Goldaktien geben nach

Gastautor: Martin Siegel
04.01.2018, 08:18  |  1615   |   |   

Tagesbericht vom 04.01.18


Der Goldpreis gibt im gestrigen New Yorker Handel unter größeren Schwankungen von 1.314 auf 1.313 $/oz nach. Heute Morgen verliert der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong und notiert aktuell mit 1.310 $/oz um etwa 3 $/oz unter dem Vortagesniveau. Die Goldminenaktien geben weltweit nach.


Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

Die Energiewende führt dazu, dass 2017 in 146 Stunden Strom zu negativen Preisen ins Ausland abgegeben werden musste, um einen Zusammenbruch der Netze zu vermeiden. Wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Bernd Westphal: „Wir können uns diesen Irrsinn auf Dauer nicht leisten“.

Kommentar: Mit der SPD in der Regierung bleibt der Irrsinn alternativlos, was Bernd Westphal zurecht bemängelt.


Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis gibt der Goldpreis bei einem unveränderten Dollar leicht nach (aktueller Preis 35.020 Euro/kg, Vortag 35.110 Euro/kg). Am 18.07.11 hat der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz nach einer zehnjährigen Hausse überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach aktueller Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen fehlender Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und in Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der zwischen Anfang 2011 und 2015 über mehrere Jahre negativen Berichterstattung wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem mehrfachen Ausverkauf mit einer längerfristigen stabilen und freundlichen Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift „Smart-Investor“, Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.
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