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GOLD Ausblick auf die Handelswoche

17.12.2017, 12:21  |  3227   |   |   

Während die EZB noch immer zögert, auf einen deutlich restriktiveren Kurs in der Geldpolitik einzuschwenken, setzt die US-Notenbank genau diesen restriktiven Kurs bereits seit Längerem konsequent um und kommuniziert(e) das auch den Finanzmärkten immer wieder. Insofern dürfte die jüngste Leitzinserhöhung durch die FED am Mittwoch (13.12.2017) auch kaum einen Marktteilnehmer überrascht haben.

Die US-Notenbank befindet sich in der vergleichsweise komfortablen Lage, dass die US-Wirtschaft floriert, der US-Arbeitsmarkt in einer starken Verfassung ist und auch die Inflationsdaten robust sind. Weitere Zinsschritte sind daher auch im Jahr 2018 recht wahrscheinlich. Dass sich nach der anstehenden Staffelstabübergabe von Janet Yellen an Jerome Powell in der Grundausrichtung der FED etwas ändern wird, ist ebenfalls nicht zu erwarten.

Im Vorfeld der US-Leitzinsentscheidung vom Mittwoch sackte der Goldpreis noch einmal ab. Man war offenkundig mit Blick auf die Begleitkommentare, die ja gemeinhin ein gewisses Risikopotential für den Goldmarkt aufweisen, sehr nervös. Als dann die befürchteten bösen Überraschungen ausblieben, reagierte der Goldpreis zunächst erleichtert und erholte sich ein wenig. 

Trotz der leichten Erholung in den letzten Handelstagen ist die charttechnische Situation bei Gold angespannt. In den Tagen vor dem Zinsentscheid durchbrach Gold die wichtigen 1.265 US-Dollar und die nicht minder wichtigen 1.250 US-Dollar. Aktuell notiert das Edelmetall wieder im Bereich von 1.255 US-Dollar und konnte damit zunächst die 1.250er Marke zurückerobern und so für etwas Entspannung sorgen. Die Kuh ist jedoch noch nicht vom Eis. Es droht aus unserer Sicht weiterhin die Fortsetzung der Bewegung auf 1.200 US-Dollar. Ein darüber hinausgehendes Abwärtspotential sehen wir allerdings Stand heute nicht.

Um das Szenario der Korrekturfortsetzung abzuwenden, muss Gold über die 1.265 US-Dollar zurückkehren. Das wäre unserer Meinung nach das dringend notwendige Signal in Richtung Entspannung. 

Obwohl sich auch die Finanzmärkte mit großen Schritten den Feiertagen und dem Jahreswechsel nähern ist von vorweihnachtlicher Ruhe keine Rede. In den nächsten Handelstagen stehen noch einige wichtige Konjunkturdaten an. In den USA wird es diesbezüglich vor allem am Donnerstag (21.12.) und am Freitag (22.12.) spannend. Am Donnerstag werden u.a. Daten zum US-BIP und Daten zum privaten Konsum erwartet. Der Freitag wird nicht minder interessant, wenn Daten zu den Auftragseingängen langlebiger Güter und zum Verbrauchervertrauen (ermittelt durch Uni Michigan) veröffentlicht werden.

Kurzum: Die Woche vor Weihnachten hält für Gold noch einige wichtige Termine bereit. Wir hatten unsere letzte Kommentierung u.a. mit „Gold strapaziert ohne Zweifel die Nerven der „Bullen“. Durch den Bruch der Zone 1.265/1.250 US-Dollar hat sich das Edelmetall in eine schwierige Lage manövriert, doch ausweglos ist sie keinesfalls.“ geschlossen. Diesem ist im Großen und Ganzen auch derzeit nichts hinzuzufügen. Die richtungsweisenden Marken für die nächsten Tage sind die 1.265 US-Dollar auf der Oberseite und der Bereich des letzten Verlaufstiefs bei ca. 1.240 US-Dollar. 


 


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