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Renten Wagenknecht kritisiert geplante Rentenerhöhung als zu gering

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
15.11.2017, 01:00  |  1380   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht hat die geplante Rentenerhöhung als zu gering kritisiert. "Eine Rentenerhöhung im nächsten Jahr um zwei bis drei Prozent löst das Problem der Altersarmut nicht einmal ansatzweise", sagte Wagenknecht den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben). "Stattdessen brauchen wir eine Rentenreform nach dem Vorbild Österreichs, wo alle - auch Selbständige und Beamte - in die gesetzliche Rente einzahlen und ein Durchschnittsrentner monatlich 800 Euro mehr bekommt als in Deutschland."

Es sei unverantwortlich, "dass die Jamaika-Parteien mit der Gründung einer Kommission bis 2019 die Lösung des Problems wachsender Altersarmut auf die lange Bank schieben wollen".

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Kommentare

Da hat Frau Wagenknecht völlig recht. Kann doch nicht sein, dass Beamte keine Beiträge zur Altersvorsorge zahlen müssen und trotzdem 71,5% der letzten Gehaltsstufe (nicht das Lebenseinkommens wie bei Rentnern) als Pension vom Staat bekommen. Das Argument, sie müssten davon ja auch Steuern bezahlen greift nicht mehr, da ja auch Rentner aufgrund des unsozialen Alterseinkünftegesetzes immer mehr in die Steuerpflicht gedrängt werden. Erst seit 2005 werden Rentenversicherungsbeiträge schrittweise mehr und mehr als Sonderausgaben bei der Steuer berücksichtigt, aber schon jetzt sind 74% der Rente der steuerpflichtige Anteil und Rentenanpassungsbeträge (Rentenerhöhungen) sogar voll steuerpflichtig.
Bald wird es nur noch Grundsicherungsrentner geben, zumal auch noch Neurentner immer weniger von ihren eingezahlten Beiträgen erhalten werden.

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