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US-Zinsentscheid Aufschwung: Fed erhöht Leitzins weiter

14.12.2017, 14:28  |  28713   |   |   

Die US-Notenbank hat den Leitzins wegen des anhaltenden konjunkturellen Aufschwungs um weitere 0,25 Punkte erhöht. Für Geschäftsbanken wird es damit teurer an Geld zu kommen. Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen steigt hingegen. Auch die Inflationsrate könnte sinken.

Die Notenbank der USA hat den Leitzins erneut erhöht, so das Handelsblatt. Der Zinssatz stieg um einen Viertelpunkt auf jetzt 1,25 bis 1,50 Prozent. Für Geschäftsbanken wird es damit teurer sich Geld zu leihen. Hintergrund ist die gute konjunkturelle Lage in den USA: Es herrscht quasi Vollbeschäftigung. 2018 werden deshalb weitere Zinserhöhungen erwartet.

Durch die schrittweise Anhebung des Leitzinses wird die US-Geldpolitik langsam aber stetig wieder auf ein normales Niveau gebracht. Zur Stabilisierung des Finanzsystems nach der Finanzkrise hatte die Fed eine Nullzinspolitik verfolgt. Kritiker hatten deshalb vor den Gefahren einer Inflation gewarnt, denn je niedriger der Zinssatz umso höher ist die Inflationsgefahr. Die folgende Grafik zeigt die US-Inflationsrate seit der Finanzkrise:

Die Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen sind vor der Erwartung weiterer Zinserhöhungen in den letzten Monaten deutlich gestiegen, so die FAZ. Eine Steigerung der Rendite von derzeit 2,40 auf 3 Prozent ist denkbar. Der positive Trend könnte sich auch auf den deutschen Anleihemarkt übertragen.

Die US-Notenbank geht davon aus, dass die amerikanische Wirtschaft nächstes Jahr um 2,5 Prozent wachsen wird, so das Handelsblatt. Im September war sie noch von einem Plus von lediglich 2,1 Prozent ausgegangen. Bei der neuen Prognose dürfte die Fed nun auch die von Trump geplante Steuerreform mit eingerechnet haben.

Experten gehen davon aus, dass der Leitzins auch mit dem neuen Fed-Chef Jerome Powell weiter angehoben wird. Der geldpolitische Kurs der Fed wird sich daher nicht ändern: „Yellen geht und Powell kommt. Am geldpolitischen Kurs der Fed wird sich auch unter der neuen Führung 2018 nichts ändern", so Ökonom Bastian Hepperle vom Bankhaus Lampe gegenüber dem Handelsblatt.

Quellen:
Handelblatt: "Die dritte Zinserhöhung im laufenden Jahr"
FAZ: "Der Markt stellt sich auf mehr Inflation ein".

 

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