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Jan Böhmermann kritisiert Angela Merkel: „Du schaffst den Absprung nicht!“

Gastautor: w:o Gastbeitrag
29.11.2017, 13:56  |  3955   |   |   

„Ich bin menschlich enttäuscht von meiner direkten Vorgesetzten. Dass jemand, der so pragmatisch ist wie die Bundeskanzlerin, das nicht schnallt: Es ist zu spät. Ihr selbst passiert, was sie dem Dicken vorgeworfen hat: Du schaffst den Absprung nicht!“, so äußert sich Jan Böhmermann im Interview mit der ZEIT, die den Moderator und Comedian anlässlich seiner Düsseldorfer Ausstellung „Deutschland“ traf. Merkel solle „die Menschen in ihr Schicksal entlassen!“, so Böhmermann. „Man kann das Land auch an sich selbst zurückdelegieren. Und es geht trotzdem weiter. Stärkt die Demokratie auf lange Sicht! In hundert Jahren würden alle sagen: Hut ab!“
 
Im großen Gespräch mit dem Feuilleton der ZEIT blickt Böhmermann zurück auf die letzten Wochen, spricht über die Sexismus-Debatte, antwortet auf Kritik seines Ziehvaters Harald Schmidt und gewährt Einblick in Tweets, die er sich nie getraut hat, abzuschicken.
 
Scharfe Kritik äußerte Böhmermann am „Spiegel“. Das Nachrichtenmagazin titelte vor einigen Wochen: „Die unheimliche Macht – wie ARD und ZDF Politik betreiben”. Der ZDF-Moderator antwortet darauf: „Allein der Titel schon. Haben ARD und ZDF Barschel ermordet, Maddie entführt und Aids verursacht? Dem Journalisten in mir hat es schon das Herz gebrochen. Beim Spiegel sitzen doch so viele schlaue Festangestellte in ihren Einzelbüros, die es eigentlich besser wissen müssen.“
 
Von der Idee, täglich auf Sendung zu gehen, habe er sich „nach der Erdoğan-Nummer“ verabschiedet, erklärt Böhmermann zum ersten Mal. „Ich möchte keine tägliche Late-Night-Show machen.“ Und weiter: „In der Welt meiner Großmutter, wo das Fernsehen Leitmedium ist, wäre das die richtige Idee. Aber ich gucke ja selber kein Fernsehen mehr. Meinen Tag ordnet mir Twitter ein. Permanent. Ich kenne diese Sehnsucht nach der Daily Late-Night-Show. Aber das ist nur Sentimentalität.“

Das komplette ZEIT-Interview dieser Meldung befinden Sie in der ZEIT Nr. 49 vom 30. November 2017.

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Kommentare

Die Droge Macht sollte im Betäubungsmittelgesetz aufgenommen werden.
Wer davon befallen ist, soll zum Volkswohl psychiatrisch versorgt werden.
Na offensichtlich liegt das Niveau von Merkel und Böhmermann auf gleicher Höhe. Oder in diesem speziellen Fall eher Tiefe !!!
Aufschlußreich, wie beleidigt der Clown aus dem Parteienfernsehen auf einen recht milden Titel des Spiegels reagiert, weil er seine Pfründe angegriffen sieht.

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