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Anlegerverlag Nordex: Nehmen die Anleger dieses Kursziel noch ernst?

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
20.11.2017, 09:56  |  865   |   |   

Goldman Sachs prescht wieder voran. Dort hatte man schon vor einigen Wochen ein Rekordtief-Kursziel für den Windkraftanlagenhersteller Nordex (ISIN: DE000A0D6554) ausgerufen, indem der dortige Analyst das Ziel von zwölf auf acht Euro herunternahm, mit dem Argument, dass Nordex zwar schon mit einem Abschlag zur Branche gehandelt werde, der Abschlag aber noch zu klein sei. Da ging schon manche Augenbraue nach oben. Jetzt, nachdem die Quartalsbilanz am vergangenen Dienstag nur einen Hauch unter den Prognosen auf den Tisch kam, geht man dort hin und kappt das Ziel noch einmal um 37 Prozent, setzt es von acht auf fünf Euro nach unten. Nimmt das noch jemand ernst?

Diese Meldung ist frisch und sorgte dafür, dass die Aktie vorbörslich an die Sieben-Euro-Marke fiel, nach der ersten halben Stunde des regulären Handels versucht man sich indes an einer Stabilisierung. Der Vorteil der Bären: Jetzt, knapp nach der Quartalsbilanz, kommen voraussichtlich erst mal keine neuen Nachrichten vom Unternehmen, die solchen erheblichen Herabstufungen zuwiderlaufen könnten. Aber nachdem seit Wochen nicht zu übersehen ist, dass diese Aktie zum relativ kleinen, aber langsam wachsenden Kreis derjenigen Titel gehört, die gezielt in den Händen der Leerverkäufer sind und von einem Tief zum nächsten getrieben werden, sehen viele Akteure genauer hin. Man merkt, dass sich diese Bewegungen von der Faktenlage ebenso weit entfernen wie beim Gegenpol der Aktien, die in einer Nonstop-Hausse sind, weil die Trader diese Titel einfach täglich kaufen, auch da ohne Blick auf die Faktenlage. Und das macht solche Trends angreifbar. Hinzu kommt …

 

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… dass Nordex auf Tages- ebenso wie auf Wochenbasis schon längere Zeit „unten“ wäre. Nicht nur die untere Begrenzung des kurzfristigen Abwärtstrends wurde erreicht, der Anfang Oktober entstand, als Goldman Sachs die Aktie im Zuge einer Rallye erstmal mit einer herben Kurszielsenkung auf damals acht Euro „abschoss“, auch auf Wochenbasis ist die untere Begrenzung eines Trendkanals, konkret des übergeordneten, seit Anfang 2016 dominierenden Trendkanals nahe. Beide Begrenzungen liegen derzeit um 6,80 Euro. Nur, wenn die Aktie diese Zone auch noch durchbräche, damit eine Übertreibung nach unten in ohnehin steilen Abwärtstrends erfolgen würde, wäre eine komplette Kapitulation derer, die die Aktie hier Stück um Stück einsammeln, zu erwarten.

Wir sehen im Chart, dass diese Goldman Sachs-Kurszielsenkung die momentanen Versuche, einen Boden zu bilden, nicht hat sprengen können. Das ist grundsätzlich ein gutes Zeichen für die Bullen. Aber noch kein Garant dafür, dass der kleine Boden wirklich hält. Erst, wenn Nordex diesen Abwärtstrendkanal verlassen und darüber hinaus die nächstgelegene Hürde bei 8,24 Euro (die 20-Tage-Linie) auf Schlusskursbasis bezwingen könnte, wäre das Chance/Risiko-Verhältnis für erste, vorsichtige Käufe ausreichend. Bis dahin ist und bleibt Nordex ein fallendes Messer, an dem man sich böse schneiden kann. Ob dieses neue Kursziel nun Unsinn ist oder nicht, spielt da im täglichen Hin und Her der Trader nur eine Nebenrolle, daher: Vorsicht bleibt dringend anzuraten.

 

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