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DAX-Chartanalyse: DAX muss sich für eine Bescherung beeilen

DAX-Chartanalyse DAX muss sich für eine Bescherung beeilen

Gastautor: Andreas Mueller
17.12.2017, 11:22  |  5825   |   |   

Die Zeit wird knapp für die Weihnachtsrally. Doch abgesagt ist sie noch nicht! Erst wenn der DAX unter diesen Bereich fallen würde...dazu mehr anhand konkreter Ableitungen im Chartbild der Wochenanalyse.

Es gab keine Anknüpfung an den positiven Schwung der Vorwoche. Unser DAX resignierte an den Widerständen und zog es vor, sich an der Unterseite zu orientieren. Dies war letztlich Variante B der Szenarien, welche ich in der Vorwochenanalyse (ausführlich HIER zu lesen) skizzierte. Konkret hatte ich dabei zwei klare Signale zum Start der Handelswoche vorgestellt. Das Ausbruchsniveau für eine Jahresendrally und das noch offene GAP auf der Unterseite. Folgendermaßen wurde dies festgehalten:

Warum das GAP auf der Unterseite mein Interesse erweckte?

Weil der DAX sehr oft ein solches GAP schließt. So zu sehen vor einer Woche, wobei jedoch nur das eine GAP zu Dienstag geschlossen werden konnte. Das hatte ich in der Vorwochenanalyse bereits skizziert. Dazu dieses Chartbild als Rückblick:

 

Die Highlights der Handelswoche

 

Nur zaghaft begann der DAX somit in der vergangenen Handelswoche, auch das zweite GAP als Herausforderung anzugehen. Nachdem am Montagmorgen der obere Bereich um 13.200 nicht überschritten wurde, nahmen sich die Marktteilnehmer den Bereich auf der Unterseite vor. Doch das GAP wurde nur ein wenig angerissen. Bei 13.112 Punkten stabilisierte er sich. Am Dienstag folgte der nächste Angriff, doch auch hier wurde nach wenigen Punkten im GAP die Lust der Bären gestoppt. Bei 13.080 Punkten drehte der Markt erneut ab. Dieses "scheibchenweise" Abarbeiten des GAPs stellte ich am Dienstag im Forum wie folgt dar:

Diese Kehrtwende machte sich im Chartbild gerade für Daytrader sehr gut bemerkbar. Als Trigger für eine Richtungswende im Tageshandel lege ich mir gerne eine entsprechende Trendlinie an. Sobald der Kurs über (bzw. bei Aufwärtstrends dann unter) dieser Linie notiert, ist ein entsprechendes Handelssignal gegeben. So geschehen dann später am Dienstag:

(hier nachzulesen)

Am Ende des Handelstages stand der DAX auf Tageshoch und erneut kurz vor dem Widerstand von 13.200 Punkten. Mehr ging nicht, auch am Mittwoch dann. Von dieser Marke entfernte sich der DAX erneut nach unten. Mit Blick auf die Wall Street, bei der im Vorfeld der US-Notenbanksitzung FED ein neues Rekordhoch zur Diskussion stand:

Das Rekordhoch kam, die Zinsanhebung auch. Immerhin die dritte Zinsanhebung in diesem Jahr. Notenbankchefin Janet Yellen stellte ebenfalls drei Zinsanhebungen für das kommende Jahr in Aussicht und unterstrich die Stabilität der amerikanischen Wirtschaft. Weitere Infos dazu stellte die Redaktion von wallstreet-online hier zusammen.

So hielten sich die Aktienkurse erst einmal auf hohem Niveau, wenn auch unter erhöhten Schwankungen. Dabei gab es durchaus eine neue Angriffsmöglichkeit für die Bären im Dow Jones mit dem Bruch des mehrtägigen Aufwärtstrends am Donnerstag. Ob dies für länger galt?

(hier nachzulesen)

Sie werden es erraten - erneut nicht! Die Wall Street fing sich am Freitag und schloss, um dies einmal vorwegzunehmen, zum Handelsende auf neuen Allzeithochs. Parallel in allen großen Indizes: Dow Jones, S&P500 und Nasdaq 100!

 

Dem DAX war dies am Freitagmorgen natürlich noch nicht bekannt. Er hatte das aufgezeigte GAP dann doch noch geschlossen und dabei im Nachgang der EZB-Sitzung vom Donnerstag, bei der KEINE Zinsänderung erfolgte, ein neues kleines GAP auf der Unterseite eröffnet. Hierbei wirkte sich der erstarkte EUR/USD erneut als Bremse aus. Mit Kursen über 1.1820 drückte er vor allem die Exportwerte. Doch zurück zum Chartbild.

Zwischen diesem neuen GAP (nachdem das alte abgearbeitet war) und der Marke von 13.010 Punkten als Tief vom Donnerstag direkt zur EZB-Sitzung pendelte der Markt zunächst richtungslos am Vormittag in einer engen Handelsspanne:

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