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Pressemeldung: Union Investment: Marktberichte Oktober 2017
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Pressemeldung Union Investment: Marktberichte Oktober 2017

Nachrichtenquelle: Asset Standard
10.11.2017, 00:00  |  1218   |   |   

Der Kursanstieg setzt sich bei den Aktien weiter fort. Bei den Renten reagiert die USA verhalten, im Euroraum hingegen freundliche Tendenz.

Aktienmärkte Beflügelt von starken Unternehmenszahlen und guten Konjunkturdaten setzte sich am US-Aktienmarkt der Kursanstieg weiter fort. Die Fortsetzung der lockeren Geldpolitik durch die EZB und der etwas schwächere Euro beflügelten europäische Aktienwerte.

Rentenmärkte Die Aussicht auf US-Steuerreformen und die Befürchtung einer im Rahmen zahlreich neu zu besetzender Stellen eher künftig restriktiveren US-Notenbank führten am US-Anleihemarkt zu leichten Verlusten. Im Euroraum wird die EZB ihr Anleiheankaufprogramm zwar ab Januar reduzieren, dieses aber womöglich noch sehr lange am Laufen halten. Zinserhöhungsfantasien wurde eine klare Absage erteilt. Die Märkte tendierten freundlich.

Die Aktienmärkte

Europa

Europäische Aktien weiter im Aufwind: Europas Aktienmärkte haben ihre Gewinnserie im Oktober fortgesetzt. Der EURO STOXX 50-Index legte 2,2 Prozent zu, der marktbreite STOXX Europe 600-Index schloss 1,8 Prozent fester. Die im MSCI Europe Small and Mid Caps-Index gelisteten Unternehmen mit niedriger und mittelgroßer Marktkapitalisierung verzeichneten ein Plus von 2,1 Prozent.

Dabei bewegte sich der EURO STOXX 50-Index in weiten Teilen des Monats ohne größere Schwankungen seitwärts. Erst zum Monatsende kam Bewegung in die Märkte, als die Europäische Zentralbank (EZB) bekanntgab, ihr Anleiheankaufprogramm vorerst fortzusetzen. Ab Januar 2018 werden die Notenbanker zwar nur noch Anleihen im Volumen von 30 anstelle von 60 Milliarden Euro kaufen. Dafür wird das Programm aber um neun Monate verlängert. Zudem behält sich die EZB vor, die Anleihekäufe über September 2018 hinaus zu verlängern oder gar wieder aufzustocken.

Spanische Aktien gerieten hingegen unter Druck. Die Regionalregierung Kataloniens hatte am 1. Oktober ein Referendum über die Unabhängigkeit der Autonomen Gemeinschaft abgehalten. Das Verfassungsgericht erklärte die Abstimmung jedoch für rechtswidrig. Als sich der Konflikt zwischen Zentral- und Regionalregierung zuspitzte, stimmte der spanische Senat schließlich mit parteiübergreifender Mehrheit für eine Absetzung der katalanischen Regierung. Der Leitindex IBEX 35 verlor in der ersten Oktober-Woche über vier Prozent an Wert, konnte sich im weiteren Monatsverlauf jedoch erholen. Auf Monatssicht stand sogar ein Kurszuwachs von 1,4 Prozent zu Buche.

Am deutschen Aktienmarkt kletterte der DAX-Index über die Marke von 13.000 Zählern – und damit auf ein neues Rekordhoch. Neben der Aussicht auf eine anhaltend lockere Geldpolitik im Euroraum trieb vor allem der schwächere Euro die Kurse der exportorientierten deutschen Konzerne. Die Gemeinschaftswährung verlor in der Berichtsperiode gegenüber dem US-Dollar 1,4 Prozent an Wert.

Angesichts der robusten Konjunkturdynamik bei gleichzeitig moderatem Inflationsdruck bleibt das Umfeld für Aktienanlagen positiv. Geopolitische Risiken können jedoch für Schwankungen sorgen.

Deutschland

Freundliche Stimmung setzt sich fort: Die deutschen Aktienmärkte haben ihre Gewinne aus dem Vormonat ausgebaut. Der DAX-Index mit den größten Unternehmen des Landes verzeichnete im Oktober einen Zuwachs von 3,1 Prozent. Ähnlich positiv entwickelte sich der MDAX-Index mit Unternehmen mittlerer Marktkapitalisierung, der 2,5 Prozent fester schloss. Auch die im TecDAX-Index gelisteten Technologiefirmen legten 4,6 Prozent zu. Die im SDAX-Index geführten kleineren Gesellschaften des Landes gewannen 0,4 Prozent.

Über weite Strecken des Monats bewegten sich die Indizes am Frankfurter Parkett seitwärts. Erst zum Monatsende kam Bewegung in die Märkte, als die Europäische Zentralbank (EZB) bekanntgab, ihr Anleiheankaufprogramm vorerst fortzusetzen. Ab Januar 2018 werden die Notenbanker zwar nur noch Anleihen im Volumen von 30 anstelle von 60 Milliarden Euro kaufen. Dafür wird das Programm aber um mindestens neun Monate verlängert.

Abseits konjunktureller und (geld-)politischer Nachrichten bestimmten einzelne Unternehmensmeldungen das Marktgeschehen. Die Deutsche Bank legte im Rahmen der Quartalsberichterstattung ein überraschend gutes Ergebnis vor. Weil das Geldhaus seine Kosten erheblich senken konnte, fiel der Nettogewinn im dritten Quartal mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr. Im operativen Geschäft kommt die Deutsche Bank indes kaum vom Fleck: Die Umsätze gingen im dritten Quartal weiter zurück. Marktteilnehmer honorierten das gute Ergebnis deshalb nicht. Auf Monatssicht gaben die Papiere von Deutschlands größtem Geldhaus 4,2 Prozent nach.

Dem Mikrobatterien- und Energiespeicherhersteller Varta ist die Rückkehr an die Börse geglückt. Das Unternehmen war bis 2007 schon einmal börsennotiert. Der Börsengang brachte Varta über 230 Millionen Euro ein. Das Unternehmen will das Geld in den Ausbau der Produktion stecken. Ende Oktober notierten die Aktien mit 21,08 Euro rund 20 Prozent über dem Ausgabepreis.

Angesichts der robusten Konjunkturdynamik bei gleichzeitig moderatem Inflationsdruck bleibt das Umfeld für Aktienanlagen positiv. Geopolitische Risiken können jedoch für Schwankungen sorgen.

Osteuropa

Osteuropäische Aktienmärkte leicht positiv: Die Börsen in Osteuropa legten im Oktober leicht zu. Der MSCI Emerging Markets Eastern Europe-Index gewann in Lokalwährung 0,5 Prozent. In US-Dollar verbuchte der Index ein Minus von 0,3 Prozent.

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