DAX-0,03 % EUR/USD-0,03 % Gold+0,02 % Öl (Brent)-0,61 %

tick Trading Software AG - Beliebteste Beiträge



Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

@ Syrtakihans & Effektenkombinat

@ Syrtakihans schrieb am 26.11.18 20:02:09 Beitrag Nr. 93
>> Kurz- bis mittelfristig wird hier wahrscheinlich erst mal wenig mit dem Aktienkurs geschehen, weil die
>> fundamentale Bewertung von unten her stützt, Kurserholungen aber vmtl. durch weitere Abverkäufe
>> der Insider abgewürgt werden. Wenn diese dann irgendwann einmal durch sein sollten haben wir als
>> Grenzszenario entweder Kurse über 30 EUR oder Kurse tiefer als heute mit schlechten Nachrichten.
Messerscharf analysiert. Ich sehe das ganz genauso. Der einzige Vorteil, den die ganzen Verkäufe der Herren haben ist, dass sie interessierten Investoren die Zeit geben, sich länger einen Eindruck vom Unternehmen zu machen bevor die Bewertung möglicherweise nach oben springt.

Was die restlichen Bestände von Herrn Hillen und Herrn Hocke angeht, glaube ich, dass Hans Recht hat. Ich habe unten einmal die DDs der beiden gesammelt aufgeführt. Quelle sind die DD-Meldungen auf der Internetseite der DGAP (www.dgap.de).

Für die Sino-Kunden gab es Anfang 2017 ein vertrauliches Information Memorandum der tick Trading Software AG. Darin war auch die Aktionärsstruktur aufgeführt. Der damalige Alleinvorstand Matthias Hocke (Gerd Goetz wurde erst im Februar zum zweiten Vorstand berufen) hatte im Januar 2017 einen Anteil von 13,2 % am Unternehmen. Das entspräche rund 132.858 Aktien. Ein Mitgründer hielt ebenfalls 13,2 %. Ich nehme an, dass der Mitgründer Ingo Hillen ist, auch wenn er in dem Memorandum nicht einmal namentlich erwähnt wird. Die 132.858 Aktien habe ich als Ausgangsbestand der beiden genommen.

Den nächsten Hinweis auf den Bestand gab es mit dem Prospekt. Dessen Stand ich auch auf den 15.12.2017 datieren würde.

Wenn man jetzt die Insiderverkäufe zwischen Mai und November 2017 vom ursprünglichen Bestand i.H.v. 132.858 abzieht, dann landet man bei Herrn Hocke ziemlich genau bei dem Bestand, der auch im Prospekt ausgewiesen wird. Nur bei Herrn Hillen gibt es eine Differenz von über 12.000 Aktien. Eine mögliche Erklärung für diese Differenz ist, dass Herr Hillen eventuell schon im Vorfeld des Listings Aktien aus seinem Bestand verkauft hat.

In dem Memorandum war zu lesen, dass „der Hauptgesellschafter [damit ist Sino gemeint] und andere Gesellschafter beabsichtigen, ihren Anteil an der tick-TS gemeinsam um insgesamt 25% des Grundkapitals zu reduzieren.“

Sino hat damals 175.000 Aktien platziert. Sodass „andere Gesellschafter“ weitere 76.600 platzieren „wollten“. Allein Hillen und Hocke haben ihren Bestand seit Januar 2017 um über 142.000 Aktien reduziert. Auch daran erkennt man, dass die Halbwertzeit solcher Aussagen relativ kurz ist. Auf der HV der Tick Trading AG wollten die Organe gar nichts zu ihrem Aktienbestand, Halte- oder Verkaufsabsichten sagen, obwohl sie von mehreren Rednern danach gefragt worden sind. Und was die Erben mit ihren Aktein gemacht haben, ist völlig unklar. Im Memorandum war ihr Bestand noch mit 12,5 % angegeben. Auf der HV waren die Aktien nicht in der Präsenzliste und im Prospekt sind sie auch nicht mehr als Aktionäre erwähnt.

So oder so macht die Aufstellung aber deutlich, dass beide zusammen noch über 10 % der Aktien halten. Und wenn man ihr bisheriges Verhalten sieht, muss man einfach damit rechnen, dass dieser Bestand auch noch abverkauft wird. Das allein sorgt schon für eine Deckelung des Kurses, wie Hans richtig angemerkt hat. Und ab dem 3. Mai 2019 kann dann auch die Sino ihren Block mit 251.626 Aktien verkaufen. Denn dann endet deren Lock-up-Frist. Falls Sino auch anfangen sollte, über die Börse zu verkaufen (was ich eher nicht glaube), dann wird der Kurs noch jahrelang niedrig stehen.

Grundsätzlich muss man mal festhalten, dass ja nicht nur Hillen und Hocke verkaufen. Auch Aufsichtsrat Simon-Alexander Zeidler hat seine im Mai 2017 zu 15 Euro gekauften Aktien im Januar 2018 zu 19 Euro schon wieder verkauft. Für mich ist es ein deutliches Warnsignal, wenn mehrere Leute, die das Unternehmen am besten kennen, unbedingt zu scheinbar so günstigen Kursen verkaufen.

MfG J:)E

P.S. In der Value Depesche Nr. 48/2018 vom 27.11.2018 hat Georg Pröbstl die Tick Trading wieder besprochen. Sein Votum: „Angesichts der hohen Dividende ist Tick Trading nicht nur ein klarer Wert zum kaufen und liegen lassen, sondern verspricht auch auf Sicht von etwa zwölf Monaten Kurspotential in den Bereich zwischen 20 und 25 Euro. Klarer Kauf!“ Seine Gewinnschätzungen lauten:
Gewinn/Aktie 18/19: 1,75 €
Gewinn/Aktie 19/20: 1,90 €


@ all

Die Investors Relation Seite der Tick AG ist ja noch extrem rudimentär. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die Gewinnentwicklung über das Unternehmensregister herauszusuchen. Wenn man mit einer tollen Dividendenhistorie wirbt, dann sollte diese für Investoren auch leicht zu finden sein:


Geschäfts-             Jahresüberschuss           Dividende je
Jahresende der Tick AG in € Aktie
30.09.2006 248.156 0,24 €
30.09.2007 486.874 0,47 €
30.09.2008 760.090 0,72 €
30.09.2009 691.931 0,69 €
30.09.2010 788.087 0,78 €
30.09.2011 1.009.689 1,02 €
30.09.2012 947.892 0,95 €
30.09.2013 1.114.830 1,11 €
30.09.2014 1.163.048 1,16 €
30.09.2015 1.293.167 1,29 €
30.09.2016 1.274.420 1,26 €


Quelle: Jahresabschlüsse im Unternehmensregister

Ich würde mal sagen, auf den ersten Blick stagnieren die Gewinne nun seit drei Jahren etwas.

Noch eine eher technische, keine fundamentale, Analyse

Man muss sich das folgende mal auf der Zunge zergehen lassen: Gestern und heute wurden in Düsseldorf und Berlin insgesamt über 151.192 Tick-AG-Aktien gehandelt. Das sind satte 86,4 % (151.192 : 175.000) aller im Freefloat befindlichen Aktien! Das ist enorm viel und würde technisch gesehen mehr als einem Ausverkauf entsprechen.
Dazu muss man noch wissen. Die Sino AG hat wohl über 90 % der 175.000 Aktien, die sie vor dem Listing für 15 Euro verkauft hat, an die (besten) Sino-Kunden abgegeben. Nun sind Sino-Kunden nicht gerade dafür bekannt, dass sie Langfristinvestoren sind. Die Aktie stand gestern und heute nie unter 16,50 Euro. Sodass hier für die Sino-Kunden ein schneller Gewinn von 10 % auf die 15 Euro Einstand drin waren.
Und gemäß dem Sino Morning Newsletter von heute Morgen, war die Tick-TS Aktie gestern bei den Sino-Kunden auch die Aktie mit den meisten Trades !!! (noch vor Southern Lithium und der Allianz) und dem zweitmeisten Volumen (nach der Allianz und noch vor BMW).
Das ist meiner Meinung nach ein weiterer Hinweis dafür, dass die meisten Sino-Kunden ihre Tick-TS Aktien mit schönem Gewinn wieder verkauft haben. Käufer dürften vermutlich eher längerfristig orientierte Anleger gewesen sein. Dafür sprechen drei Dinge: Erstens gab es gleich zu Börsenbeginn gestern einen enormen Handel. Innerhalb von nur 3,5 Stunden wurden über 65.000 Aktien zu steigenden Kursen gekauft. Das sind über 37 % des Freefloats. Da wollte jemand unbedingt die Aktie haben und wusste offensichtlich Bescheid (wie viele Nicht-Sino-Kunden wussten denn schon von dem Listing?). Zweitens lagen die Blockgrößen einzelner Trades im Bereich von 1.000 bis 5.000 Aktien. Das sind nicht gerade die Volumina, mit denen Kleinanleger investieren. Und drittens wird man so eine Position wohl kaum nach ein paar Euro Kursanstieg wieder verkaufen können. Da muss man schon einen längeren Horizont haben.

Zusammenfassend lässt sich meiner Meinung nach sagen, dass wir gestern sicher einen technischen Ausverkauf hatten, weshalb das technische Rückschlagspotential erstmal gering sein dürfte. Damit sollte jetzt eine gute Basis für einen stabilen Aufwärtstrend bestehen. Zumal die Story bisher kaum bekannt sein dürfte. Welcher Börsenbrief - außer der Value Depesche - hat den schon über die Tick TS berichtet?

Die Value Depesche hatte gestern (um 17:40 Uhr) die Tick-TS als Hauptempfehlung in ihrer Ausgabe und hat die Aktie auch ins Musterdepot aufgenommen (siehe unten). Ich schätze mal, dass viele Leser der Depesche erst heute gekauft haben, denn gestern ist nach 17:40 Uhr nicht mehr so viel gehandelt worden.
Der Herausgeber der Value Depesche - Georg Pröbstl - bringt seine besten Empfehlungen meist ein paar Wochen später noch mal in der Euro am Sonntag oder einem anderen Börsenblättchen, was dann weitere Käuferkreise in die Aktie zieht. Wenn meine These mit den festeren Händen stimmt, werden die den Kurs dann peu à peu nach oben ziehen, weil das Angebot nun deutlich knapper sein dürfte.

MfG J:)E

Tick Trading Software AG – tick TS - Ein neuer Stern am Dividendenhimmel


02.05.2017 Value Depesche Nr. 18/2017 -- Seit heute wird Tick Trading Software AG an der Börse gehandelt. Das IT-Unternehmen ist auf dem Weg zum Top-Dividendenwert und könnte bald ins Visier von Dividendenjägern kommen.
Lange angekündigt, jetzt ist es passiert. Heute ging die Sino-Tochter tick TS – Tick Trading Software – via Listing an die Börse. Die Aktie des IT-Unternehmens wird in Berlin und Düsseldorf gehandelt. Erst vor einigen Wochen hatte der Mehrheitseigner, der börsennotierte Online-Broker Sino, 175.000 Aktie oder etwa 17,5% der rund 1,0 Millionen Aktien an Investoren zu 15 Euro umplatziert. Bereits der erste Kurs lag heute rund +10% über diesem Preis und jetzt zieht es die Aktie weiter hoch. Ich möchte Ihnen den Titel unbedingt ans Herz legen. Die Steigerungen dürften noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein: Es gibt hohe nachhaltige Gewinne und tick TS dürfte schon bald zum Dividendenüberflieger werden. Dazu kommt noch Phantasie. Aber der Reihe nach.
tick TS entwickelt und betreibt Front-Office-Lösungen für den Börsenhandel. Zur Produkt- und Angebotspalette zählen beispielsweise Handelsplattformen mit zahlreichen Funktionalitäten, Tools für Order Management oder Reporting, Möglichkeiten der Risikoüberwachung des Handels mit entsprechenden Börsenzugängen und der Bereitstellung von Börsenkursen. Über die Plattform können verschiedene Basiswerte wie Aktien, Devisen oder Futures gehandelt werden. Für die Kunden werden auch maßgeschneiderte Systeme entwickelt und diese können via Cloud von einer großen Nutzerzahl via Internet genutzt werden. Darüber hinaus ist tick TS als IT-Berater und Projektentwickler unterwegs und setzt auf das margenstarke Lizenzgeschäft. Zu den Kunden zählen nicht nur die auf Heavy Trader spezialisierte Sino AG, sondern eine Reihe von großen Finanzhäusern wie BNP, Credit Suisse, HSBC Trinkaus, Morgan Stanley oder Unicredit. Insgesamt sind mehr als 3000 tick TS-Handelsplattformen in Betrieb.
Der Clou an dem Geschäftsmodell: tick TS erhält für jeden Handelsmonitor Gebühren und bei Vertragslaufzeiten mit den Kunden oft über Jahre, sind die Einnahmen gut planbar. Wie ich höre, sind etwa 70% der Erlöse fix. Das bringt stabile Ergebniszahlen. So steigerte der Börsen-IT-Experte seinen Umsatz seit 2004 Jahr für Jahr und konnte die Erlöse alleine seit 2010 auf 4,9 Millionen Euro verdoppeln. Das Lizenzgeschäft ist margenstark und bringt tick TS regelmäßig eine Gewinnrendite nach Steuern im Bereich von etwa 25%. Im vergangenen Jahr 2015/16 per Ende September lag der Gewinn bei 1,24 Euro je Aktie. Bei praktizierter Vollausschüttung gab es entsprechend eine Dividende von 1,24 Euro – Rendite 7,1%.
Im laufenden Geschäftsjahr 2016/17 ist zwar wegen erhöhter Kosten im Zusammenhang mit dem Börsengang ein Gewinnrückgang in den Bereich von etwa 1,10 Euro zu erwarten und entsprechend eine leicht fallende Dividende. Mit seinem stabilen Geschäftsmodell und der nachhaltig hohen Ausschüttung von immer noch 6,3% zählt tick TS aber trotzdem zu den Top-Zahlern auf dem Kurszettel.
Es kommt jetzt aber sogar noch besser!
Denn gut informierte Kreise gehen davon aus, dass der Gewinn von tick TS bereits in zwei Jahren, in 2018/19, auf 1,70 Euro je Aktie klettern wird. Bei erneuter Vollausschüttung wären dann 1,70 Euro Dividende drin. Eine Rendite von 9,7% wäre fast einmalig auf dem Kurszettel. Zudem gibt es Wachstumsphantasie. Tick TS baut die Produktpalette etwa im Bereich mobiles Trading aus, dann wird der Vertrieb verstärkt und zunehmende regulatorische Anforderungen in der Finanzwelt eröffnen etwa über MIFID II weitere Geschäftsmöglichkeiten für tick TS. Dazu kommt noch Phantasie. Bei Banken steht aus Kostengründen Outsourcing auf dem Programm. Commerzbank etwa will Stellen streichen und wie ich höre die noch hausinterne Wertpapierabwicklung an einen Dienstleister auslagern. Gut informierte Kreise sehen da HSBC als einen Favoriten bei so einem Outsourcing-Deal. Das wäre spannend. Denn HSBC hält 17,9% an tick TS und es gibt personelle Verflechtungen. Im Falle eines Commerzbank-Outsourcing an HSBC könnten auch tick TS schöne Orders abgreifen.
Fazit: tick TS ist neu an der Börse, die hohe Dividendenrendite von 6,3% für 2016/17 haben deshalb im Moment nur wenige Anleger auf der Liste. Gibt es in zwei Jahren wie erwartet eine Rendite im Bereich von 10% - nachhaltig, mit wahrscheinlich weiter steigender Tendenz – dann dürfte die Aktie ins Visier von Dividendenjägern kommen. Schon in zwei bis drei Jahren sehe ich deshalb Kurse um 30 Euro. Gibt es Erfolge im Outsourcing-Deal, könnte das auch schneller gehen. Ich nehme die Aktie in das Depot auf.
Votum: Bereits für 2016/17 gibt es hohe Dividenden von 6,3%. In zwei Jahren erwarte ich sogar nachhaltige Zahlungen von rund 10%. Ich nehme die Aktie in das Depot auf.
Hohe Dividenden und Phantasie: Kommt es zum Outsourcing-Deal zwischen Commerzbank und HSBC,
könnten für tick TS schöne Aufträge abfallen.
Kennzahlen - Tick Trading Software AG
ISIN: DE 000 A0L A30 4
Internet: www.tick-ts.de
Gewinn*/Aktie 16/17: 1,10 €
Gewinn*/Aktie 17/18: 1,50 €
KGV* 2017/18: 11,7
Dividende*/Aktie 16/17: 1,10 €
Rendite* 2016/17: 6,3%
Eigenkapital je Aktie*: 2,50 €
Eigenkapital-Quote*: 73,0%
Kurs/Buchwert-Verhältnis KBV: 7,0
Börsenwert: 18,5 Millionen €
Kurs: 17,49 €
Ziel: 28,50 €
Stopp: 12,30 €
@ all

Ich finde die GBC Studie ziemlich gut gelungen und lesenswert, denn erstmals werden die Produkte der Tick etwas besser erklärt und mehrere konkrete Wachstumspotenziale aufgezeigt. Dazu gehören u.a.:
-> „durch Release-Management sollte auch ohne Neukunden ein sukzessives Umsatzwachstums möglich sein“. Schon auf der HV 2019 hatte der Vorstand ausgeführt, dass er im letzten Jahr die Preise angehoben hat. Scheinbar gibt es da weiteres Potenzial für Preiserhöhungen.
-> durch den Rückzug von Bloomberg as dem Sell-Side Execution and Order Management Solutions (SSEOMS) Markt bis März 2021 sehen die Analysten „ein großes Potenzial für die tick-TS“ und die Chance schon in 2020 kleinere und mittlere Banken als Kunden zu gewinnen, da die „Integration einer derart umfangreichen Softwarelösung zeitintensiv ist.“
-> Tick entwickelt gerade eine App für Sino, die bis zum Ende des Jahres fertiggestellt sein soll und anschließend auch anderen Kunden (z.B. Asset Managern) als White Label App angeboten werden kann
-> es gibt weiteres Wachstumspotenzial durch das Gewinnen weiterer kleiner und mittlerer Asset Manager (so wie die kürzlich gemeldete Akquisition der Lloyd Fonds), da die Digitalisierung in diesem Sektor bisher „in der Regel noch nicht angekommen“ ist.
-> offensichtlich sehen die Analysten auch großes Potenzial für die Trade Republik, wenn sie schreiben, dass die TR „ein langfristig äußerst wichtiger Kunde der tick-TS werden“ könnte.
-> durch weiter zunehmendes regulatorisches Umfeld, ergeben sich Wachstumschancen z.B. im Bereich des ECM;

Das ist doch eine ganze Menge.

Es wird an mehreren Stellen immer wieder betont, dass die Kosten auch in Zukunft relativ stabil sein sollten und es somit bei steigenden Umsätzen „zu deutlich überproportionalen Ergebnisverbesserungen kommen wird.“ Wie stark das Unternehmen skalieren kann, haben die Halbjahreszahlen ja schon sehr deutlich gezeigt. Positiv finde ich, dass man nun auch längerfristig davon ausgehen kann, denn auf der letzten HV hatte sich der Vorstand zu diesem Punkt noch ziemlich schwammig geäußert. Leider wird nicht erklärt, warum die Marge in den letzten Jahren eigentlich so stark gefallen ist.

Interessant finde ich auch die Aussagen, dass „der Fokus zukünftig vermehrt auf fixen Umsatzerlösen liegen wird“, man „aktuell [einen] großen Auftragsbestand“ hat und „kaum Investitionen notwendig sind“. Bezüglich des Auftragsbestands steht an anderer Stelle noch, dass die Analysten „einige Projekte in der Pipeline der tick-TS [erwarten], welche zu signifikanten Umsatzsteigerungen führen könnten.“

Obendrein ist mein Eindruck, dass die Umsatz- und Ergebnisprognosen ziemlich konservativ sind. So gehen die Autoren an allen tabellarischen Stellen für das aktuelle Geschäftsjahr von 1,56 Mio. Euro Jahresüberschuss aus. Aber im Text schreiben sie: „Durch den hohen Anteil an wiederkehrenden Erlösen sollte das Ergebnis in der zweiten Jahreshälfte mindestens verdoppelt werden, sprich aus 1,60 Mio. €. Somit sollte die aktuelle Guidance von 1,50 bis 1,90 Mio. € gut erreicht werden.“
D.h. für dieses Jahr rechnen die Analysten mit mindestens 1,60 Mio. Euro, was bedeutet, dass die 1,63 Mio. Euro für das nächste Geschäftsjahr auch eher zu tief gestapelt wurden. Hintergrund ist, dass die Analysten „aktuell keine wesentlichen Kundenakquisitionen unterstellt haben.“ Das lässt weiteres Upside zu. Obwohl die Analysten schon mit diesen konservativen Zahlen auf ein Kursziel von 27 Euro kommen.

Schade finde ich, dass die Studie keine beruhigenden Worte bezüglich des Risikos findet, dass „ein Großkunde … kündigen oder insolvent gehen“ könnte.

Die Berechnungen hier auf dem Board bezüglich des verbliebenen Anteilsbesitzes der Herren Hillen (2,0 %) und Hocke (3,3 %) werden bestätigt.

Und ein Fun Fact habe ich noch: Offensichtlich diente den Autoren die Analystenstudie für die Deutsche Grundstücks Auktionen AG (DGA) als Grundlage für unsere Studie, denn an zwei Stellen ist von bereinigter Netto-Courtage anstatt Umsatzerlösen die Rede. Aber die bereinigte Netto Courtage ist eine Kennzahl der DGA und nicht der Tick.

FAZIT: Mit der Studie kann man sich auf Investorensuche machen und sie enthält auch für die Lesers dieses Boards eine Menge interessanter neuer Informationen.

MfG J:)E
Tick Trading Software | 18,25 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.955.745 von Syrtakihans am 25.02.19 12:56:55@ Hans Beiträge #125 und # 137

>> Statt der üblichen DD-Meldungen zu Insiderverkäufen wurden heute hingegen Insiderkäufe gemeldet.
>> Damit hat sich der o.g. Makel (vorläufig zumindest) in Wohlgefallen aufgelöst.
Ich finde es ja durchaus berechtigt darauf hinzuweisen, dass es neben den unzähligen Verkäufen auch ein paar Käufe gegeben hat. Aber so zu tun, als würden die Käufe, die Verkäufe egalisieren, geht angesichts der unterschiedlichen Dimensionen gar nicht.

Bei Tick haben DREI Insider über einen Zeitraum von mehreren Monaten Aktien im Wert von über 2,5 MILLIONEN Euro VERKAUFT. Und jetzt hat EIN Insider Aktien für 145.000 Euro (zurück)gekauft. Und damit ist alles wieder gut? Wenn sich der Markt wirklich so einfach beeindrucken ließe, wäre es schlimm. Und deshalb staune ich, dass Du da so einen Wirbel drum machst.

Wer Lust hat, kann sich ja mal die alten Trades der Sino-Organe in der Sino-Aktie auf www.insiderdaten.de ansehen. Die zeigen meiner Meinung nach, dass die Organe sehr gut einschätzen können, wann man besser kauft oder verkauft. Aus meiner Sicht haben sich die Sino-Organe bei den freien Aktionären regelrecht bedient. Und sie tun es noch, wie ein aktueller Beitrag im Sino-Board deutlich macht. Im Dezember hat Ingo Hillen nämlich wieder Sino Aktien gekauft und dazu schreibt tofu1 in Beitrag 2.327: „insbesondere bei dem Kauf vom 18.12. zu 4,10 Euro sieht man, dass Herr Hillen ein ganz schoenes Schlitzohr ist. Der Auftrag muss ja direkt nach Veroeffentlichung der Adhoc eingestellt worden sein.“ Weil die Aktie sofort nach der Ad-Hoc auf ca. 4,80 Euro gesprungen ist, wie die übrigen Käufe von Herrn Hillen zeigen.
Es hat schon seinen Grund, dass die Insider in anderen Unternehmen erst Stunden oder Tage nach der Veröffentlichung der Ad-Hoc handeln dürfen. Der Markt muss nämlich die Gelegenheit haben, die Information auch erstmal zu verarbeiten. Alles andere ist wie verbotener Insiderhandel. Zwar legal, aber es bleibt die Ausnutzung von Insiderinformationen vor dem Markt.

MfG J:)E

P.S. Bitte nicht verwirren lassen, dass es lange Zeit keine Directors Dealings Meldungen bei Sino gab. Das muss nicht heißen, dass die Organe nicht in der Aktie gehandelt haben. Sie mussten es nur nicht melden, denn Ende 2012 hatte sino „einen Antrag auf Widerruf der Zulassung im regulierten Markt der Düsseldorfer Wertpapierbörse [gestellt], verbunden mit der Einführung in den Teilbereich 'Primärmarkt' des Freiverkehrs der Düsseldorfer Wertpapierbörse. Der Segmentwechsel soll im ersten Quartal 2013 abgeschlossen sein.“ (Sino DGAP-News 05.11.2012) Durch diesen Segmentswechsel war auch Pflicht erloschen, Insiderhandel als Directors Dealing zu melden. Wie praktisch. Das hat sich erst mit der EU-Missbrauchsverordnung (MAR) ab dem 03.07.2016 wieder geändert. Denn die hat dafür gesorgt, dass nun auch die Organe von Freiverkehrswerten ihren Handel in den eigenen Aktien melden müssen.
Ich habe hier in den letzten Monaten auch viel herumgerätselt und leider immer noch keine sichere Antwort darauf was hier los ist mit den Insiderverkäufen bei gleichzeitiger offensichtlicher Unterbewertung.

Das einzig realistische Gefahrenszenario wäre, dass für den Fall einer scharfen Transaktionssteuer mit erheblichen Kundeneinbußen gerechnet wird. Oder dass da andere Probleme lauern Das passt aber schlecht dazu, dass schon seit längerer Zeit (also seit Börsengang mindestens, und der sollte eigentlich ja schonmal früher kommen) Sino reduziert und die Gründer abbauen. In der ganzen Zeit wurden neue Kunden gewonnen und das Ergebnis gesteigert, die Prognose ist außerdem sehr optimistisch und es werden neue Leute eingestellt, teurer Umzug um näher an Entwicklern und Kunden zu sein, ein neues Frontend für Mobilgeräte wird (endlich) gebaut, also in die Zukunft investiert. Und dazu kommen die Käufe aus dem Umfeld von Matthias Hocke vor kurzem - zum Untergangszenario passt das eher nicht.

Ich spekuliere eher darauf, dass sich Hillen und Hocke ebenfalls an sinos neuem Tradingstartup Trade Republic beteiligen wollten - sino hat ja offensichtlich nicht alleine investiert und es würde eine ähnliche Gesellschafter-Konstellation wie bei ursprünglich bei Tick TS entstehen. Die letzte Kapitalerhöhung von der Firma war Ende 2018 - und im November haben Hocke und Hillen fast gleichzeitig größere Mengen an Aktien verkauft. Meint ihr nicht, das würde eine Erklärung bieten?
Ich habe jedenfalls eine kleine Position aufgebaut. Würde mich über Diskussionen dazu freuen!

https://www.preis-und-wert.com/tick-trading-software-zu-guen…
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.926.457 von TobiB am 20.02.19 21:46:43@ Tobi (& hugohebel schrieb am 09.01.19 09:44:15 Beitrag Nr. 111)

Erstmal vielen Dank für Deine ausführliche Analyse der Tick TS AG in Deinem Blog. Hat Spaß gemacht sie zu lesen und sie ist sicherlich gut für unser Unternehmen, weil sonst sehr wenig über Tick und die Aktie zu finden ist.

Deine Idee, dass die Verkäufe der Tick Aktien dazu gedient haben könnten, den Einstieg bei dem Fintech Trade Republic zu finanzieren, fand ich richtig gut. Wenn das stimmen würde, dann fände ich die Verkäufe der Insider doch nicht so negativ wie bisher. Daher habe ich mal geschaut, ob sich Deine Vermutung auch belegen lässt. Du schreibst:

>> Ich spekuliere eher darauf, dass sich Hillen und Hocke ebenfalls an sinos neuem Tradingstartup
>> Trade Republic beteiligen wollten - sino hat ja offensichtlich nicht alleine investiert und es würde eine
>> ähnliche Gesellschafter-Konstellation wie bei ursprünglich bei Tick TS entstehen. Die letzte
>> Kapitalerhöhung von der Firma war Ende 2018 - und im November haben Hocke und Hillen fast
>> gleichzeitig größere Mengen an Aktien verkauft. Meint ihr nicht, das würde eine Erklärung bieten?

Also, Ingo Hillen hat sich an der Trade Republic beteiligt. In der Sino Ad-Hoc vom 18.12.2018 konnte man lesen: „Die Bestellung von Ingo Hillen, der mit knapp 7% mittelbar an dem Fintech beteiligt ist“

Die Informationen, die im Unternehmensregister zu finden, bestätigen das auch. Allerdings nicht den von Dir angegebenen Zeitpunkt. Ingo Hillen hat sich an der Kapitalerhöhung Ende Oktober aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr beteiligt. Vermutlich weil sie ihm zu teuer war.

Insgesamt hat die Trade Republic seit dem 11.08.2017 vier Kapitalerhöhungen durchgeführt. Fast alle neuen Anteile wurden jedes Mal von Dr. Simon-Alexander Zeidler als Treuhänder gezeichnet. Auf diese Art soll wohl verschleiert werden, wer sich tatsächlich an dem Fintech-Start-up beteiligt. Durchaus nachvollziehbar, dass die Herren möglichst lange geheim halten wollten, an was sie da basteln. Schließlich legen sie sich mit Trade Republic mit der ganzen Branche an - von den Banken, über die Direktbroker bis hin zu den Börsenplätzen wie Stuttgart und Tradegate. Disruption vom Feinsten - wenn es klappt (Daher solltest Du vielleicht auch nochmal Dein Fintech Group Investment überdenken).

Wegen dieser Treuhänderkonstruktion ist nicht bei allen Trade Republic Anteilen klar, wer wirklich der Eigentümer ist. Aufschluss gibt eine Gesellschafterliste vom 18.12.2018 die zumindest für einen Teil der Anteile die Inhaber ausweist. Da ist u.a. Ingo Hillen zu finden. Matthias Hocke aber nicht.
Ich glaube aber - genau wie Du - dass die Gesellschafter-Konstellation bei der Trade Republic ähnlich wie bei der Tick TS AG vor dem Börsengang ist. D.h. ich vermute, dass Matthias Hocke genauso beteiligt ist, wie einer der der Trade Republic Kooperationspartner HSBC oder Lang & Schwarz. Vielleicht sogar die Tick AG, die auch immer mal wieder als unterstützendes Unternehmen genannt wird.
Für die Vermutung, dass es sich um eine ähnliche Gesellschafterkonstellation wie bei der Tick handelt, spricht schon der Treuhänder. Dr. Simon-Alexander Zeidler ist nämlich nicht nur Treuhänder der Trade Republic Anteile, sondern auch der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Tick TS AG. Womit sich der Kreis wieder schließt.

Soweit, so gut. Aber wie sieht es nun bezüglich der Beträge aus, um die es hier geht? Die entscheidenden Hinweise stehen in einer Sino Ad-Hoc vom 23.11.2018:

„An diesem Fintech [Trade Republic] hatte sich die sino in 2017 über ihre 100%ige Tochtergesellschaft, die sino Beteiligungen GmbH, im Rahmen einer Kapitalerhöhung mit zunächst 67 Prozent mittelbar beteiligt. Bei nachfolgenden Kapitalerhöhungen unter Führung von sino sammelte das Fintech in den letzten Monaten insgesamt mehr als 5 Millionen Euro ein, davon rund 3 Millionen Euro von privaten Investoren und einem Unternehmen. Derzeit beträgt der Anteil der sino Beteiligungen GmbH an dem Fintech rund 55 Prozent.
Insgesamt hat die sino Beteiligungen GmbH rund 2,9 Mio. Euro im Rahmen von Kapitalerhöhungen in das Fintech investiert, im Wesentlichen finanziert aus dem Verkaufserlös von rund 2,6 Millionen Euro für rund 175.000 Aktien der tick-TS AG im Mai 2017.“

Ich fasse zusammen: „Insgesamt haben verschiedene Investoren Trade Republic bisher mit rund 6 Mio. Euro frischem Geld finanziert,“ wie Ingo Hillen am 04.02.2019 der Vorstandswoche gesagt hat.
Sino selbst hat 2,9 Mio. Euro investiert und hält dafür nun 55 % an dem Fintech. D.h. Sino hat im Durchschnitt rund 52.700 Euro pro Anteilsprozentpunkt bezahlt. Ingo Hillen, der parallel mit Sino investiert hat, hat dann vermutlich für seine 7 % nicht mehr als 370.000 Euro gezahlt. Vielleicht sogar weniger, weil er vor allem bei der allerersten KE einen hohen Anteil gezeichnet hat, als die Bewertung des Fintechs noch deutlich niedriger war, als bei der vorerst letzten KE.
Sollte Matthias Hocke sich so, wie in der Vergangenheit bei Sino und bei Tick, in gleicher Höhe wie Ingo Hillen beteiligt haben (was nicht wirklich sicher ist), dann hätte er auch um die 370.000 Euro investiert - möglicherweise auch etwas mehr oder sogar weniger.

Aber Ingo Hillen hat für 1,4 Mio. Euro Tick Aktien verkauft. Und Matthias Hocke selbst nach dem Rückkauf Anfang 2019 für 965.000 Euro. Also zumindest die beiden haben weit mehr Tick Aktien verkauft, als sie später in Trade Republic Anteile investiert haben.

Aus meiner Sicht widerlegt das die schöne Annahme, dass die beiden die Tick-Aktien nur verkauft haben, um die Mittel für ein Investment in der Trade Republic frei zu bekommen. Und spätestens, wenn neue Verkäufe der beiden auftauchen, wäre diese These gar nicht mehr zu halten. Und dieser Fall ist ja mittlerweile eingetreten.

MfG J:)E
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.067.431 von philojoephus am 11.03.19 11:46:07
Zitat von philojoephus: @ Hans Beiträge #125 und # 137

>> Statt der üblichen DD-Meldungen zu Insiderverkäufen wurden heute hingegen Insiderkäufe gemeldet.
>> Damit hat sich der o.g. Makel (vorläufig zumindest) in Wohlgefallen aufgelöst.
Ich finde es ja durchaus berechtigt darauf hinzuweisen, dass es neben den unzähligen Verkäufen auch ein paar Käufe gegeben hat. Aber so zu tun, als würden die Käufe, die Verkäufe egalisieren, geht angesichts der unterschiedlichen Dimensionen gar nicht.

Bei Tick haben DREI Insider über einen Zeitraum von mehreren Monaten Aktien im Wert von über 2,5 MILLIONEN Euro VERKAUFT. Und jetzt hat EIN Insider Aktien für 145.000 Euro (zurück)gekauft. Und damit ist alles wieder gut? Wenn sich der Markt wirklich so einfach beeindrucken ließe, wäre es schlimm. Und deshalb staune ich, dass Du da so einen Wirbel drum machst.


Wenn hier ein Vorstand (Herr Hocke) Aktien im Wert von rd. 145 T. EUR für Depots von Familienmitgliedern kauft, dann ist das für mich ein Indiz dafür, dass dieser keine schlechten Nachrichten erwartet und von einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung ausgeht. Daher werte ich diese Insiderkäufe positiv. Daran ändert auch nichts, dass ein AR (Herr Hillen) den Verkauf seines Bestandes fortsetzt.

Natürlich kann man nicht mit vollkommener Sicherheit ausschließen, dass es sich hier nicht doch bloß um reines Taktieren handelt. Ich habe jedoch so viel Vertrauen in die Person, dass ich davon nicht ausgehen mag. Andernfalls wäre ich hier auch gar nicht investiert.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.318.553 von Effektenkombinat am 10.04.19 08:38:53Ist eher so naja der Bericht... Wenn man schon so auflockernde Details über das Buffet bringt sollte man in einigen wichtigen Details nicht ganz so sparsam sein mit Infos.

Es soll ein Research zur Aktie kommen und Sino will seine LockUp nicht verlängern. Eigentlich lässt sich das so zusammenreimen das man vlt. mal mit Hilfe einer Bank eine Umplatzierung machen will. Etwas mehr Freefloat und die ständigen Aufsichtsratsverkäufe könnte man so mal in den Griff bekommen. Ich frage mich eh warum man nicht mal eine einfache Umplatzierung macht, es muss doch Fonds geben die ein Softwareunternehmen mit 8% Dividende und KGV 10-12 im Portfolio haben wollen.

Für ein Unternehmen das eigentlich so börsenaffin ist ist man leider extrem unfähig was die eigene Aktie angeht.



Ich habe mir ihren Bericht mal gegönnt. Ein guter Schreiber ist der Autor leider nicht.[/quote]
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.721.308 von InvesterFiesta am 03.06.19 13:46:18
Zitat von InvesterFiesta: Wahnsinn wie die Aktie dahin siecht. Einen großen Win in diesem Jahr (nicht GJ) vermisse ich bisher.


Selbst wenn die Aktie dieses Jahr kursmäßig wieder nur stagnieren sollte, machen wir Aktionäre eine 8-Prozent-Rendite alleine durch die Dividende. Damit kann ich schon ganz gut leben - wenn dann noch der Kurs steigt, schmeiße ich ne Party ;)
@ all

Ich finde auch, dass sich die Halbjahresmeldung und der Halbjahresbericht sehr, sehr positiv lesen - neues Rekordergebnis, neue Kunden, neue potenzielle Kunden und neue Produkte. Einzig der Hinweis, dass der Vorstand nur "vorsichtig optimistisch" ist, trübt irgendwie das Bild. Denn das passt so gar nicht zu den übrigen Aussagen. Bisher wurde immer betont, dass das Geschäft recht stabil ist und man kaum Kunden verliert (außer durch Insolvenzen und Übernahmen). Warum dann vorsichtig optimistisch? Wenn man das Halbjahresergebnis verdoppelt, dann kommt man auf 1,60 Euro je Aktie. Und das zweite Halbjahr könnte doch noch etwas besser werden, denn die neuen OBS-Kunden hat man ja erst Ende 2018 also am Ende des Tick Q1 2018/19 live geschaltet. Und neue Kunden will man auch noch gewinnen. Wie wahrscheinlich ist es da, dass man die mindestens 1,50 Euro nicht mehr erreicht?

Gemäß Halbjahresbericht hat man mit der Lloyd Fonds einen weiteren Kunden gewonnen. Wenn ich das richtig interpretiere, dann ist das ein Kunde im Bereich Asset Management. Den Bereich will man ja ausbauen. Und man führt weitere "gute Gespräche mit mehreren Interessenten bzw. Kunden über den Ausbau der Zusammenarbeit."

Von dem Settlement Monitor höre ich zum ersten Mal. Das scheint ein neues Produkt zu sein. Zitat aus dem Halbjahresbericht: „Die Entwicklung des sogenannten „Settlement Monitors“, einer Applikation zur Überwachung der Erfüllung von Kassa- und Termingeschäften, steht kurz vor dem Abschluss und wird vorerst exklusiv bei unserem Kunden HSBC Trinkaus & Burkhardt lizensiert.“

Also aus meiner Sicht kann man dem Vorstand und allen Mitarbeitern für dieses Ergebnis nur danken.


@ werthaltig Beitrag Nr. 203

>> Ich bin gespannt ob insbesondere Hocke mit seinem Ausstieg bei Tick und re-invest in Sino/bzw,
>> trade-republic in 5 Jahren noch so happy ist. Ich persönlich halte von trade-republic nicht viel.
Da verwechselst Du etwas. Nicht der ehemalige Tick Vorstand Matthias Hocke hat massiv Tick Aktien verkauft, um in die Trade Republic und Sino zu investieren, sondern Ingo Hillen - Vorstand der Sino AG und Geschäftsführer der Trade Republic (TR).
Und was die Wertentwicklung der TR angeht, würde ich schätzen, dass Herr Hillen sein Investment in die Trade Republic auf Basis der letzten Bewertungsrunde bereits verdreifacht hat. Die Sino AG und Herr Hillen haben parallel in die TR investiert. Gem. Ad-Hoc der Sino vom 23.11.2018 hat Sino rund 2,9 Mio. Euro investiert, die „auf Basis der Post-Money Bewertung zum Zeitpunkt der letzten Kapitalerhöhung des Fintech“ rechnerisch 9,5 Millionen Euro wert waren. Ergo hat sich Investment zumindest auf dem Papier verdreifacht. Insofern war die TR für ihn klar das bessere Investment. Und das muss ja noch nicht das Ende der Fahnenstange sein.
Wir dagegen haben im gleichen Zeitraum (also seit dem IPO der Tick AG vor zwei Jahren) noch nicht einmal 30 % Wertzuwachs bei der Tick gesehen. Insofern ist der Weg zu einer Verdreifachung noch ziemlich lang.

Herr Hillen hatte bis gestern noch ca. 22.000 Aktien. Ich gehe davon aus, dass er die mit den Halbjahreszahlen und der GBC Studie abverkaufen wird. Gut möglich, dass der größere Teil der 20.700 Aktien, die heute an allen Börsenplätzen gehandelt wurden von ihm sind. Denn irgendwoher müssen diese großen angebotenen Stückzahlen (im Brief waren zeitweise 5.000 Stück) ja kommen. In ein paar Tagen wissen wir mehr.

Und wenn er all seine Aktien abverkauft hat, wird es spannend: Gibt es weitere größere Verkäufe? Oder zieht der Kurs - getrieben von den guten Halbjahreszahlen, der GBC Studie und der Teilnahme an der mkk im Dezember - langsam nach Norden?

MfG J:)E
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.839.038 von ChrisHamburg01 am 19.06.19 09:33:31
Zitat von ChrisHamburg01: Jetzt habt ihr mich neugierig gemacht und als Dividendenjunkie hätte mir gerne Aktien gekauft. Geht aber nicht. Ich bin bei Banx Broker und da ist die Aktie nicht gelistet, weil sie weder in Frankfurt, noch auf Xetra und Tradegate gehandelt wird. Bei Degiro kann ich sie auch nicht kaufen. Schade.



So und jetzt rechne mal aus, was dir für Gewinne entgehen, wenn die Aktie auf 30 Euro gestiegen ist und überlege nochmal, ob deine (aus Geiz) erfolgte Brokerwahl die Richtige gewesen ist.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.982.585 von ypom am 09.07.19 09:49:33@ ypom schrieb am 09.07.19 09:49:33 Beitrag Nr. 240


>> GBC ist ein Beratungshaus für die Finanzbranche. Bei GBC können AGs Research-Studien in
>> Auftrag geben. Dementsprechend positiv fallen die Analysen aus. Ausführlich und durchaus
>> kompetent werden die Potenziale und die Stärken des Geschäftsmodells beschrieben. Leider fehlt
>> dann eine vergleichbar ausführliche Darstellung der Risiken und Schwachstellen. So wundert es
>> nicht, dass rund 97 Prozent der Empfehlungen auf „Kaufen“ hinauslaufen. „Verkaufen“ kommt gar
>> nicht vor.
Alles richtig. Aber bei solchen bezahlten Studien ist doch nicht die Kaufempfehlung oder das Kursziel der Analysten entscheidend, sondern was sie schreiben und mit welchen Begründungen sie zu der Empfehlung kommen.
Die Analysten solcher Researchhäuser haben in der Regel keine Zeit groß eigenes Research zu betreiben. Insofern kann man davon ausgehen, dass die Masse der Informationen in so einer Studie, direkt vom Vorstand/Unternehmen selbst stammt. Dass die Tick AG Kunden von Bloomberg gewinnen könnte, haben die Analysten mit Sicherheit nicht selbst herausgefunden. Und wie sollten die Analysten bei so einem Miniunternehmen Projekte und Märkte identifizieren, „welche in Zukunft zu sprunghaften signifikanten Umsatzsteigerungen führen könnten“?
Ich lese diese Studien daher nicht, wegen dem Kursziel, sondern um herauszufinden, welche neuen Informationen darin enthalten sind. D.h. Informationen die bisher nicht (einer breiten Öffentlichkeit) bekannt waren. Und das waren in diesem Fall eine ganze Menge Informationen.
Für mich hat der Vorstand der Tick mit dieser Studie erstmals dargelegt, was er glaubt, wie sich das Unternehmen in Zukunft entwickeln könnte. Und dazu gab es bisher kaum Informationen. Für mich sind durch diese Studie die zukünftigen Wachstumsaussichten und möglichen Entwicklungen der Tick sehr viel konkreter geworden.
Da die ganzen Informationen in der Studie offiziell gar nicht Äußerungen des Vorstands sind, kann er sich da auch freier äußern als im Geschäftsbericht, der Hauptversammlung oder vor Aktionären im Allgemeinen, wo er vielleicht für seine Aussagen zur Rechenschaft gezogen werden könnte. Manche Vorstände nutzen das aus und malen ihr Unternehmen in den schillerndsten Farben. Da ich unseren Vorstand bisher aber als eher konservativ und vorsichtig mit seinen Prognosen erlebt habe, glaube ich nicht, dass er da vor den Analysten reine Wolkenschlösser gezeichnet hat. Aber natürlich ist es die Aufgabe eines gewissenhaften Investors nun selbst zu überprüfen, wie realistisch diese Aussichten sind. Insofern macht werthaltig es richtig, wenn er schreibt: „Ich betrachte Studien immer nur als Anregung zur eigenen Recherche.“ Genau so sollte man es sehen und machen.

Allerdings ist das Schöne bei der Tick AG, dass die Masse der in der Studie dargelegten Wachstumspotenziale weder im aktuellen Kurs noch im Kursziel der Studie eingepreist sind.
Um den aktuellen Kurs zu rechtfertigen würde es ja schon reichen, wenn das Unternehmen in Zukunft die derzeitige Ertragskraft nur halten kann. Weitere Steigerungen braucht es da ja gar nicht.
Aus meiner Sicht ermöglicht die Studie nun zwei prinzipiell gegenläufige Betrachtungsweisen:
Da die aktuelle Bewertung derzeit kein Wachstum eingepreist hat, würde die Bewertung anziehen, wenn sich das in Aussicht gestellte Wachstum materialisiert. Ergo habe ich kaum Downsidepotenzial aber Upsidepotenzial für das ich aktuell nichts bezahlen muss.
Alternativ kann ich aber auch davon ausgehen, dass sich in ein paar Jahren das Risiko materialisiert, dass ein Großkunde verloren geht. Dann habe ich Downsidepotenzial. Das könnte aber durch das aufgezeigte Wachstumspotenzial (über)kompensiert werden. Ich meine zwischen 2016 und 2019 wird die Tick mehr wiederkehrenden Umsatz dazugewonnen haben, als dieser Großkunde mit der Tick Umsatz macht. So abwegig ist der Gedanke also nicht. Der Vorstand hat ja bisher konservativ prognostiziert und bisher sind seine Prognosen eingetroffen. Wenn das so weitergeht dürften die Investoren auch mehr Zuversicht in die Prognosesicherheit bekommen. Und ob der Großkunde am Ende wirklich ausfällt, ist ja nicht mal ausgemachte Sache.

FAZIT: Durch diese Studie hat sich meine Sicht auf das Chance/Risikoverhältnis in der Aktie klar verbessert, weil ich das Downsiderisiko nun geringer einschätze und eine bessere Vorstellung vom möglichen Upside habe. Der schlimmste Fall in beiden Szenarien ist, dass der Kurs nicht steigt. Aber wenn es gut läuft, hat der Kurs ordentlich Potenzial. Und zwischenzeitlich wird mir das Warten mit 8 % Dividendenrendite versüßt.
Was die zeitliche Schiene angeht, hängt es extrem stark davon ab, was Sino mit seinem 25 % Anteil an der Tick macht. Außerbörsliche Blockverkäufe (so wie Herr Hocke das gemacht hat) würde ich weit weniger negativ sehen, als der kleckerweise Abverkauf über die Börse.

@ InvesterFiesta schrieb am 11.07.19 13:30:34 Beitrag Nr. 245

>> Es wäre gut zu wissen wie die Vertragsstrukturen sind, ergo wie lange die Großkunden noch laufen.
Auf der HV wurde gesagt, dass die Verträge meist eine Laufzeit zwischen drei und fünf Jahren haben und im Anschluss verlängert werden. Kunden verliert man eigentlich nur durch Insolvenz oder Übernahme.

MfG J:)E
Tick Trading Software | 18,40 €
Tick Ts ist ja nicht nur ein beliebiges Softwareprodukt was die Unternehmen die es nutzen beliebig ersetzen können. Tick ist tief in den Handelsabteilungen verwurzelt. Da geht es um extrem kritische Anwendungen über die extrem viel Geld läuft. Sowas ersetzt man nicht um dann irgendwo anders vlt. dreieurofuffzisch einzusparen.

Da sehe ich den großen Vorteil einer Tick, der Markt hat nur eine überschaubare Größe und jeder kennt jeden. Hier werden wir kein Wachstumsmonster bekommen aber ein solide wachsendes kleines Unternehmen. Für neue Mitbewerber ist der Markt wohl auch zu klein um dort neue Konkurrenz aufzubauen. Da erwarte ich eher das sich vlt. sogar mal ein Wettbewerber aus dem Markt zurückzieht, da die regionalen regulatorischen Anforderungen auch immer anspruchsvoller werden.

Die Insiderverkäufe sind und bleiben das Damoklesschwert und man wird sich solange die laufen immer fragen ob die da mehr wissen oder nicht. Aber so oft ich mir das alles angeschaut habe komme ich unter dem Strich doch immer wieder zu einer positiven Einschätzung des Unternehmens.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.862.993 von Aliberto am 21.06.19 17:44:19Das ist die 1 Mio. $ Frage:D

Der Grund für Kurse unter 20 ist je genau diese Unsicherheit. Kein Mensch will mehr zahlen wenn noch jede Menge Material für günstige Preise vorhanden ist.

Ich persönlich halte es für durchaus sehr wahrscheinlich dass sich SINO auch aus Tick verabschiedet.

Für 17Euro würde ich nochmal aufstocken und dann halt noch 1 oder 2 Jahre warten bis die Eigentümerstruktur endlich komplett neu ist. Wenn sich die aktuell guten Aussichten auch nur halbwegs materialisieren lassen dann sehe ich kein Problem, dass der Markt diese 250.000 Aktien schneller aufnimmt als das Gewürge der letzten beiden Jahre. Denn bislang war ja gar nicht so klar, dass Tick weitere Kunden mit weiteren Produkten und echten Wachstum werden würde. Das ist meines Erachtens der neue entscheidende Aspekt und den gilt es jetzt bis Mitte 2020 zu verifizieren.

Geht die Rechnung auf, dann:lick:



Zitat von Aliberto: Wie schätzt Ihr denn die Möglichkeit bzw. Gefahr ein, dass die Sino AG bzw. Sino Beteiligung GmbH sich jetzt auch aus der Tick Trading AG komplett verabschiedet und dann kämen ja weitere ca. 250.000 Aktien in den nächsten Monaten auf den Markt. Nachdem Hocke ja verkündet hat, dass er zum Mai 2020 aus dem Vorstand ausscheidet, scheint ein Verkauf seiner Aktien ja recht plausibel. Warum sollte dann die Sino AG bzw. Sino Beteiligung GmbH sich jetzt nicht nach und nach auch verabschieden ?

Ich würde zumindest zuerst die eigenen gehaltenen Aktien verkaufen (haben Hocke und Hillen ja jetzt anscheinend gemacht) und dann mit dem Verkauf der mittelbar gehaltenen Aktien anfangen ....oder ?
Tick Trading Software | 18,50 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.956.497 von imperatom am 04.07.19 17:52:26@ imperatom schrieb am 04.07.19 17:52:26 Beitrag Nr. 234

>> Der Ausblick zum SSEOMS ist ziemlich interessant, wenn auch einigermaßen spekulativ.
>> International dürfte es da einige Konkurrenz geben, die in der Analyse keine Rolle zu spielen scheint.
Dazu hatte der Vorstand auf der HV einige Ausführungen gemacht. So wie ich das verstanden habe, hat Tick schon sämtliche OBS-Kunden von Bloomberg gewonnen.
Der bisherige Anbieter für die Banken, die Tick über den OBS-Adapter gewinnen konnte, war das deutsche Unternehmen Real Time Systems AG (RTS www.rtsgroup.net). RTS ist im Jahre 2014 von Bloomberg gekauft worden ( http://www.marketswiki.com/wiki/RTS_Realtime_Systems_Group). Und schon vor einiger Zeit hatte Bloomberg angekündigt den RTS Service nicht mehr fortzuführen. Deshalb ist Tick die Partnerschaft mit der DSW eingegangen (DSW steht für Die Software Peter Fitzon), um DSW-Kunden eine Alternative zur RTS anzubieten. Ende 2018 ist der RTS Dienst dann eingestellt worden, weshalb es das auch diese Ballung von Neukunden gab.
Das mit SSEOMS scheint aber noch etwas anderes zu sein, weil in der Analyse steht, dass die Tick ihrer Software erweitern muss, um ein vergleichbares Produkt anbieten zu können.

>> Die Erwartungen zum Jahresgewinn des laufenden GJ erscheinen mir dagegen arg zurückhaltend
>> angesichts der schon vorliegenden Halbjahresgewinne - das würde bedeuten, dass das 2. HJ
>> schwächer verliefe als das erste, und das wäre komplett untypisch für Tick.
Dass das zweite Halbjahr in den letzten Jahren immer besser war als das erste kommt durch das Kundenwachstum zustande. Auf der HV 2019 hat der Vorstand auf die Frage, ob das ein typsiches saisonales Muster bei der Tick geantwortet: Nein das ist nicht typisch; beides ist möglich - d.h. es kann mal das erste Halbjahr und mal das zweite Halbjahr stärker sein; das hängt von den Projekten ab

MfG J:)E
Tick Trading Software | 18,10 €
Abgesehen von der GBC-Studie gab es ja diese Woche auch nach andere Neuigkeiten:

tick Trading Software AG: tick-TS verleiht dem Asset-Manager Lloyd Fonds AG neues Profil: Eine neue digitale Arbeitswelt für das Ziel der Qualitätsführerschaft

https://www.dgap.de/dgap/News/dgap_media/tick-trading-softwa…
Tick Trading Software | 18,50 €
Die Frau vom Vorstand kauft im Februar 4.500 Aktien und nun verkauft sie wieder mit 3 Euro Gewinn. Das ist doch echt ein Witz, was hier abläuft. Die sollten sich was schämen ...
Tick Trading Software | 19,00 €
Fassen wir doch mal die Entwicklung seit dem Börsengang zusammen

Negativ

- Insiderverkäufe
- stockende Kursentwicklung
- Kommunikation stark verbesserungswürdig (was m.E. gerade passiert, siehe heutiges Interview)
- Immobilie wurde nicht neu vermietet

Positiv

- zwei mal hohe Dividende erhalten
- Aktie steht am Allzeithoch
- solide fundamentale Entwicklung
- starker Ausblick auf die kommenden Jahre

Alles nicht perfekt aber auch nicht sooo übel wenn man sich im selben Zeitraum viel andere Aktien anschaut.
Tick Trading Software | 19,00 €
@ all

War doch ganz nett mit dem Interview. So bleibt man im Gespräch.

Ich fand folgendes noch interessant:
Herr Goetz sagt gleich zu Anfang: "Die Kontrolllampen auf dem Unternehmens-Dashboard leuchten grün. Die aktuellen Projektentwicklungen liegen on track und der Housing- und Hosting-Betrieb läuft sicher und stabil."
Ich interpretiere das so, dass bisher im 2HJ keine negativen Überraschungen aufgetaucht sind und man im Plan liegt - auch bei den Projektentwicklungen. Ergo steht der Annahme der Analysten, dass man das Ergebnis des 1HJ 2019 verdoppeln kann, nichts im Weg. Ich rechne daher weiterhin mit mindestens 1,60 Euro Gewinn je Aktie.

Die Kommentare zu den Aktienverkäufen der Organe waren leider weder Fisch noch Fleisch. Offensichtlich sah man den Bedarf, dazu irgendetwas zu sagen. Aber leider war es ja wenig konkret.
Dass Herr Hocke jetzt erstmal nicht mehr verkaufen möchte, finde ich positiv. Aber er hat ja auch bisher etwas kursschonender agiert, als Herr Hillen, da er größere Pakete auch außerbörslich platziert hat.
Und entscheidend wären doch Aussagen zu den Beständen gewesen, über die Herr Hillen verfügt. Aber Herr Hillen sagt eigentlich gar nichts. Weder zu seinem Bestand noch zu dem Bestand der sino AG.
Dabei hätte man davon ausgehen können, dass er zumindest zum sino Bestand etwas hätte sagen können. Denn nachdem das Start-Up der Sino, die Trade Republic, eine sehr große Kapitalerhöhung vollzogen hat, ist klar, dass sino da kein Geld mehr nachschießen muss. Damit entfällt auch ein Grund, die Tick Aktien zu verkaufen. Dass trotzdem keine klare Aussage erfolgt, dass man die Aktien behalten will, finde ich sehr negativ.
Schon in Beitrag Nr. 147 hatte ich darauf hingewiesen, dass sowohl Herr Hocke als auch Herr Hillen Trader sind, die kein Problem damit haben ihr Wissen ggü. den freien Aktionären auszunutzen. Und genau das Muster, das sich bei sino gezeigt hat, hat sich nun auch bei der Tick gezeigt. Insofern muss man auch weiterhin damit rechnen, dass Stücke einfach so auf den Markt geworfen werden.

Übrigens denke ich, dass wir nur sehr spät erfahren werden, ob sino verkauft oder nicht. Denn vermutlich greift bei der sino keine der üblichen Meldepflichten. Da gibt es keine Pflicht einer Directors Dealings Meldung, weil die sino ja kein Aufsichtsratsmitglied ist und auch die üblichen Stimmrechtsmeldungen (z.B. bei der Unterschreitung der 25 % Schwelle) entfällt, weil die Tick nicht im geregelten Markt notiert ist. Wenn sino nicht freiwillig meldet (und warum sollte sino das tun), dass Tick Aktien verkauft wurden (z.B. im Rahmen der Quartalsberichterstattung), könnte man höchstens an der HV-Präsenz erkennen, ob sino noch alle Stücke hat.

MfG J:)E
Tick Trading Software | 18,70 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.860.002 von Effektenkombinat am 03.05.17 23:50:47@ Effektenkombinat schrieb am 03.05.17 23:50:47 Beitrag Nr. 16

Guter Hinweis. Vielen Dank. Dann ist der Case natürlich nicht mehr ganz so stark. Wobei auch ein Börsenumsatz von 20 % des maximal möglichen Freefloats (151.192 : 754.875) technisch gesehen einem satten Ausverkauf entspricht. Und ich vermute, dass der tatsächliche Freefloat geringer sein dürfte.

Und natürlich bleibt das Argument bestehen, dass jemand unbedingt in die Aktie rein wollte. Ich kenne nicht so viele einfache Börsenlistings, würde aber vom Gefühl her sagen, dass es extrem ungewöhnlich ist, das gleich an den ersten zwei Listungstagen so ein massiver Umsatz stattfindet.

Als mögliches Vergleichsbeispiel fällt mir die DeFaMa (WKN A13SUL) ein, die am 13.07.2016 gelistet wurde. Von der Marktkapitalisierung und Vernetzung in der Nebenwerteszene durchaus mit der Tick TS vergleichbar. Der Freefloat betrug damals 1.475.000 Aktien (3.225.000 Aktien - 1.750.000 Aktien der Vorstände). Am ersten Börsentag sind - unter steigenden Kursen - 21.458 Aktien bzw. 1,5 % des Freefloats gehandelt worden. Bei der DeFaMa hat es - unter kontinuierlich steigenden Kursen - ziemlich genau 7 Monate (und eine 10 %ige KE) gedauert bis 20 % des ursprünglichen Freefloats an der Börse gehandelt wurden!

MfG J:)E
Ich finde es auch mittlerweile ein Unding, wie hier geschmissen wird. Ich meine, wie blöde ist das denn? Das hätten die doch vor dem Börsenlisting geräuschlos erledigen können.
Mir erscheint dieser Titel übrigens auch ungewöhnlich günstig. Lt. Prognose im vorliegenden GB soll in 2017 ein Jahresüberschuss in Höhe von ca. 10% über dem des Vorjahres erreicht werden. Das sind 1,4 Mio. EUR bzw. 1,39 EUR je Aktie. Da die Satzung eine Vollausschüttung vorschreibt, wäre die Dividende gleichhoch. Demnach aktuell ein KGV von 12,6 und eine Div.-Rendite von 7,9%.

Der Titel hat offenbar gewisse Qualitätsmerkmale (s. Beitrag #15 von philojoephus) und mir kommen in der Gesamtheit keine ausreichenden Argumente in den Sinn, die einem Bewertungsmultiple in normaler Höhe entgegenstehen.

Im November sollen die vorläufigen Zahlen zum GJ 2017 veröffentlicht werden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.390.842 von Der Tscheche am 07.12.17 14:54:19Zunächst wurde der GB 2016 mit der Prognose Jahresüberschuss +10% veröffentlicht. Dann entschied man sich für den Börsengang, worauf hin die Ergebnisprognose wegen daraus folgender zusätzlicher Aufwendungen im Mai 2017 auf "zwischen 0,98 Mio. Euro und 1,15 Mio. Euro" reduziert wurde.

Viel interessanter ist allerdings diese Meldung:

Commerzbank kooperiert mit HSBC bei Wertpapierabwicklung

December 07, 2017 04:41 ET (09:41 GMT)

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Commerzbank kooperiert mit der deutschen Tochter der britischen Großbank HSBC bei der Wertpapierabwicklung. Deutschlands zweitgrößte Bank habe mit der HSBC Transaction Services GmbH eine strategische Partnerschaft in dem Bereich vereinbart. Im Zuge dessen werde die Commerzbank ihre Wertpapierabwicklung in ein neues Joint Venture auslagern, an dem die Frankfurter Bank einen 20-prozentigen Anteil halten werde.

Anfang 2020 soll das Gemeinschaftsunternehmen operativ startklar sein. Bis dahin werden auf beiden Seiten die technischen Voraussetzungen für die Datenmigration geschaffen, wie es weiter heißt. Ab 2018 soll eine Testphase den reibungslosen Start sicherstellen.

Die Commerzbank erhofft sich durch die Auslagerung Kosteneinsparungen und eine Vereinfachung von Prozessen. Die dafür notwendigen Investitionen und erwarteten Einsparungen sind bereits vollständig in der Planung der Strategie Commerzbank 4.0 enthalten, wie die Bank mitteilte. Ein Commerzbank-Sprecher wollte sich darüber hinaus nicht weiter äußern.

"Die strategische Partnerschaft mit der HSBC bei der Wertpapierabwicklung zahlt auf beide Ziele ein: Wir nutzen künftig eine der modernsten Wertpapierplattformen und erzielen klare Kostenvorteile", sagte Frank Annuscheit, Chief Operating Officer der Commerzbank.


Die Chancen dürften sehr gut stehen, dass in dem JV die jetzt von HSBC bereits eingesetzte Software von Tick TS ebenfalls zum Einsatz kommt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.743.935 von Eye2 am 17.01.18 15:49:55Insiderverkäufe praktisch zeitgleich mit Kaufempfehlungen von Börsenpostillen (Value Depesche/Investor Magazin) in illliquiden Titeln haben für mich ein gewisses Geschmäckle. Insbesondere wenn die Begründung eher undifferenziert (VD verwechselt Zielmarkt Wertpapierhandel mit Wertpapierabwicklung) oder nicht wirklich überzeugend ist (IM: "Dividende entschädigt für alles"). Vielleicht aber auch nur Anzeichen des allgemeinen Börsenbooms.
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.801.830 von Admiral377 am 23.01.18 15:48:40
Zitat von Admiral377: Insiderverkäufe praktisch zeitgleich mit Kaufempfehlungen von Börsenpostillen (Value Depesche/Investor Magazin) in illliquiden Titeln haben für mich ein gewisses Geschmäckle. Insbesondere wenn die Begründung eher undifferenziert (VD verwechselt Zielmarkt Wertpapierhandel mit Wertpapierabwicklung) oder nicht wirklich überzeugend ist (IM: "Dividende entschädigt für alles"). Vielleicht aber auch nur Anzeichen des allgemeinen Börsenbooms.


Die ganzen Verkäufe derartig kurz nach dem IPO bis jetzt haben ein Geschmäckle, vielleicht sogar das IPO an Sino-Kunden selbst und machen einem das Vertrauen in den Laden schwer. Die ganzen Signale von Tick sagen - wir trauen uns selbst nicht besonders viel zu (vorausgesetzt man liest nicht "ist alles Nepp" aus den Signalen).

Das gilt auch für die meiner Meinung nach mindestens unglückliche Vorgabe einer Vollausschüttung, das zumindest mir signalisiert: "wir geben das Geld lieber den Aktionären, weil wir ja doch nichts damit anfangen können."

Mit positivem Willen betrachtet steht sich das Management (und damit die Firma?) selbst im Weg, ein wenig zwanghaft jeglichen Visionsansatz vermeidend. Früher oder später dürften sie dazu gewzungen werden.

Grüsse Juergen
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.802.706 von Eye2 am 23.01.18 16:52:06Das Wichtigste ist aber es gibt eine Historie. Man kann sich die Abschlüsse der letzten zehn Jahre anschauen, das Geschäftsmodell funktioniert, wächst und erzeugt hohe Cashflows. Das ist erstmal entscheidend aus Investorensicht. Über das ungeschickte Vorgehen der Insider, naja, das ist wieder eine andere Seite. warum man die Pakete nicht einfach mal umplatziert ausserbörslich erschließt sich mir nicht.

Gerade die Vollausschüttung ist ja das Tolle. Wofür braucht eine Softwarecompany mit 3/4 wiederkehrendem Umsatz denn hohe Cashbestände? Wenn sie extern nicht wachsen möchte wäre das Geld auf dem Konto zu horten bei Minuszinsen sicherlich keine gute Lösung.

Zitat von Eye2:
Zitat von Admiral377: Insiderverkäufe praktisch zeitgleich mit Kaufempfehlungen von Börsenpostillen (Value Depesche/Investor Magazin) in illliquiden Titeln haben für mich ein gewisses Geschmäckle. Insbesondere wenn die Begründung eher undifferenziert (VD verwechselt Zielmarkt Wertpapierhandel mit Wertpapierabwicklung) oder nicht wirklich überzeugend ist (IM: "Dividende entschädigt für alles"). Vielleicht aber auch nur Anzeichen des allgemeinen Börsenbooms.


Die ganzen Verkäufe derartig kurz nach dem IPO bis jetzt haben ein Geschmäckle, vielleicht sogar das IPO an Sino-Kunden selbst und machen einem das Vertrauen in den Laden schwer. Die ganzen Signale von Tick sagen - wir trauen uns selbst nicht besonders viel zu (vorausgesetzt man liest nicht "ist alles Nepp" aus den Signalen).

Das gilt auch für die meiner Meinung nach mindestens unglückliche Vorgabe einer Vollausschüttung, das zumindest mir signalisiert: "wir geben das Geld lieber den Aktionären, weil wir ja doch nichts damit anfangen können."

Mit positivem Willen betrachtet steht sich das Management (und damit die Firma?) selbst im Weg, ein wenig zwanghaft jeglichen Visionsansatz vermeidend. Früher oder später dürften sie dazu gewzungen werden.

Grüsse Juergen
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.706.366 von hugohebel am 07.05.18 08:29:47
Zitat von hugohebel: Tick hatte ja kein IPO sondern nur ein Listing eben mit der Absicht das die Altaktionäre dann auch mal ein paar Aktien verkaufen können. Dafür wurde auch kein neues Geld eingesammelt. Ich kann durchaus nachvollziehen das die Altaktionäre nach 15 Jahren auch mal etwas Kasse machen möchten um ihr Verrmögen zu diversifizieren.


Ich kann das als Argument nicht gelten lassen. Die Altaktionäre hätten - genauso wie es Altaktionär sino getan hat - einen beliebigen Teil ihrer Aktien vor dem Listing abgeben können. Ich sehe keinen Grund, warum man erst listet und dann abverkauft. Auch aus dem Familienkreis des verstorbenen Gründers scheint es Verkäufe gegeben zu haben. Alle diese Aktien müssen von privaten oder semiprofessionellen Anlegern aufgenommen werden, für Instis ist der Laden ja viel zu klein.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.775.153 von InvesterFiesta am 16.05.18 18:46:06@ InvestorFiesta schrieb am 16.05.18 18:46:06 Beitrag Nr. 68

vielleicht weil von dem Unternehmen nicht viel zu erfahren ist, wenn man mal eine Anfrage stellt? Und auch sonst wenig über das Geschäft herauszufinden ist, weil es so ein Nischenprodukt ist?
Und der Abverkauf der Organe nicht gerade förderlich für das Vertrauen der Aktionäre ist?

Die heute gemeldeten Zahlen waren jedenfalls gut.

Frohe Pfingsten wünscht

J:)E

tick Trading Software AG: Halbjahresergebnis GJ 2017/2018 - Ergebnis vor Steuern: 746 TEUR - Ergebnis nach Steuern: 523 TEUR

18.05.2018 / 17:47 DGAP-News Düsseldorf -- Die tick Trading Software AG (tick-TS AG) hat das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/2018 (01.10.2017 - 31.03.2018) nach dem heute aufgestellten Halbjahresabschluss mit einem Halbjahresüberschuss von 523 TEUR [0,52 €/Aktie] abgeschlossen (ggü. 376 TEUR im Vorjahr/+39 %). Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf 746 TEUR nach 554 TEUR im Vorjahr [+34,6 %].
Die Umsatzerlöse lagen im ersten Halbjahr bei 2.846 TEUR nach 2.216 TEUR im Vorjahr (+ 28,4%). Die gesamten Verwaltungsaufwendungen der tick-TS AG inklusive Abschreibungen lagen mit 2.178 TEUR um 27,2% über denen des Vorjahreszeitraumes (1.712 TEUR). Wesentliche Gründe für den Anstieg waren erhöhte Personalaufwände und Aufwände im Personalrecruiting aufgrund der Erweiterung des Teams sowie Aufwendungen durch die Verlegung des Firmensitzes nach Düsseldorf am Ende des letzten Geschäftsjahres und durch den bis zum Geschäftsjahresende 2022/2023 laufenden Vertrag über das Mietobjekt in Sprockhövel. Die daraus resultierende zusätzliche Mietbelastung wurde mit einer Drohverlustrückstellung in Höhe von 130 TEUR bewertet, da die prognostizierten Erlöse der Untervermietung bisher nur teilweise erreicht werden konnten.
Unter der Annahme eines stabilen Umfelds ist der Vorstand vorsichtig optimistisch, im Geschäftsjahr 2017/2018 den prognostizierten Jahresüberschuss in einer Spanne von 1.250 - 1.500 TEUR und den im Geschäftsjahr 2018/2019 prognostizierten Jahresüberschuss in einer Spanne von 1.500 TEUR - 1.900 TEUR jeweils im unteren Bereich erreichen zu können. Das Erreichen der Planzahlen ist unter anderem abhängig von der Realisierung größerer Projekte und wurde durch die Eröffnung des Insolvenzverfahren der Dero Bank AG als einer der Top10 Kunden und der Kündigung weiterer Kunden.
"Auch durch die Verlegung unseres Geschäftssitzes nach Düsseldorf haben wir die Attraktivität für neue Mitarbeiter weiter erhöhen können. Wir konnten bereits weitere IT-Spezialisten für die tick-TS AG gewinnen und sind optimistisch, im Wettbewerb mit grösseren Unternehmen um die besten Experten weiter gewinnen zu können. Unsere Kooperation mit der DSW, einem führenden Anbieter von Banksoftware, hat bereits zu ersten Lizenzverträgen und weit fortgeschrittenen Verhandlungen mit weiteren Banken geführt", so Gerd Goetz, Vorstand der tick-TS AG.
Detaillierte Informationen zum Halbjahresabschluss werden im Halbjahresbericht im Juni 2018 veröffentlicht.
Weitere Informationen zum Unternehmen sind unter der folgenden Website verfügbar:
www.tick-TS.de
Ansprechpartner: Herr Gerd Goetz (Vorstand)
tick Trading Software AG / Berliner Allee 59 / 40212 Düsseldorf
WKN: A0LA30 / ISIN: DE000A0LA304
Email: info@tick-ts.de / Tel.: 0211/781767-0
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.792.409 von Uganda2007 am 18.05.18 19:18:44@ Uganda2007 schrieb am 18.05.18 19:18:44 Beitrag Nr. 72

>> OK, sie haben die Meldung korrigiert......
Ja, aber wie? Die erste Meldung erfolgte 17:47 Uhr als News-Meldung. Das heißt, dass Unternehmen ging nicht davon aus, dass die Meldung einen kursrelevanten Charakter hatte. Die Korrektur der Meldung erfolgte dann um 18:12 Uhr - auch als News-Meldung. Und dann wird die Meldung zwei Minuten später noch einmal als Ad-Hoc gemeldet. Mit der kleinen Änderung hatte die Meldung plötzlich einen kursrelevanten Charakter? Denn nur dann darf sie als Ad-Hoc gemeldet werden.

Also wenn schon News und Ad-Hoc-Meldung, dann immer Ad-Hoc-Meldung mit den kursrelevanten Infos zuerst und die News-Meldung (mit zusätzlichen Erklärungen oder Zitaten des Vorstands) danach.

Das zeigt meiner Meinung nach, dass man im Unternehmen selbst noch sehr unsicher ist, was man wie zu melden hat. Mein Tipp: Öfters mal mit dem Ansprechpartner bei der DGAP sprechen. Die kennen sich sehr gut aus, wann etwas wie zu melden ist und helfen gerne.

18.05.18 17:47 DGAP-News: Tick Trading Software AG
tick Trading Software AG: Halbjahresergebnis GJ 2017/2018

18.05.18 18:12 DGAP-News: Tick Trading Software AG
Korrektur der Veröffentlichung vom 18.05.2018, 17:47 Uhr MEZ/M[...]

18.05.18 18:14 DGAP-Ad-hoc: Tick Trading Software AG
tick Trading Software AG: Halbjahresergebnis GJ 2017/2018

Quelle: www.dgap.de

Andererseits war es auch schon nach Feierabend vor einem langen Wochenende. Wer möchte da nicht endlich nach Hause?

Ansonsten bleibe ich dabei. Die Zahlen des ersten Halbjahres sind ziemlich gut. Wenn man mal die Drohverlustrückstellung i.H.v. 130 TEUR rausrechnet, dann ist der Vorsteuergewinn sogar um satte 58 % auf 876 TEUR gestiegen. Eine gleichbleibende Steuerquote vorausgesetzt hat das Unternehmen ohne diese Rückstellung 614 TEUR nach Steuern verdient. Dieses Ergebnis mal zwei ergibt fast den unteren Wert der Ergebnisprognose von 1.250 TEUR. Das zweite Halbjahr sollte noch etwas besser werden. Sie bewegen sich also innerhalb ihrer Prognose.

Dazu kommt: „Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hatte bereits am 8. Februar 2018 ein sogenanntes Moratorium gegenüber der Dero Bank AG erlassen und am 13. Februar 2018 Insolvenzantrag gestellt.“ (Quelle: http://www.jaffe-rae.de/index.php/DE/site/listing_aktuelles…)

Die Insolvenz war dem Management zum Zeitpunkt der HV am 20.03.2018 also dicke bekannt. Und trotzdem haben sie auf der HV die Prognose wiederholt:

„Blick nach vorn:
Prognose 2017/2018
Jahresüberschuss 1.250 - 1.500 TEUR
Prognose 2018/2019
Jahresüberschuss 1.500 - 1.900 TEUR“
Quelle: HV Präsentation https://www.tick-ts.de/de/hauptversammlung.html?file=files/…

Also an der Insolvenz der Dero Bank AG kann es nicht gelegen haben, dass man jetzt eher den unteren Wert der Prognose anpeilt. Dann schon eher an der Drohverlustrückstellung und „der Kündigung weiterer Kunden“. Bleibt zu hoffen, dass man das im Halbjahresbericht noch etwas genauer erläutert und beziffert.

MfG J:)E
Für mich bleibt erst einmal festzustellen, dass die operative Entwicklung in H1 sehr stark war: Der Umsatz stieg um 28% und das Ergebnis sogar um 39%, obwohl zusätzliche einmalige Aufwendungen durch Personalrecruiting und die Verlegung des Firmensitzes angefallen sind.

Schade ist, dass man die Prognose auf den unteren Bereich der bisherigen Spanne eingeengt hat. Wenn es dabei bleibt, würde es zu einem EPS von 1,25 EUR bzw. 1,50 EUR führen. Ich habe kein Problem damit bei den ordentlichen Wachstumsraten ein 20er KGV anzulegen. Demnach bliebe deutliches Kurspotential festzustellen, welches bei planmäßiger Entwicklung auf Sicht der nächsten Geschäftsjahre steigen sollte.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.796.006 von joati am 19.05.18 17:59:02@ joati schrieb am 19.05.18 17:59:02 Beitrag Nr. 75

Guter Hinweis. Vielen Dank.

Zugunsten des Angeklagten würde aber unterscheiden: Ich glaube, dass im Prospekt ein potentielles Risiko genannt wurde, von dem der Vorstand bisher davon ausgegangen war, dass es so nicht eintritt. Denn sie haben in der Meldung extra darauf hingewiesen: „Die daraus resultierende zusätzliche Mietbelastung wurde mit einer Drohverlustrückstellung in Höhe von 130 TEUR bewertet, da die prognostizierten Erlöse der Untervermietung bisher nur teilweise erreicht werden konnten.“

Sie waren also von mehr Untermieterlösen ausgegangen. Ich verstehe das so, dass sie bei Erstellung der Jahresprognose davon ausgegangen sind, dass sie einen Großteil der Räumlichkeiten am alten Standort wieder vermietet bekommen und das im Prospekt gennannte Risiko von 150.000 Euro p.a. nicht voll zum Tragen kommt. Auf der HV hatten sie z.B. berichtet, dass sie mit einem Interessenten sprechen, der die gesamte Fläche mieten wollte. Es wurde aber auch deutlich: Wenn dieser Interessent die Fläche nicht nimmt, wird es sehr schwer werden, die Fläche kleinteilig zu vermieten. Offensichtlich ist der Interessent abgesprungen, weshalb sie die Rückstellung nun bilden mussten. Insofern könnte das durchaus der Grund sein, dass man jetzt eher den unteren Wert der Prognose anpeilt.

Aber ich kann jeden verstehen, der skeptisch bleibt und sagt, dass sie lieber eine konservativere Prognose hätten abgeben sollen. Wenn man neu am Markt ist und die Organe ständig am Verkaufen sind, sollte man die Prognosen eher übertreffen als zu enttäuschen. Genau aus dem Grund wäre mir ein KGV von 20 derzeit auch viel zu hoch. Dafür fehlt mir schlicht das Verständnis und Vertrauen in das Geschäftsmodell.

MfG J:)E
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.798.809 von philojoephus am 20.05.18 15:05:32Tut mir leid. Ich wusste nicht, dass Informationen eine Anklage sind. Vielleicht sollte ich auf alternative Fakten umstellen, die erhalten i.d.R. mehr Zustimmung;)

Aber ich kann jeden verstehen, der skeptisch bleibt und sagt, dass sie lieber eine konservativere Prognose hätten abgeben sollen. Wenn man neu am Markt ist und die Organe ständig am Verkaufen sind, sollte man die Prognosen eher übertreffen als zu enttäuschen. Genau aus dem Grund wäre mir ein KGV von 20 derzeit auch viel zu hoch. Dafür fehlt mir schlicht das Verständnis und Vertrauen in das Geschäftsmodell.

Da kann ich dir nur zustimmen. Bis zu den nächsten Jahreszahlen sollte die Aktie ein Langweiler sein. Und nur wenn die Zahlen und der Ausblick positiv überraschen sehe ich Kurspotential.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.313.855 von Hauptversammlung24 am 09.04.19 15:48:30
Zitat von Hauptversammlung24: Vielleicht für einige hier interessant: Wir www.hauptversammlung24.de sind ein neues Projekt von Aktionären für Aktionäre. Für 4,90 Euro Einmalzahlung pro Beitrag stellen wir unsere Hauptversammlungsberichte (HV Berichte) in PDF Form zur Verfügung.

Den aktuellen Bericht zur tick-TS AG HV am 8.4.2019 in Düsseldorf finden Sie bei Interesse unter diesem Link:

https://www.hauptversammlung24.de/tick-ts-ag/tick-ts-ag-hv-b…

Es fanden sich ca. 30 Aktionäre im "Malkasten" in Düsseldorf ein. 1,34 Euro Gewinn pro Aktie im vorigen Geschäftsjahr - und 1,30 Euro Dividende pro Aktie. Bei der Abstimmung zur Dividendenhöhe gab es 100% Zustimmung (nicht eine Gegenstimme oder Enthaltung). Die HV war aufschlussreich. Eine Frage wollte der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats trotz Nachfragen partout nicht beantworten…


Ich habe mir ihren Bericht mal gegönnt. Ein guter Schreiber ist der Autor leider nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.494.190 von InvesterFiesta am 06.05.19 09:37:36@ InvesterFiesta schrieb am 06.05.19 09:37:36 Beitrag Nr. 179

Also so schlecht sieht es doch gar nicht aus.

Auf der Hauptversammlung der Tick TS hat der Vorstand gesagt, dass das aktuelle GJ „erfreulich angelaufen“ ist und sich der positive Trend derzeit weiter fortsetzt (siehe HV Präsentation auf der Tick TS Webseite). Man liege wohl genau innerhalb der bisher kommunizierten Ergebniserwartung für das aktuelle Geschäftsjahr - sprich im unteren Bereich von 1,5 bis 1,9 Mio. Euro Jahresüberschuss. Ich gehe daher davon aus, dass die Halbjahreszahlen gut sein werden und wir für das laufende Geschäftsjahr mindestens 1,50 Euro Dividende sehen werden.

In der HV Präsentation steht auch, dass sie „Erfolgreiche Lizenzgespräche mit Bestands- und Neukunden“ führen. Bedenke bitte, dass sie nicht alle Vertragsabschlüsse melden dürfen. Vielleicht ist Dir deshalb auch entgangen, dass sie die Bundesbank als Neukunden gewinnen konnten. Das durften sie nicht melden, aber in der Präsentation steht es auf S. 14 drin.

Auf der Tick HV wurde auch gesagt, dass es demnächst eine Analystenstudie von GBC geben soll (vielleicht sogar noch im 1HJ 2019) und der Vorstand die AG Ende des Jahres auf der mkk präsentieren will. Da tut sich also etwas. Aber ich stimme Dir und hugohebel zu, dass man bezüglich IR bisher viel zu wenig gemacht hat. Da geht eindeutig mehr. Ganz klar müssen die mehr auf die Investoren zugehen, sich auf Konferenzen zeigen und den IR Teil Webseite verbessern. Da gibt es ja nicht mal eine Investorenpräsentation. Wenn ich es Aktionären so schwer mache an Informationen zu kommen, darf ich mich auch nicht wundern, dass sich keiner interessiert. Ich hoffe ja, dass da im Unternehmen ein gewisses Umdenken stattfindet.

Am letzten Freitag ist erstmals ein ganzseitiger Artikel über die Tick TS im Nebenwerte Journal erschienen.

Und Herr Hillen soll am Freitag auf der Sino HV gesagt haben, dass er derzeit keine Notwendigkeit sieht Tick TS Aktien zu verkaufen und er sich im nächsten Jahr auf die Dividende der Tick TS AG freut.

Also meiner Meinung nach könnte es auch schlechter laufen.

MfG J:)E
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.506.580 von imperatom am 07.05.19 15:44:59@ imperatom schrieb am 07.05.19 15:44:59 Beitrag Nr. 182

>> Mit etwas Ruhe betrachtet kann Tick aber ein hervorragendes Investment sein
Das sehe ich ähnlich.

>> und wird bei anhaltendem wirtschaftlichen Erfolg auch zwangsläufig noch vom Markt höher bewertet:
Das mit dem anhaltenden wirtschaftlichen Erfolg ist halt die Frage. Wie lange macht es Sino noch? Wenn der Erfolg anhält und die Bewertung niedrig ist, warum verkaufen dann die Insider? Bisher konnte kein Erklärungsversuch überzeugen, weder Deine in Beitrag Nr. 96 hervorgebrachten Argumente, noch der wirklich kreative Ansatz von TobiB in Beitrag Nr. 135. Die beste Analyse dazu hat meiner Meinung nach immer noch Syrtakihans in Beitrag Nr. 93 geliefert.

Man kann natürlich hoffen, dass es keinen Zusammenhang zwischen den Insiderverkäufen und der zukünftigen Entwicklung gibt. Aber Hoffnung ist eine schlechte Basis fürs Investieren.

Und man kann sich damit trösten, dass Ingo Hillen nur noch rund 22.000 Tick Aktien hat. Ich schätze, dass er die mit guten Halbjahreszahlen der Tick und der angekündigten GBC Studie los wird. Wir nähern uns also dem Zeitpunkt von Syrtakihans Prognose. Und dann wird sich zeigen, was die Aussage wert ist, dass die Sino derzeit keinen Grund für Verkäufe der Tick TS Aktien sieht. In der Vergangenheit konnte man sich auf solche Aussagen jedenfalls nicht verlassen, wie das Börsenlisting der Tick gezeigt hat.

Für die Sino-Kunden gab es vor der Platzierung der Aktien Anfang 2017 ein vertrauliches Informations Memorandum über die tick Trading Software AG. In dem Memorandum war zu lesen, dass „der Hauptgesellschafter [damit ist Sino gemeint] und andere Gesellschafter beabsichtigen, ihren Anteil an der tick-TS gemeinsam um insgesamt 25% des Grundkapitals zu reduzieren.“
Sino hat damals 175.000 Aktien platziert. Sodass „andere Gesellschafter“ weitere 76.600 platzieren „wollten“. Allein Hillen und Hocke haben ihren Bestand seit Januar 2017 um über 165.000 Aktien reduziert. Und die Erben von Oliver Wagner haben vermutlich weitere 40.000 Aktien verkauft. Jedenfalls waren auf der letzten Tick HV von den Erben nur noch 82.650 Aktien der ursprünglich mal 126.000 Aktien angemeldet.
Es wurden also vermutlich dreimal mehr Aktien verkauft, als ursprünglich angekündigt.

>> In 25 Jahren läge die Dividendenrendite wohl bei rund 50% - da dürfte jedem klar werden, dass das
>> nicht passieren wird, weil der Kurs stiege. Und wenn doch nicht, hätte ich alleine an den bis dahin
>> gezahlten Dividenden schon ziemlich viel Geld verdient.
25 Jahre? Dir soll keiner den Vorwurf machen können, dass Du nicht langfristig denkst, oder?

Wenn es um Prognosen für so lange Zeiträume geht, muss ich immer daran denken, was Volker Pispers dazu mal gesagt hat: Siehe hier ab Minute 1:25 - 4:00 http://www.youtube.com/watch?v=VFGPfOUXCf0
Das ist wirklich sehenswert.

Wenn Du mir jetzt noch erklären kannst, wie der von Dir erwartete anhaltende wirtschaftliche Erfolg mit seinen Gewinn-/Dividendensteigerungen und die von Dir angenommene Höherbewertung zu den permanenten Insiderverkäufen und dem Ausblick für das nächste Jahr passt, wo das Unternehmen auch einen Gewinnrückgang in Aussicht gestellt hat, dann bin vielleicht auch ich restlos überzeugt.

MfG J:)E
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.533.628 von philojoephus am 10.05.19 09:16:58In welchem Zusammenhang wurde ein Gewinnrückgang prognostiziert?

Zitat aktueller Geschäftsbericht:

"Aus diesem Grund ist der Vorstand vorsichtig optimistisch, in den Geschäftsjahren 2018/2019 und 2019/2020 sowohl beim Umsatz als auch beim EBIT deutlich oberhalb des Ergebnisses des abgelaufenen Geschäftsjahres 2017/2018 zu liegen."

Damit ist zwar für 2019/2020 ggü. 2018/2019 kein Zuwachs in Aussicht gestellt, wie die Ankündigung eines Rückgangs klingt das aber auch nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.533.628 von philojoephus am 10.05.19 09:16:58
Zitat von philojoephus: @ imperatom [...]
Wenn Du mir jetzt noch erklären kannst, wie der von Dir erwartete anhaltende wirtschaftliche Erfolg mit seinen Gewinn-/Dividendensteigerungen und die von Dir angenommene Höherbewertung zu den permanenten Insiderverkäufen und dem Ausblick für das nächste Jahr passt, wo das Unternehmen auch einen Gewinnrückgang in Aussicht gestellt hat, dann bin vielleicht auch ich restlos überzeugt.


Ich will Dich gar nicht restlos überzeugen, undd ie Insiderverkäufe kann ich Dir auch nicht erklären, aber eine Gewinnrückgangsprognose kann ich auch mit viel Phantasie und beim besten Willen nicht erkennen. Tick schreibt im GB:

"Die Gesellschaft hat neue Kunden akquirieren kön-
nen und führt gleichzeitig gute Gespräche mit mehreren Interessenten bzw.
Kunden über den Ausbau der Zusammenarbeit. Aus diesem Grund ist der Vor-
stand vorsichtig optimistisch, in den Geschäftsjahren 2018/2019 und 2019/2020
sowohl beim Umsatz als auch beim EBIT deutlich oberhalb des Ergebnisses des
abgelaufenen Geschäftsjahres 2017/2018 zu liegen"

Das ließe theoretisch die Möglichkeit offen, dass im ersten Jahr der Gewinn stiege und im zweiten wieder fiele (jedoch über das Ausgangsniveau hinaus), aber das heißt doch noch längst nicht, dass genau dieses Szenario die Prognose wäre.

Im Gegenteil ist zum Thema eingeplante künftige Effekte ausschließlich von neuen Kunden die Rede. Durch diese erwartet man im laufenden Geschäftsjahr eine Gewinnausweitung. Für das darauf folgende GJ kann man ja heute naturgemäß noch nicht gut planen, wie viele Kunden man dann möglichweise noch darüber hinaus haben wird. Entscheidend ist für mich aber, dass man bereits auf viel Wachstum vorbereitet wäre:

"Die Kapazitäten von Hard- und Software sind, auch unter
Berücksichtigung möglicherweise steigender Kunden- und Orderzahlen, auf ein
Mehrfaches des derzeitigen Bedarfs ausgelegt".

Ich sehe im wesentlichen zwei größere Risiken für das Geschäft:
1. Die Finanzmarkttransaktionssteuer
2. Die Abhängigkeit von Großkunden

Erstere wird wahrscheinlich kommen, aber insbesondere mit erheblichen Erleichterungen für Hochfrequenzhändler (nach franz. Vorbild: Tages-Nettierung; ab 1 Mrd. MK, Auf Derivate nur 1/10 der Steuer). Dann erfüllt zwar die ganze Steuer politisch betrachtet überhaupt nicht mehr den geforderten Sinn, sondern konterkariert ihn sogar tendentiell, aber immerhin wirkt sie dann auch kaum geschäftsstörend für Tick (sondern eher für Kleinanleger störend).

Die Großkundenabhängigkeit ist schwer zu beurteilen. Ich nehme tendentiell an, dass es sich durchaus um eine etwas gegenseitige Abhängigkeit handelt und jene Großkunden durchaus auch ein größeres Problem ohne Ticks zuverlässige Systeme hätten. Aber wissen können wir das von außen letztlich nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.833.042 von erfg am 18.06.19 14:37:53
Zitat von erfg: https://mobile.traderfox.com/news/dpa-compact/id-308553/


Das Halbjahresergebnis (zum 30.3.) stieg um 50% ggü. dem Vorjahr! Und wem das immer noch nicht reicht: weitere Steigerungen werden werden bereits in Aussicht gestellt! Es handelt sich hier jedenfells nicht um irgendwelche Einmaleffekte. Ursächlich waren im wesentlichen steigende Umsätze (+15%) bei gleichbleibenden Verwaltungskosten.

Hochgerechnet aufs Gesamtjahr könnte das EPS in Richtung 2 Euro laufen, was ein KGV von unter 9 ergäbe. Satzungsgemäß müsste die Dividende ebenfalls deutlich erhöht werden, so dass die Dividende bei etwa 1,80 (10% Dividendenrendite!) liegen könnte. Daraus leite ich ein vorläufiges Kurssteigerungspotential in Richtung 25 Euro ab - ohne weiteres Wachstum bereits einzupreisen.
Tolle Zahlen, bin sehr zufrieden. Falls wir die 16,x nochmal sehen könnte eine Erhöhung in frage kommen. Bin mal gespannt wie Sino darauf reagiert. Hier wird wenigstens Geld verdient
Wenn man hier eine halbwegs realistische fundamentale Bewertung ansetzt ist eigentlich alles unter 30-35 Euro für mich Quatsch. Ich gehe weiterhin davon aus dass sich mein Sitzfleisch hier noch auszahlen wird. Selten aber so ne zähe Angelegenheit im Depot gehabt.
jetzt wo die Insiderverkaeufe durch sind zieht der Kurs auch sofort an. Dann kanns ja jetzt mal in Richtung 25 gehen.
Tick Trading Software | 18,30 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.861.949 von AG19 am 21.06.19 15:36:05Wie schätzt Ihr denn die Möglichkeit bzw. Gefahr ein, dass die Sino AG bzw. Sino Beteiligung GmbH sich jetzt auch aus der Tick Trading AG komplett verabschiedet und dann kämen ja weitere ca. 250.000 Aktien in den nächsten Monaten auf den Markt. Nachdem Hocke ja verkündet hat, dass er zum Mai 2020 aus dem Vorstand ausscheidet, scheint ein Verkauf seiner Aktien ja recht plausibel. Warum sollte dann die Sino AG bzw. Sino Beteiligung GmbH sich jetzt nicht nach und nach auch verabschieden ?

Ich würde zumindest zuerst die eigenen gehaltenen Aktien verkaufen (haben Hocke und Hillen ja jetzt anscheinend gemacht) und dann mit dem Verkauf der mittelbar gehaltenen Aktien anfangen ....oder ?
Tick Trading Software | 18,10 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.861.949 von AG19 am 21.06.19 15:36:05
Zitat von AG19: Die Verkäufe nach dem Veröffentlichen des Wertpapierprospekts betragen also (falls ich mich nicht verrechnet habe, was ich nicht ausschließen kann):
69.141 Aktien verkauft von M M I GmbH (aktueller Restbestand von 21.803 Aktien)
66.667 Aktien verkauft von Gladstone Capital GmbH (aktueller Restbestand von 33.333 Aktien)

Du scheinst Dich nicht verrechnet zu haben, denn ich komme auf die gleichen Stückzahlen. Demnach hält aktuell:

Hillen 2,2%
Hocke 3,3%
Sino AG 25,0%


(übrigens in meinem Beitrag #220 muss es korrekt heißen "15.12.2017")
Tick Trading Software | 18,50 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.942.838 von erfg am 03.07.19 09:15:22
Zitat von erfg: https://mobile.traderfox.com/news/dpa-compact/id-311808/


Tatsächlich eine interessante Studie, wenn auch mit einigen Schwächen.

Den Freefloat würde ich noch etwas geringer bewerten, da die Anteile der gesamten Familie Hocke (also auch die neuen Anteile der mutmaßlichen Hocke-Töchter) berücksichtgt werden sollten (, die übrigens ein guter Indikator sind, dass Hocke trotz eigener Verkäufe an die Zukunft der TT glaubt). Auch die Anteile von Jerome Fisher als Freefloat zu betrachten, kann man durchaus hinterfragen. Aber das sind eher Peanuts.

Der Ausblick zum SSEOMS ist ziemlich interessant, wenn auch einigermaßen spekulativ. International dürfte es da einige Konkurrenz geben, die in der Analyse keine Rolle zu spielen scheint.

Das schlechteste an der Studie ist wohl die "Trendlinie" auf Seite 12. So ein beliebig gesetzter Unsinn... - wenn man im Jahr 2010 startet, sieht der Trend natürlich völlig anders aus. Seit 2015 könnte man sogar einen leichten Abwärtstrend zeichnen. Diese Linie ist völlig sinnlos und ich bin einigermaßen erstaunt, wie unreflektiert der Autor sie verwendet.

Mehr Informationen würde ich mir mal zum ehemaligen Firmensitz in Sprockhövel wünschen. Wieso findet man so lange niemanden, der das Gebäude nutzen will? Man könnte ihm ja sogar mietmäßig ein gutes Stück entgegenkommen, wenn man dann zumindest den Schaden einigermaßen mindert.

Die Erwartungen zum Jahresgewinn des laufenden GJ erscheinen mir dagegen arg zurückhaltend angesichts der schon vorliegenden Halbjahresgewinne - das würde bedeuten, dass das 2. HJ schwächer verliefe als das erste, und das wäre komplett untypisch für Tick. Leider schreibt der Autor nicht, wie er angesichts dieser Fakten auf seine niedrige Gewinnprognose kommt, die vom Autor erwarteten Zahlen bleiben unbegründet und wirken wie aus dem Hut gezaubert. Ich halte 1,80-2,00 als EPS angesichts der zum Halbjahr vorliegenden Zahlen und der erfahrungswerte der Vergangenheit zur Halbjahresrelation für absolut realistisch.
Tick Trading Software | 18,35 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.053.472 von Effektenkombinat am 18.07.19 11:15:53
Zitat von Effektenkombinat: Die Frau vom Vorstand kauft im Februar 4.500 Aktien und nun verkauft sie wieder mit 3 Euro Gewinn. Das ist doch echt ein Witz, was hier abläuft. Die sollten sich was schämen ...


Findet jemand eine IR Kontakt Mail Adresse?

Ich konnte nur folgende finden (sind beide aber für operative Anfragen):
helpdesk@tick-TS.de
sales@tick-ts.de

Unter IR findet sich kein Kontakt.
Möchte hier gerne ein paar Zeilen schreiben.
Tick Trading Software | 18,90 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.053.598 von Strive_and_Prosper am 18.07.19 11:29:03
Zitat von Strive_and_Prosper:
Zitat von Effektenkombinat: Die Frau vom Vorstand kauft im Februar 4.500 Aktien und nun verkauft sie wieder mit 3 Euro Gewinn. Das ist doch echt ein Witz, was hier abläuft. Die sollten sich was schämen ...


Findet jemand eine IR Kontakt Mail Adresse?

Ich konnte nur folgende finden (sind beide aber für operative Anfragen):
helpdesk@tick-TS.de
sales@tick-ts.de

Unter IR findet sich kein Kontakt.
Möchte hier gerne ein paar Zeilen schreiben.


mhocke@tick-ts.de müsste gehen.
Tick Trading Software | 18,90 €
 Durchsuchen


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben