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CFDs am Ende? Ab heute startet ein neues Zeitalter für Daytrader! - Beliebteste Beiträge



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Nun steht sie vor der Tür, die neue ESMA-Regulierung, und in vorauseilendem Gehorsam haben die meisten CFD-Anbieter ihre Systeme schon heute, also 2 Tage vor dem Stichtag, auf die neuen Marginanforderungen umgestellt.

Hier können sich User äußern, wie sie mit den neuen Regeln umgehen, ob sie Ausweichmöglichkeiten gefunden haben, ihren Tradingstil ändern, oder gar das Traden komplett auf Eis legen.

Es soll keine Diskussion über sie Sinnhaftigkeit der ESMA-Regeln sein, davon haben wir schon 2 bei W.O unter https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/12… und https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1278221-121-130/….
Daher "wissen" wir auch, daß "CFDs sowieso nur Abzocke sind", "Profis nur mit Futures handeln" und "endlich der Zockerei Einhalt geboten" wird. Geschenkt, braucht hier also nicht mehr wiederholt werden.
Ich selbst habe bisher mit 3 CFD-Konten bei verschiedenen Anbietern getradet - unter den neuen Marginsätzen sind diese jetzt wenig interessant - 600 Gewinnpunkte im Dax, die für eine Kontoverdoppelung notwendig sind, machen wenig Spass. Ich lasse jetzt so "nebenbei" als Positionstrading dort Trades mitlaufen, aber eben nicht das Scalping/Daytrading.

Das mache ich jetzt bei einem australischen Broker, der Hebel ist dort weiterhin bis 1:500 möglich.

Außerdem werde ich wohl in den nächsten Tagen mein Consors-Konto wieder zum Leben erwecken und den einen und anderen Trade mit KOs und OS machen...
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.331.844 von Lord_Feric am 30.07.18 10:52:37
Zitat von Lord_Feric:
Zitat von raupert: Für mich macht cfd traden dann auch nicht mehr viel Sinn.
Für 10 Mini dax soll ich bei IG 6400€ Margin blocken, und das auch bei 10 Punkte garantierem stop. Also 100€ Risiko und dafür das 64-fache an Sicherheit hinterlegen ?!?

Da für der Weg vieler sicherlich zu KO scheinen zurück...

Hat sich schon jemand zum „Professional Trader“ bei IG umstellen lassen ? Oder gibt’s da ein Haken an der Sache ? Die nachschusspflicht würde wieder bestehen, aber sonst sehe ich auf den ersten Blick keinen großen Nachteile an der Sache


Der "Haken" ist, daß Du erstmal die Bedingungen zum Professional erfüllen musst, und das wird sauber kontrolliert... da dürfte für viele Latte zu hoch liegen...


Als professional sind i.d.R. nur zwei von drei Kriterien zu erfüllen (bei IG z.B.):

- Habt Ihr Handel in den letzten vier Quartalen durchschnittlich 10 Transaktionen mit signifikantem Leverage-Ansatz pro Quartal durchgeführt?

- Haben Sie seit mindestens einem Jahr im Finanzsektor in einer professionellen Position gearbeitet und Kenntnisse im Derivatehandel benötigt?

- Verfügen Sie über ein Finanzinstrumenteportfolio einschließlich Bareinlagen von mehr als 500.000 Euro?

"im Finanzsektor in einer professionellen Position gearbeitet" kann man ja ausschmücken, wie seit mehreren Jahre professioneller Wallstreet-Online User und schreibe redaktionelle Beiträge ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.340.376 von Tradingabrechnung am 31.07.18 11:14:57
Zitat von Tradingabrechnung: Dass so viele bei IG handeln mit deren absurden Konditionen ist mir auch ein Rätsel. Wer unbedingt CFD handeln will findet weitaus bessere Broker.


Da fällt mir der ein oder andere Affiliate-Coach ein, der gegen Kohle seine Jünger zu IG gezogen hat. Aber die haben das ja nur aus Nächstenliebe gemacht und alles kostenfrei.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.332.783 von Geldrausch am 30.07.18 12:59:29
Zitat von Geldrausch: Einfach IG Konto in der Schweiz nehmen.
Da muss man schauen, wie die Kosten verglichen sind und was nicht angeboten wird (Stichwort Nachschusspflicht)


Schweiz hatte ich auch schon auf dem Schirm... hat jemand Erfahrungen, ob das funktionert?
Hatte da an Swissquote gedacht...
Dass so viele bei IG handeln mit deren absurden Konditionen ist mir auch ein Rätsel. Wer unbedingt CFD handeln will findet weitaus bessere Broker.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.357.926 von BlakCat am 02.08.18 11:51:29
Zitat von BlakCat: Kann man verstehen, aber AT garantiert 1 Mio GBP Kundengelder die müssten bei einer Pleite noch da sein und die Bank die dahinter steht ist auch keine kleine nur mal so als Beispiel.


Garantien gibt es nicht, Broker garantieren viel in Form von Werbeaussagen.

Beim Threat Frankenschock konnte man Screenshots sehen (ich habe es auch auf der Homepage des Brokers gelesen) das 20 Mrd Liquidität garantiert werden. Nach dem Frankenschock hat der Broker alles getan diese Screenshots aus dem Internet zu verbannen .. es laufen sicher noch Verfahren.

Eine Garantie bringt dir nichts, wenn das Unternehmen handlungsunfähig wird.

Die Einlagensicherung i.H.v. 100.000 Euro pro Konto wurde ja auf Zypern auch ausgehebelt. Es ist nur Augenwischerei, das man sich sicher fühlt.
Im Grunde genommen ist es irgendwie alles doof.

Entweder bin ich gezwungen jetzt viel Geld zu einem CFD Broker zu schleppen, oder Offshore zu gehen (wo es gar nichts gibt und sogar die Frage steht, ob ich überhaupt Auszahlungen bekomme) oder nach Australien, wo es keine Einlagensicherung gibt. Oder mich einstufen lasse als Pro, wo es auch keine Einlagensicherung gibt. Echtes Dilemma.

Nach meiner Ansicht ist die schlechteste Lösung offshore zu gehen. Genauso schlecht halte ich es, mich als "Pro" einstufen zu lassen. Das geringste Übel wäre nach meiner Ansicht ein Australia Broker, oder (wenn Geld da ist) in den sauren Apfel zu beißen und mehr Geld zum Broker zu schicken.

Offshore oder Pro-Einstufung, ist nach meiner ganz persönlichen individuellen Meinung, der schlechteste Weg.
Das Problem ist auch, das der Markt sich nicht selbst reguliert, wie es in allen Branchen üblich ist.

Wenn Du heute im Einzelhandel falsche Werbung machst, dauerst nur kurze Zeit bis Dich Mitbewerber abmahnen. Egal in welcher Branche, alle werden durch Wettbewerbsmechanismen "diszipliniert". Machst Du unlautere Werbung, zack kommen Verbraucherverband, Mitstreiter und Wettbewershüter und Du bekommst auf die Mütze. Eine ganze "Abmahnindustrie" die mehr oder weniger den Markt kontrollieren und korrigieren.

Das gibts im Brokergeschäft überhaupt nicht. Gar nicht. Auch wenn Broker A sieht, das Broker B irreführende Werbung betreibt, macht er gar nichts. Die Branche "korrigiert" sich nicht selbst. Nach dem Motto: "Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen."

Es gibt wirklich extreme Beispiele, wo alle Broker wissen, das Broker xy bescheißt, aber keiner will was machen... Das Gegenteil ist der Fall, die sagen sich, na wenn der das macht, machen wir das auch... Das ist in keiner mir bekannten Branche so...


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