreement (Abkürzung und Link: Explan)

0/4
Bevor ich im Einzelnen auf die markierten Adhoc-Passagen eingehe, ist es vielleicht hilfreich, zunächst die wesentlichen in diesem Zusammenhang beteiligten Unternehmen innerhalb des Steinhoffkonzerns klar zu benennen und sauber auseinanderzuhalten, als da wären:

SIHNV = die oberste Konzernmutter von Steinhoff: Steinhoff International Holdings N.V.
Möbel = ein wichtiger interner Finanzierer von SEAG und SUSHI: Steinhoff Möbel Holding Alpha GmbH
SEAG = ein weiterer wichtiger interner Finanzierer von SUSHI: Steinhoff Europe AG
SUSHI = die oberste US-Holding für das Geschäft von MF: Stripes US Holding Incorporated
MF = die "eigentliche" Mattress Firm: Mattress Firm, Inc.

Wichtig ist aus meiner Sicht, obwohl häufig synonym verwendet, MF und SUSHI nicht miteinander zu verwechseln oder gar gleichzusetzen. Beides sind unterschiedliche Unternehmen mit unterschiedlichen finanziellen Problemen, die unterschiedlich gelöst werden (wenn auch nicht unabhängig voneinander):
1. MF war und ist eine mittelbare 100%-Tochter von SUSHI.
2. MF, nicht SUSHI, ist das Unternehmen, das in CH11 geschickt wurde und im Anschluss - unter gewissen Voraussetzungen, die im sogenannten CH11-Plan festgehalten sind - die Exitfinanzierung erhält.
3. SUSHI, nicht MF, ist das Unternehmen, dessen externe Verbindlichkeiten gemäß SUSHI-SOA restrukturiert werden.

Weiterhin wichtig ist aus meiner Sicht, den CH11-Plan nicht mit dem SUSHI-SOA zu verwechseln. Das SUSHI-SOA ist lediglich eine von mehreren Teilmaßnahmen des CH11-Plans. Im CH11-Plan gibt es neben dem SUSHI-SOA weitere Maßnahmen, die sich massiv auf SUSHI auswirken. Beispielsweise wird die Restrukturierung (genauer: Streichung) der internen Verbindlichkeiten von SUSHI nicht durch das SUSHI-SOA geregelt, sondern durch andere Teilmaßnahmen des CH11-Plans. Ebenso wird die Übertragung von 49,9% des Eigentums an SUSHI durch andere Teilmaßnahmen des CH11-Plans geregelt.

Das alles vorausgeschickt, gehe ich nun auf die drei von dir rot markierten Adhoc-Stellen ein und was sie meiner Meinung nach - im Gegensatz zu deiner Interpretation - tatsächlich besagen.

1/4
Die Aussage "the Company’s equity ownership in SUSHI has been contributed to SEAG" bedeutet nicht, dass sich Steinhoff erst ab jetzt an SUSHI beteiligt, sondern nur, dass SUSHI innerhalb der Gruppe seine Position gewechselt hat.

SUSHI war bereits zuvor eine Holding und vollständig im Besitz des Steinhoffkonzerns und ist es auch unmittelbar nach dieser Maßnahme noch (siehe Gruppenchart vorher gemäß LUA S. 110 und nachher gemäß Explan S. 105). Statt allerdings wie bisher eine direkte Tochter der obersten Konzernmutter zu sein (the Company = SIHNV), ist SUSHI unmittelbar im Anschluss an diese Maßnahme eine direkte Tochter von SEAG und somit nur noch eine mittelbare Tochter von SIHNV. Um genau das zu bewerkstelligen, hat "the Company" (= SIHNV) gemäß der Aussage in der Adhoc seine Aktienanteile an SUSHI an SEAG übertragen.

Diese Maßnahme hat für sich allein genommen keine bilanziellen Auswirkungen auf den Steinhoffkonzern als Ganzes. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass man in einem nächsten Schritt die externen Gläubiger für die erforderlichen Umschuldungen von SUSHI gemäß SUSHI-SOA an einer Stelle, nämlich bei der SEAG, konzentrieren kann.

2/4
Die Aussage "transfer or novate the SUSHI RCF debt with SEAG debt will be taken in the near future" bezieht sich ausschließlich auf die Umschuldung der externen Schulden von SUSHI in neue externe Schulden von SEAG gemäß SUSHI-SOA. Bei diesem Schritt wandern keine bestehenden Intercompany-Schulden zu SUSHI oder sonst wohin.

Was in der Adhoc an dieser Stelle als "SUSHI RCF debt" bzw. "SEAG debt" bezeichnet wird, ist in Explan die sogenannte "SUSHI Facility" (dort auch "Facility C" genannt) bzw. die "New SEAG Facility":

Laut Part 2 §3.1-3,5 Explan S. 22 hatte SUSHI folgende Schulden:
- externe Schulden von ca. 200 Mio. $ gegenüber externen Gläubigern unter der sogenannten "SUSHI Facility"
- interne Schulden von ca. 3,2 Mrd. $ gegenüber SEAG und Möbel und bezeichnet als "Other SUSHI Indeptedness"

Das SUSHI-SOA sieht nun gemäß Part 1 §5.3.8 Explan S. 14 ausschließlich folgendes vor:
1. Die externen Gläubiger unter der "SUSHI Facility" übertragen all ihre daraus resultierenden Forderungen auf SEAG.
2. Im Gegenzug erhalten die externen Gläubiger anteilig Forderungen in gleicher Höhe aus der neu einzurichtenden "New SEAG Facility" mit der SEAG als Schuldner.

Die Folge dieser Maßnahme für sich allein genommen ist, dass SUSHI keine externen, sondern nur noch interne Schulden hat:
- interne Schulden von ca. 200 Mio. $ gegenüber SEAG unter der sogenannten "SUSHI Facility"
- interne Schulden von ca. 3,2 Mrd. $ gegenüber SEAG und Möbel und bezeichnet als "Other SUSHI Indeptedness"

Die Folge dieser Maßnahme für sich allein genommen ist, dass sich SEAGs Bilanz um 200 Mio. $ verlängert hat:
- neue interne Forderungen von ca. 200 Mio. $ gegenüber SUSHI unter der sogenannten "SUSHI Facility"
- neue externe Schulden von ca. 200 Mio. $ gegenüber den ehemaligen externen SUSHI-Gläubigern unter der sogenannten "New SEAG Facility"

In Summe hat auch diese Maßnahme für sich allein genommen keine bilanziellen Auswirkungen auf den Steinhoffkonzern als Ganzes! Die externen Schulden von SUSHI haben lediglich ihren Platz gewechselt und liegen nun bei SEAG. Das gleichzeitig neu entstandene Aktiv-/Passiv-Paar aus internen Forderungen/Schulden von SEAG/SUSHI in Höhe von jeweils 200 Mio. $ fällt auf Konzernebene raus, da es ein internes Geschäft ist.

3/4
Die Aussage "the intercompany loans will be contributed as capital by the relevant entities into SEAG and the guarantees from Mattress Firm Inc" bezieht sich ausschließlich auf die Teilmaßnahme gemäß CH11-Plan, wonach Möbel seine Forderungen gegenüber SUSHI unter der "Other SUSHI Indeptedness" an SEAG abtritt. Die Punkte des internen Schuldenerlasses für SUSHI oder die Übertragung von 49,9% von SUSHI an die Exitfinanzierer von MF werden hiermit weder angesprochen noch vollzogen, sondern sind Bestandteil anderer, späterer Maßnahmen des CH11-Plans.

Dass das alles so ist, kann man anhand der Adhoc allein nicht erkennen, da wesentliche Informationen noch fehlen. Weder wird der Gläubiger (hier Möbel) noch der Schulder (hier SUSHI) der fraglichen Intercompany-Loans explizit benannt. Die Adhoc benennt lediglich den Begünstigten der Maßnahme, nämlich SEAG ("as capital [...] into SEAG"), und wenig später den Garantiegeber dieser Intercompany-Loans, und zwar MF. Zusammen mit den Angaben in Explan wird schließlich klar, worum es hierbei genau geht bzw. wer Gläubiger und Schuldner dieser Intercompany-Loans ist:

Wie bereits oben angegeben, hatte SUSHI ursprünglich interne Schulden von ca. 3,2 Mrd. $ gegenüber SEAG und Möbel, die als "Other SUSHI Indeptedness" bezeichnet wurden. Genau diese interne Schulden wurden von MF garantiert (siehe Part 2 §1.3 Explan S. 21). Gemäß Part 2 §3.5 Explan S. 22 teilen sich diese interne Schulden wie folgt auf SEAG und Möbel auf:
- SEAG hält interne Forderungen gegenüber SUSHI in Höhe von 0,9 Mrd. $
- Möbel hält interne Forderungen gegenüber SUSHI in Höhe von 2,3 Mrd. $

In Part 1 §5.3.7(i) Explan S. 13 steht nun genau das, worauf sich die Adhoc an der von dir markierten Stelle bezieht: Möbel tritt seine internen Forderungen gegenüber SUSHI in Höhe von 2,3 Mrd. $ an SEAG ab. Das erfolgt ohne Gegenleistung von SEAG an Möbel, weshalb die Rede von "Möbel will contribute to the capital of SEAG" ist.

Die Folge einer Kombination dieser Maßnahme mit dem SUSHI-SOA ist, dass SUSHI ab sofort nur noch interne Schulden hat und als einzigen Gläubiger SEAG:
- interne Schulden von ca. 200 Mio. $ gegenüber SEAG unter der sogenannten "SUSHI Facility"
- interne Schulden von ca. 3,2 Mrd. $ gegenüber SEAG bezeichnet als "Other SUSHI Indeptedness"

Auch diese Maßnahme hat für sich genommen keine bilanziellen Auswirkungen auf den Steinhoffkonzern als Ganzes! Während SEAG durch die Forderungsabtretung um 2,3 Mrd. $ reicher wurde, ist Möbel um 2,3 Mrd. $ ärmer geworden.

4/4
Und nun? Alles, was du in der Adhoc markiert hast, waren bisher Dinge, die keine bilanziellen Auswirkungen auf den Steinhoffkonzern hatten und auch SUSHIs Schulden noch um keinen einzigen Cent reduziert haben. Es stellt sich daher die Frage, wie das alles doch noch mit der Entschuldung von SUSHI und den 49,9% Eigentumsübertrag an SUSHI zusammenhängt. Die kurze Antwort darauf lautet: Das passiert erst später mit weiteren Schritten des CH11-Plans, die auf die oben besprochenen folgen.

Nachdem die Kombination aller bisherigen Schritte dazu geführt hat, dass SUSHI nur noch interne Schulden hat und als einzigen Gläubiger SEAG, wird SUSHI nun gemäß Part 1 §5.3.7(ii), §5.3.9 Explan S. 13, 14 komplett entschuldet. Sowohl die 3,2 Mrd. $ "Other SUSHI Indeptedness" als auch die 200 Mio. $ aus der "SUSHI Facility" werden gestrichen. Das erfolgt ohne Gegenleistung von SUSHI an SEAG, da stets die Rede ist von "SEAG will contribute to the capital of SUSHI".

Auch diese Maßnahme hat für sich genommen immer noch keine bilanziellen Auswirkungen auf den Steinhoffkonzern als Ganzes! Während SUSHI durch die Schuldenstreichung um 3,4 Mrd. $ reicher wurde und jetzt komplett schuldenfrei ist, ist SEAG um 3,4 Mrd. $ ärmer geworden.

Interessant wird es erst jetzt. Denn eine weitere Maßnahme des CH11-Plans ist der Eigentumsübertrag von 49,9% der Anteile an SUSHI "at no cost" an die Exitfinanzierer von MF gemäß der Adhoc. Es stellen sich sofort zwei Fragen:
1. Ist das gerecht bzw. was ist die Gegenleistung?
2. Hat diese Maßnahme für sich allein genommen bilanzielle Auswirkungen auf den Steinhoffkonzern?

Um die Teilfrage nach der Gegenleistung beanworten zu können, genügt ein weiterer Blick in Part 3 §1.30-31 Explan S. 28. Hier steht konkret, dass MF, nicht SUSHI, eine Exitfinanzierung benötigt, um aus CH11 auch wieder herauszukommen. Für die Exitfinanzierung von MF fordern die Exitfinanzierer aber, dass a) SUSHI komplett entschuldet wird (wie das technisch geschieht, haben wir bisher diskutiert) und sie b) Anteile an SUSHI erhalten. Damit ist klar, was die Gegenleistung ist: Die Exitfinanzierung für MF!

Was immer noch nicht klar ist, ob die Exitfinanzierung auch eine "gerechte" Gegenleistung für die vom Steinhoffkonzern vorzunehmende Komplettentschuldung und Teilübertragung von SUSHI ist und was das für bilanzielle Auswirkungen auf den Steinhoffkonzern hätte.

Betrachten wir dazu zwei Fälle für den Wert X von SUSHI unmittelbar nach der Komplettentschuldung aber noch vor der Eigentumsübertragung:
Fall A: X gleich 0
Fall B: X größer als 0

Zu Fall A:
In dem Fall ist es offenbar gerecht, bzw. "nicht ungerecht", denn es würden in diesem Szenario lediglich 49,9% von 0 an die Exitfinanzierer übertragen. Die Maßnahme der Eigentumsübertragung allein würde offenbar den Steinhoffkonzern bilanziell nicht zusätzlich belasten. (Allerdings müsste der Steinhoffkonzern im Fall A so oder so den ganzen bisherigen in der Konzernbilanz stehenden Wert von SUSHI komplett abschreiben, was etwa 2 Mrd. € wären).

Könnte es denn sein, dass genau dieses Szenario zutrifft? Ich weiß es nicht, aber ich halte es nicht für unmöglich. In Appendix E Explan S. 102 befindet sich eine nichttestierte SUSHI-Bilanz vom 28. August 2018. Demnach lag die SUSHI-Bilanzsumme damals bei 2,2 Mrd. $, allerdings unter dem ausdrücklichen Vorbehalt, dass die beiden Aktivpositionen zu Unternehmensbeteiligungen (1,77 Mrd. $) und Intercompany-Forderungen (0,36 Mrd. $) noch keinem Impairmenttest unterzogen wurden, dieser aber wahrscheinlich zu materiellen Wertminderungen führen würde - wörtlich: "[...] such review is likely to result in material impairments".

Zu Fall B:
In dem Fall könnte man vielleicht meinen, dass das Geschäft die Exitfinanzierer total ungerecht bevorzugt. Ich sehe das nicht zwangsläufig so. Es ist nämlich auch hier nicht ausgemacht, dass MF langfristig überlebt und die Exitfinanzierer ihre Einlage von 525 Mrd. $ (siehe Part 3 §1.28 Explan S. 28) überhaupt vollständig zurückerhalten. Bilanziell würde der Steinhoffkonzern durch die Übertragsmaßnahme allein um 0,499*X belastet. Unabhängig von der Übertragung wäre aber, wenn X kleiner als der bisherige Wert von SUSHI in der Konzernbilanz wäre, eine Abschreibung um den entsprechenden Differenzbetrag erfoderlich.
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Premiere - mein erstes Forum...
Einigen hier fehlt es an grundlegenden Kenntnissen {(i) Fremdsprachenkenntnisse, (ii) Bilanzierung-Know-How, (iii) ...}; selbige sind für die Börse nicht zwingend erforderlich, sehr wohl aber, um den an Freitag veröffentlichten Half-Year-Report lesen und verstehen zu können. Nach 4 Stunden Zeitaufwand am Samstag sind nun alle Seiten gelesen, alle "Nebenrechnungen" (= meine Rechnungen) aber noch nicht abgeschlossen.

Ich bin - analog zu Ins - ein großer Verfechter der "Eigenkapital = Marktwert" Methode. Selbiges hat mich dazu bewogen in Steinhoff zu investieren / spekulieren. Erstmals im Januar 2018, unzählige Zukäufe folgten (...), aktueller Durchschnittskurs liegt bei 0,20 EUR. Soviel vorab - nun zum inhaltlichen:


(i) Eigenkapital:
Das Eigenkapital wird auf Seite 36 auf 5,692 Mrd. EUR beziffert. Die vielen Anmerkungen hier im Forum mit "...da muss man aber noch die Schulden abziehen, usw." sind völliger Humbug. Das Eigenkapital ist per Definition derjenige Teil einer Bilanz, welcher sich als Differenz aus Vermögen und Schulden ergibt; wird oft auch als Reinvermögen bezeichnet. Mit knapp 6 Mrd. EUR ist dieser Bilanzposten deutlichst positiv. Viel spannender finde ich die Tatsache, dass Viceroy selbigen Wert nahezu exakt - schon vor Monaten - bestimmt hat (5,6 Mrd. Reinvermögen zu 4,2 Mrd. ausgegebenen Aktien = 1,35 EUR Kurs je Aktie = "faire Bewertung Viceroy"). Zur Erinnerung: aktuell steht der Kurs bei 0,08 EUR je Aktie...


(ii) Cash Flow:
Die Ausführungen zur Cash Flow Rechnung folgen; an selbigen Nebenrechnungen sitze ich derzeit noch. Natürlich ist ein negativer Cash Flow nie positiv zu sehen, allerdings sind selbige Posten aus Restrukturierungssicht kurz- bis mittelfristig zu lösen. Viel spannender ist so oder so die Frage nach den Q3 2018 Zahlen (...versuche ich mit meinen Nebenrechnungen zu simulieren), da viele der Einmaleffekte sowie Liquidationserlöse, etc. berücksichtigt werden müssen.


(iii) Ordinary Share capital (der eigentliche Grund meiner Anmeldung für dieses Forum):
Der interessanteste Teil der 94 Seiten befindet sich m.E. nach auf Seite 65. Hier wird beschrieben, dass sich das "authorised share capital" auf 17.500.000.000 "ordinary shares of 50 Cent per value" beläuft.

Auf Deutsch: die freigegebene Anzahl von Aktien beläuft sich auf 17,5 Mrd. zu einem Nennwert von je 0,5 EUR. Aktuell in "Issue" (also im Gebrauch / Umlauf) sind 4,310 Mrd. wobei 91 Mio. "Treasury shares" sind (also eigene Aktien).


(iv) NAV - Net Asset Value:
Der NAV, also der Nettoinventarwert, wird von Steinhoff selbst auf Seite 50 mit 0,58 EUR je Aktie angegeben. Nochmals zur Erinnerung wir liegen derzeit bei 0,08 EUR.


(v) Dept-to-Equity-Theorie, Zusammenfassung und eigene Gedanken:
Viele hanebüchenen Theorien habe ich mir hier in den letzten Wochen durchgelesen, die aus rechtlichen und / oder anderweitigen betriebswirtschaftlichen Gründen noch nicht mal zur Theorie taugen. Selbiges habe ich hier über den NAV ("Frechheit wie gering") oder die Höhe der Abschreibungen ("11 Mrd. sind doch viel zu viel; warum plötzlich alle Assets so hart bewerten") lesen müssen, bis hin zu "Steinhoff weist ein negatives Eigenkapital aus, weil man davon noch die Schulden abziehen muss", bla bla bla...

Ich bin der Meinung hinter all´dem steck die Logik der Restrukturierung, deswegen sei mir an der Stelle folgender Gedankengang erlaubt:

- Die Gunst der Zeit nutzen, und alle Assest (auch Goodwill) niedermöglichst bewerten (by the way: steht so auch in dem Bericht, dass man exakt nach selbiger Bewertung vorgegangen ist, Seite finde ich gerade nicht mehr)
- Folge: extrem hohe Abschreibung (11 Mrd. EUR), dafür den Grundstein gelegt "ohne viel Arbeit" in den nächsten Jahren Erfolge per Bilanz auszuweisen, da Assets ab 2019 neu und zu einem höheren Wert bewertet werden können
- Die Gefahr in der Zusammenarbeit mit Hedge-Fonds liegt in der Profitabilität (und zwar aus derer Sicht). Heißt: die Bilanz muss so sein, dass sich eine Restrukturierung noch lohnt, und gleichzeitig nicht so, dass eine Filitierung (also die Liquidation von Assets) zu "einfachem Geld" wird. By the way - finde ich hier exzellent gelöst.
- Steinhoff gibt von den 17,5 Mrd. genehmigten Aktien 10 Mrd. Aktien zu einem Buchwert von 0,5 EUR (Disagio = Verhandlung mit den Geldgebern / Hedge-Fonds) 10 Mrd. Aktien aus (vielleicht mehr, vielleicht weniger; erleichtert hier die Rechnung). Summa Summarum wäre folglich ca. 14,2 Mrd. Aktien im Umlauf.
- Umwandlung nach dem Dept-to-Equity-Ansatz
- bei 10 Mrd. Aktien zu je 0,50 EUR reduziert sich die Schuldlast um 5 Mrd. EUR (= erhöht sich das Eigenkapital um 5 Mrd. EUR + deutliche Cash Flow Verbesserung, da Tilgung + Zins auf 5 Mrd. wegfallen)
- Oh Wunder, der aktuelle NAV liegt mit 10% über dem Nennwert (weiteres Disagio zu verhandeln)
- Plötzlich haben sich ca. 70% der Eigentümerverhältnisse verändert + das Unternehmen hat einen positiven Cash Flow
- Neue Durchschnittskurs dürfte sich nach der Eigenkapitalmethode (5,692 + Kapital aus D2E / neue Anzahl Aktien) irgendwo um die 0,6 bis 0,7 EUR einpendeln
- Für die Neuaktionäre sind das immer noch gewaltige Renditeaussichten (inkl. der Chance auf eine konstante Dividende), für die Altaktionäre sieht es immer noch bitter aus, allerdings nichtmehr ganz so bitter wie aktuell (0,08 EUR) und die Geldgeber (u.a. Hedge-Fonds) haben sich zum "Spottpreis" ein riesigen Anteil eines dann funktionierenden Konzerns eingekauft, die Wertsteigerung des Kurses mitgenommen und sich eine satte Gewinnbeteiligung gesichert (und weitere Restrkutierungsmaßnahmen sind hier noch nicht betrachtet)

Gerne zur Diskussion! Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit selbiger Rendite könnte ich gut leben ;-)
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Schön wie man hier auf dem Eigenkapital rumreitet.

Angenommen der Goodwill wird mit 15 Mrd mehr bewertet. Hurra wir haben 15 Mrd mehr Eigenkapital! Steinhoff ist saniertl!!!

Nein!!

Das ist Kosmetik und eigentlich wurscht. "Eigentlich" deshalb, weil Banken und Anleger natürlich auf ihre Kennzahlen schauen, und dadurch das Rating entsprechend besser ausfällt. Aber nochmal, nach IAS, sind die aktivierten Vermögensgegenstände einem Impairment Test zu unterziehen. Hier wird die Werthaltigkeit überprüft und gegebenfalls müssen Abscheibungen bzw. auch Zuschreibungen vorgenommen werden. Beim Goodwill ist eine Wertaufholung jedoch verboten. D. H. einmal abgeschrieben kann man nicht mehr zuschreiben. In der IFRS-Bilanz wird der Goodwill nur abgeschrieben, wenn er den "Impairment-Test" nicht besteht. Das ist ein Unterschied zur Handelbilanz, der Goodwill immer abgeschrieben wird.

So nun mal zu Zahlen. MF hatte bei Anschaffung 2,9 Mrd. EUR Firmenwert. Dieser wurde in der untestierten Bilanz auf 1 Mrd abgeschrieben. D. h. wurde in einer testierten Bilanz MF ein Firmenwert von 2,9 Mrd. EUR bescheinigt (trotz der katastrophalen Zahlen).
Was ist MF jetzt wirklich Wert? Wir werden es erleben.

Der Goodwill beträgt für alle Assets zum 31.03.2018 vorläufig 6,149 Mrd EUR. Hier wurde wohl schon sehr vorsichtig bewertet, wenn man bedenkt, was hier alles drin steckt. Steinhoff wartet bestimmt auch aus taktischen Gründen bis Februar mit den testierten Zahlen, denn wie schon erwähnt einmal abgeschrieben war es das dann, Wertaufholung gibt es nicht mehr.

Die, die investiert sind Wetten auf genügend EK die, die raus sind rechnen Steinhoff arm.

Letztendlich aber entscheidet die Rentabilität, die Neuordnung der Darlehen und deren Konditionen.
Ich persönlich glaube an die Story und wir haben beim Management keine oscarprämierte Schauspieler, sondern Leute die hier alles Schritt für Schritt durchziehen und dies entsprechend glaubwürdig komunizieren.

Hartnäckiges Stehvermögen auf unruhiger See ist gefragt. Wer das nicht aushält muss raus aus dem Boot. Aber er muss nicht seinen Ausstieg irgendwie verkaufen um andere aus dem Boot zu locken. Ich bleibe drin und lass mich von Steinhoff überraschen.
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Copyright liegt by DEOL von Ariva,

Bitte die Zeit zum Lesen investieren, es lohnt sich

So meine lieben Steinhoff Geschädigten,

ich habe eine Weile gebraucht, um mal alles sacken zu lassen und mir ein Urteil zu bilden.
Da ich weiß, dass sich nicht jeder mit dem, was in den letzten Wochen passiert ist komplett und intensiv auseinandergesetzt hat, habe ich das hier mal zusammenfassend versucht.

Und nein ich sitze leider nicht in Kuba am Strand und schlürfe keine leckeren Cocktails. ;-)

1.) Zahlen, Zahlen und nochmals Zahlen:

Hier mal das Wichtigste:

a) Europa: UMSATZ 5,236 Mrd. € (- 3% zu 2017)
Operativer GEWINN: 107 Mio. € (- 34 % zu 2017)

- Conforama (+ 1 % Umsatz, - 85 % operativer Gewinn)

- Lipo (- 15 % Umsatz, Schwarze NULL nach 1 Mio € Gewinn)

- ERM (POCO, kika-Leiner, Abra, Extreme Digital) (- 1 % Umsatz)

Abra von 31 auf 29 Mio. € Umsatz = - 1%
Abra Schwarze NULL von 1 Mio. € Gewinn

POCO ist an XXXL Lutz verkauft
kika-Leiner ebenfalls weg inzwischen an Benko
Extreme Digital wurde schon Januar 2018 verkauft.

- UK (- 6 % Umsatz, + 121 % operativer Verlust)

General Merchandise (Pepco (Eastern Europe), Poundland (Largely UK)):
Auch PEPKOR: EUROPE genannt.

Poundland: - 6 % Umsatz
Pepco: + 40 % Umsatz

Operativer Gewinn PEPKOR: 98 Mio. € + 36 %


- Manufacturing (+ 26 % Umsatz, + 133 % operativer Gewinn)

Steinpol(PL+H), Impulsküchen, Puris Bäder

- Properties (+ 11 % Umsatz, - 10 % operativer Gewinn, Assets sind von 1,574 Mrd. € auf 1,306 Mrd. € geschrumpft um 17%)

b) Africa: UMSATZ 2,913 Mrd. € (+ 10% zu 2017)
Operativer GEWINN: 197 Mio. € (- 8 % zu 2017)

STAR (+ 10 % Umsatz, - 8 % operativer Gewinn)
Automotive (+ 9 % Umsatz, Unveränderter operativer Gewinn)

c) USA (Mattress Firm): UMSATZ 1,255 Mrd. € (- 17% zu 2017)
Operativer VERLUST: 133 Mio. € (+ 66 % zu 2017)

d) Australasia: UMSATZ 0,644 Mrd. € (+ 7% zu 2017)
Operativer GEWINN: 21 Mio. € (+ 75 % zu 2017)

e) Group Services: Operativer VERLUST: 320 Mio. € (+ 9 % zu 2017)

Von den 320 Mio. € sind alleine 125 Mio. € wegen Währungsverlusten !!!
42 Mio weil der Rand 9 % gegenüber dem Euro gestiegen ist 0,062 auf 0,069.
Aber seit April ist der Rand gegenüber dem Euro wieder gefallen, was diese Verluste komplett pulverisiert 0,069 zurück auf 0,062.
32 Mio weil der US-$ um 4 % gegenüber dem Euro gefallen ist 0,847 auf 0,811.
Aber seit April ist der US-$ wieder von 0,811 auf 0,861 gestiegen, was nicht nur die kompletten Verluste auffrisst, sondern sogar Gewinne generieren würde Stand heute. :-)

f) GESAMT: UMSATZ 9,345 Mrd. € (- 6% zu 2017)
Aber Poco ist weg und ohne Poco konnte der Umsatz 2 % zulegen !!!

Operativer VERLUST vor capital items: 152 Mio. € (+ 245 % zu 2017)

g) Restated total equity: 5,692 Mrd. € nach 16,635 Mrd. € = Dickes Minus von 65,8 % !!!
Naja 6 Mrd. + x = 11 Mrd. (Das war für viele wahrscheinlich der größte Schocker..)

h) Loss for the period 599 Mio. € nach 362 Mio. €, + 65 % !!!

i) CASH: 1,232 Mrd. € nach 0,620 Mrd. € 2017 + 98,7 %

j) Net asset value per share (NAV): 0,58 € nach 1,21 € = - 64 %

2.) Interpretation:

Durch den Verkauf von Poco ändert sich folgendes: - 704 Mio Umsatz und - 24 Mio. € Gewinn
Durch den Verkauf von kika-Leiner ändert sich folgendes: - 470 Mio Umsatz und - 37 Mio. € Verlust
Durch den Verkauf von Extreme Digital ändert sich folgendes: - 43 Mio Umsatz und - 1 Mio. € Gewinn.
Das bedeutet es fallen zwar 1,217 Mrd. € Umsatz weg, aber dafür auch 12 Mio. € Verlust !!!
Das wird alles erst bei den nächsten Zahlen auftauchen.

Der Wert pro Aktie soll bei 0,58 € liegen - dass sind vom heutigen Kurs noch 582 % entfernt.
Es gibt viele Firmen, bei denen der Kurswert unter ihrem Buchwert liegen, aber hier ist halt das Vertrauen komplett zerstört und viel Leid und schlechte Erfahrungen der letzten 6 Monate sind daran nicht ganz unschuldig.
Jede positive Nachricht wurde sofort abverkauft und so galt eine Regel für die Anleger.
Wer gehalten hat, der hat verloren !!
Und zwar immer.
Daher wird es schwer werden zu steigen, da es die Anleger gewohnt sind, dass Gewinne laufen lassen hier NIE funktioniert hat.
Und das muss erstmal aus den Köpfen raus.
Alleine die Verunsicherung heute war wieder spürbar.
Die Anleger konnten es kaum glauben, dass der Kurs wirklich gestiegen ist und das auch problemlos verteidigt hat.
Die Verunsicherung hat man auch vor allem auf Tradegate am vergangenen Freitag gesehen.
Der Kurs war im freien Fall bis auf 0,0678 € Tief in Berlin, 0,0680 € auf L&S und 0,0690 € auf Tradegate. Hoffentlich die Allzeittiefs für immer.

LV, schlechte Presse und das Schweigen von Steinhoff hat den Kurs seit Anfang Februar ungebremst ins FAST Nichts befördert.
War es im Dezember und Januar noch möglich zu traden und Gewinne damit zu erzielen, war es seit Anfang Februar praktisch unmöglich.
Hat man länger als wenige Stunden gehalten, kam man nie wieder zurück auf den Einstiegskurs, was bei vielen Tradern und vor allem Langzeitinvestierten Frust und Panik ausgelöst hat.
Die meisten sitzen auf hohen Verlusten und jeder Versuch zu verbilligen endete in einem Desaster.
Termine wurden zu Hoffnungsträgern, die aber immer zu bitter bösen Enttäuschungen geführt haben.

Nach dem Tradingupdate im Februar standen wir bei 0,425 €.
Während der HV im April bei 0,220 € im Hoch.
Nach den Zahlen am Freitag bei 0,082 €.

An der ersten beiden Terminen gab es 2-3 Tage vorher immer einen massiven Kursanstieg, weil man die Hoffnung hatte, dass die Wende eingeläutet werden wird.
An den entsprechenden Tagen haben dann LV alle Hoffnungen im Keim erstickt.
Höhepunkt war dabei der Peak an der HV von 0,220 € auf 0,125 € in wenigen Sekunden und dann zurück auf 0,19 und dann nur noch Bergab…
Statt Freude über eine Erholung führten diese Termine immer zu massiven Verkäufen in den Folgetagen.

Dieses Mal war alles anders.
Wenn man die Stimmung im Forum zum Bsp. Nimmt, hat zwar jeder gehofft, aber FAST niemand mehr daran geglaubt. Auch der Anstieg 2-3 Tage vor den Zahlen blieb aus. Dafür aber auch der turbulente Handel nach den Zahlen...Fast langweilig bewegte sich der Kurs im Zehntel Cent Bereich und wir schlossen im Plus mit + 7,61 % bei 0,820 €.
Danach auf Tradegate wurde zwar Panik verbreitet, aber alle, die schon so lange dabei sind wissen, dass NUR XETRA Aussagekraft besitzt. Das wurde wie fast immer auch heute bestätigt. Wir hatten zu Xetra Beginn sogar ein GAP was erst geschlossen werden musste, um dann bis Xetra Schluss wieder + 4,51 % auf 0,0857 € zu steigen.

Der Kurs scheint einen Boden gefunden zu haben. Das erste Mal sind wir auf Monatsbasis nun nicht mehr zweistellig im Minus. Der Kurs versucht seit Wochen die 0,08 € nach unten zu testen, aber er kommt immer wieder zurück.
Aber zu Charttechnik und Prognosen später mehr.

Zu den Zahlen:

Der Umsatz konnte 2018 leicht um 2 % zulegen, aber trotzdem nahm der operative Verlust um satte 245 % zu. Wie wir alle wissen kämpft Steinhoff seit Nikolaus 2017 ums nackte Überleben. Es wurde viel versucht, um SH vor dem Kollaps zu retten.
Wir befinden uns also aktuell in einer Situation, die außergeöhnlich ist und viele Kosten verursacht.
FALLS es SH schafft sich zu stabilisieren und den Turnaround erfolgreich hinzubekommen, dann fallen auch sehr viele Kosten weg.
Restrukturierung kostet Geld.
Die ganzen Mehrkosten für Personal kosten Geld.
Verkäufe, die Fire-sells sind kosten Geld, da man wenn man MUSS nicht immer die fairen Preise bekommt, da man keine Wahl hat und nicht warten kann.
Sobald der Turnaround geschafft ist, fällt das meiste davon weg oder wird zumindest viel geringer werden.

Seit April, also NOCH nicht in den Zahlen berücksichtigt, ist sehr viel passiert.
Durch die Verkäufe, vor allem von kika-Leiner macht man zum Beispiel 12 Mio. € weniger Verlust.
Bereiche mit schlechter Marge zum Bsp. POCO fallen weg, damit auch ein Streit zwischen XXXL Lutz und SH, der auch für Verunsicherung sorgte.
Damit werden aber nicht nur unrentable Bereiche abgestoßen, sondern mit den Erlösen konnten auch Schulden reduziert werden.
Auch noch nicht in den Zahlen enthalten!!!

The Group is pleased to announce that it has now received the following levels of support from
its creditors to the Amended Support Letters:

(i) creditors representing 85% of the external debt of SEAG;

(ii) holders of 85% in aggregate nominal amount of the series of convertible bonds due
2021 issued by Holding;

(iii) holders of 94% in aggregate nominal amount of the series of convertible bonds due
2022 issued by Holding; and

(iv) holders of 79% in aggregate nominal amount of the series of convertible bonds due
2023 issued by Holding,

and that the support period has been duly extended up to and including 20 July 2018.
Seit 29.06. sind auch 79-94 % der Gläubiger bereit SH zu unterstützen, was im März auch noch nicht der Fall war. Die Zukunft wird also immer wahrscheinlicher und so wie es aktuell aussieht ist eine Insolvenz so wahrscheinlich wie eine Titelverteidigung der Deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Russland. ;-)

Der 20.07. wird also nochmal spannend wie genau diese Restrukturierung aussehen soll.

Zurück zu den Zahlen:

In diese Zahlen ist der komplette Worst Case eingepreist, denn es kann nicht sein, dass bei einem Turnaround Versuch, wo das Vertrauen sowieso komplett im Eimer ist, dann doch vielleicht wieder etwas Negatives ans Licht kommt und das dann den Todesstoß bedeutet.
Diese Zahlen werden NICHT mehr nach unten zu toppen sein.
Ab jetzt wird es aufwärts gehen.
Es wurde lieber mehr abgeschrieben als wahrscheinlich notwendig gewesen wäre.
Damit eröffnet man sich die Chancen ab jetzt immer, wenn etwas gemeldet wird oder wenn Ereignisse eintreffen, positiv zu überraschen. Dadurch steigt die Chance, dass sich nicht nur SH erholen wird, sondern auch endlich der Aktienkurs.

Man sieht es ist EK da.
Zwar weniger als viele erwartet hatten, aber es ist da !!!
Jetzt kommen natürlich viele und sagen, dass der hohe Verlust dass EK verschlingen wird und es irgendwann weg sein wird.

Warum wird das nicht passieren?

1) Abstoßen von Verlustbringern:

SH hat begonnen Teile, die sich nicht lohnen abzustoßen und dadurch sinken die Verluste.
(Z.B. kika-Leiner)

2) Was passiert mit Mattress:

Das wird wahrscheinlich der wichtigste Kriegsschauplatz und meiner Meinung entscheidet sich hier wohin die Reise in der Zukunft gehen wird.

USA (Mattress Firm): UMSATZ 1,255 Mrd. € (- 17% zu 2017)
Operativer VERLUST: 133 Mio. € (+ 66 % zu 2017)

133 von 152 Mio. € Verlust kommt aus den USA.
Das heißt nur 19 Mio. € würden übrig bleiben, aber da kika-Leiner wegfällt mit 12 Mio. €, wären es NUR noch 7 Mio. € Verlust !!! Nun nimmt man alle Kosten die zusätzlich in der Krise anfallen noch raus und Zinsen, die weniger werden, weil durch die Verkäufe Schulden reduziert wurde usw…

Dann sieht das aktuell zwar immer noch ziemlich schlecht aus. Will hier auch gar Nichts schön reden, aber NICHT MEHR HOFFNUNGSLOS !!!

Was passiert mit Mattress?
1,255 Mrd. € Umsatz ist sehr viel und ob Sh das einfach so verkaufen will oder kann bleibt dahingestellt.

Ein Verkauf wäre natürlich die einfachste Lösung und man würde den größten Verlustbringer sofort loswerden und konnte in die Schwarzen Zahlen kommen, aber ist Mattress wirklich so schlecht?
Eine Restrukturierung kostet sehr viel Geld, was SH aktuell nicht wirklich hat, aber es geht darum, ob Mattress eine Chance hat überhaupt profitabel zu werden.
Ich kann das leider nicht einschätzen, aber in der jetzigen Situation weiß ich nicht, ob SH das Risiko eingehen kann, da Geld reinzupumpen, um etwas zu erreichen, was vielleicht nie eintrifft.
Außerdem wer würde Mattress kaufen? Ohne Käufer bleibt SH nichts anderes übrig als Mattress versuchen profitabel zu machen.
Auf die Lösung bin ich sehr gespannt, vor allem weil hier am meisten Erfolg erreicht werden MUSS. Sollte SH Mattress nicht verkaufen und sich aber trotzdem auch Nichts verbessern, dann sehe sogar ich sehr schwarz für SH.
Kursprognosen von Foristen, ohne zu wissen wie das hier ausgeht, sind vollkommen überflüssig.
Daher hoffe ich, dass wir hierzu am 20.07 auch mehr erfahren werden.

Auch wenn sich viele hier immer über das Management beschweren, denke ich immer noch, dass sie gute Arbeit geleistet haben, denn SH gibt es immer noch und SH macht Fortschritte.
Würde 79-94 % der Gläubiger zustimmen, wenn bald die Lichter ausgehen?
Auch diese glauben an SH.
Wir haben 6 Monate und noch länger gelitten.
Laßt die doch ihre Arbeit machen und sehen, was unter dem Weihnachtsbaum liegt.
Ein POCO Klappstuhl (Jetzt XXXL:-P) oder ein Autoschlüssel zu einem Maserati.
Wissen tun wir es zumindest noch nicht.

Ich werde hier nicht jeden einzelnen Teil der Firma erläutern.
Wenn jemand Fragen dazu hat gerne an mich, aber ich denke die Zahlen, die da stehen kann man selber lesen und interpretieren.
Und nochmal: Die Zahlen sind NICHT GUT!!! Auch wenn wir das alle gerne so hätten, aber das entscheidende ist, dass die Zahlen auch nicht ultra schlecht und aussichtslos sind.
Man kann damit arbeiten und man kann daraus eine Zukunft bilden.

Was man vor allem als SH-Aktionär jetzt braucht ist Geduld.
Wer das nicht hat wird verlieren.

Wir haben sehnsüchtig auf diese Zahlen gewartet und jetzt sind sie endlich da.
Jeder für sich sollte die Zahlen analysieren und seine Schlüsse daraus ziehen.
Denn jeder Anleger ist anders und hat andere Prioritäten.

SH verspricht den Wert für die Shareholder zu stabilisieren und dann sogar Wert wiederherzustellen. Ich habe das Gefühl, dass dies gut gelingen kann.
Wie hoch die Wiederherstellung am Ende ausfällt werden wir hoffentlich bald sehen.

Insolvenz schließe ich inzwischen komplett aus, da keine Firma der Welt so einen Aufwand betreiben würde, wenn es am Ende zu einer Insolvenz führt.
Außerdem zahlt keine Firma der Welt eine Dividende an seine Vorzugsaktionäre, wenn man vor dem Ende stehen würde…

Klagen werden kommen, aber so große, wie die von Wiese, werden niemals erfolgreich enden.
Das ist Trotz und mehr nicht.
Wäre als würde ich den lieben Gott verklagen, weil das Wetter so schlecht ist.

3) Charttechnik:

So wir haben heute das erste Mal seit Januar über dem mittleren Bollinger Band geschlossen.
Das erste Mal, das wir einen Abwärtskanal verlassen haben.

Hier mal die aktuellen Widerstände und Unterstützungen:

Unteres Bollinger Band (exit): 0,064 €
Mittleres Bollinger Band: 0,083 €
SMA (38): 0,094 €
Oberes Bollinger Band: 0,102 €
SMA (90): 0,176 €
SMA (200): 1,252 €

Die ganzen Schmierblättchen kommen natürlich immer mit der 200-Tageslinie, da diese natürlich vollkommen unerreichbar scheint. Damit kann man natürlich immer argumentieren, wenn man eine Aktie wie SH abschreiben will.
Am 20.07.2018 kommt nochmal ein sehr entscheidender Termin. Danach werden so Dinge wie Charttechnik wieder interessant, da dann Berichtsmäßig Normalität einziehen sollte.
Die 90-Tageslinie ist gar nicht so weit weg und sollten wir diese irgendwann knacken, dann gibt es auch Charttechnisch starken Rückenwind. :-)
Aber erstmal die kleinen Ziele angehen und sich weiter stabilisieren.
Und vor allem wieder Vertrauen aufbauen, dann klappt das auch wieder mit der Charttechnik. ;-)

4) Terminkalender:

Deadline für die Zustimmung der Gläubiger zum großen SH-Plan: 20.07.2018
Trading Update Q3: AUGUST 2018 (Also schon nächsten Monat)
Bilanzen TESTIERT 2017: Dezember 2018
Bilanzen TESTIERT 2018: Januar 2019

5) Respekt und Umgang untereinander:

Es ist sehr schlimm, dass ich schon wieder darüber reden muss!!!
An der Börse gibt es Gewinner und Verlierer!!
Den Verlierern geht es schlimm genug und es gibt keinen Grund diese noch zu verspotten.
Gott sei Dank gibt es nun ein sehr prominentes Beispiel dazu.
Schaut auch bitte mal diese 31 Sekunden an.

https://www.youtube.com/watch?v=2p_4BxSSIXU

Deutschland schießt in der 95 Minute das 2-1 Siegtor gegen SWD und die Deutsche Bank verspottet die schwedische. DASS IST UNTER ALLER SAU und wurde auch hart bestraft.

Genau so läuft es aber hier im SH Forum ab.
Wäre das offiziell wie bei der WM, würden hier viele auch sehr hart bestraft werden.
Nicht nur mit Sperren von 1,2,3 Tagen, sondern auch mit Geldstrafen.

Bitte unterlasst das, denn es geht vielen ohnehin nicht gut, da viele hier sehr viel Geld investiert haben und dadurch schon private Probleme bekommen haben, z.B. Stress mit dem Partner, schlaflose Nächste, Depressionen usw.
Ob sie daran selber Schuld sind oder nicht tut nichts zur Sache.
Aber dann auch noch drauf rumhacken und diese Probleme dann verschlimmern ist echt das Allerletzte.

Ich hoffe diejenigen fühlen sich jetzt angesprochen, denn Namen werde ich keine nennen.

GEHT BITTE RESPEKTVOLL MITEINANDER UM!!!
Wir sind doch in diesem Forum schon zusammen gewachsen und wie ein große Familie.
Man muss sich nicht gegenseitig mögen, aber man muss sich arrangieren.
Jeder will hier Geld verdienen, genau deswegen sind wir ja hier.
Aber man sollte es auf eine Weise machen, wonach man danach auch noch in den Spiegel schauen kann, ohne sich schämen zu müssen.

Falls es Fragen gibt, gerne raus damit…
Ich hätte noch viel mehr schreiben können, aber wer liest das, wenn es noch länger geworden wäre. :-P

Gruß DEOL
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Die Sanierung läuft ohne Aktiensplit oder gar DES (bei Kursen wie diesen, wie witzig)…, sonst würde er zum Sanierungsplan gehören. Das wurde vermieden, wäre allerdings sicherlich noch eine Option gewesen vor 1 Monat. In einem anderen Forum wusste man nicht mal daß Matress von der Börse genommen wurde, weil Steinhoff alle Aktien übernommen hat. Überall wird Desinformation gestreut, dabei geht es hier nur mehr um die Einsetzung der Gläubigerboards, einen Zeitplan für Sanierungen und Maßnahmen etc, also eigentlich nur um ein Strategiepapier, das im übrigen JEDES Unternehmen hat, nur halt nicht unbedingt so öffentlich. Und der Plan steht schon - aber es wird zusätzlich zu den 3 Jahren noch 3 Monate herausgeholt. Ich denke auch daß die Zahlen VOR Dezember testiert werden, denn sonst hätten wohl kaum die Abschreibungen schon dotiert werden können. Aber es geht schließlich auch um krumme Geschäfte des Vorstands u. seiner Helferlein, denn eine testierte Überbewertung von Anlagevermögen führt wohl kaum zu strafrechtlichen Konsequenzen. Es wurde nicht übermäßig aufgebläht, sondern meist um den Faktor 1,5 oder 2 so wie das ohnehin global Usus ist um an günstige Kredite ranzukommen, denn Geld ist ja genug da und billig zu haben. Also ideale Vorraussetzungen für einen solchen Seiltanz. Daß Matress so teuer übernommen worden ist, ist mir auch schleierhaft, aber das wusste man schon als die Aktie bei 5 Euro stand. Nach der Sanierungsphase wird man aber auch dort nichts mehr abzuschreiben haben. Dafür hat man Umsätze und ein flächendeckendes Verkaufsnetz. Und: geschlafen wird immer...
Die Kurse deuten auch auf eine schöne Konsolidierung hin mit optimalen Einstiegssignalen derzeit, es geht step by step mit geringeren Umsätzen nach oben, ohne daß der Markt allerdings illiquide wird. Interesse auf beiden Seiten ist vorhanden und gewisse Unsicherheiten bleiben. Aber sager mir einer eine Branche oder Firma, wo es keine Unsicherheiten gibt. Gewiß ist, daß Steinhoff die wohl weltweit bestuntersuchte Firma sein wird und daß alles schon vorweggenommen ist (Abschreibungen). Bald werden wieder Buchgewinne zu einem Gewinn führen. Und was Kika-Leiner betrifft ist alles schon unter Dach und Fach. Es geht nur mehr um die Immobilien und die sind mit 490 Mio. ein fairer Preis, die Frist läuft allerdings bis September, denke aber daß hier auch vorher schon durch dieses Gläubigerabkommen alles fixiert wird. Das wird durch den Überraschungseffekt auch für steigende Kurse sorgen, auch der Verkaufserlös von Impuls & co...wird nach Kartellfreigabe bekanntgegeben. Das geht auch bekanntermaßen schnell, da sollte es keine Probleme geben. Reine Formsache. Die Zahlen kommen auch bald und werden wohl ein non-Event sein. Stabile Umsätze durch die Diversifizierung von Steinhoff´s vielen Beteiligungen und Filialen. 0,171 wird bald nur mehr ein Wunschtraum für Einsteiger sein. Es geht schneller Richtung 0,30 als sich das die meisten vorstellen können. Abwärtspotential sehe ich eigentlich angesichts des Charts keines mehr. Der Abverkauf war bis 12,4 - das zeigt wie psychotisch Börse ist, das sind aber eher die Ausnahmen und die Wahrscheinlichkeit eines Crashs sind freilich immer da an der Börse, aber eher selten- genauso wie gaps nach oben eher selten sind, nur durch die Vielzahl der Aktien kommen sie täglich mal vor. Nächstes Kursziel dürfte die 0,20 sein. Magisch ist diese nicht, aber ohne Newsflow könnte dann schon mal ein Rücksetzer kommen. Es ist gut, daß die Aktie jetzt bei 0,17 festklemmt, das zeugt von disziplinierten Käufern und Verkäufern, die gerade Schach spielen und nicht Roulette.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.592.920 von Andrew_Marvell am 20.04.18 17:10:42
Zusammenfassung,eines Users Marc
Kurze Zusammenfassung und Beachtung der hier aufgeführten Kritikpunkte:

1. In der Präsentation wird überwiegend bis ausschließlich auf die Stakeholder-Interessen eingegangen. Folgt daraus eine vorgreifende "heimliche" Abwicklung von SH?

Nein! Es sind die Stake-Holder, die es nach der arglistigen Täuschung seitens SH in der Hand haben, die Darlehen sofort (!) fällig zu stellen. Dementsprechend sind die Fremdkapitalgeber derzeit auch die wichtigste Personengruppe, die es zu besänftigen gilt. Ich als Aktionär habe dafür volles Verständnis.

2. Auf Seite 6 der Präsentation heißt es, dass die Erlöse aus den Asset-Verkäufen für die Aufrechterhaltung des operativen Geschäfts eingesetzt wurden, während die Schulden insgesamt nicht reduziert wurden. Kann man daraus schließen, dass SH nicht für die Zukunft ertragsfähig ist und nur durch Asset-Verkäufe bzw. Fremdkapital am Leben erhalten werden kann (vgl. Air Berlin)?

Nein! Auf dem ersten Blick mag einem das zwar so erscheinen. Doch ein Unternehmen kann Gewinn erwirtschaften (bspw. Verkauf von Möbeln und im Gegenzug Forderung nach Kaufpreiszahlung) und einen geringen Cash-Flow haben (bspw. weil der Forderungsschuldner wenig liquide ist und es daher zum Zahlungsaufschub kommt) und andersherum. Gewinn und Liquidität sind nicht das Gleiche! Dass SH mit Liquiditätsproblemen seit Dezember zu kämpfen hat, liegt doch auf der Hand! Auf der einen Seite ist davon auszugehen, dass sich seit Dezember keine neuen Fremdkapitalgeber gefunden haben und SH seitdem für die Finanzierung des operativen Geschäfts auf sich allein gestellt ist. Weitaus schwerer wiegt noch, dass im Dezember sogar bekannt wurde, dass einige Gläubiger Darlehen bereits fällig gestellt haben. Hinzu kommt, dass seit Dezember viele Fremdkapitalgeber womöglich von Covenants Gebrauch gemacht haben und die Zinsen kräftig erhöht haben. Folglich ist zu konstatieren, dass viele Liquiditätsquellen von heute auf morgen weggebrochen sind. Auf der anderen Seite darf nicht außer Acht gelassen werden, dass spätestens mit der Rückzahluung von über 1 Mrd. ? von STAR und der (womöglich?) noch ausstehenden Rückzahlung von über 300 Mio. ? seitens Wiese liquide Mittel zur Befriedigung der Geldgeber zur Verfügung stehen. Auch steht in der Präsentation nicht, ob der gesamte Erlös für das operative Geschäft aufgewendet wurde. Zusätzlich darf nicht vergessen werden, dass entsprechende Steuerrückzahlungen bestehen, weil SH allem Anschein nach jahrelang auch zu hohe Gewinne ausgewiesen hat.

Weiter müsst Ihr über Folgendes nachdenken: Wäre es nicht paradox, wenn SH auf der einen Seite nichts erwirtschaftet und sukzessive die Assets veräußert, nur um das operative Geschäft am Leben zu erhalten (letztlich "passive Sterbehilfe"), während die (Mehrheit der) Fremdkapitalgeber die Füße still hält und tatenlos mit zu sieht? Wenn die Fremdkapitalgeber nicht an SH glauben, hätten sie längst den - um im Bild zu bleiben - "den Stecker gezogen".

Letztlich ist darauf hinzuweisen, dass SH ausdrücklich betont, es handle sich bei der Stützung des operativen Geschäfts durch Asset-Verkäufe nicht (!) um eine nachhaltige auf Dauer angelegte Vorgehensweise des Managements ("but this is not sustainable"). Mit anderen Worten: Es wird daran gearbeitet, dass operative Geschäft durch einen ausgewogenen Cash-Flow aufrechtzuerhalten, um einen - und das ist sehr wichtig - Ausverkauf SH zu verhindern. Es bleibt abzuwarten bis Juni, ob SH finanziell überlebensfähig ist.

3. Die Fremdkapitalgeber haben sich nur auf ein "informelles" Stillhalteabkommen eingelassen. Bestätigt das nicht, dass die Geldgeber nicht an Steinhoff glauben?

Diese Frage ist überflüssig! Wer würde denn freiwillig in rechtlich verbindlicher (!) Weise auf Rückzahlungsforderungen zeitweise verzichten, wenn keine Klärung der tatsächlichen Vermögenslage des Schuldners bislang nicht möglich ist? Ich wäre jedenfalls nicht so bescheuert. Ganz im Gegenteil lässt mich gerade die Tatsache, dass ein "informelles" Stillhalteabkommen vorliegt, darauf hoffen, dass auch die Fremdkpaitalgeber in SH einen zukunftsfähigen Wert sehen.

4. Da letztlich keine wirklich nennenswerten Informtionen aus der Präsentation zu entnehmen sind (die Tatsache, dass keine Insolvenz kommt, war jedenfalls für mich bislang allgemeinkundig), wird es zu einem weiteren Abverkauf der Aktie kommen?

Grundsätzlich gehe ich nicht davon aus, dass die Aktie in den nächsten Wochen massiv abverkauft wird. Schließlich liegt der Juni nicht mehr so weit weg und bis dahin wird die Rückzahlung von STAR sicherlich für ein ein paar Cent Kursfeuerwerk sorgen. An sich ist alles wie gehabt: Liquidität bis zum Abschluss der Bilanz gesichert; Aufarbeitung schreitet voran; keine Insolvenz. Aber die Vergangenheit hat leider gezeigt, dass der Kurs von SH negativ zum Markt korreliert, wenn keine Informationen bestehen. Das ist zwar zutiefst irrational und ärgert mich immer wieder aufs Neue, doch es ist nicht auszuschließen, dass der Kurs - wenn auch nur kurzzeitig - bis an die 0,1 ? - Grenze fällt. Allerdings muss man sich darin erinnern, wie gering gerade die Marktkapitalisierung ist. Ich kann jedoch keinem raten, kurzzeitig zu verkaufen und zu kaufen. Jeder von uns will so viel Gewinn wie möglich machen und am liebsten jeden Kursrutsch nicht mitmachen, doch die Wahrscheinlichkeit, dabei richtig zu liegen, ist zu gering (vgl. heute Mittag). Ich selbst habe mir dabei Anfang des Jahres ein paar Mal die Finger verbrannt. Ich halte ein Kurspendel zwischen 0,2 ? und 0,3 ? bis Juni für wahrscheinlicher. Gewiss ist eines: Juni wird ein heißer Monat. Da wird es gewaltig krachen - nach oben oder unten.

5. Meine persönliche Spekualtion: Der Markt geht derzeit noch davon aus, dass SH die Bilanzen gefälscht hat, um sich so immer wieder neue Kredite zu erschleichen und schlussendlich damit zu überleben. Das würde bedeuten, dass hinter SH nichts als heiße Luft steckt (vgl. ENRON). Ich spekuliere, dass die Bilanzen gefälscht wurden, um infolge der neu gewonnenen Kredite kurzzeitig aggressiv expandieren zu können (Konglomerat-Denken von vom guten alten Jooste; vgl. Schrempp, Daimler). Nach meiner Ansicht ging es also nicht vordergründig darum, SH als solches künstlich am Leben zu erhalten, sondern einfach nur so schnell wie möglich expandieren zu können. Dass dies zu einer Überforderung führt (Lücken im Cash-Flow als Beispiel), ist klar. Doch kann man daraus nicht automatisch schließen, dass SH nicht überlebensfähig ist. Schließlich - und ich werde nicht müde, dass immer wieder zu betonen - unterscheidet sich SH von vielen anderen Bilanzfälschungskandidaten darin, dass erst die Aufdeckung der Bilanzfalschung kam und dann der Liquiditätsengpass folgte (zu den Gründen; s.o.). Bei den Bilanzfälschungskandidaten wie Enron war es umgekehrt und es kam zuerst zu Zahlungsausfällen und dann schaute man sich mal die Bilanzen genauer an. Manchmal stelle ich mir vor, wie das Ding ausgegangen wäre, wenn Viceroy und Oldenburg nicht zu aufmerksam gewesen wären: Hätte SH einfach weiter vor sich hin wirtschaften und die Verbindlichkeiten fristgemäß zahlen können wie ein ganz normales Unternehmen? Und dann, man drehe das Rad der Zeit 10 Jahre nach vorne, wäre plötzlich herausgekommen, dass die Bilanzen falsch waren - doch die Pointe der Geschichte wäre, dass es nach schrittweiser Schuldenrückzahlung keinen Stakeholder mehr gegeben hätte, der sich darüber aufgeregt hätte, sodass Jooste der wohl größte Clou seines Lebens gelungen wäre.

Abschließend bleiben mir nur drei Dinge zu sagen: Bis Juni schaue ich in dieses Forum nicht mehr rein. Warum auch? Bis Juni bleibe ich weiterhin auf Steinhoffs Seite; die Präsentation gab keinen Anlass zur Auflösung einer Long-Position. Und schließlich jedem, der hier, als der Kurs heute Mittag für wenige Minuten in den Keller rutschte, sogleich unter Verweis auf den Chart seine düsteren Vorahnungen mitteilen musste, wurde nach kurzer Zeit seine nervtötende, vollkommen geisteskranke Inkompetenz vor Augen geführt. Diejenigen, die uns vor lauter Verbalinkontinenz mit ihren tollen Geistesergüssen ergötzen wollen und hier gerade mitlesen, wissen genau, ob sie gemeint sind.

Bis Juni, meine Damen und Herren.

Gruß Marc
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Ein Auszug aus dem Ariva Forum

Danke an Garion
Quelle: https://www.ariva.de/forum/steinhoff-international-holdings-…

Vorweg: Dieses längere Posting legt meine Sichtweise auf Ursachen und Struktur der Steinhoff-"Cash-Probleme" dar. Ich bin aber weder Insider noch der Master of the Universe. Ich kann mich irren, wichtige Punkte übersehen usw. Bitte dieses Posting daher entsprechend einordnen und nicht unhinterfragt entgegen nehmen!

Zitat: "Da es scheinbar einige Cash-Probleme gibt stelle ich mir eigentlich mehr die Frage, ob nicht das Fremdkapital durch die Fehlbilanzierung massiv unterbewertet wurde und Schulden schlicht nicht ausgewiesen wurden. Fehlende Abschreibungen / Überbewertungen von Vermögensgegenstände sind eigentlich kein Auslöser für derartige Cash-Situationen, wie sie sich nun darstellen."

Du stellst die falschen Fragen bzw. stellst deine Fragen nicht genau genug. Es gibt kein allgemeines "Cash-Problem" in der gesamten Gruppe. Es gibt bisher nur 3 bekannte "Cash-Probleme":

Steinhoff Europe AG
Steinhoff Finance Holding GmbH
Kika/Leiner


Wo kommen diese "Cash-Probleme" nun her? Offenbar haben viele hier vergessen, dass im Zuge des aufgekommenen Bilanzskandals aus nicht näher erläuterten Gründen das Cash Pooling im gesamten Steinhoffkonzern eingestellt wurde (Quelle habe ich grade nicht zu Hand, vielleicht kann das jemand nachliefern). Vorher haben alle Töchter ihre Cash-Position in einen großen Topf geworfen und jede Tochter durfte sich daraus nehmen, was sie grade brauchte. Das Group Treasury hat das natürlich gesteuert und überwacht. Dieses System liegt nun schon seit etlichen Monaten auf Eis.

Wichtige Frage Nr. 1: Welche Folgen hat das beendete Cash Pooling?

Diejenigen Töchter, die Cash generieren (und in der Vergangenheit den gemeinsamen Cash Pool eher gefüllt als angezapft haben), haben keinerlei Probleme. Denen steht ihr eigener Cashflow zur Verfügung, den sie nicht mehr in irgendeinen Cash Pool zahlen müssen.
Welche Töchter müssten das theoretisch sein? Diejenigen, die Handelswaren an Endkunden verkaufen und dabei mehr Geld einnehmen, als sie für die Waren und ihre Ladenmieten/Löhne/Strom usw. bezahlen müssen, also diejenigen mit nem positiven Ebitda -> Poundland, Conforama, STAR und andere. Und siehe da: Genau diese Töchter sind von dem ganzen Schlamassel bisher vollkommen unberührt geblieben und wirtschaften fröhlich vor sich hin.
Und welche Töchter müssten theoretisch ein Problem bei ausbleibendem Cash Pooling haben? Diejenigen, die für ihre Handelsware weniger Geld einnehmen, als sie für Wareneinkauf/Mieten/Löhne/Strom usw. bezahlen müssen, also diejenigen mit nem negativen Ebitda -> Kika/Leiner. Und siehe da: Genau diese Tochter stand nach ein paar Monaten ohne Cash Pooling kurz vor der Insolvenz. Und das war im Nachhinein keinerlei Überraschung, das hätte man schon vor Monaten sehen und prophezeien können!

Wichtige Frage Nr. 2: Warum haben auch SEAG und Steinhoff Finance Holding "Cash Probleme"?

Als vor ca. 6 Monaten die (angebliche?) Bilanzfälschung an die Öffentlichkeit kam, ist noch etwas anderes passiert als das Einstellen des konzernweiten Cash Poolings. Es haben nämlich sämtliche Banken ihre Kreditlinien an sämtliche Steinhoff-Töchter gestrichen oder eingefroren (eine direkte Quelle für diese Behauptung gibt es nicht, aber in Presseartikeln war das am Rande zu lesen, und es ist nur logisch, dass Banken das machen, um sich selbst und ihre Aktionäre vor weiterem Schaden zu schützen). Und an die Neuemission irgendeiner Anleihe war ab diesem Zeitpunkt natürlich auch nicht mehr zu denken.
Und wo liegt der Großteil der Schulden des Gesamtkonzerns? Bei SEAG und Steinhoff Finance Holding (siehe letzte Unternehmenspräsentation).
Und wie tilgen Großkonzerne ihre Schulden? Große Überraschung: Sie tilgen sie gar nicht! Denn sie nehmen lediglich neue Schulden auf und bezahlen damit alte ab. Die Menge das Fremdkapitals bleibt bei einem wachsenden oder zumindest nicht schrumpfenden Unternehmen nämlich in aller Regel mindestens konstant, wächst oft sogar. Neue Anleihen lösen alte Anleihen ab. Neue Bankkredite lösen alte Bankkredite ab. Wächst das Unternehmen profitabel, ist das alles keine Problem.
Und jetzt führen wir mal alle Überlegungen zusammen und fragen, wie wohl SEAG und Steinhoff Finance Holding in der Vergangenheit Zins und Tilgung geleistet haben? Die anstehenden Zinszahlungen haben sie mMn aus dem Cash Pooling entnommen. Sofern das Ebitda der handelnden Konzerntöchter nämlich größer als die auflaufenden Zinsen ist, und gleichzeitig der Umsatz der handelnden Konzerntöchter größer ist als der Schuldenberg, dann funktioniert das reibungslos! Und die anstehenden Tilgungen haben sie mit neuen Schulden quasi "gerollt".
Und nun die alles entscheidende Frage: Wie sollen SEAG und Steinhoff Finance Holding Zins und Tilgung leisten, wenn es kein Cash Pooling mehr gibt und sie keine neuen Kredite bekommen und auch keine neuen Anleihen emitieren können? Große Überraschung: Gar nicht! Das geht nicht! SEAG und Steinhoff Finance Holding schlittern absehbar in die Insolvenz, sobald der nächste Zinszahlungs- oder gar Tilgungstermin kommt und die Konzernmutter nicht doch irgendwie Geld zur Verfügung stellt. Und siehe da: Genau das ist die aktuelle Situation!

Meine Schlussfolgerung, die im krassen Gegensatz zu der von Blumentopf0815 steht: Es braucht weder eine massive Schwindelei auf der Aktivseite der Bilanz (wozu es bisher keine Informationen gibt), noch braucht es eine massive Schwindelei auf der Passivseite der Bilanz (wozu es genauso wenig Informationen gibt), um erklären zu können, warum die drei eingangs genannten Steinhoff-Töchter "Cash-Probleme" haben.

Und jetzt argumentiere ich mit dem berühmten "Ockhams Rasiermesser" (Wer das nicht kennt, sollte sich schleunigst schlau machen -> Wikipedia) und sage: "Mir ist diejenige Hypothese, die die "Cash-Probleme" der drei Steinhoff-Töchter erklärt, am liebsten, die nur mit bekannten Variablen operiert statt mit unbekannten".
Meine Erklärung benötigt lediglich das eingefrorene Cash Pooling und gesperrte Kreditlinien. Beides sind Fakten. Blumentopfs Erklärungsansatz benötigt einen erheblichen Bilanzbetrug, wofür es bisher keinen mir bekannten Beleg gibt. Und es stellt sich bei seinem Erklärungsansatz überdies die Frage, warum dieser erhebliche Bilanzbetrug bisher nicht auch bei andere Steinhofftöchtern zu "Cash-Problemen" geführt hat (man verhandelt bekanntlich derzeit nur mit den Gläubigern von SEAG und Steinhoff Finance Holding). Ein Bilanzbetrug als Ursache für die Probleme der eingangs genannten Steinhoff-Töchter ist für auf meinem aktuellen Informationsstand nicht schlüssig!

Und noch ein paar Zusätze, weil es wichtig ist:

1.) Dass es möglicherweise keine erhebliche Bilanzfälschung gab (und von konkreten Zahlen und Betrugsmechanismen konnten wir bisher nichts lesen), bedeutet nicht, dass Steinhoff nicht etliche Milliarden auf der Aktivseite der Bilanz wird abschreiben müssen. Die PwC-Prüfung wird nämlich insbesondere den dort aktivierten Goodwill genauestens unter die Lupe nehmen und auf den konservativst möglichen Bewertungsansatz pochen. Den wird Steinhoff bisher nicht verwenden, was in saftige Abschreibungen münden könnte. Auch bleibt die Frage, wie bisher POCO, Kika/Leiner und deren Läden in der Bilanz bewertet wurden. Alle diese Dinge wurden inzwischen verkauft. Ist der "Netto-Verkaufspreis" geringer als der bisherige "Netto-Bilanzansatz", dann kommen die nächsten Abschreibungen. Und ich schließe nicht aus, dass PwC nicht auch noch beim Wertansatz anderer Aktiva und Passiva was zu mäkeln findet. Das bilanzielle Eigenkapital könnte also durchaus empfindlich schrumpfen, auch wenn es den großen Bilanzbetrug vielleicht gar nicht gegeben hat.

2.) Wenn man meine Überlegungen konsequent weiter spinnt, dann wäre der nächste absehbare Brandherd Matress Firm, die ebenfalls kein positives Ebitda haben (siehe letzte Unternehmenspräsentation). Dieser Brandherd entzündet sich allerdings nur, wenn man sich vorher nicht mit den Gläubigern von SEAG und Steinhoff Finance Holding einigt und infolgedessen wieder ein bisschen Zugang zum Kapitalmarkt bekommt und dann vielleicht auch wieder ein zaghaftes Cash Pooling startet.

3.) Wenn mein Erklärungsansatz halbwegs die tatsächliche Situation trifft, dann müsste es eine übergroße Zustimmung der Gläubiger von SEAG und Steinhoff Finance Holding zur Verlängerung des Stillhalteabkommens und zum vorliegenden Restrukturierungsplan geben. Auch müssten die morgen erwarteten Zahlen des Gesamtkonzerns ein bilanzielles Eigenkapital von >=4 Mrd. Euro ausweisen. Wenn mindestens eine dieser Prognosen nicht eintritt, dann stimmt mein hier lang und breit dargelegter Erklärungsansatz nicht! Dann ist er entweder falsch oder es fehlen noch wichtige Elemente!
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Hallo zusammen,

ich fasse euch mal meine persönlichen Notizen zusammen, aus der sich meine Longstrategie seit dem Einstieg April 2018 ergibt.

Ich stelle fest, dass:

- die Shorter (vorerst) aufgegeben haben
- Die Anzahl der Newsveröffentlichungen seit Ende Sperrfrist 20.7. richtig gut ist
- 31.8. Trading Update Q3 ansteht (Entwicklung bis Ende Juni 2018 darstellt)
- 12 Mia. abgeschrieben wurden statt 6 Mia. +x (Ankündigung vor HJ Bilanz), bedeutet dass ordentlich Platz für Zubuchung ist (erhöht EK)
- Der Buchwert mit 0,58 angegeben ist, aber EK zu 0,89 in der HJ-Bilanz steht (Vermutung tiefstapeln seitens STH, Sicherheitspuffer)
- Sehr große Mehrheit der Gläubiger des Finanzpools einem 3 Jahre Stillhalteabkommen zugestimmt haben
- Die dringendsten Verlustbringer Poco und Kika/Leiner mit Schulden verkauft wurden
- Mattress Firm (Sorgenkind) saniert wird
- Neues Personal eingestellt wird, insbesondere im Management (Restrukturierer)
- keine einzige Klage gegen STH vorliegt (müsste veröffentlicht werden)
- PWC bis heute KEINE Beweise einer Bilanzmanipulation vorgelegt oder veröffentlicht haben!!!!!!!

All das hat sich seit März 2018 ergeben!
Das wird sich mit Sicherheit positiv auswirken. Wir sehen das jedoch wahrscheinlich erst zum Ende des Jahres, bzw. mit testierten Bilanzen ab 1.1.2019.

Vor exakt einem Jahr standen wir bei 4,25 EUR/Aktie plus Dividende.
Ich sehe STH als Festgeldkonto mit Laufzeit 1 Jahr. Welcher Zins? ... tja, mehr als 2% wird es schon sein, oder? ;)

Meine "Liste" dürft ihr gerne Erweitern oder kritisieren!
Ich bin aktuell intellektuell überfordert:

1. Aktuell dasselbe Kursniveau wie im Dezember
Seitdem :
0,7 mrd cashflow aus assetverkäufen
Gut 1 mrd neue bank-Kredite
Operativ sehr gut (Star und Australien) bis stabil (alles andere) bis auf mattress, das läuft bescheiden.
Große vorabtilgungen bei SH ZA.

Inso extrem unwahrscheinlich geworden (u.a. Aufgrund der vorabTilgungen und der Gewährung neuer Bankkredite )

Fazit: Das gleiche Kursniveau wie im Dezember ergibt rational keinen Sinn .

2. vergleich mit den Anleihen:
Aktie war im Tiefbau 30 (nachhaltig), ist bei 30.
Wandelanleihe A1ZC1B war im tief bei 30, steht bei 80 Geld Stand heute. Bei einer Insolvenz käme da auch nicht viel mehr raus als bei der Aktie aufgrund der nachrangigkeit gegenüber Krediten und Senior bonds.
Wandler vor zwei Tagen bei 83 Geld jetzt bei 80.
Aktie vor zwei Tagen bei 42 jetzt bei 30.

Man bedenke dabei noch, dass 30 Cent sind in der Aktie 10 % des Niveaus for Joostes Rücktritt sind, nicht 30 %.
Ergo: die Wandelanleihe steht bei 80 % des vorKriegsniveaus und gut 260 % des tiefstkurses.
Die Aktie notiert bei 10 % des Kurses von Anfang Dezember (5 % des Höchstkurses bei 100 % des tiefstkurses.

Fazit : das ergibt keinen Sinn in Relation zueinander.
Entweder die Wandelanleihe Ist hoffnungslos überbewertet Oder die Aktie - ebenso gewaltig - unterbewertet.

Erklärungsversuche:
Ishares Verkäufe ab Montag vorweggenommen ?
Die Leute verwechseln die HandelsausSetzung der Vorzugsaktien (Welche AnleiheCharakter haben) mit einer der in Südafrika gehandelten StammAktien ?
Angst vor einer tatsächlichen Handelsaussetzung der Stammaktien aufgrund der HandelsAussetzungen bei den Vorzugsaktien und dem 12. medium term note compartment.

Wie auch immer, Gestern zum ersten Mal wieder „offizielle“ Analysten, wenn Man welche von RBC so nennen will: sector perform mit Kursziel zwei Euro (wie im Dezember). Daraufhin fällt die Aktie von 0,36 auf 0,27 Euro - ja ne, is klar.

Ich Maße mir nicht an zu wissen, wo das hingeht insbesondere, bis der mDAX Rausschmiss Durchgeführt ist Handelstechnisch.
Ich hoffe auf Nachrichten hinsichtlich der Refinazierung von Star und / oder Einer Verkaufsmeldung von PoundLand und / oder sh Asia Pacific. Da stehen bekanntlich bei beiden brand-name pe companies Schlange.
Habe bei 30 (wieder zu früh) nachgekauft, obwohl ich zum ersten Mal bei sh leicht im Verlust bin (tradingbereinigt) und warte jetzt ab. Natürlich ärgere ich mich nicht bei 41 komplett rausgegangen zu sein und bei 27,5 wieder eingestiegen, Aber hinterher ist man meistens schlauer.
Die Company hat aktuell 22,5 von 24 mrd Marktkapitalisierung verloren bei 16 Milliarden wirtschaftlichen Eigenkapital. Ob davon nun 4, 6, 8 oder 10 mrd Weggehen, Wissen wir alle nicht.
Aber selbst wenn am Ende des Tages 10 Milliarden weg sind, so wäre der Restwert immer noch 400 % des heutigen Kurses.
An eine Pleite glaube ich nach den nachweislichen erfolgen und dem BankVerhalten der letzten drei Monate nicht.
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Moin allerseits...ich habe mich bisher an dem Grundsatz gehalten..."Wenn man keine Ahnung hat...!"
Vielleicht ist es die mangelnde Erfahrung, ein zu geringer Intellekt...ich kann es einfach nicht verstehen.
Im Gegensatz zu den meisten Schreibern hier bin ich ein "Altaktionär". Ich habe also nicht auf ein rebound gesetzt, oder wollte spekulieren. Ich hatte mir vor 2 Jahren die Zahlen etc. von Steinhoff angesehen und mir gedacht, unter dem Gedanken der Diversifikation ...hey, investiere in ein paar Möbelaktien. Relativ sicher, kaum Risiko, solide Produkte..da bist du auf der sicheren Seite.

Okay, ich hatte das auch schonmal bei K&S gedacht, als dann 3 Tage später das Kalikartell aufgekündigt wurde. Aber bei K&S hatte ich dann durch das Übernahmeangebot Glück und bin doch noch mit Gewinn ausgestiegen. Aber hier...wenn man einen Einkaufskurs von 4,20 Euro hat...dann ist 1 Euro schon kaum vorstellbar - also kauft man nach. Und dann bei 0,70...bei 0,50 und dann guckt man dem Teiben eigentlich nur noch paralysiert zu. Die Hälft meiner Aktien hatte ich im Dezember verkauft, da ich ein Teil mit der Kapitalertragssteuer verrechnen konnte. Das war anscheinend die einzig gute Idee bisher. Mir ist es eigentlich wie dem User Ines gegangen - nur hatte ich eine ganz andere Basis, und bin nicht erst nach dem Verfall eingestiegen. Jedenfalls wäre ich jetzt froh wenn ich nur so viele Aktien wie der User Ines hätte.


Mittlerweile neige ich anscheinend zu einer Bipolaren Störung. Manchmal muss ich über mich selber lachen, wenn ich dann wieder -15% oder so lese, übersetze ich mir das aber dann in Geldverluste..kommt doch eher die depressive Stimmung auf. Naja, es war meine Fehlentscheidung, die Nachkäufe waren wohl wirklich eine psychologische Fehlleistung...aber wenn man über keinerlei konkretes Wissen über den Stand bei Steinhoff verfügt, alle vergleichbaren Fälle abweichen, dann setzt einer auf Verlustbegrenzung, und so einer wie ich auf Hoffnung. Allerdings welkt die Hoffnung so langsam und weicht den doch recht ausgeprägten Trieben des Zweifels. Und dennoch, wenn mich jemand fragen würde, ob er in Steinhoff investieren sollte - ich habe keinen Schimmer! Ich wollte das eigentlich nur schreiben, weil hier sicherlich viele Altaktionäre sind, die nicht schreiben und in einer ähnlichen Situation sind.

Und nebenbei möchte ich mich hier bei einigen Usern bedanken die wirklich gute, interessante, informative Beiträge schreiben. Leider kann ich damit nicht dienen. Selbst wenn mein Geld weg sein sollte, habe ich einiges gelernt. Vielen Dank dafür. Aber sollte es doch noch gut ausgehen, und es sollte zu einem Treffen kommen, dann übernehme ich gerne ein paar Spesen.
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Aufstellung durchgesickert...

In der Hafenspelunke "Euro Siggi" wurde heute ein scheinbar verwirrter Gast auffällig, der sich als Opa J. vorstellte und behauptete, Bundestrainer zu sein.
Er sagte: "Im Forum habe ich mal die Alkoholiker meiner Mannschaft gegen die Antialkoholiker spielen lassen. Die Alkoholiker gewannen haushoch. Da war's mir wurscht. Da hab i g'sagt: Sauft's weiter."
In der Hand hielt er folgenden Zettel mit der angeblichen Aufstellung:

Tor:
Expertchen: "Verteidigt den Kasten so wie seine Meinung, Aktienkurs Null muss stehen"

Abwehr:
Rollo_tomasi: "Haste Scheiße an der Aktie, haste Scheiße am der Aktie."
Silverfreaky: "Ich habe viel von meinem Geld für Steinhoff, Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest habe ich einfach verprasst."
Nickel Chrome: "Ja, Statistiken. Aber welche Statistik stimmt schon? Nach der Statistik ist jeder vierte Mensch ein Chinese aber hier im Forum spielt gar kein Chinese mit! Steinhoff ist kein einfaches Spiel."
Hkl00001: "Wir dürfen jetzt bis zum Ende Juni nicht den Sand in den Kopf stecken."


Mittelfeld:
ZockerFreak: "Zuerst hatten wir bei Steinhoff kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu."
Freixenetter: "Stellenbosch oder Amsterdam - Hauptsache Steinhoff!."
SirRolfi: "Eine Aktie fällt 90 Minuten und Steinhoffl ist deshalb spannend, weil niemand weiß, wie das Spiel ausgeht.“
WernaWillsWissen: "Ich hatte vom Feeling her ein gutes Gefühl und der nächste Handelstag ist immer der schwerste."
Hasenfuzz: "Es gibt nur eine Möglichkeit bei Steinhoff: Sieg, Unentschieden oder Niederlage."

Sturm:
Ines43 will im Herst seiner Karriere den Ball "in ihm sein Tor reinschießen" und auch Millionär werden, mit dem Betonkopf und dem Willen kann nichts anbrennen! Die Situation ist aussichtslos, aber nicht kritisch.“

Ersatz:
LutzLustig: Als Steinhoff Joker "Jetzt müssen wir die Köpfe hochkrempeln"

Alle Weltmeister hier auf zum hoffentlich goldenen Steinhoff-Pokal!!
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.299.143 von Ines43 am 07.04.19 17:10:43
Zitat von Ines43: [...]
WWW,

ich wette, dass MF nach dem CH11 anders als Du es behauptst, mit mehr al 1 E in der
Bilanz der Holding zu finden sein wird.
Sollte ich da im Unrecht sein, verspreche ich Dir, hier im Steinhoff Forum nie mehr auch nur eine Zeile zu schreiben.

Alle Mitleser sind diesbezüglich meine und Deine Zeugen


Hallo Ines43,

du solltest diese Wette besser nicht eingehen und auch niemals nie sagen. Ich persönlich fände es sonst schon etwas schade, wenn du hier "nie mehr auch nur eine Zeile" schreiben würdest. ;)

Einer von mehreren Gründen, weshalb ihr euch hier ständig ankeift und aneinander vorbeiredet, ist: Manche - und da gehörst du leider dazu - unterscheiden nicht zwischen zwei grundverschiedenen Bilanzen: a) der "Bilanz der Holding" als Einzelunternehmen und b) der "Bilanz des Konzerns" als fiktivem Unternehmen, das neben der Holding auch alle direkt und indirekt kontrollierten Töchter enthält.

zu a)
MF stand nie in der "Bilanz der Holding" und wird es auch nach CH11 nicht tun (d. h., deine oben vorgeschlagene Wette würdest du verlieren).

In der "Bilanz der Holding" stand mal SUSHI (die Mutter von MF), doch bereits seit dem 5. Oktober 2018, also noch vor Abschluss von CH11, ist noch nicht einmal mehr das der Fall. Im Rahmen einer Konzernumstrukturierung hat die Holding nämlich all ihre Anteile an SUSHI an die SEAG übertragen. SEAG selbst ist eine 100%-Tochter von Möbel (Steinhoff Möbel Holding Alpha GmbH) und steht damit zwar in der Bilanz von Möbel, aber nicht in der "Bilanz der Holding". Möbel wiederum ist eine 100%-Tochter von SFHG und steht damit zwar in der Bilanz von SFHG, aber nicht in der "Bilanz der Holding". Erst SFHG ist eine (100%-)Tochter der Holding und steht damit auch in der "Bilanz der Holding".

zu b)
Ganz anders sieht es bei der "Bilanz des Konzerns" aus. Da stand und steht MF natürlich drin.

Genauer: Alle konzernexternen Aktiva und Passiva von MF sind ebenso wie die konzernexternen Aktiva und Passiva aller anderen direkt oder indirekt durch die Holding kontrollierten Unternehmen (wie z. B. SFHG, Möbel, SEAG, Pepkor Africa, etc.) in der Konzernbilanz enthalten. Insbesondere stehen auch die konzernexternen Schulden von Pepkor Africa zu 100% auf der Passivseite der "Bilanz des Konzerns".

Welche Bilanz ist wichtiger?
Für den normalen Steinhoff-Aktionär ist die "Bilanz der Holding", deren Aktionär er ist, von nachrangiger bzw. minimaler Bedeutung.

Das mag überraschend erscheinen, ist aber tatsächlich so. Warum? Die Holding hat im Falle Steinhoffs selbst kein operatives Geschäft. All ihre Einnahmen bezieht sie praktisch ausschließlich aus den an sie ausgeschütteten Ergebnissen ihrer Beteiligungen. Der "tatsächliche" Wert dieser Beteiligungen geht aber aus den Werten in der "Bilanz der Holding" kaum hervor. Der wird erst in der Konzernbilanz sichtbar (vorausgesetzt, die ist nicht gefälscht), weil da die Beteiligungen der Holding in ihre Einzelteile aufgesplittet, zum "tatsächlichen" Wert bewertet und getrennt ausgewiesen werden.

Klarer wird das alles, wenn man sich konkret z. B. den Jahresabschluss von Steinhoff von 2016 anschaut. Auf S. 77 sieht man die "Bilanz des Konzerns" und auf S. 161 sieht man die "Bilanz der Holding". Das sind auf den ersten Blick zwei offensichtlich komplett verschiedene Bilanzen.

Der "Bilanz der Holding" auf S. 161 entnimmt man, dass die Aktivseite der Holding bei einer Bilanzsumme von 21,2 Mrd. € zu 97% nur aus den Beteiligungen an den direkten Töchtern besteht. Welche Töchter das sind, steht in Note 3 auf Seite 162. MF und Pepkor Africa stehen da z. B. nicht dabei (allerdings deren Mütter SUSHI und SIHL). Da steht auch, wie deren Beteiligungswert für die Holding ermittelt wird, nämlich als "Shares at cost". Das bedeutet, dass auf der Aktivseite der Holding einfach nur der historische Preis steht, zu dem die Aktien der Töchter in der Vergangenheit mal gekauft wurden, unabhängig davon, was diese Aktien heute am Markt wert oder nicht mehr wert sein mögen.

An dieser Stelle wird bereits deutlich, dass die "Bilanz der Holding" dem Aktionär bei der Beurteilung seines Investments nicht wirklich weiterhilft: Die Werte, die auf ihrer Aktivseite stehen, sind historische Einkaufspreise und weisen damit keinen Bezug mehr zur Gegenwart auf. Der Aktionär ist aber nicht an der Vergangenheit interessiert, sondern an der Zukunft bzw. mindestens an der Gegenwart. Es ist bei der "Bilanz der Holding" überhaupt nicht klar, wie hoch die stillen Reserven bzw. stillen Lasten inzwischen sind, die erst in der "Bilanz des Konzerns" sichtbar(er) werden. Das heißt übrigens nicht, dass die "Bilanz der Holding" gefälscht sein muss, sondern sie ist höchstwahrscheinlich sogar korrekt.

Die Passivseite der Holding wiederum besteht zu 99,5% nur aus Eigenkapital. Wow, 99,5% Eigenkapitalquote, ist das nicht fantastisch? Die ernüchternde Antwort ist: Nein. Warum? Na wegen der Aktivseite in der Holding. Diese ist nichts weiter als ein historischer, saldierter Wert der Aktiva und Passiva der direkten Töchter. Berichtigte man dieses Saldo von seinem historischen auf seinen aktuellen Wert (Heben der stillen Reserven bzw. Lasten), müsste man dies beim Eigenkapital der Holding entsprechend gegenbuchen, und schon sähe die Eigenkapitalquote ganz anders aus.

Selbst eine Holding, die auf der Passivseite zu 100% nur aus Eigenkapital besteht, und damit nie pleite gehen kann, kann im Extremfall nichts weiter als eine wertlose Hülle sein: Nämlich z. B. dann, wenn ihre Beteiligungsaktiva auf Dauer keine Erträge mehr für die Holding-Aktionäre generieren können, weil alle Erträge vollständig von den Fremdkapitalgebern der Beteiligungen abgeschöpft werden.
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Invormativer Beitrag!
Proty1: Cash-Bestand
5
19:11
#202054
Ich will hier noch einmal folgenden Post von godhimself81 einstellen, in dem aufgezeigt wurde, dass evtl. noch mehr Cash eingehen wird.

"Seite 138 zeigt die konsolidierte Bilanz, zum 30.09.2018 weißt der Konzern Cash und Cash-Equals von 1275 Mio. € aus. Hinzu kommen eigentlich weitere 100 Mio. € aus den Töchtern und Investments "held-for-sale", dazu später noch mehr.

Auf der Gegenseite stehen in Summe 10,3 Mrd. € Bruttoschulden (interest gearing). Die Nettoschulden betragen nach Rundungen also ca. 9,1 Mrd. €. Das steht alles ganz klar in den Tabellen und auch zahlreichen Texten.

Nun wird es aber interessant, was die Divestments und den dazugehörigen Cash-Verlauf angeht:

1) Für Kika-Leiner wurde noch kein Cash-relevanter Zahlungseingang verbucht, der Kaufpreis von 397 Mio. € ist zum Bilanzstichtag erst noch unter Receivables verbucht, siehe Seite 149, Notes 1.4 bzw. Notes 12. Hiermit wird der Cash-Bestand in H1/19 weiter wachsen.

2) Early-Bird Fees, LUA Fees etc. wurden bereits in der Bilanz 18 verbucht, auch wenn diese erst in Zukunft ausgezahlt werden. Diese sind also bereits cash-neutral und wird die GuV in 19 nicht mehr belasten.

3) Seite 275, Notes 34 sind äußerst wichtig, hier sind die Assets held-for-sale detailliert aufgelistet, im Einzelnen POCO (was auch nochmals nachweist, dass hier noch kein Zahlungsfluss verbucht wurde, denn die "Totals" für Assets und Liabilities entsprechen denen auf S. 138 mit welcher wir initial gestartet haben), der Automotive-Zweig, Mattress Firm, Steinpol und ein kleinerer Posten "Other". Das alles hat nur noch einen lächerlichen Buchwert von 641 Mio. €, zieht man POCO ab, wären es sogar nur 370 Mio. €. Meine Annahmen dazu möchte ich aufschlüsseln: 370 Mio. € wird man alleine beim Automotive-Segment erlösen können (zumindest für 100%, erstmal werden ja nur ca. 75% abgegeben). MF wird nach Ch11 und für etwa 50% mind. 700 Mio. € wert sein (Buchwert 95 Mio. €), ansonsten lohnt sich aus meiner Sicht auch kein Verkauf unter dieser Summe. Bei Steinpol stand noch in der 17er Bilanz ein Enterprise Value von 26,5 Mio. € ggf. abzügl. 9 Mio. €, nehmen wir mal 20 Mio. € an. Buchwert für Steinpol ist negativ bewertetn. Es gehören außerdem noch rund 0,3 Mrd. € verzinste Schulden dazu, allerdings sind diese bereits separat ausgewiesen und nicht mehr in den o.g. 10,3 Mrd. € enthalten.
In Summe werden wir also ca. 720 Mio. € mehr erlösen können, als Nettobuchwerte veranschlagt wurden. Alleine diese Verkaufsaktionen können das aktuell negative EK der Shareholder mehr als ausgleichen.

4) Conforama: Wer hier noch weitere Abschreibungen erwartet, hat noch nicht in die Bilanz gesehen. Seite 177 gibt dazu Aufschluss, dort sind der Goodwill bereits mit Null sowie Markenwerte mit 200 Mio. € angegeben. Was soll hier noch großartig abgeschrieben werden? Die internen Schulden sind keinerlei Problem, da diese vollkonsolidiert werden und damit neutral sind. Sollte Conforama abgegeben werden, dann erwarte ich, dass die internen Schulden von Conforama an SEAG (dürften nach einer Rückzahlung jetzt nur noch 1,4 Mrd. € sein, siehe Announcements) gestrichen werden. Damit wäre Conforama auch wieder eben ca. diese 1,4 Mrd. € wert. Mit diesen Schulden ist der Wert aktuell bei Null zu sehen (EK -0,5 Mrd. € zum 31.12.2018, aktuell eher darunter). Ob Seifert dann noch 25% bekommt und in welcher Form (von einem negativen Buchwert?), sehe ich nicht kriegentscheidend an. Natürlich wollen wir das aber verhindert wissen.

5) Es gab und gibt natürlich weitere größere und kleinere Ereignisse. Diese werden wir mit der Bilanz sehen. Wir wissen aber z.B. bereits vom KAP Verkauf für 293 Mio. €.

Rechnen wir also mal zusammen:
Cash 1275 Mio. €
Kika-Leiner 397 Mio. €
POCO 271 Mio. €
Weitere Verkäufe, siehe Punkt 3: 370 Mio. € + 720 Mio. € = 1090 Mio. €
KAP 293 Mio. €

Dann ergibt sich hieraus ohne der Berücksichtigung weiterer Einflüsse (hohe Kosten, aber abseits von Zinszahlungen positiver Cash-Flow) voraussichtlich zum Jahresabschluss 2019 ein Cash-Bestand von ca. 3,3 Mrd. €. Ich gehe davon aus, dass davon 2 Mrd. € bis zu 2,6 Mrd. € für Tilgungen verwendet werden können. Der Rest bleibt Cash-Bestand.

Wie auch immer, die Nettoschulden sind damit plötzlich nur noch bei 7 Mrd. €! Wir haben zwar weiterhin negative Effekte, aber mit Einbezug eines Verkaufs von Conforama und eher konservativen statt optimistischen Annahmen halte ich das mittelfristige Erreichen einer Nettoschuld von 6,5 Mrd. € für machbar.

Die letzten Tage war hier ein Beispiel von einem Foristen mit einem Net Debt : EBITDA Verhältnis von 8 als kritische Grenze. Das würde für Steinhoff ein EBITDA von ca. 810 Mio. € bedeuten. Tja, das haben wir ja fast im Schicksalsjahr 2018 unter extrem widrigen Rahmenbedingungen für die "continued operations" erreicht...

Ich halte den Turnaround weiterhin für machbar, selbst wenn das CVA keine direkten Effekte auf die bestehende Schuldenlast hätte. Das könnte aber in unserem Sinne noch weitere Überraschungen beeinhalten.

Lasst euch von dem aktuell negativen Buchwert von Steinhoff nicht beeunruhigen. Der Plan des Managements ist sichtbar und machbar und bald werden wir weitere positive Meldungen und Zahlen dazu erfahren.. "
Steinhoff International Holdings | 0,056 €
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Kursrutsch
Der Kursrutsch der letzten Tage war doch absehbar...

Es hat sich nichts an den Fakten geändert und seitens Steinhoff kommt auch nichts neues.
Somit verkaufen immer mehr Anleger panisch wenn neu aufgekochtes von Maydorn, 4Investors usw. kommt.
Diese Anleger haben wahrscheinlich zu viel investiert um damit ruhig schlafen zu können und haben hier auf den schnellen Reichtum gehofft...
Gerade auf Ariva immer wieder zu sehen wie schnell Leute die vor Tagen noch Kursziele von 2 Euro ausriefen jetzt an die Insolvenz glauben.

Ich werde den Ariva Thread nicht mehr besuchen, denn er ist zum Fremdschämen verkommen und hat keine bzw. viele falsche Informationsgehalte.

Da sich faktisch nichts geändert hat halte ich auch bei weiteren negativen wie positiven Kursschwankungen.

Ich glaube nicht an eine Insolvenz, jedoch auch nicht an alte Höchstkurse.

Außerdem finde ich Steinhoff verhält sich absolut korrekt, indem sie keine Wasserstandsmeldungen ohne Bilanzen abgeben.

Auch das Steinhoff keine Assets oder Beteiligungen verkauft sehe ich als Indiz, dass eine Insolvenz abgewendet werden kann und Sie an die eigene Zukunft glauben.
Zumal die Töchter profitabel arbeiten.

Ebenfalls ist die Regierung von SA durch die Position des Pensionsfonds in Steinhoff sicherlich nicht an einer Insolvenz interessiert.

Ich lasse mich nicht von substanzlosen und immer wieder neu aufgekochten Posts und Artikeln nicht verrückt machen.

Das CRV ist für mich sehr gut und so lange
nichts offizielles von Steinhoff zur Bilanz kommt werde ich meinen Investcase auch nicht überdenken.

Warum auch? Es hat sich nichts geändert...

Für manche anscheinend schwer zu verstehen...
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Es wird in den Foren teilweise so heftig mit Nebelbomben betr. Steinhoff geschossen, das ist in beiden Richtungen sehr verwirrend.
Hier nochmal zu den Fakten:
1.Es wurden lediglich die Vorzugsaktien der Steinhoff Finance in Südafrika vom Handel ausgesetzt, denn es müssen belastbare Zahlen her, um einen evtl. Dividendenanspruch geltend zu machen
2.Es wurde 1 Anleihe vom Handel ausgesetzt werden in Südafrika ausgesetzt werden, weil die Anleihegläubiger einer vorzeitigen Rückzahlung nicht zugestimmt haben. Die Börse hat dies schon lange vorher angekündigt, als Warnung und Regulativ
3.Der Umsatz ist zwar um 5% gefallen, aber aufgrund falscher Vergleichszahlen, denn Poco konnte man bilanzrechtlich noch nicht mit 100% in die Bilanz nehmen, da Gerichtsverfahren noch nicht geklärt sind. (aufgrund einer Kaufoption, um die man sich mangels weiteren Zahlungen noch streitet)
4.Steinhoff besitzt zwar auch Markenrechte, jedoch erhebliche Anteile an z.T. sehr werthaltigen Anteilen v.a. in Afrika
5.Bilanzunregelmäßigkeiten sollen Großteils das Europageschäft betreffen, da wurde jongliert und Buchgeld verschoben, wahrscheinlich um an bessere Kreditkonditionen und natürlich auch an Kreditvolumina. Das Möbelgeschäft z.b.ist ja oft auch vom Kunden kreditfinanziert. Daneben besitzt man auch Immobilien weltweit.
6.Viele Tochterunternehmen arbeiten positiv und können daher mit eigenen Kreditlinien arbeiten, Steinhoff hat aber viele Kredite durch das cashpool vergeben und bekommt diese jetzt peu a peu auch zurück.
7.Viele Investoren stehen Schlange auch bei außerbörslichen Beteiligungen
8.Angeblich müssen bis zu 2 Millarden an Krediten heuer noch zurückgezahlt werden, an Zinsen aber nur ein Bruchteil (bei ca. 10 Millarden Schulden nur 3 stellig). Die Zinsen wird man also locker bedienen können. Für die 2 Milliarden muss man halt mit den Investoren verhandeln (diese haben z.t. von den Banken die Kredite günstig eingekauft). Hier hat keiner Interesse an einer Insolvenz oder einer Zerschlagung. Wenn dem so wäre, hätte man bereits einen Insolvenzantrag der Gläubiger erhalten.
9. Termine: Im April ist die HV : hier geht es nur um Personalien, d.h. nicht daß hier noch keine Bilanzzahlen vorliegen, nur wird hier die Zeit in 1 HV zu kurz und man weiss ja nicht sicher ob schon alle Zahlen vorliegen werden. Deshalb auf Nummer sicher und dann wird zeitnah eine ao.HV stattfinden. Schließlich ist Steinhoff weltweit verzweigt und bilanzierte zuletzt alleine in Q1 fast 5 Millarden Umsatz (weil Poco nur 50% in Bilanz). Die letzte Zwischenbilanz ist daher von den Umsätzen u.a. aussagekräftig. Umsätze wurden im Gesamten also nicht geschönt. Es handelt sich dabei um Goodwills bei assets. Wie schwer es ist assets zu bewerten und wieviel Spielräume man hat, ist eine andere Sache. Hier kam es zu Unregelmäßigkeiten, denn auch assets werden ja abgeschrieben (normaler buchhaltärischer Vorgang). Im übrigen stiegen die Grundstückspreise stark in den letzten Jahren. Man weiss erst wenn man verkauft, was wieviel Wert hat.
10.Daß dies im Gutsherrenstil im Verborgenen stattfand, ist bei Unternehmern durchaus nicht so selten, das muß gar nicht mal betrügerisch sein, denn wenn dies sicher wäre gäbe es längst Haftbefehle (Verdunkelungsgefahr etc)
11.Ein Aktiensplit hätte kaum Erfolg- weder bei Gläubigern noch bei Aktionären, dafür ist der Kurs einfach zu niedrig und alle würden dabei viel Geld verlieren, vor allem die Gläubiger. Die Aktionäre haben ohnehin bereits zu derzeitigem Kurs fast 95% verloren. Die Anleihen sind sehr stabil und eine mit 4,75% Verzinsung steht noch bei weit über 80%. Wenn ein Zahlungsausfall bevorstünde wäre diese bei 30%.
12.Ich denke, daß es Bilanzkorrekturen gibt - von 6Millarden und sogar darüber war die Rede. Das ist aber so komisch es klingt auch ein Vorteil betr. Steuern. Den Verlust kann man dann die nächsten Jahre vorschreiben und muss wahrscheinlich bei ca. 1-1,5 Millarden Gewinn 4-6 Jahre keine Steuern mehr zahlen auf die Gewinne. (Verlustvortrag)
13.Reine Charttechnik: Der Kurs hängt jetzt bei rel. niedrigen Umsätzen knapp überhalb des letzten Tiefs (27,5 ct) und ca. 10% über dem ATL. Auch im Insolvenzfall, den ich in den nächsten Monate völlig ausschließe, ist genug Substanz vorhanden, damit auch die Aktionäre nicht leer ausgehen. Es ist ein gutes Zeichen, wenn hier mal durchgeatmet wird und weder auf Käufer noch Verkäuferseite Interesse besteht zu verkaufen bzw. zu kaufen. Es wurde durch die Medien u. Foren viel Porzellan zerschlagen, auch völlig zu Unrecht durch Schüren von Angst. Dafür ist STH natürlich das perfekte Opfer. Wie soll man denn auch 3 Jahre Bilanzen in wenigen Wochen komplett durchforsten? Das sind absolute Profis, die das machen und die lassen keinen Stein(hoff) auf dem anderen.
14.Der Abstieg aus dem MDax war klar und notwendig, wenn die Zahlen vorliegen wird sich der Kurs wieder auf über 1 Euro einpendeln und eine Rückehr im Herbst ist durchaus realistisch. In Zukunft wird sich das Szenario dann wohl nicht mehr wiederholen, da alle Beteiligten u.a. ausgewechselt werden und wurden. Das einzige was allen Profit bringen wird, ist eine glasklare Bilanzierung.
15.Liquiditätssorgen: Alleine die Südafrika-tochter (weit über 3 Millarden MK) ist wieder auf Kursen über 1,40 -hier könnte man durch einen 10%-Verkauf alleine schon sämtliche Zinsen abdecken, daher werden die Kreditgeber stillhalten. Wieviel tatsächlich 2000 Tochterunternehmen wert sind weiss keiner. Der Schuldenstand beläuft sich derzeit auf ca. 10 Milliarden Euro, aber man muß bedenken, daß man auch viele Kredite an diese Tochterfirmen vergeben hat. In Kürze dürfte ein Milliardenbetrag an Steinhoff überwiesen werden. (1,1Milliarden) Diese News ist anscheinend etwas untergegangen in letzter Zeit, weil sie noch nicht erfolgt ist. Die Assets sind also keine Luftnummern, sondern werthaltig und man besitzt nicht nur Guthaben bei Tochterfirmen, sondern auch viele Grundstücke weltweit und freilich Aktien. Ich beziffere die Assets jedenfalls auf ca. den Wert des Grundkapitals nach Abschreibungen. Kursziel nach den Bilanzen wäre also ca. 0,80 Euro - mit einem Holdingabschlag. Es dürfte allerdings auch zu Übertreibungen nach oben kommen, aufgrund des totalen Ausverkaufs der Stücke und der schlechten - oft herbeigeredeten- "newsflows". Kurzfristig sind 0,40 wieder drinnen, da der derzeitige Abschlag aufgrund von no-facts erfolgt ist. Und: Spekuliert wird immer!
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.351.335 von monster69 am 22.03.18 09:52:12
Krieg der Worte
Um neuerliche Tiefststände zu erreichen, werden jeden Tag Worthülsen - immer von den gleichen Schmieranalysten - ausgepackt. Jeden Tag wird das gleiche runtergerattert, solange bis man es glaubt. Auch die Foren sind voller basher und bezahlter Schreiberlinge. Das Problem: solange die bereinigten Bilanzen nicht da sind, können sie sich ungestraft austoben. Der Kurs ist nur mehr lächerlich. Nur ein Beispiel jetzt: Jetzt wird auch das Tafelsilber verkauft....das ist eine Aussage! Reisserisch und nichtssagend zugleich. Fakt ist, daß man sich von Teilen von Minderheitsbeteiligungen bisher getrennt hat (aber nur Teilen davon! Das heisst den Großteil - auch dieser Minderheitsbeteiligungen - besitzt man noch. Jetzt wird angedacht, auch Anteile von STAR zu verkaufen, wo man aber eine satte Mehrheit von über 3/4 besitzt und weil STAR auch an der Börse - aufgrund der guten Zahlen und Wachstumschancen - gut dasteht, ist dies wohl eine praktikable Lösung. Solange man über 50% bleibt, ist hier nichts verloren. Für andere Assets hat man auch Käufer schon schlangenweise anstehen und man kann sich die Käufer aussuchen, bzw. auch Teilverkäufe, Optionsverkäufe in Erwägung ziehen. Ich habe noch nie eine so gezielte Beutelabschneiderei wie hier beobachtet, irgendwann geht aber auch das letzte Argument aus. Denn nach der Bilanzvorlage und den laufenden Facts zur Liquiditätszurückführung, auch von STAR erwartet man 1,1 Mlrd. an Krediten in 2 Wochen zurück, wird es schwer werden, Steinhoff weiterhin unter Beschuss zu halten, denn der Kurs liegt da, wo er liegen dürfte, wenn Steinhoff wirklich insolvent würde. Dann sind allerdings auch massive Ausschläge nach oben zu erwarten. Wieviel letztlich EK übrigbleibt steht in den Sternen, ich halte es für ausgeschlossen, daß das FK das EK übersteigt, im Gegenteil. Liquidität wird zu handeln sein, da ja Schuldenstände vorliegen. Eine Entschlankung wird dem Konzern auf alle Fälle gesunden lassen und die Schulden belaufen sich jetzt schon weit unter 10 Milliarden. Bei einen Q4 Umsatz von ca. 4,8 Mlrd., ist der Schuldenstand die Hälfte eines Jahresumsatzes. Bei den Zinsen und Assets eigentlich normal. 2018 dürfte der Schuldenstand nochmal um über 2 Millarden zurückgefahren werden können, dann wären wir unter 8 Milliarden. Je weiter jetzt der Kurs noch fällt, desto wilder wird die Aufwärtsfahrt. 0,22 wird sich wohl heute noch einigen Tests unterziehen, wobei lt. Erfahrung eine nur leichte Unterschreitung als Bärenfalle dienst, die zum Abfischen von Stop-loss dient. (bis 0,213). Eine charttechnische Bodenbildung ist hier irrelevant, panische Verkäufer sind nicht mehr am Markt, aber grosse Käufer stehen auf der Seitenlinie und schauen sich die Steinigung weiterhin an. Kleine Positionen werden diese aber bereits aufbauen
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Heute findet lt. Info aus Forum eine weitere Verhandlung zw. Seifert und SH in Düsseldorf statt. Es geht um POCO. Schon im Feb. hatte ein Gericht SH verurteilt 50% von POCO zu entkonsolidieren. SH hat 100% in die Bilanz genommen und einen Bilanzposten"Eventualverbindlichkeiten" verbucht, der dem Betrag entsprach um Seifert auszuzahlen. Hier kann es angesichts der neuen Führung und derzeitigen Lage doch noch zu einem Kompromiß kommen bzw. zu einer positiven Überraschung. Bei dem ausgehungerten Kurs von SH wäre das wie ein Regenguß in der Wüste, falls es dazu kommen würde. Spekulanten haben anscheinend kein Interesse auf ein Ereignis zu spekulieren, zu oft wurde man enttäuscht. Aber erstens kommt es anders und 2. als man denkt. Für den Fall, daß hier eine positive News rauskommt. (Das Geld für Auszahlung ist rückgestellt) kann man sich denken was passiert. 50% Kursgewinn sind da schnell drinnen, wenn dann die STAR-Meldung dazurauscht, sind wir wieder bei erträglichen 35-45 Cent. Die Gläubigerversammlung im Juni wird auch für Entspannung sorgen, wenn es zu pos. Ergebnissen kommt. Der Kurs ist jetzt im Landeanflug bei 0,147-8-9...und regt sich kaum...ein gutes Zeichen. Strong Cry!
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.627.462 von Felicitas100 am 25.04.18 18:28:33
Poco verkauf: positiv oder negativ zu bewerten
266 mio. klingt erstmal nicht viel für 50% Anteil, ABER auch Poco hatte Schulden und die übernimmt jetzt der Käufer, auch weitere Gerichtsverhandlungen und die Auseinandersetzung mit den Hedgefonds, Kreditgebern,...hätte noch viel gekostet und Unsicherheit gebracht. Was aber vergessen wurde: Steinhoff hat Rückstellungen (eventuelle Verbindlichkeiten) gemacht, um Seifert auszuzahlen, das dürfte auch in etwa dem Betrag entsprechen. Das heisst man hat 266 mio. in der Kasse mehr und etwa den gleichen Betrag+Poco-Schulden in der Bilanz weniger, das dürfte sicherlich um die 300 Mio. sein. Sprich der Schuldenstand reduziert sich dadurch auf weit unter 10 Milliarden. Bald kommen die STAR-Verbindlichkeiten rein. Dann sind wir bei 8,9Milliarden. Man wird wahrscheinlich die Schulden heuer noch um einiges drücken können, auch die Gläubiger werden wohl auf die ein oder andere Millarde verzichten. Dann ist das Haus wieder in Ordnung für heuer. Ich denke auch, daß man sich von STAR noch im Paket noch von 20% der Anteile trennen wird. Eine weitere Milliarde. Mit 6-7 Milliarden Schulden kann man angesichts des Portfolios ohneweiters leben, auch die Zinsen sind ja nicht zu hoch. Die MK bei 0,15 beläuft sich auf knapp über 600 Mio. Euro. Das ist alleine kika/Leiner schon wert! Conforama, STAR, Matress uva...wenn der Pleitegeier erstmal weggeflogen ist, ist eine Bewertung zum Nominalkurs (1 euro) bzw. 0,90 wenn man einen Holdingabschlag vornimmt, kein unrealistisches Kursziel für heuer. Das entspräche einer Versechfachung im Kurs. Ich kenne keine Aktie, die das hergibt. Das Kursrisiko im Insolvenzfall wäre minimal, selbst dann wird die Holding wieder nach einigen Monaten wieder rauskommen. Und man weiss ja wie dann die Ausschläge sind. Also 0,15 ist sicher Spielgeld wert. Warte noch auf ad-hoc, vl. erhellt sich dann die Lage mehr.
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"Bin wieder hier, in meinem Revier, war nie wirklich weg...."
https://www.youtube.com/watch?v=CBpky_YLllc


Habe alle Mails gelesen, weiß jetzt, wer hier Freund oder Feind ist.
Danke.
Möchte mich bei Wiese entschuldigen, für das, was ich ich ihm öffentlich gewünscht habe.
Sowas tut man nicht. Die Gedanken sind zwar frei, man darf alles denken
aber nicht alles sagen.
Muss einen Teil meiner Identität hier lüften, wie ich das in verschiedenen Bordmails auch schon getan habe. Ich bin männlich.

Zum Stand der Dinge, die öffentlich angekündigte Klage mag vielleicht wenig Chancen auf Erfolg haben, aber STAR will 1,1 Milliarden zurückzahlen an die Holding, solch ein öffentlich angekündigter Rechtsstreit, der potentiell auch noch STAR betrifft, hat das Potential, potentielle Kreditgeber für STAR völlig zu verunsichern.
Deshalb wünsche ich Wiese ganz weit in der Zukunft, lange nachdem ich selbst das Zeitliche gesegnet habe, ich bin auch schon Rentner, ein langes ewiges Leben, wo das sage ich hier allerdings nicht.

Zu meinen Steinhoff Aktien, ich habe sie alle noch,
ich war heute wieder lange auf der Autobahn, konnte deshalb den Kurs nicht verfolgen, bin froh, sie heute Abend nicht mit einem Kurs unter 10 cent wieder zu finden.

Nochmal zum POCO Verkauf, Poco machte nicht mal 10 Prozent des Umsatzes bei Steinhoff aus,
trug zum Gewinn eher unterdurchschnittlich bei, ein Rechtsstreit ist aus dem Wege geräumt, an diesem Punkt die nächste Bilanz geklärt. Hoffe, man hat sich auch über Conforma geeinigt, was ich mir gut vorstellen kann.

Alle die hier so klug sind und von Überschuldung bei Steinhoff sprechen, kennen weder den genauen Gewinn, wenn es einen gibt, sind die Zinsen schon bezahlt, noch kennen sie die konservativ geschätzten Vermögenswerte bei Steinhoff.
Spätestens am Ende des Jahres werden wir alles wissen.

Bin optimistisch, der Herr Wiese war es ja auch, der ist schließlich Insider.
Wenn so jemand hofft, mehr als 4 Milliarden bei Steinhoff abzocken zu können, dann könnte was da sein. Und anschließend soll es der AG nach Umstrukurierung ja immer noch gut gehen.

Wenn jemand gut mitgelesen hat bei meinen Abschätzungen der Vermögenswerte nach Abschreibung,
dann kam ich auf 11 Milliarden Euro an Eigenkapital,
da ich ein vorsichtiger Mensch bin, habe ich sicherheitshalber noch einmal 4 Milliarden Euro abgezogen sozusagen für Unvorhergesehenes.

Als mir die Ankündigung von Wiese zu Ohren kam, dachte ich, es war sicher sinnvoll, diese vier Milliarden abzuziehen, andere hier machten ähnliche Rechnungen auf.

Aber immer blieb genügend an Eigenkapital. Wenn der Kurs den Rest des Eigenkapitals erreicht, gehe ich hier jedenfalls nicht mit Verlust raus, es sei denn, Finanzhaie schaffen es, mich hier zu enteignen.












F
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.959.310 von Testphase13 am 11.06.18 17:11:46so, jetzt ist es doch ein roman geworden. am besten du holst dir vorher ein kaffee:laugh:

hm, wie soll ich dir das beantworten? ich riskiere mal einen blick in meine hochglanzpolierte glaskugel. normalerweise würde ich die nächsten tage, vllt ab ende der woche oder anfang nächster woche einen langsamen anstieg erwarten, alleine schon, weil einige zocker ihr glück versuchen werden. wie schnell hier volumen reinkommt, haben wir ja letzte woche gesehen. so ein ähnliches szenario hatten wir in der woche vor der hv. aber ich schrieb "normalerweise". ich habe hier schon dinge erlebt, die nicht normal sind. aber genau das macht es so unberechenbar und dadurch so reizvoll.

fakt ist, dass mit der veröffentlichung der zahlen, von denen ich ausgehe sie sind bis ins mark überprüft, ein fundament zementiert wird. wie man das dann wiederum interpretiert, dass ist natürlich sache jedes einzelnen, aber da sollte es nicht so wahnsinnige schwankungen mehr geben. daytrader und pusher/basher mal ausgenommen, aber die werden es nicht mehr schaffen, die kursrichtung fundamental zu verändern. frag mich bitte nicht nach zahlen, dass wäre völlig unseriös. aber ich denke mal laut: jooste hat mit aufgepumpten bilanzen kredite erhalten, von denen er assets gekauft hat. die preise der assets sind bekannt und real. ob sie dem markwert entsprachen, steht auf einem anderen blatt. aber die banken und gläubiger haben dafür kapital gegeben. (ich erlaube mir den vermerk, da ja gerade bei p+r 1.000.000 container gesucht werden) nun hat er auch massiv kapital aus sa abgezogen um das in österreich zu versteuern. so weit so legal. im übrigen sehe ich die abschreibungen auf immatrielle werte gar nicht so hoch, das müssten überwiegend markenrechte sein, die die töchter benutzen und dafür bezahlen, auch in der zukunft. das ist bei apple gang und gäbe. man glaubt gar nicht, wieviel apple sich selbst bezahlt, damit sie das iphone-logo benutzen dürfen:-)

die finale frage ist doch ob genügend kapital zu weiteren bedienung der schulden erwirtschaftet wird. durch die aufarbeitung entstehen im moment sehr hohe kosten, aber die sind ja nur temporär. lassen wir mal die klagen weg. in meinen kühnsten träumen ist der schaden am ende gar nicht so hoch. man saniert den laden und trimmt die unrentablen töchter auf kurs oder veräussert sie. nehmen wir kika leiner, definitiv ein sorgenkind und schon bei der übernahme nicht tragfähig. meiner meinung eine private kriegserklärung joostes an seifert, um ihn auf dem heimatmarkt zu ärgern. aber die lieferanten stehen auf der seite kikas, da sie angst haben, dass seifert ihnen am ende die preise vorschreibt. ich glaube die sind eher bereit, den kika noch diesen monat ohne versicherung zu beliefern. im übrigen: ich glaube das die kündigung ein ganz übles spiel der versicherung war um noch die preise nach oben zu treiben. macht es noch sinn, jetzt zu kündigen? warum nicht direkt im januar? ich denke, man will die situation ausnutzen um langfrisitig höhere prozente rauszuschlagen.

last but not least: jooste läuft weiter frei herum. seine gläubiger geben ihm noch 6 monate zeit, sein margin call zu bedienen. er hat gerade vom gericht eine zustimmunng zum verkauf von lodestone erhalten. wir haben eine neubewertung von hemisphere von 1,1 mrd, mehr haben wir noch nicht.
oldenburg hat noch keine anklage erhoben. im moment sehe ich viel panik und geschrei.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.302.554 von silverfreaky am 25.07.18 21:32:59VOLLIDIOT!
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.377.306 von iWatch am 05.08.18 11:09:05
Und täglich basht das Murmeltier
Abschreibungen beziehen sich hauptsächlich auf überbewertete Assets und Beteiligungen, durch Mißwirtschaft und Korruption kommt hier auch sicher noch einiges dazu, ABER die meisten Geschäfte arbeiten operativ im Plus, dh. aber nicht daß kein Geld gebraucht wird. Ich denke auch, daß Liquidität wichtig sein wird. Und ja: Die Liquiditätsfalle war da. Sie ist aber in Kürze gelöst, weil im Ende 490 Mio Euro fliessen werden durch Benko und durch den Verkauf von Impuls&Co, auch eine englische Tochter, die eine Marktnische bedient und gut läuft wird in Kürze verkauft. Weitere asset- und Beteiligungsverkäufe werden sicher folgen. Dann kann sich Steinhoff entscheiden, braucht sie dieses Geld zur Finanzierung der eigenen Geschäftstätigkeiten oder nutzt sie Mehreinnahmen für Kreditrückzahlungen. Heuer denke ich, daß Steinhoff KEINE Schulden mehr zurückzahlt. Warum auch? Nächstes Jahr sollte man aber langsam damit beginnen, denn die Zinsen sind kein Pappenstil. Hier wird sicherlich ein grösserer Verkauf getätigt werden, ich denke da an STAR. Hier könnte man weitere 21% Verkaufen und befände sich auch noch in einer konfortablen Mehrheitsposition von 50% der Stimmrechte. Dazu wird man aber erstmal schauen, daß der Ruf wieder halbwegs hergestellt wird, v.a. durch testierte Zahlen und Transparenz. Das könnte und wird auch STAR beflügeln, die jetzt sicherlich durch die Rückzahlung des Darlehens an STH belastet waren und auch durch innere Quereleinen. Kurse bei STAR um die 1,30 halte ich für durchaus möglich nächstes Jahr. Auch bei conforama steht eine Entscheidung an und auch Asien und Australien haben sehr gute Geschäfte, ebenso Osteuropa usw. Wenn dann Matress auch noch den break-even schafft (und das werden sie nächstes Jahr müssen) könnte man hier auch Investoren finden, die sich beteiligen. Die könnten dann in ein paar Jahren ihre Aktien bei einem Börsengang wieder verkaufen. Ein Zeitraum von 3 Jahren scheint mir hier durchaus möglich.

Alles in allem: Steinhoff benötigt Liquidät und ein Stillhalteabkommen für mehrere Jahre. BEIDES hat man zuletzt erreicht. Das der cash jetzt nicht sofor am Konto ist, sondern erst im September ist egal, dafür reichts. Eine Kapitalmaßnahme ist erst NACH der 1. Sanierungswelle sinnvoll. Warum sollte man nicht Kapitalerhöhungen machen, wenn´s wieder läuft und dadurch schneller laufen kann, schließlich ist Aktienkapital am billigsten, billiger als 10%p.a. allemal. Dafür wäre aber erst ein Aktienkurs über Buchwert notwendig und den wird man wohl im nächsten Jahr erhöhen. (es wurde m.E. zu viel abgeschrieben, aber das war gut so, um Druck zu machen). Also erwarte ich mir vor 2020 keine Kapitalmaßnahmen, ganz einfach darum, weil man sie nicht braucht aber was man braucht ist genehmigtes Kapital und das entscheidet bekanntlich die Hauptversammlung.


Also völliger Schwachsinn, hier anderes zu behaupten und die Leute aus der Aktie zu drängen. Funktionierte aber bisher ganz gut, irgendwann wird's aber nicht mehr funktionieren.WEIL Steinhoff liefert und das sieht man doch und lesen kann man ja die Vereinbarung auch.

Nicht zu vergessen, daß der Kurs bereits eine Insolvenz gespielt hat, als der Kurs bei 0,40 war. 0,16 ist ein Optionsschein plus Aktie gratis.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.386.933 von BringFrieden am 06.08.18 22:13:25
Matress Firm
Steinhoff hat´s auch mit Insolvenzandrohung und einer Zustimmungsgebühr (Zuckerbrot und Peitsche) geschafft, die LUA´s in kurzer Zeit durchzuboxen. Jetzt "erwägen" sie Chapter 11 zu gehen in den USA mit Matress (was aber grundverschieden ist von unserem Insolvenzverfahren). Sie können dann sozusagen unter einem Rettungsschirm sanieren und Verträge auflösen. Gläubiger sind außen vor. Die Drohung alleine wird viele Vermieter (Gläubiger gibt's ja kaum) dazu bewegen, auf Matress Firm´s Forderungen einzugen. Steinhoff Int. kann nur profitieren, denn Matress braucht eine schnelle Sanierung bzw. Umstrukturierung. Es sind einfach ein paar Hundert Läden unprofitabel und ein schneller Ausstieg würde hunderte Millionen verschlingen. Deshalb ist der Artikel zwar auf den 1. Blick ein "Schock" für uns Europäer, auf den 2. Blick ist das der absolute Befreiungsschlag und man merkt, daß hier gepokert wird um den letzten Euro. Wenn der Kurs runtergeht morgen, werden halt die Amerikaner uns billig unsere Steinhoff Aktien abkaufen, weil wir zu blöd sind, die Meldung zu interpretieren. Vielleicht gibt aber Steinhoff selbst noch ein Statement ab - und das vermute ich stark - dann könnte der Kurs schnell explodieren. Wie der Kurs auf tradegate reagierte spricht aber eher erst mal für irritierende Gesichter und es kann durchaus sein, daß die basher den Kurs wieder runterprügeln wollen, weil sie auf die Dummheit der Leute spekulieren und damit meist recht haben. Das kann aber diesmal auch in die Hose gehen. Die Aktien sind bereits von 4-5 euro auf 15,4 Cent gefallen. Das Eis ist also dicker, wie wenn jetzt die Nachricht käme bei einem Unternehmen, das weit über Grundkapital notiert.Das wird auf jeden Fall für heftige Zocks sorgen. Wenn die Leute die Meldung richtig interpretieren und zumindest den Artikel fergiglesen gibt es eine Kursexplosion.
https://www.reuters.com/article/us-mattressfirm-restructurin…

Es geht also darum so schnell wie möglich Lösungen zu finden, unattraktive (redundante) und unrentabele stores zu schliessen. Chapter 11 ist eine Drohung, weil es dadurch sehr leicht wird, das anzugehen. Schulden sind ja kaum da.
und zuletzt noch ein Zitat über die Quellenangabe: NÄMLICH KEINE, also alles offen. Eine gefährliche Drohung an die Vermieter!!!! Meine Meinung
aus dem Artikel (übersetzt):Die Quellen, die darum gebeten hatten, nicht identifiziert zu werden, weil die Pläne privat sind, warnten, dass die Matratzenfirma keine endgültigen Entscheidungen getroffen hat und ihre Pläne sich ändern könnten.
Vertreter von Mattress Firm und AlixPartners wollten sich nicht dazu äußern. Steinhoff reagierte auf Anfragen nicht.
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Hallo Leute,

hier ein kleiner Hinweis in eigener Sache:

Der Account "geldmanager"wurde zwecks Klärung, ob es sich dabei um einen Bot handelt oder nicht, gesperrt.

Viele Grüße
Die w:o Community Leitung
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Antwort auf Beitrag Nr.: 59.154.576 von Johann123 am 07.11.18 08:03:34Vielen Dank für Deine recht treffende Darstellung. Einige Punkte möchte ich noch ergänzen.

Wer halbwegs bodenständig ist und etwas Vorstellungskraft hat weiß, dass eine gerade noch abgewendete Insolvenz bei so einem internationalen Firmengeflecht/-wirrwarr nur durch sehr sorgsame Analyse und eine immense Fleißarbeit wieder in eine richtungsweisende und zukunftsorientierte Spur gebracht werden kann. Da kommen nicht am Laufenden Band positive und kurstreibende Nachrichten. Das Management ist nicht darum zu beneiden, einen "Sack Flöhe" zu hüten, i.e. die Gläubiger bei der Stange zu halten, Altlasten sukzessive abzubauen / zu entsorgen und gleichzeitg auch noch ein stabiles und gewinnbringendes Business aufzustellen.

Ich möchte nicht wissen, wieviele Menschen noch nicht mal ihren eigenen Haushalt finanziell gemanagt bekommen, dabei den Überblick repektive das Augenmaß verlieren und in die Privatinsolvenz abrutschen...

Selbstdarstellung, Gier und Größenwahn haben bei Steinhoff zu einer Suppe geführt, an der noch lange geknabbert / gelöffelt werden muss. Du hast richtig geschrieben, dass viele enttäuscht wurden. Aber was wurde denn enttäuscht? Die Gier? ...ein gewisser Größenwahn? ....das Ego der neuen Anleger (das der Alt-Aktionäre sowieso)?

Das Management von Steinhoff und die Spezialisten die seit dem "Crash" eingestellt wurden, machen ihren Job ohne großes medienwirksames "TammTamm". Was anderes steht Ihnen ja auch gar nicht zu. Vertrauen gewinnt Steinhoff nicht durch großes Sprüche zurück und Mini-Meldungen vom PR-Fließband, sondern durch sorgfältige Analyse, Umsetzung von Maßnahmen und Ausrichtung auf ein möglichst stabiles Business, das zur Sicherung des Überlebens von Steinhoff Gewinne generieren muss.

Lacht vielleicht darüber... oder nennt es Durchhalteparolen.... Aber die "Demut", Ruhe und Gelassenheit, die das Steinhoff-Management an den Tag legt, ist sicherlich der Situation im Hinblick auf die Schuldner, Gläubiger und auch die anstehenden Prozesse geschuldet. Man stelle sich mal vor, Steinhoff würde in seiner jetzigen Situation a la Eton Musk vollmundig in der Welt herumtwittern?

Meine Bitte an das Steinhoff-Management: nicht nachlassen, weitermachen!

So long....
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Antwort auf Beitrag Nr.: 59.257.867 von Blackdragon12 am 20.11.18 13:04:57
Zitat von Blackdragon12: .... Eine vorläufige Insolvenz mit anschl. Schuldenschnitt und Sanierung wäre das beste gewesen für die Aktionäre. Hier zahlt man 100%+x. Es schaut auch nicht so aus als würden rasch größere Verkäufe erfolgen, sodaß die Gläubiger voll auf ihre Kosten kommen. ....


Und genau das ist der Punkt! Warum sollten man hier soviel Geld, Energie und Zeit investieren, wenn im Nachhinein für die Aktionäre 0,1 -0,15 rausspringen würde? Warum hat man dann eben nicht doch die vorläufige Inso angemeldet? Meint ihr nicht, dass man nach ein paar Monaten nicht weiß, wie es um die Firma steht? Was wir hier erfahren ist ein Fliegenschiss von dem, was die ganz da oben erfahren. Merkt ihr was? Richtig! Weil es hier eben doch eine Rettung geben kann, arbeiten alle an einer Entschuldung/Aufarbeitung/Weiterbestehen. Und damit meine ich nicht das, was du oben beschrieben hast. Es dauert lange, es setzt geschicktes Verhandeln und clevere Verträge voraus. Es setzt voraus, dass du den Gläubigern auch immer wieder die Pistole auf die Brust setzen und sagen kannst, so wird hier weiter gespielt, seid dabei oder nicht, wir ziehen das hier durch. Hier wurde gestern eine schon fast überschwengliche H. Sonn zitiert, die mit dem bisher geschafften vollends zufrieden ist. Wartet die Zahlen ab und dann glaube ich, dass in den nächsten Monaten der Plan aufgehen wird. Wir haben nicht nur MF in der Pipeline, sondern viele auf Expansion ausgelegte Unternehmensbereiche, die sind da und die werden wieder Kohle erwirtschaften. Die Leute, die jetzt das Ruder bei Steinhoff in der Hand halten, werden nach so langer Zeit gierig, weil sie merken , dass sie sich hier ein Denkmal setzen können. Und jede Meldung, jedes seag, lua, vae bgb alp yxz und abc was hier ausgehandelt wurde, hat Hand und Fuß. Und zwar richtig! Die Leute merken, dass sie an was großem arbeiten, mit dem niemand gerechnet hat. Schade, dass blackdragon und www nicht mehr dran glauben, denn die Nachrichtenlage war schon wesentlich schlimmer, der Glaube an eine Rettung dabei aber wesentlich höher. stay long
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"Steinhoff Saga"
Sollte der Kurs dieses Jahr über 1€ steigen, werde ich einen Teil meines Gewinnes einem talentierten jungen Regisseur überlassen. Dieser hat schon einige Preise erhalten. Er soll einen Film über die eventuellen Exzesse von Jooste und Seifert etc. nach dem PWC Bericht dokumentarisch aufarbeiten! Anschließend nach den Vorwürfen der Unregelmäßigkeiten den Ausstieg der EZB und das anschließende Gemetzel am Aktienmarkt! Nur zwei Internet Foren Avira und Wallstreet Online stellen sich der Finanzwelt entgegen!
Ein Jackson Coolmann, Dirty, WWW, Ines43, Rollo-Tomasi, Freixenetter, Wolf 55 und viele mehr (bitte entschuldigt wenn ich Deinen/Euren Namen nicht erwähnt habe), stellen sich der der skrupellosen Finanzwelt entgegen! Mit Infos direkt aus Südafrika, das durchwälzen von 100 seitigen Dokumenten plus Übersetzung. Aufbereitung dieser Infos in verständliche Form, damit auch Otto Normalaktionär dies verstehen kann. Wer würde nicht gerne einen Blick bei Wolf 55 in sein Arbeitszimmer werfen, wo ständig Excel listen der vom Forum gemeldete Aktienzahlen aktualisiert werden die in unseren festen Händen sind! Jackson Coolmann der in Südafrika morgens die Zeitung und Internet (auf seiner Terrasse mit Blick aufs Meer und Kaffeebecher auf dem Tisch) nach News absucht und Druckfrisch uns serviert! Dirty der Zuhause wahrscheinlich seinen Schreibtisch nicht findet, weil überall Aktenordner von Chapter 11 und CVA rumliegen! Big Brother der Finanzwelt gestört durch das gallische Dorf Ariva(Finanz net) und Wallstreet Online! WWW der irgendwann vermutet, daß etwas mit dem Eigenkapital schief läuft! Ines 43 die/der sich im Forum outet und seine besten Einfälle in seiner Stammkneipe in Hamburg hat! Wenn er gerade nicht in Ischgl auf der Piste ist, und direkt von der Piste uns an seinen Gedanken teilhaben lässt! Nun gibt es auch die Mahner die ständig zur Vorsicht ermahnen. Aus welchen Gründen auch immer? Bei Suissere, Bezahlter Schreiber, Watcher SG ist eine Aufnahme derer in ihren Arbeitszimmer mit Interview über deren Motivation im Gespräch vor Ort unerlässlich! Warum wurde Tom.Tom gesperrt war es eine Intrige? Alles wird aufgearbeitet und in die richtige Reihenfolge gebracht!
Also Regisseur hätten wir, wer schreibt das Drehbuch? Vieles kann man direkt vom Forum Geschreibsel übernehmen!
SIR
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.989.417 von rollo_tomasi am 09.07.19 21:21:09vielleicht gibt's in SA auch doch noch den Hunger auf "groß" viele gehen ja auch in die Läden von Pepkor, als Kleinaktionär ein Stück weit stolz auch, jedenfalls in den letzten 15 Monaten nicht weniger als vorher.
die Amis, die mögen die Werbung von MF, die mögen die Beratung (wirklich die haben erstaunlich gute Bewertungen im Internet) und alles ist ausgerichtet auf einen wirklich effektiven Turnaround, das CH11 Verfahren wird von amerikanischen Rechtsanwälten als Referenz genannt, die beteiligten Organisationen überall nur hochgelobt

Aktionärsvereinigungen, die eine Klage gegen ein Unternehmen haben ruhen lassen, wann hat es sowas schon mal gegeben? ein Aufsichtsrat, der selbst gegen Entscheidungen aus seinem eigenen Wirungsbereich klagt, ein CEO, der sich selbst Vergütungen zusichert und der Rückforderung dann widerspricht, wann liebe Mitaktionäre, wann hat es sowas schon gegeben.

Ein millardenschweres (ok, nur noch umsatzmässig) Unternehmen, welches seit 1 1/2 Jahren nicht nur 95 % seiner Marktkapitalisierung, auch seines Eigenkapitals, seiner Reputation, seiner Kreditwürdigkeit und gotweiswasallem abgegeben hat, aber welches einfach weiterexistiert, welche operativ überwiegend geradezu aufblüht, wo ist vergleichbares Unternehmen, in dem 120000 Arbeitnehmer über so lange Zeit weiter ohne Einbussen ihren job weiterverrichten (können/dürfen/wollen) wer kann auch nur eines nennen?

vielleicht kann man Steinhoff einfach mit nichts vergleichen, vielleicht ist die Story in der Form und Ausprägung einmalig und deswegen sind auch alle Propheten bisher an dem Ding gescheitert.

Vertrauen oder Misstrauen, das ist die Frage. Viele hatten bisher Vertrauen und halten Anteile, die sie viel teurer gekauft haben, als sie es heute noch wert sind. Ob Wohl ob Weh, das wird nicht unwesentlich von denen abhängen, gehts noch lange weiter, oder ist hier bald Schluss? sieht man am Horizont den Steinhoff Stern strahlen?

In Südafrika gibts weniger Sterne (zu sehen) und die, die es gibt, die wandern auch noch völlig anders als die in Europa... ich werde mein INvest erst nach den HJ Zahlen neu bewerten,
kleine Taschenlampe brenn!
Steinhoff International Holdings | 0,081 €
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Guten Tag,

Cui bono? (wem nützt es?) Das ist doch die entscheidende Frage. Eine Insolvenz von Steinhoff ist mittlerweile ja kein Thema mehr. Dennoch fällt der Kurs stetig und es wird auf Steinhoff weiter eingeprügelt. Und das von allerlei "Medien", wenn man die schmierigen Börsenblätter so nennen kann, aber auch von etablierten Zeitungen, die dann auch noch falsch zitieren und daraus sinnfreie Schlüsse ziehen. In den Internetportalen wimmelt es von Bashern, die zwar keine Aktien besitzen aber dann im Minutentakt vor der Steinhoff-Aktie warnen (ohne irgendwelche nachvollziehbaren Argumente). Was steckt wohl dahinter?

Ohne irgendwelchen Verschwörungstheorien hier zu folgen, stellt sich doch immer die Frage, wer von einem so niedrige Aktienkurs profitiert! Sind es die Hedgefonds, die billig Anteile sammeln und dann eine Übernahme vorbereiten. Warum versucht das Management von Steinhoff nicht dem Kursverfall entgegenzuwirken? Wasserstandsmeldungen, pos. Umsatzmeldungen usw. das wäre Alles problemlos möglich, ohne die lfd. Untersuchungen zu tangieren!
Profitiert Steinhoff bzw. einige ihre Gesellschafter vielleicht davon und kaufen diese nach und nach die bereits veräußerten Anteile (Stichwort: Wiese) wesentlich billiger zurück? Wäre für mich eine nachvollziehbare Möglichkeit!

Die Beweggründe der Pusher und Basher hier im Thread sind ja klar nachvollziehbar. Der Eine ist investiert, der Andere nicht. Nur warum sich ein Nicht-Investierter über Wochen und Monate die Finger hier wundschreibt, das erschließt sich mir nicht. Es gibt doch so viele andere Aktien und Threads wo man seine Zeit verbringen kann. Beim Investierten ist dieses Verhalten für mich nachvollziehbar!

Im Ariva-Thread wurde ich wegen Kritik an einem Basher, der dauernd irgendwelchen unbewiesenen Behauptungen aufstellte und keinerlei Argumente lieferte, für einen Tag gesperrt (ohne Irgendjemanden beleidigt zu haben!!). Da werden reihenweise pos. Kommentare zu Steinhoff gelöscht und User gesperrt. Die Basher können fast schreiben was sie wollen...ohne behelligt zu werden. Bringt das Quoten?

wie gesagt...Cui bono?

Gruß

K.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.523.658 von CrazyBroker am 12.04.18 08:38:09
Kontraindikator
Aktuell erholt sich die Aktie von ihren gestrigen ATL bei 0,139. So ein Gemetzel und das völlig grundlos, im Gegenteil. Die Aktie erholte sich und wird vorbörslich bei 0,17 gehandelt. Völlig unverständich angesichts des mehrfach überzeichneten 6% Verkaufs an STAR mit geringem Abschlag. Die Leute verstehen es einfach nicht: Wenn Steinhoff mehr Liquidität gebraucht hätte, hätte man bis zu 25% verkaufen können - mit grösserem Abschlag. Mich wundert es auch nicht, daß STAR die angekündigte Kreditrückzahlung noch nicht angewiesen hat. Der Anteilsverkauf war wahrscheinlich jetzt mal wichtiger, um ein Zeichen zu setzen. Nur: Die Anleger haben den Schuss nicht gehört und handeln Steinhoff wie eine insolvente Firma. Wer also jetzt clever ist, kauft sich jetzt noch ein und nutzt die letzten Schlagzeilen: wie Ausverkauf von Tafelsilber etc...und sonstiger Basherschlagzeilen zum billigen Einstieg. Warum sollte man warten bis 0,30 oder 0,50 auf der Anzeige stehen. Es gibt keine charttechnischen Kaufsignale mehr. Hier sollte man auf einen kompletten Turnaround spekulieren, gewinnen kann man dabei mehrere Hundert Prozent. Verlieren nur, wenn der Turnaround nicht eintritt. Aber was kann man bei 0,17 noch verlieren (die Aktie hatte ihr ATH bei 6,13 und war vor den Bilanzvorwürfen auf über 3,50). ps. Die Anleihen sind im übrigen recht stabil, sehr merkwürdig.
hier haben sich viele von den Fake-Analysten eine Gehirnwäsche verpassen lassen.
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Und jetzt dürft Ihr mir alle gratulieren:

Nicht wegen der Steinhoff Aktien (dafür auch) sondern

weil Ines 43 jetzt unter den 10 Usern mit den besten Beiträgen zu finden ist.
Das erste Mal.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.566.451 von Ines43 am 17.04.18 18:49:58
Zitat von Ines43: Muss die Leerverkäufer irgendwie in Schutz nehmen,
obwohl ich sie hasse wie die Pest,
ohne sie hätte ich wohl keine einzige Steinhoff Aktie.

Bin Trittbrettfahrer der LV,
Selbst gehe ich nie short.

Aber da wo die LV gehaust und gewütet haben,
steige ich des öfteren ein, so auch hier.

Ich lasse mich von fallenden oder einem
gefallenen Kurs nicht unbedingt verunsichern.

Hi Ines,
normalerweise lasse ich mich nicht auf Diskussionen mit Leuten ein, die ständig ihren imposanten Reichtum, ihre großen Stückzahlen und ihren generellen Reichtum 'raushängen müssen.

Hier mache ich mal 'ne Ausnahme, weil dein Beitrag exakt meine Anlage (oder Aktiendaddel-) Philosophie beschreibt.

Bin selbst Antizykliker und damit im Schnitt gut gefahren. Allerdings bin ich kein "Inso-Zocker".
Mein Spielgeld habe ich durch Thomas Cook erworben, die ja von über 300 GBp auf 13 Pence gefallen waren.
Es waren die u.a. politischen Umstände, die mich glauben ließen, eine Inso käme nicht in Betracht.

Einige meiner damaligen "Aktienkumpels" haben ihr Geld in Praktiker oder anderen "Schornstein"-Werten verblasen,
andere sind heute um ein Eigenheim, ein Seegrundstück oder viele Erlebnisse reicher.

Bei "Werten" wie Steinhoff, Zocks allemal, geht es darum, eine Inso abzuwenden. Punkt.
Falls dies gelingt, sind exorbitante Gewinne möglich.
Die eine einzige Gefahr ist:
sind die Interessen so gelagert, daß eine Inso der Holding der Mehrheit der "Stakeholder",
in dem Fall der Bankster, mehr bringt, als ein Turnaround?
Je nachdem, wie man diese Gemengelage beurteilt, sollte man Chancen und Risiken bewerten.

Diesen "Mangel an Bewertung" ist übrigens das Einzige (aber Gravierende), das ich dem alten "Expertchen" vorwerfe.
Euphorie in einem Inso-Zock zu dämpfen ist sein Spezialgebiet und oft hat er damit recht. Eintauchen in die Einzelheiten eines Wertes ist seine Sache nicht.

Wie auch immer: den longies alles Gute!
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.576.969 von DerWOLFhetztdieKurse am 18.04.18 20:40:12
Zitat von DerWOLFhetztdieKurse: Wer treibt sich hier jeden Tag rum, hat einen Bestand von "0"!
Nochmal in Worte: " Bestand = Null!":confused:
Haben solche Leute keine Arbeit? Oder was soll dieses ganze
Gelaber Tag ein Tag aus? Einfach nur erbärmlich!


Du bist seid 2000 hier angemeldet also kennst du besagten User doch mit Sicherheit.
Warum tust du das allen hier an und stellst Ihm solche Fragen... Auf sowas lauert er von Früh bis Abends...Was jetzt kommt weiß jeder der hier bei WO einige Zeit unterwegs ist...

Jetzt dürfen wir uns wieder seitenweise Geschichten von seinen "Firmenübernahmen"... Rente seid er 45 ist... was er für Autos fährt...wie viele User er hier schon "gerettet" hat...usw...usw... anhören...
Und das Seitenweise...:keks:
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so leute, samstag abend, krimi-zeit. warum google doch dein freund sein kann.

am 31.12.2017 hat allan gray unit trust management sein anteil an sh aktien um 9.884% erhöht.
im erweiterten board of directors sitzt Francois Johannes van der Merwe. van der merwe? da klingelt doch was. richtig, danie van der merwe! seines zeichens bis vor kurzem noch übergangsweise ceo bei steinhoff. ich konnte bisher noch nicht herausfinden, ob die verwandt sind, aber wenn ich mir die bilder ansehen, könnten die verwandt sein.

am 31.3.2018 hat Sanlam Collective Investments seinen anteil bei sh um 1.363% erhöht. chairman ist hier kein geringerer als johan van zyl. genau jener van zyl der noch bis vor 3 tage ceo bei steinhoff war.

nedgroup investments ist am 31.3.2018 mit 30 mio aktien neu eingestiegen.
bei nedgroup investments sitzt als head nic andrew, er hat früher bei deloitte in südafrika gearbeitet. wer macht die abschlüsse von sh? ebenso bei nedgroup sitzt Quaniet Richards im vorstand. der wiederum ist strategischer berater für sanlam collective investments, der firma in der johan van zyl sitzt. desweiteren arbeitet hier Phatheka Ncwana, die wiederum hat früher bei Old Mutual gearbeitet.
old mutual wiederum ist am 31.3.2018 mit 11 mio aktien in sh eingestiegen.

Momentum Collective Investments hält seit 31.12.2017 11 mio sh aktien.

Discovery Life Collective Inv hat seinen anteil am 31.12.2017 um 222% erhöht.

was haben alle diese investoren gemeinsam: richtig, sie sitzen alle in süd-afrika.

Capital Research and Management Company, mit 1.39 billionen us-dollar eine der größten beteiligungsgesellschaften ist seit 31.3.2018 mit 94mio aktien an bord.

am 28.2.2018 hat OFI Global Asset Management, Inc. seinen anteil auf 127 mio aktien erhöht.
last but not least ist noch black rock mit 60 mio aktien drin.

haltet mich nicht für paranoid, aber alleine die südafrika connection geht noch nicht so stark da rein, wenn die nicht mehr wüssten. da kennt doch jeder jeden. kein wunder das der van zyl 2 tage vor der hv bei sh raus ist. das ist ja fast insiderhandel.

schönes wochenende
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.606.450 von hkl00001 am 23.04.18 13:32:53
Steinhoff spielt mit dem Feuer aber das jetzt clever
Die Aussage, daß Steinhoff sich in einer massiven Krise befindet...(Sonn) ist wohl jedem klar. Der Satz, daß bereits gute Fortschritte erzielt wurden, bleibt da im Hintergrund. Aber: Der erste Satz ist klar eine Ansage für die Gläubigerversammlung im Mai, damit hier wirklich massiv umstrukturiert werden kann und nicht der Eindruck entsteht, SH ist ohnehin mit Liquidität versorgt. Bewußt hat man daher nur 6% an STAR verkauft. Steinhoff fordert daher Kompromisse bzw. Abschläge von den Gläubigern ein. (Zinsen, Laufzeiten). Die Aktionäre müssen sich daher noch in Geduld üben, denn ein höherer Aktienkurs wäre bei Gläuberversammlungen eher kontraproduktiv. Man will einen Schlußstrich ziehen und sich in Abstimmung mit den Gläubigern von Assets trennen. Ich denke, daß hier ein 25% an STAR sicherlich zur Disposition steht. Bei POCO ist im übrigen noch nicht das letzte Wort gesprochen, hier könnte man nach dem Gerichtsentscheid durchaus wieder am Ruder sein, sprich POCO ist dann wieder in der Bilanz. Die Immobewertung ist im übrigen dem Niederstwertprinzip geschuldet. Hier wird der reale Wert wohl zwischen den Ansätzen liegen, denn die Immopreise sind in den letzten Jahren durchaus gestiegen. Die für SH teuren Südafrika-Anleihen werden wohl auch abgelöst oder rückgekauft werden. Hier könnte man optional evtl noch einen unverzinsten Wandler als Draufgabe anbieten. Es gibt genug finanztechnische Mittel um die Schuldenlast "billiger" und erträglicher zu machen. Der Kredit von STAR wird wohl als Zeichen des guten Willens wohl vor der Gläubigerversammlung am Konto von SH sein, mit dem Ziel die Pokerrunde um die Schulden einzuläuten. Weiters sehe ich auch keinen Grund das Geld,das Wiese für eine Fusion eingesteckt hat,nicht so schnell wie möglich zurückzufordern. Das Geld ist sicherlich noch da! Man könnte dann von den Extravaganzen mit Learjet & Co absehen. Ansonsten droht hier auch empfindlicher Ärger. Auch Joost wird - wenn Geld veruntreut wurde - zur Rechenschaft gezogen werden. Auch wird der Mann wohl eine Managerversicherung besitzen. Zuletzt: Steinhoff ist jetzt bei 15 Cent, WEIL das Szenario für viele undurchschaubar ist und weil eben keine Fonds & Anleger hier investieren bzw. gar nicht investieren dürfen. Gerade das ist ja die Chance. Weiss man erst einmal bescheid, ist es zwar risikoärmer einzusteigen, aber auch die Gewinnchancen. Anleger und Fonds werden daher erst wieder nach testierten Zahlen einsteigen, auch wenn die Aktie dann wieder bei 1 euro steht. Der risikobereite Anleger hat aber dann bereits einen Versiebenfacher hinter sich und jede 15 Cent mehr bringt ihm 100 % mehr. Ich denke die Aktie wird nach der Rückzahlung von STAR anziehen und nach erfolgreicher Gläubigerversammlung ebenso, auch untestierte Zahlen wird man dann bereits vorlegen (müssen), die testierten kommen dann im Juni. Auch PcW wird sicherlich um einiges VOR Jahresende fertig sein und nicht auf den letzten Monat im Jahr warten. Das heisst in ca. 6 Monaten wird der Spuk vorbei sein. Dazwischen wird halt getradet auf Teufel komm raus und alles ist möglich, da viele Abzocker sich um die Aktie tummeln und die schrecken vor nichts zurück. Verkaufen hoch und setzen dann maschinell zum richtigen Zeitpunkt punktuelle Stop-Loss-Orders um dann eine Lawine loszutreten, um dann Sekunden später wieder günstig abzufischen. hat sich ja bewährt, und wird sich weiter bewähren. Das geht allerdings nur maschinell und mit Hochgeschwindigkeit. Sozusagen nutzen sie ein Formel I -Auto während wir hier wie die Mulis vorm Computer sitzen und dem Treiben nur fassungslos zuschauen können. Letztlich kommt auch der Muli an sein Ziel, wenn er ausdauernd ist und das ist ein Muli ja. Ich denke die 15 Cent werden bald Geschichte sein, denn es ist nichts schlechter geworden, was nicht vorher bei 0,40 schon eingepreist war. Daß jeden Tag Analystenmeinungen kommen, die negative Stimmung verbreiten und auch mit Halbwahrheiten bewußt manipulieren, kommt dazu. SH ist sozusagen "vogelfrei" für den Jäger. Deshalb ist jeder Kurs möglich - auch nach oben. Wer kann sich noch an Solarworld nach der Inso erinnern. Tief: 0,29 und dann fast Verzehnfacht...ohne Aussicht auf irgendwelche Chancen für ein Fortbestehen der AG. Der Unterschied: SH hat über 10.000 Outlets, einen Haufen Immobilien und Beteiligungen (auch Perlen). Und : viele funktionierende Geschäftsmodelle, die nicht dem Internet zum Opfer fallen werden. Und wer weiss: vielleicht ist ja IKEA interessiert an Outlets oder Beteiligungen. Dann ist aber hier die Hölle los.
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Gefunden 5
325Mio Wieses Rückzahlung
251Mio KAP Verkauf
293Mio PSG Verkauf
478Mio PSG Verkauf
253Mio Aktienverkauf von Star
266 Mio Poco Verkauf (Kartellamt muss noch zustimmen)
1000Mio Schuldenrückzahlung von Star

2,5% PSG rest ist verkauft worden (auf meine Nachfrage) +125Mio

Somit haben wir 2,991Mrd.
--
Sonderverkäufe:
Flagschiff Wiener Gebäude : rund 55Mio (inet sagt auch 60Mio aber Steuer usw)
COnforma - Anteil von 16,86 % an dem Onlinehändler Showroomprivé : 78,8Mio
Flugzeugverkauf: 20Mio (vielleicht auch mehr?)
Ungarischer - Extreme Digital a 50.4% stake: vielleicht 15Mio? (78Mio Umsatz wobei 50% und wert?)
-----------------------
Schulden aus Präsi: Outstanding debt as at 14.12.17
Total Europe: ?8,547bn
Total South Africa: ?1,986m (incl. Redeemable Preference Shares)
Total US: ?169m
Total Group: ?10,702
-----------------------
Einige Töchter haben ja Kredite verkündet wie Pundland/Conforma/Asia/Matressfirm usw
(Poundland besorgte sich rund 180 Millionen Euro vom Hedgefonds Davidson Kempne..)
(Conforama erhielt eine Kreditlinie über 115 Millionen Euro mit einer Laufzeit von drei Jahren)
-----------------------
Schulden aus Präsi: Outstanding External Debt 18.05.18
Total Europe: ?9.1bn (Plus 553Mio)
Total Africa: ?0.2bn (Minus -1,786Mrd)
Total US: ?0.3bn (Plus 131Mio)
Group Total: ?9.6b (Minus -1,102Mrd)
---------------------------------

Ziehe ich die gesammten Verkaufseinnahmen 3,159Mrd. von den getilgten 1,102Mrd ab so habe ich noch 2.057Mrd über. Auf der neusten Präsi Seite 30 sind am 3.8.18 - 750Mio Kredit fällig, Seite 31 am 1.7.18 - 200Mio, am 3.08.18 - 166Mio am 5.8.18 - 406Mio, sonstiges 2018 166Mio

Abzüglich allem wären dann am ende noch 369Mio über.

(2019 kommen dann nochmal 657Mio Kredite welche bezahlt werden müssen)

STH kann es packen, da die Läden alle eigene Kredite bekommen haben und laufen. STH braucht nur die Sicherheit der Banken, dass sie nicht alles auf einmal ziehen. Dies Aussage, dass die nächsten 3 Jahre bestimmte Anleihen keine Zinsen zahlt bedeutet auch keine Dividende die nächsten Jahre aber nur falls es weiter bestehen bleibt! (Aber Stück für Stück werden dann die schulden weniger!)
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.051.282 von BringFrieden am 23.06.18 13:08:36
Du und die Idioten
Wer hier Geld investiert, kann sich glücklich als Idiot bezeichnen lassen. Der kann nicht mal Mengenlehre aus der Grundschule. Wie kann man nur so dumm sein und bei 3,6 Milliarden externen zu zahlenden Schulden binnen der nächsten 3 Jahre - da kommt dann noch der Wert an internen Schulden dazu und Leasingrefinanzierungskosten über zig Milliarden - nur betrachtet und die Einnahmen von 1 Milliarde pro Jahr, die durch Beteiligungsverkauf auch noch negativ ist, ist also sinkt, kann man doch sehen, wie dass man die Schulden nicht bezahlen kann. Die 3 vs. 3,6. Macht - 0,6.

Steinhoff International | wallstreet-online.de - Vollständige Diskussion unter:
https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1230061-21891-21…


Wenn ich unterstelle dass du kein Idiot bist, wozu deine Postings bislang keinen Anlass geben,
dann frage ich mich, weshalb man hier Lebenszeit verbringt, ohne short oder long zu sein.

Schade ist jedenfalls, dass du und einige andere das Niveau dieses Threats versauen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.269.551 von hkl00001 am 21.07.18 16:11:45
Die großen Vorteile der Schuldenvereinbarung gestern sind:

1. Man gewinnt Zeit, einige Töchter zum besten erzielbaren Preis zu verkaufen.
2. Man gewinnt Zeit, Firmen wie Mattress in die Gewinnzone zu führen
3. man muss nicht unter enormen finanziellem Druck auch noch Refinanzierungen
erstreiten.
4. Die Zahlung der Zinsen am Ende der Laufzeit von drei Jahren wirkt wie zusätzlicher Kredit,
wenn der auch insgesamt etwas teuerer wird als vorher.
5. Die Frist von drei Jahren dürfte ausreichen, alle notwendigen Reoganisation ohne große Hektik
Wenn drei Jahre nicht reichen, dann reichen fünf Jahre auch nicht.

Zu Punkt 1 und 2 ist noch zusagen, dies kann zu ernormen Verbesserungen beim
Eigenkapital führen.

Wie Dragon schon schrieb, eine Tochter mit Gewinn ist mehr wert als eine mit Verlust.
Mehr Zeit kann dazu führen, dass beim Verkauf Buchgewinn erzielt wird,
der das EK wieder erhöht, besonders nachdem abgeschrieben ist was abgeschreiben werden konnte.

Und um den Kurs mache ich mir auf diesem Niveau gar keine Sorgen, nachdem das LUA Abkommen beschlossene Sache ist. Im Gegenteil, ich bin auf mittlere Frist extrem optimistisch.
Es ist einfach rührend zu sehen, wieviele Menschen sich echte Sorgen um mein Geld machen.
Dass es was heute noch gibt in unserer kaltherzigen Zeit.

Aber hier stehe ich, ich kann nicht anders,
Ich verkaufe nichts, bin selbst sehr kaltherzig,
an mir verdient kein Daytrader und kein Leerverkäufer.
Gebe keine Aktie unter 50 Cent ab.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.400.028 von Dinolino am 08.08.18 13:47:43
zum Thema Buchwert
Der Buchwert ist deshalb 0,58 - WEIL hier alle Abschreibungen schon reingepackt wurden. Wieviel man dann tatsächlich abschreiben muss, steht in den Sternen. Sie können sich auch durchaus noch erhöhen z.b wenn Matress Firm Chapter 11 anmeldet kann man nochmal abschreiben, allerdings wird es danach wieder zu massiven Aufwertungen kommen. Ich denke momentan wäre der faire Wert der STH-Aktie beim halben Buchwert. Da wäre aber dann schon alles reingepackt. Warum der Kurs bei 0,154 herumdödelt: Die Börse hasst Unsicherheit. Und das Problem sind halt die untestierten Zahlen, obwohl man ja bereits das Ausmaß kennt und STH trotzdem weitermacht. Weil wieviel Schulden man hat, weiß man ja. Wieviel gewisse Assets wirklich wert sind, weiß man erst, wenn man sie verkauft. Zeit ist aber Geld, deshalb kann sich STH alle Zeit der Welt nehmen und hat keinen Druck bei Verhandlungen. Die durchgesickerte Chapter 11 Drohung ist sicher lanciert, um sich so günsig wie möglich von den überflüssigen Geschäften zu trennen. Der Plan wird aufgehen, genauso wie die LUA´s. Da scheinen trickreiche Manager am Ruder und gute Berater. Und C 11 ist nicht das Ende, vor allem weil es inzwischen eine beschleunigte Version gibt. Steinhoff wird die Schulden ablösen mit Abschlägen und aus den Mietverträgen und Tarifverträgen für lau austteigen können. Liquidität ist ja ab Ende September gegeben. 490 Mio plus x für Impulse&....& poco ist ja auch noch ausständig...vl. verkauft man noch gemütlich einen weiteren 6% Anteil von STAR...dann ist Matress schuldenfrei und die Restrukturierungslasten weg. Ganz schön clever, aber ich befürchte der Markt glaubt nicht dran, daß es auch brilliante Manager bei STH gibt. Fr. Sonn wird dann Managerin des Jahres, wenn sie das erledigt und der Kurs wieder bei über 1 steht und dann Investoren anstehen. Aber momentan tut sich gar nichts. Und gerade das ist die eigentliche Trendumkehr. Denn alles stehen an der Seitenlinie und wenn sie nicht mehr an der Seitenlinie stehen, explodiert der Kurs, da braucht es nicht mal mehr grosse Umsätze, weil der Markt ausgetrocknet wurde. Also verkaufen halten oder Kaufen : Kursziel 0,069+x²-y
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.418.817 von BringFrieden am 10.08.18 11:48:28
Zitat von BringFrieden: Die Aktie ist eh irgendwann wertlos, dass ist eine Tatsache.


wertlos, das ist ja immer Ansichtssache..

ich zB finde Deine Beiträge hier wertlos
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.523.901 von htw7448 am 24.08.18 09:06:33Der deutsche Finanz-Journalismus ist tot oder hat nie existiert. Soviel Angst die Deutschen vor Aktien haben, so schlecht ist die Presse darüber. Wenn ich mir die ganzen völlig unseriösen anzeigen hier bei w:o ansehe, die selbsternannten Analysten Meinungen a la maydorn und Kollegen und dann noch gepaart mit einer forumskultur, die mehr und mehr zum Therapie-Zentrum mutiert, dann darf man sich nicht wundern, dass der deutsche keine Aktien besitzen will. Es ist sehr schwer, sich aus halbwegs seriösen Quellen zu informieren.

Wenn ich mir dann den w:o Aktienkurs ansehe, muss ich echt mit dem Kopf schütteln.

Über steinhoff kann man sich nur in Südafrika oder USA informieren.
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Ich würde gerne wissen,was es gewissen Usern gibt,bei fallenden Kursen mit Häme, Spott und Beleidigungen zu reagieren.ich bin für meinen Teil mit einem respektablen Betrag investiert.mir würde es umgekehrt allerdings nie in den Sinn kommen, Nichtinvestoren zu verspotten,falls der Kurs sich vervielfacht. Ihr habt scheinbar ein echtes Problem,wenn ihr euch am leid anderer freut.
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Derart niedrige Kurse sind nur möglich, weil noch keine testierten Bilanzen vorliegen und Klagen (wie üblich in solchen Fällen) eingereicht wurden. Ein weiterer Hauptgrund sind die hohen Schulden und die Tatsache, daß Matress Firm viel zu teuer gekauft wurde und jetzt umstrukturiert wird.
Zu 1: Die testierten Bilanzen kommen innerhalb der nächsten 8-12 Wochen (spätestens)
Zu 2: Die Klagen werden sich über Jahre hinziehen. Angesichts der Komplexität des Falles kann das ohne Einigung auch 10 Jahre oder länger dauern. Die Klage richtet sich aber nicht nur gegen Steinhoff sondern gegen so ziemlich jeden, der involviert war. Im Gegenzug wird freilich Steinhoff auch klagen und sich wohl bestmöglich verteidigen.
Zu 3: Matress Firm wurde definitiv zu teuer eingekauft, aber die Sanierung läuft und teuer ist ohnehin "relativ" angesichts der strategischen Bedeutung der USA. Und was den online-Handel betrifft arbeiten alle reinen Anbieter defizitär und drängen völlig überteuert an die Börse. Matress Firm kann aber durch den Onlinehandel Synergieeffekte erzielen und auch "Neues" ausprobieren. Angesichts der neuen Technologiemöglichkeiten wird hier ein Relaunch sehr positiv sein. Die offline-Strukturen (Logistik) sind ja gut vernetzt und könnten noch besser vernetzt werden in Zukunft. Matress Firm könnte somit wirklich noch zur schönen Braut werden.

ps. Daß sich die austral.-asiatische Steinhoff-Tochter jetzt zu marktüblichen Konditionen außerhalb der LUA finanzieren kann (working-capital ist ja ziemlich hoch in der Branche) zeigt die Stärke der relativ unabhängigen Einheiten. Wann der große coup eines Milliardenverkaufes gelingt, bleib abzuwarten. 25% von Pepco, Conforama, Poundland oder gar die Australisch-asiatische Einheit - es bleibt abzuwarten und Steinhoff hat Zeit, Notverkäufe wird es nicht mehr geben. Im übrigen erwarte ich in Kürze das ok. für die 490 Mio. von Benko. Steinhoff unter 1 Milliarde Marktkapitalisierung ist völliger Nonsens. Kurse um die 0,25-0,50 sollten innerhalb der nächsten 3 Monate zu schaffen sein.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.875.966 von Chavreu am 05.10.18 10:28:31
Anleihegläubiger signaliiseren Finanzierungszusagen
im Falle einer Sanierung unter CH11. Das ist eine gute Strategie, den bockigen Vermietern nochmal Dampf im Kessel zu machen. Ob wirklich die Sanierung dann von den Anleihegläubigern alleine oder in der Kombination mit Steinhoff oder alleine von Steinhoff getragen wird, ist noch offen. Bei CH11 könnte ich mir eine Kombination vorstellen. Jedenfalls bleibt Steinhoff am Ruder und hat dann eine kaum nach außen verschuldete, aber sanierte Firma, die sich dann wieder auf Marketing und Geschäft konzentrieren können. Ich denke daß man einige hundert Filialen schließt, sodaß dann noch immer mehr als 2500 Cashflow und Gewinn bringende Filialen bleiben. Mittelfristig könnte ich mir auch wieder einen Börsengang vorstellen, der Steinhoff einige hundert Mio. zurückbringt und Mattress cash-Reserven bringt, um in die Zukunft investieren zu können (Internet). Dazu wird man aber erstmal Gewinne schreiben 2019. Und das wird man, denn es handelt ja sich um ein relativ margenstarkes Geschäft. Das Problem waren und sind die zu hohen Mieten in Gebieten, wo man zu sehr expandiert hat. Dafür wurden aber auch Mitbewerber in diesen Gebieten rausgedrängt, langfristig also durchaus positiv. Der Kurs hält sich jetzt stabil, aber eine rasche Sanierung könnte für Steinhoff der Trigger noch vor den Zahlen sein, die etwas besser ausschauen werden, als mancher erwartet, angesichts der Hiobsbotschaft von damals, als man den Abschreibungsbedarf auf bis zu 10,8 Milliarden Euro angab. Bei dieser Rechnung blieb ein Buchwert von 0,58 lt. PcW übrig. Da aber heuer sicherlich auch Verluste anfallen, wird sich das in etwa ausgleichen, sodaß ein Buchwert von mindestens 0,50 übrigbleibt. Angesichts des Ausmaßes der Untersuchungen ist Steinhoff dann wohl auch die am besten geprüfte Firma der Welt. Nächstes Jahr werden sich dann die Buchwerte aber wieder berappen, da man wohl keine Geschäftsteile unter Wert verkaufen wird und Verlustbringer abgestossen wurden. In Kürze erwarte ich auch die Zahlung von Benko, der ja wohl Miete zahlen muß, wenn er den Immo-Kauf noch bis Jahresende rauszögert. Das ist eigentlich das Geld, das Steinhoff braucht um Mattress zu sanieren und die laufenden Kosten abzudecken. Viele Unternehmensteile sind ja "selbsttragend", da sie genügend cash generieren oder marktübliche Kredite erhalten, um sogar zu expandieren (Asien-Australien, Pepkor Europe). Auch Conforama wird heuer noch am Programm stehen. Ich persönlich halte CH11 sinnvoll, aber noch sinnvoller wäre es - wenn man alleine aufgrund der Drohung- ein Agreement mit den Vermietern treffen kann. Bis 31.12 wäre es auf alle Fälle sinnvoll alle Geschäfte noch offenzuhalten und ein Weihnachtsremmidemmi zu veranstalten. Hier sollte allerdings klar sein und dem Kunden kommuniert werden, daß Mattress mit so und so viel Filialen bestehen bleibt und die Finanzierung gesichert ist. (wg. Garantien etc)
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