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Marktkommentar: Coleen Barbeau (Franklin Templeton): Atemlosen Märkten könnte 2018 ein schwierigerer Anstieg bevorstehen
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Marktkommentar Coleen Barbeau (Franklin Templeton): Atemlosen Märkten könnte 2018 ein schwierigerer Anstieg bevorstehen

Nachrichtenquelle: Asset Standard
02.01.2018, 00:00  |  981   |   |   

Coleen Barbeau erläutert, warum 2018 insgesamt ein schwierigeres Jahr für Aktien werden könnte.

Globale Aktien profitierten 2017 vom breit angelegten Wirtschaftswachstum. Einige Analysten gehen davon aus, dass das Wachstum im nächsten Jahr noch etwas stärker ausfallen könnte. Coleen Barbeau von der Franklin Equity Group ist der Überzeugung, dass sich diese rosigen Aussichten bereits in den Aktienkursen widerspiegeln – insbesondere in den USA. Sie erläutert, warum Investoren im neuen Jahr zur Vorsicht geraten ist

Nach der starken Entwicklung im Jahr 2017 könnte sich das Tempo der Aufwärtsbewegung an den globalen Aktienmärkten 2018 verlangsamen. Auch wenn sich das konjunkturelle Umfeld im neuen Jahr aus unserer Sicht nicht wesentlich ändern dürfte, lässt die nachhaltigere Erholung der Weltwirtschaft den Zentralbanken mehr Spielraum, ihre finanzpolitischen Impulse zurückzufahren.

Im vergangenen Jahr kamen der IT-Branche und anderen wachstumsstarken Marktsegmenten der Optimismus über die weltweite Konjunkturerholung und bessere Unternehmensgewinne zugute.

Auch haben politische und regulatorische Sorgen nachgelassen. Der Vorstoß populistischer Strömungen, der das Jahr 2016 prägte, scheint sich abgeschwächt zu haben. 2017 gelang einigen Staatsoberhäuptern von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel bis zum japanischen Premierminister Shinzo Abe die Wiederwahl.

Während sich das konjunkturelle Umfeld in Europa und Teilen Asiens weiter verbesserte, konnten wir beobachten, wie Märkte außerhalb der USA an die Spitze drängten. Vor dem Hintergrund des kräftigen Wachstums in China und Indien und einer Trendwende in Brasilien erzielten Schwellenländer 2017 ebenfalls allmählich eine überdurchschnittliche Entwicklung.

Warum das günstige weltweite Umfeld 2018 andauern dürfte

Während wir uns auf das Jahr 2018 zubewegen, erscheint uns das konjunkturelle Umfeld weltweit nach wie vor günstig. Laut dem Internationalen Währungsfonds dürfte das Tempo des Weltwirtschaftswachstums 2018 stabil bleiben. Für das globale Bruttoinlandsprodukt wird nach einem Plus von 3,6 % im Jahr 2017 für 2018 ein Anstieg von 3,7 % vorhergesagt.

Prognosen zufolge dürften die USA ein solides Wachstum, geringe Inflationsraten und einen begrenzten Lohnzuwachs verzeichnen, während sich die Expansion der europäischen Wirtschaft weiter festigen kann. Das Wachstum in China wird sich angesichts einer Abkühlung des Immobilienmarkts und der staatlichen Investitionen wohl leicht abschwächen.

Darüber hinaus erwarten wir, dass der chinesische Präsident Xi Jinping den Kurs der Regierung zur Bekämpfung der Korruption und des Schattenbankensystems fortsetzen wird. Xi hat die Umsetzung der beiden Maßnahmen unseres Erachtens sorgfältig inszeniert, um einer Erschütterung der Märkte vorzubeugen.

In Japan hat sich die Expansion der Weltwirtschaft 2017 in einer besseren Aktienmarktperformance niedergeschlagen.  Allerdings besteht aufgrund der alternden Bevölkerung und der Begrenzung der Immigration ein Mangel an Arbeitskräften, weshalb die Erholung bisher schwach verläuft.

Demzufolge könnte Japan 2018 die einzige Volkswirtschaft sein, die weiterhin außergewöhnliche geldpolitische Maßnahmen ergreift.  Auch wenn der Fokus auf die Zinsstrukturkurve dazu geführt hat, dass weniger Anleihen gekauft wurden, bleibt der Bank of Japan wohl kaum eine andere Wahl als weiterhin beträchtliche Liquiditätsspritzen in einer Wirtschaft bereitzustellen, die noch immer mit demografischen Herausforderungen zu kämpfen hat.

Im Gegensatz dazu könnte sich die Geldpolitik der Vereinigten Staaten bis Ende 2018 beinahe normalisiert haben, denn die US-Notenbank Fed dürfte die Zinsen zwei- bis dreimal anheben und zugleich ihre Bilanz weiter abbauen.

Außerdem rechnen wir damit, dass die Europäische Zentralbank bis Ende 2018 in der Lage sein dürfte, ihre geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen abzuschließen und ihren Kurs zu normalisieren. Dennoch ist zu diesem Zeitpunkt ungewiss, wie die Märkte auf die Verkleinerung der Bilanzen und die Einstellung der geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen reagieren werden.

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Kommentare

Also nach dem Jahr 2017 solch Zeilen zu schreiben wie : 2018 ein schwierigerer Anstieg bevorstehen da wundere ich mich aber sehr, dafür muss man weis Gott kein Profi geschweige denn Wirtschaft Studiert haben was für eine Aussage tz tz tz....

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