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Tesla – Luftnummer mit Kursziel null

Gastautor: Daniel Saurenz
28.12.2017, 07:00  |  3231   |   |   

Tesla_Ladestation_2Tesla-Fans könnte in den nächsten Wochen die nächste Enttäuschung ins Haus stehen. Die Analysten von KeyBanc rechnen mit rund 5000 Auslieferungen des Modells 3 im vierten Quartal. Bislang ging man von 15.000 Modellen aus. Derweil finden die ersten Analysten finden Gefallen am Kursziel null Euro für Tesla. Die Tesla-Aktie ist teuer, die Fangemeinde bröckelt und ist langsam verärgert, dass Musk fast im Monatsrhythmus um Kapital bittet. Ein passender Bear lautet CY8HBCDen anfänglichen Vorsprung im Bereich E-Mobilität scheint Tesla zu verspielen, mancher spekuliert, dass Chef Elon Musk ohnehin mittelfristig eher sein Weltraumprogramm forcieren wird und dort den Fokus hinlegen wird.  Wir stellen Tesla auf den Prüfstand.

 

Schon das abgelaufene Jahr war für Tesla ein schwieriges. Zwar war die Aktie mit einer Performance im mittleren zweistelligen Bereich solide, aber mit so manchen Schwankungen verbunden. Die Entwicklung in 2018 dürfte sehr stark vom Absatz des Model 3 abhängen. Nach mehreren Anläufen soll die Produktion endlich Fahrt aufnehmen und den Versprechen von Tesla-Chef Elon Musk auch Taten folgen. Das Model 3 ist das erste preiswerte Elektroauto von Tesla, das sich an das breite Publikum richtet.

Produktionsziele verschoben

An Ankündigungen hat es nicht gemangelt: Im Mai 2017 hatte der Elektroautobauer noch angekündigt, im Jahr 2017 5.000 Autos die Woche zu produzieren und in 2018 sollten es 10.000 die Woche sein. Doch Liefer- und Produktionsschwierigkeiten haben diese Ziele nach hinten geschoben. Nun sollen erst am Ende des ersten Quartals 5.000 Model 3-Autos produziert werden. Die Fahrzeuge sind dennoch begehrt, weshalb die Wartezeiten für ein solches Auto derzeit 12 bis 18 Monate betragen. Die Verspätungen beim neuen Elektroautomobil bringen Tesla in Zahlungsbedrängnis und haben auch die jüngst emittierten Bonds bereits kräftig fallen lassen. „Tesla gehört trotz der jüngsten Konsolidierung zu den umsatzstärksten Aktien“, wie Manuel Suckart vom Onlinebroker Degiro erklärt. Auch als Basiswert für Zertifikate oder Hebelpapiere ist der Titel bei der Handelsplattform gettex gefragt.

Konjunktur_Hafen_IsraelMutige Anleger etwa haben die Möglichkeit an einer negativen Wertentwicklung mit einem Knock-out-Short zu partizipieren, etwa mit der WKN CY8HBC (Hebel 6). Anleger, die vorsichtiger agieren wollen und auf eine Konsolidierung setzen wollen, setzen ein Discountzertifikat ein. Hier reicht eine stagnierende Kursentwicklung meist für einen Gewinn aus. Beim Discounter mit der WKN TD9ZXN, der bis zum September 2018 läuft, springen rund 17 Prozent Rendite bis zur Fälligkeit raus. Doch die Frage bleibt: Kann Tesla die hochgesteckten Erwartungen erfüllen?

Denn es gibt noch andere Baustellen. Im November wurde ein Elektro-Lkw und -Luxus-Roadster vorgestellt, was nicht nur die Erwartungen, sondern auch die Vorbestellungen angeheizt hat. Aber Kunden müssen sich wohl mit der Auslieferung gedulden müssen. Die neuen Aufträge stützen auch die Aktie. Der Getränkehersteller Pepsi bereits 100 Lkws bestellt, der größte Deal seit der Vorstellung des Elektro-Trucks.

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Neue Ladestationen geplant

Tesla plant aufgrund der unterschiedlichen Fahrzeugproduktionen neue Produktionsstandorte, um die Herstellung zu vereinfachen, also Werke nur für Lkws und nur für Pkws zu errichten. Doch auch die Ladestationen sind einer Herausforderung. Tesla will daher große Mega-Charger-Stationen errichten, die die Stromversorgung der Elektro-Autos und -Lkws sicherstellen sollen. Nach Berechnungen von Goldman Sachs sollen diese Ladestationen aber etwa vier Mal so teuer werden wie die bisherigen Ladestationen von Tesla. Daher könnte Tesla gezwungen sein, sich am Kapitalmarkt noch einmal frisches Geld zu besorgen.

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Tesla hat 2018 viel vor, doch Tesla-Fans und Anleger müssen sich vermutlich noch ein wenig gedulden, bevor die PS auf die Straße kommen. Hierin liegt aber auch eine Gefahr, denn viele andere große Autobauer, vor allem die deutschen Hersteller, haben eine Elektro-Offensive gestartet. So mancher Kunde könnte sich im kommenden Jahr für die Tesla-Konkurrenz entscheiden. Daher hängt für Tesla viel an der Produktion und Auslieferung des preiswerteren Model 3-Autos. 2018 schlägt die Stunde der Wahrheit für Tesla und der Gong könnte laut und schmerzhaft klingen.

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