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Anlegerverlag Dialog Semiconductor: Ein Boden entsteht – hält er?

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
19.12.2017, 11:01  |  2275   |   |   

Nachdem der Versuch, die Anleger nach der erneuten Meldung, Apple könne in Zukunft eigene Chips entwickeln und produzieren und der Chip-Hersteller Dialog Semiconductor (ISIN: GB0059822006) bald ohne seinen größten Kunden dastehen, zu beruhigen, schiefging, sackte die Aktie Anfang des Monats erst recht in die Tiefe. Denn das Unternehmen kommunizierte, dass man den Großkunden Apple weiterhin beliefern werde und davon ausgehe, dass eigene Apple-Chips das Geschäft 2018 nicht stören würden. Woraus abgeleitet wurde: Es wird solche Apple-Chips geben und sie könnten das Geschäft ab 2019 dann durchaus stören. Gut, das ist die pessimistische Sichtweise. Aber angesichts senkrecht fallender Kurse ist es auch nicht ganz leicht, optimistisch zu sein. Interessant ist jedoch, dass einige das offenbar sind, denn:

Die chinesische Tsinghua University baut ihren Anteil fleißig aus, ist jetzt bei über neun Prozent angekommen. Und auch von Black Creek Investment Management war zu lesen, dass deren Anteil auf jetzt über drei Prozent gestiegen sei. Und dass man dort der Ansicht ist, dass die Aktie jetzt billig sei, ließe sich durchaus nachvollziehen, denn: Selbst wenn Dialog Semiconductor seinen Großkunden Apple in den kommenden Jahren ganz verlieren würde, wer sagt denn, dass es keine neuen, anderen Kunden geben kann? Zuletzt wurde gemeldet, dass Dialog Semiconductor die Chips für das Huawei Mate 10 liefere … das bestätigt: Man müsste sich dort halt jetzt nach neuen Absatzmöglichkeiten umtun. Aber man darf ja auch unterstellen, dass das geschieht. Fazit:

Die Perspektiven von Dialog Semiconductor sind zwar derzeit im Nebel, aber deswegen nicht zwingend negativ. Der Boden, den die Aktie im Moment ausbildet, könnte daher grundsätzlich halten. Aber: Es muss natürlich nicht, denn „nicht zwingend negativ“ und „positiv“ sind eben zweierlei. Wer hier zugreift, greift daher trotz alledem in ein fallendes Messer. Die Chance, dass diese Aktie hier einen effektiven Boden hinbekommt, ist zwar da. Aber man sollte da nicht auf eher enge Stoppkurse knapp unter dem bisherigen Tief verzichten und mit kleinem Kapitaleinsatz agieren … sofern man der durchaus vertretbaren Ansicht ist, dass auf diesem Kursniveau die Chancen überwiegen.

 

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