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Tesla: Ist das Scheitern vorprogrammiert?

Gastautor: Holger Steffen
06.11.2017, 07:30  |  5355   |   |   

Tesla muss die Produktionsziele für das Model 3 weiter verschieben und hohe Kosten für den Einstieg in die Massenfertigung hinnehmen. Scheitert der Elektroauto-Pionier an den großen Herausforderungen?

Dieser Moment war von vielen Beobachtern als kritischer Punkt für den künftigen Erfolg von Tesla herausgestellt worden: der Einstieg in die Massenfertigung. Bislang war die Produktion eher wie eine Manufaktur aufgebaut, jetzt müssen die Amerikaner den Sprung zur Großserie mit hohen Volumina schaffen.

Skeptiker hatten zuvor angemerkt, dass diese Transformation für Tesla eine schwer zu meisternde Aufgabe darstellt. Zumindest der Start gibt ihnen nun erst einmal Recht. Das Outputziel wurde im Startquartal (Q3/2017) mit 260 statt 1.500 Stück weit verfehlt, die Anlaufkosten sorgten für einen Rekordquartalsverlust von 619 Mio. US-Dollar. Das Produktionsziel für das Jahresende - 5.000 Stück vom Model 3 - wurde auf das erste Quartal 2018 verschoben.

Folgen weitere Zielverfehlungen, könnte es ungemütlich werden für Tesla. Denn Zweifel an den Wachstumschancen könnten den kontinuierlichen externen Kapitalzufluss stoppen.

Die Aktie spiegelt diese Gefahr durchaus wider. In den letzten sechs Monaten wurde ein Doppel-Top ausgebildet, eine kurzfristige Schulter-Kopf-Schulter (SKS) von August bis Oktober unterstreicht die Topbildung.

Kurzfristig nähert sich die Aktie allerdings einem überverkauften Zustand und hat zuletzt die 200-Tage-Linie nach unten durchbrochen. Nun ist eventuell eine Gegenbewegung gestartet, die gilt es zu beobachten. Kann die Aktie die Marke von 331 US-Dollar, die untere Grenze der SKS, zurückerobern, würde das den Bullen wieder Auftrieb verleihen. Schafft die Aktie von Tesla hingegen den Rebreak nicht, wäre sie ein Fall für eine Shortspekulation.

Diskussion: Wann platzt die TESLA-Blase

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6 Kommentare

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Kommentare

Ihr müsst die einzelnen Automontagebänder angeben bei allen Vergleichen. Die Marke ist nicht massgebend. So rechnen die Manager der Autohersteller nicht.

Beispiel:

Ford Sierra in Belgien:

8 Stunden / Tag x 60 =480 Minuten. = ca 500 Autos in dieser Zeit hergestellt am Band.

2. Schicht mit 8 Stunden zusammen ca. 1000 Autos hergestellt

Breakeven erreicht ab 850 Autos. 150 Autos erzielen einen kleinen Gewinn

= Nur 150 verkaufte Autos erzielten einen Gewinn. Betriebswirtschaft Prof. Küng St. Gallen 1978.

Prof. Küng wollte als erster Prof. die Automatisation der Roboter besteuern, weil die Montagebänder mit den Robotern die Menschen am Band ersetzen und der Staat dieses Steuer-Substrat verliert.

Anders gesagt, wo automatisiert wird müssen Gewerkschaften dafür eintreten und von den Herstellern Ergänzungsleistungen einfordern. Die Gewerkschaften in Europa wissen das, aber sie tun nichts dagegen und es entsteht eine 2. Klassengesellschaft.

Noch ein Hinweis:

Ford hat meinen Grossvater angefragt, Sie suchen in Europa eine kleine Produktion ausserhalb von Deutschland, um ihre verkauften Autos, die durch Streiks lahm gelegt werden könnten, trotzdem ausliefern zu können. Ford wollte also auch die gesetzlichen Möglichkeiten in Deutschland aushebeln.

NiNa Paris. Bild: 573_20171025181556_DeLorean
Lassen wir mal die Profis ran:

The electric automaker, which reports earnings late Wednesday, Nov. 1, is a company "so landmine-filled that I think it can implode at any moment regardless of what the broad market does," Stanphyl Capital Management managing member Mark Spiegel wrote in a note to investors on Tuesday, Oct. 31.


Hmm, auf Landminen tritt, denke ich, niemand so gerne....

"despite relatively light competition but will soon be confronted with massive competition in every aspect of its business."


Und wenn erst die Deutschan im Anrollen sind....
Spiegel said in 2018 the high-end, luxury electric vehicle space will get even more crowded, with entrants Jaguar, Volkswagen-owned (VLKAY) Audi, Daimler-owned (DDAIF) Mercedes and Porsche piling in.




The money manager suggested Tesla has been "committing fraud" by charging $8,000 for "software upgradeable for full self-driving" for its current systems.



nicht nur im Hinblick auf die hunderte Entlassungen meint Spiegel:
"Tesla is rapidly becoming sort of a 'full employment act for lawyers,' and that's even before it brings in the bankruptcy lawyers,"


Selbst als Batterie-Unternehmen ist Tesla miserabel (es kauft seine Batterien schliesslich bei Panasonic....)
Spiegel concluded his note by pointing out the flawed logic of allowing Tesla to report terrible earnings and still supporting it by justifying, "The great thing about Tesla is that it's really a battery company." Spiegel noted that even if it were just a battery company, that's a low-margin industry not worthy of braggadocious claims



Das sind einfach Fakten:
Tesla is losing a massive amount of money even before it faces a huge onslaught of competition



Zero, also Null Wert für Tesla, als Unternehmen. Ok, ich hatte noch auf 3-4 Milliarden Unternehmenswert getippt. Das Problem ist jedoch, dass jemand der Tesla kaufen würde, dann auch die Schulden mit übernehmen müsste. Und ich denke, sowas macht keine Firma auf der ganzen Welt. Eine Mars-Firma vielleicht, vielleicht gibt es dort ein anderes EinmalEins, aber keine von dieser Welt...
"Thus this cash-burning Musk vanity project is worth vastly less than its approximately $65 billion fully-diluted enterprise value and -- thanks to its roughly $10 billion in debt -- may eventually be worth 'zero.'"


https://www.thestreet.com/story/14369588/1/tesla-could-impl…
Was zählt:
1. Die Shorties decken sich ein.
2. Am 16.11. Vorstellung Semi-Truck.

Sobald wir klare Verhältnisse haben heute Abend mitteleurop. Zeit, wähle ich einen OS aus.
Einen Call, versteht sich.

Min. 50 % Gewinn in 8 Tagen.
Die (SKS) Aktienbewegung hat bei einer solchen neuen Firma eigentlich keinen Wert. Diese Bewegung verwendet man nur bei bestandenen Aktien-Titeln.

Die Firma macht den grossen Fehler in der Erwartungshaltung. Ein Anleger hat bei Tesla nichts zu suchen.

NiNa-Paris

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