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Vorschlag Israel: Börsenverbot für Unternehmen die auf Kryptowährungen basieren

27.12.2017, 14:27  |  6584   |   |   

Die israelische Wertpapieraufsichtsbehörde (ISA) strebt ein Verbot für Unternehmen an, die auf Kryptowährungen basieren, so CNBC. Mindestens zwei Unternehmen, die an der Tel Aviv-Börse bereits notiert sind, bezeichnen digitale Währungen oder die dahinterstehende Technologie als essentiell für ihr Geschäft.

Die israelische Regulierungsbehörde (ISA) wird ein Handelsverbot für Unternehmen an der Tel Aviv Stock Exchange vorschlagen, die auf Bitcoin und anderen digitalen Währungen basieren. Shmuel Hauser, Vorsitzender der ISA, sagte bei der Calcalist Business Conference, er werde den Vorschlag nächste Woche dem ISA-Board vorlegen. Im Falle der Genehmigung käme es zu einer öffentlichen Anhörung und ggf. müsste die Börsenordnung geändert werden.

"Wenn wir ein Unternehmen haben, dessen Hauptgeschäft digitale Währungen sind, werden wir es nicht zulassen. Wenn es bereits an der Börse notiert ist, wird der Handel ausgesetzt", sagte Hauser und fügte hinzu, dass das ISA die entsprechende Regelung für solche Unternehmen finden muss.

Zu den betroffenen Unternehmen könnten Blockchain Mining and Fantasy Network gehören. Die Aktie von Blockchain Mining, ursprünglich Natural Resources, ist in den letzten Monaten um rund 5.000 Prozent gestiegen, so CNBC. Dieser Kurssprung erfolgte nachdem angekündigt wurde, dass man das Geschäftsmodell von Gold- und Eisenabbau auf den Abbau von Kryptowährungen verlagern werde.

Fantasy Networks, eine ehemalige Spielefirma, sagte im Dezember, dass es die Möglichkeit der Blockchain-Technologie für seinen Bereich analysiert habe. Kurze Zeit später vervierfachte sich der Aktienkurs, bevor er in den vergangenen zwei Wochen gut 50 Prozent verlor.

Anfang des Monats sagte Hauser bereits, dass Bitcoin-basierte Unternehmen nicht in Börsenindizes aufgenommen werden. In einer Erklärung vom 19. Dezember 2017 an die Tel Aviv-Börse bestätigte Fantasy Networks diese Bemerkungen mit den Worten: "Diese Beschränkungen ... könnten Investitionen in das Unternehmen schädigen und es sogar vom Handel an der Börse ausschließen".

Der Wert einer Bitcoin-Münze fiel am vergangenen Freitag um 30 Prozent auf unter 12.000 Dollar. Wenige Tage zuvor war das Allzeithoch von 20.000 Dollar erreicht worden. "Wir sind der Meinung, dass sich die Preise von Bitcoin wie Blasen verhalten und wir wollen nicht, dass Investoren dieser Volatilität und Unsicherheit ausgesetzt sind", sagte Hauser. "Es ist wichtig, dem Markt zu signalisieren, wie die Dinge stehen... Investoren sollten wissen, wo wir stehen."

Der jüngste Vorschlag wird wahrscheinlich der letzte Schritt für Hauser sein, denn er tritt im nächsten Monat nach 6,5 Jahren als ISA-Chef zurück. "Aber wenn es erst einmal auf dem Weg ist, wird es weiter verfolgt", sagte Hauser, der durch Anat Guetta ersetzt wird.

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Kommentare

die israelische Börsenaufsicht ist leider nicht gerade weitsichtig.


Aber auch sie wird der digitalen Zukunft nicht wiedersehen können:

LG Printi
Vollkommen richtiger Schritt , einigermassen zügiges Handeln rührt zum Einen eventuell daher das sich in Israel so Einiges an Creme de la Creme des fachverständigen Technischen Reengineering als kompetente Beratung befindet .
Illegale Computercode-Scheinwährungen haben an der realen Börse und in der realen Wirtschaft absolut nichts zu suchen - dieses Binärcodespielgeld ist doch bestenfalls in virtuellen Computerspielen verwendbar! ;-)

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