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Daimler im Überblick: Kennzahlen, die Investoren wissen müssen

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
17.01.2018, 10:13  |  342   |   |   

In den letzten zwei Jahren ist die Daimler (WKN:710000) Aktie um 15,2 % gestiegen. Aber das ist wohl weniger interessant für Investoren, als das was kommt und ob man eine Investition in Daimler in Betracht ziehen sollte. Eine Unternehmensanalyse könnte dabei helfen, diese Frage zu beantworten.

Für mich gibt es als Überblick zwei wichtige Teile einer Unternehmensanalyse. Es gibt eine Analyse der weichen, qualitativen Faktoren neben einer Analyse der Zahlen und Kennzahlen.

Diese beiden Analysen sind ziemlich unterschiedlich, aber sie sind beide sehr wichtig. Die qualitativen Eigenschaften kann man ohne Betrachten der Kennzahlen nicht sehr gut bewerten, und andersherum genauso.

Heute werden wir einen Blick auf Daimler werfen und uns auf die Kennzahlen fokussieren. Insbesondere werden wir auf die folgenden Arten von Kennzahlen schauen:

  1. Wachstumskennzahlen
  2. Profitabilitätskennzahlen
  3. Schuldenkennzahlen

Wachstumskennzahlen von Daimler

Wir feiern das Wachstum von Unternehmen in die wir investieren, da ein wachsendes Unternehmen im Laufe der Zeit riesige Werte aufbauen kann. Recherchen der Credit Suisse haben Umsatzwachstum als den „wichtigsten Treiber des Wertes eines Unternehmens“ identifiziert.

Hier sind die aktuellen Werte der Wachstumskennzahlen von Daimler:

1-Jahr 3-Jahre (pro Jahr) 5-Jahre (pro Jahr)
Umsatzwachstum 5,9 % 8,6 % 7,3 %
Gewinnwachstum 15,7 % 8,1 % 10,8 %
Wachstum Unternehmenswert 14,7 % 11,6 % 8,4 %

Und hier ist eine weitere Perspektive, mit einem Blick auf die einzelnen Ergebnisse der letzten fünf Jahre, im Gegensatz zu den durchschnittlichen Werten von oben:

2013 2014 2015 2016 Letzte 12 Monate (J/J)
Umsatzwachstum 3,2 % 10,1 % 15,1 % 2,5 % 5,9 %
Gewinnwachstum 6,4 % 1,8 % 21,0 % 1,2 % 15,7 %
Wachstum Unternehmenswert 12,6 % 2,3 % 22,7 % 8,2 % 14,7 %

Und warum nutze ich genau diese Kennzahlen? Nach dem oben erwähnten Zitat von Credit Suisse sollte es beim Umsatzwachstum klar sein. Doch einfach gesagt ist das Wachstum des Gewinns eines Unternehmens noch wichtiger.

Denn außer wenn ein Unternehmen noch sehr jung ist, sehen wir es gerne, wenn die Gewinne mindestens so schnell wie der Umsatz wachsen, wenn nicht sogar noch schneller. Wenn wir Umsatzwachstum ohne gutes Wachstum bei den Gewinnen sehen, könnte das ein Grund zur Sorge sein.

Und auch der Unternehmenswert kann uns eine weitere Perspektive auf das Wachstum geben. Während ein Unternehmen im Laufe der Zeit Gewinne kassiert und die Zinseszins-Wirkung dieser Gewinne erfährt, sollte der Unternehmenswert eben auch wachsen. Investoren müssen es einfach beachten, wenn ein Unternehmen Dividenden bezahlt oder regelmäßige Aktienrückkäufe tätigt. Diese beiden Dinge können oft gut für Investoren sein, sie können das Wachstum des Unternehmenswerts jedoch auch verlangsamen. Die Aktie von Daimler zum Beispiel hat eine Dividendenrendite von 4,4 %, was Auswirkungen auf das Wachstum des Unternehmenswerts hat.

Profitabilitätskennzahlen von Daimler

Wachstum ist hilfreich für uns, insoweit es uns Investoren auch Gewinne bringt – heute, oder bei einigen schnell wachsenden Unternehmen vielleicht auch später.

Es gibt nicht die eine beste Kennzahl, wenn es um das Maß der Profitabilität geht. Was die eine zeigt, könnte von einer anderen noch besser erklärt oder sogar negiert werden. Daher ist es ideal, wenn man sich ein paar dieser Kennzahlen anschaut. Die drei, die ich für Daimler am liebsten betrachte, sind unten gezeigt.

1-Jahr 3-Jahre (durchschnittlich) 5-Jahre (durchschnittlich)
Eigenkaptialrendite 16,7 % 16,5 % 18,0 %
Operative Marge 8,1 % 8,1 % 7,5 %
Gewinnmarge 5,9 % 5,5 % 5,8 %

Und wie bei den Wachstumskennzahlen hier ein weiterer Blick mit den einzelnen Ergebnissen der letzten fünf Jahre:

2013 2014 2015 2016 Letzte 12 Monate (J/J)
Eigenkapitalrendite 21,1 % 16,6 % 17,6 % 15,4 % 16,7 %
Operative Marge 6,5 % 7,2 % 8,5 % 8,3 % 8,1 %
Gewinnmarge 5,8 % 5,4 % 5,6 % 5,6 % 5,9 %

Die operative Marge und die Nettogewinnmarge helfen uns zu verstehen, wie profitabel das Geschäft ist. Oder anders gesagt, wieviel Cent Gewinn uns jeder Euro Umsatz bringt. Natürlich gilt hier für beide: je höher, desto besser. Die Eigenkapitalrendite erlaubt uns hingegen eine Perspektive darauf, wie effizient das Unternehmen mit seinem Kapital ist.

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