DAX-1,27 % EUR/USD-0,20 % Gold-0,33 % Öl (Brent)-0,24 %

Rat der Europäischen Zentralbank fordert Bitcoin-Mehrwertsteuer

Gastautor: Robby Schwertner
03.01.2018, 10:18  |  3358   |   |   

Der österreichische Notenbank-Gouverneur und Rat der Europäischen Zentralbank (EZB), Ewald Nowotny, fordert eine Mehrwertsteuer auf die Kryptowährung Bitcoin.

"Es kann doch nicht sein, dass wir gerade beschlossen haben, den 500-Euro-Schein nicht mehr zu drucken, um Geldwäsche zu bekämpfen, und jedem noch so kleinen Sparverein strenge Regeln aufbrummen, um dann zuzusehen, wie weltweit munter mit Bitcoin Geld gewaschen wird", beklagte sich Nowotny in der Süddeutschen Zeitung.

Es bestehe Handlungsbedarf, so der erfahrene Banker, der in der EZB den konservativen Kräften zuzuordnen ist. Zudem verlangt der Österreicher klare gesetzliche Regelungen von Kryptowährungen. Man müsse durchsetzen, was bei anderen Finanzgeschäften auch die Grundregel sei: "Alle Beteiligten an einem Geschäft müssen ihre Identität offenlegen. Damit würde Bitcoin zusammenbrechen", sagte Nowotny. "Wir brauchen eine Mehrwertsteuer auf Bitcoin, weil es keine Währung ist."

Eine Einheit der Kryptowährung auf dem Handelsplatz Bitstamp kostete gestern Dienstag zuletzt 14.102 US-Dollar (11.759 Euro). Das war mehr als am Vortag. Bis Mitte Dezember 2017 war der Bitcoin-Kurs von 1.000 Dollar zu Jahresbeginn auf einen Rekordstand von fast 20.000 Dollar gestiegen. Ein Grund war die Einführung von Terminkontrakten durch zwei große US-Börsen und damit der Vorstoß ins klassische Finanzsystem. Danach rutschte der Kurs jedoch in Richtung 11.000 Dollar ab.

Was sagt Cryptorobby:

Mehrwertssteuer auf Bitcoin: Was sich einfach anhört, wird nicht so rasch durchzusetzen sein. Innerhalb der EU gibt es zu viele Einzelinteressen die eine rasche einheitliche Regelung erschweren. Auch ist eine international Abstimmung mit den wichtigen Playern USA und China notwendig. Kommt die Frage hinzu: Was ist mit anderen Kryptowährungen wie Ether, dem von China unterstützten Neo, der deutschen IOTA? Und nun, da die Diskussion eröffnet ist, werden sich wohl neue Krypto-Steuerparadise äußerster Beliebtheit erfreuen.

Quellen: Süddeutsche Zeitung, orf.at

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Kommentare

Letztendlich wird der irre run auf vermeintlich losgelöste beständige "Freiheit" genau Gegenteiliges in Ergebnis zeugen.
Es ist ja auch grundsätzlich zivilatorisch klar das Beispiele ungezügelter Eigen-Reglementierung zu Ansichten ob der Notwendigkeiten äusserem Regelwerks nötigen.
Viele grössere Mitspieler wünschen sich eh schon genau Dieses als teilhabendes Resultat und dank der emsigen Mithilfe von unzähligen Trotteln die teilweise leider kaum gelenk von A nach B Orientierung finden geschweige denn irgendwie ausreichend mögliche Wechselwirkungen beachten werden Sie ihr Ziel sogar beschleunigt erreichen.
Selbst ansonsten eher freiheitlich Denkende erheben da doch anscheinend lieber Ordnungsmacht über zusätzlich wucherndes Chaos.
Was ist das denn für ein Quatsch! Sie wollen bei einer Virtuellen Währung Richtlinien festsetzen und Steuer Regulierungen Ansetzen? Bei Währungen wo die breite Masse auch Handeln kann.
Um Geld in die Kassen der zu spülen um denn kleinen Mann und die Frau zu denunzieren!
Und dass ist genauso abwägig wie absurt. Und es gibt dafür keine Garantie dass die fortzetzung des Höhenflug reduziert wird.Und in irgendwelche Bahnen gelenkt wird wo Sie es wollen!
Reine Abzocke an der Masse der Leute die was endeckt haben, was Sie Rechzeitug versäumt haben!
Kucken Sie mal lieber in Ihren eigen Land ob da alles stimmt mit dem Gesetzen!
Guten Tag!

Disclaimer