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Penny-Stock bleibt Penny-Stock Steinhoff: Bilanzskandal weitet sich aus

02.01.2018, 11:58  |  7861   |   |   

Der Bilanzskandal beim Möbelkonzern Steinhoff weitet sich aus, so die NZZ. Laut den jüngsten Informationen stehen nun auch Bilanzen von Gesellschaften aus dem Jahr 2015 auf dem Prüfstand. Diese müssen vermutlich angepasst werden, wie das Unternehmen jetzt mitteilte. 

Die Wahrheit bei Steinhoff kommt in ganz kleinen Tropfen. Jetzt geht es um die Bilanzen von Gesellschaften. Grund sei unter anderem, dass die Unregelmässigkeiten bei der Bilanzierung auch das Eigentum bestimmter europäischer Töchter bis zum 1. April 2016 betreffe, so das Unternehmen. Es heißt, dass die Bilanzen von zwei Beteiligungsgesellschaften aus den Jahren 2015 und 2016 nicht mehr verlässlich seien. Daher müssten sie geändert werden. Ferner sind vermutlich auch Korrekturen für die Jahre davor notwendig.

Bislang ging es in erster Linie um die Bilanzen des im MDAX notierten Mutterkonzerns zum Geschäftsjahr 2015/16 und zum Geschäftsjahr 2016/17. Ob auch für Steinhoff selbst Änderungen vorheriger Jahre nötig seien, werde noch geprüft, hieß es. Noch sei unklar, wann die Prüfungen abgeschlossen werden können.

Steinhoff war im Dezember 2017, mit dem Bekanntwerden von Unregelmäßigkeiten, in eine tiefe Krise gestürzt. Ende Dezember wurde eine neue Führungsspitze aufgestellt, siehe hier. Der Konzern, mit Rechtssitz in den Niederlanden und operativer Zentrale in Südafrika, hat deutsche Wurzeln und ist in Deutschland vor allem mit dem Möbelhändler Poco vertreten.

Seit dem 20.12.2017 ist der Aktienkurs in einer relativ stabilen Seitwärtsbewegung als Penny-Stock unterwegs. Der jüngste Kurs des Papiers notierte bei 0,324 Euro. Die Jahresperformance liegt bei -93,53 Prozent. Die letzten Expertenmeinungen stammen vom 6.12.2017. Die Zukunft der Aktie ist ungewiss. Am 19.12.2017 hieß es: "Die Liquiditätslage von Steinhoff ist offenbar angespannt: Auf Gruppenlevel herrsche große Unsicherheit", so finance. Steinhoff hat seine Cash Pools ausgesetzt - oftmals eine Maßnahme vor einer drohender Insolvenz. Laut eigenen Aussagen ziehen Gläubiger ihre Kreditlinien sukzessive zurück und kürzen teilweise die Deckung. Steinhoff trägt 10,7 Milliarden Euro an Schulden und drei Wandelanleihen mit einem Volumen von 2,7 Milliarden Euro. 

Steinhoff International Holdings

 

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