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Aktien New York: Kurse zollen Rekorden Tribut - Dow erstmals über 26 000 Punkten
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Aktien New York Kurse zollen Rekorden Tribut - Dow erstmals über 26 000 Punkten

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
16.01.2018, 20:28  |  976   |   |   

NEW YORK (dpa-AFX) - An den US-Aktienmärkten haben die Kurse nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende den im frühen Handel erreichten Rekorden Tribut gezollt. Der Dow Jones Industrial stieg am Dienstag erstmals über 26 000 Punkte und knackte damit nach nur sechs Handelstagen die nächste Tausender-Marke.

Zuletzt gewann der New Yorker Leitindex allerdings nur noch 0,21 Prozent auf 25 856,96 Punkte. Die anderen Indizes drehten sogar in die Verlustzone: Der marktbreite S&P 500 sank um 0,10 Prozent auf 2783,48 Zähler und der technologielastige Nasdaq 100 fiel um 0,09 Prozent auf 6752,53 Punkte zurück.

Die für die meisten Unternehmen gewinnsteigernde US-Steuerreform, der schwache Dollar sowie Hoffnungen auf überwiegend gute Quartalsergebnisse der Unternehmen hatten den Kursen anfangs weiteren Auftrieb gegeben - dazu kam eine Reihe überwiegend positiv aufgenommener Firmennachrichten.

Enttäuschende heimische Konjunkturdaten hatten die Anleger derweil kalt gelassen. Dem Empire-State-Index zufolge war die Stimmung in der Industrie im Bundesstaat New York im Januar schwächer als erwartet ausgefallen. Allerdings wurde der Stimmungsindikator für den Vormonat deutlich nach oben revidiert.

Auf Unternehmensseite stach Merck & Co nach erfreulichen klinischen Studienergebnissen zum Arzneimittel Keytruda (Pembrolizumab) besonders positiv heraus: Mit einem Kurssprung von 6,75 Prozent auf 62,62 US-Dollar führten die Aktien die Gewinnerliste im Dow an und waren so teuer wie zuletzt im Oktober. Damals hatte das Unternehmen die Anleger mit seinen Quartalszahlen und dem zurückgezogenen Antrag für eine Keytruda-Zulassung in Europa geschockt, was die Aktie anschließend bis auf unter 54 Dollar absacken ließ.

Dahinter rückten UnitedHealth-Papiere um 2,37 Prozent auf 234,06 Dollar vor - davor hatten die Titel des Krankenversicherers ein Rekordhoch markiert. UnitedHealth hob aufgrund der Steuerreform in seinem Heimatland das Gewinnziel für das laufende Jahr kräftig an.

Beim iPhone-Hersteller Apple reichte es auch ohne Nachrichten für ein knappes Kursplus und eine erneute Bestmarke. Damit stieg auch der Börsenwert des weltgrößten Unternehmens weiter auf nun über 900 Milliarden Dollar. Die viel beachtete Marke von 1 Billion Dollar rückt wieder in den Blick, die noch kein Unternehmen mit seiner Marktkapitalisierung erreicht hat.

Der Autobauer General Motors (GM) überzeugte die Anleger mit überraschend optimistischen Aussagen für das laufende Jahr: Trotz eines teuren Wechsels zu einer neuen Generation von Pickups will das Unternehmen seinen Gewinn auf dem Rekordniveau von 2017 halten - Analysten hatten hingegen einen Rückgang erwartet. Die Aktien stiegen um 0,78 Prozent.

Aus dem Bankenbereich erfreute die Citigroup die Aktionäre mit der angekündigten rekordhohen Gewinnausschüttung. Davon ließ sie sich auch nicht von einem gigantischen Jahresverlust abbringen, zu dem die US-Steuerreform geführt hat. Derweil läuft das eigentliche Geschäft profitabel. Für die Papiere ging es um 0,25 Prozent auf 77,04 Dollar hoch - zeitweise waren sie so teuer wie seit Ende 2008 nicht mehr. Bei Konkurrent Goldman Sachs ließ eine Meldung aus Unternehmenskreisen, wonach das Geschäft mit Rohstoffen 2017 so schlecht wie noch nie gelaufen sein soll, das Kursplus auf 0,46 Prozent abschmelzen.

Dank Zukaufplänen schossen die Aktien von Energizer um gut 14 Prozent nach oben. Das Unternehmen will das Batteriegeschäft des Mischkonzerns Spectrum Brands übernehmen, wozu auch die Haushaltsgeräte-Batterien der bekannten Marke Varta gehören. Die Spectrum-Aktien gewannen über 3 Prozent.

Dagegen büßten die Anteilscheine von Dow-Schlusslicht General Electric 3,60 Prozent ein. Der US-Industriekonzern muss für sein Altgeschäft mit nordamerikanischen Lebens- und Krankenversicherungen im vierten Quartal eine Belastung von 6,2 Milliarden Dollar verbuchen. Verteilt über einen Zeitraum von 7 Jahren wird die Finanzsparte GE Capital nun rund 15 Milliarden Dollar an Deckungsreserven bilden und deshalb die Dividendenzahlungen an die Mutter vorerst einstellen./gl/he

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