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Egbert Prior Stern Immobilien: "Objektveredler" mit stillen Reserven

Gastautor: Egbert Prior
10.01.2018, 12:04  |  2861   |   |   

Heute präsentiere ich Ihnen einen hidden champion aus der Immobilienwelt. Seit dem Börsengang im Oktober 2011 hat sich der Kurs von 6 auf aktuell 40 Euro nahezu versiebenfacht. Darüber hinaus kassierten Aktionäre insgesamt 12,30 Euro Dividenden. Dennoch schlummert in der Aktie noch beträchtliches Potential. Mit 72 Millionen Börsenwert bewegt sich die Gesellschaft unterhalb des Radarschirms institutioneller Investoren, zumal das Papier praktisch illiquide ist. Eine typische Aktie für Jäger und Sammler! Hinter Stern Immobilien verbirgt sich der Wirtschaftsprüfer Hans Kilger, dem 68% der Anteile gehören und der das Unternehmen als Aufsichtsratschef steuert. Kilger bezeichnet sich als „Immobilienobjektveredler“ und verfolgt einen opportunistischen Ansatz in Reinkultur. Investiert wird dort, wo dicke Gewinne winken. Im Fokus stehen derzeit zwei „Hammer-Grundstücke“ in München-Riem und im Stadtteil Westend in der Nähe der weltberühmten Augustinerbrauerei. In München-Riem könnte eine bevorstehende Umwidmung des Gewerbegebiets in Flächen für den Wohnungsbau für eine Preisexplosion sorgen. Im Westend heißt das Zauberwort Nachverdichtung von Wohngebieten. München gilt als einer der attraktivsten Immobilienstandorte überhaupt. Seit vielen Jahren steigen die Preise, bis 2030 rechnet man mit einem weiteren Zuwachs der Bevölkerung um etwa 200.000. Allein in den Projekten in der bayerischen Landeshauptstadt könnten stille Reserven in Höhe von schätzungsweise 50 Millionen Euro stecken! Beziehungsweise 28 Euro je Aktie. Mit Gewinnen in einem höheren einstelligen Millionenbetrag rechnet Stern aus einem Projekt in Istanbul. Hier hat sich die Immobilienfirma mit Sitz in Grünwald bei München an „erdbebensicheren“ Wohnungsprojekten beteiligt, die von der öffentlichen Hand   stark subventioniert werden. Außerdem sind die Grünwalder als Projektentwickler in Klausenburg unterwegs. Die zweitgrößte Stadt in Rumänien verfügt über einen wichtigen Flughafen und eine große Universität. Attraktiver Wohnraum ist Mangelware. Stern wächst rasant: 2016 explodierte der Umsatz um 554% auf 49 Millionen, der Nettogewinn satte 7,6 Millionen. Für 2017 rechnet das Unternehmen mit einem Gewinn in ähnlicher Größenordnung, im neuen Jahr könnte sich das Nettoergebnis unter günstigen Umständen sogar auf ca. 15 Millionen verdoppeln. Aus diesem optimistischen Szenario resultiert ein KGV von ganzen 5. Fazit: Ein kleiner, aber feiner Stern leuchtet am Immobilienhimmel. Mit einem guten Gespür für Opportunitäten sollte die Erfolgsstory weitergehen.

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24.04.18