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Aktuelle Top Ten der Superreichen Wir leben in der Ära der Selfmade-Milliardäre

Gastautor: Rainer Zitelmann
03.12.2017, 11:46  |  2123   |   |   

Die Legende, Superreiche seien überwiegend Erben, die von passiven Kapitalanlagen lebten, wird durch die aktuelle Liste der reichsten Männer der Welt widerlegt.

Bloomberg hat jetzt die Liste mit den reichsten Männern der Welt veröffentlicht. Die Top Ten sind (in Klammern geschätztes Vermögen in Milliarden US-Dollar):

  1. Jeff Bezos, (101,1)
  2. Bill Gates (89,2)
  3. Warren Buffett (79,2)
  4. Amancio Ortega (75,9)
  5. Mark Zuckerberg (75,4)
  6. Carlos Slim Helu (63,0)
  7. Bernard Arnault (61,6)
  8. Larry Ellison (54,2)
  9. Larry Page (52,8)
  10. Sergey Brin (51,5)


Jeder Leser kennt die Produkte, durch die diese Unternehmer reich geworden sind. Und mit Sicherheit nutzen Sie einige davon, z.B. Amazon, das Jeff Bezos erfand, MS Word, das Bill Gates erfand oder Google, das Larry Page und Sergey Brin erfanden, Facebook von Mark Zuckerberg oder vielleicht auch Oracle-Software von Larry Ellison.

Die Legende vom passiven Einkommen
Diese Männer sind keine Erben, sondern Selfmade-Unternehmer, die gute Ideen hatten. Amancio Ortega beispielsweise ist der Sohn eines Bahnangestellten. Seine Laufbahn begann mit 14 Jahren als Handlanger in einem Bekleidungsgeschäft in A Coruña, einer Stadt im Nordwesten Spaniens. Wenn Sie Ortegas Produkte nicht kennen - Ihre Töchter oder Frau kennen sie bestimmt, denn Zara ist eine seiner Marken. Larry Ellison kam ebenfalls aus bescheidenen Verhältnissen. Er kam als uneheliches Kind zur Welt, brach später das Hochschulstudium ab, gründete dann die Firma Oracle (die ähnliche Produkte wie SAP herstellt) und wurde damit zu einem der reichsten Männer der Welt.

Diese Superreichen sind keine Ausnahme: Laut einer 2015 veröffentlichten Studie von PWC und UBS hat sich der Anteil der Selfmade-Milliardäre an den Milliardären weltweit in den vergangenen 19 Jahren von 43 auf 66 Prozent erhöht. Wir leben in der Ära der Selfmade-Milliardäre. Linke Autoren wie Thomas Piketty ("Das Kapital im 21. Jahrhundert") wollen uns einreden, die Superreichen lebten überwiegend von passiven Einkünften, also von Renten aus ererbtem Geld. Mit der Realität hat diese Vorstellung nichts zu tun. Ja, Familienunternehmer vererben irgendwann ihr Unternehmen an ihre Kinder, gerade in Deutschland. Und wenn die Kinder klug und tüchtig sind, führen sie das Unternehmen gut weiter. Aber oft sind sie es nicht. Auch sehr reiche Erben verlieren das Vermögen meist innerhalb von zwei oder drei Generationen. Die Wissenschaftler Arnott, Bernstein und Wu haben 2015 nachgewiesen, dass die meisten Vermögen der Superreichen bald wieder dezimiert werden. (The Myth of Dynastic Wealth: The Rich Get Poorer)

Sie fragen: "Where are the current hyper-wealthy descendants of past entrepreneurial dynasties - the Astors, Vanderbilts, Carnegies, Rockefellers, Mellons, and Gettys?... The originators of great wealth are one-in-a-million geniuses… In contrast, the descendants of the hyper-wealthy rarely have that same one-in-a-million genius… Typically, we find that descendants halve their inherited wealth - relative to the growth of per capita GDP - every 20 years or less… Today, the massive fortunes of the 19th century are largely depleted and almost all of the fortunes generated just a half-century ago are also gone."

Wie die Superreichen reich wurden
Linke Umverteiler verstehen überhaupt nicht, wie Reichtum entsteht. Sie meinen, Reichtum sei ein Ergebnis falscher "Umverteilung". Klassisch hat Berthold Brecht dieses Denken in seinem Gedicht "Alfabet" formuliert:

"Reicher Mann und armer Mann
standen da und sah'n sich an,
und der Arme sagte bleich:
Wär' ich nicht arm, wärst du nicht reich."

So stellen sich Linke und Grüne das Wirtschaftsleben vor. Die reichen Länder müssen demnach den armen Ländern etwas von ihrem Wohlstand abgeben und die reichen Menschen den Armen. Aus ihrer Sicht liegt es nur am Egoismus und am mangelnden guten Willen der Reichen, wenn es immer noch so viele Arme gibt. In der Tat basierte in früheren Gesellschaften Reichtum oft auf Raub - die einen bereicherten sich auf Kosten der anderen. Das Marktsystem funktioniert dagegen vollkommen anders. Es beruht darauf, dass derjenige reich wird, der die Bedürfnisse von möglichst vielen Konsumenten befriedigt. Das ist die Logik des Marktes.

Wenn Sie sich die Liste der reichsten Menschen der Welt anschauen, dann sehen Sie, dass diese Menschen nicht dadurch reich geworden sind, dass sie anderen etwas weggenommen haben, sondern weil sie als Unternehmer einen großen Nutzen für die gesamte Gesellschaft gestiftet haben.

Den Lebensweg von Bill Gates, Warren Buffett, Mark Zuckerberg, Larry Ellison, Larry Page und Sergey Brin stelle ich in meinem Buch "Setze dir größere Ziele" dar: https://www.amazon.de/Setze-gr%C3%B6%C3%9Fere-Ziele-erfolgreicher-Pers ...

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Kommentare

Na das kenne ich ja vom Schreiber völlig verdrehen und dann noch Berthold Brecht hier falsch zu interpretieren, also wenn 400 Milliarden vererbt werden und das nahezu Steuerfrei in Deutschland oder die grossen siehe Apple nahezu null Steuern hier zahlen findet das der Herr Zitelmann völlig in Ordnung und dieses Ständig Linke gequatschte ist ja kaum noch zu ertragen !
Oder hier zu schreiben was die Reichsten für die Gesellschaft tun ? Also ich habe nichts gegen Buffett aber was er für die Gesellschaft getan hat erschliesst mir nicht auch kenne ich seine Spenden, oder noch besser Facebook Gründer ändert die Form der Firma und zahlt keine Steuern, ich nenne das abkapseln der Gesellschaft aber von ihr Leben wie ein König, nein beim besten Willen solche Bürger braucht kein Demokratisches Land das kenne ich sonst nur von Diktatoren die benehmen sich ganz genauso sie nehmen das Kapital dem Land und leben wie die Made im Speck die braucht auch keiner !
Und her Zitelmann wer hält denn die Ordnung und Sicherheit im Land ? Ich sage es ihnen, damit Sie hier solch Zeilen schreiben können halten Polizisten im ganz Land ihren Kopf hin und was die dafür bekommen muss ich Ihnen ja wohl nicht sagen was ? Ja kleines Geld dafür das unter anderem solche Herren wie sie Interesse von ca. 4% dieses Landes verdrehten können und auch noch so tun als wäre es für das ganze Land das beste.
Herr Zitelmann hat nicht recht: Die meisten großen Vermögen werden nach wie vor vererbt! Die Beispiele, die er nennt, sind wenige Ausnahmen.Entstanden durch maßlose Spekulation und einen Hype, der fundamental in den wenigsten Fällen begründet ist, siehe Facebook oder Tesla.Deshalb ist auch eine deutlich höhere Erbschaftssteuer dringend notwendig, um die Schere zwischen arm und reich zumindest langsam wieder zu schließen.
Hinter jedem grossen Vermögen steckt ein grosses Verbrechen.
Je grösser das Vermögen desto zahlreicher die Verbrechen und Ungerechtigkeiten.

Worin diese bestehen?? All diesen Unternehmensgründern ist neben ihren eigentlichen Erfindungen, Geschäftsideen eine gewisse Skrupellosigkeit zu eigen die an die Spitze geführt hat.
Und ohne die Ausbeutung von Natur, Umwelt, Ressourcen und Menschen wird es nicht gegangen sein.
Und neben der Ausbeutung von Menschen im eigenen oder Zulieferunternehmen werden ja auch bekanntermassen Staaten rund um die Welt um Steuern und Abgaben betrogen...

Seit Jahrhunderten ein erfolgreiches Geschäftsmodell, der Starke nimmts den Schwachen...

Wer gewinnt hat immer Recht

the winner takes it all

Quando
Soso. wenn Linke und Kommunisten Wohnungen für die Bevölkerung bauen müssten, würden wir heut noch in Höhlen wohnen!
"In der Tat basierte in früheren Gesellschaften Reichtum oft auf Raub"

Ist das heute nicht auch so? Früher holte sich der Grundherr das Vermögen seiner Untertanen über den Zehent, und über die Frondienste. Heute nennt er es Steuern! Raub bleibt es allemal! Und zwar deswegen, eben weil die Steuern nicht wieder an die Betrogenen zurückkommen! sondern über diverse Kanäle unwiederbringlich aus der Gesellschaft davonfließen! Und zwar weltweit! Warum? Weil mit diesem Kapital Wertschöpfung vernichtet wird. Jede Bombe kostet Geld und vernichtet Werte! Und letztendlich hat unser Geld nur den Wert, den die Güter und Produktionsmittel wert sind! Wenn man für Geld nichts mehr kaufen kann, wird es wertlos! Und es spielt keine Rolle, - zuerst einmal - für die Güterproduktion, ob der Eigentümer ein Privatmensch, oder ein Staat ist. Im Gegenteil, der Privatmann aht bewiesen, dass er erfolgreich ist, der Staat bisher, dass er unfähig ist! Und der Fall Schlecker zeigt, dass der Privatmann eigentlich mittellos ist, weil er zudem noch das Risiko tragen muß, das ein Staat per Gesetz ausschließt, siehe DDR!

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