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BDI Deutschland braucht mehr als geschäftsführende Regierung

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
20.11.2017, 11:30  |  492   |   |   

BERLIN (dpa-AFX) - Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) verlangt von der Politik angesichts der gescheiterten Jamaika-Gespräche mehr Kompromissbereitschaft zum Wohle des Landes. "Wir rufen Union, SPD, FDP und Grüne auf, ihrer politischen Verantwortung gerecht zu werden", mahnte BDI-Präsident Dieter Kempf am Montag. "Alle Parteien müssen bereit sein, Kompromisse für Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung zu schließen." Das Scheitern der Jamaika-Sondierungen sei "absolut unbefriedigend".

Die Industrie stehe trotz der aktuell günstigen wirtschaftlichen Lage "vor enormen Herausforderungen", betonte Kempf. "Deutschland muss rasch zukunftsfähig werden angesichts weltweiter Krisen, des Reformbedarfs in Europa und drängender Entscheidungen für Investitionen in den Industriestandort Deutschland. Dazu bedarf es mehr als einer bloß geschäftsführenden Regierung."

Nachdem die FDP am späten Sonntagabend die Sondierungsgespräche mit CDU, CSU und Grünen für gescheitert erklärt hatte, ist zwei Monate nach der Bundestagswahl weiterhin offen, welche Regierung das Land künftig führen wird. Die bisherige große Koalition aus Union und SPD mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an der Spitze ist bis auf Weiteres geschäftsführend im Amt./ben/DP/jha



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