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Warum der Goldpreis 2017 gestiegen ist

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
02.01.2018, 10:00  |  713   |   |   

In einem Jahr, in dem der Aktienmarkt um mehr als 20 % gestiegen ist, waren Goldanleger mit einem bescheideneren Gewinn zufrieden. Ist das überraschend? Nun, auch wenn das Edelmetall noch weit von den Höchstständen von Anfang des Jahrtausends entfernt ist, machen sich einige Analysten Sorgen, dass es in den letzten Jahren einfach nicht flott genug voran geht. Doch 2017 gab den Goldanlegern Hoffnung: Auch wenn die makroökonomischen Rahmenbedingungen nicht vorteilhaft waren, konnte Gold dennoch einen soliden Zuwachs von 10 % bis 15 % verbuchen. Noch wichtiger ist aber, dass eine sich verändernde Landschaft zu weiteren Kursgewinnen im Jahr 2018 und darüber hinaus führen könnte.

Warum ist Gold 2017 gestiegen?

Gold startete 2017 bei etwa 1.150 Dollar pro Unze, wobei Anfang 2016 ein Anstieg des Preises von etwa 25 % stattfand, der dann später im Jahr fiel. Schlecht für Gold war die Tatsache, dass die Aktienmärkte recht stabil waren und so den Zweck der Edelmetalle als vermeintlich sicheres Investment überflüssig machten. Darüber hinaus hielt der Beginn einer aggressiveren Straffung der Geldpolitik in den USA höhere Finanzierungskosten für Goldinvestoren in Schach, und einige sagten voraus, dass Gold sich schwer tun würde, die Gewinne aus dem Vorjahr im Jahr 2017 zu halten.

Mehrere Faktoren unterstützten jedoch dann die Entwicklung des Goldpreises. Der lange Aufwärtstrend des US-Dollars gegenüber vielen wichtigen Fremdwährungen endete schließlich mit deutlichen Kursverlusten, insbesondere gegenüber dem Euro und dem britischen Pfund Sterling.

Steigende geopolitische Spannungen führten die Anleger auch wieder zurück zum Goldmarkt. Die Unsicherheit im Umgang mit Nordkorea führten zu immer aggressiveren Aktionen der Trump-Regierung, und die Ängste vor einer Eskalation nahmen im Laufe des Jahres weiter zu. Die anhaltende Besorgnis über russische Manipulationen der US-Wahlen sowie die Entwicklungen in anderen globalen Krisenherden wie dem Nahen Osten haben auch das Interesse an Edelmetallen als Absicherung gegen Rückgänge in anderen Anlagekategorien gereizt.

Am wichtigsten war jedoch die Tatsache, dass der Anleihemarkt auch bei steigenden Zinsen ruhig blieb. Trotz mehrfacher Zinserhöhungen der US-Notenbank bewegten sich die langfristigen Zinsen in einem relativ engen Rahmen. Anhaltende niedrige Zinsen in Europa erleichterten den Anlegern die Aufnahme von Finanzmitteln, um in Gold und andere Edelmetalle zu investieren.

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