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Börse Stuttgart-News Trend am Mittag

Gastautor: Börse Stuttgart
13.12.2017, 14:13  |  1308   |   |   

STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Euwax Trends an der Börse Stuttgart

DAX vor Fed-Entscheid kaum verändert

Leichte Zinsanhebung in den USA erwartet

- Von Holger Scholze, Börse Stuttgart TV Nachrichtenredaktion -

Eine Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) um weitere 0,25 Prozentpunkte dürfte an den Finanzmärkten weitgehend eingepreist sein.

“Alles andere als ein Drehen an den Zinsschrauben käme einer großen Verwunderung gleich”, schrieb Marktanalyst Timo Emden vom Broker DailyFX. Er verwies darauf, dass am Abend vor allem die Rhetorik von Notenbankchefin Janet Yellen im Fokus stehen werde. “Die Aussicht auf weitere Zinsschritte im kommenden Jahr könnte sich bestätigen”, so Emden.

Am Abend, um 20:00 Uhr (MEZ), wird die Fed ihre Entscheidungen bekannt geben. Dazu kommen die Projektionen zu Zinsen, Wachstum, Inflation und Arbeitslosenquote. Um 20:30 Uhr (MEZ) beginnt dann die Pressekonferenz mit Fed-Chefin Janet Yellen.

Der DAX notiert aktuell bei 13.168 Punkten mit 0,1 Prozent im Minus.

US-Inflation und Hexensabbat

Weil die Inflation ein wichtiger Indikator für die Geldpolitik der Notenbanken ist, dürften die US-Verbraucherpreise in einem besonderen Licht stehen. Sie werden am Nachmittag, um 14:30 Uhr (MEZ), veröffentlicht.

Auch der Große Verfallstag an den Terminbörsen am Freitag (Hexensabbat) könnte bereits seine Schatten vorauswerfen - vor allem deshalb, weil insbesondere institutionelle Anleger allmählich ihre Handelsbücher für das laufende Jahr schließen dürften.

Bilanzen aus der zweiten Reihe

Europas größter Kupferkonzern Aurubis schnitt im Geschäftsjahr unter dem Strich etwas besser ab als von Analysten erwartet. Aurubis-Chef Jürgen Schachler blickt nun verhalten optimistisch auf das kommende Jahr. Den Konzern will er durch weitere Effizienzmaßnahmen und Investitionen vorantreiben. Der Vorsteuergewinn soll im Geschäftsjahr 2017/18 allerdings lediglich auf dem Niveau des Vorjahres liegen, also bei rund 298 Millionen Euro. Die Aktien gerieten unter Druck und notieren aktuell bei 69,21 Euro mit 3,2 Prozent im Minus.

Die Titel des Handelskonzerns Metro rückten dagegen nach den Geschäftsjahreszahlen um 1,7 Prozent auf 17,80 Euro vor.

Europas größter Reisekonzern TUI hat im Geschäftsjahr 2016/17 sowohl seinen bereinigten Betriebsgewinn als auch seinen Umsatz um rund zwölf Prozent gesteigert. Im laufenden Winterhalbjahr gebe es eine gute Buchungslage. Außerdem soll die Nachfrage nach Reisen in die Türkei wieder anziehen. Die Aktien verteuerten sich heute um 0,6 Prozent auf 16,05 Euro.

Wirecard hat viel vor

Mit den Aktien von Wirecard ging es um 2,4 Prozent auf 91,17 Euro nach oben. Der Anbieter von Bezahlsystemen will auch im kommenden Jahr beim operativen Ergebnis deutlich zulegen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen werde 2018 zwischen 510 und 535 Millionen Euro erwartet, teilte das TecDAX-Schwergewicht mit.

Dialog Semiconductor: Was macht Apple?

Im Fokus dürfte auch die Aktie von Dialog Semiconductor bleiben. Nach wie vor steht im Raum, dass Apple als großer Kunde abspringen und in Zukunft Chips in Eigenregie bauen könnte.

JP Morgan hat Dialog auf “Neutral” abgestuft. Das neue Ziel liegt aber mit 23 Euro auf dem Niveau des zuletzt deutlich gefallenen Kurses.

Bisher knüpften die Papiere auch mit einem Plus von 1,0 Prozent auf 23,48 an ihre Vortagserholung an. Ein Auftrag des Handyherstellers Huawei hatte den Kurs der Papiere schon am Dienstag gestützt.

Börse Stuttgart TV

Mittlerweile sieht es fast ein wenig danach aus, als hätte es sich der DAX gemütlich gemacht. Die Handelsspanne schien zuletzt immer enger zu werden. Fällt also die Jahresendrallye aus? War es das schon? Finanzmarktanalyst Bastian Galuschka von GodmodeTrader sprach darüber bei Börse Stuttgart TV.

Video unter folgendem Link anschauen: https://www.boerse-stuttgart.de/de/boersenportal/nachrichten-und-videos/boerse-stuttgart-tv/?video=14734

Euwax Sentiment Index

Der Euwax-Sentiment-Index pendelte am Mittag im positiven Bereich. In dieser Phase setzte die Mehrheit der kurzfristig orientierten Derivateanleger also mit Hebelprodukten auf steigende Kurse des DAX.

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