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Euro fondsxpress Deutsche verlieren das Spar-Gen

Gastautor: Jörn Kränicke
15.12.2017, 15:35  |  1672   |   |   

Das gute alte deutsche Sprichwort „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“ ist bei Politikern schon lange in Verruf geraten. Doch nun scheint auch der sonst so sparwütige deutsche Bürger seine einstigen Tugenden über Bord zu werfen. Laut der jüngsten Untersuchung des Konsumforschungsunternehmens Nielsen ist Sparen in Deutschland out und Konsum in. Beim Geldausgeben stehen nun Kleidung (45 Prozent), der nächste Urlaub (44 Prozent) und Technik (29 Prozent) ganz oben auf der Wunschliste. Nur 27 Prozent der deutschen Konsumenten denken vorrangig ans Sparen. Diesen Trend beobachtet Nielsen schon seit einigen Jahren.

Das Erstaunlichste an der Untersuchung ist, dass im europäischen Durchschnitt das Sparen eine viel größere Rolle spielt. 37 Prozent der Europäer legen übriges Geld lieber zurück, bevor sie es verprassen. Dabei müssten gerade die Deutschen sparen, was das Zeug hält. Denn was die jüngste OECD-Studie „Renten auf einen Blick 2017“ an den Tag bringt, ist besorgniserregend. Durchschnittsverdiener bekommen eine Rente von knapp 51 Prozent ihres Nettogehalts. Weniger gibt es nur in Mexiko, Polen, Chile, Großbritannien und Japan. Im OECD-Durchschnitt sind es hingegen 63 Prozent und im EU-Durchschnitt 71 Prozent. 

Ich wünsche Ihnen ein ruhiges Wochenende
Jörn Kränicke
Chefredakteur



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