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Steuerexperte Sparern droht durch GroKo höhere Steuerbelastung

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
15.01.2018, 19:10  |  1906   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die in den Sondierungsgesprächen von Union und SPD vereinbarte Abschaffung der Abgeltungssteuer für Zinserträge stößt auf Kritik von Steuerexperten. Wie der Bund der Steuerzahler (BdSt) berechnet hat, kann die Abschaffung der Abgeltungsteuer auf Zinseinkünfte bereits ab einem Jahresbruttoverdienst von rund 21.000 Euro nachteilig sein, berichtet das "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe). Das gilt laut BdSt, sofern der Sparer-Pauschbetrag bereits ausgeschöpft ist.

"Somit wären auch kleine und mittlere Einkommen betroffen", so die Steuerexperten. Aller Voraussicht nach würden Zinseinkünfte nach einer Abschaffung der Abgeltungssteuer wieder mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert und nicht mehr pauschal mit 25 Prozent. Für viele Deutsche bedeutet das daher eine höhere Belastung. Laut Stefan Bach, Steuerexperte beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), würde die Abschaffung der Abgeltungsteuer für Zinserträge in erster Linie die Mittelschicht treffen, also die reichsten 5 bis 30 Prozent der Bevölkerung. "Sie haben häufig genug Vermögen, um trotz Niedrigzinsen den Sparerbetrag auszuschöpfen, sind aber zu arm für lukrative Unternehmensbeteiligungen", sagte er dem "Handelsblatt". Wenn in absehbarer Zeit die Zinsen tatsächlich steigen, könnte sich das ändern und auch kleine Vermögen würden härter besteuert. Steuerexperten erwarten zudem ein größeres Ausmaß an Bürokratie. "Die Umstellung wäre ein erheblicher Aufwand für Bürger, Banken und Finanzämter, und die Steuererklärungen würden wieder umfangreicher statt schlanker", sagte Reiner Holznagel, Präsident des Bundes der Steuerzahler, dem "Handelsblatt". Nicht jeder Anleger und Sparer profitiere von der Abgeltungsteuer, "aber zumindest sorgt sie für eine einheitliche Besteuerung".

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Kommentare

Zinseinkünfte ? Das ist ja sehr interessant nur wer hat mit diesem Einkommen Zinseinkünfte ?
Was soll so ein völliger Quatsch Bericht ?
Auch kann ich langsam den ganzen Mist mit sparen nicht mehr lesen, rate allen jungen Menschen ersteinmal richtig zu leben und sich nicht ständig Angst machen lassen von irgendwelchen hirnis die meinen alle müssen sparen, und die Menschen die wirklich ein wenig über haben sollen es vom Konto nehmen dann brauchen sie auch keine Steuern zu zahlen von was auch immer.
Man den ganzen Mist seit Jahren versucht man schon 16 bis 18 Jahren junge Menschen zu animieren für Ihre Alter vorzusorgen, ich rate den jungen Menschen wählt einfach die richtigen Politiker die dafür sorgen das wäre die richtige Wahl !
Jene, die keine Steuer zahlen, können eine Rückerstattung der Abgeltungssteuer beim Finanzamt beantragen. Das ist Usus seit Einführung der Abgeltungssteuer. Solange der Grenzsteuersatz unter ca. 28% liegt, gibt es Rückerstattungen.
Aber Vorsicht. Ab ca 4800 Euro Verdient im Jahr beginnt die Verpflichtung zur eigenen Krankenkasse, d.h. Familienversicherung ade, Kindergeld ade etc. also Vorsicht bei den Spekulationseinkünften
Ich muss mich korrigieren, es ist rechnerisch noch schlimmer:

die Mittelschicht besteht aus "den reichsten 5-30% der Bevölkerung". Genaueres wissen auch Experten nicht. Es könnten also auch nur 5% sein. Auf jeden Fall sind sie reich und sparen - und arbeiten und zahlen Steuern. Ansonsten könnte die GroKo sie auch nicht über die höhere ESt. im Vergleich zur Abgeltungssteuer belasten, was ja auch sozial gerecht wäre (sagen jedenfalls manche Politiker).

Was ist eigentlich mit den anderen 95% ?
"Laut Stefan Bach, Steuerexperte beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), würde die Abschaffung der Abgeltungsteuer für Zinserträge in erster Linie die Mittelschicht treffen, also >>> die reichsten 5 bis 30 Prozent <<< der Bevölkerung."

Woow, was soll man dazu noch sagen ...

Bleibt nur festzuhalten, dass die Mittelschicht in D demnach nur noch aus 25% der Bevölkerung besteht.

Was mich bei dem Thema auch interessieren würde: wenn der persönliche Steuersatz bei 0 liegt, z.B. bei Rentnern, Studenten, Minderjährige --- dann können die Dividenden zukünftig zu 100 Prozent eingestrichen werden?

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