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Historisch Fluch oder Segen? US-Steuerreform ist durch

21.12.2017, 11:55  |  4736   |   |   

Der US-Kongress hat der Steuerreform des Präsidenten endgültig zugestimmt. Nach der finalen Zustimmung des Repräsentantenhauses ist die kontroverse Steuerreform von US-Präsident Donald Trump beschlossene Sache. Es handelt sich dabei um die größte Steuerreform seit mehr als 30 Jahren.

Wie bereits seit einigen Monaten bekannt, geht es im Wesentlichen um eine massive Senkung der Ertragssteuer für Unternehmen: von bisher 35 auf 21 Prozent. Der Staat rechnet deshalb mit mehr Investitionen und zukünftig höheren Steuereinnahmen.  

Die Arbeitnehmer und übrigen Steuerzahler können davon ausgehen, dass sie zumindest vorübergehend weniger Geld an den Fiskus abführen müssen. Einige Haushalte werden große Ersparnisse erzielen, andere wiederum werden von starken Zuwächsen betroffen sein, so CNBC. Ein paar wichtige Variablen werden einen großen Einfluss darauf haben, wie sich die Steuerreform auf das Haushaltsbudget auswirkt. Allerdings profitieren die Reichen deutlich stärker als die Ärmeren und die Mittelschicht, wie die Grafik am Beispiel Minnesotas und New Yorks für 2019 vs. 2027 zeigt:

Quelle: CNBC, hier.

Die Trump-Steuerreform umfasst einen Zeitraum von zehn Jahren, wobei die positiven Effekte in den ersten Jahren größer sein werden, während die Steuern bis 2027 wieder steigen könnten. Dies zeigt eindeutig die folgende Grafik für Menschen mit einem Jahreseinkommen zwischen 10.000 und 30.000 Dollar, denn sie werden bereits ab 2021 wieder höhere Steuern zahlen. Erst 2027 werden Personen mit 40.000 bis 75.000 Dollar pro Jahr stärker zur Kasse gebeten. 

Quelle: CNBC, siehe oben.

"Es steht außer Frage, dass die Vorteile dieser Steuererleichterungen in erster Linie den Top 4 Prozent [der Verdiener] zugute kommen werden", sagte Matt Gardner, Senior Fellow am Institute on Taxation and Economic Policy. Angestellte werden einige beliebte Steuervergünstigungen verlieren - einschließlich des Abzuges für Umzugskosten. 

Die großen und kleinen Unternehmen bekommen einige neue Steuererleichterungen und müssen im Gegenzug einige beliebte Abzüge aufgeben: Die Ertragssteuer geht von 35 auf 21 Prozent, dafür fällt ein Teil der Abzüge für Zinsaufwendungen, Betriebsverluste und F&E Ausgaben weg. 



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