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ALSTOM-Gigant zum Schnäppchenpreis - Beliebteste Beiträge


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Einerseits würde das das Unternehmen (vorerst) stabilisieren. Andererseits wäre es natürlich auch eine Verwässerung und würde sich auf den Kurs auswirken. Alstom hat ja auch noch den Verkauf von Unternehmensteilen vorgesehen, um die Schulden zu reduzieren. Damit gehen aber logischerweise eher profitable Bereiche wie Energy Recovery und Teile von Transport weg. Das wirkt sich wiederum auf Umsatz und Gewinn aus. In dem einen Artikel werden ja Regierungsvertreter zitiert mit den Worten, das "...jetzt auch strategische Entscheidungen notwendig sind." Also die Kente vom Staat nehmen -was sowieso nur vorläufig wäre- und weiter so, funktioniert nicht. Es muss eine umfassende Restrukturierung in den Bereichen Kraftwerke und Grid erfolgen sowie eine strategische Neuausrichtung. Wahrscheinlich muss man starke Partner mit ins Boot holen. Das alles wird mit unpopulären Maßnahmen verbunden sein, die aber leider notwendig werden, da sonst das Ganze gefährdet ist. Im Kraftwerksbereich bei Alstom gibt es Überkapazitäten in der Fertigung und teilweise technologischen Rückstand gegenüber Konkurrenten bei großen Gasturbinen. :rolleyes:

Am 7.Mai, wenn der Bericht zum abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgt, muss CEO Patrick Kron da konkreter werden - wenn er dann überhaupt noch im Amt ist. Nicht nur Kron, auch andere Spitzenmanager haben die Lage zu lange vertuscht und beschönigt. Da muss ein deutlicher Wechsel in der Führung erfolgen der nicht nur durch den Klüngel aus franzözischen "Elite"-Schulen geprägt ist. Das Unternehmen brauch auch einen Kulturwandel. Das wird in Frankreich nicht leicht ist aber mittelfristig nicht unmöglich. Ich denke, dies sind fast schon Kaufkurse. Wenn es zur Verkündung von konsequenten Maßnahmen kommt, wird der Kurs anziehen. Ich persönlich würde aber noch einige Wochen warten. In zwei bis drei Jahren könnte das Unternehmen wieder deutlich höher bewertet sein, vorausgesetzt, es werden nicht wieder Halbheiten gemacht da z.B. Hollande den Personalabbau in unproduktiven französischen Fabriken scheut. Faule Kompromisse würden sich bitter rächen. :cool:
Alstom ist überschuldet wie der französische Staat auch. In wichtigen Bereichen haben sie den Anschluss verloren. GE hat große Standorte in Frankreich. So befindet sich das HQ und ein großes Werk von GE Energy für Europa in Belfort (Elsaß) Haustür an Haustür mit dem Alstom Stammwerk. Die kulturellen Unterschiede zwischen Alstom und Siemens dürften größer sein wie zwischen GE und Alstom. Allerdings müsste GE nun Alstom auf mehr Wirtschaftlichkeit trimmen. Da die französische Regierung wahrscheinlich auf Beschäftigungsgarantien drängt, wird das vorrangig Arbeitsplätze bei Alstom in Deutschland und der Schweiz kosten. Wenn Siemens -was aus deren Sicht wenig Sinn macht- statt GE für viele Milliarden einsteigen würde, könnte sich Siemens diesem Spannungsfeld ebenso wenig entziehen. Für die abgewirtschafteten französischen Alstom-Standorte könnte die Übernahme durch GE langfristig mehr Stabilität und neue Blüte bedeuten. Ob das allerdings dem wie üblich arrogant und inkompetent auftretenden Wirtschaftsminister Montebourg und Hollande klar ist, darf bezweifelt werden. Sie werden nachgeben müssen, da Frankreich kein Geld hat und die Alternative ein Scherbenhaufen wäre. Im Moment geht es nur darum sich als Wahrer französischer Interessen vor der Europawahl aufzuspielen und den Preis hoch zutreiben.;)
Es ist schillernd wie sich Hollande und sein großspurig auftretender Wirtschaftsminister Montebourg in die Angelegenheiten von Unternehmen einmischen und auch gegen Vorstand und Großaktionäre Stellung beziehen. Die Herren leben geistig noch im Zeitalter der Grande Nation welche heute nur noch ein kümmerliches Überbleibsel früherer Größe darstellt. Frankreich steht vor der Pleite, Alstom steht vor der Pleite. Was sollen die Drohungen mit Aufträgen der Staatsbahn oder des Energieversorgers EdF ? Wem will der Staat sonst die Aufträge zuschanzen außer Alstom ? Etwa Siemens ? :laugh:
Hollande und seine Laufburschen sind wirtschaftspolitische Versager. GE -heute bereits ein großer Arbeitgeber in Frankreich- wird das wenig beeindrucken. Das Siemens-Management wird genau überlegen müssen wer ihnen künftig auf der Nase herumtanzt. Deutsches oder amerikanisches Geld wird gerne genommen, um die Pleite hinauszuzögern. Wenn die Regierung allerdings auf Gegenkurs zum eigenen Alstom-Management geht hat der Deal weder mit GE noch mit Siemens eine Perspektive. Hollande und Montebourg könnten am Ende mal wieder einen Scherbenhaufen produzieren. Wer jetzt noch übereilt -nach Wiederaufnahme des Handels- in Alstom-Aktien investiert, könnte sich bös die Finger verbrennen. :cool:
11.02.2014, 16:22 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen



Alstom: Multimegawatt-Windturbine dreht sich bald in US-Offshore-Windpark

Levallois-Perret, Frankreich – Die größte Windturbine, die in Offshore-Windparks eingesetzt wird, produziert bald vor der US-amerikanischen Ostküste Strom.

Die Multimegawatt-Turbine wird erstmals in einem Offshore-Windpark installiert. Der Windpark ist einer der ersten Offshore-Windparks der USA.

Fünf Turbinen können 17.000 Haushalte versorgen
Alstom hat einen Vertrag unterzeichnet, fünf Offshore-Windturbinen für den Offshore-Windpark Block Island vor der Küste Rhode Islands zu liefern.
Das Projekt soll 2016 über die Bühne gehen. Blockwater Island wird einer der ersten Offshore-Windparks der USA sein und der erste Windpark weltweit, der die Alstom-Turbine Haliade 150-6 MW einsetzt. Die Turbine mit einer Leistung von 6 Megawatt (MW) ist derzeit das größte serienmäßig produzierte Modell, das offshore eingesetzt wird. Die fünf Anlagen des Windparks werden ca. 125.000 Megawattstunden (MWh) Strom pro Jahr produzieren, eine Menge die ausreicht, über 17.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Bisher wurden nur zwei Exemplare der Turbine errichtet, je eine in Belgien und eine in Frankreich. Beide Anlagen wurden in Onshore-Windparks installiert.
Die Besonderheit der Turbinen liegt in ihrem Direktantrieb, der von einem Magnet-Generator angetrieben wird. Der Rotor mit einem Durchmesser von 150 Metern bietet eine um 15 Prozent höhere Energieausbeute als andere Turbinen. Damit soll Offshore-Strom kostengünstiger produziert werden können.

Erster Einsatz in Offshore-Windpark
Für dieses Projekt werden erstmals Offshore-Windturbinen von Alstom aus Frankreich exportiert. Die Anlagen wurden in Nantes entwickelt und werden in den extra hierfür errichteten Werken in Saint-Nazaire und Cherbourg gefertigt werden. Dadurch entstehen ca. 5.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze. Vertragsbestandteil ist neben der Herstellung und Lieferung der Anlagen auch ein Service- und Wartungsvertrag für einen Zeitraum von 15 Jahren.
„Dieser Vertrag demonstriert unsere exzellente wirtschaftliche Dynamik im Bereich Offshore-Wind sowie die Glaubwürdigkeit unserer Technologie-Plattform. Er zeigt, dass wir sowohl den wachsenden internationalen Markt als auch die starke Nachfrage in Frankreich bedienen können“, sagte Jerom Pécresse, Präsident der Erneuerbaren-Sparte bei Alstom.

Programm soll US-Offshore-Entwicklung ankurbeln
Der Windpark Block Island könnte durch einen Zusammenschluss der Übertragungsnetze von Long Island, New York und New England zu einer Kapazität von einem Gigawatt (GW) erweitert werden. Das Projekt ist an das Offshore-Wind-Programm „Smart from the Start“ des Bureau of Ocean Energy Management gekoppelt, welches die Entwicklung der Offshore-Industrie an der US-amerikanischen Ostküste ankurbeln soll.


Quelle: http://www.iwr.de/news.php?id=25608
Ich denke eher, dass es vielleicht 10-12 Cent Anstandsdividende gibt, damit die Hedgefonds nicht den Todesstoß geben. Aber EADS wagte es 2010 trotz gutem Ausblick selbst die zu streichen und ging durch die Decke.
Abwarten ist wahrscheinlich sinnvoll. Das Management muss noch seine Hausaufgaben machen. Das Unternehmen ist ein Sanierungsfall und noch ohne Plan.:rolleyes:


SANIERUNG: Gerüchte über Staatseinstieg
Rettungsplan für Alstom

https://www.morgenweb.de/nachrichten/wirtschaft/...r-alstom-…


Bouygues muss 1,4 Mrd. Euro auf Alstom-Beteiligung abschreiben

http://www.welt.de/newsticker/bloomberg/...teiligung-abschre…
or ein paar Jahren gab es doch mal Bestrebungen Alstom und Areva (Kernkraftwerksbauer)zu fusionieren.

Vielleicht wird da ja noch was
Mich verwundert die Kursentwicklung von Areva ein wenig( Staat besitzt 85% der Anteile), die Aktie ist von 12€ im September 2013 auf jetzt 20€ angestiegen!

Bei Alstom sollte es mal Änderungen im Management geben!
AREVA ist ein Atomkonzern der sich aber mittlerweile stark Erneuerbaren Energien öffnet. Alstom hat Zulieferungen für den konventionellen Teil der AKW´s getätigt. Das Thema Zusammenschluss dürfte mittelweile vom Tisch sein. Die gehen jeder eigene Wege - bis auf weiteres. Realistsicher erscheint mir, dass Alstom sich sowohl im Transport wie Kraftwerksbereich Partner sucht. Wenn es in Europa nicht klappt, dann könnten durchaus auch Chinesen willkommen sein. Zudem wird man versuchen durch den Verkauf von Unternehmensteilen wie Energy Recovery Geld rein zu bekommen um Schulden abzubauen. Ich schätze, es werden dieses Jahr weitere Restrukturierungen bekannt, mit dem Ziel Überkapazitäten und Kosten abzubauen. Primär im Kraftwerks- und Kesselbereich.:cool:
Aktie bleibt scheinbar weiter ausgesetzt. Auf Wunsch von Alstom, wie zu lesen ist. Das sind Zustände in Frankreich, die einen immer wieder wundern können, obwohl man es im Grunde genommen ja weiss. Wenn man sich die Szenerie und den Eifer der Sozialisten ansieht, muss man befürchten, dass ein Scherbenhaufen übrig bleibt. Als Alcatel Lucent faktisch übernommen hat, war von der französischen Regierung nichts zu hören, aber kaum soll ein Franzose übernommen werden, setzt man sich über die Eigentumsrechte hinweg. Letztendlich bleibt ein ungesundes Unternehmen zurück, falls Alstom nicht übernommen wird. Wenn Siemens den Deal macht, wird die Zusammenführung schwierig, da Siemens eine Urdeutsche, höchst eigenwillige Identität hat.
Da wird ja eine ziemliche Komödie für die Öffentlichkeit und das Wahlvolk aufgeführt. Parolen wie "Patriotische Wachsamkeit", "Europäische Champions" usw. wird von Hollande, Montebourg und Gabriel genutzt zur Stimmungsmache für die Europawahl. Diese Politiker sind populistisch und prinzipienlos. Letztendlich interessiert es sie nicht was für einen Scherbenhaufen sie hinterlassen. Hier werden Stimmungen und Ängste der Beschäftigten und ihrer Angehörigen für durchsichtige politische Ziele instrumentalisiert. Die Politik sollte sich hier zurückhalten, vielleicht bestenfalls dezent agieren, denn sie haben eher das Talent den Karren noch tiefer in den Dreck zu fahren.:rolleyes:
Die patriotische Wachsamkeit sollte lieber auf den französischen Staatshaushalt ausgerichtet werden. Der ist ungefähr so gesund wie das ökonomische Verständnis der Regierung gross ist. Bezüglich der beiden Regierungen Frankreichs und Deutschlands befürchte ich allerdings, dass die Franzosen zumindest noch ein wenig mehr Struktur in ihren Handlungen haben. Gabriel springt wahrscheinlich noch fröhlich umher weil er nicht bemerkt hat, dass das Messer schon im Rücken steckt. Die Franzosen haben ja nicht aus purer Menschenliebe plötzlich ihre Liebe zu Siemens und Deutschland entdeckt.
Morgen gibt Siemens sein Angebot ab für Alstom, dann geht das Hickhack weiter :D

Da stehen viele Arbeitsplätze auf dem Spiel bei einem Zusammengehen, Lösung mit GE müsste präferiert werden, sonst gibt's nen europäischen Scherbenhaufen :cry:
Antwort auf Beitrag Nr.: 46.889.510 von Charly_2 am 28.04.14 22:45:17siemens kann ein angebot abgeben, aber das bedeutet noch nicht, dass sie den zuschlag bekommen. es ist offensichtlich, dass kron und bouygues einen deal mit ge wollen, und das waere sicher auch besser fuer aktionaere und mitarbeiter.
alstom hat gesagt, dass sie das ge-angebot 4 wochen pruefen wollen, aber wie es aussieht, gewaehren sie siemens keinen einblick in die buecher. es waere ja auch verrueckt, das zu tun, wenn sie sich sowieso auf ge festgelegt haben. eigentlich koennte man die farce jetzt sofort beenden.

der siemens-aktienkurs steigt angesichts der zunehmenden wahrscheinlichkeit, dass es zu einem deal mit ge kommt. die politiker sehen nun bloed aus, wie immer. das sind wir aber gewoehnt, und es steht ihnen gut!

ich besitze keine alstom-aktien, aber wenn, denn wuerde ich heute verkaufen. dagegen besitze ich siemens-aktien und bin nun sehr froh ueber diesen verlauf.
Antwort auf Beitrag Nr.: 46.961.264 von Kurpfaelzer am 11.05.14 21:58:36Hab ich vermutet, keine argumentative Kommunikation - ok - kannst weiter Selbstgespräche führen :cry:

Armer Zeitgenosse!!


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