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Kurzläufer Offensive und defensive Anleihen auf die SAP-Aktie

Gastautor: Walter Kozubek
14.12.2017, 06:46  |  543   |   |   

Wer von der SAP-Aktie überzeugt ist, aber für die nächsten sechs Monate nur moderat optimistische Erwartungen an den Gesamtmarkt hat, könnte je nach individueller Risikoneigung mit Aktienanleihen bereits mit einer Seitwärtsbewegung interessante Renditen realisieren.

SAP steht für eine Erfolgsgeschichte: Seit der Gründung im Jahr 1972 hat sich das Unternehmen zum größten Business-Software-Hersteller der Welt entwickelt – mehr als 84.000 Angestellte betreuen über 345.000 Firmenkunden in 180 Ländern und generierten im Jahr 2016 mit einem Umsatz von 22 Mrd. Euro über 5,1 Mrd. Euro Gewinn. Obwohl der Konzern mit den Q3-Zahlen nicht vollständig überzeugen konnte, empfiehlt die überwiegende Mehrzahl der Analysten die Aktie mit einem dreistelligen 12-Monats-Kursziel zum Kauf – so auch Richard Nguyen und Deric Marcon von der Société Générale: Für sie eröffnet die „neue“ ERP-Software S/4Hana (Enterprise Ressources Planning – eine integrierte Softwarelösung zur zeit- und bedarfsgerechten Planung sämtlicher Ressourcen eines Unternehmens) einen neuen „großen“ Produktzyklus und birgt das Potenzial zum nächsten Blockbuster.

Kurzläufer mit Fälligkeit Juni 2018

Bei einem aktuellen Aktienkurs von 95,50 Euro könnten defensiv orientierte Anleger über eine Aktienanleihe mit dem Basispreis von 89 Euro (ISIN DE000HW2LUE7) sogar bei leicht fallenden Kursen eine Rendite von 5,9 Prozent p.a. (Kupon: 6,1 Prozent) erzielen – Voraussetzung dafür ist, dass die Aktie bis zum Bewertungstag (15.06.2018) nicht mehr als 6 Prozent nachgibt und oberhalb des Basispreises schließt.

Etwas offensivere Anleger könnten auf den Sicherheitspuffer verzichten: Die Aktienanleihe mit der ISIN DE000HU9W9W7 bietet bei einem Kupon von 8,9 Prozent p.a. eine Renditechance von 9,1 Prozent p.a., sofern die Aktie am Bewertungstag (15.06.2018) zumindest auf aktuellen Kursniveau und damit über dem Basispreis von 94 Euro notiert.

Während die Zinszahlungen jeweils unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie gezahlt werden, ist diese für die Kapitalrückzahlung am Laufzeitende ausschlaggebend: Sollte die Aktie unterhalb des Basispreises schließen, dann erfolgt an Stelle der Rückzahlung die Lieferung von 11 bzw. 10 Aktien gemäß Bezugsverhältnis (= 1.000 Euro Nominalwert / 89 bzw. 94 Euro Basispreis, Bruchteile im Barausgleich). Werden diese Aktien später zu Preisen unterhalb des Basispreises verkauft, entstehen Kapitalverluste, die (auch weit) über die erhaltenen Zinszahlungen hinausgehen können.

ZertifikateReport-Fazit: Wer von der SAP-Aktie überzeugt ist, aber für die nächsten sechs Monate nur moderat optimistische Erwartungen an den Gesamtmarkt hat, könnte nach individueller Risikoneigung mit einer der beiden Aktienanleihen bereits mit einer Seitwärtsbewegung interessante Renditen realisieren.

Autor: Thorsten Welgen

 



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