Britische Lebensversicherungen in Gefahr: Achtung für Kunden von Clerical Medical und Co!

Gastautor: Roland Klaus
29.10.2017, 14:55  |  5650   |   |   

Der Brexit könnte eine echte Gefahr für Kunden britischer Lebensversicherungen werden. Nach Presseberichten dürften Unternehmen wie Clerical Medical, Canada Life oder Friends Provident nach einem "harten" Brexit keine Gelder mehr an Kunden in der EU auszahlen. Zeit, sich nach Alternativen umzuschauen.

Bereits jetzt sind viele Kunden britischer Lebensversicherungen, wie beispielsweise Clerical Medical (CMI), Canada Life oder Friends Provident bitter enttäuscht. Vollmundige Versprechen, wie hohe Renditen und Steuervorteile, die Ihnen bei Abschluss ihrer Fondspolicen gemacht wurden, sind in der Realität nicht eingetreten.

Doch nun könnte es noch dicker kommen: Wie die Wirtschaftswoche in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, dürften britische Versicherungsgesellschaften im Falle eines sogenannten „harten“ Brexit keine Gelder mehr an ihm EU-Ausland wohnende Bürger auszahlen. Dies gehe aus einem Brief der Vorsitzenden des Finanzausschusses im britischen Unterhaus, Nicky Morgan, an Finanzminister Philip Hammond hervor. Kommt es also zu einer Form des Brexit, bei der Großbritannien keinen Zugang zum EU-Binnenmarkt mehr hat, dann hätten die britischen Versicherer nur die Wahl, ob sie das Gesetz oder das Versprechen brechen, das sie ihren Kunden gegeben haben.

Kunden von Versicherungen wie Clerical Medical sollten sich daher dringend mit dem Widerruf einer Lebensversicherung beschäftigen. Dies ist dann möglich, wenn die Vertragsunterlagen fehlerhaft sind und aus diesem Grund die übliche Widerrufsfrist von 14 bzw. 30 Tagen nicht zu laufen beginnt. Verbraucher können dann Jahre nach Abschluss ihrer Police noch den Vertrag widerrufen und eine Rückabwicklung fordern.

Im Vergleich zu einer Kündigung der Police ist der Widerruf in nahezu allen Fällen deutlich profitabler. Denn bei einer Rückabwicklung muss die Versicherungsgesellschaft sämtliche Kosten für Vertrieb und Verwaltung an den Kunden zurückzahlen. In der Regel wird dadurch der Verbraucher um viele tausend Euro bessergestellt, als wenn er die Versicherung kündigt. Auch die Brexit-Unsicherheiten hätten sich damit erledigt.

Gerade mit der Clerical Medical haben wir bei der Interessengemeinschaft Widerruf bereits zahlreiche positive Erfahrungen gesammelt. Sobald der Versicherte einen Experten einschaltet, ist die Gesellschaft in der Regel zu einem vernünftigen außergerichtlichen Vergleich bereit, der die Ansprüche des Kunden abdeckt. Eine kostspielige und langwierige Klage vor Gericht ist daher in den meisten Fällen gar nicht nötig.

Bereits jetzt haben sich für die meisten Kunden von Clerical Medical die Policen aufgrund hoher Kosten und enttäuschender Wertentwicklung der Fonds zu einem Fiasko entwickelt. Durch den Brexit könnten nun weitere Probleme hinzukommen, die bis zu einem vollständigen Zahlungsausfall reichen könnten.

Versicherte, die dieses Risiko nicht eingehen wollen, können bei der Interessengemeinschaft Widerruf kostenlos und unverbindlich prüfen lassen, ob ihre Versicherung die Voraussetzungen für einen Widerruf erfüllt. Ist dies der Fall, so sagen Ihnen die Experten auch, welche konkreten nächsten Schritte unternommen werden müssten um den Widerruf erfolgreich umzusetzen.

Die Kosten für ein solches Vorgehen werden in vielen Fällen von einer Rechtsschutzversicherung übernommen. Alternativ gibt es die Möglichkeit, auf ein Erfolgshonorar zurückzugreifen, bei dem nur dann Kosten anfallen, wenn die Rückabwicklung erfolgreich war.

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