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Wirecard bis Daimler – Aktien schlagen 2018 Bitcoin

Gastautor: Daniel Saurenz
15.01.2018, 10:06  |  2698   |   |   

EZBDie ersten Handelstage des Jahres 2018 sind geschafft und mit ein wenig Abstand zu Neujahr empfehlen wir Ihnen am 16.1 ein Webinar, in dem Stefan Risse mit Giles Keating von Werthstein 2018 in Sachen Zinsen, Bitcoin, Immobilien und Aktienmarkt analysiert – hier anmelden. Es geht vor allem um die Frage, ob die niedrigen Zinsen noch mehr Geld in Kryptos, in Häuser und natürlich in Aktien drücken oder ob 2018 wirklich die große Wende ansteht. Statistisch gesehen bedeuten die ersten positiven fünf Handelstage des Jahres zunächst mal folgendes: Nämlich, dass auch das Börsenjahr 2018 ein gutes werden dürfte. Denn……sind die ersten fünf Handelstage im Dow Jones positiv, gilt das in der Regel auch für das gesamte Börsenjahr. Die Regel bestätigenden Ausnahmen gibt es natürlich auch hier. Die Börsen sind auf jeden Fall gut ins Jahr gestartet. Trotzdem fragen sich viele, ob es nach der guten Entwicklung in 2017 und den schon teilweise hohen Bewertung an der Leitbörse auch dieses Jahr nochmals aufwärts gehen. Auch dafür spricht aber die Statistik.

Börse_EZB_4Wie die Finanzwoche in Ihrer letzten Ausgabe herausstellte, sind seit 1928 in zwei Dritteln der Fälle, einem Anstieg der Börse um 20 Prozent, wie 2017 der Fall, die Kurse im Folgejahr erneut eine Aufwärtsbewegung folgtegestiegen, und zwar im Durchschnitt um gut 10%. In den vergangenen 44 Jahren folgte nur viermal ein Baissejahr, wenn der S&P 500 zuvor um über 20 Prozent gestiegen ist, zuletzt 1989 und 1999 mit 3% bzw. 9% Rückgang.

Politische Risiken könnten 2018 zurückkehren

2017 wiesen viele auf politische Risiken hin. Warum? Ganz einfach. 2016 war geprägt vom Brexit-Absturz und den US-Wahlen. Das schrieben die Auguren einfach fort. Doch Märkte gewöhnen sich an solche Umstände und nehmen sie irgendwann nicht mehr wahr, wenn sich am Ende herausstellt, dass die Aktienkurse trotzdem immer wieder in die gleiche Richtung laufen. Also nach oben seit dem Jahr 2009.

Denn 2017 war ja kein gutes Aktienjahr, weil die politischen Risiken sich am Ende nicht verwirklichten. Zugegeben, die Frankreich-Wahl ging gut aus, aber die Brexit-Verhandlungen sind eine Katastrophe und die Bundestagswahl hat keine Regierung hervorgebracht. Donald Trump hat in Bezug auf mögliche Strafzölle seine Drohungen zwar nicht umgesetzt, dafür kam der Nordkorea-Konflikt hinzu, den er ordentlich anheizte. Für dieses Jahr könnten die politischen Risiken zurückkommen, eben weil sie diesmal nicht so präsent sind. Hauptgefahr vor allem für Europa ist die Wahl in Italien, wo die Eurogegner in den Umfragen vorne liegen.

Liquidität ist und bleibt der entscheidende Faktor

EZB_Börse_Februar_72017 hat gezeigt, am Ende ist und bleibt die Liquidität der entscheidende Faktor für die Aktientendenz. Sie ist ausreichend da, weil Notenbanken wie die Europäische Zentralbank (EZB) oder die Bank of Japan (BoJ) nach wie vor Staatanleihen in rauen Mengen aufkaufen und Aktien alternativlos gemacht haben. Und auch die Politik der Federal Reserve in den USA ist bis heute mit den Minizinsanhebungen nicht wirklich restriktiv. Das kann sich unter Umständen in 2018 ändern und nachhaltigen Einfluss auf die Aktienmärkte nehmen, bleibt abzuwarten und hängt von der tatsächlichen Geldpolitik dann ab.

Bitcoin wird abgelöst

2017 war das große Jahr des Bitcoins. 2018 wird es nicht so sein. Andere Krypto-Währungen, die viel mehr Einsatzmöglichkeiten bieten, schnellere Transfers erlauben und weniger energieaufwendig sind wie beispielsweise Ethereum, Bitcoin Cash oder NEO werden dem Bitcoin den Rang ablaufen. Ich prognostiziere, der Bitcoin wird in US-Dollar Ende des Jahres niedriger notieren als der DAX in Punkten.

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