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Euro fondsxpress Fidelity macht ­Gebühren kompliziert

Gastautor: Jörn Kränicke
08.12.2017, 15:35  |  1532   |   |   

Der Druck auf die Gebühren bei den aktiven Fondsgesellschaften nimmt durch die immer populärer werdenden ETFs zu. Als einer der ersten Anbieter führt Fidelity nun einen neues Gebührenmodell ein. Damit will Fidelity nach eigenen Angaben die Meinungsführerschaft auf diesem Gebiet übernehmen. Bislang war bei ihnen eine erfolgsabhängige Gebühr eher verpönt. Nun wird sie eingeführt — gleichzeitig wird jedoch die fixe Gebühr gesenkt. Klingt kompliziert, ist es auch. Die laufende Gebühr wird nun um zehn Basispunkte gesenkt. Dafür kommt die Performance-Komponente ins Spiel. Out- bzw. underperformt ein Fonds seine Benchmark um zwei Prozentpunkte, wird die Gebühr um 20 Basispunkte erhöht bzw. gesenkt. Dabei wird die Wertentwicklung über einen gleitenden Dreijahreszeitraum kalkuliert.

Nachvollziehbar oder gar transparent ist die Berechnung nicht. Allerdings dürfte über längere Zeiträume die Gebührenbelastung für Anleger kaum steigen. Anstatt sich in komplexen Gebührenmodellen zu versteigen, die letztlich mehr ein Marketinggag sind, sollten die Fondsanbieter lieber an die Bestandsprovisionen gehen. Sie belasten den Endanleger am stärksten, und zwar ohne eine merkliche Gegenleistung.

Ich wünsche Ihnen ein ruhiges Wochenende
Jörn Kränicke
Chefredakteur



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