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Lauda Lufthansa will Niki zerstören

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
16.12.2017, 20:26  |  2102   |   |   
Wien (dts Nachrichtenagentur) - Während der Verhandlungen zur Übernahme der österreichischen Airline Niki erhebt der Gründer Lauda schwere Vorwürfe gegen Lufthansa - die dementiert umgehend. Das berichtet die "Bild am Sonntag". Demnach würde die deutsche Fluggesellschaft den Verkauf von Niki an einen neuen Investor blockieren, indem sie angeblich die Herausgabe von Flugzeugen verweigere, was Lufthansa bestreitet.

"Das ist ein durchschaubares Spiel", sagte Niki Lauda der Zeitung. "Ohne Flugzeuge ist die Airline nichts wert. Lufthansa will Niki zerstören." Nach der Insolvenz von Air Berlin hatte Lufthansa die Absicht erklärt, Niki zu kaufen und zunächst den Flugbetrieb zu übernehmen. Dabei erlangte die Airline die Rechte an geleasten Flugzeugen von Niki. Nachdem die EU-Kommission wettbewerbsrechtliche Bedenken zu der Übernahme äußerte, erklärte Lufthansa vergangene Woche Niki nicht mehr kaufen zu wollen. Laut EU-Vorgabe muss Lufthansa nun die Flugzeuge an einen potentiellen Investor wieder abgeben. Lauda behauptet, dass Lufthansa gegen die Richtlinie verstößt. "Findet sich kein neuer Investor, werden die Start- und Landerechte auf die verbliebenen Airlines an den jeweiligen Flughäfen aufgeteilt. So erhält Lufthansa, was sie will. Und das gratis." Ein Lufthansa-Sprecher will von einer Blockadehaltung nichts wissen: "Selbstverständlich wird sich die Lufthansa Gruppe an die vorgenannte Entscheidung halten."


6 Kommentare

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Kommentare

An diesem Desaster ist eindeutig die EU schuld, wer sonst.
Die NIKI war in den vergangenen Wochen Zuschussgeschäft für die LH.

Da ist es doch ganz klar, dass die LH die NIKI fallen lässt wie eine heiße Kartoffel, wenn sich nicht
abzeichnet, dass sich das Blatt irgendwann zu Gunsten der LH wendet.

Der Rückzug war glasklar angekündigt.

Nun steht die EU da wie ein Arbeitsplatzvernichter,
der sie in Bezug auf NIKI auch wirklich ist.
Der Niki Lauda ist ein Schnacker,
so sagt man es in Hamburg.

Hat die nötigen Euro nicht in der Tasche und tut so, als ob er sich die
NIKI leisten könne.
Wettbewerb wird nicht geduldet,die Preise sollen hoch bleiben,
damit der gierige Staat noch mehr Steuern kassieren kann.
Wachstum um Jeden Preis
was hier jetzt abläuft war im Vorfeld schon zu ahnen.
Und unsere doofen Politiker lassen sich auch noch vor diese Kutsche spannen und bürgen (natürlich wieder mit unseren Steuergeldern).
Oder sie sind gar nicht so doof aber eben gut geschmiert, was genauso dreist gegenüber dem Steuerzahler ist.
Hoch lebe die Bananenrepublik.

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