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Plusvisionen-Analyse Lufthansa - Wann werden die Flügel zu heiß?

Gastautor: Wolfgang Raum
21.11.2017, 12:41  |  364   |   |   

Die schier unglaubliche Geschichte der Lufthansa-Aktie.

Es ist fast unglaublich: Genau heute vor einem Jahr kostete die Lufthansa-Aktie 12,88 Euro. Heute notiert der Wert kurz nach der Eröffnung schon bei 28,90 Euro. Dies entspricht einem satten Aufschlag von 124 Prozent. Damit ist der Wert das mit Abstand beste Papier unter den 30 DAX-Werten in den vergangenen zwölf Monaten. Es folgen Commerzbank (plus 75 Prozent) und RWE (plus 70 Prozent). Gleichzeitig hat die Kranich-Aktie den höchsten Kursstand seit dem Börsengang im Jahr 1966 erreicht.

Doch was ist in diesen zwölf Monaten passiert: Die wichtigste Sache ist zweifelsfrei die Pleite des einzigen größeren deutschen Wettbewerbers, von Air Berlin. Hinzu kommt, dass der Kranich sich deren gute Reste auch noch günstig einverleiben konnte. Dann ist da auch noch ein relativ niedriger Kerosinpreis und eine boomende Konjunktur, die auch die Geschäftskunden fleißig in die Flieger steigen lässt. Schließlich kommt noch hinzu, dass der Konzern intern ziemlich viel richtig macht. Abzulesen ist dies an einer kontinuierlich steigenden Profitabilität.

Und dass die Aktie dann auch auf dem aktuellen Rekordhoch noch von Analysten zum Kauf empfohlen wird, setzt dem natürlich die Krone auf. Ob der Lufthansa-Titel (823212) auch jetzt noch ein Kauf ist, lesen Sie auf plusvisionen.de (hier klicken).

Ein Bonus-Zertifikat mit Cap von der BNP Paribas (PP1BWW) könnte in jedem Fall attraktiv sein. Es bringt maximal 10,2 Prozent (17,7 Prozent p.a.), wenn die Lufthansa-Aktie bis zum 15. Juni 2018 nicht unter 21 Euro (Abstand: 27,4 Prozent) rutscht. Kommt es überraschenderweise doch zu so einem starken Einbruch, dann verliert das Zertifikat allerdings überproportional, da es schon reichlich Aufgeld aufgebaut hat. Wir empfehlen daher bei einem Rutsch der Aktie unter 22,50 Euro die Position vorsorglich glattzustellen.

 

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Lufthansa, Aktie, Chart

 

 


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Kommentare

Lufthansa rechnet erst für Januar mit der endgültigen Übernahme von großen Teilen der insolventen Air Berlin. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Präsentation des Vorstands zu den Ergebnissen des dritten Quartals hervor. Bislang hatte das Management einen Abschlusstermin noch in diesem Jahr genannt.

Meldung vom 25.10.

Habe beim googlen nichts gefunden, was darauf hindeutet, dass der Air Berlin Deal schon von den Kartellbehörden genehmigt ist
Zitat von mogulx: Sehr gut, die Genehmigung für den Air Berlin Deal ist da und der Kauf kann schon dieses Jahr abgewickelt werden.

Dafür hätte ich doch gerne einen Beleg (Link wäre gut), da sich die einschlägigen Fachmedien und Fachforen nicht geäußert haben.
Man sollte nicht nur auf den Kurs schauen sondern auch auf den Gewinn:
des letzten Jahres (bereinigt) 2,81E (Börse online)
dieses jahres (bereinigt) 4,38 (Böre online)
des nächsten Jahres (bereinigt) 4,32 E (Börse online)

Das KGV liegt in diesem und dem nächsten Jahr dann bei rd 6,7.

Kann man eine Aktie mit dem KGV von unter 7 nicht zum Kauf empfehlen?
Für mich ist das immer noch ein Schnäppchen.

Zum Vergleich, Ryan air und Easyjet haben KGVs um die 15.
Auch diese Aktien werden noch empfohlen, obwohl sie doppelt so hoch
bewertet werden.
Das KGV der Air france liegt noch etwas niedriger als das der LH.

Und nicht vergessen, das EBIT des bereinigten Gewinns 2017 wird durch die Auflösung einer Rückstellung für die Pensionen der Piloten um 600 Millionen Euro erhöht,
macht einen zusätzlichen Gewinn von knapp 0,90 E netto pro Aktie.
Also der unbereinigte Nettogewinn 2017 könnte sich auf rd 5,20 E belaufen.
KGV = 29,20E/5,20 E = 5,6.

Bei Comdirekt wird dann wohl als Gewinn für 2017 rd 5,20 E ausgewiesen werden, denn dort findet man immer den unbereinigten Gewinn, der dann in 2018 entsprechend niedriger ausfällt.

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