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Börsenausblick Von der Einbahnstraße auf die Achterbahn

Gastautor: Frank Fischer
08.01.2018, 07:31  |  5979   |   |   

Noch sind wir nicht so weit, aber der Start war schon mal verheißungsvoll, denn die Börsen rund um den Globus haben im Großen und Ganzen einen guten Start ins neue Jahr hingelegt. Sollte sich dieser Trend in den nächsten Wochen bestätigen, könnte die alte amerikanische Börsenweisheit greifen: „As goes January, so goes the year“. Wenn also der Januar gut verläuft, dann wird auch am Ende des Jahres ein Plus stehen. Wie gesagt, noch ist es nicht so weit, aber der Anfang scheint gemacht. Davon haben auch unsere Mandate wie der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen und der PRIMA – Globale Werte profitiert, die ebenfalls einen guten Jahresstart hingelegt haben, nachdem sie schon das Jahr 2017 jeweils mit einem sehr erfreulichen, zweistelligen Plus abschließen konnten.

Ob dieser positive Trend für DAX, Dow Jones, S&P 500 & Co. aber wirklich für die kommenden Monate anhält, ist fraglich. Die Börsenwelt in 2017 glich ja einer Einbahnstraße. Ein Rekord jagte den anderen, die Volatilität war so gering wie seit Jahren nicht mehr, die globale Konjunktur brummte, die Unternehmensgewinne stiegen und auch geopolitische Störfaktoren wie die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA, oder die Auseinandersetzungen im Nahen Osten konnten die Anlegern nicht aus der Ruhe bringen. Selbst US-Präsident Donald Trump konnte den Märkten mit seiner Chaos-Regentschaft nichts anhaben. Ganz im Gegenteil: die Steuerreform und seine Bemühungen um Deregulierung befeuerten die Börsen sogar noch.

Wirtschaftlicher Ausblick ist weiterhin gut

Und schaut man auf die Datenlage, so sieht auch der wirtschaftliche Ausblick für 2018 gut aus. Wir verzeichnen einen synchronverlaufenden weltwirtschaftlichen Aufschwung, die Unternehmen schauen positiv in die Zukunft, die Gewinne scheinen zunächst mal weiter zu steigen und von Seiten der Notenbanken sind auch keine unerwarteten Störfaktoren in Sicht.

Aber genau das macht die Sache so riskant. Es läuft im Moment zu gut. Risiken werden ausgeblendet und der Glaube an ewiges Wachstum scheint unerschütterlich. Aber es fehlen zusätzliche Impulse. Der Markt wird unserer Meinung nach in den kommenden Monaten immer nervöser werden. Das heißt nicht, dass wir nicht an ein halbwegs gutes Aktienjahr glauben, doch wir werden von der Einbahnstraße auf eine Achterbahn wechseln! Die Anleger werden sich auf schmerzhafte Schwankungen einstellen müssen.

Die Risiken nehmen zu

Wir wollen jetzt nicht ins Lager der Bären wechseln, aber wir sind immer dann vorsichtig, wenn andere gierig werden. Und dass die Risiken steigen, sollen ein paar Beispiele deutlich machen:

  • Die Bewertungen vieler Aktien sind heute schon sehr sportlich, so dass die Gefahr von Enttäuschungen wächst.
  • Chinas Einkaufsmanagerindex schwächelt bereits das ganze Jahr 2017 relativ zu den anderen PMIs, so dass 2018 auch Werte von unter 50 möglich sind. Bei der letzten Unterschreitung im Sommer 2015 führte dies zu weltweiten Korrekturen.
  • Bezogen auf die USInflationsrate kann man mit einem Tief zu Jahresbeginn 2017 (ca. 1,6 Prozent) mit einer nachfolgenden Steigerung auf knapp 3 Prozent im Juli 2018 rechnen. Neben Basiseffekten in den Rohstoffen (z.B. Öl) und dem stabilen bis steigenden Lohnwachstum ist hier zusätzlich auf die US-Erzeugerpreise zu verwiesen, die im November mit +4,3 Prozent auf ein 5-Jahreshoch stiegen.  Eine Inflationsrate von über 3 Prozent erhöht die Korrekturgefahr an den Aktienmärkten erheblich.
  • Nachdem 2017 ohne eine einzige 5 ProzentKorrektur ausgekommen ist (wie 1955, 1959, 1962, 1965, 1994 und 1996) dürften wir in diesem Jahr mindestens eine Korrektur von 10 Prozent und mehr bekommen.
  • Und schon Anfang März kann es an den Märkten im Vorfeld der Wahlen in Italien turbulent werden, wenn dort die nationalistische Karte gespielt wird und die Börsen unter Druck geraten.

Dies sind nur ein paar Beispiele dafür, dass wir uns schon heute vorsichtiger positionieren und die Aktienquote in unseren Mandaten angepasst haben. Außerdem haben wir zumindest im Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen das Währungsrisiko im US-Dollar komplett abgesichert und aufgrund der schwachen Dollarentwicklung und der Möglichkeit sinkender Realzinsen eine Gold-Position von 4 Prozent des Fondsvolumens aufgebaut. Das sollte für eine gewisse Stabilität sorgen.

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