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MDAX – Chartbild trübt sich ein

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Nachrichtenquelle: Société Générale
07.12.2017, 07:44  |  515   |   

MDAX – Chartbild trübt sich ein

Gerade sah es noch danach aus, als ob die deutschen Mid Caps den Weg zurück nach oben gefunden hätten – seit der Novemberkorrektur, die ihr Tief am 15. November bei 25.997,02 Punkten fand, schraubte sich der MDAX über 4% in die Höhe und markierte dort am 29. November das jüngste Allzeithoch: 27.154,89 Zähler stehen nun als Rekordhoch für die 50 Werte aus der zweiten Reihe zu Buche. Die anschließende Konsolidierung um die 27.000er-Marke passte zum Wochenbeginn noch idealtypisch ins bullishe Bild, gestern dann war jedoch Schluss mit der Rallystimmung. Der Bilanzskandal um die Steinhoff-Gruppe schlug immens hohe Wellen, die Aktie des Möbelkonzerns verlor in der Spitze rund 70% und riss damit auch den MDAX in die Tiefe:

Der Index verlor zwischenzeitlich 826 Punkte und rettete sich schlussendlich mit einem Minus von 2,23% über die Ziellinie. Die massive Haltezone knapp oberhalb von 26.000 Zählern wurde somit zwar verteidigt, dennoch hat sich das Chartbild nun vorerst wieder deutlich eingetrübt. Setzt sich der Abwärtsschub nämlich fort, vollendet sich eine Doppeltop-Formation, die weitere Verkäufe nach sich ziehen könnte. Brechen die Kurse dabei unter die 26.000er-Barriere durch, droht ein Test der Juni-Tops im Bereich von 25.750 Punkten, bevor sich die Korrektur bis auf das Niveau von 24.800/24.900 Punkten ausweiten könnte.

Entspannen würde sich die Ausgangslage dagegen mit einem schnellen Bullenkonter; dafür müsste der Index nun aber zügig die November-Schiebezone rund um 26.750 Punkte zurückerobern. Einen erfolgreichen Ausbruch über diese Hürde vorausgesetzt, hätten die Kurse noch einmal Platz für einen Jahresschlussspurt in Richtung 27.000 bzw. dem Rekordhoch.

Interessenkonflikt: Der Autor erklärt, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht, bzw. in den letzten 12 Monaten an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt war. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenskonfliktes. Der Autor versichert weiterhin, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden.

Die Trading Idee des Tages wird von prime-quants.de vorgestellt.
7.12.2017

Kennzahlen zum Basiswert

Schlusskurs

26.378,28 Pkt.

+ / –

-600,79 Pkt. / -2,23%

Hoch / Tief

26.864,02 Pkt. / 26.152,58 Pkt.

Performance

251 Tage:
21,77%
21 Tage:
-2,05%
5 Tage:
-2,00%

52-Wochen-Hoch

Kurs:
27.154,89 Pkt.
Datum:
29.11.2017
Performance:
-2,86%

52-Wochen-Tief

Kurs:
21.244,50 Pkt.
Datum:
08.12.2016
Performance:
24,17%

Statistik

Dezember :
1,73%
Trefferquote:
66,67%

Trend

GD200:
25.062,03 Pkt.
Richtung:
Wechsel am:
05.12.2016
Performance:
27,50%
WKN
Stopp-Loss Barriere
Bezugsverhältnis
Laufzeit
Geld- / Briefkurs
ENDLOS TURBO LONG
SC7DHG
21.262,05
0,001
endlos
5,15 € / 5,25 €
ENDLOS TURBO SHORT
SC7DBX
31.186,88
0,001
endlos
4,18 € / 4,91 €

EUR/USD – Dreh- und Angelpunkt 1,18

Nachdem der US-Dollar seit Wochenbeginn wieder kräftig zulegen konnte, rutschte der Euro gestern unter die hart umkämpfte 1,18er-Schlüsselstelle und damit auf den tiefsten Stand seit dem 22. November. Trotz des unerwartet deutlichen Anstiegs der Auftragseingänge in der deutschen Industrie (+0,5% gegenüber dem Vormonat, die Erwartung lag dagegen bei einem Minus von 0,2%) musste der Euro den dritten Verlusttag in Folge verbuchen und steht nun an einer charttechnischen Weggabelung: Fällt der Kurs jetzt nachhaltig unter 1,18 USD zurück, müsste ein Test der Unterstützungen bei 1,1713 (Tief vom 21. November) einkalkuliert werden, wobei direkt darunter bereits die 1,17er-Marke wartet. Für neue Long-Impulse müsste der Euro hingegen die 1,18er-Barriere zunächst zurückerobern bzw. im Anschluss nach oben verlassen und dabei zügig bis auf das Niveau der Oktober-Hochs bei 1,1850/1,1880 USD klettern. Gelingt der Sprung über diesen Bremsbereich, könnten neue Kaufsignale die Gemeinschaftswährung bis zum nächsten Widerstand bei 1,1961 (Top vom 27. November) tragen.

Schlusskurs

1,1793 $

+ / –

-0,0036 $ / -0,31%

WKN
Stopp-Loss Barriere
Bezugsverhältnis
Laufzeit
Geld- / Briefkurs
MINI FUTURE LONG
SE92LR
1,0545
100,00
endlos
10,75 € / 10,76 €
ENDLOS TURBO SHORT
SC4VVC
1,3083
100,00
endlos
10,95 € / 10,96 €

Kupfer – Nur ein bisschen Konsolidierung?

Seit dem 2017er-Top bei 7.170 USD Mitte Oktober ging der Kupferpreis (saisonal nicht untypisch) zunächst in eine Konsolidierung über, die sich – mit einer Zwischenerholung bis zur 7.000-Dollar-Marke – zunächst zwischen 6.700 und 6.800 USD einpendelte. Vorgestern sackte der Kurs jedoch nach einem Verlust von über 2% auf den tiefsten Stand seit dem 06. Oktober ab. Die gestrige Erholung dürfte daher zunächst als technische Gegenreaktion auf die scharfe Korrektur vom Vortag zu werten sein, denn das Chartbild bleibt angeschlagen: Erst mit der Rückeroberung der 6.700er-Marke wären die jüngsten Verkaufssignale egalisiert und die Rückkehr in die November-Seitwärtsrange geglückt. Neue Long-Impulse kämen sogar erst nach einem erfolgreichen Ausbruch über die Widerstandslinie bei 6.900 USD in den Markt. Brenzlig würde es dagegen, wenn Kupfer erneut nachgibt und unter die 6.500er-Schwelle rutscht; als nächste Unterstützung würden dann nämlich bereits die markante Haltezone bei 6.400 und die runde 6000er-Marke in den Fokus rücken.

Schlusskurs

6.520,00 $

+ / –

7,00 $ / 0,11%

WKN
Stopp-Loss Barriere
Bezugsverhältnis
Laufzeit
Geld- / Briefkurs
MINI FUTURE LONG
SC7HUY
5.622,08
0,01
endlos
9,39 € / 9,49 €
MINI FUTURE SHORT
SC5285
7.577,88
0,01
endlos
11,45 € / 11,55 €

Nordex – Der zweite Versuch?

Der erste Versuch, die 8-Euro-Marke nach der Bodenbildung bei 7,00/7,50 Euro zurückzuerobern, ist für Nordex zum Wochenstart gescheitert – statt den kurzfristigen Aufwärtstrend zu bestätigen, rutschten die Kurse gestern sogar auf ein neues Dezember-Tief bei 7,49 Euro zurück. Der Test dieser wichtigen Haltezone verlief jedoch erfolgreich, denn im Intraday-Verlauf drehte die Aktie den Spieß um und nach oben ab. Mit einem Tagesgewinn von 1,40% im Rücken könnte deshalb nun der nächste Angriff auf die 8-Euro-Hürde starten. Gelingt der, dürfte es noch einmal bis zum Bremsbereich um 8,70/9,00 Euro gehen. Schaffen die Notierungen auch den Sprung über diese breite Schiebezone, die Ende Oktober ausgebildet wurde, hätte die Aktie tatsächlich wieder Platz bis zum Oktober-Zwischenhoch bei 10,95 Euro. Auf der Unterseite dreht sich alles weiterhin um die 7,50er-Marke bzw. die Unterstützung bei 7,00 Euro – wird dieses Niveau auf Schlusskursbasis unterboten, wäre das Thema Bodenbildung vom Tisch und weitere Verkäufe könnten die Folge sein, denn dann würden sich die Kursziele auf das 2013er Mai-Top bei 6,64 Euro bzw. auf die 6-Euro-Marke stellen.

Schlusskurs

7,63 €

+ / –

0,11 € / 1,40%

WKN
Stopp-Loss Barriere
Bezugsverhältnis
Laufzeit
Geld- / Briefkurs
ENDLOS TURBO LONG
SC7PE0
5,9589
1,00
endlos
1,67 € / 2,09 €
ENDLOS TURBO SHORT
SC7K3K
9,278
1,00
endlos
1,61 € / 2,03 €

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