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Anlegerverlag E.ON: Nützt der Uniper-Streit am Ende den Bullen?

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
21.11.2017, 11:59  |  1692   |   |   

Es herrscht ein gewisser Unfriede zwischen Mutter und Tochter. E.ON (ISIN: DE000ENAG999) gedenkt seine Gas- und Kohlestrom-Tochter Uniper an die finnische Fortum zu verkaufen. Uniper selbst will aber nicht verkauft werden, sondern eigenständig bleiben. Uniper teilte heute Früh mit, man habe das Angebot des finnischen Versorgers über 22 Euro pro Aktie Barabfindung für die Aktionäre geprüft und empfehle, es abzulehnen, weil das nicht dem wirklichen Wert des Unternehmens entspräche. E.ON hingegen sagte, man halte das Angebot für sehr attraktiv für E.ON selbst. Und jetzt?

Würden die Privatanleger die Fortum-Offerte annehmen, könnte Uniper nichts tun und müsste sich letztlich fügen, denn E.ON zeigt ja, dass man selbst diesen Verkauf an Fortum durchziehen will. Aber für Fortum wäre es natürlich entscheidend, dass die privaten Investoren ihre Aktien andienen, um genug Stimmanteile und damit Handlungsfreiheit zu haben. Möglich wäre daher durchaus, dass Fortum noch ein wenig nachlegt. Das Angebot läuft bis zum 16. Januar, da wäre also noch viel Zeit um zu prüfen, wie die Chancen stehen. Aber:

 

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Könnte man darauf setzen, indem man bei E.ON schon mal zugreift? Sicher, E.ON würde auch profitieren, denn Fortums Angebot von 22 Euro je Aktie gilt für alle Aktionäre, die Mutter E.ON somit eingeschlossen. Aber Fortum hat von Anfang an erklärt, es werde nur ein Angebot geben, man habe nicht vor, dieses aufzustocken. Würde man da nachgeben, würde das den E.ON Aktionären ebenfalls nützen, denn je mehr Geld der Mutter in die Kassen gespült wird, desto besser. Aber es wäre riskant, die E.ON Aktie deswegen ausgerechnet jetzt zu kaufen, denn aus charttechnischer Sicht hängt die Aktie an einem dünnen Faden. Sehen wir hin:

Die Aktie war heute Früh bereits durch die wichtige Unterstützungszone 9,70/9,77 Euro gerutscht, kann sich derzeit aber wieder über diesen Bereich retten, mit dem Rückenwind eines Richtung Mittag deutlich anziehenden Gesamtmarkts. Das Problem ist aber, dass E.ON damit nicht automatisch bullish wird. Es ist zwar gelungen, einen Abstieg in Richtung der nächsten Auffangzone 9,11/9,17 Euro zu verhindern, aber erst, wenn der Kurs die mittelfristige Mai-Aufwärtstrendlinie zurückerobern und über der bei derzeit 10,15 Euro notierenden 20-Tage-Linie schließen würde, wäre der Weg nach oben wieder frei. Würde Fortum sein Angebot wirklich erhöhen, könnte E.ON schnell wieder über diesen Hürden liegen. Aber darauf zu wetten wäre, wie gesagt, gewagt.

 

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