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Projektentwicklung von Wohnimmobilien Gute Projektentwicklung fängt von innen an

Gastautor: Thomas Zabel
03.11.2017, 15:05  |  515   |   |   

Stellen Sie sich vor, Sie sind der Projektentwickler einer Lagerhalle. Sie haben einen Architekten mit der Konzeption beauftragt sowie eine ausführende Baufirma - und bemerken erst nach Fertigstellung des Gebäudes, dass es an den Wünschen des späteren Mieters vorbeigeht? Dass der Flächenzuschnitt für die Arbeitsweise unpassend und beispielsweise die Deckenhöhe zu niedrig ist. Das könnte Ihnen nicht passieren? Mir auch nicht. Denn bei jeglichen Neubauprojekten ist es essenziell, von Anfang an auf die Bedürfnisse der späteren Nutzer zu achten. Besonders gilt das für Wohnimmobilien, der Kauf einer Eigentumswohnung ist schließlich eine wichtige Entscheidung. In Anbetracht dessen, dass innerstädtischer Wohnraum immer knapper wird, ist es umso relevanter, nicht am Bedarf vorbei zu bauen. Das gilt vor allem für Metropolen wie Berlin und Frankfurt am Main, die zu den bundesweit beliebtesten Investmentstandorten gehören.

Der Vertrieb kennt die Bedürfnisse der Kunden
Ein guter Koch lernt während seiner Ausbildung, die Menüs nicht nach seinem eigenen Geschmack zuzubereiten. Gleiches sollte für Projektentwickler im Premium-Wohnsegment gelten. Denn selbst wenn diese langjährige Erfahrung haben und gut auf dem Markt vernetzt sind, kennt der Vertrieb die Wünsche seiner Zielgruppe meist noch genauer. Das trifft besonders im aktuellen Marktumfeld zu, in dem Deutschland weltweit den Ruf als sicherer Anlegerhafen genießt. Zahlreiche internationale Käufer entdecken den Erwerb eines Zweitwohnsitzes als Kapitalanlage für sich, weshalb es nur logisch ist, neu entstehende Wohneinheiten nach ihren Wünschen zu konzipieren. Dazu gehören beispielsweise Flächenzuschnitte und amenities wie gemeinsam genutzte Terrassen oder Bereiche für einen Concierge-Service, wie die Kunden es aus ihrer Heimat kennen und schätzen. Auch die architektonische Formensprache des Gebäudes selbst ist wichtig, weshalb die frühzeitige Kooperation zwischen Projektentwicklern, Architekten und Vertrieblern von zentraler Bedeutung ist.

Zudem wandeln sich die Städte. Die wachsende E-Mobilität sowie das autonome Fahren - und damit die Parkplatzsituation auf den Grundstücken - werden genauso Zukunftsthemen sein wie der bauliche Schritt in die Vertikale. Wohnhochhäuser werden in einer nachverdichteten Stadt immer essenzieller. Die internationale Kundschaft verfolgt diese Trends aufmerksam, ebenso wie der Vertrieb. Letzterer kann dem Projektentwickler beratend zur Seit stehen.

Eine gute Zusammenarbeit minimiert Risiken
Die Konkurrenz auf den deutschen Immobilienmärkten ist groß, die Nachfrage für Wohnimmobilien übersteigt das Angebot an attraktiven Bestandsobjekten bei Weitem. In einer solchen Marktlage rückt der Neubau stark in den Fokus der Investoren. Dies bedeutet zugleich, dass in Form sogenannter Forward Deals die Bauprojekte immer früher den Eigentümer wechseln - oft noch vor Baubeginn. Die frühzeitige Ausarbeitung eines belastbaren und erfolgversprechenden Gebäudekonzepts kann das Projektrisiko eines Neubaus stark minimieren. Deshalb lautet mein Fazit: Eine durchdachte Projektentwicklung im Wohnimmobilienbereich fängt von innen an, in Form einer engen Zusammenarbeit des Bauherren mit dem Vertrieb.



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