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Euro fondsxpress Aktienfreundliche Dänen

Gastautor: Jörn Kränicke
01.12.2017, 15:24  |  1581   |   |   

In Dänemark scheinen die Uhren und auch selbst Politiker anders zu ticken als hierzulande. Brian Mikkelsen, seines Zeichens Minister für Industrie, Handel und Finanzen, fordert, dass seine Landsleute ihr Geld vom Sparbuch in Aktien umschichten. 135 Milliarden Dollar liegen dort nutzlos herum. Denn auch in Dänemark herrscht der Negativzins — und das bereits seit 2012. Die Nordea Bank erwartet, dass dies bis 2020 anhält. Mikkelsen sagte nun zu „Bloomberg“, dass er zwar niemand zu irgendetwas zwingen wolle. Aber: „Das Geld liegt zu null Zinsen auf dem Konto herum und bringt der Gesellschaft keinen Nutzen. Ich hoffe, wir können einige der Milliarden zum Arbeiten bringen.“

Dazu hat die dänische Politik einen Plan ausgearbeitet, der ab 2019 greifen soll. Dänen soll es dann möglich sein 27 000 Euro anzulegen, deren Gewinne dann nur mit 17 Prozent besteuert werden. Normalerweise fällt dafür in Dänemark gut das Doppelte an Gewinnsteuern an. Wird in Start-ups investiert, können sogar 108 000 Euro steueroptimiert angelegt werden. Und in Italien wurde es in diesem Jahr ermöglicht, 30 000 Euro pro Jahr steuerfrei in italienische Nebenwerte zu investieren. Die Berliner Politik sollte sich an solchen Vorstößen mal ein Beispiel nehmen.

Ich wünsche Ihnen ein ruhiges Wochenende
Jörn Kränicke
Chefredakteur



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