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Marktkommentar: Igor de Maack (DNCA): Wöchentlicher Kommentar zu den Märkten (30. Oktober 2017)
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Marktkommentar Igor de Maack (DNCA): Wöchentlicher Kommentar zu den Märkten (30. Oktober 2017)

Nachrichtenquelle: Asset Standard
30.10.2017, 00:00  |  502   |   |   

Auch die Märkte sehen derzeit viel Licht am östlichen Horizont, und dies aufgrund von drei bedeutenden Ereignissen: Mit seiner Wiederwahl hat Xi Jinping seinen Einfluss auf die Kommunistische Partei anlässlich des 19. Parteitag bestätigt.

Auch die Märkte sehen derzeit viel Licht am östlichen Horizont, und dies aufgrund von drei bedeutenden Ereignissen: Mit seiner Wiederwahl hat Xi Jinping seinen Einfluss auf die Kommunistische Partei anlässlich des 19. Parteitag bestätigt.

Zugleich hat er seine Entschlossenheit erkennen lassen, dem chinesischen Modell zu einer größeren weltweiten Strahlkraft zu verhelfen. Hierzu will er die erforderlichen Reformen auf den Weg bringen, um die Qualität des Wirtschaftswachstums zu verbessern und die schädlichen Folgen von Umweltbelastung und Armut zu verringern.

Im seit je als „Land der aufgehenden Sonne“ bekannten Japan konnte Shinzo Abe bei den vorgezogenen Wahlen ebenfalls seine Machtbasis ausbauen, was es ihm erlauben dürfte, sein Wirtschaftsprogramm fortzusetzen und Japan aus seiner langen Deflationslethargie zu führen.

Indien schließlich hat nach der Einführung der allgemeinen Personalausweispflicht und der einheitlichen Mehrwertsteuer sowie der Geldentwertung eine Rekapitalisierung seiner staatlichen Banken in Höhe von 32 Mrd. US-Dollar angekündigt, um die Kreditvergabe anzufachen. Diese drei Länder weisen somit weiterhin den Weg bei der Umsetzung von Reformen, die für die Konsolidierung ihres Wirtschaftswachstums nötig sind. Unser zentraler Himmelskörper ist aber auch in Frankfurt aufgegangen, und zwar mit der jüngsten Ankündigung Mario Draghis anlässlich der EZB-Sitzung vom 26. Oktober. Der Chef der europäischen Notenbank hat den geldpolitischen Weg bis 2019 vorgezeichnet, indem er die Anleihekäufe um neun Monate verlängert, das monatliche Kaufvolumen um 30 Mrd. Euro reduziert und eine Anhebung der Leitzinsen vor 2019 ausgeschlossen hat.

Dies hat die Anleger zuversichtlich gestimmt und erneut beherzt nach europäischen Aktien greifen lassen. Doch auch im Westen ist unser Leitgestirn letztlich nicht untergegangen. So haben in den Vereinigten Staaten die Geschäftszahlen der Stars unter den Technologiewerten (Alphabet, Amazon, Microsoft und Twitter) die Analysten ins Staunen versetzt. Vor dem Hintergrund einer möglichen Umsetzung der (von den Republikanern begrüßten) amerikanischen Steuerreform stoßen US-Aktien somit weiterhin auf großen Anklang bei den Anlegern (mit Zuflüssen in Höhe von 6,1 Mrd. US-Dollar in der vergangenen Woche).

Bislang gibt es also keinerlei Anzeichen dafür, dass sich demnächst die Nacht über die Finanzmärkte herniedersenken wird – obschon sich Letztere durchaus ihrem Höhepunkt nähern dürften.

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