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Autoaktien VW-Aktie: Beliebt und mit erstaunlicher Jahresperformance

19.12.2017, 09:43  |  5784   |   |   

Die deutschen Autobauer kamen dieses Jahr aus den Negativschlagzeilen nicht richtig raus. Treffen zwischen Spitzenpolitik und Konzern-Chefs machten die Sache auch nicht wirklich besser. Anleger behielten offenbar einen kühlen Kopf und so stieg die VW-Aktie auf ein 24-Monats-Hoch. 

Bereits am 30. November 2017 stand die VW-Aktie erstmals seit 2015 wieder bei 179 Euro. Zum Jahresende entschied sich das Papier doch noch für einen Aufwärtstrend, während es sonst zwischen 125 und 150 Euro zirkulierte. Aktuell notiert die Aktie bei 173 Euro. Mit dem Kurssprung seit mitte November kann sich die Jahresperformance durchaus sehen lassen: + 31,49 Prozent.

Am 18.12.2017 stufte die britische Investmentbank Barclays den deutschen Autobauer als "Overweight" ein und beließ das Kursziel bei 195 Euro. VW sei eine der Schlüsselaktien im europäischen Automobilsektor, schrieb Analystin Kristina Church. Nach wie vor sei die Aktie bei Investoren unbeliebt und in den Portfolios unterrepräsentiert, obwohl es aus vielerlei Hinsicht Aufwärtspotential für den Kurs gebe, so Church. Die HSBC stuft die Aktie auf "Buy" ein - ebenso wie: Goldman Sachs, Kepler Cheuvreux, NordLB und UBS - und hat das Kursziel von 188 auf 206 Euro angehoben.

Volkswagen Vz

Die Aktie des Autobauer Daimler hatte Anfang November überrascht, denn vom 25.10.2017 bis zum 3.11.2017 stieg das Papier von 68,85 Euro auf 73,22 Euro. Es folgte ein kleiner Rückschlag auf 68 Euro am 17.11.2017, während sich das Wertpapier in den vergangenen zehn Tagen erneut von 69 Euro auf 71,57 Euro vorwagte. Die Jahresperformance liegt bei + 1,90 Prozent. Im Januar 2017 hatte das Papier bei 73,20 Euro (11.1.2017) gestartet und konnte diese Marke leider nicht dauerhaft halten.

Analysten bei HSBC, Kepler Cheuvreux und NordLB empfehlen die Aktie zu halten, während Goldman Sachs und UBS eine Kaufempfehlung aussprechen. Am 8.12.2017 hebte Goldman Sachs das Kursziel von 84 auf 90 Euro an. Stefan Burgstaller von Goldman Sachs sieht wegen des weltweit erfreulichen Wirtschaftsausblicks 2018 beträchtlichen Wert in den Aktien europäischer Autobauer. Bei Daimler hält Burgstaller die geplante Holding-Struktur mit einer Aufspaltung in eine Auto- und Lkw/Bussparte für positiv.

Daimler

Bei BMW könnten die Anleger etwas mit den Füßen scharren, denn das Papier zeigt eine Jahresperformance von - 3,16 Prozent. Der Kurs verlief in diesem Jahre sehr unruhig, denn nach steilen Aufwärtstrends folgte wenige Wochen später der Rückschlag. So ging das Wertpapier von 82 Euro am 18.4.2017 auf 91 Euro am 10.5.2017. Es gab aber auch den umgekehrten Fall: von 84 Euro am 20.7.2017 auf 77 Euro am 28.7.2017. Dieses Wechselbad der Gefühle könnte mit dafür verantwortlich sein, dass die Prognosen sehr durchwachsen sind: von verkaufen, halten bis kaufen reichen die Empfehlungen der Experten. Bei der NordLB setzen die Analysten auf "Buy" und gehen auf ein Kursziel von 95 Euro. Anders sieht es Goldman Sachs, denn am 8.12.2017 wurde die BMW-Aktie von "Neutral" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 86 auf 85 Euro gesenkt.

BMW

Am 6.12.2017 sagte der Präsident des Automobilverbands VDA, Matthias Wissmann, dass die deutsche Autoindustrie für 2018 mit einer Produktionserhöhung auf 16,7 Millionen Fahrzeuge rechne. Im Wirtschaftskurier heißt es: "Schwächt sich ... die Dieseldebatte nicht ab und wächst sich vielleicht sogar in weitreichenden Fahrverboten aus, könnte den Automobilkonzernen ein weiteres eher mäßiges Börsenjahr bevorstehen." Vorerst können sich Anleger von Daimler auf eine Dividende von 3,25 Euro pro Anteilsschein freuen. Auch die Prognose von Goldman Sachs für VW-Aktien, mit 250 Euro je Wertpapier, dürfte Anlegern Hoffnung machen. 



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