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Soros & Co Reiche Gutmenschen, die höhere Steuern fordern

Gastautor: Rainer Zitelmann
16.11.2017, 20:10  |  1332   |   |   

Immer mal wieder melden sich Reiche zu Wort, die lautstark höhere Steuern für Reiche fordern. Was ist der Hintergrund?

Es gibt einen alten Grundsatz für Journalisten: "Hund beißt Briefträger ist keine Nachricht, Briefträger beißt Hund ist eine." Und so darf man sich nicht wundern, dass Medien geradezu darauf fliegen, wenn sich mal wieder ein Reicher zu Wort meldet, der über andere Reiche herzieht und sich für Steuererhöhungen einsetzt. Mit einem dieser Vertreter hatte ich eine Diskussion bei Maischberger. Der Immobilienunternehmer Josef Rick fordert schon seit Jahren immer wieder höhere Steuern für Reiche und hatte im Bundestagswahlkampf 2013 öffentlich das Steuer-Wahlprogramm der Grünen unterstützt, die allerdings gerade wegen diesem radikalen Steuererhöhungsprogramm eine herbe Niederlage erlitten.

Was bewegt Reiche, gegen Kapitalismus und Reiche und für höhere Steuern zu fechten? Vielleicht kann man das am Fall des Milliardärs George Soros erläutern, der sicherlich der bekannteste reiche Antikapitalist ist.

Der Fall Soros
Soros wurde berühmt als der Mann, der die Bank von England durch gigantische Währungsspekulationen gegen das Pfund in die Knie zwang und damit Milliarden verdiente. Er gehört zu den reichsten Männern der Welt. Sein Leben lang, so zeigt sein Biograf Robert Slater in einer lesenswerten Biografie, wollte Soros eigentlich lieber Philosoph sein und lechzte geradezu nach Anerkennung als intellektueller Denker. Diese Anerkennung blieb ihm jedoch stets versagt, trotz zahlreicher - aus meiner Sicht eher wirrer - Bücher, in denen er sich als Philosoph gerierte. Ich bezweifle, dass auch nur eines dieser Bücher gedruckt worden wäre, wenn er sich nicht einen Namen als Finanzspekulant gemacht hätte.

Soros wurde in Ungarn geboren, verließ das Land im Alter von 17 Jahren und schrieb sich an der London School of Economics ein, wo er unter anderem Karl Popper hörte. Er wollte damals Gesellschaftsphilosoph oder Journalist werden und der Welt wichtige Erkenntnisse vermitteln - "so wie Freud oder Einstein". Doch er war in dieser Hinsicht nie erfolgreich. Er selbst bezeichnet sich als "gescheiterter Philosoph".

Soros fördert seit Jahrzehnten linke Initiativen in Amerika und vielen anderen Ländern und macht immer wieder Schlagzeilen mit Kapitalismuskritik und der Forderung, Reiche höher zu besteuern. Dass er Antikapitalismus predigt, obwohl er selbst Milliardär ist, hängt damit zusammen, dass ihm die Anerkennung der Intellektuellen so ungeheuer wichtig ist. Durch seine Theorien und Bücher konnte er diese Anerkennung nicht finden, denn die sind belanglos. Als Reicher hat man es sowieso verdammt schwer, von den Intellektuellen gemocht zu werden, die meistens links sind. Aber derjenige, der weit links steht, Antikapitalismus predigt, auf die Reichen schimpft und höhere Steuern fordert, kann trotz seines Reichtums auf ein wenig Anerkennung oder wenigstens Beachtung durch die überwiegend antikapitalistisch gesinnten Intellektuellen hoffen. Die richtige (also linke) Gesinnung kann manches andere ausgleichen, so auch fehlende intellektuelle Brillanz oder den "Makel" eines Milliardenvermögens.

Gutmensch zu sein, kostet nichts
Der Vorteil: Wenn ein Reicher hohe Steuern für Reiche fordert, dann bekommt er damit viel Aufmerksamkeit, so wie Soros oder mein Diskussionspartner bei Maischberger. Man kann weiter in Seelenruhe alle Steuervorteile nutzen und im kapitalistischen Spiel mitspielen, dabei gleichzeitig für andere Reiche fordern, die sollten höhere Steuern zahlen. Das ist zwar irgendwie schizophren, aber von linken Medien wird man gerne als Beispiel dafür zitiert, dass "die Reichen" angeblich selbst eingesehen hätten, sie würden zu wenig Steuern zahlen. Reicher Gutmensch zu sein kostet also nichts, bringt aber eine Menge Publizität. Aus Sicht eines Investors ein gutes Geschäft: Es kostet mich nichts, antikapitalistische Sprüche zu klopfen, aber ich bekomme dafür wenigstens ein bisschen Sympathie und Aufmerksamkeit von Intellektuellen und den Medien. Ich kann zudem klammheimlich hoffen, dass meine Forderungen nicht erfüllt werden. Bezeichnenderweise sind diese "Wasser-predigen-und-Wein-trinken"-Reichen oft entweder Erben (so wie der linke Zigarettenerbe Jan Philipp Reemtsma oder Jakob Augstein) oder Menschen, die bereits reich geworden sind. Auf dem Weg zum selbst erarbeiteten Reichtum kommen die wenigstens auf die Idee, höhere Steuern zu fordern. Ernüchternd muss es für diese Anti-Reichen-Reichen sein, wenn - wie bei der Maischberger-Sendung - die Doppelmoral aufgedeckt wird und sie gleichermaßen zum Gespött der Linken und der anderen Reichen werden.

http://www.focus.de/finanzen/videos/im-ard-talk-bei-maischberger-milli ...

Kürzlich erschienen, überall besprochen und beachtet: www.zitelmann-autobiografie.de

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Kommentare

Zitelmann ist Immobilien- und Grundstücksspekulant. Er profitiert davon, dass Grund und Boden immer teurer wird - und die Immopreise, insbesondere in Städten, ständig steigen.Solche Leute wie er, sind praktisch für die Gesellschaft unnütz und schädlich. Sie leisten selbst wenig,beuten andere aber schamlos aus. Hohe Steuern für solche Spekulanten sind ein gesellschaftliches Muss! Grund und Boden kann nicht beliebig vemehrt werden und müsste daher von Gesetzes wegen her von jeder Spekulation ausgenommen werden!
Ach ja und da der Verfasser hier ja total verallgemeinert möchte ich doch mal auf seine Tätigkeit mit PR -Unternehmen für Immobilien aufmerksam machen das sind Unternehmen die wirklich kein Bürger braucht die nur dafür da sind das letzte und absolut überteuerten Wohnungen rauszuholen, ja Immobilienmakler kein Beruf aber absolut das beste Beispiel für Gier .
Ich hoffe das ich es erlebe das man diese überflüssige Branche abschafft und der Staat einsieht das er solche Machenschaften nicht braucht.
Ach sollte man schon jetzt jede Spekulation auf Wohnungen und Grundstücke jeder art mit 75% besteuern und das ohne zeitbegrenzung , ach ja der Verfasser wird ja wohl auch wissen das es eine Stadt in Deutschland gibt wo jeder Verkäufer zum ortsüblichen Preis das Land erst der Stadt anbieten muss die es auch kauft und dieses System würde ich sofort auf ganz Deutschland verbreiten dann kann der Schreiber auch sein PR - Unternehmen schliessen hier zeigt es sich ja schon bestens das man solch Firmen absolut nicht braucht !
Ihn wird schon sicher was anderes absolut überflüssiges einfallen womit er Geld für relativ wenig Arbeit in seinen Taschen stopfen kann.
Also selten so einen miesen Artikel gelesen, und wenn ich dann das Wort Gutmensch lese das der Verfasser hier benutzt gehe ich davon aus das Er das Gegenteil ist also ein Schlechtmensch und nach dem was ich hier lese bin ich auch davon überzeugt.
Hier einige Beispiele rauszunehmen und dann so zu schreiben als ob alle die das vordern so sind ist ja eine bodenlose Frechheit und zeigt die völlige Ahnungslosigkeit von diesen miesen Schreiber, ja immer wieder Öl ins Feuer giessen und hoffen das es alles so bleibt wie immer, wer Reich ist soll reicher werden und die anderen haben halt Pech gehabt, ach ja und wenn's mal brenzlig wird später soll uns Reiche auch die Bundeswehr schützen vor dem Pöbel so ist wohl der Tenor dieser Zeilen oder denkt dieser Herr wirklich das sich Millionen von Menschen das immer gefallen lassen ?
Nein werden sie nicht ! Aber bei dem Alter vom Verfasser dieser Zeilen kann das Wohl egal sein Er wird's ja nicht mehr erleben und so klug ist Er schon das Er das auch weiss.

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