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Anlegerverlag Nordex: Die Bären sollten nervös werden …

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
28.12.2017, 15:28  |  2128   |   |   

Kurz vor Weihnachten wurde der nächste Auftrag vermeldet, diesmal gehen zwölf Turbinen nach Frankreich. Der Windkraftanlagenhersteller Nordex (ISIN: DE000A0D6554) dürfte zwar in 2017 deutlich weniger verdient haben als im Vorjahr. Und die Umsätze werden unter den ursprünglichen Erwartungen liegen. Aber dass der Rückgang der Aktivitäten 2018 weitergeht, ist angesichts der Tatsache, dass sich die Ankündigung vermehrter Neuaufträge im vierten Quartal im Zuge der letzten Quartalsbilanz bewahrheitet, fraglich. Die Masse der Analysten geht zwar davon aus. Aber verlängert man da nicht, wie so oft auch bei anderen Aktien nach oben, eine bestehende Tendenz mit dem Lineal in die Zukunft?

Zumindest hat man diesen Eindruck, wobei Neuaufträge ihre Zeit brauchen, bis sie als Umsatz und Erlöse in den Bilanzen auftauchen – das muss man also abwarten. Aber zunehmend haben offenbar auch die Investoren den Eindruck, dass ein stur gesenkter Daumen für Nordex nicht angemessen wäre. Die Aktie krabbelt langsam höher, das am 16.11. bei 7,09 Euro markierte Jahrestief liegt mittlerweile ein gutes Stück unter dem aktuellen Kurs. Sollten diejenigen, die Nordex seit fast zwei Jahren permanent – und bislang überaus erfolgreich – leer verkaufen, nicht langsam nervös werden?

Durchaus. Aus charttechnischer Sicht wäre zwar ein wichtiger Schritt der Rebreak über die Zone 9,10/9,36 Euro, der müsste erst gelingen. Aber es ist interessant, dass die bis Anfang Dezember immer wieder erfolgreichen Verkaufswellen der Bären, die jeden Versuch einer Stabilisierung niedermachten, zuletzt ausblieben. Das, was in der vergangenen Woche an „Gegendruck“ kam, war weitaus weniger markant als in den Monaten zuvor. Fazit:

Hier sollte man es sich jetzt besser dreimal überlegen, ob man mit Leerverkäufen weitermacht. Noch ist die Wende nicht in Stein gemeißelt. Aber wenn die Neuaufträge weiter so rege hereinkommen wie in den vergangenen vier Wochen, kriegt Nordex die Kurve … und die Bären ein Problem.

 

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Wertpapier
Nordex


1 Kommentare

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Kommentare

warum sollte man nervös werden ?

der auftragseingang für 2018 bei nordex lag in q4 bei 200-300MW - also 2xx mio€

produziert nordex entsprechend guidance - macht also einen umsatz von knapp unter 3.1mrd € in 2017 - dann verbleiben vom auftragsbestand von 1.1 mrd ende q3/2017 - inklusive der aufträge, die in q/2017 verbucht wurden laut pressemeldungen : ca. 6xx mio im auftragsbestand für 2018 ...

das entspricht einer reichweite bei einem quartalsumsatz von 750mio im schnitt (unter berücksichtigung des serviceumsatzes) wie in 2017 von 3 monaten.

gleichzeitig hat nordex im q3/2017-cc mitgeteilt, dass der rohertrag um 3-5%-punkte in 2018 gegenüber 2017 sinken wird - auf 21-23% ...

selbst wenn der umsatz nicht einbricht und die marge am oberen ende der guidance wäre würde nordex mit

personalkosten nach 45-18 von 300mio
opex nach 45-18 von 240mio
abschreibungen (wie in 2017) von 160mio
zinsen (wie in 2017) 32mio

-19mio verlust machen ...

bei 21% rohertragsmarge wären es -81mio verlust ...

wenn der umsatz nicht bei 3.1mrd liegt - was bei einem auftragsbestand im mittleren dreistelligen mio-bereich zum ende des jahres zu erwarten wäre - dann wird es noch schlimmer ...

es ist also :

1. absehbar dass nordex einen massiven umsatzeinbruch verzeichnen wird ...
2. die margen nicht mehr auskömlich sein werden um die strukturkosten (personal, opex, abschreibungen, zinsen) zu decken

insofern würde ich mal bei insgesamt knapp über 400WM gemeldeter aufträge - davon etas über 200MW für 2018 fragen - wie denn da der eindruck aufkommt, dass der auftragseingang "rege" ist ???

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