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ROUNDUP: WWF erhebt neue Bedenken gegen Gaspipeline Nord Stream 2
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ROUNDUP WWF erhebt neue Bedenken gegen Gaspipeline Nord Stream 2

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
26.11.2017, 15:55  |  1751   |   |   

STRALSUND (dpa-AFX) - Im Genehmigungsverfahren für den Bau der Nord Stream 2-Trasse hat die Umweltorganisation WWF neue rechtliche und inhaltliche Bedenken erhoben. Die Gazprom -Tochter hatte im laufenden Verfahren umstrittene Umweltausgleichsmaßnahmen korrigiert. Der WWF hält die in diesem Zusammenhang durchgeführte Öffentlichkeitsbeteiligung für fehlerhaft, da in den neubetroffenen Gemeinden wie Greifswald und Stralsund die Unterlagen nicht ausgelegt worden seien. Gefordert werde zudem ein Rechtsgutachten darüber, ob die von Nord Stream 2 vorgeschlagenen Zusatzfiltrationen in Klärwerken überhaupt als Kompensationsmaßnahmen anrechenbar sind, sagte der Leiter des WWF-Ostseebüros, Jochen Lamp.

Nord Stream 2 hatte Anfang November ein überarbeitetes Kompensationskonzept beim Bergamt Stralsund eingereicht, das als Genehmigungsbehörde für die Küstengewässer Mecklenburg-Vorpommerns zuständig ist. Demnach will Nord Stream 2 auf einen Großteil der bei Landwirten umstrittenen Umwandlung von Ackerland in Grünland auf der Insel Rügen verzichten und stattdessen durch Zusatzfiltrationen in den Klärwerken Bergen und Göhren (Insel Rügen) sowie Stralsund und Greifswald den Nährstoffeintrag in die Rügenschen Boddengewässer reduzieren.

Die Stellungnahme mit den neuen Bedenken hat der Umweltverband eigenen Angaben zufolge bereits beim Bergamt eingereicht. Nach Auffassung des WWF müsse geprüft werden, ob die Nachrüstung nicht in alleiniger Verantwortung der Kommunen oder Abwasserverbände liegt. Zudem bezweifelt die Umweltorganisation, dass Ausgleichsmaßnahmen im Kleinen Jasmunder Bodden und Strelasund für Eingriffe im Greifswalder Bodden - durch den die Pipeline verlaufen soll - herangezogen werden können. Neben dem Rechtsgutachten wird eine Neuauslegung der Unterlagen in Greifswald und Stralsund gefordert.

Nord Stream 2 will im Frühjahr 2018 mit dem Bau der 1200 Kilometer langen Ostseepipeline beginnen und rechnet eigenen Angaben zufolge Ende 2017/Anfang 2018 mit der deutschen Genehmigung. Neben der deutschen stehen auch die Genehmigungen der anderen beteiligten Ostseestaaten noch aus. Die Gazprom-Tochter hat dennoch bereits tausende Rohre für die Verlegung vorbereiten und an die geplanten Verlegeplätze nach Karlshamn in Schweden und nach Hanko in Finnland bringen lassen./mrt/DP/he

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Kommentare

Ja geht wieder los, eigentlich noch nichts zu melden, aber die FDP stellt in Frage! Genau das sind die Entscheidungen von FDP und Grünen, die einen daran zweifeln lassen, ob diese Scheuklappenträger wirklich als Regierungsvertreter geeignet sind. Hier ist ein Vergleich erlaubt, ein Trump will nach Möglichkeit alles vernichten, was sein Vorgänger erreicht hat, unabhängig davon ob es nützlich bzw vorteilhaft für das Land ist. Hier bei NS2 sollen nach Möglichkeit alle vorteilhaften Bemühungen eines Ex-BK zur deutschen Energiepolitik vor die Wand gefahren werden, um dann den USA mit ihrem LPG in den Allerwertesten zu kriechen. Sollte es tatsächlich so kommen und eine dann unabwendbaren Abhängigkeit eintreten, die Preise nach Wall Street Manier steigen für deutsche Haushalte, dann würde ich mir wünschen, dass der deutsche Michel dies mit den Füßen gebührend quittiert in Berlin. Die Grünen im Verbund mit der CDU an der Fütterung der EVGs beteiligt, kommt jetzt zusätzlich die Analpolitik von Gelb/Grün Richtung USA LPG! Da weiss man nun wirklich nicht mehr, ob man weinen oder lachen soll. Einen zuverlässigen Lieferanten quasi vor der Haustür, aber einige Einschmeichler suchen die Aufmerksamkeit in Regionen, die per Schiff mühsam Umweltschädigend das Gesöff mittelalterlich über den großen Teich karren müssen. Wie heißt es so schön, o Herr, wirf Hirn vom Himmel, ganz gezielt auf Bärlin!!
Dass die Abhängigkeit sich dadurch erhöht, das ist schon Mal gelogen. Das hat auch ein Gutachten genauso nachgewiesen, dass diese Annahme der EU-Kommision, welche hier wieder wiederholt wird, obwohl man längst weiß, dass dies gelogen ist, einfach grundfalsch ist. Es widerspricht auch jeder Logik. Was soll passieren? Russland investiert Milliarden in die Infrastruktur um danach zu sagen, nööö, wollen wir doch nicht nutzen? Hier handeln manche deutsche Politiker einfach im US-Interesse. Warum eigentlich? Welchen Grund könnte es geben, dass diese versuchen aus Umweltgründen schon dreckiges US-ÖL, welches auch noch teurer ist, versuchen hier mit Gewalt durchzusetzen? Einzig die Erklärung von den Grünen kann man noch gelten lassen, wonach man eigentlich die Energiewende plant. Wobei auch da. Russisches Erdgas ist umweltfreundlicher als fast alles was man an Alternativen hat. So viele noch sauberere Alternativen gibt es nicht. Wind und Sonne mit Sicherheit. Da bin ich nur kein Experte wie weit das reicht. Wenn ich bedenke, dass die Router durch Ukraine nun mal bald zu ist. Klingt logisch dass man eine Zeit lang Nord Stream brauchen wird. Das sollte jedoch die Wirtschaft alleine entscheidenen. Denen sollte man nur realistische Umweltvorgaben stellen. Mehr nicht. Ab da und da so viel CO2-neutrale Energie. Wie die Wirtschaft diese Vorgabe erreicht, muss die Sorge der Wirtschaft bleiben und nicht unserer ideologiebelasteten Politiker.

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