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Die 3 schlechtesten Dow-Aktien im Jahr 2017

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
06.01.2018, 10:00  |  680   |   |   

Das Jahr 2017 bescherte den Anlegern der Dow Jones Industrials außerordentliche Renditen, die im Zuge der unmittelbar nach der Finanzkrise einsetzenden Hausse nur hinter dem Jahr 2013 zurückblieben. Eine, was die Gewinne des Dow bremste und in einigen Fällen Fragen nach ihrer langfristigen Werthaltigkeit aufwarf. General Electric (WKN:851144), IBM (WKN:851399) und ExxonMobil (WKN:852549) waren 2017 die schlechtesten Performer im Dow, und es gibt keine Garantie dafür, dass sie 2018 ohne die Hilfe ihrer jeweiligen Industrien eine große Erholung einleiten können.

Licht aus bei General Electric

General Electric war bei weitem der schlechteste Performer im Dow im Jahr 2017 und verlor fast die Hälfte seines Wertes. Nachdem CEO Jeff Immelt Mitte des Jahres seinen Hut nahm, mussten sich die Investoren an die Vorstellung gewöhnen, dass der neue CEO John Flannery dramatische Veränderungen vornehmen musste, um das Schiff wieder in Ordnung zu bringen und das Konglomerat wieder in die richtige Richtung zu lenken.

Doch Monate nach der Übernahme von Flannery sind sich die Investoren immer noch nicht sicher, wie die langfristige Strategie von GE wirklich aussehen wird. In der Zwischenzeit hat General Electric seine kurzfristigen Erwartungen für das Endergebnis zurückgenommen und die Dividende um die Hälfte gekürzt, um Kapital für eine mögliche strategische Nutzung an anderer Stelle zu erhalten.

Die Konzentration von GE auf Energie und Strom hat sich als unpassend erwiesen, und viele erwarten, dass sich das Unternehmen wieder auf andere Bereiche wie das Gesundheitswesen konzentrieren wird. Doch ohne Garantie für eine schnelle Trendwende ist die Aktie von General Electric so tief gefallen, dass diejenigen, die den Dow betreuen, sich vielleicht dazu entschließen könnten, das altehrwürdige Unternehmen aus seinen Reihen zu entfernen. Um sie vom Gegenteil zu überzeugen, muss General Electric schnell wachstumsstarke Perspektiven finden.

Big Blue hat den Blues

Im Vergleich zu GE sieht der Rückgang von IBM um 4 % noch positiv aus. Doch für viele war das Jahr 2017 für den Tech-Riesen eine Enttäuschung, denn es hat länger gedauert als erwartet, bis Big Blue die Wende geschafft hat. Das größte Problem ist, dass IBM so groß ist, dass strategische Änderungen lange Zeit in Anspruch nehmen, und Vorabausgaben die Finanzergebnisse belasten können, obwohl sie tatsächlich Investitionen in die Zukunft des Unternehmens darstellen.

Mit Blick auf die Zukunft ist IBM zuversichtlich, dass wachstumsstarke Bereiche wie Cloud Computing und Datenanalyse weiterhin Früchte tragen können. Gleichzeitig gewinnt das Streben nach künstlicher Intelligenz an Boden, und auch die Anstrengungen in Bereichen wie Internet der Dinge, soziale Netzwerke und Blockchain-bezogene Technologien sind vielversprechend. Mit diesen strategischen Imperativen und der Möglichkeit, bahnbrechende Fortschritte bei der Quantencomputer-Hardware zu erzielen, hoffen die IBM-Aktionäre, dass das Unternehmen 2018 mit seinen Tech-Peers Schritt halten wird.

ExxonMobil kämpft sich durch einen schleppenden Energiemarkt

ExxonMobil verlor im Jahr 2018 auch 4 %. Der Ölpreis beendete das Jahr in der Nähe seiner Höchstwerte von 2017 bei etwa 60 US-Dollar pro Barrel. Aber die Industriebeobachter machen sich Sorgen, dass es hier noch mehr zu leiden geben wird.

Ein längerfristiges Anliegen von ExxonMobil ist es, die Produktion durch neue Reserven zu ersetzen. Im Jahr 2016 war der Ölgigant weit davon entfernt, genügend neue Reserven zu finden, was das erste Mal seit fast einer Generation war, dass ExxonMobil es nicht geschafft hatte, seine Produktion zu ersetzen. Um auf die  Bedingungen in der Industrie zu reagieren, hat sich der integrierte Ölkonzern bemüht zu diversifizieren, indem er umfangreiche langfristige Entwicklungsprojekte mit Anlagen vermischt, die einfacher auf- und abzubauen sind.

Dennoch befürchten einige Aktionäre, dass ExxonMobil, wenn sich die Erträge nicht bald erholen, eine schmerzhafte Dividendenkürzung vornehmen muss. Das würde schlecht aufgenommen werden und wenn die weltweiten Bemühungen, fossile Brennstoffe durch erneuerbare Energiequellen zu ersetzen,  Fahrt aufnehmen, dann könnte ExxonMobil vor einer langfristigen und fast unlösbaren Herausforderung stehen.

Vorsicht bei Dow-Aktien im Jahr 2018

Die Tatsache, dass diese drei Dow-Aktien von der Rallye 2017 ausgeschlossen wurden, bedeutet nicht, dass sie 2018 weiter fallen werden, aber es garantiert auch keine Erholung. Nur wenn wir diese Unternehmen genau beobachten, können wir erkennen, ob sie wieder auf Kurs kommen oder zu einer längerfristigen Underperformance verurteilt sind.

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